Baustelle Taxigewerbe
Baustelle Taxigewerbe
Nach einigen Tagen ein wenig größeren Abstands möge man beim Betrachten des Forums meinen, das Personenbeförderungsgewerbe hat kaum noch Probleme und Sorgen, die sich außerhalb der Auseinandersetzung 'meine App ist viel besser als deine App' bewegen. Um jede Sekunde Anfahrtzeit wird gerungen, jedes noch so kleine Detail ist ein Argument wert.
Ich möchte die Forumsgemeinschaft daran erinnern, dass alle letztendlich im selben Taxiboot sitzen, es gibt nur eines. Eine App wird keinesfalls zusätzliche Touren generieren können. Sollten tatsächlich Zentralen in Schwierigkeiten geraten, beträfe das letztendlich ein paar Personen - nämlich die, die in den Zentralen arbeiten. Eine relativ vernachlässigbare Größe, auch wenn es natürlich auch im Zentralenbereich um jeden Arbeitsplatz schade wäre.
Das Taxigewerbe in Deutschland bewältigt im Jahr über 300 Mio. Fahrten von Tür zu Tür mit einem geschätzten Umsatz von 3,5 bis 5 Milliarden €. (Die Zahlen sind von mir geschätzt - also kann ich überhaupt keinen Anspruch auf Richtigkeit stellen. Wenn jemand belastbarere Zahlen hat, nur raus damit.)
Sollten sich technische Raffinessen im Nachhinein als alleinige Vermittlungsmöglichkeit von Taxiaufträgen negativ auf diese Zahlen auswirken, ist der Schaden irreparabel.
Worauf will ich hinaus? Lasst uns mehr über gemeinsames Vorgehen nachdenken, um dem jetzt bereits geschundenen Taxigewerbe eine Zukunft zu geben, und lasst uns weniger um für das gesamte Gewerbe eher nachrangige Dinge, wie z.B., auf welche Art und Weise ist der Fahrgast in mein Auto gekommen, streiten. Hauptsache muss bleiben, dass die Anzahl der Fahrgäste nicht sinkt, noch besser steigt.
Ich schreibe diese Zeilen ganz bewusst nicht als Zentralenvertreter, sondern in meiner Eigenschaft als Taxiunternehmer (1 Taxi).
rea
Ich möchte die Forumsgemeinschaft daran erinnern, dass alle letztendlich im selben Taxiboot sitzen, es gibt nur eines. Eine App wird keinesfalls zusätzliche Touren generieren können. Sollten tatsächlich Zentralen in Schwierigkeiten geraten, beträfe das letztendlich ein paar Personen - nämlich die, die in den Zentralen arbeiten. Eine relativ vernachlässigbare Größe, auch wenn es natürlich auch im Zentralenbereich um jeden Arbeitsplatz schade wäre.
Das Taxigewerbe in Deutschland bewältigt im Jahr über 300 Mio. Fahrten von Tür zu Tür mit einem geschätzten Umsatz von 3,5 bis 5 Milliarden €. (Die Zahlen sind von mir geschätzt - also kann ich überhaupt keinen Anspruch auf Richtigkeit stellen. Wenn jemand belastbarere Zahlen hat, nur raus damit.)
Sollten sich technische Raffinessen im Nachhinein als alleinige Vermittlungsmöglichkeit von Taxiaufträgen negativ auf diese Zahlen auswirken, ist der Schaden irreparabel.
Worauf will ich hinaus? Lasst uns mehr über gemeinsames Vorgehen nachdenken, um dem jetzt bereits geschundenen Taxigewerbe eine Zukunft zu geben, und lasst uns weniger um für das gesamte Gewerbe eher nachrangige Dinge, wie z.B., auf welche Art und Weise ist der Fahrgast in mein Auto gekommen, streiten. Hauptsache muss bleiben, dass die Anzahl der Fahrgäste nicht sinkt, noch besser steigt.
