Ferien und Feiertage = Umsatzkiller

Verlagerung der Postengespäche in das Internet.
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C.L.
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Ferien und Feiertage = Umsatzkiller

Beitrag von C.L. » 19.07.2007, 18:24

Hallo an alle,
heute will ich mal aufzeigen, wieviel Geld dem Taxengewerbe durch die Lappen geht, weil es in jedem Kalendermonat Ferien und Feiertage gibt, die den Umsatz im Mikrokosmos "Taxi" nachhaltig schrumpfen lassen.

Das mache natürlich aus aktuellen Anlass, der Ferienbeginn in Hamburg hat das Taggeschäft quasi komplett zum erliegen gebracht. Die Einnahme, die sonst ja nur so eben reicht, um den Kopf über Wasser zu halten, ist mal eben um 20% geschrumpft.

Fangen wir an mit dem Januar : Dort beginnt das Geschäft tendenziell erst in der zweiten Woche, vorher sind Ferien. Bleiben von 23 Werktagen noch 18, um Umsatz zu machen.
Im Februar sind gar keine Ferien in Hamburg, trotzdem bremst der Karneval im Grossraum Köln das Taggeschäft bei uns nachhaltig aus. Aus diesem Gebiet (mit Umland geschätzte 5 Mio. Menschen) kommt niemand geschäftlich nach Hamburg und auch von Hamburg muss niemand dorthin, weil man sich dort 2 Wochen komplett frei nimmt. Somit rechne ich von 20 Werktagen 10 mit Umsatzausfall.
Im März hat dann Hamburg Osterferien, die eigentlich Skiferien heissen müßten, weil Ostern ja erst im April ist. Da Taxikunden tendenziell zu den Besserverdienern in unserer Stadt gehören wird Urlaub mit der Familie gemacht. Von 22 Werktagen laufen somit 10 mehr schlecht als recht.
Der April ist fast ein normaler Monat, lediglich die Woche vor und nach Ostern ist etwas holperig. Bleiben aber immerhin von 20 Werktagen 17 die brauchbar sind.
Der Mai ist aber wieder ein Monat, der so seine Tücken hat. Feiertag am 01.Mai, gern genommen mit einem Brückentag, 5 Tage Pfingstferien und der Pfingstmontag als verlängertes Wochenende. Bleiben von 23 Werktagen noch 15, die normal laufen sollten.
Obwohl im Juni in Hamburg noch keine Sommerferien sind, hat bereits am 21.06. Nordrhein Westfalen eben diese bekommen. Und prompt verlängern sich die Wartezeiten am Flughafen erheblich. Nun haben wir Juli und in Hamburg haben auch die grossen Ferien begonnen. Auf Grund des geschmeidigen Verkehrsaufkommens würde ich vermuten 30% der Bevölkerung sind weg. Da kann an sich vorstellen wie sich der Umsatz entwickelt hat.

Ich möchte hier jetzt keine Diskussion darüber, ob man nicht zwingend immer dann fahren sollte, wenn auch etwas Nachfrage da ist. Es gibt Kollegen mit Beziehung, Freundeskreis und Familie, die ihr Leben nicht komplett auf Taxinachfrage abstimmen können. Und sicher ist eine keine Freude 4 Tagschichten jede Woche im Jahr mit 2 Nachtschichten zu kombinieren. Wer das tut wird seine Gründe haben und zwar hohe betriebliche + private Kosten.
Fakt ist leider auch, das die Kollegen in den "normalen" Schichten nicht solche Umsätze fahren, das sie in den Ferien gelassen entgegen blicken könnten. Offenbar können es sich die meisten Taxler weder erlauben in diesen Zeiten die Taxi im Keller zu lassen, noch diese Zeiten zu nutzen, um selber Urlaub zu machen. Im Juli könnten wir in Hamburg auch mit der halben Taxizahl (1800 Wagen) gut die restlichen Kunden bedienen.

Gruß C.L.
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Beitrag von Holgi » 19.07.2007, 18:46

Alle Jahre wieder! :wink: :)
Sprich nur dann, wenn Du etwas Wertvolleres zu
sagen hast als Dein Schweigen!

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Beitrag von N8tfahrer » 20.07.2007, 02:15

Auch auf die Gefahr hin das du mir demnächst wieder den Kopf wäscht (denk an die Lehrer)....Ferien sind doch was schönes ....20 % weniger Individualverkehr....noch mehr Zeit zum Quatschen mit Kollegas.....ein schönes ausgedehntes Sonnenbad auf´m Acker und mehr Zeit für die Freundin. Ist das nix !?!
Sind sie das Taxi ? ............NEIN, Der Fahrer !
Das müssen sie doch wissen, sie sind doch der Taxifahrer !

