Kombi-Tour mit viel Gerümpel - wann muss die Uhr ...

Der virtuelle Taxitreff.
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Kombi-Tour mit viel Gerümpel - wann muss die Uhr ...

Beitrag von q » 11.11.2007, 23:06

Kombi-Tour mit viel Gerümpel - wann muss die Uhr ausgeschaltet werden?

Ich bekomme heute nachmittag einen Kombi-Tour: Flohmarkt Kirche HH-Langenhorn. Ein riesiger Berg von allem möglichen Zeugs. Ich lade soviel wie möglich in meinen Touran, dann gehts nach HH-Ohlstorf, Taxameter zeigt 13,30 €, ich lade den ganzen Krempel wieder aus, dann gehts ans Bezahlen: Klar, ein "normaler" Kunde hätte jetzt für mein Bemühen ein mehr oder weniger üppiges Trinkgeld springen lassen, aber diese Kundin versuchte doch tatsächlich mich auf 13,00 € runterzuhandeln! Was mich allerdings nicht wirklich geschockt hat: Die Dame kam aus Schwarzafrika, dort scheint das Trinkgeldgeben unüblich zu sein (eine Erfahrung, die ich schon oft machen musste).

So weit, so gut.

2 Stunden später kurve ich zufälligerweise wieder da oben in der Gegend rum, nehme eine Funktour an (man kann die Adresse zunächst nicht sehen, die kommt erst später) und Schock: wieder dieser Flohmarkt! Der nächste Teil des grossen Müllberges soll abtransportiert werden! Diesesmal lasse ich die Kunden selber einladen und passe nur auf, das mein Wagen heil bleibt. Am Zielort angekommen lasse ich das Taxameter jetzt weiterlaufen. Die Kundin protestiert, ich bestehe darauf dass sie erstmal den Wagen leerräumt. Das ganze dauert ungefähr 10 Minuten, mittlerweile stehen so ca. 16 - 17 € auf der Uhr. Die African Queen pöbelt lautstark rum und weigert sich zu zahlen. Ich hatte die Faxen dicke und habe wegen der 3 € Differenz die Polizei gerufen! Der Beamte hatte zwar Verständnis für mich, meinte aber, ich müsse am Zielort das Taxameter sofort ausschalten, das fällige Trinkgeld sei eine freiwillige Leistung des Kunden (klar). Der Beamte hat ein bischen den Moderator gespielt, und ich habe mich dann mit 15 € zufriedengegeben.

Nicht dass jetzt jemand denkt, dass ich fürs Ausladen von normalem Gepäck irgendeine Art von extra Entlohnung erwarte!

Der Wagen war bis unters Dach voll mit Gegenständen jeglicher Grösse, das Entladen hat 10 Minuten gedauert. Den Zeitaufwand will ich bezahlt haben oder liege ich da völlig falsch?

Die Hamburger Taxenordnung sagt einerseits:

§9.1 Taxameter ist nach Erreichen des Fahrziels unverzüglich auf Kasse zu schalten (sonst Ordnungswidrigkeit)

und andererseits:

§2.2 Das Wartegeld wird für jede ... Stillstandzeit erhoben, die während der Inanspruchnahme der Taxe entsteht ...

Eine übermässige Dauer des Entladevorgangs ist für mich eine "Inanspruchnahme derTaxe", deshalb fühle ich mich im Recht. Wie seht ihr das?


volker

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Beitrag von pl » 11.11.2007, 23:36

Ich weiß jetzt grad nicht, wo's steht, aber der Polizist hat recht.
Ich hätt solche Tour gar nicht erst gefahren.
Wir sind in der Personenbeförderung tätig und nicht im Güterverkehr.
Das ist kein Gepäck, hier steht der Warentransport im Vordergrund. Man könnte vielleicht einen Preis für eine Botenfahrt aushandeln...

--pl.

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fraber
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Beitrag von fraber » 11.11.2007, 23:58

Wenn Du die Tour fahren willst, dann musst Du die Uhr nach Erreichen der Bestelladresse einschalten und nach Erreichen der Zieladresse ausschalten. Den Rest (Gelaber um den Fahrpreis z.B.) musst Du einfach durchstehen, verlangt die HH Taxenordnung. Kleiner Trost - Einladen dauert in der Regel länger als Ausladen.

