Klage gegen MOIA

Neuigkeiten aus dem Taxigewerbe.

Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon sivas » 12.06.2018, 03:45

Interessantes Schreiben der Grünen.
Bereits Anfang Februar habe ich die wissenschaftliche Begleitung dieses 'Großversuches' gefordert.
Moia ist nicht zu trauen.

Jetzt müssen die Grünen nur noch davon überzeugt werden, dass allein eine 'Mitfahr-App' die Lösung unserer aktuellen Verkehrsprobleme bringen kann. A la Uber-Pop, nur für lau, also mit reiner Kostenbeteiligung. ÖPNV ist viel zu teuer und unflexibel.

Eine Verdreifachung der Fahrzeugkosten für Mehrspurfahrzeuge wird diese schon füllen ! und jede zweite Einzelfahrt fällt weg.
Wir müssen nur aufpassen, dass unsere Lungen nicht wegen des plötzlichen Frischluft-Schockes die Arbeit verweigern.

Uns Taxler berührt das nicht, unsere Klientel würde sich nie mit ausgestrecktem Daumen an die Straße stellen ... ähm ... mit eingeschaltetem Smartphone auf eine Mitnahme warten.

Und die Krankenkassen ... die sollen endlich eine eigene, kassenübergreifende Patienten-Fahrt-Disposition einrichten. Wer auf Kassenkosten transportiert werden will, soll sich an diese Stelle wenden. Da bekommt er dann einen Mietwagen geschickt, der stundenweise angemietet wird. Umwege und weitere Patientenmitnahmen inclusive. Wer's komfortabler will - Taxen stehen jederzeit bereit !

Moia braucht kein Mensch !
Deren Fahrzeug allerdings ... ist sehr interessant.
Zuletzt geändert von sivas am 12.06.2018, 04:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon KlareWorte » 12.06.2018, 09:20

IK hat geschrieben:Genau das meinte ich. Das ist das Ergebnis der Arbeit von CG.



Das ist das Ergebnis davon, dass das Hamburger-Taxigewerbe keine vernünftige Vertretung hat und relativ schwach auftritt. Liegt auch daran, dass die Hansa sich nicht bei Zeiten eine ordentliche Gesellschaftsform gegeben hat. Das Auseinanderfallen von Zentrale und Unternehmern ist einfach suboptimal.
Wollen wir für euch hoffen das der Taxifahrer Grün nicht wieder davon faselt, dass das Hamburger-Taxigewerbe barrierefrei sei und Moia die Hälfte der Bevölkerung diskriminieren würde. Beides stimmt objektiv nicht.


Mal ein Nachfrage - hier wird behauptet, dass es Moia in Form von Anrufsammeltaxen schon gibt. Bei uns ist Ruftaxi/Anrufsmmeltaxi Linienverkehr, mit Moia nicht zu vergleichen. Ich bitte um ein Beispiel, wo ein Anrufsammeltaxi kein Linienverkehr ist, danke.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon eichi » 12.06.2018, 18:37

Vom Hamburger Verkehrsverbund:
"Das Anruf-Sammel-Taxi (AST)
Bergedorf
der VHH fährt Sie von Bf. Bergedorf zu jedem von Ihnen gewünschten Ziel
in den Vier- und Marschlanden
bis vor die Haustür."


Nix da mit Linie...
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon KlareWorte » 12.06.2018, 21:47

Dein Beispiel ist nicht mit genügend Infos unterfüttert.

Wer führt tatsächlich die Touren durch, wie es tatsächlich genehmigt.
Ansonsten kann man die Gegebenheiten nicht beurteilen.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon KlareWorte » 13.06.2018, 21:37

IK hat geschrieben:
Erfreulich dass die Grünen vom Greenwashing sprechen.
Eine sehr erfreuliche Wende :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


Nicht wirklich. Die Landes-Ag Verkehr der Grünen spricht davon (also wohl 1-3 Hanseln), nicht der Landesvorstand noch die Fraktion der Grünen. Wer lesen kann ist klar im Vorteil......
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon KlareWorte » 13.06.2018, 21:40

Mir als Unternehmer wäre es sonderlich peinlich, wenn ein Taxifahrer das Gewerbe von Ba-Wü im Verkehrsausschuss des Landes BW vertreten würde.... Vor allem, nachdem sich der Taxifahrer auch noch zuvor blamiert hat.
Gott ne, die Angelegenheit ist sowas zum Fremdschämen. Schande über euch. Ihr habt es echt nicht anders verdient.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon KlareWorte » 13.06.2018, 21:42

eichi hat geschrieben:Vom Hamburger Verkehrsverbund:
"Das Anruf-Sammel-Taxi (AST)
Bergedorf
der VHH fährt Sie von Bf. Bergedorf zu jedem von Ihnen gewünschten Ziel
in den Vier- und Marschlanden
bis vor die Haustür."


