Hamburger UmweltTaxi / Green Capital 2011 auf der Motorhaube

Verlagerung der Postengespäche in das Internet.
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elbburg
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Hamburger UmweltTaxi / Green Capital 2011 auf der Motorhaube

Beitrag von elbburg » 11.10.2010, 09:43

Moin Miteinander,

hat nochjemand so´n Schreiben von der Senatorin und Präses der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Anja Hajduk bekommen?

http://goo.gl/WJpK

Am Flughafen jedenfalls, wird keiner mehr oder gar früher einsteigen,
nur weil ein Aufkleber auf der Motorhaube klebt...

Immerhin, hat mich gefreut, mal von Anja ein Brief zu bekommen!

Fette Beute....

http://www.cleanthinking.de/umwelthaupt ... lley/6530/

der Clown
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Beitrag von der Clown » 11.10.2010, 11:18

Zum Glück bin ich nur ein angestellter Fahrer und muss mir über solche Aktionen à la wie verunstalte ich ein Auto keine Gedanken machen. Und das Aussicht nach mehr Umsatz halte ich derzeit für ein unwirksames Lockmittel.

Ich bin daher mal gespannt, was für Druck- oder Lockmittel noch folgen werden und was möglicherweise mit entsprechenden Vertretern hinter verschlossenen Türen noch ausgehandelt werden kann. Viel dürfte es aber nicht sein, weil 2011 schon der Wahlkampf für die nächste Bürgerschaft eingeläutet wird und Frau Hajduk damit auch keine Zusagen über das Jahr 2012 machen kann.

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scarda
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Beitrag von scarda » 12.10.2010, 19:34

In einem: Grüne Taxis sind umweltschädlich und vernichten Kapital.

Genau wie bei den Umweltzonen handelt sich bei den grünen Taxis um reine Kapitalvernichtung; schon der eine oder andere kaum abzahlte, vierjährige Wagen fällt nicht mehr in die erlaubten Kategorien. Außer ein Zweiklassensystem in einem Gewerbe, dass sich ansonsten nicht unterscheiden darf, ist die Folge. Anstatt in Berlin vernünftige Vorordnungen zu ersinnen, die zu vernünftigen DIN-Normen führen -die Autoindustrie dann einfach zu erfüllen hat - denken Technokraten sich Verbraucherbelastende Kapitalvernichtungsplakten in rot, gelb, grün aus: oder eben auch diese grünen Taxis. Früher hielt ich eine Grüne statt für lebenswert. Heute soll ich alle vier Jahre neue Autos kaufen. Was für ein volksverachtender Schwachsinn. Grün ist einfach keine schöne Farbe. Ich dachte immer die Zweiklassengesellschaft im Taxigewerbe sei auf den Hansafunk beschränkt. Jetzt kommt sie aus der Behörde. Früher hieß es Öffies benutzen, dass ist umweltfein. Jetzt muss es gleich immer auch ein Neuwagen sein. Tut mir leid, Frau Heidschnuck, das war ein ganz dummer Einfall. So schnell armortisieren sich Taxis nicht. Hat schon mal jemand überlegt gegen den Wettbewertbsnachteil zu klagen? Der Kunde glaubt ja wohlmöglich, dass er im grünen Taxi besser fährt. Ich glaube ja, dass meine Gesamt-Ökobilanz besser wird, je länger ich keinen Neuwagen produzieren lasse.

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Beitrag von N8tfahrer » 13.10.2010, 01:17

Ich glaube ja, dass meine Gesamt-Ökobilanz besser wird, je länger ich keinen Neuwagen produzieren lasse.
Ich neige dazu dir zuzustimmen....es wäre aber untersuchungswürdig ...wenn du aber seit 20 Jahren eien ausgelutschten 124er fährst ist die Sache wohl eindeutig.
Sind sie das Taxi ? ............NEIN, Der Fahrer !
Das müssen sie doch wissen, sie sind doch der Taxifahrer !

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Beitrag von eichi » 13.10.2010, 12:37

...allein die CO²-Ersparnis für die zwei nicht produzierten Neuwagen,
das schafft was! :wink:

Vor der Katalysator-Einführung waren Dieselabgase weniger schädlich
als die von Benzinmotoren! :shock:
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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reasoner
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Beitrag von reasoner » 13.10.2010, 19:59

Ihr braucht unbedingt die hier:

:arrow: SmaTax
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf

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jr
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Beitrag von jr » 14.10.2010, 00:01

scarda hat geschrieben:Hat schon mal jemand überlegt gegen den Wettbewertbsnachteil zu klagen?
Jede Verschärfung gesetzlicher Normen mit Übergangsfristen bringt diese Wettbewerbsnachteile ebenfalls mit sich.
Der Kunde glaubt ja wohlmöglich, dass er im grünen Taxi besser fährt.
Warum sollte er es nicht glauben? Es stimmt ja sogar, wenn auch vielleicht nicht im direkten qualitativen Sinn.

