Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Der virtuelle Taxitreff.

Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon jr » 25.03.2019, 16:26

Das Vertrauen in die Ortskunde von Google Maps und Co. ist mittlerweile so groß, daß neben den Disruptoren offenbar auch einige Vertreter aus dem Taxigewerbe die Ortskundeprüfung für überflüssig halten. Ist das Vertrauen gerechtfertigt? Ich habe einen seit 25 Jahren fahrenden Kollegen gefragt: Wie groß schätzt du den Anteil des Falschroutings von Google Maps? Antwort: 75 %. Das lag deutlich über meiner Schätzung von 40 %. Wie hoch liegen eure Werte?

Um belastbare Werte zu bekommen, werde ich in den nächsten Tagen Oldenburg mit einer Vielzahl von Routings unter die Lupe nehmen.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon TaxiBabsi » 25.03.2019, 17:38

Allein die Frage nach "Falschroutings" ist unsinnig.

Die Wahl der sinnvollsten Fahrtroute ist so subjektiv wie die Wahl des Lebenspartners.

Google Maps ist um Längen besser als die meisten Fahrzeuglenker es sein werden, unabhängig von der Anzahl der Fahrpraxisjahre.

Extreme Falschroutings sind selten, sehr selten mit dem Google Maps Navigator.

Die Abschaffung der Ortskenntnissprüfung ist nur logisch und eine sinnvolle Konsequenz der heutigen technischen Möglichkeiten. Die Mietwagen können es nun auch, und wer möchte das Problem des Fahrpersonalmangels noch verschärfen?
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon LRKN » 25.03.2019, 20:25

jr hat geschrieben:Das Vertrauen in die Ortskunde von Google Maps und Co. ist mittlerweile so groß, daß neben den Disruptoren offenbar auch einige Vertreter aus dem Taxigewerbe die Ortskundeprüfung für überflüssig halten. Ist das Vertrauen gerechtfertigt? Ich habe einen seit 25 Jahren fahrenden Kollegen gefragt: Wie groß schätzt du den Anteil des Falschroutings von Google Maps? Antwort: 75 %. Das lag deutlich über meiner Schätzung von 40 %. Wie hoch liegen eure Werte?

Um belastbare Werte zu bekommen, werde ich in den nächsten Tagen Oldenburg mit einer Vielzahl von Routings unter die Lupe nehmen.


Deiner Frage basiert auf einer falschen Annahme. Du gehst an die Frage mit dem Blick eines Taxifahrers, der laut Gesetz dazu verpflichtet ist, die kürzeste und somit günstigste Route zu fahren.

Alle neuen Mobilitätsdienst werden den Fahrpreis von der Route entkoppeln und es ist somit irrelevant, ob der Fahrer einen Umweg fährt oder nicht. Der Fahrpreis bleibt gleich. Der Fahrpreis wird auch VOR Fahrtantritt ermittelt und verändert sich nicht auch wenn der Fahrer 3 mal um Oldenburg rumfährt.

Ergo ist es prinzipiel egal ob der Fahrer Google Maps nutzt oder TomTom oder Here Maps und ob diese Navis umwege fahrern oder nicht. Entscheidend ist nur, ob der Fahrgast an sein Ziel kommt oder nicht. Und das Ziel finden tut jedes Navi.

Auf deine Frage einzugehen: Google Maps ist in den letzten Jahren deutlich besser geworden. Allerdings ist Google Maps weiterhin darum bemüht, den komfortabelsten oder schnellsten Weg zu finden und das bedeutet, nicht immer auch den kürzesten Weg. Auch hier sollte man den Blick eines Taxifahrers abstreifen und daran denken, das alle Navis dafür gemacht sind alle Autofahrer an ihr Ziel zu bringen. Keines ist speziell für die Nutzung nur im Taxi mit den entsprechenden Ansprüchen konstruiert worden. Daher wirst du immer bei Navis Umwege finden, weil es Oma Schulze egal ist ob ein Weg durch eine Tempo 30 Anwohnerstraße 100m kürzer ist als ein Weg auf einer Hauptverkehrsstraße der dann vielleicht auch 1 Minute schneller ist.

Meine Antwort ist 10%.
Zuletzt geändert von LRKN am 25.03.2019, 20:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon am » 26.03.2019, 12:59

Wir sind uns doch darüber einig, dass dies hier ein Taxiforum ist, also ist die Frage auch so zu verstehen.

Im Gegensatz zu Navis, wie TomTom oder Navigon, kennt Google Maps m.W. nicht die Möglichkeit, das Routing nach dem kürzesten Weg anzuzeigen. Somit liegt die Quote naturgemäß recht hoch.

