Tarife runter, Anzahl der Touren rauf!
Tarife runter, Anzahl der Touren rauf!
Wenn wir so könnten, wie wir wollten...würdet ihr für eine Tarifsenkung und somit für mehr Touren stimmen?
Nicht die Mehrheit ist entscheidend, sondern die Wahrheit!
Ich habe für "JA" gestimmt, obwohl, wie fast immer, die Frage nicht präzise gestellt ist. Für wen ist denn die Tarferhöhung ein Vorteil, ein Nachteil?
Ich selbst gehöre eher zu den Fledermäusen, die ihre "Opfer" im freien Flug aufschnappen. Und je billiger der Tarif, umso mehr derselben befinden sich unabhängig und zufällig auf den Strassen. Je höher der Tarif , umso mehr wächst zwangsläufig die Macht der Vermittlungszentralen.
Ich selbst gehöre eher zu den Fledermäusen, die ihre "Opfer" im freien Flug aufschnappen. Und je billiger der Tarif, umso mehr derselben befinden sich unabhängig und zufällig auf den Strassen. Je höher der Tarif , umso mehr wächst zwangsläufig die Macht der Vermittlungszentralen.
Das ist für mich (in Ansbach) nicht ganz nachvollziehbar, da bei uns jedes Taxi am Funk beteiligt sein muss (steht sogar in der Satzung drin). Die Fahrten, die man unterwegs aufsammelt, die kann man unter der Woche an einer Hand abzählen. Ausserdem betreiben wir als Vereinigung eine eigene Zentrale. Wie bei jedem Verein, Genossenschaft oder auch GmbH, haben wir natürlich auch die Probleme mit der Abdeckung der Lohn,-Miet,-und Unterhaltungskosten der Zentrale. Wenn ich aber hier im Forum von manchen Kollegen lese, wieviel die monatlich abdrücken um am Funk beteiligt zu werden, dann kann ich ruhigen Gewissens sagen: Lieber mit dem veralteten Sprech-Funk Fahrten vermittelt bekommen, aber dabei wenigstens noch ein Wörtchen mitreden können bei eventuellen Funkgebührerhöhungen usw.
Haben diese Kollegen den überhaupt ein Mitspracherecht, was beispielsweise die Preise für Vermittlungen angeht? Oder setzen diese Zentralen einfach den Preis fest? Wäre schön, näheres darüber zu erfahren.
Haben diese Kollegen den überhaupt ein Mitspracherecht, was beispielsweise die Preise für Vermittlungen angeht? Oder setzen diese Zentralen einfach den Preis fest? Wäre schön, näheres darüber zu erfahren.
Nicht die Mehrheit ist entscheidend, sondern die Wahrheit!
Morgen
Ich werde mal versuchen eine kleine Schneise in den Dschungel der Gesellschaftsformen und Verbände zu schlagen:
Grundsätzlich muß zwischen zwei Formen einer Gesellschaft unterschieden werden. Eigenkapital und Fremdkapital.
Der Verein, die Genossenschaften und eine GmbH decken ihr Betriebsvermögen aus dem Kapital ihrer Mitglieder (Eigenkapital). Ebenso werden die laufenden Kosten durch meist jährliche Beiträge auf alle Personen gleichmäßig verteilt. Dafür erhält jedes Mitglied das gleichgewichtete Stimmrecht über sämtliche Geschäftsstrukturen.
Anders bei den reinen Kapitalgesellschaften (Fremdkapital). Durch Zukauf von mehr Anteilen, z.B Aktien, die bekanntlicherweise offen gehandelt werden, ist auch eine größere Einflussnahme auf die Geschäftsführung möglich. Wer 51% aller Anteile einer Gesellschaft hält, bestimmt deren Weg theoretisch alleine.
Während man Anteile einer Akteingesellschaft jederzeit kaufen und damit seinen Einfluss erhöhen kann, bedarf die Aufnahme von Mitgliedern der erst genannten Gruppe der Zustimmung der Gesellschafter. In aller Regel durch die Generalversammlung. Dadurch bestimmen ausschließlich an der Sache interessierte Mitglieder über die Geschäftsleitung, wobei jeder die gleiche Stimme hat. (Die Anteile einer GmbH sind auch übertragbar. Der Handel wird aber durch Satzung und notarieller Beglaubigung stark eingeschränkt.)
Das Mitspracherecht findet also auf der Generalversammlung statt, auf der eine Preiserhöhung genehmigt werden muß.
Wenn ein Verein also in seine Satzung aufnimmt: "Jede Funkantenne eines Mitgliedes muß zu einem Kleiderbügel verbogen sein", dann kann nur die Generalversammlung diesen Punkt mit "an dem allerdings keine Wäsche aufgehängt werden darf" erweitern.
Ich werde mal versuchen eine kleine Schneise in den Dschungel der Gesellschaftsformen und Verbände zu schlagen:
Grundsätzlich muß zwischen zwei Formen einer Gesellschaft unterschieden werden. Eigenkapital und Fremdkapital.
