HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochter

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AsphaltRunner
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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von AsphaltRunner » 27.01.2018, 11:11

E. G. Engel hat geschrieben: Man versucht die Behörde dahin zu ziehen wo man sich selbst befindet, nämlich unten, oder besser, man stellt sich auf die Hinterbeine, siehe auch meone Ausführungen zu Kompetenzen. Erfordert natürlich auch Anstrengingen und i.d.R. für Gewerbefuzzis die Erkenntnis ich kann es nicht, aber ich such mir Leute die es können und unterstütze. Wird nicht passieren.
Engelchen,
ich frage mich, was sind das für Mitglieder, die sich solche Vertretungen wählen.
Die Psyche des Menschen ist unergründbar.
Eine andere Antwort habe ich z.Z. nicht.
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taxipost
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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von taxipost » 27.01.2018, 12:07

AsphaltRunner hat geschrieben:...Denkst du echt, Moia/VW macht vor Berlin halt :D
keineswegs !
in Berlin läuft doch bereits etwas vergleichvares, oder ?

aber...
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alsterblick
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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von alsterblick » 27.01.2018, 12:07

AsphaltRunner hat geschrieben:. Denkst du echt, Moia/VW macht vor Berlin halt
MOIA will nicht nur HH, Berlin.....sondern Europa und Nordamerika.
... bis 2025 möchte man Europas Innenstädte und US-Metropolen auf diese Weise insgesamt um bis zu eine Million Fahrzeuge entlasten. https://www.golem.de/news/moia-volkswag ... 31469.html
MOIA tischt ebenso wie UBER lediglich Phrasen und Lügen in der Hoffnung auf, dass die Behörden, der Gesetzgeber leichtgläubig oder dumm genug sind, drauf reinzufallen und wirbt bereits mit neuen Arbeitsplätzen (dabei gekillte bisherige Arbeitsplätze und Unternehmen werden natürlich verschwiegen). Gewisses überlassen von „Geld“koffern könnte diesen Prozess noch beschleunigen.

Nachfolgend nur ein komprimierter Textauszug sehr gekonnt auf den Punkt gebracht von "Philipp Rohde aus der taxi-times“ zu UBER im DLD-Interview in München. Deren Phrasen (UBER, MOIA.......) leben lediglich von der Plausibilität, die beim Überfahren bisheriger Strukturen behilflich sein soll, um das Lügen zu kaschieren.

-----------------------
:arrow: http://www.taxi-times.com/ubers-griff-n ... nes-brett/
Das „neue Kapitel“ der Uber-Story verheißt nichts Gutes für das Taxigewerbe in Deutschland :!:
Khosrowshahis rhetorische Tricks auf der kürzlichen DLD in München geben einen Vorgeschmack des katastrophalen Ausmaßes des „Uber“ Gebildes oder Khosrowshahis wirrem Geschwätz. Ubers neubefohlener Griff (von Softbank jetzt als Höchstanteileigner) nach Europa wird kein dünnes Brett.

Khosrowshahi (neuer CEO / gelernter Investmentbanker) kündigte die Ausbreitung in Deutschland noch im laufenden Jahr an. Man „arbeite bereits mit Gesetzgebern, Städten und [Taxi-]Unternehmen“, den Kurs „richtig“ umzusetzen.
Uber rechtfertigt sein Engagement mit der Behauptung, dass sich die Gesetzgebung „viel langsamer entwickele, als die Technologie“ und leitet daraus anscheinend ab, dass die Gesetzgeber ihre Regeln den Wünschen der Industrie, in diesem Fall Uber, anzupassen hätten.

Der Aufkauf eines der kränkelnden und zum Verkauf stehenden Großunternehmen der deutschen, österreichischen oder schweizer Branche oder schlicht die Neubeantragung von Mietwagenkonzessionen wäre das geringste Problem für einen Konzern, der immer noch und von Softbank nochmals aufgestockt über sehr viele Milliarden in der Kriegskasse verfügt :!:

Jetzt muss eine umfassende, professionelle Strategie entwickelt und schleunigst umgesetzt werden, bei der nicht das Klein-Klein des taxitypischen Konkurrenzkampfes, sondern die gesellschaftliche Perspektive in den Vordergrund gestellt wird.
Aufgabe des Taxigewerbe muss es sein, diese Lügen zu entlarven. Es muss sich jetzt auf eine neue Art der Kommunikation und auf Koalitionen mit gewissenlosen Kommunikations- und Werbeprofis einstellen und wäre gut beraten, sich dabei selber Kommunikationsprofis zu bedienen.:idea:

Unablässig feuert er widersprüchliche Worthülsen und Phrasen wie Nebelgranaten in das DLD Publikum in München. Sie sind gefährlich, weil sie durch Witz und Charme verfangen – sie wimmeln vor kommunikativen Finten. Gewiss, es sind alles Falschdarstellungen, oder, direkter gesagt: Lügen. Khosrowshahi nutzt ein Konglomerat aus Emotionen, unsachlichen Truismen und falschen Tatsachenbehauptungen.
„Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott !“

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von AsphaltRunner » 27.01.2018, 12:29

taxipost hat geschrieben:
AsphaltRunner hat geschrieben:...Denkst du echt, Moia/VW macht vor Berlin halt :D
keineswegs !
in Berlin läuft doch bereits etwas vergleichvares, oder ?

aber...
... du bleibst bei deinem SmartphoneGeschreibsel :mrgreen:
E. G. Engel hat geschrieben:
Ich werde übers Wochenende ein kleines Beispiel für Augenhöhe geben.

Wie ist es mit Dir? Willst Du bei Deinen kleinen Smartphone Schreibereien bleiben?
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E. G. Engel
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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von E. G. Engel » 27.01.2018, 13:56

Ich habe mir gestern noch einmal das Papier von Herrn Grün reingezogen. Viele Punkte hat er gut gemacht, gut erkannt. Aber es zieht sich wie ein roter Faden durch, der Verfasser war Journalist, ob ausgebildet oder nicht, weiß ich nicht, aber dies ist klar erkennbar. Das Ganze ist deskriptiv, also beschreibend gehalten und in dieser Art gleichmäßig. Obwohl bsw. zwischen dem Problem der Verdrängung eines kompletten Gewerbezweiges und der Inklusion etc. Welten liegen erscheinen sie in der Stellungnahme nebeneinanderliegend. Insofern muss ich, auch wenn der Verfasser sich unheimlich viel Arbeit gemacht zu haben scheint, u.U. zu eigenen Lasten, sprich nicht getätigte Umsätze und somit eigenes Geld investiert, ich weiß wovon ich schreibe, dem Kollegen taxipost recht geben, das Papier ist zu wenig argumentativ und nicht schlüssig genug. Ich kenne den Verfasser, dieses Problem, das Problem Hauptsache von Nebensache nicht genug unterscheiden zu können, zu wollen ist seiner Person immanent. Um dennoch von seiner „Herrlichkeit“ überzeugen zu können greift der Verfasser gerne alles auf was er finden kann und will damit „erschlagen“. Es ist jammerschade, der Verfasser sollte mitarbeiten, zuarbeiten und das auf gehobenen Niveau. Derzeit erkenne ich aber niemand hier im Forum der ohne sich selbst lächerlich zu machen diesen Umstand aufgreifen sollte. Vom Forumsstandard ist der Verfasser im positiven Sinn meilenweit entfernt. Aber es ist wie es ist. Gemessen am Forum hier: Top, gemessen an der Problemstellung leider nicht. Tut mir wirklich leid.



Ich habe ja angekündigt, u.U. an diesem Wochenende einen Ansatz zu finden auf Augenhöhe mit unserem „Partner“, der Taxenbehörde zu kommen. Ich versuche mal langsam einzusteigen. Alle Jubeljahre beantragen wir, zumindest die Taxenunternehmer eine Konzession, respektive deren Verlängerung. Ist die Taxenbehörde zufrieden gibt es sie, wenn nicht, dann gibt es Probleme. So oder so. Die Gewährung wie auch die Verweigerung ist ein rechtsstaatlicher Akt, ein sogenannter Verwaltungsakt. Dieser unterliegt wie alles andere rechtsstaatliche Handeln auch bestimmten Regeln. Die Verwaltung ist also verfahrenstechnisch gebunden. Überprüfbar durch Verwaltungsgerichte.



Hier ein Link: https://www.gesetze-im-internet.de/vwvfg/ dazu. Vw(vfg) Hat nichts mit VW zu tun und auch nicht mit verbotenen Abschalteinrichtungen :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: . Nur zur Information.



Erhält Moia (Tochter des VW-Konzerns) nun von der Verwaltung die gewünschte Konzession handelt es sich wie schon gesagt um einen Verwaltungsakt. Dagegen gibt es Rechtsmittel. Aus dem Vwvfg nicht direkt ersichtlich ist ein Verwaltungsakt nicht nur für den Antragsteller begünstigend, sondern kann auch eine Doppel-/Drittwirkung entfalten, das bedeutet für jemand anderen belastend sein. Dieser Fall liegt hier unzweifelhaft vor, wobei im Detail zu argumentieren, festzustellen ist wie stark die Belastung ist und wie weit sie rechtlich gedeckt ist. Auf jeden Fall hat der Belastete durch Rechtsmittel eine Möglichkeit diesen Prozess zu stoppen oder sogar zu verhindern.