Allerdings bietet Maps oft bis zu drei alternative Routen an, da ist dann häufig auch die weitgehend kürzeste dabei, die dann händisch vom Fahrer gewählt werden kann.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 26.03.2019, 16:26

Für das Taxi nur bedingt geeignet. Google mit vielen unnötigen Schleifen und Umwegen, dem Unvermögen Richtungswechsel zeitnah zu registrieren und umzusetzen sowie einer oft ungenauen Verortung ist eher störend als hilfreich.
Sperrungen sind oft falsch vermerkt oder nicht aktuell.
Navigationssysteme sind ein Hilfsmittel das bewusst eingesetzt werden sollte.
Ganz abgesehen davon das viele Fahrer die nur nach Navi fahren überhaupt keine Ortskenntnis erlangen (die Wege werden schließlich nicht im Gedächtnis, egal ob Kurz- oder Langzeit, gespeichert) und im Ernstfall (Sperrungen wegen Unfall oder sonstigen ungeplanten Gründen) komplett aufgeschmissen....dazu braucht es noch nicht einmal einen Sturm wie Ela.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon eichi » 26.03.2019, 17:36

Die nur bedingte Eignung von "Google"-Navigation liegt auch
darin begründet, dass viele Einschränkungen auf der Strecke
(Durchfahrthöhe und Breite, 'Diesel-Sperre', Anwohner/Fahrrad/
Spielstraßen etc.) nicht in der Karte vermerkt sind und auch im
Fahrzeugprofil nicht einstellbar sind. Und dann in Umwegen
ausgeglichen werden müssen.
Fazit: OKP und Erfahrung lassen sich elektronisch nur ganz
schlecht nachbilden.

P.S.(ein Beispiel)
Ein Navi wollte mal ein Wohnmobil einen Umweg über einen
gesperrten Forstweg über die "grüne Grenze" nach Österreich
fahren lassen, um die Baustelle am Ortseingang in Garmisch
zu umgehen. :roll:
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon ilkoep » 26.03.2019, 20:45

Google Maps ist wie TomTom nicht in der Lage eine vollbesetzte/n Strassenbahn/Bus vom Individualverkehr zu trennen und daher zur Routenplanung in grösseren Städten vollkommen ungeeignet.

Nutzbar sind diese Laienlösungen lediglich für die "letzte Meile" in Randgebieten. Aber auch da ist die Versagerquote, grad in neu erschlossenen Gebieten, sehr hoch (z.B. Hausnummern).
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon Juskwe » 26.03.2019, 21:46

ilkoep hat geschrieben:Google Maps ist wie TomTom nicht in der Lage eine vollbesetzte/n Strassenbahn/Bus vom Individualverkehr zu trennen und daher zur Routenplanung in grösseren Städten vollkommen ungeeignet.

Nutzbar sind diese Laienlösungen lediglich für die "letzte Meile" in Randgebieten. Aber auch da ist die Versagerquote, grad in neu erschlossenen Gebieten, sehr hoch (z.B. Hausnummern).


Komisch, ich komme genau zum gegenteiligen Fazit. Googlemaps ist mitunter die beste Navigationslösung mit den aktuellsten Karten. Das man trotzdem noch etwas Hirn braucht ist ja gar nicht so schlecht gegen die digitale Vergreisung. Und worauf stützt sich deine Annahme, das Google nicht gleichartige Bewegungsmuster zu Clustern zusammenfasst und daher als 1Fahrzeug interpretiert? Kommen die Kenntnisse aus deinem Informatik-Studium oder der Arbeit als Programmierer?
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon am » 26.03.2019, 23:21

@Juskwe

Ganz einfach, so kommt es bei google maps beispielsweise auffällig oft an Bushaltestellen zu Staus. Selbst mitten in der Nacht.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon CPL5938 » 26.03.2019, 23:37

Google Maps ist für den Taxifahrer die "beste" Navigation, denn es berechnet meistens die längste mögliche Route. Für den Fahrgast ist das natürlich häufig die schlechteste.

Der Grund dafür ist nicht die Unfähigkeit der Software oder schlechte Karten, sondern schlicht "convenience" für den Kunden von Google Maps. Verkehrspartner, die selbst hinter dem Steuer sitzen und sich für eine Navigation durch Software entscheiden, wollen eine bequeme und einfache Route zu ihrem Ziel. Sie wollen dabei nicht überfordert werden durch häufige Anweisungen der Navigation.

