Demo in Hamburg Umfrage

Verlagerung der Postengespäche in das Internet.
Pittlepuk
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Beitrag von Pittlepuk » 25.08.2012, 19:22

Richtig! Vor dem Hintergrund, dass ich in den nächsten Tagen zum Uhrmacher soll, meine Preise (sind ja eigentlich gar nicht meine, sondern dieser Blähung der Behörde) glatte Bevormundung, wieder auf meine Kosten umstellen lassen soll, habe ich richtig Bauchschmerzen, denn ich bin am Ruder und soll mich vor der Kundschaft wegen höherer Tarife verantworten.

Ich will zumindestens dann einen solchen Flyer, wie, oder so ähnlich wie oPA andachte, der Kundschaft vorhalten können, damit ich mich nicht mit den üblichen Diskussionen ablabern muss.

Ich bin am Markt und soll mich benehmen wie ein ?Beamter? " sisst halt so, sind die neuen Vorschriften - " , ich glaub ich bin im Irrenhaus, wenn ich mir das so vorstell!

Wir müssen jetzt die Sache in die Hand nehmen, weil wir an der Front sind.

Der 6.9. ist zu spät um unseren Ruf zu bewahren!

Zu verhandeln - es gibt nichts zu verhandeln, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist!

Ab dem 1.9. sind wir verbrannt, welche Campange soll uns darausholen - bitte schön? ARGE komm in Wallung!

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Beitrag von SindSieFrei? » 25.08.2012, 21:55

Ich denke, wir haben einen weiteren, guten Weg aufgezeigt, das Problem öffentlichkeitswirksam zu platzieren. Die Öffentlichkeit ist der Kunde/Wähler. Lasset die Gespräche beginnen und die offensive öffentliche Kundeninformation damit einhergehen. Direkte Kundenansprache! Ein professioneller Medienberater ist ja bei der ARGE vorhanden, so wie ich hörte. Warum der nun wieder nicht auf den Schachzug gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Mit "Appeasement-Politik" sollte Schluß sein, denn Erklärungen an Kunden sind keine Demo, aber eine sehr geschickte Maßnahme ohne die Bedienfähigkeit zu beeinträchtigen! :P

LG
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Beitrag von SindSieFrei? » 25.08.2012, 22:27

CPL5938 hat geschrieben: Und dass mir keiner auf die Idee kommt auf gelbem Papier zu drucken. Auch nicht blau, rot, grün oder irgendeine andere Farbe. Das sieht nach Flohmarkt aus und ist schlecht lesbar, wenn es auf die Schnelle geschehen soll. Und noch ein Bitte: Bitte, bitte keine pixeligen, schlecht freigestellten Grafiken.
:mrgreen: Den Absatz habe ich tatsächlich überlesen und lese ihn jetzt erst, aber DER SATZ trifft unser Gewerbe sowas von auf den Punkt. Nun kann ich mit einem Lächeln auf den Lippen schlafen gehen, DANKE CPL!!!! :mrgreen:
Dura lex, sed lex.

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Beitrag von oPA » 26.08.2012, 03:27

Also die Geschmacksrichtung "Offener Brief" gefällt mir gut.

So wie CPL es beschreibt -ebenso wie die Idee "Englisch" - müsste es sein: professionell, aber nicht überkandidelt.

Weder ein schlechter Matritzenabzug auf gelbem Nicht-Umweltpapier, noch ein Vierfarb-Leporello als Publisher-Orgie.

Ich hätte gerne so etwas in Händen und am liebsten gemeinschaftlich vom Gewerbe.

Es geht nicht darum, der Behörde irgendwie auf die Füße zu treten, es geht darum, ihr zu zeigen, dass wir mit unseren Kunden reden.

Und zukünftig reden werden!

Wir müssen uns selbst darum kümmern, vom Deppen-Image ("Autofahren kann jeder") wegzukommen und deutlich machen, dass wir verantwortlich Menschen transportieren und keine leeren Eierpappen.

Damit sind wir vergleichbar mit Piloten und Lokführern (leider nur, was die Verantwortung angeht, nicht die Bezahlung).