Der Verein, die Genossenschaften und eine GmbH decken ihr Betriebsvermögen aus dem Kapital ihrer Mitglieder (Eigenkapital). Ebenso werden die laufenden Kosten durch meist jährliche Beiträge auf alle Personen gleichmäßig verteilt. Dafür erhält jedes Mitglied das gleichgewichtete Stimmrecht über sämtliche Geschäftsstrukturen.
Anders bei den reinen Kapitalgesellschaften (Fremdkapital). Durch Zukauf von mehr Anteilen, z.B Aktien, die bekanntlicherweise offen gehandelt werden, ist auch eine größere Einflussnahme auf die Geschäftsführung möglich. Wer 51% aller Anteile einer Gesellschaft hält, bestimmt deren Weg theoretisch alleine.
Während man Anteile einer Akteingesellschaft jederzeit kaufen und damit seinen Einfluss erhöhen kann, bedarf die Aufnahme von Mitgliedern der erst genannten Gruppe der Zustimmung der Gesellschafter. In aller Regel durch die Generalversammlung. Dadurch bestimmen ausschließlich an der Sache interessierte Mitglieder über die Geschäftsleitung, wobei jeder die gleiche Stimme hat. (Die Anteile einer GmbH sind auch übertragbar. Der Handel wird aber durch Satzung und notarieller Beglaubigung stark eingeschränkt.)
Die Mitglieder, Genossen oder Gesellschafter eines Vereins, einer Genossenschaft oder einer GmbH bestimmen über die Geschäftsführung. Sie wählen die Geschäftsführer und Vorstände, sowie deren nur teilweise benötigten Kontrollorgane (Aufsichtsrat). Eine Gebührenerhöhung der Beiträge kann eine Geschäftsleitung zwar vornehmen, sie muß aber von der Mitgliederversammlung (auch nachträglich) genehmigt werden.Haben diese Kollegen den überhaupt ein Mitspracherecht, was beispielsweise die Preise für Vermittlungen angeht? Oder setzen diese Zentralen einfach den Preis fest? Wäre schön, näheres darüber zu erfahren.
Das Mitspracherecht findet also auf der Generalversammlung statt, auf der eine Preiserhöhung genehmigt werden muß.
Auch die Satzung wird von den Mitgliedern bestimmt. Sie ist nicht in Stein gemeißelt und kann jederzeit geändert werden. Wobei natürlich geltende Gesetze, wie z.B das Genossenschaftsrecht beachtet werden müssen.Das ist für mich (in Ansbach) nicht ganz nachvollziehbar, da bei uns jedes Taxi am Funk beteiligt sein muss (steht sogar in der Satzung drin).
Wenn ein Verein also in seine Satzung aufnimmt: "Jede Funkantenne eines Mitgliedes muß zu einem Kleiderbügel verbogen sein", dann kann nur die Generalversammlung diesen Punkt mit "an dem allerdings keine Wäsche aufgehängt werden darf" erweitern.
@zuzler
Danke für deinen ausführlichen Bericht. Was mich aber interessiert, sind die sogenannten Vermittlungszentralen. Diese scheinen ja ein eigener Betrieb zu sein, also nicht von irgendeiner Vereinigung etc. selbst betrieben zu werden ( siehe Statement birdie ). Ist für mich auch nicht so richtig nachvollziehbar wie das funktioniert, aber wer kann da die monatlichen Kosten für die Funkbeiträge ( egal ob Daten-oder Sprechfunk ) festlegen?
Übrigens: Netter Username, bist wohl ein Weisswurstfan?
Danke für deinen ausführlichen Bericht. Was mich aber interessiert, sind die sogenannten Vermittlungszentralen. Diese scheinen ja ein eigener Betrieb zu sein, also nicht von irgendeiner Vereinigung etc. selbst betrieben zu werden ( siehe Statement birdie ). Ist für mich auch nicht so richtig nachvollziehbar wie das funktioniert, aber wer kann da die monatlichen Kosten für die Funkbeiträge ( egal ob Daten-oder Sprechfunk ) festlegen?
Übrigens: Netter Username, bist wohl ein Weisswurstfan?
Nicht die Mehrheit ist entscheidend, sondern die Wahrheit!
- homer
- Vielschreiber
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Wie wir in Hamburg am Beispiel der bestehenden Vermittlungszentrale 6x6hf hat geschrieben:Ist für mich auch nicht so richtig nachvollziehbar wie das funktioniert, aber wer kann da die monatlichen Kosten für die Funkbeiträge ( egal ob Daten-oder Sprechfunk ) festlegen?
wunderschön sehen konnten und immer noch können dürfen in dem Fall die Betreiber
vollkommen einseitig die Beiträge und die Spielregeln festlegen.
Sie haben es im konkreten Fall von 6x6 sogar geschafft Beiträge für Leistungen
zu kassieren die praktisch niemals wirklich so erbracht wurden wie versprochen.
