Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Personenbeförderungsrecht, Taxitarife.
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foxit
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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von foxit » 05.01.2021, 10:33

IK hat geschrieben:
04.01.2021, 19:25
Kurzes Update


P.S.
Free Now hat eine Klage gehen die Genossenschaft wegen der Behinderung des Wettbewerbs eingereicht ...
Diese Klage ist lächerlich und hat so gut wie keine Chance. Aktuell ist das Taxiprodukt bei FreeNow nur zu einem geringen %-Satz anteilig und somit nicht wettbewertsbehindernd.
Damit liegt auch keine gröbere Behinderung des Wettbewerbs vor. Hauptprodukte bei FreeNow sind ja hauptsächlich:

eScooter
eBike
eRoller
Carsharing
Match
Mietwagenfahrten

Was will man dann mit einer Klage betreffend TaxI?
Zuletzt geändert von foxit am 05.01.2021, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.

Pascha
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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von Pascha » 05.01.2021, 10:45

foxit hat geschrieben:
05.01.2021, 10:33
IK hat geschrieben:
04.01.2021, 19:25
Kurzes Update


P.S.
Free Now hat eine Klage gehen die Genossenschaft wegen der Behinderung des Wettbewerbs eingereicht ...
Diese Klage ist lächerlich ...
Was will man dann mit einer Klage betreffend TaxI?
Nicht lächerlich aber beschämend.

Hier wird ein inzwischen ungeliebtes Mitglied sowie FreeNow in einen Topf geworfen und beide sollen weichgekocht werden.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von IK » 05.01.2021, 13:30

Pirat hat geschrieben:
05.01.2021, 08:28
Nun scheint es ja amtlich, Begründung hast Du uns allerdings vorenthalten..
Die Begründung ist doch bekannt. Weil ich Free Now nutze und die Satzung das verbietet, schließt man mich aus.

Die Genossenschaft behauptet, dass sie meine Autos braucht, um die Kunden schnell bedienen zu können. Indem ich Free Now nutze, schwäche ich die Bedienfähigkeit der Genossenschaft.

Gleichzeitig fordert die Genossenschaft die Mitglieder auf, die Autos stillzulegen (bei voller Bezahlung der Beiträge), weil wir „nicht genug Touren haben für diejenigen, die fahren müssen“.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von IK » 05.01.2021, 13:33

foxit hat geschrieben:
05.01.2021, 10:33

Diese Klage ist lächerlich und hat so gut wie keine Chance. Aktuell ist das Taxiprodukt bei FreeNow nur zu einem geringen %-Satz anteilig und somit nicht wettbewertsbehindernd.
In den einschlägigen Urteilen schauen sich die Gerichte die Teilaspekte an ...
Vielleicht machen sie für den Hansa Funk eine Ausnahme ...

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von IK » 05.01.2021, 13:37

pascha hat geschrieben:Hier wird ein inzwischen ungeliebtes Mitglied sowie FreeNow in einen Topf geworfen und beide sollen weichgekocht werden.
Die Genossenschaft behauptet, sie hätte nichts gegen mich. Sie wolle nur die Rechtssicherheit. Wenn es dem so wäre, hätte man auf Free Now Urteil warten oder mich nur abmahnen. Schon bei einer Abmahnung würde ich vors Gericht gehen.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von Pirat » 05.01.2021, 14:30

Du hast doch einen eingeschriebenen Brief bekommen, da steht doch alles ausführlich drin, oder?
Du stellst Behauptungen auf, Hansa stellt Behauptungen auf und in einem Forum wie hier kann jeder alles behaupten...
Du stellst Fragen, erwartest Antworten oder zumindest Meinungen, ohne Fakten, Tatsachen offen zu legen..
Wenn Du Stimmungen gegen Hansa erzeugen willst, dann sagt das doch offen, alles andere ist Wischiwaschi..

In der Satzung Hansa steht doch, „Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Dritte ist zulässig“.
Heißt also, man muss nicht Genosse sein, um an den Einrichtungen (Vermittlung) der Genossenschaft teilzunehmen.
Vom Vermögen der Genossenschaft bist Du natürlich ausgeschlossen, aber das weißt Du ja.
Hansa muss Dir doch einen Vertrag anbieten, in dem Vertrag unterwirfst Du Dich den Regeln der Genossenschaft, oder?
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.