Genau diese Haltung sollten wir für uns kultivieren, anstatt uns ob des niedrigen Sozialprestiges des Berufes wegzuducken.
Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme

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Beitrag von CPL5938 » 26.08.2012, 04:53

SindSieFrei? hat geschrieben:mit einem Lächeln auf den Lippen
Dann hat es sich schon gelohnt.
;)

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Beitrag von CPL5938 » 26.08.2012, 04:55

oPA hat geschrieben:noch ein Vierfarb-Leporello als Publisher-Orgie.
...och…

;)

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Beitrag von CPL5938 » 26.08.2012, 05:10

@oPa
Ich würde Dir von Herzen zustimmen!

PS: Aber einige von uns sind wirklich Deppen, einige Kunden leere Eierpappen und Autofahren kann wirklich nicht Jeder!

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Beitrag von E. G. Engel » 26.08.2012, 10:25

Wie ich das so lese habe ich das Gefühl nur so halb verstanden worden zu sein. Von dem Einen so, von dem anderen so.



Meine Gedanken damals waren über dieses Schiene mal so etwas aufzubauen wie ein „Hamburger Taxentag“. Regelmäßig einmal im Jahr, ähnlich wie die Gewerkschaften den 1. Mai haben, so sollte der „Hamburger Taxitag“ sein. Ein Tag auf den wir auf uns und unsere Probleme aufmerksam machen könnten und u.U. mit Kunden, Presse etc. diskutieren können. Aber, Schnee von gestern. Das ist jetzt und hier nur ein kleiner Ausflug. Aber noch ein Beispiel, die meisten Kunden wissen nicht dass eine Funktaxenbestellung Geld kostet, 1.-€ (?) pro Funktour der dann von der 7.- € Tour schon mal abgeht. Auf dieser Ebene sind jede Menge Informationsdefizite. Das Gleiche bei Kartenzahlung etc. etc.




Zum Thema.

Ganz vorneweg. Für einen Tarif, mit oder ohne KM, gehe ich nicht auf die Straße, und werde das auch jedem erzählen ob er es hören will oder nicht.

So. Ist ja schön wenn hier alle hurra schreien. Ich hatte mir damals, und so könnte man es auch heute machen, gedacht, kleine Päckchen für die Kollegen zumachen. Es gibt ja diese kleinen DIN A5 Hüllen. Rein Kommen x „Flyer“ und ein Deckblatt als Kollegeninformation, worum, wieso, weshalb diese Aktion. Die müssen ja auch wissen worum es geht und motiviert werden. Könnte auch ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen das wir unbedingt brauchen.



Gleich mal vorne weg, das mit der Farbe. Ja, es muss gut lesbar sein, aber es kann trotzdem farbliches Papier verwendet. Farben haben unbestritten eine psychologische Wirkung und schaffen schon für sich Aufmerksamkeit. Auch ja. Vor ca. 12 Jahren habe ich dies für den HTV ähnlich gemacht. Irgendwann gab es dann die 4. oder 5. Information (Flyer). Typiche Antwort war häufig: „Das gelbe und rote kannst Du behalten, das habe ich schon gelesen, aber das grüne, das gib mal her.“ So geht’s.


So. Dann geht es jetzt erst einmal darum strukturell an die Sache heranzugehen. Diskussionen über eine konkrete Überschrift sind verfehlt und erinnern an Blähungen.


Warum bzw. in Englisch? Das ganze mediale Spektakel ist letztendlich nur eine Inszenierung. Genaugenommen ist es egal was die in New York oder in London denken. Wichtig ist aber was unsere Verantwortlichen und Politiker denken was die in New York oder London denken könnten. Und natürlich auch die Hamburger Kunden -> Bürger -> Wähler.