Nix da mit Linie...


Hab mal nachgeschaut.
Es gibt einen Fahrplan und fixe Abfahrtsorte, ziemlich sicher als Linienverkehr genehmigt.....
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 13.06.2018, 22:40

KlareWorte hat geschrieben:Mir als Unternehmer wäre es sonderlich peinlich, wenn ein Taxifahrer das Gewerbe von Ba-Wü im Verkehrsausschuss des Landes BW vertreten würde.... Vor allem, nachdem sich der Taxifahrer auch noch zuvor blamiert hat.
Gott ne, die Angelegenheit ist sowas zum Fremdschämen. Schande über euch. Ihr habt es echt nicht anders verdient.

Wenn die „offiziellen und feinen Vertreter“ des Gewerbes sich die Hände nicht schmutzig machen wollen, dann müssen „die Schmuddelkinder“ die Drecksarbeit machen. Blamiert haben sich nur diejenigen, die nichts tun und sich deswegen für was Besseres halten. Anpacken statt rummaulen.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Poorboy » 13.06.2018, 22:42

Clemens ist jetzt Unternehmer!

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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 14.06.2018, 09:24

Das Gewerbe lebt seit ewigen Zeiten vom beschiss.
Alles andere ist Lüge.
Fakten der Daten von Taxi Essen haben das eindrucksvolle gezeigt.
Wen wunderts da, wenn Politik nach Alternativen sucht.
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 14.06.2018, 09:34

Ich könnte aus den Ermittlungsakten des Hauptzollamts zitieren.
Aber wir wollen ja nicht die Schließung des Forums riskieren.
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 14.06.2018, 10:32

@Pirat
Das kann man für Hamburg nicht sagen. Durch das „Hamburger Modell“ haben wir hier eine ganz andere Situation. Fiskaltaxameter und die Plausibilitätsprüfungen bei der Konzessionsverlängerung sind sehr effektiv. Dazu kommt die freie Konzessionsvergabe. Niemand muss sich hier hochverschulden um ein Taxiunternehmer zu werden. Wenn man ein Gewerbe komplett sich selbst überlässt, darf man sich nicht wundern, wenn etwas schief geht.

Allerdings ist es auch so, dass viele Komunen keinen Bock auf Kontrollen haben, dafür aber den Tarif nach unten drücken. Die Botschaft an die Betriebe ist dann: Bleibt schön billig, haltet euren Mund und euch passiert nichts. Es ist aber keine hohe Kunst den Preis des Gelegnheitsverkehrs auszurechnen. Nur viele wollen es nicht und stellen sich blind da. Und dann kommt Zoll und deckt Misstände auf. Und plötzlich sind alle aufgeregt, gackern wie die aufgescheuchten Hühner und fragen sich, wie es denn soweit kommen konnte. Welch eine verlogene Vorgehensweise!!!

Allerdings gibt es in HH auch die Schattenseite. Die früheren Tarifanpassungen wurden durch die Kostenkalkulationstabelle gemacht. Mit der Einführung des Mindestlohnes explodierten die Kosten in dieser Tabelle. Promt änderte man die Strategie: Die Tabelle wurde aus dem Verkehr genommen und man rechnete sich schön, wie man mit 5,9% Tarifanhebung Lohnkostensteigerung von 25% wettmachen kann. Unsere SPD predigte Mindestlohn und den billigen Taxitarif. Wen wundert es noch, wenn die Leute schreiend von der SPD weglaufen.