Das klappt solange genügend Kandidaten da sind die mangels Alternativen
(außer eben als Graupe, also ganz ohne Funk zu fahren) so gut wie jeden Vertrag
eingehen selbst wenn da wenig mehr als die Hoffnung auf gelegentliche Funktouren
verkauft wird und die Möglichkeit einer Einwirkung auf die Zentrale ganz einfach
überhaupt nicht gegeben ist - es sei denn als Chefzäpchen
Morgen
Nochmals zum Thema Mitspracherecht in den Funkvermittlungszentralen:
Hierbei ist es entscheidend, von welcher Gesellschaftsform die Zentrale betrieben wird. Vereine und Genossenschaften sind Zusammenschlüsse, zur - in diesem Fall - wirtschaftlichen Förderung ihrer Mitglieder. Die Tätigkeit ist nicht direkt auf Gewinn ausgerichtet. Natürlich sollen die Mitglieder besser dastehen, nicht aber die Gesellschaft. Die Geschäftsleitung ist selbstorganisch, bedeutet, wird aus den eigenen Reihen bestellt. Das Ausscheiden und die Aufnahme von Mitgliedern ist einfach zu handhaben.
Die Taxi Hamburg 6x6 ist eine GmbH & Co. KG. Also ein Kommanditgesellschaft (KG) mit einer GmbH als geschäftsführendes Organ. Um Mitspracherecht bei dieser Gesellschaft zu bekommen, müsste man also Gesellschafter der geschäftsführenden GmbH werden. Aber im Gegensatz zu Vereinen und Genossenschaften ist es der alleinige Zweck aller anderen Gesellschaftsformen einen Gewinn zu erzielen.
Huch - dies klingt jetzt fürchterlich kapitalistisch; ist allerdings genau betrachtet nur realistisch. Wie bei jedem Sparbuch, Aktie oder Goldbarren erhofft sich der Besitzer einen Wertzuwachs, der zumindest über der Inflationsrate liegt. Ansonsten würde keiner das Kapital einsetzen, sondern lieber den nächsten Thailand-Urlaub buchen.
Gewinnorientierte Gesellschaftsformen bieten Produkte oder Dienstleistungen auf dem Markt an um damit Gewinn zu erzielen. Die Marktlage und die Unternehmensstrategie entscheidet über den Erfolg. Wie bei jedem Handybetreiber, wird sich der Kunde für das beste Angebot entscheiden. Ein Mitspracherecht bei Vodafone bekommt man durch einen abgeschlossenen D2-Vertag aber ganz sicher nicht.
Ja, selbstverständlich! Die Gesellschafter der GmbH und auch die Kommanditisten (nennen wir sie stille Teilhaber) haben ihr Kapital investiert und bestimmen damit auch (wer zahlt - schafft an). Aber sie verkaufen eine Dienstleistung: die Auftragsvermittlung.
Wer mit seinem D2-Vertrag unzufrieden ist, kann sich bei Vodafone beschweren und hoffen, daß die Firmenleitung darauf reagiert. Andernfalls bleibt nur die Macht des Konsumenten, die Geschäftsbeziehung zu lösen. Spätestens bei erheblichen Schwund der Verträge wird die Firma reagieren.
Beispiel aus München:
Es gibt hier die Taxi-München e.G. Eine Genossenschaft, deren Mitglied ich werden muß, um an der Funkvermittlung teilnehmen zu dürfen. Dafür muß ich eine Einlage (Genossenschaftsanteil) bezahlen und bin damit ein stimmberechtigter Teilhaber der Genossenschaft. Über die Versammlungen kann ich ein Mitspracherecht ausüben. Die Gebühren der Funkvermittlung werden zusätzlich erhoben.
Hier ist aber auch die IsarFunk Taxizentrale GmbH & Co. KG ansässig. Diese verkauft ebenfalls die Dienstleistung Funkvermittlung. Ich muß aber kein Gesellschafter der GmbH & Co. KG werden. Es bedarf keines weiteren Kapitals, sondern nur die anstehenden Gebühren. Dafür habe ich allerdings auch kein Mitspracherecht über die Geschäftsführung.
Wofür ich mich letzendlich entscheide, bestimmt natürlich mein subjektiver Erfolg bei der jeweiligen Vermittlungsstelle.
Bei der eigentlichen Frage über das Mitspracherecht ist die Form in der die Zentrale betrieben wird und damit mein eigener Status entscheidend.
Als Mitglied kann ich direkt auf die Geschäftsleitung einwirken, als Kunde nur über indirekte Strategien.
@ hf:
Ob du in Ansbach also aktiv mitwirken kannst, hängt von der Gesellschaftsform der Funkvermittlungszentrale ab.
P.S. Der Name wird sicherlich erst ab einer gewissen Grenze verstanden...
Nochmals zum Thema Mitspracherecht in den Funkvermittlungszentralen:
Hierbei ist es entscheidend, von welcher Gesellschaftsform die Zentrale betrieben wird. Vereine und Genossenschaften sind Zusammenschlüsse, zur - in diesem Fall - wirtschaftlichen Förderung ihrer Mitglieder. Die Tätigkeit ist nicht direkt auf Gewinn ausgerichtet. Natürlich sollen die Mitglieder besser dastehen, nicht aber die Gesellschaft. Die Geschäftsleitung ist selbstorganisch, bedeutet, wird aus den eigenen Reihen bestellt. Das Ausscheiden und die Aufnahme von Mitgliedern ist einfach zu handhaben.
