Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

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Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon parlox » 03.01.2019, 04:18

So Leute

Meine MB B-Klasse wird jetzt endgültig abgelöst!

Aktuell hat Mercedes ja nette Umtauschprämien. Mit inzahlungnahme meiner b Klasse zahle ich für die e Klasse 15.000 Euro!

Da kann man nix falsch machen!

Ich bin allerdings durch andere taxifahrer angefixt vom Toyota RAV4.

Vor allem soll der Inspektions - und wartungsfrei sein. Ist dem so? Das klingt sehr verlockend! Mit dem Benz muss man ja 2 - 3 x im Jahr zur Inspektion und ist im Schnitt 300 los

Wie sind sonst die Erfahrungen mit dem dem RAV4? Oder auch e Klasse.

Stimmt es, dass der RAV4 über 7 Liter Benzin auf 100 km frisst?
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon alsterblick » 03.01.2019, 17:43

Den RAV 4 Hybrid würde ich vorab mal Probefahren.
Wie ist das mit „Blitzschalten“ (zackiges Wenden: vorwärts/rückwärts) ?

RAV 4 Hybrid Vorteile:
- Hybrid, ggf bis 50km/h voll EV
- Wendekreis ist mit rd 11m schon ok
- Verbrauch 8L teures Benzin als Taxi /100km evtl. machbar (?)
- Anschaffungskosten, Wartungs-/Kosten /Intervalle

RAV 4 Hybrid Nachteile:
- VerbrennerMotor (knapp 200 PS) eigentlich zu stark für Taxi (schwer, schluckt... usw)
- „Drehzahlband“ zu hoch beim Beschleunigen (ca 3500-4000 rpm)... erinnert an lärmende Fliehkraftkupplungs-Mofas und wird von RAV 4 Fahrern oft kritisiert (deshalb mal probefahren auch hinsichtlich ggf. „Kaltstartnachteilen“, Verbrauch)
- SUV evtl. zu hoher Einstieg für manche Leute (nicht, dass kleine Leute unglücklich rausfallen, Klagen, Schmerzensgeld etc...)
- CW-Wert extrem schlecht insbesondere bei Überland-/Autobahnfahrten ( schluckt, laut... usw)

E-Kl.:
Leider gibt es die E-Kl. als Hybrid nur etwas teurer( Plug-in-Hybrid E 350 e)
Als Fahrer in Dtl. bleibe ich zwangsläufig E-Kl. Fan, weil das Konzept Lenkung/Antrieb verteilt auf die zwei Achsen sinnvoller und viel angenehmer zu fahren ist.
Über E-Kl. hat sich eigentlich niemand beschwert bisher und rausfallen kann man da auch nicht. :)
Und lieber fahre ich eine E-Kl. als so ein ungeschicktes SUV-Monster 8)
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon parlox » 04.01.2019, 18:06

Vielen Dank, Alsterblick :D

Was ich nicht verstehen kann ist, dass man mit dem Toyota ja letzlich höhere Spritkosten hat als mit einer E-Klasse!

DIe aktuelle E-Klasse soll laut Mercedes Verkaufspersonal weniger schlucken als die Vorgänger und bei 7- 8 liter Diesel liegen. Im Vergleich zu 7 - 8 Liter Benzin beim Toyota Hybrid also weniger Kosten, da Diesel statt Benzin.

Wartungsarm ist ein großer Punkt.. Aber ob der reicht.... Puhhhh
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon Dschungeltaxi » 05.01.2019, 03:16

parlox hat geschrieben:.....
Mit inzahlungnahme meiner b Klasse zahle ich für die e Klasse 15.000 Euro!


wenn die 15.000 eulos , für den NEUEN stimmen....
gibt es kaum ein gegen Argument
der kaufpreis wäre top...
Ausser Dieselfahrbot erwartung

ich gehe aber auch davon aus , das tiefgreifende sperrung , noch einige jahre braucht...

