Hallo Kollegen
Ich finde, dass es völlig irrelevant ist, ob die Fahrer dabei sind oder nicht. Es kommt nicht darauf an, wie viele verschieden Vertreter antreten. Es auch nicht so, dass die Behörde die Situation nicht kennt. Alles ist bekannt. Die Fakten liegen vor. Denkt bitte nur an die ganzen Gutachten von Linne und Krause, aus welchen klar und deutlich hervor geht, dass die Stundenumsätze nicht ausreichen, um den sogenannten "ortsüblichen Lohn" zu zahlen, ohne dabei pleite zu gehen.
Die "Verhandlungen" sind unwirksam, weil es an Durchsetzungskraft mangelt. Dieses ist eine persönliche Eigenschaft, welche man nicht kaufen oder leihen kann und welche man nicht erwirb, indem man gewählt wird. Diese wird einem in die Wiege gelegt oder nicht. Man hat sie oder eben nicht.
Wenn die Unternehmer ihre Basisarbeit nicht klug machen, indem sie Leute wählen, welche in der Lage sind ihre Interessen (der Unternehmer) tatkräftig zu vertreten, brauchen sie sich über die Behörde nicht zu ärgern. Die Mitarbeiter der Behörde sind auch Menschen, welche für ihr Nettoeinkommen möglichst viel einkaufen möchten. Warum sollten sie sich einen Tarif wünschen, welcher ihr Kaufkraft senkt. Keiner zwing sie dazu.
Deswegen wird sich nichts, aber gar nichts ändern, bis die Unternehmer sich nicht auf ihre Kraft zurück besinnen. Auch das heulen in diesem Forum wird ohne Folgen bleiben. Reasoner hat auf den Weg hingedeutet: das zivile Ungehorsam! Nur, wir sind nicht so weit. Noch nicht.
Gruß Ivica
P.S.
Die Karrenzminute halte ich für grundsätzlich falsches Thema. Man kann den Tarif massiv ändern, ohne diese Minute ein einziges Mal anzufassen. Eine ketzerische Frage dazu: Warum sollte der Kutscher seinen Stundenumsatz aufbessern können, indem er absichtlich in den schlimmsten Stau fährt? Ich weiß schon, alle sind ehrenvoll und würden so etwas nicht tun. Aber, man könnte es tun, wenn man es wollen würde ...... falls die K-Minute K.O. geht!