Die Leute wollen am liebsten so lange wie möglich geradeaus fahren und so wenig wie möglich abbiegen.

Wendemanöver gelten als zu waghalsig und werden von der Navigation unter allen Umständen vermieden, denn sollte dabei was schief gehen und ein Unfall die Folge sein, wird dies - so die Befürchtung der Google-Maps-Manager - der Navigation von Google Maps angelastet und die User/ Kunden des Google-Angebots werden sich beim nächsten Mal für ein Alternativ-Produkt entscheiden und sich z.B. mit Navigon navigieren lassen, was sowieso die beste Navi-Lösung war.

Wenn man also eine Startposition in Gegenrichtung hat, wird Google Maps nie zum Wenden auffordern, sondern einen Halbkreis errechnen, sodass man irgendwann in die richtige Himmelsrichtung fährt. Dass dabei Kilometer Umwege entstehen, stört die Software nicht. Und die Leute auch nicht denn GM ist immer noch die beliebteste Navigationssoftware.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon alsterblick » 27.03.2019, 04:13

Denke, wir (Taxi) reden hier von „Berufsfahrerei“ und nicht von Sonntagsausflügen.

Die neuerlichen Diskussionen „Ortskunde kann Navi genausogut übernehmen“, sind interessensgeleitet, um Mietwagenfahrer lediglich bei Mindestlohn und drunter vergüten zu wollen. Es sollen lediglich Fahrzeuglenker billigst dem Gelde dienen. Das Abwägen von Alternativroutenvorschlägen wäre bereits eine Überforderung derer und der entfremdete Billigfahrzeuglenker ist froh überhaupt eine jede Navifahrroutenansage befolgen zu können.

Jedoch wissen wir, dass mit Fahrerfahrung u.a. durch ständiges live-realitätsnahes Routenabwägen zufriedene beste Ergebnisse hervorgebracht werden können. Es geht nichts über Erfahrung und nochmals Erfahrung, die zugleich auch Sicherheit mitliefert.
Z.B. die hochfluktuativen „Eintagsfliegen“ UBERfahrer in USA haben eine hohe Unfallrate, weil unerfahren überfordert.
Verkehrsunfälle sind betriebswirtschaftlich auch ein Kostenfaktor und ich behaupte, dass Niedriglohnkutscher solche Mehrkosten produzieren.

Und was macht das Navi mit solchen Kutschern ?
Es quasselt ständig ins Ohr oder das Display sorgt für anstrengende (Verkehrs-)Ablenkung.
Wird dann auch noch einer zeitaufwendigen Route gefolgt, entstehen ungedeckte Mehrkosten zum Billigfixpreis.

Anteil des Falschroutings

Falschrouting ist relativ.
Manchesmal gehörts auch dazu, die Fahrroute kurz abzustimmen und eine längere (teurere) Strecke wird gewünscht / bevorzugt z.B. via Autobahn, weil der FG gleichmäßiges ruhiges Fahren bevorzugt und dafür gerne mehr zahlt.

Google Maps?

Fahrziel +Haus-Nr ist sehr schnell eingegeben und nutze es dann auch mehr als meine richtige Naviapp(CoPilot).

Eine Naviapp sollte bei längeren Geradeausfahrten unbedingt entspannend rauszoomen. Wird ein Abbiegen erforderlich, bemerke ich es bereits durch das wieder Reinzoomen und bin somit wieder routenaufmerksamer.
Mein Googlemaps kann das alles nicht, mein „CoPilot“ ja (aber etwas ältere Version, die neue ist leider scheixxe, wie TomTom auch unbrauchbar für Taxi)
Zuletzt geändert von alsterblick am 27.03.2019, 04:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon RaimundHH » 27.03.2019, 13:00

MOin,

keines Beispiel der letzten Tage zum Thema Navi versus OKP.

Ein Moia-Testfahrer wollte von der Kaiser-Wilhelm-Strasse entgegen der Einbahnstrasse in den Kornträgergang einbiegen :wink:

Wetten, daß das Navi die Sraßensperrung Wexstr./Axel-Springer-Platz nicht "kannte".

Grüße
RaimundHH
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon LRKN » 27.03.2019, 15:14

RaimundHH hat geschrieben:MOin,

keines Beispiel der letzten Tage zum Thema Navi versus OKP.

Ein Moia-Testfahrer wollte von der Kaiser-Wilhelm-Strasse entgegen der Einbahnstrasse in den Kornträgergang einbiegen :wink:

Wetten, daß das Navi die Sraßensperrung Wexstr./Axel-Springer-Platz nicht "kannte".