Die Taxi Hamburg 6x6 ist eine GmbH & Co. KG. Also ein Kommanditgesellschaft (KG) mit einer GmbH als geschäftsführendes Organ. Um Mitspracherecht bei dieser Gesellschaft zu bekommen, müsste man also Gesellschafter der geschäftsführenden GmbH werden. Aber im Gegensatz zu Vereinen und Genossenschaften ist es der alleinige Zweck aller anderen Gesellschaftsformen einen Gewinn zu erzielen.
Huch - dies klingt jetzt fürchterlich kapitalistisch; ist allerdings genau betrachtet nur realistisch. Wie bei jedem Sparbuch, Aktie oder Goldbarren erhofft sich der Besitzer einen Wertzuwachs, der zumindest über der Inflationsrate liegt. Ansonsten würde keiner das Kapital einsetzen, sondern lieber den nächsten Thailand-Urlaub buchen.
Gewinnorientierte Gesellschaftsformen bieten Produkte oder Dienstleistungen auf dem Markt an um damit Gewinn zu erzielen. Die Marktlage und die Unternehmensstrategie entscheidet über den Erfolg. Wie bei jedem Handybetreiber, wird sich der Kunde für das beste Angebot entscheiden. Ein Mitspracherecht bei Vodafone bekommt man durch einen abgeschlossenen D2-Vertag aber ganz sicher nicht.
Wie wir in Hamburg am Beispiel der bestehenden Vermittlungszentrale 6x6 wunderschön sehen konnten und immer noch können dürfen in dem Fall die Betreiber vollkommen einseitig die Beiträge und die Spielregeln festlegen.
Ja, selbstverständlich! Die Gesellschafter der GmbH und auch die Kommanditisten (nennen wir sie stille Teilhaber) haben ihr Kapital investiert und bestimmen damit auch (wer zahlt - schafft an). Aber sie verkaufen eine Dienstleistung: die Auftragsvermittlung.
Wer mit seinem D2-Vertrag unzufrieden ist, kann sich bei Vodafone beschweren und hoffen, daß die Firmenleitung darauf reagiert. Andernfalls bleibt nur die Macht des Konsumenten, die Geschäftsbeziehung zu lösen. Spätestens bei erheblichen Schwund der Verträge wird die Firma reagieren.
Beispiel aus München:
Es gibt hier die Taxi-München e.G. Eine Genossenschaft, deren Mitglied ich werden muß, um an der Funkvermittlung teilnehmen zu dürfen. Dafür muß ich eine Einlage (Genossenschaftsanteil) bezahlen und bin damit ein stimmberechtigter Teilhaber der Genossenschaft. Über die Versammlungen kann ich ein Mitspracherecht ausüben. Die Gebühren der Funkvermittlung werden zusätzlich erhoben.
Hier ist aber auch die IsarFunk Taxizentrale GmbH & Co. KG ansässig. Diese verkauft ebenfalls die Dienstleistung Funkvermittlung. Ich muß aber kein Gesellschafter der GmbH & Co. KG werden. Es bedarf keines weiteren Kapitals, sondern nur die anstehenden Gebühren. Dafür habe ich allerdings auch kein Mitspracherecht über die Geschäftsführung.
Wofür ich mich letzendlich entscheide, bestimmt natürlich mein subjektiver Erfolg bei der jeweiligen Vermittlungsstelle.
Bei der eigentlichen Frage über das Mitspracherecht ist die Form in der die Zentrale betrieben wird und damit mein eigener Status entscheidend.
Als Mitglied kann ich direkt auf die Geschäftsleitung einwirken, als Kunde nur über indirekte Strategien.
@ hf:
Ob du in Ansbach also aktiv mitwirken kannst, hängt von der Gesellschaftsform der Funkvermittlungszentrale ab.
P.S. Der Name wird sicherlich erst ab einer gewissen Grenze verstanden...
Diese Diskussion hier ist ein gutes Beispiel für das Taxiforum.
Erst wird angefangen mit Tarifsenkung ja oder nein? und wo sind wir jetzt??
Bei Vermittlungszentralen und deren Rechtsformen!!!!
Erst wird angefangen mit Tarifsenkung ja oder nein? und wo sind wir jetzt??
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H.Lieske Taxi 108 aus Esslingen am Necker
Wer sich wehrt kann verlieren, aber wer sich nicht einmal wehrt hat schon verloren!!!
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- Thomas-Michael Blinten
- Vielschreiber
- Beiträge: 7375
- Registriert: 03.02.2005, 17:52
- Wohnort: Düsseldorf
Fahrpreis runter = mehr Fahrgäste?
Minimaler Effeckt! Taxifahren war, ist und bleibt immer ein gewisser Luxus!
Der Aufwand für die einzelne Fahrt muß sich wieder lohnen. Ich denke hier auch an die Wiedereinführung der Abholgebühr (früher mal 50 Pf) z.B 1 € in Verbindung mit dem neuen Mindestbetrag 5.50 € ( besser 6.50 € ) dürfte jeden zufiedenstellen. Der Fahrgast der dann für 6.50 € bzw. 7.50 € nicht fährt, der fährt auch nicht für 4-5 €.
Alles (im Stadtbereich) was über 8 € ( vieleicht 9-10 €) hinausgeht ist zeit und kostengüstiger und sollte preiswert gehalten werden damit sich Fahrten in die Randgebiete wider für die Gäste lohnen (genau da liegt der Fahrtenschwund) Da könnte man echt sagen: weniger Preis mehr Fahrgäste!