Ich schreibe diese Zeilen ganz bewusst nicht als Zentralenvertreter, sondern in meiner Eigenschaft als Taxiunternehmer (1 Taxi).
rea
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nicht egal !
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Re: Baustelle Taxigewerbe
Wie üblich ist das , was neu ist kurzfristig interessant . Schlimm finde ich dabei nur , daß diese hochtechnisierte Welt auf diese Art mehr und mehr ihre Menschlichkeit verliert . Die " Lebensgeschwindigkeit " nimmt zu , man lebt mehr und mehr im Strom der Datenautobahnen . Die Kollegialität bleibt bei der Sekundenzählerei völlig auf der Streckereasoner hat geschrieben:Nach einigen Tagen ein wenig größeren Abstands möge man beim Betrachten des Forums meinen, das Personenbeförderungsgewerbe hat kaum noch Probleme und Sorgen, die sich außerhalb der Auseinandersetzung 'meine App ist viel besser als deine App' bewegen. Um jede Sekunde Anfahrtzeit wird gerungen, jedes noch so kleine Detail ist ein Argument wert.
Richtig ! Im Gegenteil werden diese Apps auf lange Sicht einen Verlust an Touren nach sich ziehen , denn es fahren eben nicht nur junge dynamische "Juppis" , oder " Möchtegernjuppies " Taxi , sondern eben auch Herr Müller von nebenan und Oma Krause etc. . Eben diese Kundschaft beschäftigt sich nicht , wie manche Handyfreaks , den lieben langen Tag damit irgendwelche Apps zu laden und zu benutzen . Da wird der direkte Menschenkontakt gewünscht und vielleicht eben auch einfach die Möglichkeit mal kurz die "Krankengeschichte " darzulegen und sich gut betreut zu wissen .reasoner hat geschrieben: Ich möchte die Forumsgemeinschaft daran erinnern, dass alle letztendlich im selben Taxiboot sitzen, es gibt nur eines. Eine App wird keinesfalls zusätzliche Touren generieren können. Sollten tatsächlich Zentralen in Schwierigkeiten geraten, beträfe das letztendlich ein paar Personen - nämlich die, die in den Zentralen arbeiten. Eine relativ vernachlässigbare Größe, auch wenn es natürlich auch im Zentralenbereich um jeden Arbeitsplatz schade wäre.
Computer können dies aber nun mal nicht leisten . Wer hatte noch nie ein Problem mit der Computerstimme ...: Wollen sie dies ...drücken sie bitte 1 , wollen sie das bitte die 2 ... und dann.. ich konnte ihre Eingabe leider nicht verstehen , bitte wiederholen sie ...
Stell ich mir nett bei einer Reklamation vor ! Ich konnte ihre Eingabe leider nicht verstehen , versuchen sie es bitte später nochmal !
Wenn die Zentralen auf der Strecke bleiben , eben kein menschlicher Ansprechpartner mit beratender Funktion mehr vorhanden ist , werden längerfristig eine Menge der " Normalkunden " auf der Strecke bleiben und sich umorientieren . Man bedenke , es gibt durchaus Alternativen .. Krankentransportdienste , Mietwagen etc. !
Siehe oben ! Nur kürzer gefaßt ! Sind solche Kunden erst weg zu Gunsten einer "In Sache " wird man das Rad nicht mehr zurückdrehen können .reasoner hat geschrieben: Sollten sich technische Raffinessen im Nachhinein als alleinige Vermittlungsmöglichkeit von Taxiaufträgen negativ auf diese Zahlen auswirken, ist der Schaden irreparabel.
