Die Taxianzahl in Berlin

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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon taxipost » 19.11.2017, 09:40

jeder kann sich eine taxe kaufen und einen betrieb gründen,
wenn er die nötigen voraussetzungen erfüllt.

gestern noch arbeitnehmer, heute dein eigener chef !

das ist doch der "neu"-deutsche traum, oder ?!
und was ist " kleiner unternehmerschein" ?
Zuletzt geändert von taxipost am 19.11.2017, 09:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon ilkoep » 19.11.2017, 13:39

Dschungeltaxi hat geschrieben:
das geht meines wissens nicht..
ich denke Taxi-supUnternehmertum ist in D nicht erlaubt...
auch nicht mit kleinen Unternehmerschein , ala Imbiss...


Na klar geht das. Die 24-Monats-GmbH stellt nach 23 Monaten den Betrieb ein und verkauft ihr Anlagevermögen (Autos).

Was Du wahrscheinlich meinst, ist dass Taxenbetriebe nur "im Ganzen" veräussert werden dürfen.

Nicht in Berlin, hier werden die Konzen wie Konfetti vergeben. Da bedarf es keinen Betriebsübergang.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon miamivice » 06.05.2018, 20:59

Es sind massenhaft Raubtaxiaktivitäten in Berlin zu beobachten. Es sind bei den Raubtaxen auch einige Kennzeichen von außerhalb feststellbar: HVL, LN, KW. Die Fahrzeugmarke Toyota Prius findet viel Verwendung. Es kommt durch die Raubtaxen im offiziellen Taxigewerbe zu erheblichen Umsatzrückgängen. Als Mietwagen abgetarnte Raubtaxen ist Vernichtungskonkurrenz, keine "Erweiterung und Ergänzung".

Meine Nachtschicht gestern von Samstag auf Sonntag war eine der miserablsten Taxischichten der letzten Jahre. Lukrative Taxistände in Berlin Mitte funktionieren nicht mehr so wie früher, offenbar weil die Generation App sich zunehmend der Raubtaxis bedient. In diesem Zusammenhang ist es suizidal eine weitere Tariferhöhung für das berliner Taxigewerbe zu annoncieren.

Als Faustregel ist eine Taxikonzession auf 1000 Einwohner vorgesehen. Zusammen mit den Raubtaxen könnte der Faktor in Berlin bei 2,5 liegen: 2,5 tatsächliche Taxikonzessionen auf 1000 Einwohner bedeutet Gewerbedisruption bis zum Gewerbetod.

Eine Kontrolle der Zählerstände von 16 abgestellten Taxen am 6.5.18, Sonntag gegen 8 Uhr früh, ergab hinsichtlich Tourenzahl und Bruttoumsatz folgendes Ergebnis (es ist möglich, daß einige dieser Umsätze gar nicht Samstag Nacht eingefahren wurden, da die Taxen schon länger abgestellt sein können):

    05---104,90
    16---207,80
    06---150,20
    11---112,10
    07----79,80
    02----41,80
    07----99,50
    10---188,60
    10---130,20
    06---101,70
    03----40,90
    16---204,30
    10---181,60
    07----95,70
    08---182,80
    12---174,40
Samstagnachtschichten sollten mindestens mit einem Bruttoumsatz von 250 € nicht unter 18 Touren bewerkstelligt werden.

Es bleibt festzustellen, daß der Schikane-Jurist und allbekannte Apokalyptiker des Rechts eine satanische Freude daran hat nicht zwischen Mietwagen und Taxi unterscheiden zu können.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon ilkoep » 08.05.2018, 06:55

miamivice hat geschrieben:Meine Nachtschicht gestern von Samstag auf Sonntag war eine der miserablsten Taxischichten der letzten Jahre.


Zwischen Ostern und Pfingsten ist der Umsatz am Geringsten :mrgreen: . War schon immer so und wird sich wohl auch in naher Zukunft nicht ändern. Kurze Wochen, kaum Geschäftsleute, wenig Touris.

Die "Generation App" war bisher nicht unser Klientel und wird es auch nicht werden. Da sollte sich eher die BVG Sorgen machen....die sich mit Berlkönig/in eigene Konkurrenz ins Haus holt.