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C.L.
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Beitrag von C.L. » 20.07.2007, 16:05

Hey Kauleiste,
deinen Kopf sollte man nicht waschen, sondern abreissen :lol: :shock:

Ich muss das leider so sehen : In den 120 Schichten, die ich bis zum Sommerloch gefahren habe, konnte ich keine Rücklagen für die kommenden Wochen bilden. Ich konnte von den Einnahmen betriebliche- und private Kosten bezahlen und Ende.
Das scheint ja fast allen Kollegas so zu gehen, weil trotz erhebhlich weniger Fahrten die Posten voll wie eh und je sind.

Frage an euch : Wieviel Geld müßte man in diesen 5,5 Monaten zurücklegen, will man 4 Wochen die Taxi stehen lassen und in den Urlaub fahren ?
Bin gespannt auf eure Rechenkünste.

Gruß C.L.
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Beitrag von pl » 20.07.2007, 17:59

Da gibts nicht viel zu rechnen: 4 Wochenumsätze.
Man spart zwar variable Kfz-Kosten, aber die verbrät man sicherlich im Urlaub.

--pl.

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yellow
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Beitrag von yellow » 20.07.2007, 22:00

Auf die Gefahr hin, dass mir der Kopf gewaschen und hinterher auch noch abgerissen wird :
Hanza hat bis jetzt im Juli 17 % ( in Worten SIEBZEHN) Zuwachs an Touren gegenüber dem Vorjahr.
Das liegt an der gestiegenen Attraktivität Hamburgs für den Tourismus. Die Hotels sind gut belegt und die Stadt ist voller Touristen.
Die Bestellungen von den Hotels sind stark angestiegen....und mittlerweile bestellen die ja fast alle bei uns.

Kann sein, dass man das am Flieger nicht mitbekommt.

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Beitrag von fraber » 20.07.2007, 23:11

Bislang kann ich den Umsatzkiller Sommerferien nicht ausmachen. In der vergangenen Woche (also seit Ferienbeginn Do. 19.07.2007) habe ich in 4 Schichten á 9 Stunden einen Umsatz von EUR 23,38/Std. zzgl. Trinkgeld.

Jetzt weiß ich natürlich, dass die bitteren Wochen (die 3. + 4. Ferienwoche) noch bevorstehen. Aber selbst bei minus 20 % wären das dann noch ca. EUR 18,70/Std. zzgl. Trinkgeld.

Damit kann ich trotz meiner ggü. dem Autorufer/Wandsbeker/Grauper geringeren Umsatzbeteiligung leben.

Allerdings MUSS ich dafür ein Firmenschildchen tragen.

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Beitrag von nowhereman » 21.07.2007, 08:52

"gestern hatte ich so viel..." "heute hab ich so viel"..."morgen werde ich wohl nur..." ...ständige wasserstandsmeldungen halte ich für ein symptom "taxlerischer" unreife 8)
"Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?".(B. Brecht)

"Die Herren machen das selber, dass ihnen der arme Mann feind wird." (Thomas Müntzer)

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Beitrag von der Bunte » 21.07.2007, 11:25

so siehts aus @nowhereman....die einzelne schicht ist nicht das papier wert auf dem sie steht ;-) am ende des monats wird abgerechnet........

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C.L.
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Beitrag von C.L. » 21.07.2007, 17:20

Hallo,
ich werde weiterhin versuchen objektiv zu bleiben.
zuerst mal muss man ja wohl zwischen Tag-, Nacht- und Wochenend Nachtschicht sowie der Frage Funk oder nicht Funk differenzieren.

Selbst wenn der Hanza diese Tourensteigerungen im Juli hatte (was mir Kollegen dort in der letzten Woche ganz sicher nicht bestätigen konnten) betrifft das gerade mal 20% des gesamten Hamburger Gewerbes. 600 Hanzis und 130 311`stehen 2800 andere Taxen gegenüber, deren Stundenumsatz zwischen 10 und max. 15 € pendelt. Das ist im Juli 2007 genauso zu wenig, wie im Rest des Jahres.