Genau und dabei sollten wir in erster Linie eben auch am verbesserten Service arbeiten, nicht aber auf Kosten einer " Modemasche " und kurzfristiger Einsparmöglichkeiten dem Gewerbe den Rest geben .reasoner hat geschrieben: Worauf will ich hinaus? Lasst uns mehr über gemeinsames Vorgehen nachdenken, um dem jetzt bereits geschundenen Taxigewerbe eine Zukunft zu geben, und lasst uns weniger um für das gesamte Gewerbe eher nachrangige Dinge, wie z.B., auf welche Art und Weise ist der Fahrgast in mein Auto gekommen, streiten. Hauptsache muss bleiben, dass die Anzahl der Fahrgäste nicht sinkt, noch besser steigt.
Dabei meine ich nicht mal den verbesserten Service im übertriebenen Sinne , sondern einfach eine Rückbesinnung auf das , was eigentlich für jeden üblich und Norm sein sollte , also sowas wie Höflichkeit , Ortskenntnis etc. !
n.e !
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Excellent formuliert Rea. Schade, das Du nicht in Hamburg wohnst. Wir könnten weniger Hitzköpfe und mehr Sachlichkeit gebrauchen.Rea schrieb:...Worauf will ich hinaus? Lasst uns mehr über gemeinsames Vorgehen nachdenken, um dem jetzt bereits geschundenen Taxigewerbe eine Zukunft zu geben, und lasst uns weniger um für das gesamte Gewerbe eher nachrangige Dinge, wie z.B., auf welche Art und Weise ist der Fahrgast in mein Auto gekommen, streiten. Hauptsache muss bleiben, dass die Anzahl der Fahrgäste nicht sinkt, noch besser steigt.
Dura lex, sed lex.
- Thomas-Michael Blinten
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Re: Baustelle Taxigewerbe
Dieser Ansicht kann ich nicht uneingeschränkt zustimmen. Technische Erneuerungen können, sofern sie sinnvoll eingesetzt werden, Warteschleifen abbauen, die gesamte Vermittlung beschleunigen und das Kundenvertrauen durch zuverlässigen Service erhöhen. Im Speziellen ist eine App auf dem Telefon immer sichtbar und kann die Alternative Taxi immer wieder in Erinnerung rufen. Daher kann eine Application auch zu einer Stabilisierung der Nachfrage führen oder diese auch eventuell ausbauen, wenn das Taxi im Verhältnis zu den anderen Alternativen attraktiver wird.reasoner hat geschrieben:Eine App wird keinesfalls zusätzliche Touren generieren können.
Darauf haben wir keinen Einfluss mehr. Der Kunde wird jetzt entscheiden, ob solche Anbieter eine Chance bekommen werden sich zu etablieren.reasoner hat geschrieben:Sollten sich technische Raffinessen im Nachhinein als alleinige Vermittlungsmöglichkeit von Taxiaufträgen negativ auf diese Zahlen auswirken, ist der Schaden irreparabel.
Das setzt voraus, dass wir von der Behörde ernst genommen werden, um zum Beispiel eine aus meiner Sicht umfangreichere Ausbildung und eine Einschränkung des privaten motorisierten Individualverkehrs durchsetzen können.reasoner hat geschrieben:Hauptsache muss bleiben, dass die Anzahl der Fahrgäste nicht sinkt, noch besser steigt.
Re: Baustelle Taxigewerbe
Das ist auch meine Meinung, weil der Kuchen den es zu verteilen gilt, immer gleich groß ist! Es geht nur darum, wer sich die größeren Stücke herausschneidet!reasoner hat geschrieben: Eine App wird keinesfalls zusätzliche Touren generieren können.
Im übrigen bin ich leicht angesäuert, weil mein erst vor Kurzem eröffneter Thread "Im Blickpunkt der Öffentlickeit" mit Deinem Thread konkurriert! Deine "Baustelle" hätte da auch gut Platz gehabt...! Schwamm drüber, ich fand das aber nicht sehr nett!