Sie könnten denken dass eine SPD-Regierung unter ihrer Verantwortung ein ganzes Gewerbe wissentlich und strukturell unter „dritte Welt“ Bedingungen arbeiten lässt. Alles im Interesse des Kunden, wie es so schön heißt. Fragen wir den Kunden doch. Erklären wir es im und fragen ihn. Und, dann, dann könnten die Verantwortlichen und Politiker denken, das ist nicht gut für uns. Die Kunden -> Bürger -> Wähler könnten denken dass die Hamburger SPD-Regierung Dinge im Namen des Kunden -> Bürgers -> Wählers macht die der Kunde in Wirklichkeit gar nicht will weil er kein asoziales A….. ist. So.


Und das mit dem Trinkgeld. Ist nur eine Frage der geschickten Formulierung. Bedeutet aber, und man stelle sich das einmal vor, der New Yorker Kunde erzählt in New York, die Hamburger Taxifahrer bekommen von den Hamburger Verantwortlichen/Politikern so wenig zugestanden dass sie „betteln gehen müssen“. Was würden dann die Hamburger Verantwortlichen/Politiker denken was man über sie in München, London oder sonst wo über unsere Verantwortlichen/Politiker denken könnte? Und als Bonbon stellen wir uns einmal vor der New Yorker hat bemerkt dass ca. 70% der Hamburger Taxenfahrer „Ausländer“ sind? Schöne Vorstellung, oder?



Was würde dann die Hamburger Presse denken was man in München, New York oder London über Hamburg und Taxi/Verantwortliche/Politiker denkt. Wir würden es lesen! Und Hamburger Verantwortliche, Hamburger Politiker, Hamburger Kunden, Hamburger Bürger, Hamburger Wähler würden es auch lesen.



Wir haben nichts mehr zu verlieren. Warum? Weil wir schon alles verloren haben. Und die noch nicht so weit sind, die kommen auch noch dran. Garantiert. Spätestens wenn Du mit 65 nicht mehr aus der Taxe steigst sondern nur noch herauskriechst. Ist täglich zu beobachten. Also, keine falschen Hemmungen.


So könnte der Vorlauf sein und die Demo wird umgehend drangehängt.


Damit ist für mich das Thema erst einmal erschöpft.




Eberhard.


PS. So, jetzt gehen wir in Verhandlungen mit den Verantwortlichen und Politikern und überlegen wie wir das Hamburger Taxengewerbe so strukturell aufstellen dass Hamburg stolz auf sein Taxengewerbe sein kann. Meinetwegen können wir jetzt auch über Tarif, mit oder ohne KM, als einer der vielen möglichen Lösungsansätze reden.

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Beitrag von CPL5938 » 26.08.2012, 15:08

Also das mir dem farbigen Papier müssen wir erstmal in aller Breite und Tiefe zu Ende diskutieren. Vielleicht brauchen wir auch erst ein Gutachten welches die psychologische Wirkung davon untersucht. Und eine Arbeitsgruppe "farbiges Papier" die das in die Hand nimmt. Und wenn wir den Text in Englisch machen, damit der Bürgermeister Angst bekommt, dass man an der Wall Street schlecht über ihn denken könnte, dann könnten wir doch auch gleich einen offenen Brief an Barack Obama schreiben.

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Beitrag von SindSieFrei? » 26.08.2012, 17:55

Zur Farbpsychologie findet man hier recht interessante Dinge:

http://www.grafixerin.com/bilder/Farbpsychologie.pdf


Das aufpeitschende Gelb........ :mrgreen:
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Beitrag von SindSieFrei? » 27.08.2012, 17:41

Stille an der Front? Oder hat man seitens der Verbände Muffensausen, die Öffentlichkeit offensiv begleitend einzubinden? Gute Ideen stehen hier. Der 6.9. naht!!!

LG
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C.L.
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Beitrag von C.L. » 01.09.2012, 12:46

Nee eigentlich keine Stille an der Front, eher das tiefe Durchatmen vor dem Sturm.

Nachfolgend ein schönes Beispiel aus dem Taxialltag. Da kann Eberhard noch so oft das Mengenproblem bemühen und Clemens hoffen und beten, dass sich 2013 alles zum Guten wendet. Ich sehe hier und heute grobe Ungerechtigkeiten und habe es satt, nach dem Willen der Stadt erneut gernügsam und geduldig zu sein.