Was sind 10 € wenn ich mir den Luxus einer Taxifahrt erlaube ? Einige lachen sich kaputt wenn sie für ne Gegenleistung von 3 Bier mit 3 Mann nach Hause gekutscht werden.
Für Fernfahrten gilt genau das Gleiche: wer 55 € für nach Köln zahlt, der zahlt auch locker 65... €. Solche kostenaufwendigeren Fahrten kann man ohne Bedenken erhöhen...ich denke hier an die jetzt geplanten 1.70 €/km (ich weis es jetzt nicht genau) und an die frühere Rückfahrtgebühr von 25 % (Kaum Probleme).
Nebenbei auch sinvoll am Flughafen....Mindestpreis 15 €...fast alle Stadtfahrten liegen in diesem Bereich. Kein Gast würde motzen und die Lutscher müssten dann halt die Kröte schlucken. Die laufen aber nicht weg, fahren diese Lutschtour ja nur selten ,die brauchen uns dringend.
Minimaler Effeckt! Taxifahren war, ist und bleibt immer ein gewisser Luxus!
Der Aufwand für die einzelne Fahrt muß sich wieder lohnen. Ich denke hier auch an die Wiedereinführung der Abholgebühr (früher mal 50 Pf) z.B 1 € in Verbindung mit dem neuen Mindestbetrag 5.50 € ( besser 6.50 € ) dürfte jeden zufiedenstellen. Der Fahrgast der dann für 6.50 € bzw. 7.50 € nicht fährt, der fährt auch nicht für 4-5 €.
Alles (im Stadtbereich) was über 8 € ( vieleicht 9-10 €) hinausgeht ist zeit und kostengüstiger und sollte preiswert gehalten werden damit sich Fahrten in die Randgebiete wider für die Gäste lohnen (genau da liegt der Fahrtenschwund) Da könnte man echt sagen: weniger Preis mehr Fahrgäste!
Was sind 10 € wenn ich mir den Luxus einer Taxifahrt erlaube ? Einige lachen sich kaputt wenn sie für ne Gegenleistung von 3 Bier mit 3 Mann nach Hause gekutscht werden.
Für Fernfahrten gilt genau das Gleiche: wer 55 € für nach Köln zahlt, der zahlt auch locker 65... €. Solche kostenaufwendigeren Fahrten kann man ohne Bedenken erhöhen...ich denke hier an die jetzt geplanten 1.70 €/km (ich weis es jetzt nicht genau) und an die frühere Rückfahrtgebühr von 25 % (Kaum Probleme).
Nebenbei auch sinvoll am Flughafen....Mindestpreis 15 €...fast alle Stadtfahrten liegen in diesem Bereich. Kein Gast würde motzen und die Lutscher müssten dann halt die Kröte schlucken. Die laufen aber nicht weg, fahren diese Lutschtour ja nur selten ,die brauchen uns dringend.
- nightrider
- Vielschreiber
- Beiträge: 2052
- Registriert: 31.01.2008, 03:37
- Wohnort: IN
Das mit Fahrpreis runter kann meiner Meinung nach nicht funktionieren.
1. galube ich, dass keiner aus Jux und Dollerei mit dem Taxi fährt, sondern mangels vernünftiger Alternativen, Zeitdruck, oder Bequemlichkeit und dann zahlt er eben was es kostet.
2. steigen laufend unsere Kosten und vom erwirtschafteten Umsatz bleibt unterm Strich immer weniger übrig.
Also muss der Preis rauf, selbst wenn ich dadurch kurzzeitig vielleicht weniger Umsatz habe, so habe ich doch mehr Gewinn weil unterm Strich mehr bleibt und wir kostendeckender arbeiten.
Merke Umsatz und Anzahl der Touren sind nur sehr ungenaue Kennzahlen, wichtiger ist was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt und da kann weniger (Umsatz) durchaus mehr (Gewinn) sein.
1. galube ich, dass keiner aus Jux und Dollerei mit dem Taxi fährt, sondern mangels vernünftiger Alternativen, Zeitdruck, oder Bequemlichkeit und dann zahlt er eben was es kostet.
2. steigen laufend unsere Kosten und vom erwirtschafteten Umsatz bleibt unterm Strich immer weniger übrig.
Also muss der Preis rauf, selbst wenn ich dadurch kurzzeitig vielleicht weniger Umsatz habe, so habe ich doch mehr Gewinn weil unterm Strich mehr bleibt und wir kostendeckender arbeiten.
Merke Umsatz und Anzahl der Touren sind nur sehr ungenaue Kennzahlen, wichtiger ist was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt und da kann weniger (Umsatz) durchaus mehr (Gewinn) sein.
everybodys darling is everybodys hausdepp (FJS)
Ich habs irgendwann schonmal geschrieben. Das grundsätzliche Problem ist nicht der "hohe Preis" des Taxis sondern der nicht angestellte Vergleich und die damit einhergehende Feststellung das dass Taxi im Preis kaum zu unterbieten ist. Nehme ich mal nen 8-Sitzer Taxi und fahre von Dresden nach Berlin. Da bin ich pro Nase etwa bei 35€ und fahre dabei von Haustür zu Haustür ohne Umsteigen.