Grüße


Allen Navis ist bekannt, das der Kornträgergang eine Einbahnstraße ist. Dein Beispiel ist eher ein Beispiel für die "ortsunkunde" von normalen Autofahrern. Du konntest bestimmt während der Sperrung hunderte Autofahrer sehen, die sich umorientieren mussten und sich über die jeweiligen Einbahnstraßenregelungen kundig machen mussten, weil sie ohne Navi gefahren sind.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon alsterblick » 27.03.2019, 15:30

Es gibt da noch so einen Dilettantenpunkt der Navi-/Fahrsoftware-Stricker.
Eine solche Softwarebude, insbesondere hin zu Vollautonomfahr-/Absichten/Plänen, glaubt eine Art „Alles-Erfahrungen“ (aus tausend Profifahrern) in Fahrsoftwarecodes gießen/programmieren zu können, um dann eine perfekte Fahrmaschine zu erhalten. Es würde ja sogar funktionieren, gäbe es eine echtselbstdenkende „KI“ als „Hirn“ innerhalb von Steuerungssoftware. Genau deshalb wird dieser „ferne KI-Begriff“ im Zusammenhang gerne immer wieder bemüht, um wenigstens den Eindruck zu erwecken, die fertige Maschine könne später mal mehr als reihenweise Einzelfahrprofis von uns.

Und schon kommen jene Startup massenhaft zu Kohle von leichtgläubigen Investoren.
Eine „KI“ Steuerungssoftware gibt es jedoch vermutlich nie und es werden weiterhin lediglich Fragmente von Codes in Reihe hin-/und her geschrieben in der Hoffnung, die heutige Murksfahrsoftware könnte morgen schon besser funktionieren.

Dilettantensoftwareschreiberlinge auch deshalb, weil unfallfreie Profifahreigenschaften überhaupt am Schreibtisch ersteinmal erkannt, begriffen werden müssten.

>>> Passend dazu: :arrow: großflächiger Serieneinsatz von Robotaxis nicht wirklich viewtopic.php?f=2&t=5590

PS
Bei MOIA werden die Anfängerfahrer bei echten vermittelten mehreren Anschluß-/Fahrten keinen Monat durchhalten, weil der Stressfaktor zu hoch ist. Ggf. Fahrsoftware-/ und Fahrfehler müssten immer adhoc selbst „geheilt“ werden, um wartende Zusteiger in der Zeit abzuholen. Ohne Ortskenntnis und dann noch mit einem 3-4 Tonnen eUngetüm ist das weniger leicht.
Zuletzt geändert von alsterblick am 27.03.2019, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon RaimundHH » 28.03.2019, 15:04

alsterblick hat geschrieben:
PS
Bei MOIA werden die Anfängerfahrer bei echten vermittelten mehreren Anschluß-/Fahrten keinen Monat durchhalten, weil der Stressfaktor zu hoch ist. Ggf. Fahrsoftware-/ und Fahrfehler müssten immer adhoc selbst „geheilt“ werden, um wartende Zusteiger in der Zeit abzuholen. Ohne Ortskenntnis und dann noch mit einem 3-4 Tonnen eUngetüm ist das weniger leicht.


zumal wenn die Moia-Software/Navigation von ähnlicher "Qualität" ist, wie die von MT, welche auf goolge maps basiert und
immer mal wieder z.B. die Einbahnstrassenregelung der Sierichstrasse ignoriert, Hamburger Linksabbiegeverbote nicht kennt,
verkehrsberuhigte Zonen zu Fußgängerzonen macht, etc.

Grüße
Zuletzt geändert von RaimundHH am 28.03.2019, 15:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon alsterblick » 28.03.2019, 17:32

Ich will es jetzt lieber mal hier und nicht in den MOIA-Faden posten.
Sollte MOIA vorahnend um den ganzen Softwaremurks wissen und Heilung kostet denen vielleicht +5,- mehr/Zuschlag Std-Lohn/Profifahrer (rekrutiert Hansafahrer), dann wäre dem Software-Mangel überwiegend wohl vorgebeugt.
In Folge gäbe es weniger Fahrer aktiv am Taxilenkrad und sollte MOIA potentielle Taxi-FG nicht aufsaugen, ginge es verbliebenen Taxiahrern in HH sogar besser, denn je. "Taxischeinnachfolger" halte ich aktuell für unwahrscheinlich. :D
Zuletzt geändert von alsterblick am 28.03.2019, 17:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon eichi » 28.03.2019, 17:33

Zitat CPL:
Der Grund dafür ist ... schlicht "convenience" ...
Die Leute wollen am liebsten so lange wie möglich geradeaus fahren
und so wenig wie möglich abbiegen.