Re: Baustelle Taxigewerbe
Okay, keine Gegenrede, deshalb gilt nur (in Rot):der Clown hat geschrieben:Dieser Ansicht kann ich nicht uneingeschränkt zustimmen. Technische Erneuerungen können, sofern sie sinnvoll eingesetzt werden, Warteschleifen abbauen, die gesamte Vermittlung beschleunigen und das Kundenvertrauen durch zuverlässigen Service erhöhen.reasoner hat geschrieben:Eine App wird keinesfalls zusätzliche Touren generieren können.
Die Maschinerie ist angelaufen, stimmt. Vielleicht macht`s auch die Mischung?der Clown hat geschrieben:Darauf haben wir keinen Einfluss mehr. Der Kunde wird jetzt entscheiden, ob solche Anbieter eine Chance bekommen werden sich zu etablieren.reasoner hat geschrieben:Sollten sich technische Raffinessen im Nachhinein als alleinige Vermittlungsmöglichkeit von Taxiaufträgen negativ auf diese Zahlen auswirken, ist der Schaden irreparabel.
Beide Male Zustimmung. Interessanterweise sank die Anzahl der zugelassenen Kfz in Berlin in den letzten 5 Jahren um 10%.der Clown hat geschrieben:Das setzt voraus, dass wir von der Behörde ernst genommen werden, um zum Beispiel eine aus meiner Sicht umfangreichere Ausbildung und eine Einschränkung des privaten motorisierten Individualverkehrs durchsetzen können.reasoner hat geschrieben:Hauptsache muss bleiben, dass die Anzahl der Fahrgäste nicht sinkt, noch besser steigt.
In etwa derselben Zeit stieg die Zahl der Taxis von knapp 6.500 (2006) auf jetzt knapp 7.200, ohne dass erhebliche Umsatzeinbußen (auf niedrigem Niveau) zu verzeichnen waren. Eine, wie ich finde, erstaunliche Tatsache.
Ohne Frage hatten und haben wir zu viele Taxis. Man stelle sich nur vor, die Anzahl wäre auf dem Stand von 2006 geblieben.
Wir steuern ungebremst auf den Großflughafen BBI zu, dessen Auswirkungen auf das Taxigewerbe schwer absehbar sind. Es steht zu befürchten, dass sich dies aus unterschiedlichen Gründen auf das Gewerbe negativ auswirken wird, worüber in der Region zwar geredet wird, mehr aber auch nicht.
Überregional muss die Qualifikation eines Personenbeförderers über das reine Abfragen einer mehr oder minder anspruchsvollen Ortskunde verbessert werden. Weiterhin müssen die Aufsichtsbehörden tätig werden. Wir haben umfangreiche Vorschriften, es wird nur zu wenig kontrolliert. Personalmangel, heißt es...
Auch muss über Themen wie Mindestlöhne zumindest gesprochen werden dürfen, selbst wenn diesen bei angenommenen 8,50 € momentan die allerwenigsten Unternehmer bezahlen können. So was darf angesichts der Misere kein Tabuthema sein.
Wir schaffen uns vielleicht nicht ab, aber wir machen uns arm. Bis auf Wenige. Das Gros der in der Branche Beschäftigten findet sich bereits im Niedriglohnbereich wieder.
- oldstrolch
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- Registriert: 25.07.2010, 02:16
- Wohnort: bad oldesloe .... geflüchtet aus dem irrenhaus berlin. ;)
Re: Baustelle Taxigewerbe
Wattwurm hat geschrieben: Im übrigen bin ich leicht angesäuert, weil mein erst vor Kurzem eröffneter Thread "Im Blickpunkt der Öffentlickeit" mit Deinem Thread konkurriert! Deine "Baustelle" hätte da auch gut Platz gehabt...! Schwamm drüber, ich fand das aber nicht sehr nett!
reasoner hat geschrieben: Worauf will ich hinaus? Lasst uns mehr über gemeinsames Vorgehen nachdenken,
das ist es!!!!!!!noch nicht mal über nen lächerlichen thread können wir uns einigen!!!!und dann soll man sich im grossen zusammentun?????
