Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Die Zukunft der Personenbeförderung.
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Scotty6986
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Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von Scotty6986 » 25.06.2023, 16:05

Wir schauen uns aktuell um, haben absolut noch keine Ahnung, suchen nach Erfahrung, Zahlen, Fakten. Da wird ab 2025 nur noch E-Taxen zulassen dürfen, brauchen wir zumindest einmal eine Idee, auf die wir im Bedarfsfall zurückgreifen können. Mercedes fällt schon mal weg. BMW, Volvo ebenfalls. Wir brauchen echte Reichweite 400km minimum.

Als Einstieg schmeiße ich den ID.4 aufm Markt, Sinnvoll?: https://www.grosskundenzentrum-hamburg. ... 5-EALw_wcB

Lasst uns drüber Sprechen!
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Grüße Scotty

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von LRKN » 25.06.2023, 16:26

1. Was ist der Preisrahmen?
2. Irgendwelche Vorbehaltet gegen irgendwelche Marken/Herkunftsländer?
3. Bestimmter Fahrzeugtyp?

Grundsätzlich Möglich:
Tesla 3/Y
Skoda Enyak/VW ID4
Renault Megane E-Tech
Kia Niro/EV6
Hyundai Ioniq
MG 5 (Kombi aber wahrscheinlich unter 400km Reichweite)
BYD Atto 3

Diese sollten alle mind. 400 km Reichweite haben wenn sie entsprechend konfiguriert sind und größtenteils im städtischen Verkehr bewegt werden. Wenn du primär mit 200km/h über die Autobahn heizt, dann wird keiner 400 km erreichen.

Scotty6986
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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von Scotty6986 » 25.06.2023, 16:45

Preisrahmen bis 50.000€ Brutto, eigentlich vorbehalte nur gegen Mercedes, BMW, Volvo; da diese echt Preise jenseits von gut und böse aufrufen. Die fangen erst bei 77.000€ an.
Kombi ist wichtig, Profil Hamburger Innenstadt mit drei Schichten, 20-22 Stunden Auslastung.

Die Frage ist ja, welches dieser Modelle stellt sich am Effektivsten raus. Was sind die Kinderkrankheiten, worauf sollte man unbedingt achten, was auf jeden Fall vermeiden?
Grüße Scotty

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von LRKN » 25.06.2023, 17:19

Scotty6986 hat geschrieben: ↑
25.06.2023, 16:45
Preisrahmen bis 50.000€ Brutto, eigentlich vorbehalte nur gegen Mercedes, BMW, Volvo; da diese echt Preise jenseits von gut und böse aufrufen. Die fangen erst bei 77.000€ an.
Kombi ist wichtig, Profil Hamburger Innenstadt mit drei Schichten, 20-22 Stunden Auslastung.

Die Frage ist ja, welches dieser Modelle stellt sich am Effektivsten raus. Was sind die Kinderkrankheiten, worauf sollte man unbedingt achten, was auf jeden Fall vermeiden?
Bei dem Profil wäre es wichtig, dass der Wagen möglichst schnell mit Wechselstrom lädt. Wenn du nur 2-4 Stunden wirkliche Ruhezeit hast, dann muss er entweder dauernd an einen Gleichstrom-Schnelllader, was dauerhaft schlecht für die Batterie ist, wenig verfügbar innerhalb der Stadt ist und teurer ist. Die öffentlichen Wechselstromlader in Hamburg liefern bis zu 22kw/h. Wenn dein Taxi dann auch 22kw/h aufnehmen kann, dann lädt er in den 2-4 Stunden auch wieder voll. Problem ist nur, dass die wenigsten E-Autos 22kw/h nehmen können. Die meisten nehmen 11kw/h. Einige lassen sich gegen Aufpreis aufrüsten. Mir ist das aber im Moment nicht bekannt welche Fahrzeuge 22 kw/h nehmen können. Der ID4 und Tesla 3/Y können nur 11kw/h.

Wie gesagt alternativ gibt es auch 50kw/h Gleichstromlader. Aber die sind selten und gerne kaputt weil der Hersteller schei.ße gebaut hat. Die werden aber gerade getauscht und die neuen können dann auch 150kw/h soweit ich weiß.

Auf der Tesla Webseite gibt es immer sofort verfügbare Fahrzeuge. Da gibt es z.Zt. ein Modell Y für 46.000€ inkl. MwSt. und 450km Reichweite.

Grundregel für Effizient:
1. Kleine Reifen (19 Zoll) oder kleiner verwenden
2. Immer die maximale Rekuperation einstellen
3. Im Winter die "Standheizung" nutzen wenn das Auto noch angesteckt ist
4. Falls nicht Standard: Wärmepumpe mit bestellen
5. Pausen machen und dabei Aufladen (Schnelllader)
Zuletzt geändert von LRKN am 25.06.2023, 17:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von Scotty6986 » 25.06.2023, 17:29

Die Frage ist ja, wer stellt sich Freiwillig 2-4 Stunden am Tag an die Ladestation? Das ist Zeit die bezahlt werden muss, abgesehen davon dass dies freiwillig kein Mitarbeiter mitmacht.
Irgendwo 20-30 Minuten Pause maximal, da gesucht werden müsste, bei ner 7 Stunden Schicht sind nicht mehr Pausen drin. Dazu kommt, dass an Taxihalteplätzen keine Lademöglichkeiten vorhanden sind. D.h. der Zeitaufwand eine freie Ladesäule zu finden, ist höher als der Zeitaufwand fürs eigentliche Laden.
Zuletzt geändert von Scotty6986 am 25.06.2023, 17:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von LRKN » 25.06.2023, 17:34

Scotty6986 hat geschrieben: ↑
25.06.2023, 17:29
Die Frage ist ja, wer stellt sich Freiwillig 2-4 Stunden am Tag an die Ladestation? Das ist Zeit die bezahlt werden muss, abgesehen davon dass dies freiwillig kein Mitarbeiter mitmacht.
Ok ich dachte die 2-4 Stunden sind eine Unterbrechung zwischen 2 Schichten. Also z.B. Fahrer A hört und 2 Uhr nachts auf und der nächste kommt um 5 Uhr oder so. Wenn ihr wirklich ohne Unterbrechung von Fahrer zu Fahrer wechselt, muss halt jeder seine Pausenzeiten auch machen. Jeder macht 30 Min Pause an einem Schnelllader und dann lädt er in der Zeit wieder auf. Alles machbar.....