Ein anderes Beispiel ist doch die innerstädtische Kurztour. Die kostet in Dresden 1,80€ mit Bus und Bahn. Mit vier Leuten kann ich im Taxi für 7,20€ rumfahren. Damit decke ich deutlich mehr als den Innenstadtbereich ab.
Dies sind nur zwei gute Rechenbeispiele für Sammeltaxis zur Umsatzsteigerung
...
Das andere Rechenbeispiel für meine Kunden lautet immer: rechnen sie mal nach was sie im Monat ihr Auto kostet? Im Mittel liegt man da etwa bei 300€ (tendenziel mehr desto größer das Auto). Jetzt schafft man das Auto ab und hat 300€ in der Hand. Davon kaufe ich mir ne Monatskarte (rund 40€). Wenn ich nun doch mal das Auto brauch? Werd ich dann oft gefragt. Naja der Mietwagen ist für 29€ Am Tag ein echtes Schnäppchen. Sagen wir mal man spart 200€ im Monat, da bleibt viel Geld für Kino, Oper oder Essen gehen. Und dahin können sie dann mit dem Taxi fahren
.
Fakt ist wir sind ein sehr günstiges Verkehrsmittel. Man muss nur bedenken das man ja ein ganzes Auto samt Fahrer bekommt. Damit kann man schonmal ne Matraze bei Ikea kaufen fahren wenn man kein Auto hat. In dem Moment bestimmt günstiger als der Lieferdienst und schneller.
Fazit: Preise keinesfalls senken, wir arbeiten doch schon am Limit!!!!
Ein anderes Beispiel ist doch die innerstädtische Kurztour. Die kostet in Dresden 1,80€ mit Bus und Bahn. Mit vier Leuten kann ich im Taxi für 7,20€ rumfahren. Damit decke ich deutlich mehr als den Innenstadtbereich ab.
Dies sind nur zwei gute Rechenbeispiele für Sammeltaxis zur Umsatzsteigerung
Das andere Rechenbeispiel für meine Kunden lautet immer: rechnen sie mal nach was sie im Monat ihr Auto kostet? Im Mittel liegt man da etwa bei 300€ (tendenziel mehr desto größer das Auto). Jetzt schafft man das Auto ab und hat 300€ in der Hand. Davon kaufe ich mir ne Monatskarte (rund 40€). Wenn ich nun doch mal das Auto brauch? Werd ich dann oft gefragt. Naja der Mietwagen ist für 29€ Am Tag ein echtes Schnäppchen. Sagen wir mal man spart 200€ im Monat, da bleibt viel Geld für Kino, Oper oder Essen gehen. Und dahin können sie dann mit dem Taxi fahren
Fakt ist wir sind ein sehr günstiges Verkehrsmittel. Man muss nur bedenken das man ja ein ganzes Auto samt Fahrer bekommt. Damit kann man schonmal ne Matraze bei Ikea kaufen fahren wenn man kein Auto hat. In dem Moment bestimmt günstiger als der Lieferdienst und schneller.
Fazit: Preise keinesfalls senken, wir arbeiten doch schon am Limit!!!!
Tabakgenuss ohne Rauch? www.snus.de
Mich wundert es seit längerer Zeit eh, dass unsere Gewerbeverbände keine Marketingmaßnahmen ergreifen, die den Wegfall eines Fahrzeugs und die Nutzung einer Droschke mal anschaulich für Jedermann zeigen; gerade in den Städten.
Immerhin treffe ich genügend Leute, die ihr KFZ abgeschafft haben. Die Argumentation von Fahrzeugbesitzern ist mittlerweile ziemlich altbacken: Fahrzeug immer zur Verfügung, etc. etc. pp. Wenn ich denen dann sage, dass sie meistens innerhalb von zehn bis 15 Minuten einen Chauffeur und Wagen vor der Wohnung haben, dann nicken sie zwar, ..., aber die Einsicht fehlt (noch).
Für weitere Strecken gibt es "Car-Sharing". Aber nein, das eigene Auto muss es schon sein.
Immerhin treffe ich genügend Leute, die ihr KFZ abgeschafft haben. Die Argumentation von Fahrzeugbesitzern ist mittlerweile ziemlich altbacken: Fahrzeug immer zur Verfügung, etc. etc. pp. Wenn ich denen dann sage, dass sie meistens innerhalb von zehn bis 15 Minuten einen Chauffeur und Wagen vor der Wohnung haben, dann nicken sie zwar, ..., aber die Einsicht fehlt (noch).
Für weitere Strecken gibt es "Car-Sharing". Aber nein, das eigene Auto muss es schon sein.
- schleicher
- User
- Beiträge: 177
- Registriert: 01.08.2008, 23:55
- Wohnort: Augsburg
Fahrpreis r e a l i s t i s c h => mehr (und zufriedenere) Fahrgäste
1.)2,70 EURO für 100m ist unrealistisch, deshalb fährt niemand 100m, wenn er es doch tut, schädigt er den Fahrer/Unternehmer. Das bleibt dem Fahrgast nicht verborgen. Lösung: Pauschalpreis 10Euro bis 6 km
2.)110 EURO für 70 km sind zu viel. Ich (als Fahrer) muß nicht 50 Euro in 2 Stunden verdienen (=unrealistisch). Der Kunde steigt auf Bahn oder Flughafentransfer um. Lösung: km-Preis runter.