sorry........das klappt nie!!!!
ich würde mich ja mit dir geistig duellieren,aber du bist unbewaffnet
komm auf die dunkle seite der macht....wir haben kekse
hier klickenzum poppen:D
komm auf die dunkle seite der macht....wir haben kekse
hier klickenzum poppen:D
Re: Baustelle Taxigewerbe
Hmmm, ist mir gar nicht so aufgefallen - dein Thread beleuchtet mehr das gesellschaftliche Ansehen der Spezies 'Taxifahrer'.Wattwurm hat geschrieben:Im übrigen bin ich leicht angesäuert, weil mein erst vor Kurzem eröffneter Thread "Im Blickpunkt der Öffentlickeit" mit Deinem Thread konkurriert! Deine "Baustelle" hätte da auch gut Platz gehabt...! Schwamm drüber, ich fand das aber nicht sehr nett!
Mir geht`s mehr um Ein- und Auskommen unserer Zunft.
Wollen wir uns zusammentun? Wird vielleicht der Hit
Re: Baustelle Taxigewerbe
Na, das bekommen wir gerade noch hin.oldstrolch hat geschrieben:das ist es!!!!!!!noch nicht mal über nen lächerlichen thread können wir uns einigen!!!!
Re: Baustelle Taxigewerbe
Schwarzmaler.oldstrolch hat geschrieben:sorry........das klappt nie!!!!
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plusminus0
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- Beiträge: 859
- Registriert: 23.01.2011, 11:04
- Wohnort: Hamburg
Fest steht: die App-Technologie gibt es jetzt. Und die Yuppies von heute sind Oma + Opa von morgen. Die Technik wird sich also durchsetzen. Der häufige Taxenkunde sucht dann nicht mehr in seiner Liste die Nummer der Zentrale, sondern klickt einfach auf das App-Icon. Die Zentralen müssen also nachrüsten und läuft ja auch schon.
Ansonsten hat sich doch nicht viel geändert. Die Zentrale, deren Angebot als das bessere empfunden wird, wird auch weiterhin den Marktführer spielen.
Wenn eine rein virtuelle Zentrale keine Kundenbindung per Verrechnung betreiben kann, keine Sonderwünsche realisieren kann (Einkaufsfahrt, Tüten die Treppe hoch tragen, Vorbestellungen, Kindersitze, Grossraumwagen und was weiss ich), dann wird sie auch keinen grossen Zuspruch bei den Kunden finden.
Kundenverluste in Richtung Mietwagen + Co haben auch die 'alten' Zentralen schon produziert, hier bei uns zb die Arztfahrten für die Kassenärztliche Vereinigung
Zusammenarbeit des 'Gewerbes', insbesondere der grossen Zentralen, kannst du hier in Hamburg jedenfalls komplett vergessen. Da müsste schon die Behörde (BSU) mal durchgreifen und beispielsweise eine zentralenübergreifende App einfordern. Aber dazu wirds nicht kommen.
Aber es gibt neben dem App-Thema natürlich noch weitere wichtige Baustellen, die in einer Millionenstadt anders aussehen als in einer ländlich geprägten Gegend. Für Hamburg wünschte ich mir, dass die Anforderungen an den P-Schein noch weiter angehoben würden, beispielsweise durch Integration eines Stadtführerkurses.
Ansonsten hat sich doch nicht viel geändert. Die Zentrale, deren Angebot als das bessere empfunden wird, wird auch weiterhin den Marktführer spielen.
Wenn eine rein virtuelle Zentrale keine Kundenbindung per Verrechnung betreiben kann, keine Sonderwünsche realisieren kann (Einkaufsfahrt, Tüten die Treppe hoch tragen, Vorbestellungen, Kindersitze, Grossraumwagen und was weiss ich), dann wird sie auch keinen grossen Zuspruch bei den Kunden finden.
