Mindestumsatz

Der virtuelle Taxitreff.

Re: Mindestumsatz

Beitragvon Löwenzahn » 17.03.2018, 23:56

Tja, wer bei 8,84 Euro schon die Krise bekommt, dem kann man nicht helfen. In Berlin liegt der Mindestlohn bei 9 Euro. :mrgreen:

ilkoep hat geschrieben:
Dschungeltaxi hat geschrieben:die ganze nummer , hat mir , fast 3 std, ausfall gekostet...

wie soll man(n) da 3500,- öken produzieren??? um beim eingangsthema zu bleiben...


Mal unter uns Gebetsschwestern: wie hoch ist Deine Fehlfahrtenquote? Täglich, wöchentlich, monatlich, prozentual?

Ich vermute genauso hoch wie der Umlandfahrtenanteil und nenne das "Ausgleichende Gerechtigkeit". Gehört einfach dazu.

Fette Beute.


Ich für mein Teil finde es nicht interessant, wie oft das vorkommt. Es ist einfach ein Unding. Du kannst dich nicht einfach ins Restaurant setzen und nichts bestellen. Du kannst auch zum Lieferboten nicht sagen, dass er das Essen wieder mitnehmen soll. Und noch weniger kannst du nicht beim Eintreffen der Polizei, Feuerwehr oder Notarzt sagen: "Ach ich habe mich nur verwählt."
Das bringt Sanktionen bzw. Konsequenzen mit sich. Taxibestellung ohne Fahrtantritt und Ausgleich ist keine Freizeitbeschäftigung. Es ist Geschäftsschädigung und sollte als Solches geahndet werden.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon AsphaltRunner » 18.03.2018, 01:09

Löwenzahn hat geschrieben:
Das bringt Sanktionen bzw. Konsequenzen mit sich. Taxibestellung ohne Fahrtantritt und Ausgleich ist keine Freizeitbeschäftigung. Es ist Geschäftsschädigung und sollte als Solches geahndet werden.

Laut Taxiordnung hast du das Recht, für Fehlfahrten Entschädigung zu verlangen . Macht bloß keiner. Genauso wie ein Berliner Kutscher das Recht hat, den Wecker beim Eintreffen anzuschalten und nicht erst, wenn der Fahrgast zu Ende getrunken hat und bei dir einsteigt.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon Löwenzahn » 18.03.2018, 09:22

Schön und gut. Setzt aber voraus, dass man weiß, wer und wo dein Fahrgast ist. Weißt du Asphaltrunner, du solltest das Thema und die Meinungen etwas gründlicher lesen, weil wir hier nicht die niedergeschriebene Theorie diskutieren, sondern das Manko in der Praxis. Das halte ich für so wichtig, dass ich dich bitten würde nicht vom Thema abzulenken bzw. mit einer Art "Pff" wegzuwerfen.

Das Ding ist nämlich, wenn man das Taxameter einschaltet und der Betrag geht über 10 Euro, dann kann man das nicht mehr als Fehlfahrt abbuchen, sondern muss eine Anzeige bei der Polizei machen und dem Geld hinterherrennen. Und ich meine das als Taxifahrer, da es Unternehmen gibt, die sich sagen: "Du bist Schuld, dass das Geld nicht auf dem Tisch liegt." Genau deshalb schalten viele Taxifahrer das Taxameter nicht ein, aus Furcht womöglich den Betrag aus eigener Tasche zahlen zu müssen.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon Löwenzahn » 18.03.2018, 10:01

Löwenzahn hat geschrieben:Schön und gut. Setzt aber voraus, dass man weiß, wer und wo dein Fahrgast ist.


Dazu noch eine Anmerkung: In Funkaufträgen stehen meist nur Nachnamen. Wieviele Müller, Meier, Lehmann gibt es in Berlin? Darüber hinaus erfolgt keine Bestätigung der Richtigkeit. Ein Herr Lehmann kann beispielsweise unter den Namen Hermann bestellen. Ein Name kann vom Vermittler falsch verstanden worden sein. Bei Veranstaltungen kann dein Fahrgast in der Masse untergegangen sein. Ein Auftrag kann mit einem falschen Datum oder falscher Abfahrtszeit eingetragen sein. Oder Kleinigkeiten wie Fahrgast sitzt im Flieger und hat sein Handy aus. Alles Dinge, die man sich als Fehlfahrt deklariert und wo Anzeigen ins Leere verlaufen.