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von Scotty6986 » 25.06.2023, 17:50

Ja ist richtig, die Spätschicht macht meistens zwischen 01-03 Uhr Feierabend und der nächste kommt dann um 4:30-5 Uhr. Nur setzt dies ja vorraus, dass an der Basis ein Lader vorhanden ist. Das ist natürlich nicht der Fall. Ansonsten müsste die Spätschicht das Taxi an einem Schnelllader abstellen und mit dem Taxi zur Basis fahren um den eigenen PKW abzuholen.

Die 30 Minuten Pause gehen ja auch nur auf, wenn sofort irgendwo ein Schnellader frei ist. Das wird in Hamburg schnell zum Spießroutenlauf. Wenn dann noch die GesamtReichweite unter 400 Km ist, wirds richtig eng, da ist man dann schon im Bereich, lukrative Fernfahrten ablehnen zu müssen weil die Reichweite nicht mehr reicht mit 120 Km Rest. Das heißt in 20 Minuten lassen sich E-Fahrzeuge nicht fast wieder voll laden? Also 80% müssten doch erreichbar sein oder nicht? Viele Werben im TV immer damit. Ansonsten macht das als Taxi ja absolut keinen Sinn.
Zuletzt geändert von Scotty6986 am 25.06.2023, 18:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von LRKN » 25.06.2023, 21:31

Scotty6986 hat geschrieben: ↑
25.06.2023, 17:50
Ja ist richtig, die Spätschicht macht meistens zwischen 01-03 Uhr Feierabend und der nächste kommt dann um 4:30-5 Uhr. Nur setzt dies ja vorraus, dass an der Basis ein Lader vorhanden ist. Das ist natürlich nicht der Fall. Ansonsten müsste die Spätschicht das Taxi an einem Schnelllader abstellen und mit dem Taxi zur Basis fahren um den eigenen PKW abzuholen.

Die 30 Minuten Pause gehen ja auch nur auf, wenn sofort irgendwo ein Schnellader frei ist. Das wird in Hamburg schnell zum Spießroutenlauf. Wenn dann noch die GesamtReichweite unter 400 Km ist, wirds richtig eng, da ist man dann schon im Bereich, lukrative Fernfahrten ablehnen zu müssen weil die Reichweite nicht mehr reicht mit 120 Km Rest. Das heißt in 20 Minuten lassen sich E-Fahrzeuge nicht fast wieder voll laden? Also 80% müssten doch erreichbar sein oder nicht? Viele Werben im TV immer damit. Ansonsten macht das als Taxi ja absolut keinen Sinn.
Mit Basis meinst du ein Betriebshof wo die Taxis abgestellt werden? Dann beauftragt man einen Elektriker entsprechende Ladestationen zu montieren.

Ja es gibt nicht viele Schnelllader in Hamburg. Das ist ein Problem. Aber wenn ein Taxi 3 Stunden mit 11kw laden kann, sind das immerhin 150-200km. Der Rest muss dann in den Pausen geladen werden. Man kann übrigens auch ohne Pause laden. Am Alsterdorfer Markt sammeln sich beim Lader alle E-Taxis und warten dort auf Flughafentouren während sie laden.

Auch auf Fernfahrten kann man zur Not an einen Schnelllader ranfahren. Auch mit Fahrgast. Dann lädt man dort eben mal 15-20 Minuten und geht ein Kaffee trinken oder auf Klo. Das kann man dem Fahrgast auch zumuten....

Wieviel du in 20 Minuten lädst ist abhängig von der Ladesäule und vom Fahrzeug.

Jede Ladesäule hat eine maximale Ladekapazität. Die "Schnelllader", die bis jetzt in HH angeboten wurden konnten nur 50kw/h. Das war vor 10 Jahren viel. Heute ist es lächerlich wenig. Wie gesagt, die werden gerade in 150kw/h Lader getauscht.

Beim Fahrzeug ist es abhängig von wieviel Strom er laden kann, wieviel Strom du schon im Akku hast und die Temperatur vom Akku. Jedes Fahrzeug hat eine maximale Ladegeschwindigkeit. Ein VW ID4 kann 120 oder 130 kw/h aufnehmen glaube ich. Das aber nur im Bereich von 5-40%. Über 40% wird die Ladeleistung dann kontinuierlich weniger um den Akku nicht zu überlasten. Im Bereich 70-80% kann er dann nur noch so um die 80kw/h aufnehmen. Ab 80% wird es dann nochmal weniger. Deswegen macht es eigentlich nie Sinn den Wagen wirklich auf 100% zu bringen. Wenn du auch im Winter den Wagen über Nacht auskühlen lässt, kann der Akku auch nur wenig Ladeleistung aufnehmen. Er muss dann erst warm werden. Da ihr den Wagen nicht wirklich auskühlen lässt und man in der Regel nicht nach dem losfahren aufladen muss, sollte es bei euch kein Problem sein.