Frabers Zahlen klingen für mich dabei relativ einleuchtend. Der Junge ist eine klassische 4 Nächte die Woche Heizdüse. Er hat Freitag und Samstag Nacht bei der Harley Days kräftig abgebissen, fährt dazu am Donnerstag in der brauchbaren Zeit von 16 - 1 Uhr nachts und am Sonntag noch ein bißchen Taschengeld. Ich hoffe für deine Kollegen, das Finanzamt nimmt deine Zahlenspielereien nicht zu ernst, würde das doch bedeuten jeder 211 Wagen müßte mindestens satte 50.000 € Umsatz in den Büchern haben. Sobald Fahrer ins Spiel kommen werden die 100.000 € Umsatz in jedem Fall geknackt. Ich habe am HD Wochenende lieber mit einem Bier in der Hand zugesehen, wie andere ihren Hinterreifen weggeburnt haben. Dafür mußte ich diese Woche schwer büßen und bekomme hier noch nicht einmal etwas Zuspruch :(

Auch mit den Touristen, die unsere Umsätze wahnwitzig nach oben bringen , habe ich so meine Schwierigkeiten. Meine Erfahrung ist die, dass 80% der Touris natürlich zu Fuss unterwegs sind, oder die Öffis verwenden. Und wenn dann doch mal so jemand meine Taxi entert kann ich kaum darauf hoffen, das er weiter als einen Steinwurf mit mir fährt.

Gut finde ich den Begriff "Wasserstandsmeldungen". Bezogen auf die Sommerferien muss ich leider konstatieren, das ich letzte Woche ganz klar ein U Boot gewesen bin.

Gruß C.L.
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Beitrag von pl » 21.07.2007, 17:45

Hanza hat bis jetzt im Juli 17 % ( in Worten SIEBZEHN) Zuwachs an Touren gegenüber dem Vorjahr.
Das muß eine statistische Verzerrung sein.

Die Zahlen, die ich erinnere, liegen für dieses Jahr etwa auf Vorjahresniveau, die von April, die ich hier noch nachlesen kann, sogar leicht darunter. Die Zahlen sind von euch selbst.

Ich war schon am grübeln, warum ihr nicht mehr wachst...

--pl.

Poorboy
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Beitrag von Poorboy » 22.07.2007, 05:15

@ C.L. und den bunten Neuunternehmer,

als Selbständige solltet ihr euch angewöhnen, nur noch in Quartalen zu denken.


Poorboy

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Beitrag von der Clown » 22.07.2007, 12:53

@CL
frag Dich doch einmal, ob Taxifahren für Dich der richtige Job ist. Du bist selbstständig und erwartest normale Arbeitszeiten? Wenn Du in einem Doppelverdienerhaushalt lebst, kannst Du diese Arbeitsauffassung ruhig besitzen. Ansonsten solltest Du Dich eher mal nach der Nachfrage ausrichten. Wie hier schon erwähnt wurde sind die Ergebnisse nach einem Monat, nach einem Quartal oder nach einem Jahr wichtig. Und wenn man es bis zu den Sommerferien definitiv nicht schafft sein Geld einzufahren, dann muß halt nachgelegt werden. Schlagermove, Harley Days, Welt Astra Tag, CSD und das Alstervergnügen sind ja nur ein paar Termine, um sich während des Sommers über Wasser halten zu können. Genauere Infos findest Du u.a. hier http://www.hamburg-magazin.de/ak_strassenfeste.htm Wenn Du dazu noch den Begriff Ledertreffen 2007 in eine Suchmaschine eingibst, stößt Du auf folgende Seite http://www.spike-hamburg.com/deu/2-0-ledertreffen.htm Als ehemaliger Nachtfahrer kann ich Deine Einstellung bezogen auf die sozialen Kontakte und dem eigenen Biorhythmus verstehen. Wenn Du aber von Deiner Selbstständigkeit den überwiegenden oder sogar den ganzen Teil Deiner bzw. Eurer Kosten bestreiten mußt, solltest auf jeden Fall Deine Arbeitszeit nach dem Kundenverhalten ausrichten. Ansonsten verhälst Du Dich wie die Feuerwehr, die im Falle eines Feuers sagt:" Nö außerhalb unserer Arbeitszeiten, aber legen Sie noch ein bißchen
Holz nach, damit wir Montagfrüh nicht umsonst zu Ihnen kommen werden."

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yellow
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Beitrag von yellow » 22.07.2007, 13:25

@ pl
Die Zahlen sind korrekt, allerdings hochgerechnet - der Juli ist ja auch noch nicht zuende.

Ich hatte auch nur vom Juli gesprochen - als direkte Antwort auf das Wehklagen von C.L.

