Der Kunde will aber nicht warm + trocken in unserer Taxe sitzen, sondern von A nach B. Und das möglichst schnell. Aber letztendlich ist es ja auch egal, wie wir unsere Dienstleistung preismässig einschätzen. Auch bei festgesetzten Preisen bleibt das Wechselspiel von Angebot, Nachfrage und dem Preis bestehen. Hätten wir bei einem geringen Taxenangebot eine grosse Nachfrage der Kunden, könnten wir wie die Handwerker Wahnsinns-Preise verlangen und alles Mögliche durchsetzt. Aber die Situation ist nicht so.Tatsache ist, dass ja auch im Stillstand eine Leistung erbracht wird. Nicht zuletzt sitzt der Kunde warm und trocken, ...
Tarife runter, Anzahl der Touren rauf!
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Andre schrieb
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Letzteres ist richtig. Sprechen wir also von einer leistungsgerechten Preisgestaltung.
Wir müssen unsere Leistung aber nicht einschätzen, sondern ihren Wert nach wirtschafltichen Gesichtspunkten bestimmen. Letztendlich wäre die Berechnung auch rein auf Zeitbasis möglich. Da ließe sich die Leistung mit der eines jeden Handwerkers vergleichen.
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Ich bin für 50 €/h. Fortschaltschritt alle 10 sec. Konsequentes Einschalten der Uhr nach Benachrichtigung des Kunden. Grundgebühr entfällt. Hätte mehrere Vorteile. Unter anderem würde kein Taxifahrer jemals mehr eine Geschwindigkeitsübertretung begehen. Leute, da wär aber was los in den Autos.
Wir müssen unsere Leistung aber nicht einschätzen, sondern ihren Wert nach wirtschafltichen Gesichtspunkten bestimmen. Letztendlich wäre die Berechnung auch rein auf Zeitbasis möglich. Da ließe sich die Leistung mit der eines jeden Handwerkers vergleichen.
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Ich bin für 50 €/h. Fortschaltschritt alle 10 sec. Konsequentes Einschalten der Uhr nach Benachrichtigung des Kunden. Grundgebühr entfällt. Hätte mehrere Vorteile. Unter anderem würde kein Taxifahrer jemals mehr eine Geschwindigkeitsübertretung begehen. Leute, da wär aber was los in den Autos.
- Maria Magdalena
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Du verschenkst Dich gerne an Deine Kunden? Ich verkaufe mich lieber.vas hat geschrieben:Bevor du mit dem Kunden unentgeltlich im Stau gestanden hast, war doch erstmal ne Stunde Rumhängen am Taxistand angesagt, oder? Das hast du auch nicht bezahlt bekommen, also was regts du dich da über die paar Minütchen Stillstand während der Tour auf?
Das Argument mit der Warterei am Halteplatz ist falsch. Sicher bekommt der Malermeister, wenn er in seinem Büro sitzt und darauf wartet, dass ich als Kunde anrufe, auch nichts bezahlt. Habe ich ihm dann aber den Auftrag erteilt und er steht bei mir in der Wohnung und schaut sich meine Tapete an, dann muss ich ihn auch dafür bezahlen. Die Zeit kann ich dem auch nicht abziehen.
Nur in unserer Branche gibt es so viele, die scheinbar gern umsonst arbeiten. Kein Wunder, dass der Ruf der Taxifahrer nicht der Beste ist. Rechnen gehört jedenfalls nicht zu deren Stärken. Könnte man als Aussenstehender meinen.
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Mal so hypothetisch:
Es liegen die Daten von 1000000 Touren vor: Dauer der Touren, Summe der Stillstandszeiten und resultierender Umsatz nach einem Tarif A, der die unbezahlte Warteminute nicht kennt.
Es wird ein Tarif B mit unbezahlter böser Warteminute so konstruiert, dass über die 1000000 Touren derselbe Gesamtumsatz herauskommt, wie bei Tarif A.
Welcher Tarif ist besser? Wird dem Kunden nach Tarif B etwas geschenkt???
[ich weiss, ich hatte so was ähnliches schon mal gepostet]
Es liegen die Daten von 1000000 Touren vor: Dauer der Touren, Summe der Stillstandszeiten und resultierender Umsatz nach einem Tarif A, der die unbezahlte Warteminute nicht kennt.
