Weg nicht kennen, Geld zurück?

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bullboxer
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Weg nicht kennen, Geld zurück?

Beitrag von bullboxer » 25.01.2009, 12:25

Hallo

in einer Woche mache ich meine Prüfung. Da ich fleissig gelernt habe bin ich mir zu 100 % sicher, dass ich sie schaffe und dann kann ich auch beginnen.

Ich freue mich daruf, habe aber auch Bedenken, da ich bestimmt am Anfang viele Ziele und Wege nicht kennen werde.

Ich denke, dass ist normal, aber was macht man, wenn sich evtl. verfahren hat, dadurch einen Umweg gefahren ist? Der Fahrgast wird darüber sicher nicht begeistert sein. Darf ich dann selbst entscheiden, ob ich dem Fahrgast das Geld für den Umweg erlasse?

Inwieweit darf ich da selber agieren und bestimmen?
Auch wenn ich mich nicht verfahren habe und der Fahrgast der Meinung ist, ich hätte einen Umweg gefahren. Darf ich dann, damit es nicht zu Streitereien kommt, mich mit dem Fahrgast auf einen Preis einigen?
Onuri e Sangu

Freeman
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Beitrag von Freeman » 25.01.2009, 12:31

Wenn Du unsicher bist solltest Du VOR Abfahrt UND einschalten der Uhr Dich im Stadtplan kundig machen .

Gus
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Beitrag von Gus » 25.01.2009, 20:05

Ich erlasse den Fahrgästen entweder einen Teil des Fahrpreises (20 bis 40 ct - Bereich, so in etwa) oder stelle die Uhr dementsprechend eher aus. Allerdings sind Umwege bei mir meistens nur sehr kurz (mal eine Straßenecke zu weit gefahren etc.), was dem Fahrgast häufig nicht auffällt. Dennoch gehört es für mich zum guten Ton, den Fahrgast darauf hinzuweisen, was dann auch dementsprechend gewürdigt wird.
Gerade als Neuling ist es wichtig, dem Kunden zu zeigen: Hey, ich bin noch frisch dabei, und lerne noch. Keiner ist allwissend auf dem Bock losgefahren. Fast jeder Kunde ist in diesem Punkt dann auch hilfsbereit, gerade wenn es sich um Straßen in entlegenen Stadtteilen handelt.

Allerdings sollte man vor Fahrtantritt entweder den Stadtplan oder das Navi zur Hilfe nehmen, wenn absolut keine Ahnung über die zu fahrende Strecke besteht. Ich helfe mir damit, dass ich bei einer unbekannten Straße gleich nachhake, von wo diese denn abgeht, was dann ausreichend ist. Merke: Mit jeder unbekannten Straße erweiterst Du wieder "Deinen" Plan und nach längerer Tätigkeit musst Du immer weniger nachsehen bzw. nachfragen.

Viel Glück!

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Perutz
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Beitrag von Perutz » 26.01.2009, 02:54

Das solltest du immer von Fall zu Fall selbst entscheiden.
Ein Preisnachlass bei stritigen Situationen macht immer einen guten Eindruck.
Meistens habe ich dann doch immer den vollen Preis bekommen.

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pl
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Beitrag von pl » 26.01.2009, 03:59

Jou.
Wenn ich einen Umweg fahre und das auf mein Konto geht, verlange ich natürlich nur den Fahrpreis, der ohne Umweg angefallen wäre.

--pl.

Poorboy
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Beitrag von Poorboy » 26.01.2009, 05:10

Ich verlange bei einem solchen Fauxpax deutlich weniger als korrekt angefallen wäre.

Für diese "Ehrlichkeit" geben die Fahrgäste meist deutlich mehr.

Poorboy

PS: Beispiel: Fahrgast will zur Gertigstraße und ich mache mich auf den Weg zur Gärtnerstraße.

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Beitrag von am » 26.01.2009, 19:34

Eigentlich darf man den Preis nicht nachlassen. Aber auf jeden Fall die Uhr nicht vorher ausstellen. Den Umstand lieber ansprechen und die Diff dann selbst tragen.

Wattwurm
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Beitrag von Wattwurm » 26.01.2009, 19:47

Gefragt ist das notwendige Fingerspitzengefühl...

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Beitrag von Taxinator » 26.01.2009, 20:47

Klär Deinen Fahrgast doch freundlich darüber auf das Du neu bist und bitte ihn Dir doch ein wenig zu helfen.Und bist Du wirklich mal Umweg gefahren bist,mach schon eher die Uhr aus.

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Beitrag von am » 26.01.2009, 20:53

Taxinator hat geschrieben:Und bist Du wirklich mal Umweg gefahren bist,mach schon eher die Uhr aus.
Negativ Taxinator! Tarifpflicht! Die Uhr wird nicht ausgeschaltet.

Sollte Dein Fahrgast mit Deinem Entgegenkommen nicht einverstanden sein und das ganze kommt zu einer offiziellen Beschwerde, knallt die Peitsche erst richtig.


Gilt natürlich nicht für Auswärtsgfahrten.

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Beitrag von Taxinator » 26.01.2009, 21:00

Die meisten Fahrgäste werden Verständnis für einen neuen Fahrer haben.Vorher ausmachen stimmt milde.Jeder hat nun mal angefangen...