Also gehen wir davon aus du fährst mit einem Akkustand von 20% an eine 150kw/h Ladestation und willst bis 80% laden, dann brauchst du mit einem 77kw ID4 also 46,2 kw um auf 80% zu kommen. Du lädst im Schnitt mit 100kw/h was dann 28 Minuten Ladezeit bedeutet.

Hast du ein Kia EV6 kann er mit 230kw/h laden. An einem 150kw/h Lader bringt dir das kein großem Vorteil gegenüber dem ID4. Vielleicht 4-5 Minuten. Aber an der Autobahn mit 250kw/h Ladern bist du 10-15 Minuten schneller.

Also für dich: 11kw/h Lader in der Basis installieren lassen, Dort in 3 Stunden 33kw laden. Die Fahrer an Schnellladern pause machen und in ruhigen Phasen auch mal auf einem Fahrgast (Funk) an einer Ladesäule warten.

Man hat sich in 1-2 Wochen daran gewöhnt.

(Und irgendwann wird es eine Ladeinfrastruktur auch an den Taxiposten geben.)

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von Scotty6986 » 25.06.2023, 22:29

Hier sollte aber dann seitens der Behörden nochmal an den Klauseln der illegalen Bereitstellung gefeilt werden. Wer als Taxe nämlich an einem anderen Ort als an Halteplätzen Bereitstellt, verstößt nämlich genau dagegen. Ich traue den Behörden eher die Kontrollen dessen zu, als eine Änderung dieser Regelung.

Das installieren einer Ladestation in der Base ist keine Option. Wir haben nur dieses eine Auto, und Kabeltrommeln ausm dem Dritten Stock bis in die Tiefgarage hängen, sieht der Vermieter nicht gern. :D

Der KIA EV6 macht mir im Gesamtpaket einen guten Eindruck. Werd den mal Probefahren. Was mich nur interessiert, lässt es sich auch genau so Wirtschaftlich fahren wie mit einem Diesel?
Nach meinen ersten Berechnungen, war das Elektrofahrzeug auf 100Km sogar 4€ teurer, ausgehend von einem Schnellladepreis von 0,79 Cent/KWh. Diesel kosten uns 100Km 9,75€, Strom bei einem Verbrauch von 17Kw/100Km 13,43€ wenn diese schnell geladen werden sollen. Dies ist natürlich dann nicht wirtschaftlich, geht man noch vom höheren Anschaffungspreis der Taxe aus.
Langsamer und somit billiger für die Hälfte laden, würde aber die Kündigung einer Schicht bedeuten. Wie also diese Ideologie am besten Wirtschaftlich betreiben? Muss das perfekte Fahrzeug dafür nicht erst noch erfunden, oder Staatlich subventioniert werden? Das Programm wurde 2021 viel zu früh eingestellt. Jetzt wo man es am meisten benötigt, gibt es nichts mehr.

Drum frage ich mich allen ernstes, warum ausgerechnet unser sowieso schon durch die Corona Krise Geschädigtes Gewerbe, hier diesem wilkürlich- und ideologischen Experiment ausgesetzt werden muss, welches viele Taxenbetriebe nicht überleben werden. Ich kann mir schon vorstellen, dass 10-20% Arbeitszeit Einbußen sind nur wegen der Ladegeschichte. 10-20% Umsatzverlust in Zeiten der Inflation, können einem nun den letzten Gnadenstoß geben. Die wenigsten haben überhaupt die Überbrückungshilfen endgültig zurück gezahlt.
Wieso also fängt man nicht erst im öffentlichen Dienst bei den Dienstwagen der Polizei oder KTW/RTW an, dessen Polster deutlich dicker ist, wenn man tiefer fällt? Das habe ich bis heute nicht verstanden. Zumal es nicht einmal einen Zweck erfüllt, bei den Taxen anzufangen. Ist es nicht eher so, dass wir nun als Beta und Langzeittester hinhalten sollen, weil wir billiges Personal für die Automobilbranche sind? Uns kann man schnell und gut verheizen, und findet immer wieder neue Dussel.

Aktuell macht nur Hamburg bei diesem Krams mit, Deutschland hat ohnehin nur einen Gesamtanteil von 2% am CO2. Brechen wir das nun mal auf die Taxen in Hamburg herunter, sind wir im 11 Stelligen Komma Bereich. Aber gut, man wird sich fügen müssen. Immerhin leben wir inzwischen wieder in einer Diktatur, das vergesse ich gerne.

Jedenfalls werden ein paar Fahrzeuge nun Probegefahren, mal schauen welches Model man ins Auge fassen kann. Der Kia macht immerhin schon einen guten Gesamteindruck.
Zuletzt geändert von Scotty6986 am 25.06.2023, 22:31, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von LRKN » 26.06.2023, 11:19