Es wird ein Tarif B mit unbezahlter böser Warteminute so konstruiert, dass über die 1000000 Touren derselbe Gesamtumsatz herauskommt, wie bei Tarif A.
Welcher Tarif ist besser? Wird dem Kunden nach Tarif B etwas geschenkt???
[ich weiss, ich hatte so was ähnliches schon mal gepostet]
- Maria Magdalena
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Bei Einführung dieses Tarifes hat man uns erklärt, es wäre für uns gut, weil die Kunden für dieselbe Strecke denselben Preis bezahlen und es dadurch mehr Kundschaft gibt. Das hat die Praxis widerlegt. Aber schon damals hat sich keiner getraut den Blödsinn als betriebswirtschaftliche Glanzleistung zu verkaufen.
Da brauchen wir uns hier untereinander das auch nicht versuchen weiszumachen. Egal wie hoch der Kilometerpreis ist, wie gestaffelt, mit welcher Einschaltgebühr - die Tatsache bleibt, dass jeweils eine Minute Wartezeit nicht bezahlt wird. Und es damit unbezahlte Arbeit ist. Ich muss nämlich schon schauen, ob die Ampel grün wird, im Stau mal wieder den Fuß von der Bremse nehmen, um nen halben Meter vorzurollen usw. UMSONST.
Da brauchen wir uns hier untereinander das auch nicht versuchen weiszumachen. Egal wie hoch der Kilometerpreis ist, wie gestaffelt, mit welcher Einschaltgebühr - die Tatsache bleibt, dass jeweils eine Minute Wartezeit nicht bezahlt wird. Und es damit unbezahlte Arbeit ist. Ich muss nämlich schon schauen, ob die Ampel grün wird, im Stau mal wieder den Fuß von der Bremse nehmen, um nen halben Meter vorzurollen usw. UMSONST.
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Nach Deiner Hypothese VAS würden die Masse der Kunden benachteiligt. Denn das Aufrechnen der Wartezeit in €/km hätte für alle Kunden eine Preissteigerung zur Folge.
Die Kombination aus Wegstrecke und Wartezeit ist dahingegen einfach nur gerecht. Wer sich zu nachfrage- und verkehrsstarken Zeiten ein Taxi bestellt, bezahlt eben mehr. Es gibt genügend Beispiele für Preisnachlässe zu flauen Zeiten (z.B:Happy Hour). Zeit ist in keinem Fall mit Wegstrecke aufzurechnen.
Die Leute, die sich wirklich an der Wartezeit stören, kann ich an einer Hand abzählen. Lass sie doch weiter stundenlang auf einen Mietwagen warten, um dann beim nächsten Mal im Taxi festzustellen, dass es a) erheblich schneller und b) noch nicht mal nennenswert teurer ist.
Die Kombination aus Wegstrecke und Wartezeit ist dahingegen einfach nur gerecht. Wer sich zu nachfrage- und verkehrsstarken Zeiten ein Taxi bestellt, bezahlt eben mehr. Es gibt genügend Beispiele für Preisnachlässe zu flauen Zeiten (z.B:Happy Hour). Zeit ist in keinem Fall mit Wegstrecke aufzurechnen.
Die Leute, die sich wirklich an der Wartezeit stören, kann ich an einer Hand abzählen. Lass sie doch weiter stundenlang auf einen Mietwagen warten, um dann beim nächsten Mal im Taxi festzustellen, dass es a) erheblich schneller und b) noch nicht mal nennenswert teurer ist.
Betrachten wir uns einmal unsere "Zielgruppe":
Das sind in der Tagschicht überwiegend Rentner, hauptsächlich ältere Damen mit Fahrziel Onkel Doktor oder zum Wochenmarkt oder zu Peek&Cloppenburg! Das ist die letzte goldene Generation! Das sind die die Sonntag mit dem Hamburger Reisering eine Tagesfahrt mit Kaffee und Kuchen in die Lüneburger Heide unternehmen und am Montag von uns zum Onkel Doktor gefahren werden! Dann sind die alle auf einmal plötzlich ganz krank obwohl sie einen Tag vorher noch fröhlich das Tanzbein geschwungen haben! Denen geht das finanziell gut bis sehr gut! Die machen fast jede Tariferhöhung mit!