3.)15 EURO für eine etwas längere als normale Strecke sind im Prinzip ok., könnten aber gesenkt werden, wenn der Kunde damit nicht mehr die Kurzfahrten anderer Kunden (siehe Punkt1) und das ausbleibende Geschäft der Fernfahrten(siehe Punkt2) "subventionieren" müßte.
Aus 1)+2)+3) => mehr Fahrgäste.
Ihr werdet jetz wieder etwas sagen wie "ein Pauschalpreis von 10 EURO ist dem Kunden nicht zu vermitteln". Und genau da ist der Irrtum: Er ist dem Taxifahrer und Unternehmer nicht zu vermitteln! Auch wenn ichs hier jetzt nochmal versuche.
1.)2,70 EURO für 100m ist unrealistisch, deshalb fährt niemand 100m, wenn er es doch tut, schädigt er den Fahrer/Unternehmer. Das bleibt dem Fahrgast nicht verborgen. Lösung: Pauschalpreis 10Euro bis 6 km
2.)110 EURO für 70 km sind zu viel. Ich (als Fahrer) muß nicht 50 Euro in 2 Stunden verdienen (=unrealistisch). Der Kunde steigt auf Bahn oder Flughafentransfer um. Lösung: km-Preis runter.
3.)15 EURO für eine etwas längere als normale Strecke sind im Prinzip ok., könnten aber gesenkt werden, wenn der Kunde damit nicht mehr die Kurzfahrten anderer Kunden (siehe Punkt1) und das ausbleibende Geschäft der Fernfahrten(siehe Punkt2) "subventionieren" müßte.
Aus 1)+2)+3) => mehr Fahrgäste.
Ihr werdet jetz wieder etwas sagen wie "ein Pauschalpreis von 10 EURO ist dem Kunden nicht zu vermitteln". Und genau da ist der Irrtum: Er ist dem Taxifahrer und Unternehmer nicht zu vermitteln! Auch wenn ichs hier jetzt nochmal versuche.
- Maria Magdalena
- User
- Beiträge: 16
- Registriert: 07.12.2008, 10:48
- Wohnort: Berlin
10 Euro halte ich auch für etwas hoch. Unsere 3,00 Euro Einschaltgebühr allerdings für zu niedrig.
Wer für niedriegere Preise ist, hat vor sich selbst noch mehr auszubeuten. Nämlich für den gleichen Umsatz mehr zu fahren, damit höhere Kosten zu verursachen (Diesel und Verschleiß) und (zunächst) nicht einen Cent mehr verdient zu haben. Um dann wirklich mehr in der Tasche zu haben, müsste jeden Tag Silvester sein. Und das ist es nicht, selbst wenn wir für 50 Cent den Kilometer fahren würden. Soll heißen, soviel fahrwillige Kundschaft gibt es auf Dauer nicht.
Und natürlich bin ich für die Wiedereinführung der Wartezeit. Der Kunde mietet mich und mein Auto. Umsonst. Jedenfalls für die Zeit, in der die Räder stehen. Ich werde also per Gesetz verdonnert meine Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das kann so nicht richtig sein.
Wer für niedriegere Preise ist, hat vor sich selbst noch mehr auszubeuten. Nämlich für den gleichen Umsatz mehr zu fahren, damit höhere Kosten zu verursachen (Diesel und Verschleiß) und (zunächst) nicht einen Cent mehr verdient zu haben. Um dann wirklich mehr in der Tasche zu haben, müsste jeden Tag Silvester sein. Und das ist es nicht, selbst wenn wir für 50 Cent den Kilometer fahren würden. Soll heißen, soviel fahrwillige Kundschaft gibt es auf Dauer nicht.
Und natürlich bin ich für die Wiedereinführung der Wartezeit. Der Kunde mietet mich und mein Auto. Umsonst. Jedenfalls für die Zeit, in der die Räder stehen. Ich werde also per Gesetz verdonnert meine Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das kann so nicht richtig sein.
Bravo! 100% Zustimmung....nightrider hat geschrieben:Das mit Fahrpreis runter kann meiner Meinung nach nicht funktionieren.
1. galube ich, dass keiner aus Jux und Dollerei mit dem Taxi fährt, sondern mangels vernünftiger Alternativen, Zeitdruck, oder Bequemlichkeit und dann zahlt er eben was es kostet.
2. steigen laufend unsere Kosten und vom erwirtschafteten Umsatz bleibt unterm Strich immer weniger übrig.
Also muss der Preis rauf, selbst wenn ich dadurch kurzzeitig vielleicht weniger Umsatz habe, so habe ich doch mehr Gewinn weil unterm Strich mehr bleibt und wir kostendeckender arbeiten.
Merke Umsatz und Anzahl der Touren sind nur sehr ungenaue Kennzahlen, wichtiger ist was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt und da kann weniger (Umsatz) durchaus mehr (Gewinn) sein.