Scotty6986 hat geschrieben: ↑
25.06.2023, 22:29
Hier sollte aber dann seitens der Behörden nochmal an den Klauseln der illegalen Bereitstellung gefeilt werden. Wer als Taxe nämlich an einem anderen Ort als an Halteplätzen Bereitstellt, verstößt nämlich genau dagegen. Ich traue den Behörden eher die Kontrollen dessen zu, als eine Änderung dieser Regelung.
Mir ist kein Fall bekannt, dass ein E-Taxi Fahrer wegen illegaler Bereitstellung an einer Ladesäule angezeigt wurde. Aber grundsätzlich hast du recht, dass diese Klausel für E-Taxis angepasst werden sollte.
Das installieren einer Ladestation in der Base ist keine Option. Wir haben nur dieses eine Auto, und Kabeltrommeln ausm dem Dritten Stock bis in die Tiefgarage hängen, sieht der Vermieter nicht gern. :D
Du hast ein Rechtsanspruch auf die Installation einer Wallbox in der Tiefgarage. Kosten musst du übernehmen. Die meisten Vermieter wissen eigentlich auch selber, dass sie um den Aufbau einer Ladeinfrastruktur nicht herum kommen. Meine Erfahrung ist, dass die dafür offener sind, als du glaubst.
Der KIA EV6 macht mir im Gesamtpaket einen guten Eindruck. Werd den mal Probefahren. Was mich nur interessiert, lässt es sich auch genau so Wirtschaftlich fahren wie mit einem Diesel?
Nach meinen ersten Berechnungen, war das Elektrofahrzeug auf 100Km sogar 4€ teurer, ausgehend von einem Schnellladepreis von 0,79 Cent/KWh. Diesel kosten uns 100Km 9,75€, Strom bei einem Verbrauch von 17Kw/100Km 13,43€ wenn diese schnell geladen werden sollen. Dies ist natürlich dann nicht wirtschaftlich, geht man noch vom höheren Anschaffungspreis der Taxe aus.
Ja das laden an einem Schnelllader ist immer die teuerste Variante. Es gibt aber auch die Möglichkeit Tankkarten für Vielfahrer zu besorgen. Dann wird der kw/h Preis günstiger. Z.B. der EnBW Ladetarif L, da kostet das Laden zwischen 40 und 50 Cent pro kw/h.

Und wenn du nur 9,75€ für 100km mit Diesel berechnest, dann sind das 6L/100km was meiner Erfahrung nach eher sehr selten erreicht wird. Schon ein Hochsommertag mit Klimaanlage treibt den Verbrauch doch hoch oder?

Außerdem musst du auch folgendes Beachten bei der Wirtschaftlichkeit:
1. Langfristig wird der Dieselpreis eher steigen. Der niedrigere Steuersatz für Diesel wird sicherlich irgendwann gekippt und der CO2 Preis wird weiter steigen.
2. Ein E-Auto hat weniger Bauteile, die kaputt gehen können. Daher ist er auch weniger Reparaturanfällig, hat somit weniger Verdienstausfälle durch rumstehen in Werkstätten und ist dadurch auch wirtschaftlicher.
3. Du hast wesentlich geringere Kosten für Bremsverschleiß, weil du primär mit der Rekuperation bremst. Es gibt Taxis die sind 100.000km mit einer Bremsscheibe und -beläge gefahren.
Wieso also fängt man nicht erst im öffentlichen Dienst bei den Dienstwagen der Polizei oder KTW/RTW an, dessen Polster deutlich dicker ist, wenn man tiefer fällt? Das habe ich bis heute nicht verstanden. Zumal es nicht einmal einen Zweck erfüllt, bei den Taxen anzufangen. Ist es nicht eher so, dass wir nun als Beta und Langzeittester hinhalten sollen, weil wir billiges Personal für die Automobilbranche sind? Uns kann man schnell und gut verheizen, und findet immer wieder neue Dussel.
1. Das einführen von E-Taxis macht am allermeisten Sinn. Hoher Kilometerschnitt pro Jahr in dichtbesiedelten Städten. Mit der Umrüstung von 3000 Taxis sparst du das gleiche ein, wie wenn du 20.000 private Diesel umrüstest. Und es geht nicht nur um CO2 sondern auch um die Schadstoffe, die Dieselfahrzeuge produzieren. E-Autos produzieren den Dreck nicht und daher macht es auch in der Hinsicht Sinn das Diesel-Taxis verboten werden.
2. E-Autos sind ausgereift. Elektromotoren gibt es seit über 100 Jahren. Li-Ionen Batterien seit den 70er Jahren. In Amerika fahren Tesla Taxis mit über 100.000 Meilen rum.

Scotty6986
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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von Scotty6986 » 26.06.2023, 22:31

Moderne Diesel mit Euro 6DTemp, sind sauberer als Benziner. Schadstoffe kommen aus einem Diesel kaum mehr heraus. Das vorweg.

Interessant ist doch, dass wir die E-Taxen zu den Kreuzfahrtterminals Rübershutteln, und die Leute vom Dreckigen Kreuzfahrtschiff MSC Niveau runterholen, damit die sich einen auf ihre Grüne Rübe runterholen. Welch Irrsinn. Oder wieso verlegen wir den Flughafen nicht endlich nach außerhalb, weil die Last der Flugzeuge und dessen Kerosin undenkbar hoch ist? Keine Spur davon. WIR mit 2800 Autos, werden nichts am Schadstoffausstoß oder CO2 Austoß ändern, bei 1,9 Mio gemeldeten Fahrzeugen in HH. Absolut nicht Messbar. Wer dies Schafft, bekommt von mir ein Eis. Hier wird eine Ideologie verfolgt und man braucht für die Lobby billige Tester und Opfer. Das ist alles. Hamburg fängt hier eben an.