Wenn Du keinen Bock auf solche Tour (massenweise Krempel, Kleinteile, Taschen und Tüten oder auch Sperrmüll) hast oder einfach was Besseres zu tun, dann lehne unter Hinweis auf die Gefährdung des Betriebes (Ladungssicherung, herumfliegende Teile) einfach ab.

Das Geschimpfe geht dann links rein/rechts raus oder umgekehrt.

Trinkgelder allerdings sind nicht nur bei Schwarzafrikanern (eh nicht die Wohlhabendsten) sondern z.B. auch bei allen Skandinaviern unbekannt, nur mal so nebenbei bemerkt.

Powerdriver

Beitrag von Powerdriver » 12.11.2007, 07:31

fraber hat geschrieben:
Trinkgelder allerdings sind nicht nur bei Schwarzafrikanern (eh nicht die Wohlhabendsten) sondern z.B. auch bei allen Skandinaviern unbekannt, nur mal so nebenbei bemerkt.
Dass Skandinavier kein Trinkgeld geben, ist falsch.

Kombitouren bzw. auch sonstige Fahrten mit Gepäck:
Die Uhr ist erst nach dem Beladen einzuschalten und bereits vor dem Ausladen auszuschalten.

Schwarzafrikaner:
Diese Bevölkerungsgruppe neigt sogar dazu, den ausgewiesenen Fahrpreis runterzuhandeln.
10,20 laut Uhr. Der Zwanni rückt zu mir rüber. "Komm, gibst Du mir 10 zurück."
Selbstverständlich habe ich ihm, allein schon aus dem Prinzip heraus, abgezählt 9,80 Euro rausgegeben - ohne Rücksicht auf meinen weiteren Wechselgeldbestand !

q

Beitrag von q » 12.11.2007, 21:12

Danke erst mal für die Antworten!

Ich gehe davon aus, dass die Bestimmung, das Taxameter am Zielort unverzüglich auf Kasse zu schalten, für die "normale" Tour gedacht ist: Kunde bezahlt, dann werden die üblichen Utensilien des modernen Menschen ausgeladen (Koffer, Einkaufstüten, Gehwagen, Rollstuhl, Ikea-Regale, ...) und fertig.

Für zeitaufwändige weitere Aktionen am Zielort gilt für mich §2.2 der Hamburger Taxenordnung
§2.2 Das Wartegeld wird für jede ... Stillstandzeit erhoben, die während der Inanspruchnahme der Taxe entsteht ...
Da es Fahrgastgruppen gibt, die man diesbezüglich mit 100%iger Sicherheit einschätzen kann, werde ich bei denen in Zukunft schonmal vor dem Einladen daraufhinweisen und ggf. wieder wegfahren.

volker

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gringo
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Beitrag von gringo » 12.11.2007, 23:54

Powerdriver hat geschrieben:Kombitouren bzw. auch sonstige Fahrten mit Gepäck:
Die Uhr ist erst nach dem Beladen einzuschalten und bereits vor dem Ausladen auszuschalten.
Das mag in Düsseldorf gelten.

In Hamburg gilt laut Taxenordnung:

Der Fahrpreisanzeiger ist nach Abfahrt der Taxe, im Falle einer Bestellfahrt nach Eintreffen am Bestellort, jedoch nicht vor dem vereinbartem Zeitpunkt, einzuschalten. Wird die bestellte Taxe nicht in Anspruch genommen, so ist von der Bestellerin oder vom Besteller der Betrag zu entrichten, der zum Zeitpunkt der Stornierung des Auftrages vom Fahrpreisanzeiger angezeigt wird (Grundpreis und gegebenenfalls entstandenes Wartegeld). Nach Erreichen des Fahrziels ist der Fahrpreisanzeiger auf „Kasse“ zu schalten.
Powerdriver hat geschrieben:Schwarzafrikaner:
Diese Bevölkerungsgruppe neigt sogar dazu, den ausgewiesenen Fahrpreis runterzuhandeln.
Reine Pauschalisierung! Ist falsch. Manche geben Trinkgelder, manche nicht. Manche handeln manche nicht, egal welche Nationalität oder Hautfarbe.
xi hat geschrieben:Da es Fahrgastgruppen gibt, die man diesbezüglich mit 100%iger Sicherheit einschätzen kann, werde ich bei denen in Zukunft schonmal vor dem Einladen daraufhinweisen und ggf. wieder wegfahren.
Das interessante am Taxifahren ist, daß man das gerade nicht 100%ig einschätzen kann. Man erlebt immer wieder Überraschungen, positiv wie auch negativ.
Gerade deshalb immer vorher mit dem Fahrgast über die Bedingungen reden.