In der Nachtschicht sind unsere Zielgruppe, die Pistengänger oder die Partylöwen, die sich mit ein paar Leuten irgendwo verabreden und sich zu Fünft oder zu Sechst eine Großraumdroschke chartern und sich den Fahrpreis teilen! Auch diese Klientel macht fast jede Tariferhöhung mit, denn ob der einzelne nun 2.- Euro oder 2,20 Euro bezahlt um mit ein paar Kumpels in den Kaiserkeller auf den Kiez zu kommen, ist den Jungs und Mädels auch ziemlich lax!
Ich weiß also gar nicht warum wir uns solche Gedanken machen, was unseren Fahrgästen zumutbar ist und was nicht!
Die Bahn AG und die HVV haben in diesem Jahr zum 3.Mal ihre Fahrpreise erhöht! Wenn wir alle 3 Jahre einmal die Fahrpreise anheben, steht der Untergang des Abendlandes bevor...! Nun macht da mal nicht so ein Gedöns von...
Das sind in der Tagschicht überwiegend Rentner, hauptsächlich ältere Damen mit Fahrziel Onkel Doktor oder zum Wochenmarkt oder zu Peek&Cloppenburg! Das ist die letzte goldene Generation! Das sind die die Sonntag mit dem Hamburger Reisering eine Tagesfahrt mit Kaffee und Kuchen in die Lüneburger Heide unternehmen und am Montag von uns zum Onkel Doktor gefahren werden! Dann sind die alle auf einmal plötzlich ganz krank obwohl sie einen Tag vorher noch fröhlich das Tanzbein geschwungen haben! Denen geht das finanziell gut bis sehr gut! Die machen fast jede Tariferhöhung mit!
In der Nachtschicht sind unsere Zielgruppe, die Pistengänger oder die Partylöwen, die sich mit ein paar Leuten irgendwo verabreden und sich zu Fünft oder zu Sechst eine Großraumdroschke chartern und sich den Fahrpreis teilen! Auch diese Klientel macht fast jede Tariferhöhung mit, denn ob der einzelne nun 2.- Euro oder 2,20 Euro bezahlt um mit ein paar Kumpels in den Kaiserkeller auf den Kiez zu kommen, ist den Jungs und Mädels auch ziemlich lax!
Ich weiß also gar nicht warum wir uns solche Gedanken machen, was unseren Fahrgästen zumutbar ist und was nicht!
Die Bahn AG und die HVV haben in diesem Jahr zum 3.Mal ihre Fahrpreise erhöht! Wenn wir alle 3 Jahre einmal die Fahrpreise anheben, steht der Untergang des Abendlandes bevor...! Nun macht da mal nicht so ein Gedöns von...
- nowhereman
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auf keinen fall! warum soll ich mehr arbeiten, wenn am ende nicht mehr geld rausspringt? wer sich am posten langweilt, hat selber schuld!Tarife runter, Anzahl der Touren rauf!
"Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?".(B. Brecht)
"Die Herren machen das selber, dass ihnen der arme Mann feind wird." (Thomas Müntzer)
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Das ist die Erfahrung, die ich immer wieder mache, wenn ich mal Mietwagenkundschaft im Wagen habe: sie warten sonst unangemessen lange und freuen sich, dass das Taxi nach fünf Minuten vor der Tür steht, und am Ende der Tour stellen sie dann fest, dass das Taxi nix teurer und der Fahrer auch ein netter Kerl ist.André hat geschrieben: Lass sie doch weiter stundenlang auf einen Mietwagen warten, um dann beim nächsten Mal im Taxi festzustellen, dass es a) erheblich schneller und b) noch nicht mal nennenswert teurer ist.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
Wat woll'n die Atzen eigentlich von mir?
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wattwurm schrieb über unsere Zielgruppe
Logo, weil unsere Fahrgäste entweder a) wohlhabend oder b) auf uns angewiesen sind. Es scheint sich um keine normalen Teilnehmer des Wirtschaftsgeschehens zu handeln.
Dazu passen auch die Berechnungen von Diane Blacky-Delfin im Taxi-in-Berlin Forum: Verluste durch nicht bezahlte Wartezeit mittlerweile in Milliardenhöhe! Sie erwägt eine Klage!