In diesem Zusammenhang zitiere ich (Quelle: mobile.lexexakt.de/glossar/verwaltungsaktmitbelastenderdrittwirkung.html ):

"Von einem Verwaltungsakt mit Doppelwirkung oder belastender Drittwirkung spricht man, wenn jemand von einem Verwaltungsakt belastet wird, der einen Dritten begünstigt (z. B. eine Baugenehmigung die dem Grundstück des Nachbarn jedes Licht nimmt). Der Belastete kann gegen diesen Verwaltungsakt mit einer Anfechtungsklage vorgehen. Die Behörde kann einen angefochtenen VA mit belastender Drittwirkung unter den vereinfachten Voraussetzungen des § 50 VwVFG zurücknehmen oder widerrufen. § 80a VwGO legt für Verwaltungsakte mit Doppelwirkung fest, dass der Dritte einen Antrag auf sofortige Vollziehung stellen kann."


Es ist jetzt nicht so als wenn ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe. Vor gut 30 Jahren stand mir diese Materie näher, ist lange her. Da saß ich auf der Fachhochschule neben VIA’s (Verwaltungsinspektorenanwärter). Ich nehme mal dass die Herren Ritter/Meyenborg ihre Karriere ebenfalls als VIA’s gestartet haben. Heute dürfte Herr Ritter in der Position eines A10/A11 Beamten sein, auf der gleichen Ebene welche ich einmal als Angestellter mit IVa inne hatte. Aber meine Kenntnisse reichen noch um zu suchen und zu finden.

Gut, sei’s drum.


Nachdem wir das geklärt haben, schauen wir uns noch einmal den Vorgang der Anhörung und dessen Bezug an, vom allgemeinen Verwaltungsrecht zu speziellen Vorschriften, hier § 2 PbefG Absatz 7:

„Zur praktischen Erprobung neuer Verkehrsarten oder Verkehrsmittel kann die Genehmigungsbehörde auf Antrag im Einzelfall Abweichungen von Vorschriften dieses Gesetzes oder von auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften für die Dauer von höchstens vier Jahren genehmigen, soweit öffentliche Verkehrsinteressen nicht entgegenstehen.“

Wir haben es hier mit zwei verschiedenen Dingen zu tun. Zum Einen gestattet der Gesetzgeber der Verwaltung von den Standards abzuweichen, z.B. Linienverkehr, Gelegenheitsverkehr. Zum Anderen schränkt der Gesetzgeber aber klar und deutlich, in der Mathematik würde man sagen eineindeutig, die mögliche Abweichung der Standards ein. Die Prämisse lautet dass eben das „öffentliche Verkehrsinteresse“ nicht gefährdet werden darf. Genau genommen haben wir es mittlerweile mit zweieinhalb „Einzelfällen“ zu tun. Nicht nur mit Moia (Tochter des VW Konzerns), sondern auch mit CleverShuttle sowie auch mit Matching (1/2 Einzelfall) von Hansafunk und myTaxi.


Das Problem für die Behörde liegt darin dass sie mit Erlass der VA’s unter Rechtfertigungsdruck steht, nicht das Taxengewerbe. Die Behörde muss im Rahmen des „öffentlichen Interesses“ darlegen wie eben dieses nicht in Frage gestellt wird, sie muss es also in eigener Zuständigkeit definieren, nicht das Taxengewerbe. Es ist natürlich hilfreich wenn das Taxengewerbe in eigener Sache tätig wird und entsprechende Fragen aufwirft.



So langsam nähern wir uns einem Kernproblem. Wir wissen hier im Forum nicht wie die Aufforderung zur Stellungnahme, Anhörung, im konkreten Fall ausgesehen hat. Welche Unterlagen die Behörde beigelegt hat.


Aber schauen wir ähnlich wie bei CleverShuttle, Geschäftsziel Franchiseunternehmen, doch einfach mal was denn so über Moia zu finden ist, was dahintersteckt. Vordergründig, so können wir es überall lesen, soll es Moia (Tochter VW Konzern) darum gehen die Umwelt zu schonen und die Menschen zu beglücken, u.a. durch einen Fahrpreis unterhalb des Taxitarifes. Darüber hinaus geht es für einen privatwirtschaftlich organisierten Konzern natürlich um Geschäft, um Gewinne, um Märkte. Dabei stechen vor allem zwei, ja zwei Märkte, ins Auge:

a. Der Mobilitätsmarkt (Gelegenheitsverkehr mit Mietwagen, Taxen) unter Ausschaltung des Wettbewerbs durch enorme Finanzkraft, dazu folgendes Video https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 41322.html . Hier wird deutlich dass Moia in direktem Wettbewerb zum Taxi steht.

b. Der weltweite Markt für Elektrofahrzeuge, von Hamburg über New York bis China mit hunderttausendfachen Absatzmöglichkeiten mit einem neu konzipierten Fahrzeug (https://www.golem.de/news/moia-volkswag ... 31469.html ) Hamburg soll dafür das Leuchtturmprojekt werden, das Referenzmodell, das Testgelände für den zu erwartenden weltweiten Fahrzeugabsatz des neuen VW Minibusses. Darum auch der Antrag für 1.000 Fahrzeuge. Das Interesse der Stadt Hamburg liegt u.a. auch darin durch solch ein Projekt weltweite Beachtung zu finden, mediale Berichterstattung etc., um den Tourismussektor/Touristen zu fördern die, Ironie der Geschichte, anschließend mit Moia befördert werden. Dabei dürfte die Eigenwirtschaftlichkeit eine untergeordnete bis keine Rolle spielen.


