Jetzt hatte ich auch mal Zeit zum Lesen.

Verlagerung der Postengespäche in das Internet.
thoma
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Jetzt hatte ich auch mal Zeit zum Lesen.

Beitrag von thoma » 28.03.2006, 20:43

Und ich muss sagen: ich bin echt geschockt! Nicht nur über die Zahlen die der Zwischenbericht aufführt sondern auch darüber das hier nicht der virtuelle Aufschrei erfolgt!! Oder ist das deshalb weil ihr fast alle mit dabei seid?

Denn das muss ja wohl der Fall sein: Ca 40% der Einzelunternehmer geben einen nicht nachvollziehbaren Umsatz von weniger als 25000€ an. Dazu kommen noch einmal 240 Mehrwagenunternehmer mit Fahrzeugen mit Umsätzen von ebenfalls unter 25000€. Das sind noch einmal 13% der Hamburger Taxiunternehmen. Das macht also 53% der Hamburger Unternehmer mit 58% der in Hamburg bewegten Taxen (ca 2000)!!!!

Und Leute, worüber reden wir denn hier! Hallo, 25000€, dass ist doch ein Witz! Aus dem Zwischenbericht geht doch auch hervor, dass zum wirtschaftlichen Betrieb eines Einzelunternehmens mind. ca 35000€ und für ein Fahrzeug mit angestellten Fahrern eines Mehrwagenbetriebs ca 44000€ erforderlich sind. Wenn man diese Zahlen als Maßstab für die Plausibilität nehmen würde, dann blieben wohl nur sehr wenige übrig, deren Zahlen man als authentisch betrachten kann. 25000€ würden nicht mal ansatzweise reichen um die Kosten unserer GbR zu decken. Und dabei handelt es sich um ein Unternehmen mit einem Fahrzeug ohne Lohnkosten, weil nur die Gesellschafter fahren!! Und die angegebenen Einnahmen liegen ca bei dem dreifachen dessen was hier die Grenze zwischen Gut und Böse darstellt. da muss ich mich doch langsam fragen ob wir eigentlich bescheuert sind. Denn scheinbar ist es ja absolut gefahrlos möglich, gnadenlos zu sch***, denn unsere Aufsichtsbehörden (BSU, Finanzen, Zoll..) scheint das ja, im vollen Wissen um diese Zustände, nicht weiter zu interessieren. Wie sonst ist eine so hohe Zahl offensichtlicher Betrüger zu erklären?

In diesem Zusammenhang, in dem Wissen um diesen Zwischenbericht, da muss ich mich dem Eberhardt anschliessen, ist der Auftritt von Taraske und Berndt bei HH1 der gewerbepolitische Offenbarungseid. Da kann man eigentlich nur noch zurücktreten, sollte einem ein gnädiges Schicksal einmal die eigene Unzulänglichkeit gewahr werden lassen. Ich möchte das Schicksal darum bitten!

Ebenso kann ich mich dem Kollegen yellow anschließen. Diesen Aufsichtsbehörden, die es im vollen Bewußtsein darum Unternehmen gestatten, mit derart unlauterem Geschäftsgebaren am Wettbewerb teilzunehmen, sollte man eigentlich auf Schadensersatz verklagen können. Das wird in diesem Rechtsstaat, in dem jeder Beamtenarsch jederzeit ungestraft Millionen aus dem Fenster werfen oder im Ofen verbrennen kann, leider niemals möglich sein. Ist doch schön das es wenigstens einen Berufsstand gibt, der für die Verschwendung ihm anvertrauter Gelder und die Vernachlässigung der zu Beaufsichtigenden nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.

Dann noch ein Wort zu unserem lieben Jörn: Wenn du dir hier tatsächlich erdreistest, dem Kollegen Eberhardt die Abwesenheit bei zukünftigen Demos gegen Flughafengebüren (gegen die er immer eingetreten ist) und den Austritt aus dem LHT nahezulegen weil er völlig berechtigte Kritik an Berndt und Taraske übt, dann wage es ja nicht noch mal andere als "kleine Diktatoren" zu bezeichnen. Und im Gegensatz zu diesem "Ausschluß" des Kollegen Eberhardt war dein Rausschmiß beim Hansa geradezu zwingend.
Du erweist dich hier jedenfalls ganz sicher nicht als Demokrat und Verfechter der Meinungsvielfalt. Also halte in Zukunft über diese Themen lieber die ***!