Selbst wenn ich am Tag nur 30 Min laden muss, was zugegeben sehr unrealistisch ist bei 3 Schichten, und mir am Tag dadurch "Nur" eine 20€ Fahrt durch die Lappen geht, sind das im Jahr schon 7000,- € bei 350 Tagen. In 3 Jahren schon 21.000€, usw. Das ganze meinetwegen halbiert, da man nicht jeden Tag eine Fahrt verliert.
Aber ich verliere dennoch in jedem Fall.
Es geht mir ums Prinzip. Viele andere Unternehmen sind genau so Qualifiziert dieses Experiment zu wagen, machen sie aber nicht. Aus gründen der Wirtschaftlichkeit. Selbst die Deutsche Post hat wieder zurück gerudert und viele E-Lieferwagen zurück geben müssen und ist zum Diesel T6 zurück. Auch Amazon fährt noch nicht überwiegend Elektrisch, habe das Lager in Kaltenkirchen direkt nebenan, Montag Morgens blockieren Zig Lieferwagen die Tanke. Amazon, ein Multimillarden Unternehmen will sich darauf nicht einlassen. Wieso also wir armen Taxler die ohnhin schon am Hungertod nagen? Wenn der Staat dies unbedingt will, soll er es doch bitte auch selbst zahlen, bzw. dauerhaft subventionieren. 50% Kostenübernahme oder Whatever. So, ist das nur Last Man Standing und man macht es Großen wie Uber und Moja nur noch leichter uns von den Straßen zu verdrängen, weil irgendwann das Angebot fehlt.

Man wird mit diesem diktatorischen Vorgehen, 1500-2000 Taxis von Hamburgs Straßen verdrängen, ergo weil sich dieses kein Kleinunternehmer leisten kann.

Was ich glaube, dass die Wartung geringer ausfällt. Das ist richtig und gut so.

Wir liegen im Monatsschnitt bei 6,5 Litern Diesel auf 100Km, aufgeteilt auf 3 Schichten. Dank Mildhybrid ist der 220D extrem Sparsam. Auch hier wird viel Rekuperiert und wir fuhren die ersten Bremsen 83.000 Km. ( Wurden gerade erst vor 2 Wochen gemacht ).

Die Sicherheit dass der Strompreis Stabil bleibt, haben wir aber ebenfalls nicht. Wenn nun ein harter Winter kommt, wird dieser wieder auf bis das doppelte ansteigen, ziemlich sicher sogar.
Dies ist aber bei Diesel, Benzin ebenfalls nicht vorhersehbar. Von daher zählt das jetzt mal nicht.
Zuletzt geändert von Scotty6986 am 26.06.2023, 22:40, insgesamt 4-mal geändert.
Grüße Scotty

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von LRKN » 28.06.2023, 09:49

Scotty6986 hat geschrieben: ↑
26.06.2023, 22:31
Moderne Diesel mit Euro 6DTemp, sind sauberer als Benziner. Schadstoffe kommen aus einem Diesel kaum mehr heraus. Das vorweg.
Lüge.
1. 6Dtemp Diesel sind nur solange sauber bis sie ihren Filter reinigen müssen. Wenn sie den Ruß aus den Partikelfiltern rausbrennen, erzeugen sie mehr Feinstaub, als sie laut Grenzwert verursachen dürften. Das passiert alle 400-500 km.
2. 6Dtemp Diesel produzieren im Normalbetrieb 80mg/NOx pro km. Ein E-Taxi produziert 0 mg/km
3. Wenn 6Dtemp Diesel so sauber sind, dann leg dir doch mal einen Schlauch vom Auspuff in den Innenraum. Wenn die Diesel so sauber sind, dann hast du sicherlich keine Probleme es selber einzuatmen. Ansonsten: selber die Abgase nicht einatmen wollen aber den Mitmenschen diese Abgase zumuten ist ok?
4. Nicht jeder Diesel ist 6dtemp.
WIR mit 2800 Autos, werden nichts am Schadstoffausstoß oder CO2 Austoß ändern, bei 1,9 Mio gemeldeten Fahrzeugen in HH. Absolut nicht Messbar.
"Wir" produzieren bei 100.000km Laufleistung und 8L Verbrauch immerhin 50 Mio. Tonnen CO2. In HH sind es keine 1,9 Mio Fahrzeuge. Es sind 787.000 PKW. Diese produzieren bei 10.000 km Laufleistung und 8l Verbrauch um die 1.600 Mio. Tonnen CO2. Also Taxis sind 0,003% aller PKW in HH und produzieren 3% vom CO2. Funfact: 50 Mio Tonnen sind mehr als die Länder Tuvalu und Nauru 2015 zusammen produziert haben.
Selbst wenn ich am Tag nur 30 Min laden muss, was zugegeben sehr unrealistisch ist bei 3 Schichten, und mir am Tag dadurch "Nur" eine 20€ Fahrt durch die Lappen geht, sind das im Jahr schon 7000,- € bei 350 Tagen. In 3 Jahren schon 21.000€, usw. Das ganze meinetwegen halbiert, da man nicht jeden Tag eine Fahrt verliert.
Aber ich verliere dennoch in jedem Fall.
Wenn jeder Taxifahrer laden muss, dann gleicht es sich wieder aus. Es ist nur dann ein Nachteil wenn Taxi A nicht laden muss und dann die 20€ Tour fährt und Taxi B muss laden. Wenn aber Taxi A auch laden muss fährt dann Taxi B in der Zeit eine andere 20€ Tour
Rechenbeispiel:
Nehmen wir an es gibt 3000 Taxis, alles Diesel, alle 12h 2-Mann Schichtbetrieb ohne Pausen. Dann sind zu jeder Zeit 3000 Taxis im Angebot. Nehmen wir weiter an dass jeden Tag 300.000€ Umsatz (12500€/h) im Taxigewerbe gemacht wird. Also macht jedes Taxi 100€ Umsatz pro Tag oder 4,16€/h
Auf einem Schlag werden alle Diesel Taxis auf E-Taxis umgebaut. Und gehen wir mal davon aus, dass aus technischen Gründen alle E-Taxis 8 Stunden laden müssen.
Das heißt aus einem 12h 2-Mann-Schichten werden 8h 2-Mann-Schichten. Das heißt rechnerisch sind zu jedem Zeitpunkt nur noch 2000 Taxis verfügbar. Die Nachfrage wird sich nicht ändern und bleibt somit bei 300.000€ Gesamtumsatz pro Tag. Da es aber nur 2000 Taxis im Wettbewerb gibt, steigt der Stundenumsatz auf 6,25€ und bei 16h Einsatzzeit sind das dann wieder 100€/tag.