Das diese Verluste evtl tarifbedingt durch einen höheren Umsatz während des Fahrens kompensiert werden, spielt bei ihr keine Rolle. Irrelevant auch die Frage, ob da Kunden möglicherweise abgesprungen wären, weil sie keine Lust mehr auf Taxi-Phantasiepreise haben und dann lieber mit U-Bahn + Bus fahren. Oder für Botenfahrten einen Kurierservice anrufen. Nun ja.
Andre schrieb
Für die unbezahlte Wartezeit spricht bessere Kalkulierbarkeit und eine verbesserte Vertrauensbasis. Nicht unwichtig in einem Gewerbe, das nicht das beste Image hat und voll von Gaunern ist. Wenn der Fahrpreis von A nach B heute 20 € und morgen 25 oder gar 30 € beträgt, sieht der Kunde sofort: da ist was faul.
Ein Pseudo-Argument ist es, dass es eine Selbstverständlichkeit wäre, vom Kunden zu verlangen, jede Sekunde im Taxi zu bezahlen. Entscheidend ist die Summe, die am ENDE der Tour auf der Uhr steht und nicht wie sie zustande kam. Oder noch genauer, die Summe die am Ende der Schicht oder am Ende des Geschäftsjahres angezeigt wird. Und da spielt dann natürlich die Zahl der gefahrenen Touren, also unsere Auslastung, die grosse Rolle.
Dem Fahrgast wird durch die unbezahlte Wartezeit nichts geschenkt. Wir verdienen unser Geld ausserhalb der Wartezeit. Einem Kunden, der sich für 0,- €* ein Vertragshandy kauft, wird auch nichts geschenkt. Der Provider holt sich das Geld über das Kleingedruckte hinter dem *.
Das finde ich immer klasse: Taxifahrers Milchmädchenrechnungen. Preisteigerung um 50% führt zu Umsatzsteigerung und Gewinnsteigerung von 50%Die machen fast jede Tariferhöhung mit!
Logo, weil unsere Fahrgäste entweder a) wohlhabend oder b) auf uns angewiesen sind. Es scheint sich um keine normalen Teilnehmer des Wirtschaftsgeschehens zu handeln.
Dazu passen auch die Berechnungen von Diane Blacky-Delfin im Taxi-in-Berlin Forum: Verluste durch nicht bezahlte Wartezeit mittlerweile in Milliardenhöhe! Sie erwägt eine Klage!
Das diese Verluste evtl tarifbedingt durch einen höheren Umsatz während des Fahrens kompensiert werden, spielt bei ihr keine Rolle. Irrelevant auch die Frage, ob da Kunden möglicherweise abgesprungen wären, weil sie keine Lust mehr auf Taxi-Phantasiepreise haben und dann lieber mit U-Bahn + Bus fahren. Oder für Botenfahrten einen Kurierservice anrufen. Nun ja.
Andre schrieb
Das ist mal ein Argument gegen die unbezahlte Warteminute. Die bezahlte Wartezeit führt indirekt zu einer nachfrageorientierten Preisgestaltung (zumindest in der Tagschicht)Die Kombination aus Wegstrecke und Wartezeit ist dahingegen einfach nur gerecht. Wer sich zu nachfrage- und verkehrsstarken Zeiten ein Taxi bestellt, bezahlt eben mehr
Für die unbezahlte Wartezeit spricht bessere Kalkulierbarkeit und eine verbesserte Vertrauensbasis. Nicht unwichtig in einem Gewerbe, das nicht das beste Image hat und voll von Gaunern ist. Wenn der Fahrpreis von A nach B heute 20 € und morgen 25 oder gar 30 € beträgt, sieht der Kunde sofort: da ist was faul.
Ein Pseudo-Argument ist es, dass es eine Selbstverständlichkeit wäre, vom Kunden zu verlangen, jede Sekunde im Taxi zu bezahlen. Entscheidend ist die Summe, die am ENDE der Tour auf der Uhr steht und nicht wie sie zustande kam. Oder noch genauer, die Summe die am Ende der Schicht oder am Ende des Geschäftsjahres angezeigt wird. Und da spielt dann natürlich die Zahl der gefahrenen Touren, also unsere Auslastung, die grosse Rolle.