Thorsten
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C.L.
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Beitrag von C.L. » 28.03.2006, 21:29

Hallo thoma,
du bist mir zuvorgekommen mit einem Kommetar zu dem Zwischenbericht des Gutachtens. Egal von welcher Warte man das Ergebnis betrachtet, es ist ernüchternd. Ebenso wie der Vorschlag der BSU zu einer Tariferhöhung, dazu am Ende mehr.

Mir blieben vor allem folgende Zahlen gut im Gedächtnis :
Umsatzschnitt 124.-
gefahrende Km 138
Arbeitszeit 10 - 12 Stunden
Tourenschnitt 11 €

Daraus ergibt sich messerscharf, das im Schnitt gerade mal eine! popelige Tour in der Stunde abgewickelt wird, was einer Auslastung von 20% der Arbeitszeit entspricht. Und das ist so, weil es Konkurrenz auf den Taxen gibt, die es natürlich bei ehrlicher Buchführung dar nicht geben düfte. Das ist ein offenes Geheimhis und zwar seitdem ich Taxi fahre (1993).

Eure Umsätze bzw. Kosten zeigen mir vor allem das ihr mit eurer GBR viel Geld von A nach B bewegt, ohne entsprechend zu verdienen. Im Gegensatz dazu stehe ich mit kleinem Umsatz aber auch kleinen überschaubaren Kosten. Wir wären beide besser dran ohne die o.g. lästige Konkurrenz. Ohne eine Marktverzerrung von ca. 30% des Gesamtgewerbes hätte ich natürlich die Einnahme die oben angesetzt wird, um vernünftig zu wirtschaften. Aber aktuell fahre ich keine 35.000 € Umsatz, weil ich nicht bereit bin 6x die Woche 14 Stunden abzusitzen und es zum Glück auch gar nicht muss.

Ich denke der Ansatz der Politik ist klar. Es kommt den Staat günstiger auf Steuern und Sozialabgaben zu verzichten, als im Gewerbe auszumisten und somit 3000 neue Sozialfälle in Hamburg zu schaffen. Denn wo sollen die lieben Kollegen hin, die leider keine weitere Qualifikation haben, als einen Führerschein ????

Mich hat das Ergebnis nicht schockiert, es war auch schon vorher was durchgesickert wenn man sich bei den richtigen Leuten erkundigt. Schockieren tut mich die Reaktion der BSU. 4% Tariferhöhung will sie uns zum 1.1.2007 gönnen und den Unsinn der unbezahlten Wartezeit beibehalten. Aber wir haben jetzt hohe Dieselpreise und neue Abgaben in Form von Flughafengebühren, Kartenprovision und längeren Wartezeiten bei der Überweisung der Karten.

Meinetwegen kann das Fiskaltaxameter sofort kommen, die 1000 € für eine neue Uhr habe ich auch noch. Ich gebe aber nicht schon wieder 100 € aus für Tarifprogramm und Eichamt, wegen dieser lächerlichen Erhöhung, die sich die BSU wirklich sonstwo hinstecken kann.
Ich hoffe für uns alle nicht nur Neugebauer und Lux machen das der BSU klar, sondern auch Mr. Kruse zieht mal an einem Strang.

Tarifänderung : Entweder richtig oder gar nicht !!!!!!!!!!!!!!!

Gruss C.L.
same shit - different day

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Beitrag von thoma » 28.03.2006, 22:18

Lieber C.L.

es ist sicherlich richtig: auch die von dir angeführten Zahlen sind erschreckend, wobei es schade ist, dass der Zwischenbericht nicht eine tatsächliche Durchschnittsdauer der Schichten nennt und sich so auch ein Umsatz pro Stunde errechnen lassen würde. Klar ist nur das der irgendwo unter 12,4€ die Stunde anzusiedeln ist, wohl eher unter 12€. Und dies sind die Daten aus der Auswertung der Fiskaltaxameter! Du hast wohl auch recht mit der Erkenntnis: ca 1 Tour pro Stunde! Und das ist der Durchschnitt, ich kann dir glaubhaft versichern, dass das bei den Kollegen vom Hansa besser aussieht.