ich habe letztlich ein Berliner Taxieinwagenunternehmer gefahren...
er sagte zu mir , nach dem ich ihm mein (mein chef sein P3) ausführlich (alle , aus meiner sicht vor und nachteile,des P3, beschrieben hatte ) er wird sich kein neues umwelttaugliches taxi kaufen und zig tausend eulos ausgeben....
denn .... selbst wenn er *zufällig* mal beim durchfahren einer Diesel gesperrten Straße erwischt wird (und selbst wenn es mal ganze Viertel oder Ortsteilsperre gibt) zahlt er locker/grinsend aus dem eingesparten Geld , aus dem nicht neu investierten auto...das wären zb. beim prius 3 (alter Einkaufpreis) um die 28.000 eulos...
der rav4 2019 geht es bei schlapp 30.000 los :wink:

mein rat wäre ...nimm die MB Tonne mit Diesel für 15.000 ocken...
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon alsterblick » 05.01.2019, 19:23

ich sehe das sehr ähnlich wie von @Dschungeltaxi geäußert.
Dieser „RAV 4“ wäre mir ebenso zuuuu intelligent, wie viele Fahrer sich zu dem RAV 4 Eigenleben sonstwo im Internet bereits äußern und insbesondere im Taxenbetrieb halte ich das für noch ärgerlicher.
Meine Güte, wenn ich beschleunigen will und 4.000U/Min ohne wesentlichen Vorschub unter der Haube aufheulen, weil nebenbei vorrangig der Akku auf z.B. 50% blitzgeladen werden soll, dann kann mich diese Intelligenz mal.

Das macht Benz mit dem E350e nämlich ganz anders, alles manuell zum Fahrermitdenken nachvollziehbar an/ausschaltbar. Auch kann der Benz E350e schneller als nur 50km/h voll elektrisch fahren ohne den Verbrenner unkontrollierbar zuzuschalten.

Insofern normalen Benz-Diesel, da hast Du den teuren unrentablen Extras-Murks erst gar nicht und hättest lediglich mit der pissintelligenten „Start-/Stop“ zu ringen, die ich mögl immer auf AUS habe. :roll: Einen Anlassertod habe ich schon erleiden müssen, mitten auf ner dicken Kreuzung :x.
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon AsphaltRunner » 06.01.2019, 04:54

parlox hat geschrieben:
Aktuell hat Mercedes ja nette Umtauschprämien. Mit inzahlungnahme meiner b Klasse zahle ich für die e Klasse 15.000 Euro!




Wie alt ist und wie viele Km hat deine b-Klasse :?:
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon parlox » 06.01.2019, 14:35

B Klasse ist vom Sommer 2013, also 5,5 Jahre alt. Hat 330 k km runter.

Vertrag bekomme ich am Montag zugeschickt, dann kann ich die exakten zahlen schreiben. Aus dem Kopf:

ca 28.500 euro netto Kaufpreis für die aktuelle e Klasse. Ich finanzieren aber inkl USt, also 34.000 euro

6.000 euro Umtauschprämie

Macht 28.000 euro

Inzahlung 4.117 netto

Macht 23.883 euro, über die eine Finanzierung mit 1 % Zinssatz läuft, rate ca 440 im Monat

Vorsteuer in Höhe von 5.400 erhalte ich zusätzlich vom Finanzamt

Der Berater meinte , die e Klasse würde mich ca 15.000 Kosten.

Werde morgen den Vertrag zum Unterschreiben zugeschickt bekommen und dann Mal die exakten zahlen prüfen
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon E. G. Engel » 07.01.2019, 09:40

Junge, Junge, Junge. Das darf nicht wahr sein. Du nimmst also zusätzlich zum Autokredit noch einen Barkredit in Höhe der USt auf, ziehst in dann vom Restkaufpreis ab und hältst das dann für den Clou des Geschäfts. Frei nach dem Motto je mehr Kredit ich aufnehme umso billiger wird das Auto. Einfach nur geil.
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon TaxiBabsi » 07.01.2019, 13:20

Der "Berater" ist clever und versteht sein Handwerk.


Warum muss ich nun an die Älteren denken denen Lebensversicherungen mit langer Laufzeit verkauft werden deren Auszahlungsdatum diese "gut beratenden" Kunden nicht erleben werden?
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon KlareWorte » 07.01.2019, 16:48

Ordentliche Unternehmen finanzieren die umst nicht.
Und rechnen kannste auch nicht. Das Fahrzeug kostet 20.000 netto, sofern der gebrauchte bezahlt ist.
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon Klaus Stein » 10.01.2019, 19:43

Alles sehr abenteuerlich , kaufe dir einen Dacia neu für 5000 Euronen mit 5 Jahren Garantie , da kannst du nix falsch machen ..... :mrgreen:
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon C.L. » 17.01.2019, 15:35

Moin,
ich habe Ende 2017 auch mit dem Gedanken gespielt eine neue E-Klasse zu finanzieren. Die Dieselprömie klang verlockend.