Der Tourismus in Hamburg boomt, das ist eine Tatsache. An jeder Ecke ist in den letzten Jahren ein neues Hotel entstanden - das bleibt doch nicht ohne positive Auswirkungen auf das Taxengeschäft.

Das selbe gilt für den Messestandort Hamburg, das Kreuzfahrt-Terminal usw.

Ich bin davon überzeugt, dass der Tourismus dafür sorgt, dass die bisher recht unattraktiven Sommermonate in der Zukunft eine bessere Auslastung bringen.

Ansonsten sind unsere Steigerungszahlen so schlecht nicht :
Januar + 0,80 %
Februar + 4,96 %
März - 3,29 %
April - 1,74 %
Mai + 4,47 %
Juni + 11,15 %
Juli + 17 % (hochgerechnet)

Und gemeckert wird sowieso - auch beim Hanza - , da kannst du gerne mal versuchen d a g e g e n etwas zu unternehmen.
Du wirst kläglich scheitern.

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Beitrag von pl » 22.07.2007, 13:46

Und gemeckert wird sowieso - auch beim Hanza - , da kannst du gerne mal versuchen d a g e g e n etwas zu unternehmen.
Du wirst kläglich scheitern.
Da hast du zweifellos recht.

--pl.

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Beitrag von der Bunte » 22.07.2007, 15:04

@poorboy zum einen , bin ich "noch" fahrer , zum anderen, muss ich als sogenannter "neukonzessionär" z.b. meine vorsteueranmeldung monatlich machen....aber danke für die nett gemeinte klugscheisserei ;-)

@c.l....... der clown hat es ein bissl blumig ausgedrückt, aber prinzipiell hat er vollkommen recht !!!!

wann wird denn hauptsächlich taxi gefahren....???? ausserhalb der "normalen" arbeitszeiten .....ergo ist auch in diesen zeiten das geschäft=umsatz am besten als langjähriger funkfahrer sind das die zeiten, von 4-6 uhr , von ca 7-10 uhr und von ca 16-20 uhr , dann nochmal von 22-01 uhr !!!!! wer immer nur rumnöhlt , und keinen bock oder keine möglichkeiten hat, wenigstens einen teil dieser zeiten mitzunehmen, der sollte sich grundsätzlich fragen, ob dieses gewerbe der richtige ort für ihn ist !!!! (die zeiten bezogen sich auf die schichten in der woche, am WE sieht das nochmal ein bissl anders aus in HH)

die alternative zum fahren in den umsatzstarken zeiten bedeuten eben....lange standzeiten, und niedrige umsätze......

ich kann auch nicht verstehen, warum du dich einem funkanschluss so verweigerst @c.l. als graupe musst du natürlich dahin wo es wehtut, voll in den schei....verkehr , als funkfahrer weiche ich schonmal aus in die randgebiete, wo man in druckzeiten durchaus auch sein geld fährt, nur eben nicht 5x4,50 mit nerverei und stau ohne ende, sondern eben entspannt das gleiche mit weniger stress und entspannt ;-) und wenn man dann zurück in das chaos muss, dann kostet es den kunden eben nen zwanni , weil man sich weit genug entfernt hat ;-)

du argumentierst ja eigentlich sehr sachlich und differenziert, aber irgendwie lese ich bei dir immer zwischen den zeilen.... ich will ohne funk, MO-FR von 7-17 uhr klarkommen...das wird (ausgenommen von wenigen glücksschichten) langfristig nie passieren, da musst du dir was anderes suchen.......

ich will dich damit wirklich nicht angreifen @c.l. diese umstände passen mir auch nicht immer, ABER ich kann im grossen und ganzen damit leben!!!! wenn ich davon so angepi...t wäre wie einige es hier scheinbar sind, dann würde ich mir nen anderen job suchen....

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Beitrag von C.L. » 23.07.2007, 00:43

Hallo Bunter,
ich denke vom Grundsatz hier liegen wir beide nicht sonderlich weit auseinander. Das trifft eigentlich auch auf fast alle anderen Kollegen zu, die hier unterwegs sind. Wer hätte nicht gern in jeder Schicht noch einmal 50 € on top ? Ihr seit der Meinung diese 50 € gibt es nur wenn man statt 10 Stunden 12-14 Stunden auf der Straße ist und ich denke die BSU steht in der Pflicht auf die Ergebnisse des Gutachten mit Fahrzeugabbau zu reagieren und uns praxisnahe Tarife zu genehmigen.