Wie auch bei CleverShuttle wo die öffentliche Hand involviert ist (DB Anteil 19%, 100% der DB Aktien im Besitz des Bundes) sehen wir auch einen Subventionskanal bei Moia. Wenn Moia angeblich 50 Mio € investieren will (einmalig/jährlich?) dann fließen 10 Mio € entsprechend dem Anteil (20%) von dem Bundesland Niedersachsen an VW als Subvention in das Projekt Moia.

Rational alles verständlich, nachvollziehbar. Aber bleiben wir beim PbefG, noch gibt es dieses Gesetz ja und ist Grundlage behördlicher Entscheidungen.


Sollte Moia tatsächlich in der beabsichtigten Form umgesetzt werden, dann dürfte klar sein dass damit das Ende des Gelegenheitsverkehrs mit Taxen eingeläutet wird. Dazu ein primitives Rechenbeispiel. 3.000 Taxen befördern jeweils eine Person gleich 3.000 Personen. 1.000 Moia’s befördern durchschnittlich 3 Personen (6 möglich) gleich 3.000 Personen. Das zu einem Preis der irgendwo zwischen HVV Ticket und Taxenpreis liegen soll, also wesentlich günstiger. Wobei Moia sich derzeit noch hartnäckig sträubt den tatsächlichen, wirtschaftlichen Preis zu nennen. Wohlweislich. Einschub: auf welcher Basis genehmigt die Behörde die Konzession? Aus dieser primitiven Mengenbetrachtung ergibt sich dass Moia fast vom Start weg in der Lage ist dem Taxi die komplette Kundschaft abzusaugen. Das ist die faktische Löschung, rechtlich und tatsächlich, des Gelegenheitsverkehr mit Taxen aus dem PbfG (erstmal für Hamburg) ohne dass Moia als Mietwagen/Linienverkehr (Zwitter) eine:

- Bereitstellungspflicht § 21 PbefG
- Beförderungspflicht § 22 PbefG,
-Tarifpflicht § 39 PbefG,

Selbst wenn noch 1.000 Taxen von derzeit ca. 3.000 auf Basis des derzeitigen Taxentarifes diesen Gau überstehen sollte wäre die zeitliche und räumliche Abdeckung des Hamburger Gebietes und der Hamburger Bevölkerung nicht mehr zu gewährleisten. Entsprechende Tarifanpassungen um die Verfügbarkeit des Taxenverkehrs aufrecht zu halten dürften kontraproduktiv sein. Damit ist das öffentliche Verkehrsinteresse gem. § 2 Abs. 7 2. Halbsatz nachhaltig gestört.


Man kann letztendlich feststellen:

Eine Genehmigung des Moia Antrages bedeutet:

- Faktische und tatsächliche Aussetzung des Taxenverkehrs
- Aussetzung der Rückkehrpflicht für Moia (Standplätze für 1.000 Fahrzeuge)
- Aussetzung der Gesamtvermietung eines Mietwagen (no sharing)
- Einrichtung von Elementen des Linienverkehrs (virtuelle Halteplätze)


Darüber hinaus sind noch grundgesetzlich geschützte Erwägungen anzustellen wie bsw. Schutz des Eigentums (angeschaffte Taxen), Besitzstandswahrung für gewährte Konzessionen hinsichtlich eigenwirtschaftlich geführter Betriebe auf Basis von Parametern der vor-Moia-Zeit.

Gleichbehandlungsgrundsätze wie Fiskaltaxameter in Kombination mit betriebswirtschaftlicher Plausibilität für Taxen und Darlegung von Betriebsparametern von Moia.


So, ich habe den Eindruck ich fange so langsam an mich zu verzetteln. Ich müsste jetzt den Text erstmal ausdrucken, sacken lassen, überarbeiten, ergänzen, straffen etc. Wenn es meine Verantwortung wäre, dann wäre dies der erste Entwurf von weiteren zehn. Aber das schenke ich mir und wer nicht zufrieden ist muss mit den Mängeln leben. Punkt.


Auf jeden Fall kann ich dem Gewerbe raten Anfechtungsklage gegen die Konzession für Moia zu erheben, die Chancen dürften nicht schlecht stehen. Vorausgesetzt man macht es richtig.