Es wird nur solange ein Nachteil geben, solange Diesel und E-Taxis gleichzeitig unterwegs sind. Das wird in 5 Jahren aber vorbei sein. In Zukunft wird es ein Nachteil für Taxis die, wie bei euch, im Dauerbetrieb sind. Alleinfahrerende Taxifahrer, die dann über Nacht laden können werden davon profitieren. Alleinfahrer können günstiger Laden, müssen weniger Zwischenladen und haben grundsätzlich weniger Wettbewerb auf der Straße während die 3-Schichten Taxis zwischenladen müssen.

Scotty6986
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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von Scotty6986 » 28.06.2023, 10:23

Du meinst also, wenn wir am Tag 4 Stunden weniger Fahren, können wir den Fehlenden Umsatz kompensieren in dem wir dann plötzlich am Tag unsere Durchschnitsgeschwindigkeit von 20 auf 35 kmh erhöhen und die Fahrten die nun liegen geblieben sind durch Minderangebot, schneller abarbeiten? Sorry, da ist ein Fehler in deiner Rechnung. Wir können trotzdem nur einen Auftrag pro Stunde fahren. Schneller bist du in Großstadt Hamburg einfach nicht. Mir geht es doch auch nicht um den Konkurrenzkampf mit den anderen Taxen. Mir ist es doch egal was der andere macht. Ich mache doch am Tag weniger Umsatz weil ich Zeit beim laden verliere, und dieses Geld gibt mir der Staat nicht zurück. Im gegenteil, die Stunde die Mitarbeiter Schulze an Ladesäule verbringt, muss ich ihm trotzdem 12€ die Stunde zahlen. Pause machen ist auch klar, aber ob 45 Minuten reichen, um die unten stehende Auflistung abzuarbeiten? Hmm... Zwei Minuten Tanken sehen da anders aus. Wenn Herr Meier mit seinem Diesel in der Zeit wo ich lade, meine Touren fährt, ist das zwar unfair, aber nicht das Problem. Auch wenn nachher alle Elektro fahren, ist man weniger auf der Straße. Und nur auf der Straße generieren wir Geld. Auch wenn die Nachfrage gleich bleibt, so können wir diese nicht bedienen oder fahren am Tag einfach weniger ein. Wie schon gesagt, ich müsste dann in 8 Stunden ja viel schneller fahren können oder die Fahrten abbarbeiten. Das funktioniert nicht.

Das mit den Abgaswerten ist in einer Gegenüberstellung der LKW, Kreuzfahrtschiffe, Flugzeuge etc. dennoch nicht mal ein tropfen auf den heißen Stein. Auch wenn du das richtig rechnest, werden wir die Welt nicht retten können. Wir gehen vielleicht mit gutem Beispiel voran ( auf Kosten vieler Unternehmer), aber die Pleiten vieler rettet auch nicht die Welt. Und nur weil wir hier richtig rechnen, tragen wir unseren Grünwahn noch immer auf dem Rücken anderer, ärmerer Länder aus. Das heißt, wir verlagern das Co2 was wir hier einsparen, in andere Länder damit wir hier grün rechnen können, das geht so auch nicht auf, denn wir haben ein Welt Klima und kein Deutschland Klima. Es ist keine imaginäre Wand an der Landesgrenze, und das ist IMMER der Fehler den alle beim denken machen. Das war auch bei Corona so. An der Landesgrenze konnte man in Bahn, Bus, Flugzeug die Maske abnehmen und der Virus ist Brav zurück gefahren/geflogen und blieb in Deutschland. Irrsinn den es nur bei uns gab. Jetzt kommt die Antwort, ja aber einer muss ja den Anfang machen und zeigen wies geht. Ja! Ganz richtig! Aber doch bitte nicht die, die ohnehin schon Unternehmen an der Armutsgrenze Betreiben. Es gibt viele Multimillarden und Millionen Betriebe wo man dieses Modell zuerst umsetzen könnte um zu sehen, ob dies Erfolg hat. Wiegesagt, einige Unternehmen sind schon zurück gerudert, weil die Fahrzeuge zu lange Standzeiten haben. ( DHL, Post, UPS, Kurriere allgemein)

Ich wehre mich nicht gegen Fortschritt, aber sehe dennoch das man nicht das gleiche verdienen kann wie jetzt noch. Da der Umsatz jetzt schon katastrophal ist, und kaum für den Mindestlohn reicht, sehe ich ein Problem.

Von 80 geplanten Ladesäulen in HH für Taxen, sind bisher grad 6 installiert. Davon die Hälfte defekt. Sprich, nicht nur Zeit durchs laden geht verloren, nein, ich muss

A: eine Stadtrundfahrt einplanen um eine Ladesäule zu suchen, die Apps sind nicht Up to Date, bzw. man macht sich auf den Weg dort hin, kommt ein anderer zuerst.
B: Diese muss also frei sein
C: Diese muss funktionieren
D: Darf nicht mehr als 40 Cent /kwH kosten
E: muss schnell laden.

passt nur EINER dieser aufgezählten Dinge nicht, verliere ich nochmals extremst viel mehr Zeit=Geld, in der ich eigentlich Fahrgäste befördern könnte/müsste. Eine freie Tankstelle wo ich mal schnell 20 Liter tanken kann in 2 Minuten, finde ich immer.