Als Tagfahrer kann ich auch in dieser Zeit nicht meckern, die 2 steht.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon Jim Bo » 08.05.2018, 13:46

Tja als Taxifahrer nimmt man dann Urlaub, wenn das Geschäft nicht besonders ist. In meinem Beruf spielt das keine Rolle mehr, da kann ich Urlaub nehmen, wann ich will.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon miamivice » 08.05.2018, 14:54

ilkoep hat geschrieben:Zwischen Ostern und Pfingsten ist der Umsatz am Geringsten :mrgreen: . War schon immer so und wird sich wohl auch in naher Zukunft nicht ändern. Kurze Wochen, kaum Geschäftsleute, wenig Touris.

Saisonal bedingte geringere Umsätze werden normalerweise durch eine etwas reduzierte Taxenzahl auf den Straßen abgemildert.

Saisonal bedingte geringere Umsätze sind etwas anderes als durch Raubtaxen verursachter Minderumsatz.

ilkoep hat geschrieben:Die "Generation App" war bisher nicht unser Klientel und wird es auch nicht werden. Da sollte sich eher die BVG Sorgen machen....die sich mit Berlkönig/in eigene Konkurrenz ins Haus holt.

Wieso stößt sich das hamburger Taxigewerbe an MOIA und nicht der Hamburger Verkehrsverbund?

Die jungen Leute fahren gerne mit dem Taxi von Club zu Club und früh am Morgen mit dem Taxi auch weite Strecken nach Hause. "taxi.eu" und "taxi.eu Payment" bedienen die Generation App.

ilkoep hat geschrieben:Als Tagfahrer kann ich auch in dieser Zeit nicht meckern, die 2 steht.

Dazu wäre es interessant mehr über die Schichtstruktur zu erfahren wie etwa Arbeitszeiten, Pausen, Taxameterpausen, Funkanbindung, verwendete Apps, Stammkunden, Einsteiger, Aufhalter, Taxirufsäulen-Aufträge, Funkaufträge, Vorbestellungen, App-Aufträge, bevorzugte Taxistände, Totalkilometer, Besetztkilometer, Touren und Umsatz.

Kommt folgender Schichtabschreiber vom 6.5.18 Deinem Arbeitsalltag nahe?

    Gesamte Arbeitszeit----9 Stunden 23 Minuten
    Taxameterpausen-------1 Stunden 40 Minuten
    Totalkilometer---------133
    Besetztkilometer-------75
    Touren-------------------16
    Bruttoumsatz----------207,80
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon sivas » 08.05.2018, 22:12

Was macht Ihr, wenn Euer Taxameter in Pause ist und ein Kunde steigt ein ?
Lehnt Ihr die Fahrt ab, oder schätzt Ihr den Fahrpreis ?
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon Sascha1979 » 08.05.2018, 22:35

sivas hat geschrieben:Was macht Ihr, wenn Euer Taxameter in Pause ist und ein Kunde steigt ein ?
Lehnt Ihr die Fahrt ab, oder schätzt Ihr den Fahrpreis ?

Die Fahrtannahme während einer Pause ist nicht möglich.
Hält sich ein Taxi nicht bereit, kann kein Kunde einsteigen.

Fahrt schätzen im Pflichtfahrtgebiet ist eine Illegalität, welche kaum noch zu überbieten wäre und den Verlust des Personenbeförderungsscheines und empfindlichste Strafen nach sich ziehen kann.
Freundliche Grüße, ein TAXI-Kunde!
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon John_Wick » 08.05.2018, 23:21

Sascha1979 hat geschrieben:
Fahrt schätzen im Pflichtfahrtgebiet ist eine Illegalität, welche kaum noch zu überbieten wäre und den Verlust des Personenbeförderungsscheines und empfindlichste Strafen nach sich ziehen kann.

und geht mir während der Fahrt das Taxameter kaputt, darf ich dann den Fahrpreis schätzen?
möchtest du mit einem Schein größer als 50€ bezahlen, darf ich dann auf deine kosten zum nächsten Bankautomaten fahren?
Darf ich von Dir Vorkasse nehmen?
Zuletzt geändert von John_Wick am 08.05.2018, 23:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon am » 08.05.2018, 23:53

John_Wick hat geschrieben:
Sascha1979 hat geschrieben:
Fahrt schätzen im Pflichtfahrtgebiet ist eine Illegalität, welche kaum noch zu überbieten wäre und den Verlust des Personenbeförderungsscheines und empfindlichste Strafen nach sich ziehen kann.

und geht mir während der Fahrt das Taxameter kaputt, darf ich dann den Fahrpreis schätzen?
möchtest du mit einem Schein größer als 50€ bezahlen, darf ich dann auf deine kosten zum nächsten Bankautomaten fahren?
Darf ich von Dir Vorkasse nehmen?



