[Gehalt] Mindestlohn?

Der virtuelle Taxitreff.
q

Beitrag von q » 14.05.2009, 21:48

Unter der Voraussetzung eines nicht-subventionierten Taxengewerbes werden vom Mindestlohn profitieren

- die Fahrer, die dann noch "drin" sind
- die unbedeutende Gruppe der selbstfahrenden Unternehmer

Ansonsten würden massenweise Konzessionen zurückgegeben werden, mit der Folge einer Arbeitslosigkeit für viele Fahrer und einem schrecklichen Schicksal für viele MWU: sie müssten sich wieder selbst hinters Lenkrad klemmen.

Wie der sympathische Herr Kruse aus HH mal treffend anmerkte, spielt das Taxengewerbe u.a. auch die wichtige Rolle des "Mülleimers des Arbeitsmarktes". Darauf werden unsere Herrscher in den Rathäusern und ihre Ratgeber aus den IHKs auch nicht verzichten wollen. Zumal sich das Taxengewerbe auch hervorragend eignet, die Folgen einer leicht planlosen Einwanderungspolitik abzumildern (siehe: Qualitätstaxistand Hamburger Flughafen).

Das ein Hr. Gysi sofort zum Mikro greift, wenns um undurchdachte populistische Parolen geht, versteht sich von selbst. Dennoch ist die Versuchung natürlich gross, bei der nächsten Bundestagswahl mal irgendeinem Rechts- oder Linkspopulisten die Stimme zu geben. Dann haben wenigstens die bürgerlichen Sonntagsredner wieder Vollbeschäftigung.

TaMi
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Beitrag von TaMi » 14.05.2009, 23:14

warum reden gerade WIR über mindestlohn?

ich will es nochmal deutlich sagen, WIR gehören zur der familie der ÖPNV und lassen uns wie stiefkinder behandeln!

wenn in den frühstunden ein angeheiterter ratsherr aus den ratskeller fällt, hat er absolut verständnis, wenn kein BUS mehr fährt aber wehe kein TAXI ist da.....
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Beitrag von yogi » 15.05.2009, 02:49

Otto126 hat geschrieben:Alles Quark, es gibt deshalb keine vernünftige Entlohnung im Taxigewerbe und erst recht keinen Mindestlohn, weil der Organisationsgrad der Taxifahrer zu gering ist. Und der ist gering, weil früher mit dem Beschiss alle gut gefahren sind.
2 Sätze, die man in Stein meißeln sollte...fahre seit '82, und genau so läuft das Gewerbe...

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Beitrag von pl » 15.05.2009, 02:56

Wie der sympathische Herr Kruse aus HH mal treffend anmerkte, spielt das Taxengewerbe u.a. auch die wichtige Rolle des "Mülleimers des Arbeitsmarktes". Darauf werden unsere Herrscher in den Rathäusern und ihre Ratgeber aus den IHKs auch nicht verzichten wollen.
Das ist eben der Casus Cnaxus.
Ich wußte gar nicht, daß der Herr Kruse das mal anmerkte - auf jeden Fall hatte er da recht.

--pl.

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Beitrag von reasoner » 15.05.2009, 08:36

Taximinister hat geschrieben: ...WIR gehören zur der familie der ÖPNV...
Eben nicht. Nur bei freigestellten Verkehren, Buslinienersatzverkehr usw.
PBefG § 8 hat geschrieben:(1) Öffentlicher Personennahverkehr im Sinne dieses Gesetzes ist die allgemein zugängliche Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, Obussen und Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Verkehrsmittels die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt.
(2) Öffentlicher Personennahverkehr ist auch der Verkehr mit Taxen oder Mietwagen, der eine der in Absatz 1 genannten Verkehrsarten ersetzt, ergänzt oder verdichtet.
Also nur, wenn es den "hohen Herren" genehm ist. Sonst hätten Taxen einen Rechtsanspruch auf finanzielle Mittel.
PBefG § 8 hat geschrieben:(4) Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr sind eigenwirtschaftlich zu erbringen. Eigenwirtschaftlich sind Verkehrsleistungen, deren Aufwand gedeckt wird durch Beförderungserlöse, Erträge aus gesetzlichen Ausgleichs- und Erstattungsregelungen im Tarif- und Fahrplanbereich sowie sonstige Unternehmenserträge im handelsrechtlichen Sinne.
Deshalb werden wir als Taxigewerbe verar.scht, da wir eine Beförderungs-, Betriebs- und Tarifpflicht haben.

