Einheitspreis
Einheitspreis
In Niedersachsen wird zur Zeit etwas lauter darüber nachgedacht, einen landesweite einheitlichen Taxitarif einzuführen, alternativ einen regional begrenzten. Kann das funktionieren?
Sicher kann das funktionieren, weil Taxentarife innerhalb einer beachtlichen Bandbreite funktionieren.
Fragt sich nur, inwieweit das auch wunschgemäß funtioniert (und was wunschgemäß überhaupt ist).
Denn marktgerecht kann das nicht sein, weil das Einkommensniveau und somit auch das allgemeine Preisniveau in Niedersachsen eben nicht einheitlich sein dürfte.
--pl.
Fragt sich nur, inwieweit das auch wunschgemäß funtioniert (und was wunschgemäß überhaupt ist).
Denn marktgerecht kann das nicht sein, weil das Einkommensniveau und somit auch das allgemeine Preisniveau in Niedersachsen eben nicht einheitlich sein dürfte.
--pl.
Es gibt in Niedersachsen zurzeit ca. 50 verschiedene Taxitarife. Ein wesentlicher Vorteil wäre ein vereinfachtes Antragsverfahren bei einer Tarifanpassung. Ebenfalls entfielen die Überlegungen, nur nicht zu früh, und schon gar nicht zu spät einen neuen Tarif zu beantragen. Der interessierte Kunde wüsste von Hannover bis Emden über die Struktur des Tarifes Bescheid. Überregionale Verhandlungen (und das macht Niedersachsen), z.B. mit Krankenkassen, die sich an den Taxitarif anlehnen, könnten einfacher gestaltet werden.
Die Nachteile liegen auf der Hand. Stadt und Land, strukturstarke und strukturschwache Gegenden fahren für dasselbe Geld; unterschiedliche Kostenfaktoren, auch die des privaten Umfelds (Wohnungsmieten), würden nicht berücksichtigt. Regionale Sondervereinbarungen gelte es zu berücksichtigen.
Und die Gretchenfrage: Können mehrere Funktionäre und mehrere Landratsämter sich einigen?
rea
Die Nachteile liegen auf der Hand. Stadt und Land, strukturstarke und strukturschwache Gegenden fahren für dasselbe Geld; unterschiedliche Kostenfaktoren, auch die des privaten Umfelds (Wohnungsmieten), würden nicht berücksichtigt. Regionale Sondervereinbarungen gelte es zu berücksichtigen.
Und die Gretchenfrage: Können mehrere Funktionäre und mehrere Landratsämter sich einigen?
rea
- Peter aus Harburg
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E. G. Engel
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Gute Frage.
Es kann nicht nur innerhalb Niedersachsens funktionieren sondern sogar bundesweit.
Betriebswirtschaftlich muss der Preis (Tarif) im wesentlichen zwei Komponenten abdecken:
a. die Materialseite
b. die Personalseite
Punkt a. ist Bundesweit mehr oder weniger, bis auf eine schmale Bandbreite, identisch.
Fahrzeuge, Sprit, Versicherungen etc. kosten bundesweit so ziemlich das Gleiche.
Punkt b: Lohnkosten im Bereich einfacher Tätigkeiten werden überwiegend durch die Lebenshaltungskosten der Region definiert.
Teilen wir also einen Tarif auf in zwei Teile:
Teil a: Bundesweit festgesetzter konstanter "Hardwarepreis"
Teil b: einen immer mitlaufenden Stundensatz der sich am Lebenskostenindex der Region orientiert (Pflichtfahrgebiet)
Fertig ist die Tarifvereinheitlichung.
Cool, was?
mfg Eberhard
Es kann nicht nur innerhalb Niedersachsens funktionieren sondern sogar bundesweit.
Betriebswirtschaftlich muss der Preis (Tarif) im wesentlichen zwei Komponenten abdecken:
a. die Materialseite
b. die Personalseite
Punkt a. ist Bundesweit mehr oder weniger, bis auf eine schmale Bandbreite, identisch.
Fahrzeuge, Sprit, Versicherungen etc. kosten bundesweit so ziemlich das Gleiche.