Das mit dem Funk ist natürlich eine Sache des Rechnens. Von den vier Zentralen in Hamburg kann man drei auf sicher vergessen. Bleibt also eine Zentrale, die aktuell nicht wirklich attraktive Modalitäten anbietet. Da stimmt meiner Ansicht nach das Verhältnis von Rechten und Pflichten nicht so ganz, um es mal vorsichtig zu formulieren. Zudem geht es ja nicht nur um 200 € Funkbeitrag im Monat, sondern um weitere Details wie Vertragsausfertigung, Funkgerät, Einlagen und zuletzt Kosten für die Anfahrt zum Kunden, die komplett an mir backen bleibt, oder aber die Problematik von Fehltouren, die mir zu meiner Funkzeit mächtig auf die Nüsse gegangen ist. Der erste Schritt mich zu einer Funkteilnahme zu motivieren wäre sicherlich den Kunden an diesen Kosten zu beteiligen. Das ist nicht in Sicht und somit habe ich keine Bereitschaft hier zu investieren. Zudem kenne ich die Umsatzdetails des Gutachtens. Eine 08/15 Funktaxi fährt 2 € mehr die Stunde als eine Graupe. Das ist ja nur schlecht.

Letztlich fahre ich meine Schicht und nach 10 Stunden fahre ich nach Hause. Wenn dann die Einnahme nicht stimmt (so wie letzte Woche) ist das bedauerlich aber kein Grund Stunden anhängen zu müssen. Und wenigstens das finde ich gut.

Gruß C.L.
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Beitrag von der Bunte » 23.07.2007, 18:37

also, eins möchte ich noch mal grundsätzlich klarstellen..... meine 12-14 std schichten, kann ich nach mittlerweile gut 15 jahren als kutscher, an 2 händen abzählen !!!! und das waren dann mit sicherheit irgendwelche november-nachtschichten, in denen es eben brummte wie die hölle !!!!

ich kenne definitiv keinen einzigen funkfahrer, der regelmäßig solche horrorschichten abreisst !!! (mag vielleicht daran liegen, dass ich überwiegend hanzels kenne ;-) )

und sag mal....kosten für die anfahrt zum kunden ????????

um es mit deinen worten zu sagen....vorsichtig formuliert, hast du eine etwas merkwürdige sicht der dinge !!! meinst du ernsthaft , wenn ich morgens um 5 eine anfahrt von sagen wir 3 km zum kunden habe, um ihn dann für ca 30.- € zum flieger zu fahren....dass sich das nicht rechnet ??????? alle achtung, das muss ich erstmal verdauen.....ich habe es an anderer stelle schonmal gesagt, ich halte den tarif als solches für absolut kostendeckend, wir reden hier doch immer nur über die mangelnde auslastung, das sind meines erachtens absolut zwei verschiedene paar schuhe !!!!

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Beitrag von pinto » 24.07.2007, 01:32

ich kenne definitiv keinen einzigen funkfahrer, der regelmäßig solche horrorschichten abreisst !!! (mag vielleicht daran liegen, dass ich überwiegend hanzels kenne
ohh ich kenne einige :D

wir sprechen uns wenn du dann mal 1 jahr selbständig bist

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gringo
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Beitrag von gringo » 24.07.2007, 02:13

C.L. hat geschrieben:.......................und zuletzt Kosten für die Anfahrt zum Kunden, die komplett an mir backen bleibt, oder aber die Problematik von Fehltouren, die mir zu meiner Funkzeit mächtig auf die Nüsse gegangen ist.
Hallo C.L.
Meiner Ansicht nach sind Fehltouren keine große Problematik beim Funkfahren, obwohl ich ein Allesannehmer bin, auch Handy und Telefonzelle.
Meine persönliche Dauerstatistik bringt mich nie über den Wert 1,5 FT/Schicht. Ein Schicht dauert bei mir (ausser SO) immer 12Std..

@Der Bunte: Ja, Bunter regelmäßig 12 Std. und für mich absolut kein Horror. :twisted:

C.L., Lass für Dich bei Deinen 10Std. Schichten einfach Handy und Telefonzelle weg,
dann wirst Du mit Sicherheit unter 1FT/SCHICHT im Durchschnitt liegen.
Deshalb ist dies aus meiner Sicht kein Argument um auf Funk zu verzichten.
Hinzu kommt, das Du Deine 1.Position nicht verlierst und die Du bei "RICHTIGEN! Funkzentrale auch in andere Funkposten mitnehmen kannst. Oftmals ist der nächste Auftrag sofort da.

Gruß gringo
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