rea

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Beitrag von TaMi » 16.05.2009, 11:30

reasoner hat geschrieben:
Taximinister hat geschrieben: ...WIR gehören zur der familie der ÖPNV...
Eben nicht.
rea
und genau das muss sich ändern!

wir brauchen starke persönlichkeiten, die unsere interessen vertreten, statt sich die taschen voll zu stopfen oder profilneurose zu betreiben
"Sollten Ihnen meine Aussagen zu klar gewesen sein, dann müssen Sie mich missverstanden haben" (Alan Greenspan)

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Beitrag von Otto126 » 18.05.2009, 11:34

Taximinister hat geschrieben:wir brauchen starke persönlichkeiten, die unsere interessen vertreten, statt sich die taschen voll zu stopfen oder profilneurose zu betreiben
:?: :?: :?: :?:

Alle anderen sind besser organisiert als unser Gewerbe:
Gewerkschaften weiten Kita-Streiks aus
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 03,00.html
Arztpraxen aus Protest gegen Honorarreform geschlossen - Debatte um Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung
http://www.dradio.de/nachrichten/200905181300/1
Tamilen legen Frankfurter Hauptbahnhof lahm
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1 ... 74,00.html
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."

Wat woll'n die Atzen eigentlich von mir?

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Beitrag von am » 18.05.2009, 18:59

reasoner hat geschrieben:
PBefG § 8 hat geschrieben:(1) Öffentlicher Personennahverkehr im Sinne dieses Gesetzes ist die allgemein zugängliche Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, Obussen und Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Verkehrsmittels die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt.
(2) Öffentlicher Personennahverkehr ist auch der Verkehr mit Taxen oder Mietwagen, der eine der in Absatz 1 genannten Verkehrsarten ersetzt, ergänzt oder verdichtet.
......
rea
Nach meiner Lesart sind Taxen gerade deshalb immer Teil des ÖPNv, weil sie den Linienverkehr immer und zu jeder Zeit verdichten und einer Tarifpflicht unterliegen. Und die 7% Regelung bis 50km und im tarifgebiet trifft da ja auch voll.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

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Beitrag von reasoner » 18.05.2009, 21:17

André hat geschrieben:
reasoner hat geschrieben:
PBefG § 8 hat geschrieben:(1) Öffentlicher Personennahverkehr im Sinne dieses Gesetzes ist die allgemein zugängliche Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, Obussen und Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Verkehrsmittels die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt.
(2) Öffentlicher Personennahverkehr ist auch der Verkehr mit Taxen oder Mietwagen, der eine der in Absatz 1 genannten Verkehrsarten ersetzt, ergänzt oder verdichtet.
......
rea
Nach meiner Lesart sind Taxen gerade deshalb immer Teil des ÖPNv, weil sie den Linienverkehr immer und zu jeder Zeit verdichten und einer Tarifpflicht unterliegen. Und die 7% Regelung bis 50km und im tarifgebiet trifft da ja auch voll.
So sehe ich das auch. Leider nicht die Behörden. Was, bitteschön, würden die Omis abends ohne unsere Verdichtung machen?

rea

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Beitrag von Grossraum » 18.05.2009, 21:53

Nabend zusammen,

hab doch schon mal gesagt : einfach mal die Karren stehen lassen.
Aber da macht ja keiner mit. Der deutsche Michel ist Befehlsempfänger, so wird es gemacht und nicht anders. Und jeder Dummbatz nickt darauf.

In Frankreich, Spanien oder Portugal wäre alles lahm gelegt worden...und schau an, da werden dann Kompromisse gemacht.
Und diese Kompromisse gehen dann zu 98,9 % zu Gunsten der Fahrer aus.
Man sollte vielleicht mal darüber nachdenken.
Aber das ist wahrscheinlich zuviel verlangt.
Nachdenken ist ja nicht mehr gefragt, entscheiden tun ja andere.Warum ich dann klagen ?????