Solange meine Taxe benutzt wird, läuft die Uhr! Punkt aus.
Bei "Gütertransporten" wird der Kunde darüber vorher informiert.

Was lernen wir daraus?
Immer vorher mit dem Fahrgast sprechen!
StGB §328 Abs 2.3 Mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.

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wolli
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Beitrag von wolli » 13.11.2007, 00:30

gringo hat geschrieben:
Powerdriver hat geschrieben:Schwarzafrikaner:
Diese Bevölkerungsgruppe neigt sogar dazu, den ausgewiesenen Fahrpreis runterzuhandeln.
Reine Pauschalisierung! Ist falsch. Manche geben Trinkgelder, manche nicht. Manche handeln manche nicht, egal welche Nationalität oder Hautfarbe.
xi hat geschrieben:Da es Fahrgastgruppen gibt, die man diesbezüglich mit 100%iger Sicherheit einschätzen kann, werde ich bei denen in Zukunft schonmal vor dem Einladen daraufhinweisen und ggf. wieder wegfahren.
Das interessante am Taxifahren ist, daß man das gerade nicht 100%ig einschätzen kann. Man erlebt immer wieder Überraschungen, positiv wie auch negativ.
Gerade deshalb immer vorher mit dem Fahrgast über die Bedingungen reden.
( vor allem, wenn man eine andere auslegung der bedingungen, die man zugrunde legt, erwartet! )

ansonsten kann man dem auch ohne spezielle kenntnisse der gepflogenheiten in Hamburg oder Düsseldorf nur voll zustimmen, gringo! :wink:
hast du grün-weiss-rot in sicht, ruder mittschiffs, augen dicht!

Powerdriver

Beitrag von Powerdriver » 13.11.2007, 07:35

gringo hat geschrieben:
Powerdriver hat geschrieben:Schwarzafrikaner:
Diese Bevölkerungsgruppe neigt sogar dazu, den ausgewiesenen Fahrpreis runterzuhandeln.
Reine Pauschalisierung! Ist falsch. Manche geben Trinkgelder, manche nicht. Manche handeln manche nicht, egal welche Nationalität oder Hautfarbe.
Falsch !
Maximal 3 % der Schwarzafrikaner geben Tip.

Das ist pauschal - nach 30jähriger Erfahrung.

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Otto126
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Beitrag von Otto126 » 13.11.2007, 10:38

Im Normalfall würde ich davon ausgehen, dass sie es nicht so dicke haben. Da habe ich kein Problem damit, für die Fahrt zum Asylbewerberheim mal einen Euro abzuschreiben oder auf den Euro für das Fahrrad zu verzichten.

Da, wo du siehst, dass sie es dicke haben, kannst du auch von dem Bewusstsein und der Einstellung ausgehen, dass grundsätzlich Europa Afrika etwas schuldet und nicht umgekehrt.

Außerdem gehört Handeln anderswo einfach dazu, das ist auch ein kulturelles Missverständnis. Die Sache mit dem geeichten Taxameter, das sich zudem bei Fahrtantritt von selbst einschaltet, hat sich noch nicht bis überall herumgesprochen. Selbst in unseren Gefilden nicht.

Wenn jemand unbedingt mit mir handeln will, fange ich eh so hoch an, dass wir uns dort treffen, wo der Wecker am Ende der Fahrt sowieso ungefähr steht.

Schau dir die französische Episode von "Night on Earth" an. Als schwarzer Taxifahrer hat man's in Paris auch nicht leicht.

ps ich finde §2.2 der Hamburger Taxenordnung gerechtfertigt!
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."

Wat woll'n die Atzen eigentlich von mir?