Nur welche Schlüsse sind daraus zu ziehen? Du outest dich hier mal wieder als Verfechter der ungebremsten Tariferhöhung. Das halte ich, gerade auch angesichts dieses Zwischenberichts für nicht geboten, da schließe ich mich Eberhardt an:

"In diesem Zusammenhang. Die von der Taxenbehörde veranlasste Tariferhöhung sollte rundweg und vehement abgelehnt werden. Es kann nicht angehen dass die Stadt Hamburg bis dato nicht gewillt ist ihrer Verantwortung, der Rechtsaufsicht über das Hamburger Taxengewerbe, nachzukommen und den kriminellen Überhang im Gewerbe versucht mittels einer Tarifanpassung zu kompensieren um „Ruhe in den Karton“ zu bekommen. Wir brauchen erst einmal für lange Zeit keine Tarifanpassung sondern Auslastung. Jeder der auch nur annähernd etwas von Wirtschaft versteht fasst sich an den Kopf wenn bei einer Auslastung von c. 25% (?) Preise erhöht werden. Sind wir dann komplett blöde??? Kriminelle raus und damit die Auslastung auf 50% (?) hoch. Das muss die Devise eines kompetenten Gewerbepolitikers sein!!!

Wir brauchen keine Tariferhöhung um 4,6%, wir brauchen die Entsorgung von 1365 kriminell organisierten Taxen (Besitzer), siehe Zwischenbericht Gutachten. Das würde Auslastung bringen und die Standzeiten um vieles verkürzen. Der Hamburger Bürger darf nicht durch die Handlungsunfähigkeit der Stadt Hamburg (Rechtsaufsicht Taxengewerbe) unnötig mit höheren Preisen belastet werden. Wir haben über diesen Punkt ausführlich diskutiert, Herr Berndt. Das wäre die Antwort bei Schalthoff gewesen. Senator Freytag als Herr eines kriminalisierten Gewerbes und zur Vertuschung soll der Hamburger Bürger höhere Taxenpreise zahlen. Sie wollen politische Spielchen spielen???"

Besser hätte ich es sicher auch nicht sagen können!

Thorsten
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Beitrag von homer » 28.03.2006, 22:23

Moin C.L. -
was den Vorschlag der Behörde für eine angebliche Tariferhöhung angeht
stimme ich Dir absolut zu - das ist eine Verhöhnung. Wie man einerseits
erste Konsequenzen aus dem Gutachten ankündigen kann und gleichzeitig zu
einer solchen Pseudoerhöhung kommen kann ist mit ein Rätsel, zumal sich
bis in die Behörde herumgesprochen haben sollte daß es einen Konsens noch
am ehesten an dem Punkt gibt die Wartezeit wieder komplett einzuführen,
also diese unselige eine Minute unbezahlter Wartezeit fallen zu lassen.
Aber offensichtlich führt da vor allem weiter die Handelskammer die Feder...

Man wird aber vor dem Hintergrund der ersten Daten aus dem Gutachten
auch noch einmal über die sonstigen Forderungen aus dem Tarifantrag
des LPVG zu reden haben was die Rückkehr in die Legalität betrifft :wink:


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Beitrag von Johan » 28.03.2006, 23:31

ich möchte es mal recht pragmatisch ausdrücken:

die tariferhöhung nehmen wir erst einmal in aller ruhe mit,
etwas ist besser als nix!

zum gutachten fiel mir nach genauem studium der zahlen nur ein satz meines grossvaters ein:

das, junge, kann und wird sich die "obrigkeit" nicht bieten lassen!

ich behaupte, wir werden uns noch wundern, was in den nächsten monaten passiern wird, in ämtern und behörden, als auch auf der strasse!
geit nich, giff dat nich......

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Beitrag von pl » 28.03.2006, 23:59

Ich stimme im wesentlichen mit C.L. und Eberhard überein, mit Ausnahme des Tarifs und des Fiskaltaxameters.

Daß ich eine Tariferhöhung für Unfug halte, ist ja nicht neu, und auch nicht, daß ich gegen die Karenzminute nichts habe, wenn sie denn nur nicht bei jedem Anrollen erneut begänne, und daß ich eine Erhöhung, wenn sie denn einmal angebracht sein sollte, komplett in den 1. km packen würde.

Ich vermute, daß ein Streit um die Erhöhung mit viel öffentlichem Tamtam verbunden sein wird, und ich halte dieses Tamtam für noch schädlicher als die Erhöhung selbst, zumal die ein kaum größeres Ausmaß hat als der zulässige Toleranzbereich unserer Uhren und in den WM-bedingten Nachfragepeak hinein geplant ist.

Worst case: großes Gezanke und am Ende doch Erhöhung, aber zum 1.9.