Natürlich hakt meine Betrachtung u. U. etwas daran dass ich nicht im Besitz der behördlichen Aufforderung zur Stellungnahme bin.

Ich denke, dem Gewerbe geht es so gut wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Es gibt etwas zu verlieren. Diese Erkenntnis sollte Ansporn sein es richtig zu machen, Zeit und auch etwas Geld zu investieren.

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von ilkoep » 27.01.2018, 20:19

E. G. Engel hat geschrieben:Sollte Moia tatsächlich in der beabsichtigten Form umgesetzt werden, dann dürfte klar sein dass damit das Ende des Gelegenheitsverkehrs mit Taxen eingeläutet wird.
Diese Vermutung würde m.E. nur kleinere Städte betreffen, nicht aber Groß- und Messestädte, wo das Gros der Fahrgäste Geschäftsleute und Omi zum Arzt sind. Beide wollen nicht "sharen". Auf die Dörfer will Moia/CleverShuttle/Uber aber auch nicht.

Für Tagfahrer wird sich nicht viel ändern. Wenn ich hier UberX-Fahrzeuge und deren Klientel auf der Rückbank sehe, bin ich froh dass es UberX gibt und dieser Kelch an mir voruber :idea: gegangen ist. Die sind vorher BVG gefahren.

In Leidenschaft gezogen werden die Wochenend-Nachtfahrer in den Großstädten, weil das Partyvolk umschwenkt, und die MWU, weil denen die umsatzstarken Schichten fehlen. Aber nix was den Untergang bedeutet.

In New York sind zwar die Kurse für die "Medallions" drastisch gefallen, die Fahrer machen aber weiterhin ihre Kohle. Londoner Cabbies nehmen keine Besoffenen mehr mit: "That is what Uber is for".

Schaun mer mal.

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AsphaltRunner
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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von AsphaltRunner » 27.01.2018, 20:45

Danke für diese ausführliche Analyse, Kollege Engel.

Ich denke, dass ist der Satz, um den sich eine Stellungnahme drehen sollte :arrow:
E. G. Engel hat geschrieben: „Zur praktischen Erprobung neuer Verkehrsarten oder Verkehrsmittel kann die Genehmigungsbehörde auf Antrag im Einzelfall Abweichungen von Vorschriften dieses Gesetzes oder von auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften für die Dauer von höchstens vier Jahren genehmigen, soweit öffentliche Verkehrsinteressen nicht entgegenstehen.“

Das weiß auch VW.
VW fordert 1000 vorläufige Genehmigungen und wenn Moia 100 bekommt, knallen die Korken in der Zentrale.

Jedes Fahrzeug, dass Moia mehr bekommt als CleverShuttle ist eine Niederlage.

Ich kann nur hoffen, dass die Hamburger Gewerbevertreter sich auf einen gemeinsamen & guten juristischen Beistand einigen können.
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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von KlareWorte » 28.01.2018, 14:28

E. G. Engel hat geschrieben:

Wie auch bei CleverShuttle wo die öffentliche Hand involviert ist (DB Anteil 19%, 100% der DB Aktien im Besitz des Bundes) sehen wir auch einen Subventionskanal bei Moia. Wenn Moia angeblich 50 Mio € investieren will (einmalig/jährlich?) dann fließen 10 Mio € entsprechend dem Anteil (20%) von dem Bundesland Niedersachsen an VW als Subvention in das Projekt Moia.

Du magst ja eine Subvention darin sehen, nur der Sachkundige weiß was eine Subvention ist, insofern ist deine Aussage schlicht falsch.

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von AsphaltRunner » 28.01.2018, 14:31

KlareWorte hat geschrieben:

Du magst ja eine Subvention darin sehen, nur der Sachkundige weiß was eine Subvention ist, insofern ist deine Aussage schlicht falsch.
Der Sachkundige weiß, dass es auch indirekte Subventionen gibt.
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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von KlareWorte » 28.01.2018, 15:49

AsphaltRunner hat geschrieben:
KlareWorte hat geschrieben:

Du magst ja eine Subvention darin sehen, nur der Sachkundige weiß was eine Subvention ist, insofern ist deine Aussage schlicht falsch.
Der Sachkundige weiß, dass es auch indirekte Subventionen gibt.

Das ist auch keine indirekte subvention.

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von Poorboy » 28.01.2018, 17:52

Clemens sorgt für Öffentlichkeit:

https://mobil.mopo.de/hamburg/autonomes ... s-29570540

Poorboy

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von TaxiBabsi » 28.01.2018, 20:22

Poorboy hat geschrieben:Clemens sorgt für Öffentlichkeit:

https://mobil.mopo.de/hamburg/autonomes ... s-29570540

Poorboy
Wie schnell sich das Blatt wendet, mit Moia ist Taxi außen vor und selbst Mytaxi bekommt Probleme.

https://www.moia.io/de/

Viele neue Jobs, auch ML-Verdiener koennen nun deutlich mehr verdienen.