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Hundskugel
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Beitrag von Hundskugel » 13.11.2007, 17:43

" Kombi-Tour mit viel Gerümpel - wann muss die Uhr ausgeschaltet werden? "
Bei Ankunft ausschalten. / meine Meinung /

" Taxameter zeigt 13,30 €, ich lade den ganzen Krempel wieder aus, dann gehts ans Bezahlen: Klar, ein "normaler" Kunde hätte jetzt für mein Bemühen ein mehr oder weniger üppiges Trinkgeld springen lassen, aber diese Kundin versuchte doch tatsächlich mich auf 13,00 € runterzuhandeln! "

Lieber 30 Cent minus als 10 Minuten Streit.

" Am Zielort angekommen lasse ich das Taxameter jetzt weiterlaufen. Die Kundin protestiert, ich bestehe darauf dass sie erstmal den Wagen leerräumt. Das ganze dauert ungefähr 10 Minuten, mittlerweile stehen so ca. 16 - 17 € auf der Uhr. Die African Queen pöbelt lautstark rum und weigert sich zu zahlen. Ich hatte die Faxen dicke und habe wegen der 3 € Differenz die Polizei gerufen! Der Beamte hatte zwar Verständnis für mich, meinte aber, ich müsse am Zielort das Taxameter sofort ausschalten, das fällige Trinkgeld sei eine freiwillige Leistung des Kunden (klar). Der Beamte hat ein bischen den Moderator gespielt, und ich habe mich dann mit 15 € zufriedengegeben. "

Dann rechnen wir mal: 10 Minuten Entladung + 10 Min. bis die Polizei aufkreuzt / und dann waren sie aber extrem schnell / = 20 Minuten. Und das alles für -2 Euro /minus 2/, da du statt 17 nur 15 bekommen hast.

" Wie seht ihr das? "

Nicht zu empfehlen !!!
:lol: :lol: :lol:

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yellow
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Beitrag von yellow » 13.11.2007, 18:49

Endlich mal wieder eine interessante Fragestellung !

Warum soll ein Taxifahrer eigentlich 10 Minuten sein Taxi zur Verfügung stellen, ohne entsprechendes Entgelt ?
Gerade für diese Fälle ist die Wartezeit ja vorgesehen.
Lediglich Bezahlvorgang, Aussteigen und ev. Gepäck aus dem Kofferraum reichen ist im Beförderungspreis enthalten.
Man muss Vorschriften immer nach ihrem Sinn und Zweck auslegen - genau das würde ein Richter im Streitfall auch tun.
Allerdings könnte er natürlich bemängeln, dass der Kunde nicht vorher über die zusätzlichen Kosten aufgeklärt wurde.

Ich hatte einen ähnlichen Fall - eine Art Umzug - , zufälligerweise auch mit einer Schwarzafrikanerin ( die selbe ? :P ).
Auch ich habe für diese Dame ca. 10 Minuten umsonst gearbeitet, indem ich die Sachen auch noch bis ins Treppenhaus getragen habe.
Trinkgeld Null, Gemecker über den Fahrpreis.

Vor dem Jüngsten Gericht werde ich diesen Vorfall als Beweis meiner grenzenlosen Gutmütigkeit vortragen um meine anderen Sünden in einem besseren Licht darzustellen.

Ansonsten mache ich solche Touren nicht mehr ohne vorher das finanzielle abzuklären - und bei bestimmten Personenkreisen verlange ich Vorkasse.
Ob ich das darf oder nicht ist mir schnurzpiepe.

q

Beitrag von q » 13.11.2007, 20:49

Dann rechnen wir mal: 10 Minuten Entladung + 10 Min. bis die Polizei aufkreuzt / und dann waren sie aber extrem schnell / = 20 Minuten. Und das alles für -2 Euro /minus 2/, da du statt 17 nur 15 bekommen hast.

" Wie seht ihr das? "

Nicht zu empfehlen !!!
Hier ging es ums Prinzip. Ich hätte zur Not auch 10 Stunden auf die Polizei gewartet.


Mit dem "vorher abklären" ist das so eine Sache. Wenn mich ein Kunde bittet beim Ein- und Ausladen behilflich zu sein, die Sachen vielleicht noch zur Tür zu tragen oder sogar in den 5. Stock, dann verlasse ich mich normalerweise darauf, dass man für diese Dienstleistung freiwillig ein paar zusätzliche Euronen auf den Tisch legt. Da im Vorwege die finanziellen Dinge zu klären, finde ich ein wenig unhöflich. Aber bei einigen gehts wohl nicht anders.