Es ist Freitagnachmittag am Flughafen Hamburg. Ein Taxifahrer bekommt einen Zustieg Richtung Maschen und möchte eigentlich gar nicht losfahren. Warum nur, bringt doch die Fahrt je nach gewählter Strecke 60-90€. Im Radio hat er bereits gehört vor dem Elbtunnel 18 Kilometer Stau Richtung Süden. Er weiß es wird allein 90 Minuten dauern, bis er vor dem Elbtunnel steht, die Uhr zeigt dann 30€ an. Also müsste er Richtung Elbbrücken fahren. Dumm nur, das wegen dem Oldtimer Revival im Stadtpark die Saarlandstraße voll gesperrt ist. Drumherum überall schönster Stau. Außerdem ist die Wilhelmsburger Reichsstraße bis Ende nächster Woche voll gesperrt. Trotzdem setzt sich der Kollege mit Fahrgast in Bewegung und steht sofort in der Sengelmannstraße im Stau. Wohlgemerkt an einem Freitag gegen Mittag !!! Da es nicht so recht vorangeht entscheidet man sich gemeinschaftlich die Fahrt am Bahnhof Barmbek zu beenden. Der Kollege bekommt 15€ und ist eigentlich froh, dass er nicht drei Stunden Richtung Maschen fahren muss, was über Elbbrücken auch „nur“ 60€ gebracht hätte.

Hier sehen wir die fatalen Fehlentwicklungen des Hamburger Taxitarifes. Ohne Wartezeitanteil im Tarif wird der Kollege genötigt seine Arbeitsstunde für 20€ zu verschleudern, was ja nun wirklich nicht mehr als zeitgemäß angesehen werden kann. Mit Wartezeit würde seine Arbeitsstunde 45€ kosten. Der Kunde entscheidet dann, ob er vor die Tür gefahren werden möchte, oder ob ihm das zu teuer wird, und er in die Bahn umsteigt.

Über Verkehrspolitik lohnt es sich in Hamburg offenbar überhaupt nicht mehr zu reden. Findet diese noch statt ? Ist das schon ein Thema für den Petitionsausschuss der Hamburger Bürgerschaft ?

MfG C.L.
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Beitrag von eichi » 01.09.2012, 13:34

Früher gab es mal in der Baubehörde eine "KoSt", Koordinierungsstelle für Baustellen.

Offenbar gibt es sie immer noch, aber die Zielvorgabe ist jetzt offensichtliche auf
maximale Verkehrsbehinderung angesetzt. Denke da an die drei Baustellen Mühlenkamp (Poelchaukamp),
Barmbeker Str. u. Saarlandstr., wunderbar in die Breite gestaffelt für optimale Wirksamkeit.

Bei der Baustelle Barmbeker Straße hätte das "Stadtpark Revival" nicht zu dem Termin stattfinden dürfen.
Zur Zeit kann man den Bereich (immer noch) nur weiträumig meiden, mein Mitgefühl gilt den Fahrgästen,
die nicht bedient werden können und den Fahrern, die im Stau gefangen ihre Arbeitszeit verschenken müssen!
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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Anna Chronismus
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Beitrag von Anna Chronismus » 01.09.2012, 13:45

C.L. hat geschrieben:Über Verkehrspolitik lohnt es sich in Hamburg offenbar überhaupt nicht mehr zu reden. Findet diese noch statt ?
Ja, mehr denn je. Derzeit leider noch ohne nennenswerte Beteiligung des Taxengewerbes, was sich ändern soll und muss (siehe unten Punkt e) )