Best case, wenn die Erhöhung unvermeidlich ist: geräuschlose Umsetzung wie geplant Mitte Mai.

Immerhin: fast alle Städte haben bereits eine Erhöhung hinter sich, ohne sie so glücklich timen zu können, und wenn diese durch ist, ist vielleicht erstmal Ruhe an der Front???

Ein Fiskaltaxameter erschwert die Manipulation erheblich, macht sie aber nicht unmöglich.
Damit würden wohl die Hühnerdiebe an ihrer mundräuberischen Tätigkeit gehindert, die Mafia jedoch bekäme ein Instrument an die Hand, mit dem sie ihre nicht plausiblen Angaben noch untermauern könnte.

Das Gutachten zeigt eindrucksvoll, daß man sehr leicht mit simplen Plausibilitätskontrollen die Kandidaten ausfiltern kann, die mit herkömmlicher Ermittlungsarbeit mit Leichtigkeit aus dem Verkehr zu ziehen sind - wenn man denn will.

--pl.

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Beitrag von pl » 29.03.2006, 00:06

zum gutachten fiel mir nach genauem studium der zahlen nur ein satz meines grossvaters ein:

das, junge, kann und wird sich die "obrigkeit" nicht bieten lassen!
Denk ich ja eigentlich auch - aber die können doch nicht so doof sein, daß sie das nicht schon lange, lange wissen??

--pl.

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Beitrag von der Clown » 30.03.2006, 05:54

Johan hat geschrieben: die tariferhöhung nehmen wir erst einmal in aller ruhe mit,
etwas ist besser als nix!
Lieber Johan,
Du bist scheinbar auch mit Glasperlen zufrieden zu stellen. Besser auf eine Tarifanpassung verzichten und für ordentliche Bedingungen im Gewerbe sorgen, anstatt sich jetzt mit einem "Geschenk" aus der BSU abservieren zu lassen.

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Beitrag von Holzbein » 30.03.2006, 07:30

Wo wolt ihr mit euren Hambg. Tarif noch hin ????


Hier der z.Zt. gültige Tarif in Lübeck

Grundtaxe: € 3,00 Eine Fahrleistung bis zu 1 km, bzw. eine Wartezeit bis 4 min. ist bereits enthalten.
Danach gelten folgende Regelungen:
Über 1 km bis 4 km kostet jeder km ca. € 1,33 (je 75,19m € 0,10).
Über 4 km kostet jeder km ca. € 1,15 (je 86,95m € 0,10).

Wartezeiten kosten bis 3 Minuten € 0,10 je angefangene 27,1 Sekunden, über 3 Minuten € 0,10 je angefangene 17,6 Sekunden.

Dieser Tarif ist seit etwa 6 Jahren gültig !!!!!



Lübeck hat mit ca. 210 000 Einwohnern etwa 250 Taxen

REGULIERUNG der Konzession !!!!!! 70 Anträge auf Taxi




und ca 60 Mietwagen (verteilt auf 3 Zentralen ), der günstigste fordert 0,90 Eur. pro km

Konzession zum Mitnehmen


Was glaubt Ihr was passiert, wenn in HH 1300 Konzession eingezogen und nicht wieder raus gegeben werden .
Höhere Umsätze ??? Vielleicht !!! Zu mindest vorrüber gehend. Denn eines sollte euch klar sein wenn ein zukünftiger Taxi-Unternehmer keine Taxi-Konzession erhält, holt er sich eine Mietwagen-Konzession und die hat er nach 6 - 8 Wochen wenn die Vorrausetzungen ( gleiche wie Taxi ) erfüllt werden.

Dann habt das gleiche Elend wie wir seit über 30 Jahren
" PERSONENBEFÖRDERUNG unter dem TAXITARIF "

Dann lieber ein paar Taxen zuviel aber alle den gleichen Tarif !!!

Und noch eins : etwa 1990 hat ein Unternehmer die Stadt Lübeck auf Herausgabe der Konzession verklagt und beim OVG - Schleswig Recht bekommen, Ende vom Lied : die damals etwa 100 Konzessionsantrag wurden sofort auf den Markt geworfen .

gruss und fette Beute

holzbein

q

Beitrag von q » 30.03.2006, 13:16

@ Thoma

Das Du so geschockt bist, verstehe ich nicht! Kreative Buchführung im
Interesse der Unternehmer und im (scheinbaren) Interesse der Fahrer ist
doch was völlig normales.