Dazu passt auch folgendes:
Routing für Lieferdienste wie UPS & Co. wird oft so gerechnet, dass
möglichst wenig und wenn, dann nur nach rechts abgebogen wird.
Linksabbiegen ist immer die langsamste Variante. Und um bezahlte Arbeitszeit
(Karenzminuten) werden wir nach wie vor beschi...

Es steckt noch viel an Entwicklungsarbeit in guter Routenberechnung.
Da könnte ich mir eine Änderung in den Taxigesetzen vorstellen...
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon alsterblick » 28.03.2019, 17:53

eichi hat geschrieben:Dazu passt auch folgendes:
Routing für Lieferdienste wie UPS & Co. wird oft so gerechnet, dass
möglichst wenig und wenn, dann nur nach rechts abgebogen wird.
Linksabbiegen ist immer die langsamste Variante. Und um bezahlte Arbeitszeit
(Karenzminuten) werden wir nach wie vor beschi...

Nein Eichi,
"Lieferdienste wie UPS & Co." haben organisatorisch deutlichen Vorlauf und können ggf. besser vorrouten.
Bei Taxi muß der Tarif das vereinzelte "Linksabbiegen" entsprechend hergeben.
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon Dschungeltaxi » 29.03.2019, 06:22

jr hat geschrieben:Das Vertrauen in die Ortskunde von Google Maps und Co. ist mittlerweile so groß, daß neben den Disruptoren offenbar auch einige Vertreter aus dem Taxigewerbe die Ortskundeprüfung für überflüssig halten. Ist das Vertrauen gerechtfertigt?

Einige??
diese Meldung kam 26. März um 11:30
Live aus Hamburg von der BZP-Tagung:
Der erste Antrag für die Abschaffung der Ortskundeprüfung für Taxis ist leider durchgegangen.
Mit 46 Ja Stimmen und 23 Gegenstimmen.

zu der Frage , NAVIGATION als Ersatz OKP???...
habe ich noch keine genaueren , Information , gefunden...
das einzigste (ich glaube , wichtige) was ich zum Thema OKP Abschaffung , gehört habe , ist von Mem Deisel , ein Mitglied und Chef Admin der FB Gruppe TAXI GRUPPE BERLİN und Redenführer bei Demo's und mitOrganisator selbiger , für Berlin...
Er (Mem D.) sagte in einer Videobotschaft an die 2.151 Mitglieder der FB gruppe ..
Das (ich versuche sinngemäß wiederzugeben, wie ich es verstanden habe) das, der Antrag der Abschaffung der OKP , irrenführend , rübergekommen ist...
Es geht dabei , darum das der aktuelle, für Taxi gültige OKP abgeschafft werden soll..
Dafür ABER , eine erleichterte OKP , eingeführt werden soll..
Die soll für Taxi und Mietwagen (auch Mietwagen , ala UBER) , gleich sein...
wenn es möglich ist sogar rückwirkend , auf ALLE Mietwagen , Anwendung findet...

Ich finde das verhalten in bezug (bei so einen hoch brisanten Thema) zu Aufklärung bzw. Info von Seiten des BZP. und aller TaxiGenossen unverantwortlich...
SICHER ... es ist noch ein ungelegtes Ei...
und viele Fragen und Anregungen , zu dem neuen PBefG , müssen erst noch ausdiskutiert und ggf. mit abstimmung , von Herr Scheuer , abgesegnet sein...
Aber hier , im zeitalter von extrem schneller verbreitung von nachrichten (wo sich auch schnell fakenews verstecken) , sollte erst recht, von alle Taxiseitigen Leuten (wie BZP) , mehr Transparenz, geschaffen werden...
***
leider kann ich das Video , von Mem D. , … die Videobotschaft hier nicht zeigen..
zum einen ist es mir technisch nicht möglich ...
zum andern , weiß ich nicht (obwohl in der Videobotschaft gewünscht) es öffentlich , sichtbar teilen darf...
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Re: Wie gut navigieren Google Maps und Co.?

Beitragvon eichi » 29.03.2019, 15:01

Leider lassen sich "Freund und Feind" nicht
immer leicht unterscheiden. Die Interessen
von Mietwagen- und Taxiunternehmern sind
nicht! deckungsgleich.
Und so kommt es zu dem Eindruck, der Feind sitzt
auch im eigenen Nest. Und erklärt möglicherweise
die Apathie einiger Verbände
(LHT in Hamburg fällt mir da ein).
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