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Einspruch, Euer Ehren

Beitrag von miamivice » 05.01.2021, 16:23

Pirat hat geschrieben:
05.01.2021, 08:28
Nun scheint es ja amtlich, Begründung hast Du uns allerdings vorenthalten..
Es wirkt als ob man Teil juristischer Prozesse sein wolle, als ob dies die höchste Stufe des Informiertseins bedeute und man damit automatisch oben schwimme. Mehr dazugehören könne man nicht als über aktuelle juristische Vorgänge informiert zu sein.
Pirat hat geschrieben:
05.01.2021, 08:28
Der Rechtsweg steht Dir offen, scheint mir aber aussichtslos...
Das kafkaeske Element darf nicht fehlen.
Pirat hat geschrieben:
05.01.2021, 08:28
Weder ist die geforderte Dringlichkeit im einstweiligen Verfügungsverfahren gegeben, noch sehe ich eine Wettbewerbsbeschränkung vorausgesetzt Hansa lässt Dich tatsächlich weiter an der Fahrtenvermittlung uneingeschränkt teilnehmen..
Hier beginnt offenbar die eigentliche Rechtsberatung. Man fühlt sich entreichert, was durch die hanebüchenen juristischen Konstruktionen bedingt ist. Als eine Form von Kernneurose ansehen kann man, wenn einer immer wieder mit sadistischer Freude im juristisch Trüben fischt (auch um auf diese Weise eventuell eigene juristische Traumata zu "verarbeiten"). Allbekannte Rechtsberatungen führen viel zu oft in die Depression als daß eine erhellende Vorverhandlung im Rahmen allgemeiner Ethik stattgefunden hätte. Wer aus den Wörterbüchern der Unmenschlichkeit zitiert, kann seine Mitmenschen freilich nur runterziehen.
Pirat hat geschrieben:
05.01.2021, 08:28
Ist halt so, Vereine können ihre innere Ordnung im Wesentlichen selbst bestimmen..
Nennt sich Vereinsautonomie.
Selbstverständlich sind Vereine einer allgemeinen Ethik unterworfen. Wo "innere Ordnung" sein soll ist nur Chaos. Deshalb ist das Hansa-Privileg zu zerschlagen. IK ist ein Getriebener (Opfer administrativer Machenschaften), daher kann er von der Fahrtenvermittlung nicht ausgeschlossen werden. Auch der Hansafunk ist ein Getriebener aufgrund des stattgefunden habenden Konzessionsdumpings. Es entstehen Opferketten, was mittels juristischer Versatzstücke als rechtens behauptet wird. Statt den eigentlichen Augiasstall auszumisten, wird Unrecht perpetuiert und zelebriert.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von det » 05.01.2021, 16:35

IK hat geschrieben:
05.01.2021, 13:30

Weil ich Free Now nutze und die Satzung das verbietet, schließt man mich aus.
Ich gehe mal davon aus, dass du als Genosse auch mindestens einen Genossenschaftsanteil besitzt. Wenn die Hansa Fürsten nun der Meinung sind, dich auszuschließen, müssen sie dir eigentlich auch deinen Anteil wegnehmen resp. abkaufen. Ist das rechtlich überhaupt möglich? Gibt es für deinen Anteil ein Angebot und wer legt den Verkaufspreis fest? So besonders groß ist die Nachfrage nach Hansa Anteilen zurzeit nicht. Mich hätten zu meiner aktiven Zeit keine 10 Pferde dazu gebracht, Hansa Genosse zu werden. Schon damals waren die Führung der Genossenschaft und der sogenannte Beirat selbstherrlich und selbstverliebt. Was hält dich in diesem maroden Haufen?

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von IK » 05.01.2021, 17:24

Pirat hat geschrieben:
05.01.2021, 14:30
Du hast doch einen eingeschriebenen Brief bekommen, da steht doch alles ausführlich drin, oder?
Du stellst Behauptungen auf, Hansa stellt Behauptungen auf und in einem Forum wie hier kann jeder alles behaupten...
Du stellst Fragen, erwartest Antworten oder zumindest Meinungen, ohne Fakten, Tatsachen offen zu legen..
Wenn Du Stimmungen gegen Hansa erzeugen willst, dann sagt das doch offen, alles andere ist Wischiwaschi..

In der Satzung Hansa steht doch, „Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Dritte ist zulässig“.
Heißt also, man muss nicht Genosse sein, um an den Einrichtungen (Vermittlung) der Genossenschaft teilzunehmen.
Vom Vermögen der Genossenschaft bist Du natürlich ausgeschlossen, aber das weißt Du ja.
Hansa muss Dir doch einen Vertrag anbieten, in dem Vertrag unterwirfst Du Dich den Regeln der Genossenschaft, oder?
Ich will die eG nicht schlecht machen, sondern ich möchte prüfen, ob solche Verbote Bestand haben. Ich veröffentliche nicht alles, was ich in diesem Verfahren habe, weil ich auch eine gewisse Verschwiegenheit nach außen wahren muss. Würde ich die Unterlagen hier posten, könnte man das unter Umständen gegen mich auslegen.