Punkt b: Lohnkosten im Bereich einfacher Tätigkeiten werden überwiegend durch die Lebenshaltungskosten der Region definiert.
Teilen wir also einen Tarif auf in zwei Teile:
Teil a: Bundesweit festgesetzter konstanter "Hardwarepreis"
Teil b: einen immer mitlaufenden Stundensatz der sich am Lebenskostenindex der Region orientiert (Pflichtfahrgebiet)
Fertig ist die Tarifvereinheitlichung.
Cool, was?
mfg Eberhard
Niedersachsen ist tatsächlich vorbildlich organisiert. Im Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) gibt es 4 oder 5 Abteilungen, eine davon ist die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen. Das war`s. Keine Konkurrenzschlachten. Finanziell steht der Verband gut da, weil fast alle Betriebe Mitglied sind. Vorbildlich und einmalig.der Clown hat geschrieben:Sind denn die Taxiunternehmer in Niedersachsen so gut organisiert, daß sie mit einer Landesbehörde in Verhandlung treten können?
rea
Bundesweit?
Kann ich mir nicht vorstellen. Solange die Leute in Ost und West noch unterschiedlich bezahlt werden kann man in Dresden nicht Münchner Taxipreise verlangen. Wir leiden massiv unter Fahrgastmangel bei den soweit ich weiß niedrigsten Großstadtpreisen. Würden die Preise jetzt noch weiter massiv klettern dann hätten wir noch weniger Gäste.
Ausserdem müsste es dann ein Einheitsfahreug geben. Kann mir nicht vorstellen das dann noch eine S-Klasse oder ein 7er BMW geben kann (Gibts in Dresden sowieso nicht). Einfach schon aus Kostengründen. Und wer jetzt wieder Dacia schreit, in den Kübel setz ich mich nicht 10 Stunden!
Kann ich mir nicht vorstellen. Solange die Leute in Ost und West noch unterschiedlich bezahlt werden kann man in Dresden nicht Münchner Taxipreise verlangen. Wir leiden massiv unter Fahrgastmangel bei den soweit ich weiß niedrigsten Großstadtpreisen. Würden die Preise jetzt noch weiter massiv klettern dann hätten wir noch weniger Gäste.
Ausserdem müsste es dann ein Einheitsfahreug geben. Kann mir nicht vorstellen das dann noch eine S-Klasse oder ein 7er BMW geben kann (Gibts in Dresden sowieso nicht). Einfach schon aus Kostengründen. Und wer jetzt wieder Dacia schreit, in den Kübel setz ich mich nicht 10 Stunden!
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Ost und West?
Aufgabe: Bringen sie folgende Tarife zusammen
Hamburg
< 4km 1,80
<10km 1,69
>10km 1,28
Lübeck
km 1,30
Viel Erfolg.
------------
Wie lange würde man benötigen, um beide Tarife sozialverträglich zusammenzuführen, wenn überhaupt?
Aufgabe: Bringen sie folgende Tarife zusammen
Hamburg
< 4km 1,80
<10km 1,69
>10km 1,28
Lübeck
km 1,30
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Wie lange würde man benötigen, um beide Tarife sozialverträglich zusammenzuführen, wenn überhaupt?
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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E. G. Engel
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Geh mir ab mit der Karrenzminute. Hatten wir alles schon, ich habe da auch bereits drüber berichtet. Und selbst wenn, unsere Bürgerschaft würde die Karrenzminute mit Kußhand nehmen, aber eine Tarifanpassung um mehr als 5% nach oben geht hier gar nicht. Mit Karrenzminute vielleicht 10%
Siehste, da fangen die Probleme der Tarifzusammenführung schon an.
Siehste, da fangen die Probleme der Tarifzusammenführung schon an.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
Wenn ich mich recht entsinne, ist in Hamburg mit der Karenzminute die Wartezeit pauschaliert auf dem km-Preis umgelegt worden und ist diese pauschalierte Wartezeit mit einer Erhöhung des km-Preises um 25% zu Buche geschlagen.
Wenn du in Lübeck dasselbe machst, bist du nicht mehr weit weg vom Hamburger Tarif.
--pl.