Kundenverluste in Richtung Mietwagen + Co haben auch die 'alten' Zentralen schon produziert, hier bei uns zb die Arztfahrten für die Kassenärztliche Vereinigung
Zusammenarbeit des 'Gewerbes', insbesondere der grossen Zentralen, kannst du hier in Hamburg jedenfalls komplett vergessen. Da müsste schon die Behörde (BSU) mal durchgreifen und beispielsweise eine zentralenübergreifende App einfordern. Aber dazu wirds nicht kommen.
Aber es gibt neben dem App-Thema natürlich noch weitere wichtige Baustellen, die in einer Millionenstadt anders aussehen als in einer ländlich geprägten Gegend. Für Hamburg wünschte ich mir, dass die Anforderungen an den P-Schein noch weiter angehoben würden, beispielsweise durch Integration eines Stadtführerkurses.
Dazu ist die Behörde nicht befugt - es ist auch nicht ihre Aufgabe.plusminus0 hat geschrieben:Zusammenarbeit des 'Gewerbes', insbesondere der grossen Zentralen, kannst du hier in Hamburg jedenfalls komplett vergessen. Da müsste schon die Behörde (BSU) mal durchgreifen und beispielsweise eine zentralenübergreifende App einfordern. Aber dazu wirds nicht kommen.
Woran liegt es, dass man die Zusammenarbeit vergessen kann? An den Zentralen? An denen, die die Beiträge an die Zentrale zahlen, und ohne Rücksicht auf Verluste Aufträge fordern - egal, wie die sich herbeizaubern?
Liegt es an Eitelkeiten der Zentralenbosse?
Ist es nicht völliger Blödsinn, gegen den zu agieren, der für eine andere Zentrale oder für keine fährt? Schießt man sich nicht ins eigene Knie? Gibt es einen Ausweg aus diesem Unkollegialitätsdenken?
Das mag schon stimmen. Man kann im Gewerbe nicht jeden Preis mitgehen. In Berlin wurden die Arztfahrten der KV ausgeschrieben. Gewonnen hat damals http://www.clemenskleine.de/unternehmen - Gebäudemanagement.plusminus0 hat geschrieben:Kundenverluste in Richtung Mietwagen + Co haben auch die 'alten' Zentralen schon produziert, hier bei uns zb die Arztfahrten für die Kassenärztliche Vereinigung
Die Ausbildung zum Stadtführer kann eine sinnvolle ist aber keine notwendige Erweiterung. Notwendiger ist für mich eine Vorbereitung auf unseren Berufsalltag. Denn es reicht nicht nur Ortskunde zu pauken, wichtiger halte ich es die Anforderungen im Straßenverkehr oder im richtigen Umgang mit Fahrgästen in den verschiedenen Situationen sowie die rechtlichen Aspekte unseres Berufs mit einfließen zu lassen. Ich erwarte davon, die Qualität unseres momentanen Jobs anzuheben, den Zugang zu erschweren und jeden ehrlichen Neueinsteiger klar zu machen, dass Taxifahren nicht heißt: jemanden nur mal von A nach B zu fahren; sondern Taxifahren ist sehr facettenreich, anspruchsvoll und kann auch sehr belastend sein. Wichtig ist es, dass wir in bestimmten Situationen richtig ticken und nicht austicken. So wie aus meiner Sicht jüngst in Berkenthin. Wichtig für den Kunden, für die Stadt / Gemeinde und auch wichtig für uns.
Re: Baustelle Taxigewerbe
Einverstanden! Und zwar deshalb weil das gesellschaftliche Ansehen und die Akzeptanz in der Bevölkerung gleichbedeutend ist mit unseren Verdienstmöglichkeiten! Ohne eine bessere gesellschaftliche Anerkennung unserer Dienstleistung, kein Auskommen mit dem Einkommen!reasoner hat geschrieben:Hmmm, ist mir gar nicht so aufgefallen - dein Thread beleuchtet mehr das gesellschaftliche Ansehen der Spezies 'Taxifahrer'.