Schätzen nicht, sondern nach Tacho und Tarif berechnen. Danach ist das Fahreug abzustellen.

Wenn eure Tarifordnung dies hergibt, darfst du auf Kosten Saschas zum Wechseln fahren. Wäre da in Bärlin nicht die Kartenannahmepflicht
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon Löwenzahn » 08.05.2018, 23:59

Ich denke, dass die Fahrt sofort abzubrechen ist.

Kreditkartenpflicht geht nur, wenn der Fahrgast das will. Man sollte es dem Fahrgast anbieten, erzwingen darf man es nicht.
Zuletzt geändert von Löwenzahn am 08.05.2018, 23:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon alsterblick » 09.05.2018, 00:26

Taxameter kaputt ? Noch nie gehabt.
Vorab vereinbarte Fahrpreise könnten da teils hilfreich sein und schont davor Taxamter überhaut kaputtgehen zu lasen. 8)
„Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott !“
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon miamivice » 10.05.2018, 08:51

sivas hat geschrieben:Was macht Ihr, wenn Euer Taxameter in Pause ist und ein Kunde steigt ein ?
Lehnt Ihr die Fahrt ab, oder schätzt Ihr den Fahrpreis ?

Sascha1979 hat geschrieben:Die Fahrtannahme während einer Pause ist nicht möglich.
Hält sich ein Taxi nicht bereit, kann kein Kunde einsteigen.

Fahrt schätzen im Pflichtfahrtgebiet ist eine Illegalität, welche kaum noch zu überbieten wäre und den Verlust des Personenbeförderungsscheines und empfindlichste Strafen nach sich ziehen kann.

John_Wick hat geschrieben:und geht mir während der Fahrt das Taxameter kaputt, darf ich dann den Fahrpreis schätzen?
möchtest du mit einem Schein größer als 50€ bezahlen, darf ich dann auf deine kosten zum nächsten Bankautomaten fahren?

Löwenzahn hat geschrieben:Kreditkartenpflicht geht nur, wenn der Fahrgast das will. Man sollte es dem Fahrgast anbieten, erzwingen darf man es nicht.

Man kann dies unter Zerstreuungskunst subsumieren. Diese Zerstreutheit dient freilich dem Apparat das Gewerbe weiter ungestört zu verderben. Der Apparat sagte sich, folgte er tatsächlich diesem Thread (was er natürlich nicht tut, weil er seine klugen Fachjuristen hat), es liegen keine weiteren Bedenken oder Einsprüche seitens der Fahrerschaft vor, also können wir die Taxenanzahl in Berlin ruhig weiter erhöhen.

ilkoep hat geschrieben:Als Tagfahrer kann ich auch in dieser Zeit nicht meckern, die 2 steht.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon KlareWorte » 10.05.2018, 09:42

alsterblick hat geschrieben:Taxameter kaputt ? Noch nie gehabt.



Passiert ab und an.....
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon KlareWorte » 10.05.2018, 09:44

sivas hat geschrieben:Was macht Ihr, wenn Euer Taxameter in Pause ist und ein Kunde steigt ein ?
Lehnt Ihr die Fahrt ab, oder schätzt Ihr den Fahrpreis ?



Meine Kienzle Taxameter haben überhaupt keinen Pausenmodus. Damit stellt sich die Frage nicht. und selbst wenn, dann wird der Taxameter wieder in Betriebsbereitschaft geschaltet. Was ist das Problem?
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon sivas » 10.05.2018, 13:57

Bei der C-Klasse war das Taxameter in Handschuhfachdeckel montiert. Da kam immer wieder Freude auf, wenn der Fahrgast wärend der Fahrt versehentlich mit dem Knie das Taxameter ausgeschaltet hatte. Ein Piepsen ... schon war der Fahrpreis weg. Er wurde keine 20 sek lang angezeigt und konnte auch nicht mehr sonstwie abgerufen werden.