Setzt sich ein Umsatz von 3500 Euro also damit zusammen, dass man 2000 Euro einfährt und 1500 Euro dem Unternehmen aus eigener Tasche zusteckt?
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon ilkoep » 18.03.2018, 10:13

Löwenzahn hat geschrieben:Das Ding ist nämlich, wenn man das Taxameter einschaltet und der Betrag geht über 10 Euro, dann kann man das nicht mehr als Fehlfahrt abbuchen, sondern muss eine Anzeige bei der Polizei machen und dem Geld hinterherrennen. Und ich meine das als Taxifahrer, da es Unternehmen gibt, die sich sagen: "Du bist Schuld, dass das Geld nicht auf dem Tisch liegt." Genau deshalb schalten viele Taxifahrer das Taxameter nicht ein, aus Furcht womöglich den Betrag aus eigener Tasche zahlen zu müssen.

Nix für ungut, aber das ist Blödsinn. Das Fäkaltaxameter zeigt dem Unternehmer dass für diese 10€ genau 0,00 km Wegstrecke zurückgelegt wurden. Fehlfahrt notieren, mit Datum und Uhrzeit, und fertig. Warum werden Probleme gesucht die es nicht gibt?
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon am » 18.03.2018, 11:09

Vollkommen richtig ilkoep. Nur muss diese Technik dann auch vorhanden sein.

Allerdings ist mir vollkommen unklar, warum man bis 10€ wartet, ehe man eine Fehltour anmeldet. Nach aktuellem Lübecker Tarif wären das beispielsweise 17 Minuten.

Wer so lange wartet, legt den Dienstleistungsgedanken sehr zu seinem eigenen Nachteil aus. Insbesondere dann, wenn der Tarif das Einschalten der Uhr bei Ankunft zulässt. (Hier erst erlaubt, nachdem die FahrerInnen sich beim Kunden gemeldet haben)

In der Praxis scheitert die Umsetzung daran, dass sich die wenigsten Fahrer und auch Unternehmer überhaupt mit „ihrem“ Taxitarif befassen. Oder den Kunden aus Servicedenken eine, im übrigen unzulässige Karenzzeit einräumen.

Es ist eben keine Kann Bestimmung, wenn im Tarif steht, wann das Taxameter einzuschalten ist, sondern sie ist verpflichtend.

Unwissen und Angst vor Kunden sind die Ursache dafür, dass Taxitarife inkonsequent angewendet werden. Und damit haben wir unsere Kunden dann zu aus unserer Sicht schlechten Kunden erzogen.

Ein halbes Jahr wenden alle Taxen ihren Tarif konsequent an und jede Diskussion über anfallende Wartezeit hat sich erledigt.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon am » 18.03.2018, 11:19

Falls du etwas vermisst, tb, der Gruppenmod hat Einiges von dir gelöscht.

Meckern gerne hier: viewtopic.php?p=229617#p229617
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon ilkoep » 18.03.2018, 11:33

am hat geschrieben:Allerdings ist mir vollkommen unklar, warum man bis 10€ wartet, ehe man eine Fehltour anmeldet. Nach aktuellem Lübecker Tarif wären das beispielsweise 17 Minuten.


Knackpunkt ist dass wir laut TO bei Ankunft einschalten müss(t)en und eine Pflichtwartezeit von 15 Minuten haben:

http://www.taxi-berlin.de/news/wp-conte ... erlin1.pdf

Soweit die Theorie. Meine Praxis sieht allerdings anders aus.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon Löwenzahn » 18.03.2018, 11:45

Ein Mein und Dein gibt es heutzutage nur noch für Einwagenunternehmer. Die Arbeitsweise der Angestellten sollte gleich sein, daher halte ich es für wichtig, dass ein Unternehmer seine Angestellten regelmäßig in den Dingen unterrichtet, die am genannt hat.

Was Einwagenunternehmer aus der Situation machen, ist völlig Wurscht :mrgreen:
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon am » 18.03.2018, 11:47

Danke für den Link.

§5 ist tatsächlich ungewöhnlich. Evtl weiß jr, ob es vergleichbare Tarife gibt. Aus meiner Sicht ist die Formulierung aber Auslegungssache, bzw selbst in Verbindung mit §3(2) als nicht sachgerecht zu bezeichnen. Denn von einem Kunden, der nicht erscheint, kann ich auch nach 15 min kein bis dahin aufgelaufenes Entgelt verlangen, wenn ich richtig gerechnet habe, dann ja 10,90€ bei 15 min minus 1 Karenzminute.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon ilkoep » 18.03.2018, 12:00

am hat geschrieben:Denn von einem Kunden, der nicht erscheint, kann ich auch nach 15 min kein bis dahin aufgelaufenes Entgelt verlangen, wenn ich richtig gerechnet habe, dann ja 10,90€ bei 15 min minus 1 Karenzminute.