Es tut mir leid, ich sehe im E Taxi aktuell noch keinen MEHRWERT. Man könnte einen sanfteren übergang mit anderen PKW schaffen. Die Infrastruktur erstmal zuende bauen, bis dies realistisch funktioniert, dann eine E Taxi Pflicht einführen. 2030. Ja. Nicht 2025 wo in Hamburg einfach noch nichts richtig funktioniert.

Aber eins ist auch klar: Dadurch das viele viele viele kleine Taxenbetriebe aufgeben, werden nur noch 1000 Dosen auf Hamburgs Straßen übrig bleiben, die sich dann bei gleicher Nachfrage vor Aufträgen kaum retten können, diese dann aber nicht abgefahren kriegen. Ergo: Die FG laufen zur Konkuren wegen zu langen Wartezeiten. Denn die Durchschnittsgeschwindigkeit eine Tour abzuarbeiten, ist und bleibt immer gleich. 18-22 Kmh sind es im Schnitt Abends nach der Schicht immer. Nur ein Hubschrauber könnte dies beschleunigen.
Zuletzt geändert von Scotty6986 am 28.06.2023, 10:28, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße Scotty

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von RaimundHH » 29.06.2023, 13:18

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von RaimundHH » 29.06.2023, 13:26

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ ... is106.html

zeigt die Problematik ganz gut. Lief auch im Hamburger Journal

RaimundHH
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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von RaimundHH » 29.06.2023, 13:26

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von LRKN » 30.06.2023, 12:43

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von LRKN » 30.06.2023, 12:45

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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von LRKN » 30.06.2023, 12:45

Scotty6986 hat geschrieben: ↑
28.06.2023, 10:23
Du meinst also, wenn wir am Tag 4 Stunden weniger Fahren, können wir den Fehlenden Umsatz kompensieren in dem wir dann plötzlich am Tag unsere Durchschnitsgeschwindigkeit von 20 auf 35 kmh erhöhen und die Fahrten die nun liegen geblieben sind durch Minderangebot, schneller abarbeiten? Sorry, da ist ein Fehler in deiner Rechnung. Wir können trotzdem nur einen Auftrag pro Stunde fahren. Schneller bist du in Großstadt Hamburg einfach nicht. Mir geht es doch auch nicht um den Konkurrenzkampf mit den anderen Taxen. Mir ist es doch egal was der andere macht. Ich mache doch am Tag weniger Umsatz weil ich Zeit beim laden verliere, und dieses Geld gibt mir der Staat nicht zurück. Im gegenteil, die Stunde die Mitarbeiter Schulze an Ladesäule verbringt, muss ich ihm trotzdem 12€ die Stunde zahlen. Pause machen ist auch klar, aber ob 45 Minuten reichen, um die unten stehende Auflistung abzuarbeiten? Hmm... Zwei Minuten Tanken sehen da anders aus. Wenn Herr Meier mit seinem Diesel in der Zeit wo ich lade, meine Touren fährt, ist das zwar unfair, aber nicht das Problem. Auch wenn nachher alle Elektro fahren, ist man weniger auf der Straße. Und nur auf der Straße generieren wir Geld. Auch wenn die Nachfrage gleich bleibt, so können wir diese nicht bedienen oder fahren am Tag einfach weniger ein. Wie schon gesagt, ich müsste dann in 8 Stunden ja viel schneller fahren können oder die Fahrten abbarbeiten. Das funktioniert nicht.
Doch tut es. Es gibt schon einige hundert E-Taxis in HH. Bundesweit gibt es schon seit ca. 10 Jahren E-Taxis. Alle scheinen durchaus wirtschaftlich zu funktionieren. Und da sind dann auch Mehrwagenunternehmer mit Schichtbetrieb dabei. Nur weil du es nicht verstehen willst, ist es trotzdem Fakt, dass man E-Taxis wirtschaftlich betreiben kann. Muss man sich ein wenig anpassen? Ja. Aber das ist dir und allen anderen Unternehmern und Fahrern zuzumuten.
Und nur weil wir hier richtig rechnen, tragen wir unseren Grünwahn noch immer auf dem Rücken anderer, ärmerer Länder aus.
Unser CO2 Ausstoß ist was wir auf den Rücken der ärmeren Ländern austragen. Wir zerstören damit Lebensräume, Ackerflächen, sorgen für Überschwemmungen, Hungersnot und Flüchtlingsströme. Weil wir das Klima aufheizen. Mit unserem CO2 Ausstoß. Dieser Schwachsinn, das wir ja nur 2% des CO2 ausstoßen und alles was wir zur Reduktion machen, kein Sinn macht, ist hochgradig asozial. Wir stellen auch weniger als 1 % der Weltbevölkerung. Also ist unser CO2 Ausstoß doppelt so hoch wie beim Durchschnitt der Menschheit. Und uns ist es nicht zuzumuten sich ein wenig einzuschränken? Sich anzupassen? Aber es ist einem Bauer in Bangladesh zuzumuten dass seine Ackerflächen wegen Überschwemmungen und Dürren zerstört wird? Es ist Menschen in Afrika zuzumuten, dass sie Hungern? Und dann werfen wir ihnen vor, dass sie versuchen nach Europa zu flüchten? Aber Hauptsache du musst nicht 30 Minuten an einer Ladestation stehen.... Das ist wirklich unzumutbar....

Und andere Länder tun auch schon sehr viel. In Schweden ist der CO2 Preis bei 120€. Bei uns 30€. Schweden: CO2/Person: 3.4 Tonnen. Deutschland CO2/Person: 8 Tonnen.