Kulturelles Missverständniss? Es waren zwei ca. 8-10 Jahre alte Kinder dabei, die perfekt Deutsch sprachen. Also leben die Leute wohl schon länger in Deutschland. Männer habe ich keine dabei gesehen. Das sind wahrscheinlich ganz arme Schweine: Taxifahrer in Hamburg oder so.


volker

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gringo
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Beitrag von gringo » 14.11.2007, 00:39

Otto126 hat geschrieben:Wenn jemand unbedingt mit mir handeln will, fange ich eh so hoch an, dass wir uns dort treffen, wo der Wecker am Ende der Fahrt sowieso ungefähr steht.
So isses. Habe auch schon einmal einen viel günstigeren Preis auf der Uhr gehabt, als der Kunde barsch vorgab: "Ich zahle maximal 15 €!!!" Der Preis war dann später so weit unten wie die Kinnlade des Kunden. (11€) "So wenig habe ich ja noch nie bezahlt!"
Wahrscheinlich schlechte Erfahrungen gemacht
Otto126 hat geschrieben:ich finde §2.2 der Hamburger Taxenordnung gerechtfertigt!
Dieser besagt: "Der Grundpreis für jede Fahrt beträgt 2,40 Euro"
oder meinst Du §2.7 ???
pl hat geschrieben:............Das ist kein Gepäck, hier steht der Warentransport im Vordergrund.
Man könnte vielleicht einen Preis für eine Botenfahrt aushandeln...
Den braucht man gar nicht aushandeln.
Jede größere Zentrale hat eine Kurierpreisliste mit zu bezahlenden Zwischenstops, einen meist höheren Grundpreis und natürlich den zu berechnenden Wartezeiten und 19% obendrauf. Das kann dann schon mal empfindlich teurer werden als eine "normale" Taxifahrt. Einfach dem Kunden vorher unter die Nase halten.
Wenn mich ein Umzugstransporteur netterweise mitfahren läßt, komme ich ja auch nicht auf die Idee den jeweils gültigen Taxitarif zugrunde zu legen.
Insofern hat der Polizist nicht recht.
Zuletzt geändert von gringo am 14.11.2007, 01:01, insgesamt 2-mal geändert.
StGB §328 Abs 2.3 Mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.

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Beitrag von gringo » 14.11.2007, 00:48

@otto
Ich habs selber schon beim Nachlesen gesehen. Du meinst §2.4. War ganz oben falsch angegeben bei xi
StGB §328 Abs 2.3 Mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.

Powerdriver

Beitrag von Powerdriver » 14.11.2007, 07:28

Wie wäre es denn mal, den Dienstleistungsgedanken in den Vordergrund zu rücken ??

Dieser ist den meisten Usern hier leider abhanden gekommen.

:evil: :twisted:

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Otto126
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Beitrag von Otto126 » 14.11.2007, 09:39

Powerdriver hat geschrieben:Wie wäre es denn mal, den Dienstleistungsgedanken in den Vordergrund zu rücken ??
Dieser ist den meisten Usern hier leider abhanden gekommen.
So ein Unsinn!

Man sollte den Aspekt der Personenbeförderung als Priorität im Auge behalten. Darum geht es im Wesentlichen und alle Sonderleistungen müssen auch gesondert bezahlt werden.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."

Wat woll'n die Atzen eigentlich von mir?

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Beitrag von q » 14.11.2007, 14:08

Ja war ein Fehler meinerseits, gemeint war §2.4

@Powerdriver: Ich glaube nicht, dass ich ein Dienstleistungsverweigerer bin, wenn ich für das Be- und Entladen einer Kombitaxe mit Sperrmüll zumindest die Be- und Entladezeit als Wartezeit bezahlt haben möchte.


volker
Zuletzt geändert von q am 15.11.2007, 00:31, insgesamt 1-mal geändert.