Die Missstände haben ihre Gründe.
Wegschauen hilft nicht.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 14.06.2018, 10:50

Ergo...
Ein plausibler Tarif ist nicht bezahlbar.
Ansonsten ist Deine Analyse durchaus richtig.
Es geht schon lange nicht mehr um Steuerbetrug...sondern um
Sozialversicherungsbetrug.
Aber für Zoll viel schwerer nachzuweisen.
Arbeitnehmer-Daten sind besonders geschützt.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon KehrenTAXI » 14.06.2018, 11:25

Pirat hat geschrieben:Das Gewerbe lebt seit ewigen Zeiten vom beschiss.
Alles andere ist Lüge.
Fakten der Daten von Taxi Essen haben das eindrucksvolle gezeigt.
Wen wunderts da, wenn Politik nach Alternativen sucht.


Und Moia ist jetzt die Lösung?
freundlichst ;-)

Stefan Kehren


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www.KehrenTAXI.de ist die aktuellste und umfangreichste Informationsseite für das Düsseldorfer Taxigewerbe im gesamten Netz.

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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon sivas » 14.06.2018, 11:41

Klar doch !

Weil Moia die Fahrer fest anstellt und mit dem regional angepassten Hamburger Minestlohn bezahlt ... irgendwas um die 13,80 €.
Inclusive aller Lohnfortzahlungen, die Säule 'betriebliche Altersvorsorge' nicht vergessend.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Sascha1979 » 14.06.2018, 12:36

KehrenTAXI hat geschrieben:
Pirat hat geschrieben:Das Gewerbe lebt seit ewigen Zeiten vom beschiss.
Alles andere ist Lüge.
Fakten der Daten von Taxi Essen haben das eindrucksvolle gezeigt.
Wen wunderts da, wenn Politik nach Alternativen sucht.


Und Moia ist jetzt die Lösung?

Wenn man eins den Volkswagen Daimler und co Konzernen nicht vorwerfen kann, dann, dass sie ihre Mitarbeiter nicht anständig oder bezahlen.

Das haben die Gewerkschaften - leider - schon gut im Griff.

Und selbst den größten schmu, die Zeit Arbeits Mitarbeiter, sind besser und fairer bezahlt und behandelt als die besten Angestellten im Taxi Gewerbe.
Freundliche Grüße, ein TAXI-Kunde!
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 14.06.2018, 12:45

Das ist nicht der Punkt.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Taxigewerbe sind eine (fast immer) verschworene Verbindung.
Nur der Unternehmer muss im Fall der Fälle bluten.
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 14.06.2018, 12:55

Fahrer sind für 6 Stunden angemeldet, sitzen aber 12 Stunden auf dem Bock.usw.usw...
Taxigewerbe weiss das, Zollamt weiss das und Politik weiss das erst recht...
Es geht nur noch darum, uns sozialverträglich Abzuwickeln...
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 14.06.2018, 15:27

Pirat hat geschrieben:Fahrer sind für 6 Stunden angemeldet, sitzen aber 12 Stunden auf dem Bock.usw.usw...
Taxigewerbe weiss das, Zollamt weiss das und Politik weiss das erst recht...
Es geht nur noch darum, uns sozialverträglich Abzuwickeln...

Da würde ich aber mit dem Abwickeln aufpassen. Moia wird ihre Fahrer, sofern diese tatsächlich auf die Straße kommen, ordentlich bezahlen, aber nur solange, bis das Taxi nicht tot ist. Dann werden die Fahrer auf Mindeslohn gesetzt und die Kunden ausgeweidetet. Dass VW langfristig den ÖPNV subventionieren wird, glaubt sicherlich keiner.

Deswegen verteilt Moia und Co. Leckerlis (Versprechen):

Eins für Papi (Politiker)
Eins für Mami (Kunden) und
Eins für Tanten (Fahrer).

Die ganze Debatte ist einfach nur verlogen, denn alle wissen, dass weder Moia noch sonstwer es günstiger machen kann als Taxi, vorausgesetzt die Preise sind einigermaßen realistisch und die Fahrer haben einigermaßen anständiges Einkommen. Dass die Leute der SPD schreiend davon laufen, ist in einer solchen Konstelation das Normalste auf der Welt.
Zuletzt geändert von IK am 14.06.2018, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon alsterblick » 14.06.2018, 19:19

IK hat geschrieben:
Pirat hat geschrieben: Dass VW langfristig den ÖPNV subventionieren wird, glaubt sicherlich keiner.

Aber umgekehrt und da liegt der Betrug am Bürger, weil die gewohnt sehr fexiblen adhoc Taxi selbst zum "Jetzt-Ranwinken" nahezu tot sein werden und dem öffentlichen Interesse somit zuwiderläuft :!:
„Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott !“
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