Die Subventionen stehen bereit.

Umbruch im Taxi-Gewerbe?

JA.

Grün hat keine Chance, die Karten (Gelder) sind schon verteilt.
Zuletzt geändert von TaxiBabsi am 28.01.2018, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von Thomas-Michael Blinten » 28.01.2018, 22:16

TaxiBabsi hat geschrieben:...https://www.moia.io/de/

Viele neue Jobs, auch ML-Verdiener koennen nun deutlich mehr verdienen...
Wie kommst Du denn darauf ?
Hast Du den Link überhaupt gelesen oder ist das Claqueuren wieder mit dir durchgegangen ?
Dort werden keine ML-Verdiener gesucht, sondern Fachleute im Bereich Management, Distribution und Informatik.
Die werden schon jetzt definitiv deutlich über ML bezahlt.
Die wenigen nötigen Fahrer bekommen mit etwas Glück das Tarifgehalt im jeweiligen ÖPNV...ist also nicht wirklich ein Grund euphorisch zu sein.
Mit individuellen Beförderungsmöglichkeiten hat das ganze auch wenig zu tun, es geht um die bessere Vernetzung des ÖPNV.
Erst in Zukunft geht es auch um die Vernetzung aller Transportmöglichkeiten (incl. Taxi), was an sich eine gute Idee ist.
Der Abgesang auf das Taxi ist noch deutlich zu früh...auch wenn Du ihn dir scheinbar herbeisehnst.
„Alle sind irre, aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht wird Philosoph genannt" (Ambrose Bierce)

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von hjm » 29.01.2018, 02:34

Am 13.12.2017 hat Robert Henrich von Moia auf einer Veranstaltung der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG) in der TUHH einige Eckpunkte des Moia-Konzepts vorgestellt.

Ab Mitte 2018 werden bis zum Jahresende 200 elektrisch(!) angetriebene Fahrzeuge vom Typ Crafter (mit einer Reichweite von 300 km) tägl. von 6-24 Uhr unterwegs sein, am Wochenende auch länger. Es geht zunächst darum, die Software zu erproben und zu optimieren. Für 2021 hat VW eine neue Generation autonomer Fahrzeuge angekündigt. Das ist der Zeitpunkt, wo Moia auf 1.000 fahrerlose(!) Fahrzeuge erweitern will.

Der Betrieb wird zunächst als nicht-kommerzielle Personenbeförderung durchgeführt, auf der gleichen rechtlichen Basis wie ein kommunaler Fahrservice mit ehrenamtlichen Fahrern. Ein solcher Betrieb darf nicht mehr als 30 cent pro Kilometer erlösen und daraus ergibt sich bei 5 Sitzplätzen (+ 1 für den Fahrer) der Fahrpreis von 30/5 = 6 cent pro Sitzplatz-Kilometer.

Das Fahrgebiet wird nicht in den Außenbezirken liegen, sondern im Stadtkern, genauer gesagt auf 45% des Stadtgebiets in dem 75% der Bevölkerung leben. Es wird 2.100 Haltepunkte geben, so dass idR niemand mehr als 300 m zur nächsten Haltestelle gehen muss.

---
Es geht VW nicht darum das Taxigewerbe zu zerschlagen. Falls es passiert, dann geschieht es sozusagen beiläufig. Es geht darum, neue Geschäftsfelder zu erschließen, weil die alten zu einem erheblichen Teil wegbrechen werden. Denn wer braucht künftig noch ein eigenes Auto, wenn man sich ein autonomes car-sharing-Auto vor die Haustür bestellen kann? Und bei dem man sich am Ziel noch nicht mal um einen Parkplatz kümmern muss? -- VW macht das alles nicht freiwillig, sondern sieht sich vom technischen Fortschritt dazu getrieben. „Wenn wir es nicht machen, dann machen es andere“, so sinngemäß die Worte eines anderen Moia-Chefs.