Bingo. Keine Ahnung welcher *** sich diese Formulierung ausgedacht hat. Berlin ist eben anders. Also machen wir uns die Welt wie sie uns gefällt :mrgreen: .
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon am » 18.03.2018, 12:18

Wir kommen zwar ein wenig vom Thema ab, doch ich frage mich dann immer, ob eine Verwaltung von alleine auf solche Ideen kommt? Ich meine Nein! Diese Kulanzzeiten sind typisches Zentralendenken in einer Wettbewerbssituation. Wenn ich also beinahe 20 Minuten warten muss, entgeht mir schon die Hälfte des für den ML erforderlichen Stundenumsatzes.

Wie kann ich dann als Unternehmer Mindestumsätze garantieren? Zumindest in solchen Städten, in den reines Funk- und Einsteigergeschäft die Regel sein dürfte.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon ilkoep » 18.03.2018, 13:00

am hat geschrieben:Wie kann ich dann als Unternehmer Mindestumsätze garantieren? Zumindest in solchen Städten, in den reines Funk- und Einsteigergeschäft die Regel sein dürfte.


Ganz einfach: nach fünf Minuten Fehlfahrt drücken, next please. Kommt aber, nach meiner Erfahrung, seeeeeehr selten vor. Berliner sind zwar arm, aber meist pünktlich.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon Löwenzahn » 18.03.2018, 15:07

Und damit gehen einem die verdienten Umsätze flöten. Und wenn der Kunde nach 7 Minuten raus kommt, gibt es gewaltigen Ärger.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon ilkoep » 18.03.2018, 15:46

@Löwenzahn

Mach Dich nicht zur Nutte des Gewerbes. Schaffen andere viel besser.

Dem Pax wird die Ankunftszeit der Taxe relativ verlässlich mitgeteilt, +/-2 min. Wenn er meint sich noch `ne Weisse auspennen zu wollen, kann er das gerne machen, aber nicht auf unsere Kosten.

Aber wie gesagt, kommt äusserst selten vor. Und wenn, muss er eben erneut bestellen. Ich verpasse den Flieger nicht.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon Löwenzahn » 18.03.2018, 18:00

Ich nenne jetzt keinen Namen, aber ich habe mal von einem Konzern eine Vorbestellung bekommen. 15 Minuten bis Abfahrzeit und als dann keiner kam, bin ich zum Pförtner. Der sagt mir zuerst, dass mein Fahrgast gleich kommt, die Konferenz ist wohl gerade beendet. Habe dann das Taxameter eingeschaltet. Als dann nach 15 Minuten immernoch keiner kam, hieß es dann: "Ich weiß nicht, wo der Fahrgast ist, wird wohl schon weg sein. Ich weiß auch nicht, wer bestellt hat, ich war es nicht." Habe dann die Zentrale angerufen, die haben aber lediglich eine Fehlfahrt eingetragen und ach etwas Mitleid konnte ich noch ergattern.

Entschädigung? Fehlanzeige! Von niemandem! Und wenn wir schon beim Thema Mindestumsatz sind, dann muss sich genau daran etwas ändern! In Zeiten des Mindestlohns ist es vorbei mit Geschenken.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon sivas » 18.03.2018, 19:52

AsphaltRunner hat geschrieben:Laut Taxiordnung hast du das Recht, für Fehlfahrten Entschädigung zu verlangen . Macht bloß keiner.

Wenn bei uns 'ne Fehlfahrt vorkommt, lassen wir uns das von der Zentrale dokumentieren, gehen damit am nächsten Tag zur Stadtkasse und bekommen dort das Geld ausgezahlt.
Stehen wir mit einem Knollen in der Schuld, wird die damit verrechnet.

toll, was ?
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon Löwenzahn » 19.03.2018, 22:14

Ein Taxifahrer in der Nachtschicht schafft wesentlich mehr als 2000 Euro aber nicht mehr als 3000 Euro Umsatz im Monat. Und beim Gespräch mit Kollegen soll es wohl auch Unternehmen geben, die mehr als 4000 Euro Monatsumsatz fordern.
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 19.03.2018, 22:31

Löwenzahn hat geschrieben:Ein Taxifahrer in der Nachtschicht schafft wesentlich mehr als 2000 Euro aber nicht mehr als 3000 Euro Umsatz im Monat...

Das bezieht sich jetzt auf Berlin ?!?!?
„Alle sind irre, aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht wird Philosoph genannt" (Ambrose Bierce)
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Re: Mindestumsatz

Beitragvon Löwenzahn » 19.03.2018, 22:35

Tschuldigung, ja das bezog sich auf Berlin und das ein gilt als Singular, nicht als Verallgemeinerung.
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