Fakt ist :
Die 4000€ Restwert Taxi und
Die 6000€ Umweltprämie und
Die 5400€ MwSt. sind Einnahmen.

Der Gewinn erhöht sich also in 2019 um 15400€ und darauf ist 2020 Einkommenssteuer zu zahlen !!!

Da ich in Hamburg nicht akut on flächendeckenden Fahrverboten betroffen bin, habe ich vom Kauf erstmal Abstand genommen. Diese sog. Prämie ist eine typisch deutsche Mogelpackung.

Just my two cents.
Grüße C.L.
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon RaimundHH » 19.01.2019, 14:08

C.L. hat geschrieben:Moin,


Fakt ist :
Die 4000€ Restwert Taxi und
Die 6000€ Umweltprämie und
Die 5400€ MwSt. sind Einnahmen.

Der Gewinn erhöht sich also in 2019 um 15400€ und darauf ist 2020 Einkommenssteuer zu zahlen !!!

Grüße C.L.


MOin,

tatsächlich?!

Da die B-Klasse vom Kollegen Parlox schon abgeschrieben war fallen mit der AFA der E-Klasse
ca. 5600 € zusätzliche kalkulatorische Kosten für 2019 an.
Die angebliche Steuerpflicht der Vorsteuer kann ich nicht nachvollziehen.
Ich hatte 2018 auch eine Vorsteuererstattung nach einem Fahrzeugkauf und
in meiner EWÜ kann ich beim besten Willen keine zusätzlichen steuerpflichtigen Einnahmen erkennen.

Somit bleibt am Ende ein kalkulatorischer steuerpflichtiger Gewinn von ca. 4400€ übrig.

Ich kenne weder die Steuerklasse noch die Bemessungsgrundlage von Parlox, aber am Ende
reden wir vielleicht von einer einmaligen Steuermehrbelastung von ca. 1000€.

Dafür hat er aber einen neuen und hochwertigeren Wagen als vorher. :wink:
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon Marvin » 19.01.2019, 15:22

Meine Meinung als Kleinkrauter, der seine Buchführung selber hinstümpert:
Eine Mehrwertsteuererstattung kann niemals Einkommen sein, denn die Basis der Erstattung ist immer die Zahlung der Vorsteuer. Ob dazu ein Kredit verwendet wurde ist steuerlich wurst. Also: Die Erstattung wird immer durch eine entsprechende Zahlung neutralisiert.

Auch die Einnahmen durch den Verkauf des Altfahrzeugs sind keine steuerlich relevanten Einnahmen, denn in diesem Fall wird ja der Gesamtpreis des Autos über die Nutzungsdauer abgeschrieben, der aber durch die Inzahlungnahme nicht gezahlt wurde.

Was ich nicht weiß ist, ob man die Inzahlungnahme im Anschaffungsjahr komplett als Einnahme verbuchen muss und dafür eben in den Folgejahren einen höheren Betrag abschreiben kann, oder ob man sie von der insgesamt aufzuteilenden Summe abziehen darf. Wenn es so wäre, könnte es ein Nachteil sein, dass die Steuerprogression im Anschaffungsjahr entsprechend erhöht wäre.
Zuletzt geändert von Marvin am 19.01.2019, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon alsterblick » 19.01.2019, 17:08

Für einen Taxibetrieb ist es wurscht, wie der Verkäufer (hier DB Händler) seine Rechnung inkl. Inzahlungnahme aufbaut. Unterm Strich zählt (Zahlenbeispiel):
- z.B. DB-Taxi 35.000 netto (Vorzugspreis)
- abzügl. 20.000 (Inzahlungnahme)
- verbleibt 15.000 (netto) zuzügl Mwst 2850 zu zahlen (von Taxibetrieb, brutto 17850).
(nur 15.000 sind AfA-relevant für Folgejahre)
- Der DB Händler führt 2850 an FA ab.

Was der DB Händler mit der Alttaxe (aus Inzahlungnahme ) macht ist irrelevant.
Evtl. in den Export (Afrika) dann steuerfrei und das FA sieht null.