Für die Öffentlichkeit hat das autonome Fahren viele Vorteile:
- Die Zahl der Unfälle wird abnehmen und damit u.a. auch die Kosten für Blech und Blut
- Die Zahl der zugelassenen KfZ wird sinken und damit der Platzbedarf parkender Autos
- Die Sicherheitsabstände werden erheblich kleiner, es passen mehr Autos auf die Straße = weniger Staus
- Die vorausschauende Fahrweise bereits weniger automatisierter Fahrzeuge führt zu einer Verkehrsflussverstätigung = weniger Lärm, weniger Energieverbrauch
- Ein Führerschein ist nicht mehr erforderlich
- Die Kosten der Mobilität werden sinken
- In Verbindung mit Elektroantrieb und ride-pooling ist autonomes Fahren idR umweltfreundlicher als konventioneller ÖPNV

---

Wenn die Mobilitätsrevolution beginnt, dann wird sie mit unerhörtem Tempo ablaufen, weil in nur 4 Jahren 30% aller PkW durch Neuwagen ersetzt werden bzw. 60% binnen 9 Jahren. In dem Moment, wo ungefähr 1/3 aller Fahrzeuge automatisiert fahren können, kann man darüber nachdenken Straßen umzubauen, z.B. eine der vier Röhren des Elbtunnels. Das geht so: man macht aus 2 Fahrspuren deren 3 (weil die autom. Fahrzeuge ihre Spuren präzise einhalten) und lässt die Fahrzeuge mit Sicherheitsabständen von nur noch ca. 10 m fahren, wodurch sich die Kapazität einer Fahrspur verdreifacht. (Bereits in den 90er Jahren wurden in Kalifornien im Rahmen des PATH-Projekts bei Tempo 108 km/h (= 30 m/sec) Sicherheitsabstände von 0,23 sec (=6,9 m) sicher beherrscht. Es handelt sich dabei im Prinzip um die gleiche Technik, die schon seit Jahren in Serienfahrzeugen verbaut wird.) Statt 2 x 1 kann man so 3 x 3 Fahrzeuge fahren lassen und hätte damit den gleichen Effekt erreicht wie durch den Neubau von 7 Fahrspuren = 3,5 Tunnelröhren.

Wenn das Taxigewerbe ernsthaft vorhat, sich dieser Entwicklung entgegen zu stellen, dann gebe ich dem nicht die geringste Chance.
Zuletzt geändert von hjm am 29.01.2018, 02:42, insgesamt 1-mal geändert.
Die Zukunft des Taxigewerbes liegt sicherlich nicht darin, sich der Zukunft zu verweigern.

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von TaxiBabsi » 29.01.2018, 07:38

Der GVN-Geschäftsführer der Fachvereinigung Taxi und Mietwagen meldet sich zu Wort und kritisiert Moia wegen Feiertagspause.

Wenn das alles ist, na ja.

http://www.gvn.de/?seite=home/home&beitrag=200/1984

http://m.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/ ... rtagspause

PS
GVN, nie gehört? Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen
Zuletzt geändert von TaxiBabsi am 29.01.2018, 07:51, insgesamt 6-mal geändert.

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von E. G. Engel » 29.01.2018, 10:05

Zitat Taxipupsi: "GVN, nie gehört? Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen"

Oh mein Gott, hau doch nicht so auf den Putz. Der Kollege Martin Berndt und ich haben mit dem Vertreter des GVN im Jahr 2000 in Osnabrück zusammengesessen. Da ging es meinerseits erstmalig um das FT. Vertreter von BG und GV u. a. waren auch da. Alter Hut :roll: :roll: :roll: .

@ hjm.

Mensch alter Junge. Dich gibt es noch :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: .

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von sivas » 29.01.2018, 10:54

Mobilitätsrevolution ... welchen Platz hat da noch der Individualverkehr ? getrennte Fahrwege ? oder wird er eingestellt ... Zweiradfahren ist dann auch verboten, auch Fahrradfahren ?

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von E. G. Engel » 29.01.2018, 11:37

Erst mal vorweg. Ich finde es große Scheixxe wenn ein Egomane ein Ergebnis hier einstellt, zur Information, zum Diskurs, aber die Inhalte des Konzessionsantrages von Moia für sich behält.

Am Bericht der Mopo lässt sich gut erkennen wie ein Boulevardblatt funktioniert. Kurz das Papier vom HTV, vom Namen her als „Hamburger“ Taxenverband mit übergreifenden Anspruch, mehr weiß die Mopo nicht, plus ein Archivbild welches kein Moia Fahrzeug darstellt, und schon ist wieder eine Seite gefüllt. Übrigens, den Namen „Hamburger“ Taxenverband habe ich damals durchgesetzt.

Aber zum Thema.

Zitat hjm:

"Der Betrieb wird zunächst als nicht-kommerzielle Personenbeförderung durchgeführt, auf der gleichen rechtlichen Basis wie ein kommunaler Fahrservice mit ehrenamtlichen Fahrern. Ein solcher Betrieb darf nicht mehr als 30 cent pro Kilometer erlösen und daraus ergibt sich bei 5 Sitzplätzen (+ 1 für den Fahrer) der Fahrpreis von 30/5 = 6 cent pro Sitzplatz-Kilometer."