Zu dem Umsatz von € 25000,-: Wenn ich es richtig verstanden habe, ist damit
ein alleinfahrender 1-Wagen-Unternehmer gemeint. Und den Umsatz finde ich plausibel.
Rechnen wir doch mal:

Alleinfahrender 1-Wagen Unternehmer, ohne Anschluss an eine Funkvermittlung.
Da dieser Unternehmer auch noch so eine Art Privatleben haben möchte, fährt er
nur Tagschichten und beschränkt sich auf skandalöse 50 h/Woche. Ferner gönnt er sich
den Luxus eines 2-wöchigen Urlaubs auf einem nahegelegenen Campingplatz.
Der Unternehmer kennt sich ein bisschen aus, und schafft einen Umsatz von 10,- €/h
(Ich weiss: ein wenig optimistisch, aber so lässt es sich besser rechnen)

Es folgt ein Umsatz von 50*10*(52-2) = 25000,- !

Den Gewinn wollen wir mal nicht weiter betrachten. Auf jeden Fall handelt es
sich bei einer Jahresarbeitszeit von 2500 h nicht um einen Nebenerwerb.
Und es zeigt sich, das der oben beschriebene Unternehmertyp in diesem kriminellen
Umfeld keine Chance mehr hat.

Das Du als Unternehmer in einer 2 Mann GbR mit einem Hansafunk-Wagen über
25000,- € den Kopf schüttelst, ist klar.

Und da bin ich auch bei einem Punkt angekommen, der sehr wichtig ist, aber
in dem Bericht nicht weiter durchleuchtet wird: Der Einfluss der gewählten
Funkvermittlung auf den Umsatz. Zwischen den Vermittlungen 211211, 6x6 und der Graupe
liegen jeweils Welten, das ist ja bekannt und auch ein Grund für die aggressive Stimmung
hier im Forum.


@ Johan

Glaub Du man an Deinen Grossvater
das, junge, kann und wird sich die "obrigkeit" nicht bieten lassen!

Ich glaube in dieser Beziehung lieber an C.L.:
Ich denke der Ansatz der Politik ist klar. Es kommt den Staat günstiger auf Steuern und Sozialabgaben zu verzichten, als im Gewerbe auszumisten und somit 3000 neue Sozialfälle in Hamburg zu schaffen. Denn wo sollen die lieben Kollegen hin,
die leider keine weitere Qualifikation haben, als einen Führerschein ????


Sind in nächster Zeit irgendwelche Konsequenzen aus dem Bericht zu erwarten?
Aber klar doch: 'ne Tariferhöhung solls richten. 10 - 12% wären z.B. dem
LPVG genehm. Wie originell!

Bewältigung der eigentlichen (Qualitäts-)Probleme des Gewerbes?
(Vielleicht) später mal.

va
Zuletzt geändert von q am 30.03.2006, 17:58, insgesamt 2-mal geändert.

roter stern
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Beitrag von roter stern » 30.03.2006, 13:29

An Holzbein,

Da habt ihr ja 840 Einwohner pro Taxe in Lübeck.

In Hamburg haben wir ca. 475 Einwohner pro Taxe,

und leider steigt die Anzahl der Konzessionen stetig.

Gruß nach Lübeck

so long

roter stern

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Beitrag von Holzbein » 30.03.2006, 13:45

Hallo roter Stern

Bezogen ausschliesslich auf die Taxen hast du recht , doch vergiss die 60 Mietwagen mit etwa 30 000 tel. Bestellungen monatlich nicht.

Und auch die geklauten Touren der selben

Touren die der Taxe fehlen.

gruss und fette beute
holzbein

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Beitrag von roter stern » 30.03.2006, 14:12

tag Holzbein.
wenn ich in Lübeck die Anzahl der Taxen und Mietwagen adiere,

komme ich auf 677 Einwohner pro Fahrzeug in Lübeck.

in Hamburg sind es ca. 475 Einwohner pro Fahrzeug,die ca 200
Mietwagen die es in Hamburg gibt nicht mitgerechnet.

Da Mietwagen 16% Umsatzsteuer auf alle Umsätze abgeben müssen,eine
höhere KFZ Versicherungsprämie haben (meine Informationen sind allerdings ein paar Jahre alt) und der Gesetzgeber sie verpflichtet immer nach jedem Auftrag zum Betriebssitz zurück zu fahren, eignet sich ein Mietwagenbetrieb mit angestellten Fahrern allenfalls zur Geldwäsche.