Hätte der Taxibetrieb evtl. noch eine Rest-AfA in seinen Büchern stehen, wird diese sofort 100% abgeschrieben.
Das zu versteuernde Einkommen (Taxibetrieb) mindert sich in einem solchen Jahr entsprechend.
Zuletzt geändert von alsterblick am 19.01.2019, 17:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon FD » 19.01.2019, 17:56

Das mit der Vorsteuer ist doch ganz einfach. Die Vorsteuer ist immer Ausgabe und deren Erstattung immer Einnahme. Findet beides im selben Geschäftsjahr statt, dann gibt es kein Problem. Zahlt man jedoch die Vorsteuer im Dezember 2018, bekommt man die Erstattung erst 2019. Damit verringert sich zwar der Gewinn für 2018, jedoch hat man dann 2019 genau diese Erstattung als Einnahme.

Besonders ärgerlich ist es, wenn sich jemand im Dezember selbständig macht. Derjenige investiert sein Privatvermögen in den Betrieb und zahlt entsprechend Vorsteuer. Diese wird dann im Februar des Folgemonats erstattet. Um genau diesen Betrag erhöht sich sein Gewinn, auf welchen er dann Krankenversicherung (einschl. Pfelepflichtversicherung), Gewerbesteuer und Einkommenssteuer zahlen muß.

Den Verlust aus dem Gründungsmonat des Vorjahres darf er nicht mit ins nächste Jahr übertragen. Das dürfen nur die großen Multis wie VW, die dann sogar die Strafzahlungen von der Steuer absetzen dürfen.
Sag das noch mal! * Das noch mal. * Nein, das andere! * Nein, das andere. * Nein, das davor! * Nein, das davor.
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon C.L. » 20.01.2019, 11:15

Moin,
ich habe noch mal recherschiert und das mit der Mwst. ist natürlich Quatsch. Ist erst eine Ausgabe und dann eine Einnahme, also Ekst. technisch nicht relevant.

Bei der Inzahlungnahme eines Gebrauchtwagens ist es so, daß der Restwert inkl. Dieselprämie eine Einnahme ist, die ggf. sogar ausgezahlt werden kann. Keinesfalls wird der Restwert mit dem Neupreis verrechnet und dieser dann gekürzt.

Bei 28500€ netto Neupreis für die E-Klasse (was mir arg wenig erscheint) ergeben sich 4750€ Afa für sechs Jahre Nutzungsdauer. Wobei Parlox eher kürzer abschreibt, weil der Fahrer hat.
Dageben stehen 10.117€ Einahme für den Fahrzeugwert inkl. Prämie. Dadurch ist das zu versteuernde Einkommen um gut 5000€ höher und alle freuen sich.
Er zahlt höhere Einkommenssteuer, höhere Gewerbesteuer, höhere Krankenkassenbeiträge. Dazu kommen dann noch Kosten für die Konformitätserklärung und Umbau der Fiskalboxen.

Im übrigen spricht es nicht gerade für ein gesundes Geschäft, wenn man sogar die Mwst. des Neuwagens finanzieren muss. Entweder wurde schlecht gewirtschaftet, oder die Geschäfte in Hamburg sind trotz Fiskaltaxameter mager.

Gruß C.L.
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon KlareWorte » 20.01.2019, 12:23

Ihr habt null ahnung. Die Umsatzsteuer ist Ergebnisneutral – immer. Egal wann das Geld fließt. jede Bilanz weißt deshalb ausschließlich den Nettoumsatz aus. Deshalb werden diese Gelder auch nicht zur Berechnung des krankenkassesatzes herangezogen. Das gilt auch bei eüv. Natürlich kann ich einen Verlust aus dem Vorjahr mit ins nächste Jahr als einzelunternehmer mitnehmen.....

Weiterhin steht der Einnahme von umweltprämie (netto 5050 euro) und Restwert (netto 3360 Euro) die gewinnmindernde Abschreibung gegenüber. Ob sich das rechnet muss sauber kalkuliert werden.
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon RaimundHH » 20.01.2019, 13:22

MOin,

@CL
ist dann doch ein großer Unterschied ob 15400€ oder ca. 5000€ extra versteuert werden müssen :wink:

@alsterblick
wie gut, daß Du offensichtlich kein Unternehmer bist, denn Deine These, daß die Inzahlungname der Alttaxe
den Buchwert der neuen Taxe reduziert ist hanebüchen.

DB erstellt eine Rechung über 28500€ zzgl. MWSt. und diese 28500€
stehen beim Taxiunternehmer in den Büchern und werden abgeschrieben.

