Beitrag
von am » 17.11.2008, 20:19
Auch wenn der Thread schon älter ist, muß ich hier auch noch etwas ergänzen, was nur andeutungsweise mal von, ich glaube Otto, geschrieben wurde.
Es ist aber der springende Punkt in dieser ganzen Diskussion.
Die überwiegende Mehrzahl aller Gelegenheitskunden kennt den Unterschied zwischen Mietwagen und Taxi nicht!
Wie oft habe ich es schon erlebt, dass die Tür aufgerissen wurde und so Sprüche kamen, wie: Wir haben Sie bestellt. Auf Nachfrage, dass das nicht sein könne, und wie lange man denn schon warte und vor allem, wo man denn bestellt habe, kommt dann häufig irgendeine Telefonnummer eines Mietwagunternehmens.
Klar, müssen die da warten. Sind bei uns halt absolut nicht leistungsfähig und verprechen das Gelbe vom Ei, leisten aber fast nix. Der Kunde wartet dann zwei Stunden, wo er auf ein richtiges Taxi nur 5 Minuten gewartet hätte. Und das kommt in auftragsstarken Nächten mehrfach pro Schicht vor.
Und solange unsere Kunden den Unterschied zwischen Mietwagen und Taxen nicht kennen, kann es auch nicht angehen, dass Werbung auf Mietwagen überhaupt erlaubt ist. Und damit wäre auch das Dachschild vom Tisch. So oder so.
Und ich lege noch einen drauf, betone aber, dass sich dies alles auf Großstadtverhältnisse bezieht. Von Dorfbetrieben mit Mischkonzessionen habe ich keine Ahnung und will deshalb auch nicht darüber urteilen.
Solange wir wissen, dass die Kunden Mietwagen ganz überwiegend für Taxen oder Taxen ähnlich halten, unterstelle ich jedem Mietwagenunternehmen, welches auf seinen Fahrzeugen wirbt, dies mit dem Zweck zu tun, eine Verwechslung mit Taxen herbeizuführen. Das Warten auf Einsteiger vor einschlägigen Adressen gehört ebenso dazu, wie die Mißachtung der Rückkehrpflicht.
Man müßte jeden dieser Fälle dokumentieren, sich von den Kunden bescheinigen lassen, dass sie keine Ahnung haben, um dann dieses blöde "Mein Kunde am Flughafen erkennt mich nicht" Urteil bzgl. des Verbots der Werbung an Mietwagen in nächster Instanz wieder einzukassieren. Aber, da wäre dann wieder das Problem der Einigkeit und der "da kannste eh nichts gegen machen" Sager.
So sehe ich es.