Steuerehrlichkeit halte ich in diesem Bereich für ausgeschlossen.

gruß nach Lübeck

so long
roter stern

PS:fährt Dirk Lampe eigentlich noch Taxe in Lübeck

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Beitrag von Holzbein » 30.03.2006, 17:02

Hallo roter stern

wie ich sehe kennst du das Mietwagengeschäft nur von hörensagen.

Habe selber einige Jahre auch Mietwagen gefahren ( als ich nachts keine Taxe bekam ) und kann dir sagen es läuft genauso ab wie auf der Taxe.
Funkausrüstung , Handy
Halter werden mitgenommen wo man diese findet, Rückkehr zum Betriebssitz---ein Fremdwort bei den Fahrer und Unternehmern ( auch wenn das gesetzwidrig ist --- aber es kontrolliert keiner )
Einladen vor der Disco und darüber lachen das die Taxen 50m weiter auf dem Stand stehen. Alles normal

Umsätze trotz geringerer KM - Kosten für den Gast ---- Taxenähnlich und besser Km-Schnitt durch hohe Auslastung Taxen ähnlich

Steuerehrlichkeit ----- wenn ich mir das HH Gutachten ansehe ----- wahrscheinlich ähnlich wobei die Umsätze das Minimum der rentablität wohl nicht unterschtitten wird

Zum Thema Geldwäsche ---- das trifft glaube ich auch auf den einen oder anderen Taxenunternehmer zu


Seit froh das ihr in HH nur 200 MW laufen habt, die bei ca 4000 Taxen nicht ins Gewicht fallen , anders sieht es aus wenn es 1000 oder mehr werden.

Zu Dirk Lampe ------ ich glaube ja ( irgentwie klingelt da was, ein Lampe fährt bei uns, aber ob er jetzt Dirk heist ??? ). muss allerdings sagen, das ich mich vom allgemeinen Standgelaber fernhalte und daher nur wenige " Kollegen " nur mit Vornamen bzw. den rest nur vom sehen kenne.

gruss und fette Beute
Holzbein

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Beitrag von homer » 30.03.2006, 17:26

Über Jahrzehnte habe ich bei Diskussionen über eine eventuelle Mietwagen-Gefahr in Hamburg
immer wieder unter anderem diese Argumente mit der Rückkehrpflicht und der höheren Umsatzsteuer
zur Antwort bekommen.
Daran stimmt natürlich daß eine Rückkehrpflicht objektiv ein Problem sein könnte - aber eben nur
wenn eine Aufsichtsbehörde und andere Instanzen das denn auch wirksam kontrollieren.
Daß die Rückkehrpflicht durch Mietwagenbetriebe ausgehebelt wird sehen wir bundesweit an verschiedenen Orten,
ein besonders schönes Beispiel liefert der bereits Jahrzehnte andauernde Streit in Kassel.
Da kommt das Gros der Mietwagen nämlich sogar aus einer Umlandgemeinde, das hindert sie aber
eben trotzdem nicht daran sich via Funkvermittlung nach Sektoren in Wartepositionen zu begeben
statt nach jeder Tour zum Betriebssitz zurückzukehren.
By the way : etliche der wenigen Hamburger Mietwagen arbeiten ebenso und das übersehen die lieben
Taxenkollegen hier meistens vollkommen - so wie sie insgesamt das Problem noch nicht sehen.

Ich gebe dem Kollegen Holzbein vollkommen recht, er ist offensichtlich kein Holzkopf :)
Nach meinen eigenen paar Jahren Mietwagenerfahrung gehe ich davon aus daß die meisten
Mietwagenunternehmen sogar deutlich höhere Umsätze als Taxen Dank meist erheblich besserer Auslastung
realisieren können. Über das Thema Steuerehrlichkeit schweigen wir lieber.
Vermutlich auch irgendwo bei 58% "nicht plausibel" aber das juckt ja offenbar bislang kaum jemanden...


homer
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Eddel...X
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Steuerhinterziehung.....