Wenn du in Lübeck dasselbe machst, bist du nicht mehr weit weg vom Hamburger Tarif.
--pl.
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E. G. Engel
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@ Andre
Ich hab das auch nicht so ernst gemeint.
E ist doch sowieso quatsch zu eng über Tarife zu reden. Mit unseren Strukturen kannst Du jeden Tarif etablieren, der kann noch so doof sein, er funktioniert immer, es wird immer genug Taxen geben. Wie willst Du eine Tarifanpassung rechtfertigen wenn bei einem, nach Deiner Meinung unzureichendem Tarif, Taxen in den Markt drücken wollen. Der Tarif muss doch gut sein, egal wie schlecht er für Dich ist. Geht doch mit dem Tarif noch weiter runter, auf 1.-. € / km. Wetten dass es immer noch genug Taxen in Lübeck gibt.
Erst wenn es nicht mehr genug Taxen gibt hast Du eine Rechtfertigung um Tarife zu erhöhen. Nicht genug Taxen bedeutet aber Marktbereinigung um die Taxen die sich mehr oder weniger illegal querfinanzieren.
Also, ohne sauberes Gewerbe keine Tarife die echte Kosten widerspiegeln.
Damit musst Du leben, so oder so.
mfg Eberhard
Ich hab das auch nicht so ernst gemeint.
E ist doch sowieso quatsch zu eng über Tarife zu reden. Mit unseren Strukturen kannst Du jeden Tarif etablieren, der kann noch so doof sein, er funktioniert immer, es wird immer genug Taxen geben. Wie willst Du eine Tarifanpassung rechtfertigen wenn bei einem, nach Deiner Meinung unzureichendem Tarif, Taxen in den Markt drücken wollen. Der Tarif muss doch gut sein, egal wie schlecht er für Dich ist. Geht doch mit dem Tarif noch weiter runter, auf 1.-. € / km. Wetten dass es immer noch genug Taxen in Lübeck gibt.
Erst wenn es nicht mehr genug Taxen gibt hast Du eine Rechtfertigung um Tarife zu erhöhen. Nicht genug Taxen bedeutet aber Marktbereinigung um die Taxen die sich mehr oder weniger illegal querfinanzieren.
Also, ohne sauberes Gewerbe keine Tarife die echte Kosten widerspiegeln.
Damit musst Du leben, so oder so.
mfg Eberhard
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E. G. Engel
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@ pl
Mensch, das geht ja schnell. Nein, pl, du irrst. Die Wartezeit wurde damals mit ca. 15% linear eingearbeitet. Dadurch wurden die Kurztouren billiger und die weiteren Touren teurer (Was für ein volks- und betriebswirtschaftlicher Schwachsinn). Da aber die Kurztouren (bis 5 km)insgesamt einen Umfang von 50 - 70% der Touren ausmachen (schau im Gutachten nach) war diese "Umlage" 2000 in Wirklichkeit bezogen auf den Gesamtumsatz eine deftige Tarifsenkung die wir bis heute durchschleppen.
mfg Eberhard
Mensch, das geht ja schnell. Nein, pl, du irrst. Die Wartezeit wurde damals mit ca. 15% linear eingearbeitet. Dadurch wurden die Kurztouren billiger und die weiteren Touren teurer (Was für ein volks- und betriebswirtschaftlicher Schwachsinn). Da aber die Kurztouren (bis 5 km)insgesamt einen Umfang von 50 - 70% der Touren ausmachen (schau im Gutachten nach) war diese "Umlage" 2000 in Wirklichkeit bezogen auf den Gesamtumsatz eine deftige Tarifsenkung die wir bis heute durchschleppen.
mfg Eberhard
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Es wäre in Lübeck nach meiner Überzeugung nicht zu vermitteln. Aber, ich lasse mich da gerne eines besseren belehren.pl hat geschrieben:Wenn ich mich recht entsinne, ist in Hamburg mit der Karenzminute die Wartezeit pauschaliert auf dem km-Preis umgelegt worden und ist diese pauschalierte Wartezeit mit einer Erhöhung des km-Preises um 25% zu Buche geschlagen.
Wenn du in Lübeck dasselbe machst, bist du nicht mehr weit weg vom Hamburger Tarif.