Ich füge hinzu: Die Assoziation Taxi = Teuer steckt seit 100 Jahren in den Köpfen der Leute! Eine Tarifsenkung, wenn sie denn überhaupt von der Öffentlichkeit wahr genommen wird, würde daran auch nichts ändern!
Selbst wenn man jede Stadtfahrt in einer Art "Werbewoche" für 1.- Euro anbieten würde, hätten wir dadurch keinen einzigen Auftrag mehr....! Aber mit Sicherheit wären mit Ablauf dieser "Werbewoche" einige von uns Pleite!
-
q
Maria M. schrieb
Der Tarif ist der beste, der uns den höchsten Gewinn bringt. Keiner kennt ihn wirklich. Vielleicht müssen die Preise hoch, vielleicht müssen sie runter...
Die unbezahlte Warteminute führt de facto zu einem Festpreis für eine gegebene Strecke von A nach B. Ich vermute, dass uns diese Kalkulierbarkeit des Preises Kunden bringt oder ein Abspringen derselben verhindert. Deshalb bin ich für die Beibehaltung dieser Regelung.
Problem No 1 bleibt die ewige Warterei an den Taxiständen. Die ist für unsere wirtschaftliche Situation viel entscheidender als die Tarifproblematik. Ist jedenfalls meine Meinung.
Also: es gibt zu viele Taxen auf der Strasse. Die Zugangsvoraussetzungen für Unternehmer + Fahrer müssen verschärft werden.
Bevor du mit dem Kunden unentgeltlich im Stau gestanden hast, war doch erstmal ne Stunde Rumhängen am Taxistand angesagt, oder? Das hast du auch nicht bezahlt bekommen, also was regts du dich da über die paar Minütchen Stillstand während der Tour auf?Und natürlich bin ich für die Wiedereinführung der Wartezeit. Der Kunde mietet mich und mein Auto. Umsonst. Jedenfalls für die Zeit, in der die Räder stehen. Ich werde also per Gesetz verdonnert meine Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Der Tarif ist der beste, der uns den höchsten Gewinn bringt. Keiner kennt ihn wirklich. Vielleicht müssen die Preise hoch, vielleicht müssen sie runter...
Die unbezahlte Warteminute führt de facto zu einem Festpreis für eine gegebene Strecke von A nach B. Ich vermute, dass uns diese Kalkulierbarkeit des Preises Kunden bringt oder ein Abspringen derselben verhindert. Deshalb bin ich für die Beibehaltung dieser Regelung.
Problem No 1 bleibt die ewige Warterei an den Taxiständen. Die ist für unsere wirtschaftliche Situation viel entscheidender als die Tarifproblematik. Ist jedenfalls meine Meinung.
Also: es gibt zu viele Taxen auf der Strasse. Die Zugangsvoraussetzungen für Unternehmer + Fahrer müssen verschärft werden.
-
gast
Da stimme ich Dir voll und ganz zu - die Auslastung muss größer werden.vas hat geschrieben:Problem No 1 bleibt die ewige Warterei an den Taxiständen...
Sehe ich nicht ganz so - ich denke man könnte über moderat angepasste Tarife die Auslastung erhöhen.vas hat geschrieben:...Die ist für unsere wirtschaftliche Situation viel entscheidender als die Tarifproblematik.
- am
- Moderator
- Beiträge: 13187
- Registriert: 18.03.2005, 17:29
- Wohnort: Hansestadt Lübeck
- Kontaktdaten:
vas hat geschrieben:........Bevor du mit dem Kunden unentgeltlich im Stau gestanden hast, war doch erstmal ne Stunde Rumhängen am Taxistand angesagt, oder? .......
Wieso muss ich eigentliche eine Anfahrt bezahlen, wenn ich einen Handwerker bestelle? Der kann doch froh sein, dass er die reine Arbeitszeit bezahlt bekommt.
Was wir in der Zeit zwischen den Touren machen, bzw, wie lange die Pausen dazwischen sind, ist doch für die Festlegung des Tarifes sowas von unwichtig.
Tatsache ist, dass ja auch im Stillstand eine Leistung erbracht wird. Nicht zuletzt sitzt der Kunde warm und trocken, oder kühl und klimatisiert. Und nun rechne mal die Summe der nicht bezahlten verkehrsbedingten Wartezeiten zusammen und berechne mal, wieviele Touren in dieser Zeit theoretisch gefahren werden könnten.
Unsere Kunden erhalten für einen vertretbaren bis günstigen Betrag eine Dienstleistung, die schon unter Weglassung aller Servicemerkmale ausgesprochen luxuriös ist. Und da wollen wir ernsthaft für 12,00€ eine Stunde im Stau stehen, in der vielleicht auch 20,00 € zu fahren wären? Das ist doch wohl nicht unser Ernst, oder?
Und das ist auch nicht abhängig von der Zahl der Taxen. Fahrzeit ist Arbeitszeit. Und die muß bezahlt werden!
Wir müssen in einer Fachwerkstatt Stundenlöhne von 80 oder mehr Euro bezahlen und wollen dann umsonst arbeiten, weil der einzelne Kunde im Extremfall mal 2 oder 3 Euro spart?
Kaum zu glauben.