Beitrag von Eddel...X » 30.03.2006, 18:28

Hallo homer,

Genau! Die Steuerhinterziehung dient als Instrument der Taxenunternehmer die Leistungsfähigkeit des Taxengewerbes auf flachem Niveau aufrecht zu erhalten. Die Verantwortlichen sind dazu ja leider nicht mehr in der Lage. :lol:
Allein bei den durchschnittlichen Stundenumsätzen der Studie müsste den Beamten ja ein Licht augehen? Für 10-11 €/h würden die Sesselfurzer wahrscheinlich nicht mal mit dem A*** von Ihrem Stuhl hochkommen. :mrgreen:



LG Eddel...X
Für die 72,5 Stundenwoche und Sozialrente ab dem 92. Lebensjahr...... :)

Martin B.
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Beitrag von Martin B. » 31.03.2006, 03:43

Lest das Gutachten doch mal richtig! Dass gewisse Mehrwagenbetriebe keine plausiblen Daten liefern können, wußte jeder vorher. Spannend ist aber die Umsatzentwicklung der sogenannten "plausiblen" Betriebe, deren Umsätze trotz mieser Konjunktur ab 2001 seltsamerweise deutlich zunahmen. Offenkundig hatten da einige so viel Schiss vor dem Finanzamt, dass sie ihre Zahlen aufpoliert haben, um "plausibel" zu werden. Tja, und nun wird genau das durchs Gutachten dokumentiert. Dumm gelaufen! :shock:
Und spätestens hier verstummen alle prahlerischen und selbstgerechten Hansis und ihre Hiwis! :(

Wenn der Zwang zum Beschiss beseitigt werden soll, brauchen wir eine vernünftige Konzessionsbeschränkung und einen anderen Tarif! Vor allem brauchen wir aber eine konstruktive Behörde. Solange wir die nicht haben, und die Pressemitteilung des Senators dokumentiert dies in eindrucksvoller Weise, nützen auch Fiskaltaxameter nix. Blinde sehen auch mit Brille nichts.

Um dafür den nötigen Druck aufzubauen, braucht es Geschlossenheit. Aber wenn hier jeder ohne Rücksicht auf Verluste nur seine partikularen Interessen vertritt und "seine" (Teil-)Lösung aus purer Eitelkeit als allein seligmachenden Weg preist, wird das nix.

Aber was schreibe ich hier eigentlich? Ist doch Perlen vor die Säue! Von den Schwätzern hier waren noch viele gegen ein Gutachten, als der HTV sich bereits im Jahr 2000 dafür eingesetzt hat. Auch die Ergänzung der Befragung um eine Taxameterauswertung als neues Element im Gutachten ist auf unserem Mist gewachsen! Ist in einer alten Ausgabe unserer Zeitung von 2001 dokumentiert, was andere, die sich wie der LPVG gern mit fremden Federn schmücken, von sich nicht behaupten können. Wir haben über Jahre ehrenamtlich die Gewerbearbeit gemacht, gegen die etablierte Verbände und Funkzentralen. Wir haben den entscheidenden Antrag in der Bürgerschaft durch unsere politische Arbeit vorbereitet und den politischen Druck durch die Klage gegen den Tarif geschaffen. Dabei haben uns anfangs nur die kleinen Verbände geholfen. Die Initiative ging aber immer vom HTV aus. Von den Schwätzern hier nimmt garantiert auch heute keiner am Gutachten teil. Sind aber alles Schlauberger und Saubermänner! Das ich nicht lache! Mein Rat: Maul halten! Wer wirklich etwas bewegen will, macht im HTV mit! :mrgreen:

PS: ... und hört mit der Geisterdebatte "Mietwagen" auf! Selbst die Hansis brauchen ihre Anläufer! Wenn sich normale Mietwagen hier rechnen würden, hätten wir sie längst. Na gut, ihr könnt hier natürlich auf Christ´schem Niveau weiterlabern. Es lebe die Narrenfreiheit!
Martin Berndt

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Beitrag von pl » 31.03.2006, 06:08

PS: ... und hört mit der Geisterdebatte "Mietwagen" auf! Selbst die Hansis brauchen ihre Anläufer! Wenn sich normale Mietwagen hier rechnen würden, hätten wir sie längst. Na gut, ihr könnt hier natürlich auf Christ´schem Niveau weiterlabern. Es lebe die Narrenfreiheit
Wenn ich statt einer Taxe einen Mietwagen betreiben will, dann brauch ich dafür einen Grund.
Ein Grund wäre, daß ich keine Taxenkonzession bekomme, weil die begrenzt sind.

Und dann brauch ich Rahmenbedingungen, unter denen ich den rentabel betreiben kann.
Warum sollten die Leute meinen Mietwagen ordern statt einer Taxe?

Weil er deutlich billiger ist.
Also müßten die Taxentarife so hoch sein, daß ich sie deutlich unterbieten und trotzdem rentabel sein kann.