Dem Fahrgast wird durch die unbezahlte Wartezeit nichts geschenkt. Wir verdienen unser Geld ausserhalb der Wartezeit. Einem Kunden, der sich für 0,- €* ein Vertragshandy kauft, wird auch nichts geschenkt. Der Provider holt sich das Geld über das Kleingedruckte hinter dem *.
Ist ist vielleicht ein bißchen zu weitgehend, aber könnte sein könnte es schon heißen. Anders als die Fahrer sind Kunden aber gewöhnlich nicht in der Lage zu verstehen, warum bei gleicher Strecke verschiedene Preise entstehen. Ich glaube auch nicht, daß man es ihnen nachhaltig beibringen kann. Das zwangsläufige Mißtrauen, das jeder in nicht nachvollziehbare oder beeinflußbare Preise hat, leider darunter. Mit anderen Worten:Wenn der Fahrpreis von A nach B heute 20 € und morgen 25 oder gar 30 € beträgt, sieht der Kunde sofort: da ist was faul.
Eben!Für die unbezahlte Wartezeit spricht bessere Kalkulierbarkeit und eine verbesserte Vertrauensbasis.
Es mag ja nicht viele Buskunden unter uns geben, aber diejenigen, die das sind, sollten sich mal fragen, ob sie dieses Verkehrsmittel nutzen würden, wenn die Fahrt nicht zu festen Preisen erfolgt sondern von Zufallselementen abhängt. Feste Zuschläge zu bestimmten Zeiten würde man sicher hinnehmen, aber nur dann Zuschläge zahlen zu müssen, wenn der Bus zufällig eine rote Ampel mehr abwarten muß - ist es wirklich das, auf was man als Kunde wartet?
Btw: Wer immer glaubt, der Zeitfaktor müsse zwangsläufig im Tarif enthalten sein, um sein Auskommen mit dem Einkommen zu haben, sollte mal das Beispiel Bahn anschauen. Dort zahlt man de facto umso mehr, je weniger Zeit eine Fahrt erfordert. Wäre es anders, würde es diese Einrichtung wohl nicht mehr geben.
- Thomas-Michael Blinten
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Der grundlegende Unterschied ist allerdings das Fahrer der Bundesbahn (bzw. Bus- und Straßenbahnfahrer) nach Stunden bezahlt werden und nicht nach Umsatz. Bei der Summe der Verspätungen gibt es ein Monetäres Plus bei den Angestellten (Überstunden) und ein Minus bei dem Unternehmen (Überstundenentlohnung oder Freizeitausgleich, Fahrpreiserhöhung folgt auf den Fuß).
Bei uns ergibt sich dieses Minus beim Fahrer, mehr Zeiteinsatz bei weniger Verdienst. Da ist der Punkt an dem die Rechnung stockt.
Bei uns ergibt sich dieses Minus beim Fahrer, mehr Zeiteinsatz bei weniger Verdienst. Da ist der Punkt an dem die Rechnung stockt.
„Alle sind irre, aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht wird Philosoph genannt" (Ambrose Bierce)
Nur für uns. Den Fahrgästen kann es dagegen prinzipiell erstmal egal sein, wie wir bezahlt werden. Mich interessiert ja auch nur begrenzt, wie sich der Lohn anderer Leute zum generierten Umsatz verhält.
Und das macht das große Manko sichtbar, das die meisten Aussagen zur Wartezeit und auch anderen Tarif- bzw. Umsatzaspekten beinhalten: Den Egozentrismus des Taxigewerbes. Es kann auf Dauer nicht gutgehen, wenn man seine Dienstleistung nur auf der eigenen Weltsicht aufbaut. Das würde wahrscheinlich selbst dann nicht klappen, wenn wir immer nur uns selbst fahren würden.
Und das macht das große Manko sichtbar, das die meisten Aussagen zur Wartezeit und auch anderen Tarif- bzw. Umsatzaspekten beinhalten: Den Egozentrismus des Taxigewerbes. Es kann auf Dauer nicht gutgehen, wenn man seine Dienstleistung nur auf der eigenen Weltsicht aufbaut. Das würde wahrscheinlich selbst dann nicht klappen, wenn wir immer nur uns selbst fahren würden.
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Nee, genau umgekehrt. Wenn ich über den Tellerrand gucke, finde ich keine Branche, in der ein Teil der erbrachten Dienstleistung nicht in Rechnung gestellt wird.jr hat geschrieben:Den Egozentrismus des Taxigewerbes.