Mir geht`s mehr um Ein- und Auskommen unserer Zunft.Wollen wir uns zusammentun? Wird vielleicht der Hit.
Um unsere Reputation und damit unsere gesellschaftliche Anerkennung zu steigern und damit auch langfristig unsere Arbeitsplätze zu erträglichen Löhnen zu sichern, müssen wir ....besser werden und uns noch mehr Mühe geben und konsequent Dienstleistungsverbrecher aussortieren!
Ein erster Schritt in die richtige Richtung, wäre die Einführung der kleinen Fachkundeprüfung für angehende Taxi-und Mietwagenfahrer! Leider wird immer offensichtlicher das der Verkehrsminister Ramsauer zum Taxigewerbe keinen "Draht" hat und die Forderungen des BZP danach ganz einfach ignoriert! Vielleicht auch weil der Koalitionspartner die FDP, in der Sache "dicht" macht!
Man kann darüber nur spekulieren, warum die kleine schon seit Jahren disskutierte Fachkundeprüfung immer noch auf sich warten läßt! Wir kennen die Hintergründe nicht und der BZP hüllt sich in Schweigen bzw. läßt sich ständig von der Politik auf den St. Nimmerleinstag vertrösten!
Re: Baustelle Taxigewerbe
Vor der Bundestagswahl 2009 (Kinder, wie die Zeit vergeht) ließ Tiefensee reges Interesse an einer diesbezüglichen Verordnung durchblicken. Nach der Bundestagswahl war Ramsauer mittelprächtig von der Durchsetzbarkeit überzeugt.Wattwurm hat geschrieben:Man kann darüber nur spekulieren, warum die kleine schon seit Jahren disskutierte Fachkundeprüfung immer noch auf sich warten läßt! Wir kennen die Hintergründe nicht und der BZP hüllt sich in Schweigen bzw. läßt sich ständig von der Politik auf den St. Nimmerleinstag vertrösten!
Das wird jetzt Niemanden wundern.
Der BZP setzt sich auch weiterhin für eine verbindliche Einführung der kleinen Sach- und Fachkunde für angehende Taxifahrer und -fahrerinnen ein, mit momentan mäßigem Echo. Aber er hat es nicht vergessen. Das ist eine verdammt unselige Kernerarbeit mit andauernden Rückschlägen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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der Clown hat geschrieben:Die Ausbildung zum Stadtführer kann eine sinnvolle ist aber keine notwendige Erweiterung. Notwendiger ist für mich eine Vorbereitung auf unseren Berufsalltag. Denn es reicht nicht nur Ortskunde zu pauken, wichtiger halte ich es die Anforderungen im Straßenverkehr oder im richtigen Umgang mit Fahrgästen in den verschiedenen Situationen sowie die rechtlichen Aspekte unseres Berufs mit einfließen zu lassen. Ich erwarte davon, die Qualität unseres momentanen Jobs anzuheben, den Zugang zu erschweren und jeden ehrlichen Neueinsteiger klar zu machen, dass Taxifahren nicht heißt: jemanden nur mal von A nach B zu fahren; sondern Taxifahren ist sehr facettenreich, anspruchsvoll und kann auch sehr belastend sein. Wichtig ist es, dass wir in bestimmten Situationen richtig ticken und nicht austicken. So wie aus meiner Sicht jüngst in Berkenthin. Wichtig für den Kunden, für die Stadt / Gemeinde und auch wichtig für uns.
Das Anliegen ist verständlich und eine Umsetzung wäre wünschenswert. Leider gibt das PBefG den Behörden hier keinen Spielraum - Ortskunde und gut. Das Stichwort ist hier tatsächlich die kleine Fachkunde, die kann aber nur durch den Gesettzgeber kommen.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.