miamivice hat geschrieben:Deswegen wird Uber sich "ordnungsgemäß" als "Mietwagenzentrale" etablieren können, mit allem Brimborium wie medizinische Checks für die Fahrer, Ortskundeprüfung, Fahrzeuge jedes Jahr zum TÜV, ausreichende Versicherung, Gewerbeanmeldung, weil wir ja angeblich "fairen Wettbewerb" nicht zu fürchten brauchen.
Darüber brauchen wir uns sicher bald keine Sorgen mehr machen. Uber und seine milliardenschweren Heuschrecken-Finanziers im Hintergrund werden sogar den ganzen Taxibetrieben zu einer neuen Freiheit und enormem Erleichterungen verhelfen. Wetten?
Denn die werden uns "befreien" von all den unsäglichen Prüfungen, den jährlichen TÜV-Zetteln, den Preisbindungen und all dem Brimborium unter dem unser Gewerbe so "leidet". Und die werden uns die Deregulierung auch noch als gute Tat zur Weiterentwicklung der unternehmerischen Freiheit verkaufen. Wetten?
Denn ...
Goldman Sachs, das sind zufällig jene Leute, welche die Zahlen der Griechen dermaßen frisiert haben, damit sich diese in die Währungsunion reinquetschen konnten. Das war auch ne gute Tat, damals zumindest, Griechenland im Euro.
Und nun finanziert Goldmann Sachs den Uber-Laden ... ?
Glaub hier noch jemand an den Weihnachtsmann? Ja Leute, die werden sich an Gesetze halten. Garantiert. Aber natürlich nur an die, die erst noch geschrieben werden. Von ihnen. In geheimen Hinterzimmern. Und ein Personenbeförderungsgesetz in seiner heutigen Form ist dabei bestimmt NICHT mehr geplant!
Der Ökonom Prof. Dr. Rudolf Hickel befürchtet durch die neoliberale Deregulierung dagegen schon ein „Ende des Taxi-Systems“. Der bisher einigermaßen regulierte Markt würde durch die neuen Geschäftsmodelle komplett dereguliert.
Deshalb GANZ wichtig für alle Funktionäre, Entscheider und sonstige Kollegen mit Einfluss in der Branche:Es ist NICHT (nur) entscheidend, dass die neuen Anbieter die Gesetze einhalten. Es ist VIEL wichtiger, die Gesetze der Personenbeförderung und deren Umfang mindestens zu ERHALTEN und vor weiterer Aushöhlung zu schützen!