Heutzutage kann zumindest mit dem Navi jede beliebige Fahrtstrecke nachvollzogen/vorausberechnet werden. Anhand des Tarifaufklebers lässt sich eine Einigung finden.

Pause-Funktionstaste am Taxameter ... was soll denn da noch alles reingepackt werden ?

Bluetooth und Speicherung der letzten 1.000 Preis-/Messdaten, eventuell noch der echten Grundzahlen bei Schichtwechsel, mehr braucht ein Taxameter nicht (ausser der Funktion der Fahrpreisberechnung). Über ein Smartphone werden die Daten ins Büro geschickt, natürlich alles unveränderbar, dafür sorgt die vom Hersteller gelieferte App.
Zuletzt geändert von sivas am 10.05.2018, 14:13, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon miamivice » 12.05.2018, 08:47

ilkoep hat geschrieben:Als Tagfahrer kann ich auch in dieser Zeit nicht meckern, die 2 steht.

Wenn "die 2" erst nach 10 Stunden "steht", beweist dies die Schieflage.

Siechtum/Verslumung als notwendige Konsequenz umfänglicher Entrechtung hat sich ausgebreitet.

Bei der Kontrolle von Taxameterständen stellt sich folgender Schichtabschreiber (Tagschicht vom Freitag, 11.5.18) als einer der "besten" dar (von circa 35 Stichproben an drei verschiedenen Tagen innerhalb einer Woche in einem Mehrwagenbetrieb):

    Gesamte Arbeitszeit---10 Stunden 29 Minuten
    Taxameterpausen-------2 Stunden 27 Minuten
    Gesamtkilometer-------156
    Besetztkilometer--------74
    Touren--------------------13
    Bruttoumsatz------------194,60 €
Andere Taxameterstände vom 10.5.18:

    Gesamte Arbeitszeit----7 Stunden 30 Minuten
    Taxameterpausen-------2 Stunden 57 Minuten
    Gesamtkilometer--------81
    Besetztkilometer--------31
    Touren--------------------10
    Bruttoumsatz------------100,40 €

    Gesamte Arbeitszeit----5 Stunden 52 Minuten
    Taxameterpausen-------4 Stunden 01 Minuten
    Gesamtkilometer--------39
    Besetztkilometer--------23
    Touren---------------------3
    Bruttoumsatz-------------54,90 €

    Gesamte Arbeitszeit----8 Stunden 02 Minuten
    Taxameterpausen-------4 Stunden 28 Minuten
    Gesamtkilometer--------78
    Besetztkilometer--------23
    Touren---------------------6
    Bruttoumsatz-------------67,80 €

    Gesamte Arbeitszeit----8 Stunden 14 Minuten
    Taxameterpausen-------3 Stunden 34 Minuten
    Gesamtkilometer--------117
    Besetztkilometer--------67
    Touren---------------------7
    Bruttoumsatz------------144,50 €

    Gesamte Arbeitszeit----9 Stunden 35 Minuten
    Taxameterpausen-------2 Stunden 20 Minuten
    Gesamtkilometer--------105
    Besetztkilometer---------41
    Touren---------------------10
    Bruttoumsatz------------129,90 €
Siechtum/Verslumung werden durch Daten vom FMS-Datenfunkgerät bestätigt (Untermenü "Sektorspiegel" vom 12.5.18, Samstag früh) als Ergänzung zum bloßen Augenschein (im gesamten Innenstadtgebiet sind ein Übermaß an leeren Taxen und zahlreiche zivile Raubtaxen feststellbar):

    SEKTORSPIEGEL
    --------------------S---U--VB--Auft
    OberbaumCity---*---8---1---1
    Taxizentrum-------------------
    Helsingfors-------*---7-------1
    Alt-Treptow------*-----------1
    Ostbahnhof-------*---*-------1
Der Sektorspiegel zeigt die totale Überfrachtung mit Taxen-Angebot, das nur ungenügend nachgefragt wird. Das Sternchen (*) unter S (Sektor) bedeutet, daß mehr als 10 Fahrzeuge im Sektor eingeloggt sind. Die 1en unter "Auft" (vermittelte Aufträge pro Stunde im jeweiligen Sektor) zeigen, daß kaum Aufträge vermittelt wurden. Es wird also mehr campiert bzw. leer durch die Seitenstraßen gefahren als daß tatsächlich Fahrgäste befördert werden.