Womit ich allerdings ein Problem habe, ist die zunehmende Neigung der Politik, heute dies und morgen das zu propagieren und dabei wenig Rücksicht auf zu schützende Bestände zu nehmen. Ein wenig mehr Planungssicherheit könnte nicht schaden. Dabei sind wir uns sicher einig.
Ich glaube ja, dass meine Gesamt-Ökobilanz besser wird, je länger ich keinen Neuwagen produzieren lasse.
Das kann durchaus so sein. Entscheidend wird am Ende jedoch sein, in welches Taxi wieviele Fahrgäste einsteigen. Für Schadstoffausstoß gibt es keine oder kaum Abzüge, für den publikumswirksamen Umgang damit aber vermutlich ein Plus in der Kasse.

Btw: Solange ein Großteil aller Fahrer die Motoren dauerhaft durchlaufen läßt, erübrigt sich jede Diskussion über grüne Taxen. Auf Passanten und potentielle Fahrgäste würde ein nicht im Stand dahindieselnder Motor vermutlich mehr Eindruck machen als ein Aufkleber auf der Haube darüber. Und wenn man das eigentlich Selbstverständliche auch noch zu vermarkten verstände, dann käme zum Eingesparten vielleicht noch zusätzlicher Gewinn hinzu.

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Tipp
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Nun geht's richtig los

Beitrag von Tipp » 14.10.2010, 11:59

Heute in HH Abendblatt:
--Autoleihsytem: In Hamburg spontan Kleinwagen mieten
14. Oktober 2010, 10:22 Uhr

"car2go" kommt nach Hamburg. Die Stadt will das Leihsystem von Daimler einführen. Kunden können für 19 Cent pro Minute Auto fahren.--

Die BSU meint es solle Umwelttaxis geben.
gleichzeitig wird gestattet:"...Zunächst sollen 200 Smarts überall in der Stadt für Kurzstrecken zu mieten sein...".
Eine Umwelthauptstadt, die mal eben einen Haufen weitere nicht die Umwelt schonende KFZ zulässt?

Irgendwie verstehe ich das nicht. Ist das etwa Politik?
Oder gehört das in die Abteilung Taxi- / Umweltwitze?

fragt sich T.
Demokratisch legimitierte Authorität:
Eine Horde inkompetenter Lügner, die einen ignoranten Pöbel mit falschen Versprechungen dazu gebracht haben, sie zu wählen.
(Jussi Adler Olsen)

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Beitrag von der Clown » 14.10.2010, 14:04

@Tipp
Das ist Politik. Car sharing stellt eine Alternative zum Privatfahrzeug dar und steht somit nicht in direkter Konkurrenz zum Taxi, denn car sharing hat auch den Nachteil, dass man am Zielort auch nach einem Abstellplatz suchen muss. Daher kann man nicht so ohne weiteres von A nach B fahren. Interessanter dürfte die Frage der öffentlichen Unterstützung für dieses Projekt sein. Wenn es welche geben sollte, dann sollte der allgemeine Nutzen (für den Steuerzahler) schon sehr sehr sehr gut begründet sein.

Viel spannender als car2go dürfte car2gether sein. Derzeit wird es in Ulm getestet und soll bald Aachen ausprobiert werden.

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Beitrag von Tipp » 14.10.2010, 14:34

Danke dc.

Ich halte das Verhalten der BSU für widersprüchlich.
Niemand wird deswegen das eigene Auto verkaufen, vielleicht in ein paar Jahren kein Neues mehr anschaffen, das wäre möglich.
200 zusätzliche PKW bedeutet auch 200 Parkplätze weniger und das angesichts der Aufstockung des Ordnungsdienstes ab 2011, der den ruhenden Verkehr verschärft abkassieren soll.
Na, wenn da kein System dahinter steckt.
Das ist wirklich Politik und hat mit Gewissen nichts mehr zu tun.

T.
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Beitrag von am » 14.10.2010, 19:04

der Clown hat geschrieben:....
Viel spannender als car2go dürfte car2gether sein. Derzeit wird es in Ulm getestet und soll bald Aachen ausprobiert werden.

Das öffnet doch Mißbrauch Tür und Tor. Illegale gewerbliche Personenbeförderung mit Privatwagen wird die Folge sein. Erstaunlich, was alles so geht. Wie gut, dass ich nächste Woche ein I-Phone bekomme. Da öffnen sich ja Geschäftsfelder ohne Ende. :wink:


Jedes noch so gammlige Taxi auch ohne jegliche Abgasreinigung schont die Umwelt in hohem Maße. Aktiver Umweltschutz der BSU wäre es, für die vermehrte Nutzung von Taxen zu werben, oder über alternative Transportkonzepte per Taxi, z.B. Sammelfahrten und Linienergänzungen nachzudenken.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

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Beitrag von jr » 14.10.2010, 20:11

Warum sollte das die Aufgabe der BSU sein?

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Beitrag von am » 14.10.2010, 21:26

Weil die in das Ressort von Senatorin Anja Hajduk fällt.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

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Beitrag von jr » 14.10.2010, 23:06

Wäre die Werbung für die Nutzung von Taxen oder alternative Transportkonzepte nicht zuerst die Aufgabe des Taxigewerbes? Wenn die BSU dann im Hinblick auf das Herausstellen der Stadt in Sachen Umwelt den Verstärker machen würde, wäre das doch ein passender Schritt.