Gus
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Beitrag von Gus » 14.11.2007, 15:45

Vor kurzem habe ich mal eine volle Plattenkiste ungefähr 100 Meter vom Wagen zur Wohnung in den zweiten Stock geschleppt. Die Fahrt kostet 13,70 € und es gab 15 Euro. Während der Fahrt meinte die Dame, dass sie wegen der Schlepperei immer Tringeld geben würde und es überhaupt nicht verstünde, wieso sie, mit Ansage, dass Gepäck dabei sei, häufig auf einen Wagen warten müsse. Zumal sie als Gastronomin jeden Tag Wagen für ihre Gäste bestellen würde. Am Ziel und ausser Puste im zweiten Stock angelangt, fragte sie mich, ob ich nun auch zu den Verweigerern zählen würde. Daraufhin antwortete ich nichts mehr.
Wenn ich so etwas erlebe, frage ich mich manchmal schon, was andere Leute so denken, ob sie überhaupt denken. Ich sage den Leuten nicht, dass ich dafür ne "markfuffig" haben will, wenn ich ein paar Minuten unterwegs bin, um eine recht schwere Plattenkiste und ein paar Tüten vor die Wohnung zu stellen, gehört bei Stammgästen, hm, mit zum Service. Die meisten wissen es auch zu schätzen und geben dann genug Tip. Aber Leute, die dies nicht zu würdigen wissen, sollen sich halt nicht wundern, wenn kaum ein Kutscher sie dann noch fährt, wenns mal wieder was zu schleppen gibt!

PS: Vor sieben, acht Jahren habe ich in einem anderen Tarifgebiet für ein skandinavisches Möbelhaus einen großen Schrank (im Omega Kombi) transportiert, die Tour war nicht schlecht. Beim Kunden angekommen, sagte der mir, dass er einen Bandscheibenvorfall hätte, was wohl auch so war. Zum Glück konnte mir sein Sohn beim transportieren der Schrankwände in den dritten Stock behilflich sein. Taxen sind halt günstiger als selber Leute loszuschicken, .... .

Taxi-Stoffel
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Beitrag von Taxi-Stoffel » 14.11.2007, 22:09

hi

ich bin jetzt mit den ganzen paragraphen nicht so bewandert, aber hier bei uns in regensburg kann mann pro gepäckstück im kofferraum einen zuschlag von 0,50 euro drücken; gibt es das bei euch nicht; ich denke, wenn du den zuschlag gedrückt hättest, könnte die dame nichts dagegen ausrichten, weil es ja zum gültigen tarif gehört und du dadurch im recht bist; fairerweise kann man ja nur für die größeren sachen drücken und lässt die kleinen so mitlaufen;

stoffel

Powerdriver

Beitrag von Powerdriver » 15.11.2007, 07:24

Gus hat geschrieben:Vor kurzem habe ich mal eine volle Plattenkiste ungefähr 100 Meter vom Wagen zur Wohnung in den zweiten Stock geschleppt. Die Fahrt kostet 13,70 € und es gab 15 Euro. Während der Fahrt meinte die Dame, dass sie wegen der Schlepperei immer Tringeld geben würde und es überhaupt nicht verstünde, wieso sie, mit Ansage, dass Gepäck dabei sei, häufig auf einen Wagen warten müsse. Zumal sie als Gastronomin jeden Tag Wagen für ihre Gäste bestellen würde. Am Ziel und ausser Puste im zweiten Stock angelangt, fragte sie mich, ob ich nun auch zu den Verweigerern zählen würde. Daraufhin antwortete ich nichts mehr.
Wenn ich so etwas erlebe, frage ich mich manchmal schon, was andere Leute so denken, ob sie überhaupt denken. Ich sage den Leuten nicht, dass ich dafür ne "markfuffig" haben will, wenn ich ein paar Minuten unterwegs bin, um eine recht schwere Plattenkiste und ein paar Tüten vor die Wohnung zu stellen, gehört bei Stammgästen, hm, mit zum Service. Die meisten wissen es auch zu schätzen und geben dann genug Tip. Aber Leute, die dies nicht zu würdigen wissen, sollen sich halt nicht wundern, wenn kaum ein Kutscher sie dann noch fährt, wenns mal wieder was zu schleppen gibt!

PS: Vor sieben, acht Jahren habe ich in einem anderen Tarifgebiet für ein skandinavisches Möbelhaus einen großen Schrank (im Omega Kombi) transportiert, die Tour war nicht schlecht. Beim Kunden angekommen, sagte der mir, dass er einen Bandscheibenvorfall hätte, was wohl auch so war. Zum Glück konnte mir sein Sohn beim transportieren der Schrankwände in den dritten Stock behilflich sein. Taxen sind halt günstiger als selber Leute loszuschicken, .... .
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