Untermenü "Hermannplatz" des FMS-Datenfunkgerätes offenbart in einer Abfrage vom 12.5.18, Samstag früh, Siechtum/Verslumung:

    POS---WAGEN-------ZEIT---------INFO--
    --1.---2265----------02:29:03----TF WF
    --2.---7383----------02:54:12----TF WF
    --3.---3606----------03:06:22----TF WF
    --4.---6238----------03:15:17----TF WF
    --5.---5380----------03:21:28----TF WF
    ..
    -12.---4894 G8-----03:31:08----TF WF
Es werden viel zu wenig Aufträge vermittelt. Die Folge sind absurd lange Einlog-Zeiten. Wagen 2265 wartet seit über einer Stunde auf einen Auftrag.

Es gilt zu eruieren, wer aus Senat, Ordnungsamt, Zoll, Gewerbevertretung, Parlament (Verkehrsausschuß) diese Daten überhaupt versteht. Für Linne+Krause und das Statistikamt Nord dürften diese Daten Routine sein. Es stehen sich Berufspraktiker, Ingenieure und Statistiker einerseits und andererseits politisch-juristische Besserwisser, Gesinnungstäter und Ignoranten gegenüber. Daraus erklärt sich die festzementierte Schieflage des Taxigewerbes.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon miamivice » 03.09.2018, 11:11

In Berlin wird UBER-Unrecht zu Gewohnheits-Unrecht. Der fürchterliche deutsche Jurist erlaubt UBER-Raubtaxis in immer größeren Zahlen auf Berlins Straßen zum Teil mit nicht-berliner Kenzeichen. Die Subversion des fürchterlichen deutschen Juristen ist perfekt. Er behauptet, daß UBER-Raubtaxis Mietwagen seien und das Taxigewerbe ergänzten. Die buchenden app-fixierten Kunden freilich begreifen UBER als das was es ist, als Billig-Taxi. Diese Geiz-ist-geil-Kunden buchen UBER mit der UBER-APP wie andere Kunden reguläre Taxis per offizieller TAXI-EU-APP buchen. Das Dumpinggeschäft lohnt sich für UBER. UBER erfindet Taxifahren in der Tat neu, weil es billiger ist. Wieso sollten Kunden freiwillig mehr zahlen, wenn es auch biliger geht?

Umfänglich wurde die berliner Behörde gewarnt einer politischen Tariferhöhung zur Bezahlung des Mindestlohns nicht zuzustimmen, weil dies die Kunden zu UBER treiben würde. Der fürchterliche Jurist wußte es natürlich besser. Jetzt weiß niemand wie viele Taxen für den Raum Berlin insgesamt "konzessioniert" sind. Über 10 Tausend mit den Trickser-Ummeldern in Schönefeld? Der fürchterliche Jurist kreiert Taximafia. Als regulärer Taxler kommt man nun in die Situation zweite Wahl zu sein. Eine Gruppe junger Leute hielt mir kürzlich vor für eine Fahrt von Schöneberg in den Wedding 5 Euro teurer als UBER zu sein. Wenn ich mit dem Preis herunterginge würden sie mit mir fahren, wenn nicht würden sie auf ein UBER-Fahrzeug warten. Der fürchterliche Jurist hat ein Paralleltaxigewerbe kreiert, was er dummdreist und schikanös als "Mietwagen" bezeichnet. Alle wissen, daß diese "Mietwagen" wie Taxis bestellt werden und haargenau dieselbe Dienstleistung erbringen. Damit zerstört der fürchterliche Besserwisser-Jurist das reguläre Taxigewerbe, welches an die höheren Preise gesetzlich gebunden ist.
Zuletzt geändert von miamivice am 03.09.2018, 11:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon Löwenzahn » 03.09.2018, 15:13

Der fürchterliche Jurist :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

So nennt man also neuerdings Gotteslästerung hahaha. Ja Gott hat es so gewollt, dass der Taximarkt Konkurrenz bekommt.

Und mal ganz ehrlich, es ist schon dummdreist den Fahrgästen verbieten zu wollen, sich per App ein Mietwagen zu bestellen.
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Re: Die Taxianzahl in Berlin

Beitragvon am » 06.09.2018, 08:25

Als ob Mietwagen ein neuartiges Thema wären.
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