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Beitrag von pl » 27.01.2009, 01:26

Eigentlich darf man den Preis nicht nachlassen.
Aber Schadenersatz wegen Schlechterfüllung darf man schon leisten.

--pl.

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Beitrag von N8tfahrer » 27.01.2009, 02:29

Dann doch lieber "Das ist ne Werbefahrt auf lau" :oops: :oops: :oops: :oops:
Sind sie das Taxi ? ............NEIN, Der Fahrer !
Das müssen sie doch wissen, sie sind doch der Taxifahrer !

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Beitrag von am » 27.01.2009, 20:01

pl hat geschrieben:
Eigentlich darf man den Preis nicht nachlassen.
Aber Schadenersatz wegen Schlechterfüllung darf man schon leisten.

--pl.
Bezog sich auf Uhr früher aussschalten. Den Preisnachlass wegen "Schlechterfüllung" kann man gewähren. Letztendlich bezahlt der Kunde aber unter Tarif.


Ähnliches Beispiel:
Fahrer erreicht das Fahrziel. Uhr aus und Fahrt abgerechnet. Nur zwei von drei Fahrgästen steigen aus. Dem dritten fällt ein, dass er 100m weiter aussteigen möchte. Hat jeder schon erlebt. Was macht Ihr?

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Beitrag von Peter aus Harburg » 27.01.2009, 20:07

Ich zeige ihm Perfekten Service und trage ihn dahin :lol:
Nee ,mal im ernst die Hundert Meter tun niemanden weh und der Kunde regestriert es und weiss beim nächsten mal auch wo er wieder anrufen kann.Wohlgemerkt bei 100 m nicht eine halbe Stadtrundfahrt.
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Beitrag von pl » 27.01.2009, 21:49

Letztendlich bezahlt der Kunde aber unter Tarif.
Nee, nee.
Der Schaden besteht ja im Mehrpreis.
Er zahlt also genau den Tarif für den Umweg und bekommt seinen Schaden (den Mehrpreis) erstattet.
Macht unterm Strich das, was für ordnungsgemäße Erfüllung tariflich richtig ist.

--pl.

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Beitrag von am » 27.01.2009, 22:06

pl hat geschrieben:
Letztendlich bezahlt der Kunde aber unter Tarif.
Nee, nee.
Der Schaden besteht ja im Mehrpreis.
Er zahlt also genau den Tarif für den Umweg und bekommt seinen Schaden (den Mehrpreis) erstattet.
Macht unterm Strich das, was für ordnungsgemäße Erfüllung tariflich richtig ist.

--pl.
Ja pl ist doch richtig. Aus Sicht des Kunden. Aber nicht aus Sicht des Wettbewerbs.

---------------------

Zu meinem anderen Beispiel mit den drei Fahrgästen.

Zu der Zeit herrschte mal wieder erhöhte Spannung zwischen Taxen und Mietwagen.
Bei den drei Persönchen handelte es sich um Angehörige bzw. Beauftragte einer Mietwagenfirma. Es war ihnen bis zum Ziel nicht gelungen, den Fahrer dazu zu bewegen, ohne Uhr zu fahren. Aber, wie selbstverständlich und so, wie es jeder von uns machen würde, hat er den dritten Kunden natürlich die hundert Meter gefahren, ohne die Uhr erneut anzuschalten. Tja, das war es dann und die Falle hat zugeschnappt.

Und die offiziellen Strafen für's fahren ohne Uhr sind recht empfindlich.

Und genau das könnte auch bei einem Preisnachlass passieren. Zumindest da, wo die Situation ähnlich verfahren ist, wie hier.

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Peter aus Harburg
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Beitrag von Peter aus Harburg » 27.01.2009, 22:25

Ok,da muss ich dir recht geben,wenn da quasi Kriegszustände herrschen muss man natürlich drauf achten das einen keiner ans Bein pinkeln kann.
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Beitrag von pl » 28.01.2009, 02:50

Und genau das könnte auch bei einem Preisnachlass passieren.
Wenn man im Verfahren entspr. argumentiert, sollte das im Freispruch enden.
Den von dir geschilderten Fall würd ich auch durchklagen, das ist ja völlig unverhältnismäßig und außerdem mutwillig provoziert, obwohl erkennbar war, daß der Fahrer einen solchen Verstoß eben gerade nicht begehen wollte.

--pl.

Eine Nebenwirkung der Karenzminute, die ich sehr schätze:
ich stell die Uhr erst auf Kasse, wenn der Kunde draußen ist - während des Zahlvorgangs läuft sie ja nicht, wg der Karenzminute. Dann ist sie immer an, bis keiner mehr drin ist.

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Thomas-Michael Blinten
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Beitrag von Thomas-Michael Blinten » 28.01.2009, 04:43

Ääähm, man kann die Uhr doch jederzeit von Kasse zurück auf Besetzt stellen :?: Ganz aus mache ich die Uhr erst wenn ich leer wieder losfahre.
Wenn der Preis für die 100 m das Trinkgeld übersteigt wird selbstverständlich die Differenz eingefordert.
Ohne Uhr geht gar nicht.
„Alle sind irre, aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht wird Philosoph genannt" (Ambrose Bierce)

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