Es mag ja in Hannover in einer ersten Testphase so gewesen sein. War auch wohl so. Problematisch sehe ich dennoch das Fahrpersonal. Ich kann mir nicht vorstellen dass das Personal für 200 Fahrzeuge, min. 400 bis 800 Fahrer, im Schichtbetrieb ehrenamtlich unterwegs ist. Ehrenamtlich kann natürlich auch gegen Aufwandsentschädigung sein wobei es dafür eine Struktur, Verein etc. geben müsste. Aber das würde ich gerne genauer sehen. Ebenso glaube ich nicht dass der gesamte Background der ja zum funktionellen Betrieb dazu gehört wie Verwaltung, IT-Leute etc. ehrenamtlich arbeitet.

Um es kurz zu machen. Ehrenamtlich kommt für Hamburg nicht in Frage. Dann stellt sich aber umgehend die Frage der Eigenwirtschaftlichkeit.


Zitat hjm:


"Es geht VW nicht darum das Taxigewerbe zu zerschlagen. Falls es passiert, dann geschieht es sozusagen beiläufig.“

Richtig, es ist nur ein Kollateralschaden.


Zitat hjm:

"VW macht das alles nicht freiwillig, sondern sieht sich vom technischen Fortschritt dazu getrieben. „Wenn wir es nicht machen, dann machen es andere“, so sinngemäß die Worte eines anderen Moia-Chefs."

Richtig. Dann kommen die Lösungen, Software und Fahrzeuge, aus China.


Zitat hjm:


„Wenn das Taxigewerbe ernsthaft vorhat, sich dieser Entwicklung entgegen zu stellen, dann gebe ich dem nicht die geringste Chance.“

Richtig, sehe ich auch so. Es stellt sich aber die Frage der Übergangszeit, des Übergangs. Ist das Gewerbe in irgendeiner Form dabei? Gibt es Kompensationen für den Kollateralschaden? Macht das Gewerbe, wobei es das Gewerbe in dieser Form nicht gibt sondern nur Einzelkämpfer, Gruppierungen wie Hansafunk oder Verbände Türen für die Zukunft auf? Wie weit macht die Taxenbehörde mit?

Bei dem Wort Gewerbe sehe ich schwarz. Das Gewerbe nimmt gerne die Kohle mit wofür andere sich den A.rsch aufgerissen haben, sieht es aber überwiegend nicht ein auch nur einen € dafür zu geben.


Eigenzitat Engel:

„Auf jeden Fall kann ich dem Gewerbe raten Anfechtungsklage gegen die Konzession für Moia zu erheben, die Chancen dürften nicht schlecht stehen. Vorausgesetzt man macht es richtig.“


Das könnte den Preis heben, oder überhaupt erst einmal das Gewerbe, dieses morbide und amorphe Gebilde, ins Spiel bringen.

Quo vadis, mein geliebtes und gehasstes Gewerbe.

Und bevor eine dumme Bemerkung kommt. Nein, ich bin nicht verbittert. Auch ist es nicht mehr mein Zukunftsproblem.
Zuletzt geändert von E. G. Engel am 29.01.2018, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von IK » 29.01.2018, 16:34

Hallo zusammen

Nach langer Forumapstinenz melde ich mich kurz, um meinen Saft zu diesem wichtigen Thema zu geben.

Ich finde es gut, dass Clemens seine Stellungnahme abgegeben hat. Das haben auch andere Verbände getan. Sicherlich kann man an dem was Clemens geschrieben hat was aussetzen, dass ist aber zu diesem Zeitpunkt nicht entscheidend. Im Moment geht es um Anhörung. Die Behörde hat sich Meinung von vielen Seiten geholt. Dabei kennt die Behörde alle Argumente auch ohne dieser Stellungnahmen. Für mich als Taxiunternehmer sieht es so aus, als wenn die Sache im Vorwege entschieden wurde und jetzt nur pro Forma eine Anhörung stattfinden soll. Falls ich falsch liege, bitte ich um Nachsicht.

Die Frage aller Fragen ist aber, was passiert, nachdem die Behörde Projekt MOIA genehmigt hat? Wie geht es dann weiter? Wer soll klagen und wer ist überhaupt berechtigt dazu? An sich kann man sich drei Kläger vorstellen:
  1. Taxizentralen
  2. Taxiverbände
  3. Taxiunternehmer
Es ist wahrscheinlich so, dass nur die dirket betroffenen klagen können und das sind die Unternehmer. Aus diesem Grund habe ich mich in der Anhörung auch geäußert und eine Stellungnahme als Taxiunternehmer abgegeben. Und wenn es hart auf hart kommt, werde ich klagen. Nach meiner Auffassung haben wir gar keine andere Wahl.

Meine Stellungnahme kann man HIER nachlesen.

Mit kollegialen Grüßen
Ivica Krijan

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Re: HTV ist entschieden gegen 1000 Sammeltaxis von VW-Tochte

Beitrag von eichi » 29.01.2018, 17:13

Gut geschrieben, Ivo! :!:
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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