Die Inzahlungnahme der Alttaxe ist ein Verkauf vom Unternehmer an DB und wird
auf den Zahlbetrag angerechnet, dadurch verringert sich jedoch nicht der Wert der neuen Taxe!
Liegt der Verkaufspreis der Alttaxe über dem Buchwert muß die Differenz als außerordentlicher Gewinn
ausgewiesen und versteuert werden.

Da ich noch nie in den Genuß einer Umwelt/Wechselprämie kam, weiß ich jedoch nicht wie DB diese
Prämie bewertet.

Als Preisnachlaß/ Rabatt ?!
Dann würde sich der Wert der Taxe tatsächlich verringern.
Dadurch würde zwar die AfA sinken im Gegenzug müßte jedoch die Prämie nicht als außerordentlicher Gewinn
ausgewiesen und versteuert werden.

Als Anzahlung auf den Rechnungsbetrag?!
Dann müßte die Prämie wie die Inzahlungnahme als außerordentlicher Gewinn ausgewiesen und versteuert werden
und der abschreibungsfähige Wert der Taxe bleibt unverändert.

Grüße
RaimundHH
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Re: Toyota RAV 4 Hybrid vs. MB E Klasse?

Beitragvon det » 20.01.2019, 15:24

@RaimundHH: Danke für Deinen Beitrag. Dass Du den in einigen Beträgen verbreiteten Unsinn als hanebüchen bezeichnet hast, ist noch sehr milde ausgedrückt. Als Betriebswirt, der sich vor 12 Jahren als EWU selbständig gemacht hat und der wahrscheinlich einer der wenigen EWUs ist, der statt einer EÜR eine Bilanz erstellt, ist mir bei dem, was da zu lesen war, das Messer in der Tasche aufgegangen. Nachher glaubt noch einer diesen Unsinn.

Bei der Bewertung der „Dieselprämie“ hast Du 100 %ig Recht, da beide Ansätze richtig sind. Nach der Richtlinie 6.5 Abs.2 der EStR hat der Unternehmer ein Wahlrecht. Entweder die Prämie als Betriebseinnahme zu versteuern und dann die Anschaffungskosten in voller Höhe über 5 Jahre abzuschreiben oder die AK um die Prämie zu mindern und dann aber nur den verminderten Betrag abzuschreiben. Beides führt am Ende der Abschreibungsperiode zum gleichen Ergebnis.
Die Fragestellung ist ähnlich der Frage, ob ich linear oder degressiv abschreiben soll. Ich würde jedem raten, den um die Prämie verminderten Anschaffungspreis linear abzuschreiben.

Und noch einmal in aller Deutlichkeit (@KlareWorte: danke) festgestellt: alle Beträge sind Nettobeträge. Die MwSt ist lediglich ein durchlaufender Posten in der Bilanz. Die Umsatzsteuer, die wir bei jeder Fahrt vom Kunden kassieren, ist lediglich ein Inkassobetrag, den wir für das Finanzamt kassieren und ans FA abführen. Die von uns bezahlte MwSt für unsere Betriebskosten können wir als Vorsteuer geltend machen und mit der abzuführenden Umsatzsteuer saldieren. Wenn dann am Jahresende die Höhe der Umsatzsteuer die der Vorsteuer übersteigt, werden in der Bilanz Verbindlichkeiten gegenüber dem FA ausgewiesen. Im umgekehrten Fall hätte man Forderungen ans FA. Das ist alles ergebnisneutral, d.h. der zu versteuernde Gewinn ist nicht betroffen.

Gewinn errechnet sich aus den Erlösen des Unternehmens (Umsatz) abzüglich der betriebs¬bedingten Kosten. In der Steuerbilanz haben zudem kalkulatorische Kosten nichts zu suchen.

AfA heißt Absetzung für Abnutzung oder auch Abschreibung genannt. Wenn jetzt die Anschaffungskosten der Taxe bis auf einen Erinnerungswert von 1,00 Euro abgeschrieben sind, der Verkauf der Alttaxe aber noch einige Euro einbringt, dann mindert dieser Verkaufserlös den bereits vollständig abgeschriebenen Anschaffungswert und muss somit als außerordentliche Einnahme versteuert werden. Eigentlich völlig logisch. Außerdem muss hier auf die Problematik der verdeckten Rabattierung geachtet werden. Ggf. muss nachversteuert werden.

Für alle, die die 1%-Regel anwenden: der Bemessungsbetrag für die Anschaffung ist immer der Bruttolistenpreis inkl. aller Extras.
det
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