Neeeee, ich sag nix mehr.

Schönen abend noch
Gruß
Wolfgang
Gute Nacht Mrs. Ochmonek, wo immer Sie sein mögen

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Beitrag von Wattwurm » 18.05.2009, 22:26

Der Mindestlohn gilt dann aber auch das ganze Jahr über...! Auch im November und Dezember und in der Neujahrsnacht wird nicht mehr bezahlt!

Und der Mindestlohn von 7,50 Euro gilt selbstverständlich auch am Wochenende in der Nachtschicht! Und wenn die HVV streikt und die Busse und U-Bahnen streiken gibt´s auch nur den Mindestlohn! Der Mindestlohn kennt auch keine Schneekatastrofen und auch keine anderen extreme Schlechtwetterlagen mit erhöhter Taxinachfrage! 7,50 Euro mehr gibt´s nicht, aus die Maus!

Typische Sommerlochdebatte! Jedesmal wenn die Sonne scheint und alles zu Fuß latscht oder mit den Drahtesel zur Arbeit fährt kommt diese Diskussion hoch! Keiner kommt auf die Idee in der Neujahrsnacht den Mindestlohn zu fordern!

Fragt mal die Wochenendnachtschichtaushilfsfahrer ob die auch mit dem Mindestlohn von 7,50 Euro zufrieden wären? Ich glaube kaum!


Wenn wir alle Schichten mal in einen Topf werfen, Tagschichten, Nachtschichten, Hungerschichten und Spitzenschichten, und dann einen Schnitt machen durch diese wild zusammen gewürfelten Schichten, dann werden wir feststellen: Wir sind gar nicht so weit weg vom Mindestlohn und vielleicht liegen wir sogar etwas darüber...

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Beitrag von reasoner » 18.05.2009, 22:52

Es heißt nicht "Festlohn", es heißt nicht "Höchstlohn", es heißt auch nicht "Würmerlohn" - neeiiin, das Zauberwort lautet:"Mindestlohn". Bedeutet das in der Wurmsprache je nach Zustand des Wattenmeers etwas Anderes?

rea

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Beitrag von Wattwurm » 19.05.2009, 06:23

Der Antrag auf Einführung eines Mindestlohn und der Aufnahme der Taxibranche in das Arbeitnehmerentsendegesetz, muß von den Arbeitgebern erfolgen....! Mit der Aufnahme in das AEntG bekommt das Taxigewerbe auch einen Tarifvertrag!

Ihr glaubt doch nicht im Ernst daran das BZP und TVD, die jetzt schon unter chronischen Mitgliederschwund leiden, solch einen Antrag jemals beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales stellen werden...!? Das wäre dann der letzte Sargnagel für BZP und TVD! Die könnten danach ihre Verbände auflösen!

Mit Verlaub gesagt: Ich finde wir führen hier eine ziemlich blödsinnige und vollkommen realitätsferne Debatte, die bezeichnender Weise immer dann angeschoben wird, wenn die fetten Monate vorbei sind!
reasoner hat geschrieben:Es heißt nicht "Festlohn", es heißt nicht "Höchstlohn", es heißt auch nicht "Würmerlohn" - neeiiin, das Zauberwort lautet:"Mindestlohn". Bedeutet das in der Wurmsprache je nach Zustand des Wattenmeers etwas Anderes?rea
Und wer will, darf als Arbeitgeber auch gerne mehr zahlen....Bild

Ich kenne Taxiunternehmer in NMS die sich von ihren Fahrern Geld pumpen müssen, damit sie in ihrer Werkstatt noch kommen dürfen!!! Und ihr kommt mir hier mit dem Mindestlohn! Ich schmeiß mich weg vor Lachen....Bild

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Beitrag von reasoner » 19.05.2009, 07:55

Au Backe.....

Der BZP (beim TVD weiß ich es nicht genau) hat vehement gegen eine Aufnahme gekämpft.

Der BZP hat seit der Neuaufnahme von 4 Mitgliedern einen historischen Mitgliederhöchststand.