Man könnte noch weitergehen und sagen, dass der Gleichheitsgrundsatz verletzt wird. In ländlichen Gegenden gibt es weniger Ampeln und vielleicht auch weniger Stau. Und in der Nacht staut es sich weniger als am Tage. Was bei diesem Tarif zur Folge hat, dass der Tagfahrer in einer Stadt zu schlechteren Bedingungen arbeitet, als der Nachtfahrer auf dem Land. Er braucht nämlich mehr Zeit um dieselben Kilometer und damit Umsatz zu fahren.
Und zu dem Argument die Kunden würden die unterschiedlichen Preise bedingt durch die Wartezeit sowieso nicht verstehen.... Man sollte unsere Kundschaft nicht für dümmer halten, als sie ist. Das ist der ganz normale Querschnitt der Gesellschaft mit meist vorhandenem Grundwissen in Mathematik.
Wenn du eine Stunde ne Verkäuferin quälst und dirs dann am Ende nochmal überlegen willst - hast du dafür schon mal ne Rechnung gekriegt???Nee, genau umgekehrt. Wenn ich über den Tellerrand gucke, finde ich keine Branche, in der ein Teil der erbrachten Dienstleistung nicht in Rechnung gestellt wird.
Hast du je im Restaurant den Posten "xx Minunten Platzinanspruchnahne" auf der Rechnung gefunden?
In McPomm verdient eine Frisörin vielleicht auch weniger als in München?Man könnte noch weitergehen und sagen, dass der Gleichheitsgrundsatz verletzt wird. In ländlichen Gegenden gibt es weniger Ampeln und vielleicht auch weniger Stau.
Ich hoff ja, du bist angestellte Fahrerin, da darf man so denken.
Auch, wenns nicht wirklich weiterhilft.
--pl.
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Jede Minute die sie dir zuhört wird bezahlt.Wenn du eine Stunde ne Verkäuferin quälst und dirs dann am Ende nochmal überlegen willst - hast du dafür schon mal ne Rechnung gekriegt???
Ob im Restaurant der Tisch zulange besetzt ist interessiert auch nur den Wirt, nicht den Kellner.
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Sorry, aber am Thema vorbei. Ich bin keinesfalls dafür gleiche km-Preise in ganz Deutschland einzuführen, nur wieder die bezahlte Wartezeit.pl hat geschrieben:In McPomm verdient eine Frisörin vielleicht auch weniger als in München?
Meinetwegen mit 5,-€/h in Hintertupfingen und 50,-€/h in Berlin. Wir verklickern das hier unseren Fahrgästen schon.
Immerhin.Ich bin keinesfalls dafür gleiche km-Preise in ganz Deutschland einzuführen, nur wieder die bezahlte Wartezeit.
Ich will auch nicht das Für und Wider der Karenzminute oder sonstiger "Gestaltungen" des tariflichen Zeitanteils diskutieren, das hatten wir schon früher kontrovers und ausgiebig.
Aber wenn darüber diskutiert wird, dann mit "richtigen" Argumenten.
Ich habe also nicht für oder gegen den Tarif argumentiert, sondern gegen deine Argumente.
--pl.
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pl hat geschrieben:Wenn du eine Stunde ne Verkäuferin quälst und dirs dann am Ende nochmal überlegen willst - hast du dafür schon mal ne Rechnung gekriegt???
Hast du je im Restaurant den Posten "xx Minunten Platzinanspruchnahne" auf der Rechnung gefunden?
Hast Du Dir mal überlegt, welche Marge auf einer Jeans liegt, die Dir die (sicher selbst nicht überbezahlte) Verkäuferen eventuell verkauft?
Oder, wieso Du für ein Matjesfilet an Hausfrauensauce und Bratkartoffeln im Restaurant 10,50 € bezahlst, obwohl einschließlich Energie und Personal vielleicht gerade mal 4,50€ drinstecken, wenn überhaupt!
Um wieviel Prozent müßte denn ein Nachttarif über dem Tagtarif liegen, um die überproportional wegfallenden Wartezeiten aufzufangen? Oder sollen nachts zukünftig 1€ Jobber auf den Autos sitzen?