Ich zitiere mal auszugsweise aus einer eMail, um den thematischen Bogen der mit dem 6.9. beginnenden Verhandlungen etwas transparenter zu machen:
a) TARIF: Angleichung des Taxentarifs in Höhe und Struktur an jene anderer prosperierender Städte wie München, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt (Vergleichbarkeit)

b) RUNDER TISCH TAXIPOSTEN zur Überwindung der Kompetenz-Zersplitterung, welche zu einer fehlenden hamburgweiten Planung von Taxen-Halteplätzen führt. Es fehlen Standards für die Bedarfsfeststellung, die Ausgestaltung vor Ort sowie eine wirkliche Einbeziehung des Taxengewerbes (auch im Hinblick auf die Verzahnung mit anderen Elementen des neuen urbanen Mobilitätsmixes)

c) AUSKÖMMLICHKEIT/ÖKONOMIE: Der fairer Wettbewerb wird heute im Taxenmarkt durch Schwarzeinnahmen und -arbeit, zahlreiche frühkapitalistisch anmutende Beschäftigungsverhältnisse und andere wettbewerbsverzerrende Fehlentwicklungen beschädigt. Eine der Ursachen für solche Fehlentwicklungen ist die im gewerbeweiten Durchschnitt schlechte Auslastung der Taxen von im Mittel um die 25%. (...)

d) FAHRPERSONAL: Es werden höhere Qualitätsanforderungen bei neuem Fahrpersonal (sog. P-Schein) denn heute benötigt. Bisher kann man sich nach versemmelter 11. Prüfung gleich für die 12. anmelden, und selbst minimalste Anforderungen an Sprachkenntnissen (z.B. B1-Level) sind nicht Bestandteil der Prüfung. Potentiell gutes Personal, z.B. ältere Arbeitslose mit jahrzehntelangen Stadtkenntnissen und abgeklärter Fahrweise, werden durch die derzeitigen Wild-West-Zustände abgeschreckt, weil diese nach Jahrzehnten in "normalen" Beschäftigungsverhältnissen Standards gewohnt sind, die im Taxengewerbe (bisher) eher unüblich sind.
[Ergänzung: Erhöhung der Zugangshürden für neue Taxenunternehmer gemäß EU-Richtlinie 1071/2009, danach müssen "Kraftverkehrsunternehmer" u.a. wissen, "was eine Bilanz ist und wie sie aufgebaut ist, und sie verstehen können; eine Gewinn- und Verlustrechnung lesen und verstehen können; die Finanz- und Rentabilitätslage des Unternehmens insbesondere aufgrund von Finanzkennziffern analysieren können; ein Budget ausarbeiten können"]

e) VERKEHRSPOLITIK: Stärkere Einbeziehung des Taxengewerbes in die laufenden Diskussionen für eine moderne Verkehrspolitik in Hamburg. Taxen sind der "missing link", durch den der neue Mobilitätsmix aus ÖPNV, (Leih-)Fahrrädern und CarSharing erst zu einem vollständigen Ersatz für den privaten PKW-Verkehr werden kann. (...)
Wer nicht nur lamentieren will, sondern auch mitgestalten, sollte jetzt aktiv werden. Der Besuch der HTV-Veranstaltung am 4.9. wäre ein guter Zeitpunkt. Da sich andere Verbände derzeit nur intern, also nicht-öffentlich beraten, ist es auch die einzige öffentliche Veranstaltung vor dem Taxi-Gipfel. Wer das kritisiert, hatte ausreichend Zeit, etwas selbst zu organisieren.
Action speaks louder than words
-----
Otis Redding - Hard To Handle
Single "Amen" (1968), B-Seite


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Beitrag von scarda » 01.09.2012, 15:51

Tanz den Kollaps

Realpolitik war gestern. Keine Verhandlungen. Öffentlicher Koordinierungstermin in öffentlichen Räumen ohne selbsternannte Föhrer reicht. Die Stadt blockieren. Wenige Autos. Sehr effektiv. 5-10 Autos eine große Kreuzng. Aussteigen Flyer verteilen, wegfahren. Mehrere Punkte gleichzeitig. Flyer für das Publikum vor Ort. Keine Analysen, keine Anklagen, keine Forderungen, keine Pressesprecher, überhaupt keine Sprecher, "keine Gefangenen". Alle zwei bis drei Monate wiederholen, anfangs lieber häufiger. Arbeit macht nur das herstellen von Öffentlichkeit. Ohne die verpufft dit. Filmchen mit billiger Kamera auf eigenit Community-Portal reicht. Die Presse soll sich selbst bemühen.