Und nun.....buddel dich wieder ein, aber schnell.

rea

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Beitrag von TaMi » 19.05.2009, 12:59

Otto126 hat geschrieben: Alle anderen sind besser organisiert als unser Gewerbe:
die frage warum das so ist, kann ich mir sparen.
deine antwort kenne ich.

ich denke aber die wahrheit liegt irgendwo zwischen unwissenheit des unternehmers und nicht dulden wollen des gesetztgebers.
"Sollten Ihnen meine Aussagen zu klar gewesen sein, dann müssen Sie mich missverstanden haben" (Alan Greenspan)

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die blanken Individualisten....

Beitrag von PR » 19.05.2009, 22:51

blanke Individualisten sind Taxifahrer meistens. Deshalb wird Gemeinsames wohl kaum im großen Stile möglich werden.
Ich denk nur mal an unsere HV´s :( Demokratie wie im Kindergarten!

Subventionen sind allerdings auch kein vernüftiger Weg, weil die nur neue Kontrollen und Überwachungen bringen, um die zu erhalten. Für sowas hat unser Gewerbe bekanntlich ein sehr offenes Ohr, oder? :wink: Siehe Frankreich: die Spritsubventionen für Taxis. Ausführliche und exakte Dokumentationen der Fahrleistungen, und das wegen 3,50€ oder so...riesen Aufwand, wenig Nutzen. Letztlich war das Gewerbe selbst wieder an der Abschaffung interessiert.

Und der Mindestlohn....bin mir nicht sicher, ob der überhaupt praktikabel ist in Bezug auf Preis/Leistung und Verfügbarkeit unserer Dienstleistung.
1. würde der im Gewerbe einen gewaltigen Umbruch bedeuten. Unwirtschaftliche Fahrer stehen sofort auf der Strasse, viele Unternehmer fahren wieder selbst. Der alleinfahrende unternehmer wird wieder die häufigste Taxibetriebsform.
2. die Qualitätsniveau des Gewerbes würde sich zwangsläufig verbessern
3. die Anzahl der Taxis würde wahrscheinlich rückläufig werden. Was bedeutet das für den Kunden zB. in den Morgenstunden oder am WE? Längeres Warten!
4. folgt daraus Neuzulassungen, wieder weniger Verdienst für die "Alten", wieder Entlassungen von unwirtschaftlichen Fahrer usw.
Oder auch größere Preiserhöhungen welche Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht bringen.
5. und es muß wieder getrickst und geschummelt werden, nämlich dort wo der AN grad so an der Grenze arbeitet. Und der Chef muß dem Mitarbeiter ständig hinterher schnüffeln...hält er die wirklich zeit ein, fährt er mittags nach Hause, steht er nur am Bahnhof und quatscht etc. Watt issn das für Arbeitsklima bei unserem Haufen von Individualisten???

Und nicht außer Acht lassen: die Mindestlohn Diskussionen wurden von den Bertelsmann Leuten unters Volk gebracht. Mit dem Zweck um jeden einzelnen noch mehr ausnehmen zu können, die Löhne und Sozialleistungen noch mehr zu kürzen um den Staat zu finanzieren. Und das alles unter dem Deckmantel der angeblichen Schaffung von Arbeitsplätzen,und das in einem hoch technisierten System wo tag-täglich massenhaft Arbeitsplätze durch Rationalisierung abgebaut werden.
ZITAT aus dem Forderungskatalog der Stiftung zum Amtsantritt Schröders:
° In der Sozialversicherung sei es nötig, binnen zehn Jahren die Arbeitslosenversicherung abzuschaffen und Sozialhilfe weiter einzuschränken.
° Die Kürzungen in der Sozialhilfe wiederum mindere automatisch den damit verbundenen Mindestlohn. Sinke der Mindestlohn, dann diene dies der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit. Zugleich diene dies der Sanierung der Staatsfinanzen.
° Die Senkung der übrigen Löhne um 15 Prozent und die Reduzierung des Kündigungsschutzes erlaube es Unternehmen, mehr Arbeiter und Angestellte einzustellen und damit die Arbeitslosigkeit zu dämpfen.
Die Lohnnebenkosten sollten mittelfristig vom Unternehmer ganz auf den Arbeitnehmer übertragen werden.
Ob das alles bei der Diskussion bedacht wurde von den Befürwortern? Wenn ich bei uns in der Stadt gedanklich den Mindestlohn ansetze, dann haben den eher die unterdurchschnittlichen Fahrer nötig, zB. welche sich eher zum Kaffee treffen als den Veranstaltungskalender zu lesen, welche lieber 7h statt 8h fahren und auch jeden Sonn- und Feiertag schön bei der Familie sitzen. Jeder Fahrer der den Job ernst nimmt hat ungefähr den (einen) Mindestlohn auch auf dem Lohnzettel.