Um die 30 Länder haben schon ein Verbrennerverbot beschlossen. Darunter auch Länder wie Ägypten, Indien, Kanada, Neuseeland, Kalifornien, Marokko.

Die USA hat seine erneuerbaren Energien in 20 Jahren mehr als verdreifacht. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... MW.svg.png
China baut massiv Solar- und Windkraftanlagen. https://www.golem.de/news/nachhaltigkei ... 63694.html
Es tut mir leid, ich sehe im E Taxi aktuell noch keinen MEHRWERT.
Und da kommen wir zur Krux dieser Diskussionen. Der Egoist an sich denkt halt nur an sich und was er für vor- und Nachteile hat.....

Es geht nicht darum was DU für einen Mehrwert hast. Der Mehrwert entsteht für die Menschen in Hamburg durch eine Reduktion von schädlichen Abgasen und Lärm.
Selbst wenn wir davon ausgehen, dass alle Taxis 6d temp wären, dann sind das bei einer Laufleistung von 100.000km und 2800 Taxi immer noch 22,4 Tonnen NOx was die Menschen in HH NICHT einatmen müssen. Hinzu kommen noch Ruß, Feinstaub und andere Schadstoffe die nicht mehr (oder zumindest reduziert) ausgestoßen werden.
DAS IST DER MEHRWERT!

Die Reduktion von CO2 kommt dann nochmal on-top.
RaimundHH hat geschrieben: ↑
29.06.2023, 13:26
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ ... is106.html

zeigt die Problematik ganz gut. Lief auch im Hamburger Journal
Also wenn IK von "Neuland" spricht dann hat er offensichtlich wieder seine Hamburger Scheuklappen auf. Es gibt genug Erfahrungswerte was E-Taxis betrifft.
https://www.youtube.com/watch?v=nT34MxaIskY
https://www.youtube.com/watch?v=dCkEJXJqWug

Ist der Strompreis im Moment ein Problem? Ja. Ich würde die 2500€ abschaffen und dafür vergünstigen Strom an Ladesäulen anbieten. Aber im Grunde ist es egal wenn alle mit Strom fahren. Dann haben alle Taxis mit den Stromkosten zu rechnen und kann entsprechend im Fahrpreis eingepreist werden.

Scotty6986
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Re: Welches E-Taxi ist aus Unternehmersicht am Effektivsten?

Beitrag von Scotty6986 » 30.06.2023, 14:09

Diese Drängung steht doch aber keineswegs im Einklang mit der nötigung des Mindestlohns! Klar würd ich mich gerne einschränken und mit weniger auskommen, aber man lässt uns ja nicht.
Wir sind verpflichtet 12 € Mindestlohn zu zahlen. Heißt, wir sind verpflichtet, die Stunde min.36€ einzufahren. Schaffen wir in Summe nicht mehr. Ergo Unternehmer geben auf. Oder machen Alleinfahrer. Ergo, Taxen verschwinden komplett von den Straßen. Großkonzerne wie Uber VW und co. schwemmen den Markt. Ergo, die Reichen immer Reicher die armen immer ärmer. Nun verbrauchen die das hundertfache an Ressourcen als wir, denn wir haben aufgegeben. Das ist nun die Lösung? Oder dass all die, die das beschließen selber 7er BMW fahren und Audi A8L, als fettes Beispiel voran? Es geht doch ums Prinzip! Die Gängelung derer, die es am wenigsten abfedern können. Mit weniger als 1000 Taxen in Hamburg, geht das Gewerbe den Bach runter. Nur darum gehts doch hier. Wenn das der Preis ist den man zahlen muss, dann soll es so sein. Es werden andere kommen die in unsere Fußstapfen treten. Und dann hätte man sich gewünscht wir würden nur 5 Tonnen CO2 ausstoßen. Dann werden es 50 sein. Der nächste große Investor kommt und stellt eine Flotte von Fahrdienst bereit. Im übrigen, nervt 80% aller Fahrer das E-Taxi. Ja, wieder egoistisch. Aber auch die müssen laut Gesetz, 12€ mindestlohn bekommen! verstehst du diese nötigung? Ich bekomme im Supermarkt keinen Rabatt weil ich E Taxi fahre. Ich bekomme keinen Rabatt auf meine Miete. Ich muss eine Familie ernähren. Das ist extrem egoistisch von mir.

Dann gibts eben nur noch Wasser und Brot, aber hauptsache ich fahre E-Taxi. Das ist doch so auch nicht richitg? Etwas überspitzt dargestellt. Aber leider lebt man nur wenn man egoistisch ist. Wenn man alles teilt, hat man selbst nichts mehr. Hauptsache diejenigen die das beschließen, fahren weiterhin ihre 7er und A8er und erhöhen sich jedes Jahr selbst das Gehalt, zahlen sich Prämien aus usw. Diese Option haben wir nicht! Während alles teurer wird, sind wir der Behördenwilkür ausgesetzt die jedes mal 3 Jahre braucht für einen neuen Tarif, der bis Dato dann wieder überholt ist. Ich kann nicht 2€ teurer werden wie es eigentlich sein müsste. Also sollte man doch einfach mal woanders ansetzen als bei den ärmsten?! Hand aufs Herz, was hat denn ein TU heute noch netto in der Tasche? Mit Sicherheit keine 2500 netto mehr. Dafür bist aber 24/7 am Keulen. Das soll noch weniger werden? Dann machts einfach keiner mehr. So einfach wird das. Aber warten wir ab. 2025 Schreib ich wieder rein =)
Zuletzt geändert von Scotty6986 am 30.06.2023, 14:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße Scotty

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