Beides ist in Hamburg nicht gegeben, deshalb haben wir kaum welche.

Wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest du beides ändern. Ich vermute, daß dir das nicht gelingt.

Und das ist gut so, den täte es das, dann hätten wir sicherlich alsbald mehr davon, als uns lieb ist. Und die vermehren sich, wenn die erstmal da sind und laufen!

Am Ende hätten wir dann eine verdrehte Welt, wo der Mietwagen der Standard und die Taxe der Luxus ist, wie es vielerorts zu beobachten ist.

Dabei wäre der "natürliche" Zustand genau anders herum.

--pl.

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Beitrag von Holzbein » 31.03.2006, 08:20

Homer

Du kennst das MW- Geschäft genauso wie ich. Es ist richtig im Mietwagengeschäft wird mit sogenannten Bezirken gearbeitet in dem sich die Fahrzeuge möglichst aufhalten um die Kundschaft schnell zu bedienen.
Der Fahrpreis, meist 20% oder mehr unter dem Taxentarif, tut sein seiniges.
Verkehrsbedingte Wartezeiten gibt es nicht.

Die Fahrer sind meist hochmotiviert, freundlich und hilfsbereit .
Kein weg ist zu kurz !!
Doch meist fallen die längeren Fahrten zu erst an diese ( grösserer Preisunterschied )
FREIE Preisgestaltung

Manch ein Taxifahrer sollte mal 1-2 Jahre Mietwagen fahren, dann weiss er was er auf der Taxe besser machen Kann
_________________________________

Dort wo starke MW-Zentralen arbeiten, haben die Taxenunternehmer arge Probleme die Fahrpreisanpassung Marktgerecht durchzusetzen.
Gemeinde spielt beide gegen einander aus !!!!

pl und alle anderen

Währe den Anfang

Es ist bestimmt nicht alles beim Besten in der Taxenbranche doch wehrt euch gegen eine Einschränkung der Konzessionsvergabe .
Schwarze Schafe sollten bzw. müssen entfernt werden, keine Frage. Aber nicht auf diese Art und weise.


Martin B.

Ein Vorsitzender einer Interessenvertretung ( HTV ) sollte seine Mitglieder bzw. evtl. zukünftige Mitglieder mit solchen Bemerkungen:

" Aber was schreibe ich hier eigentlich? Ist doch Perlen vor die Säue ......"

nicht verunglimpfen. Das grenzt schon an eine gewisse Art Beleidigung.
Wäre ich Hamburger Taxenunternehmer würde ich bei solchen Tönen mir den Beitritt 10 mal überlegen.


Es ist nun mal normal : 2 Menschen 2 Meinungen


gruss und fette Beute

Holzbein

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Beitrag von homer » 31.03.2006, 08:41

Holzbein hat geschrieben:@Martin B.

Ein Vorsitzender einer Interessenvertretung ( HTV ) sollte seine Mitglieder bzw. evtl. zukünftige Mitglieder mit solchen Bemerkungen:

" Aber was schreibe ich hier eigentlich? Ist doch Perlen vor die Säue ......"

nicht verunglimpfen. Das grenzt schon an eine gewisse Art Beleidigung.
Wäre ich Hamburger Taxenunternehmer würde ich bei solchen Tönen mir den Beitritt 10 mal überlegen.
Es ist nun mal normal : 2 Menschen 2 Meinungen
Dem wird wohl niemand der die Entwicklung des HTV über die Jahre verfolgt hat
ernstlich widersprechen können.
Martins Engagement ist durchaus unbestreitbar und oft genug setzt er sich durchaus für
die richtigen Sachen ein, ebenso oft allerdings verfolgt er mur seinen Dickschädel.
Das Problem "Basisdemokratie" ist bei Martin ganz einfach keines :
In seinem Verband kann jeder seine Meinung sagen, also Martins :wink:
Alle die etwas anderes sagen sind Dummschwätzer oder bezahlte Agenten :roll:

Es ist unschön aber leider treffend wenn die Bemerkung vom Häuptling ohne den
dazugehörigen Indianerstamm ausgerechnet von Hansikollegen kommt.
Fakt scheint aber daß eine enge Zusammenarbeit oder gar Vereinigung der Verbände
immer wieder an den Geschäftemachern auf der einen Seite und den
hauptberuflichen querköpfigen Dickschädeln auf der anderen Seite scheitert.


homer
Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht. (Erich Fried)
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