Föhrer die Gefolgschaft suchen, weil sie dieses Model für Politik halten, verweigere ich mich per se. Wir sind selbstständige Taxifahrer und können uns selbst vertreten. Direkte Aktionen, die sich selbst erklären sind die besten. Wenn wir auf dem Weg irgenwann mal Verhandlungen führen sollten, dann nur auf der Basis eines direktdemokratischen Plenums. Am Ende steht vielleicht mal ein Art einheitlicher Verband.
DEREGULIERUNG IST AUCH NUR REGULIERUNG. ZIELFÜHRENDE VORSCHLÄGE? NEIN? ACH SO!
Taxi_2017 ist gut, innovativ, technisch top, hat beste Fahrzeuge zu vernünftigen, regulierten Preisen
http://www.yumpu.com/de/document/view/2 ... toi-studie#

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Beitrag von SindSieFrei? » 01.09.2012, 17:47

scarda hat geschrieben:...Wenn wir auf dem Weg irgenwann mal Verhandlungen führen sollten, dann nur auf der Basis eines direktdemokratischen Plenums. ...
Ein direktdemokratisches Plenum aus TAXIFAHRERN? Um Gottes Willen!!! 200 Taxifahrer, 600 Meinungen und 1200 Stunden rausgeworfene Zeit! :mrgreen:
Vergiß es. Taxifahrer müssen organisiert werden und zwar strikt. Eine Masse an Fahrern ohne einen gewissen (verbandlichen) Überbau mit klaren Strukturen schafft gar nichts. Außer auf ner Demo im Kreis zu fahren und zu hupen! Meine Meinung! Dieses Gewerbe mit einem direktdemokratischen Plenum aufzustellen, hieße viel reden, aber nichts erreichen. Es drängen sich dabei zwangweise die Fernsehbilder osteuropäischer und afrikanischer Parlamente auf, wo nach wenigen Minuten eine zünftige Prügelei jeden Sachverstand ersetzt.

LG
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Beitrag von scarda » 01.09.2012, 19:43

so, du bist also ein sappelpott. :mrgreen: :mrgreen: nee, im ernst, warum soll ich an nicht-richtungsweisenden projekten beteiligen? dafür ist der tag zu kurz.

1
ihr wollt politik für andere machen. ohne mich. da steckt jede menge unfreiheit drin. bin ich nicht für zu haben. dann vertrete ich mich lieber selbst. die welt der funktionärs-demokratie mit minderheiten-unterdrückung habe ich schon lange verlassen. alter wein in neuen schläuchen? interessiert mich nicht genug. außerdem bin ich kein bitsteller.

oder

dann bin ich doch lieber für eine zwangsmitgliedschaft aller fahrer und aller unternehmer in einem verband. der kriegt dann eine plattform wie z.b. diese http://www.sk-prinzip.eu/ und kann da seine entscheidungsfindungen durchspielen. natürlich ganz ohne langes gesappel. und vor allem nicht immer wieder diese fürchterlichen mehrheitsentscheidungen. die heute die vorsappler und vortänzer spielen, wären dann nur noch zuarbeitende sekretäre. wahrscheinlich wären es nicht dieselben, wie die eitlen platzhirsche von heute.

2
der vorteil kleiner aktionen, auf die du zwar nicht eingegangen bist, aber trotzdem: leichteres einbringen, jeder kann miteinsteigen, die aktionen müssen nicht erklärt werden. und selbstverständlich braucht es im vorwege zwei bis drei ag-s für die koordination. aber die braucht es ja so oder so.

zusammenfassung:
meine einwürfe betrafen folgende zwei punkte:
kleine effektive gruppen mit geringen zeit- und materialaufwand und
arbeiten ohne profilneurotischem wasserkopf

alles was ich selbst erklärt ist gut - alles was funktionäre erklären müssen, ist gut für funktionäre.