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Beitrag von Filou » 15.10.2010, 00:26

jr hat geschrieben:Wäre die Werbung für die Nutzung von Taxen oder alternative Transportkonzepte nicht zuerst die Aufgabe des Taxigewerbes?
Immer Aufgabe des Unternehmers oder dessen Vertretung.
Manche denken aber, Werbung ist mit den Gebühren für die Konzession mitbezahlt. Mich schüttelt es schon wieder bei diesem Thema, wenn ich daran denke, wie wenig wir auf dieser Ebene dafür tun, Einzelne ausgenommen.

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Re: Nun geht's richtig los

Beitrag von reasoner » 15.10.2010, 00:31

Tipp hat geschrieben:Heute in HH Abendblatt:
--Autoleihsytem: In Hamburg spontan Kleinwagen mieten
14. Oktober 2010, 10:22 Uhr

"car2go" kommt nach Hamburg. Die Stadt will das Leihsystem von Daimler einführen. Kunden können für 19 Cent pro Minute Auto fahren.--
Die Burschen hatten versprochen, sich nach Boston, Übersee, zu orientieren. Da kann man mal wieder sehen, was das gesprochene Wort gilt.

Allerdings muss man urbane Mobilität und neue Konzepte akzeptieren, und sich arrangieren. Da gibt es kein Zurück, ob einem das gefällt oder nicht.
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf

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Beitrag von jr » 15.10.2010, 01:19

Die Burschen hatten versprochen, sich nach Boston, Übersee, zu orientieren.
Ich meine, vor einigen Tagen noch gelesen zu haben, daß die nächste Stadt in D liegt und eine "richtige" Großstadt ist. Immerhin steht das Streitroß jetzt sozusagen direkt vor einer der Forentüren. Und vielleicht hören wir deswegen mehr dazu als aus Ulm.

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Beitrag von am » 15.10.2010, 09:21

Filou hat geschrieben:
jr hat geschrieben:Wäre die Werbung für die Nutzung von Taxen oder alternative Transportkonzepte nicht zuerst die Aufgabe des Taxigewerbes?
Immer Aufgabe des Unternehmers oder dessen Vertretung.
Manche denken aber, Werbung ist mit den Gebühren für die Konzession mitbezahlt. Mich schüttelt es schon wieder bei diesem Thema, wenn ich daran denke, wie wenig wir auf dieser Ebene dafür tun, Einzelne ausgenommen.

Dass das Gewerbe alles dazu tut, sein Image und die öffentliche Meinung über seine Dienstleistung zu verbessern, halte ich für selbstverständlich.

Wenn eine Behörde, in hohem Maße Einfluss auf dieses Gewerbe nimmt, was häufig zu Mehrbelastungen für die Unternehmen führt, darf man von dieser auch erwarten, eine insich für die Bevölkerug durchaus als wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Dienstleistung überall dort zu fördern, wo es ihr obliegt. Das schließt auch die mediale Förderung nicht aus. Ich weiß nicht, in welchem Umfang der Hamburger Senat jährlich den ÖPNV Bus, S- und U-Bahn subventioniert. In Lübeck sind dies jährlich 20 Mio Euro. Nur 1% davon würde für eine jahrelange Imagecampagne für das gesamte Gewerbe ausreichen.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

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Beitrag von Tipp » 15.10.2010, 10:09

@ André
das sind etwa 330 Mio aus HH, SH und NS. Wobei HH den Löwenanteil trägt
Man darf aber nicht vergessen, dass im Rahmen der Sparmßnahmen es ab 2011 für Schüler (etc) Tickets keine 5,-€ Nachlass /Mon für Besitzer eines HH Familienpasses mehr gibt.

Auch in dieser Diskussion kommen wir an der Schifffahrt nicht vorbei, bei jährlich wachsenden Schiffsbesuchen in HH steigt auch die Belastung durch die Verbrennung von Schwerölen.
Komisch, dass es für saubere Schiffe keine Plaketten gibt.

wundert sich

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Beitrag von eichi » 15.10.2010, 13:32

In Häfen haben Schiffe, spez. Hilfsmaschinen zur Stromerzeugung,
schwefelärmeren Marinediesel anstelle von Schweröl (eigentlich Abfall) zu benutzen. Er enthält aber immer noch
die zehnfache Menge an Schwefel ggü. PKW-Diesel. Die nicht nur von den Grünen in Hamburg vor Jahren
beantragte Landstromversorgung (Travemünde hat sie längst!) lässt immer noch auf sich warten.

Das Unilevergebäude in der Hafencity wird wegen der Schiffsemissionen vom Cruiseterminal fremdbelüftet, kein Fenster lässt sich öffnen!
Unmittelbar daneben steht ein Wohnhaus (Marco Polo Tower), prima, auf den Balkonen könnte man dann ja ein Inhalatorium einrichten! :mrgreen:
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