Also statt sich in den mE. unbrauchbaren Mindestlohn Debatten zu erschöpfen, sollte sich unser Gewerbe vielleicht mal mit dem bedingungslosen Grundeinkommen auseinander setzen. Das betrachte ich als viel praktikabler und wesentlich manipulationssicherer. Entscheidend wäre nicht die Höhe, sondern das es überhaupt bedingungslos wäre. Ohne Zwang und Drangsalierung, für JEDEN und ZUSÄTZLICH zu einem ev. Arbeitseinkommen.
Zur Einführung ein gutes video: http://www.kultkino.ch/media_player_gru ... index.html
Und hier hunderte Links dazu: von Vereinen, Organisationen, Verbänden Politikern
http://www.archiv-grundeinkommen.de/
http://aktuelles.archiv-grundeinkommen.de/

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Beitrag von Wikinger » 20.05.2009, 01:59

Ach, es haben ja wieder alle so recht. Mindestlohn von 7,50 fordern, Umsatz von 6 bringen. Wo kommt der Rest her?

Also, an alle Weltverbesserer hier: Entweder konkreten Lösungsvorschlag, oder Maul halten. Dummgesabbel kommt ja schon von Gysi.

Lösung, gerne, sofort, nur ein glücklicher Fahrer ist ein guter Fahrer.

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Beitrag von reasoner » 20.05.2009, 07:57

.....gut, gut, gut...

Wir hören ja schon auf und machen weiter wie bisher.

Ich leg mich wieder hin

rea

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Beitrag von Otto126 » 21.05.2009, 15:19

Taximinister hat geschrieben:
Otto126 hat geschrieben: Alle anderen sind besser organisiert als unser Gewerbe:
die frage warum das so ist, kann ich mir sparen.
deine antwort kenne ich.
Na dann ist ja gut.
Taximinister hat geschrieben:ich denke aber die wahrheit liegt irgendwo zwischen unwissenheit des unternehmers und nicht dulden wollen des gesetztgebers.
Zu Unwissenheit des Unternehmers kann ich nichts sagen, aber der Gesetzgeber verbietet nicht die Einrichtung von Betriebsräten und nicht die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft, auch wenn sich dem Alten die Fußnägel kräuseln...

Die KITAS wurden (unter anderem, der zweite Grund war, dass die jungen Damen schon mit Zwanzig "Rücken" haben) deshalb bestreikt, weil ein Eingangsgehalt von 2000 Euro zu wenig ist - so geht's Bizness.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."

Wat woll'n die Atzen eigentlich von mir?

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Beitrag von Besser-Wisser » 24.05.2009, 04:17

mindestlohn ist doch alles schwachsinn

der ertrag - also umsatz muss verbessert werden -

und hierzu sind die kreise; kommunen und wer auch immer gefragt

wer z.b. im norden die taxifarbe aufgibt und mit bunten kisten fährt muss sich doch schon fragen lassen was er da tut.

identifikation, solidarität, gemeinschaftssinn, kollege/in sein, ist die devise.

wer fährt denn heute krankentransporte, die hotels, den airportshuttle, die abholservises mit koffer ??????

ja ..... mietwagen und sonstige dritte

man hat den markt verschenkt; zumindest in düsseldorf

früher haben die droschken vip-service gefahren... heute andere.

service - taxi ??? sowas von lächerlich

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