die revolution findet ohne revolutionäre statt - oder es ist keine. warum? weil es besseres gibt, als das ewige straff für die funktionäre und nach mehrheitsentscheidungen marschieren. was mir an deinen ausführungen ganz ausdrücklich nicht gefällt: dein menschenbild vom taxfahrer. der taugt bei dir nur zur funktionalisierten masse. gib dir mal mehr mühe und überleg dir auch ein paar kleine direkte Aktionen. hilf den leuteken ihr potential zu entfalten.
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Beitrag von SindSieFrei? » 01.09.2012, 20:07

scarda hat geschrieben:...gib dir mal mehr mühe und überleg dir auch ein paar kleine direkte Aktionen. hilf den leuteken ihr potential zu entfalten.
Das mache ich fast täglich. Ich telefoniere, ich höre und sehe und werde manchmal auch gehört und manchmal lasse ich mich eines Besseren belehren. Keiner ist perfekt, nur die Konstellation, die wir im Moment haben, ist für mich auf sachlicher Ebene optimal, weil sie noch nie so dagewesen ist. Darum glaube ich an die Jungs. Wenn sich das ändert, wirst du das als Erster lesen. :roll:
Dura lex, sed lex.

Filou
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Beitrag von Filou » 01.09.2012, 21:27

@scarda
So unklug ist dass gar nicht, vorher nichts zu machen. Wenn eure Behörde am 6.9. euch eure Kostentabelle um die Ohren haut, weil kein Zusammenhang besteht mit der realen Lohnentwicklung, dann habt ihr sie an den Eiern. Dann müssen andere Maßnahmen her um die Arbeitsverhältnisse nachweisbar in den Griff zu bekommen. Vielleicht bekomm ich jetzt hier Schläge aber denkt lieber darüber nach, was dann kommen sollte. Legt man sich jetzt schon fest und geht mit den vielleicht falschen Argumenten an die Öffentlichkeit, wird es schwieriger und sieht weniger kompetent aus.

roter stern
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Beitrag von roter stern » 01.09.2012, 22:36

Da die Taxenbehörde Hamburg
1. Für die Anzahl der Taxen in Hamburg
und
2. Für den Tarif
zuständig ist

ist sie voll verantwortlich für die derzeitige prekäre Lage !
Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, Überschreitung der Lenkzeiten,
Nichteinhaltung der Arbeitnehmerrechte, sittenwidrige Löhne, und und und.

Sind nur die Folge, der von der Behörde gemachten Rahmenbedingungen
Das erfüllt nach meiner Meinung den Straftatbestand §315
gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.
Jeder Taxifahrer der Lenkzeiten massiv überschreitet um zu überleben,
ist eine potentielle Gefährdung für die anderen Verkehrsteilnehmer.

Die Ursache für diese Gefährdung liegt doch eindeutig beim Amt.

Deshalb bin ich für eine Mahnwache am Donnerstag dem 6.9.2012
vor dem Taxenamt in der Wirtschaftsbehörde.
5 10 oder 30 Taxen, wenn mehr kommen auch nicht schlecht,
man kann sich ja auch ablösen.
Wir müssen viele Gesetze einhalten, wenn wir auf der Straße sind.
Aber die Behörde hat über Jahre den § 13 Abs.4 ziemlich einseitig
ausgelegt zugunsten einer flächendeckenden und ruinös billigen
Bedienung der Hamburger durch Taxen.
Das konnte früher noch durch Grau - und Schwarzarbeit ausgeglichen
werden.
Das ist für einige lange her - andere wursteln sich damit noch heute durch.
Aber die Zeiten sind doch vorbei.
Tarif und Anzahl der Taxen liegen einzig und allein beim Taxenamt.
Und die Folgen dieser Vorgaben darf nicht sein,
das übermüdete Fahrer eine Gefährdung des Straßenverkehrs sind.
nur weil sie nur so normal über die Runden kommen wollen.
Mahnwache am 06.09.2012
Welche Uhrzeit eigentlich und wo genau ?
scarda hope to see you und keine Statements in irgendwelche
Kameras von NDR oder HH1 Praktikanten.
so long
roter stern

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