--pl.
Ich glaube ohnehin, dass dem wirtschaftlichen Erfolg der Abschaffung der Wartezeit viel zu viel beigemessen wird. Bei uns vielleicht, mit unserer hohen Dichte an Mietwagen, wenn auch nur im Kleinen. Wenn es hoch kommt habe ich einmal im Monat einen, der sich nach der Wartezeit erkundigt. Festpreise für Stammkunden brauchen in Lübeck nicht genehmigt, sonderen lediglich angezeigt zu werden. Für deren Kalkulation ist die Wartezeit ohnehin nebensächlich. Mit einen Hochpreistarif ohne Wartezeit würden diese Angebote aber doch wohl kaum um den Faktor der einberechneten Wartezeit gekürzt werden, oder? Mit anderen Worten, Festpreis heute 1,30/km ohne Wartezeit, Festpreis morgen beispeilsweise 1,69 ebenfalls ohne Wartezeit. Das ist eine 30% Tariferhöhung. Was ist da jetzt kundenfreundlicher?
Aber irgendwie zerflücken wir da Thema ja gerade mal wieder vortrefflich. Sorry. Ist halt schwer, ganz allgemein ein Für und Wider zu diskutieren, ohne gleich ins Details zu gehen. Den Beweis liefern wir ja gerade.
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E. G. Engel
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@ Andre
Das Problem ist doch dass es keine ECHTE Basis für eine vernünftige Tariflösung gibt weil es ohne BASIS auch keine Notwendigkeit dafür gibt. Insofern sind die Einlassungen schon gerechtfertigt. Die beste gemeinsame Bais wäre die betriebswirtschaftliche Analyse, aber wir sehen ja dass es auch ohne geht. Jeder macht, je nach Position was er will. Behörden/Politiker setzen Preise nach Gusto fest, Taxenunternehmer holen sich ihren Gewinn aus dunklen Ecken. Ich denke mein Vorschlag ist der Sache nach nicht schlecht. Soviel ich weiss gibt es in Deutschland über 200 Tarife. Dabei ist der hardewareseitige Teil relativ identisch.
Das einzig echte Problem das wirklich bleibt ist doch nur die Erfassung unterschiedlicher Lebenshaltungskosten. Und die findest Du beim statistischen Bundesamt.
Einen einheitichen Tarif im engeren Sinn finden zu wollen der identisch ist für z.B. Hannover UND Klein-kleckersdorf ist wohl zu recht unmöglich.
mfg Eberhard
Das Problem ist doch dass es keine ECHTE Basis für eine vernünftige Tariflösung gibt weil es ohne BASIS auch keine Notwendigkeit dafür gibt. Insofern sind die Einlassungen schon gerechtfertigt. Die beste gemeinsame Bais wäre die betriebswirtschaftliche Analyse, aber wir sehen ja dass es auch ohne geht. Jeder macht, je nach Position was er will. Behörden/Politiker setzen Preise nach Gusto fest, Taxenunternehmer holen sich ihren Gewinn aus dunklen Ecken. Ich denke mein Vorschlag ist der Sache nach nicht schlecht. Soviel ich weiss gibt es in Deutschland über 200 Tarife. Dabei ist der hardewareseitige Teil relativ identisch.
Das einzig echte Problem das wirklich bleibt ist doch nur die Erfassung unterschiedlicher Lebenshaltungskosten. Und die findest Du beim statistischen Bundesamt.
Einen einheitichen Tarif im engeren Sinn finden zu wollen der identisch ist für z.B. Hannover UND Klein-kleckersdorf ist wohl zu recht unmöglich.
mfg Eberhard
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E. G. Engel
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Vielleicht noch ein weiterer Aspekt der für eine Vereinheitlichung spricht. Je weiter die Findung weg vom lokalen Ort ist, um so weniger kann lokales Imponiergehabe von drittklassigen Politikern (der Tarif muss niedrig bleiben) Einfluss in die Entscheidungsgrößen finden.
Wäre ja vielleicht doch eine gute Ideee.
mfg Eberhard
Wäre ja vielleicht doch eine gute Ideee.
mfg Eberhard