Die Genossenschaft hat mir keinen Vertrag als Teilnehmer zugeschickt. Sie will mich bis das Verfahren abgeschlossen ist, wie einen Genossen vermitteln. Ich denke, da braucht es keinen extra Vertrag.

Ich unterwerfe mich grundsätzlich nur diesen Regeln, welche ich für sinnvoll, gerechtfertigt und gesetzeskonform halte. Die vermutete Behinderung des Wettbewerbs durch Beschlüsse trage ich nicht mit. Außerdem bin ich der Meinung, dass die eG hier über die Stränge schlägt, denn sie braucht meine Autos nicht, um die Kunden zu bedienen.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von IK » 05.01.2021, 17:28

det hat geschrieben:
05.01.2021, 16:35
IK hat geschrieben:
05.01.2021, 13:30

Weil ich Free Now nutze und die Satzung das verbietet, schließt man mich aus.
Ich gehe mal davon aus, dass du als Genosse auch mindestens einen Genossenschaftsanteil besitzt. Wenn die Hansa Fürsten nun der Meinung sind, dich auszuschließen, müssen sie dir eigentlich auch deinen Anteil wegnehmen resp. abkaufen. Ist das rechtlich überhaupt möglich? Gibt es für deinen Anteil ein Angebot und wer legt den Verkaufspreis fest? So besonders groß ist die Nachfrage nach Hansa Anteilen zurzeit nicht. Mich hätten zu meiner aktiven Zeit keine 10 Pferde dazu gebracht, Hansa Genosse zu werden. Schon damals waren die Führung der Genossenschaft und der sogenannte Beirat selbstherrlich und selbstverliebt. Was hält dich in diesem maroden Haufen?
Die Anteile sind frei handelbar. Der aktuelle Preis liegt bei ungefähr 15.000 €. Der Nominalwert liegt bei 4.200.

Ob ich als ausgeschlossener Genosse überhaupt meine Anteile handeln kann, weiß ich gar nicht. Ich denke nicht. Und schon damit entsteht für mich besondere Härte in diesem Beschluss.

Ich bin bei Hansa, weil ich den genossenschaftlichen Prinzip mag und weil das aus meiner Sicht wirtschaftlich sinnvoll ist.

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miamivice
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Unrecht Gut gedeiht nicht

Beitrag von miamivice » 07.01.2021, 08:22

IK hat geschrieben:
05.01.2021, 13:30
Weil ich Free Now nutze und die Satzung das verbietet, schließt man mich aus.
Es bedarf der rechtlichen Gesamtschau um dem schikanösen Jonglieren mit juristischen Versatzstücken ein Ende zu bereiten. Da der Staat rechtsstaatswidrig Konzessionsdumping betrieben hat und u.a. in Form von MOIA weiter Konzessionsdumping betreibt und den Spaltpilz FREE NOW nicht verhindert hat, ist der Staat schadensersatzpflichtig. Konzessionsdumping ist ein so schwerwiegendes Unrecht, daß ein Untersuchungsausschuß die Entwicklung dahin aufzuarbeiten hat. Konzessionsdumping ist bei weitem schwerwiegender als Zusammenarbeit mit dem Abfischer und UBER-Derivat FREE NOW.

Dauerhafter Ausschluß aus einer Taxifunkzentrale ist prinzipiell nicht möglich, genauso wie man Polizisten nicht vom Funkverkehr ausschließen kann oder Feuerwehrleuten nicht die Schutzkleidung versagen kann. Jeder Taxifahrer hat ein unbedingtes Anrecht auf funkvermittelte Aufträge ansonsten liegen Verstöße gegen Funktionsfähigkeit und freie Berufsausübung vor.

Konzessionsdumping kann in anderer Lesart auch als eine Form von Terrorismus angesehen werden.
det hat geschrieben:
05.01.2021, 16:35
Ich gehe mal davon aus, dass du als Genosse auch mindestens einen Genossenschaftsanteil besitzt. Wenn die Hansa Fürsten nun der Meinung sind, dich auszuschließen, müssen sie dir eigentlich auch deinen Anteil wegnehmen resp. abkaufen. Ist das rechtlich überhaupt möglich? Gibt es für deinen Anteil ein Angebot und wer legt den Verkaufspreis fest? So besonders groß ist die Nachfrage nach Hansa Anteilen zurzeit nicht. Mich hätten zu meiner aktiven Zeit keine 10 Pferde dazu gebracht, Hansa Genosse zu werden. Schon damals waren die Führung der Genossenschaft und der sogenannte Beirat selbstherrlich und selbstverliebt. Was hält dich in diesem maroden Haufen?
IK hat geschrieben:
05.01.2021, 17:28
Die Anteile sind frei handelbar. Der aktuelle Preis liegt bei ungefähr 15.000 €. Der Nominalwert liegt bei 4.200.

Es gilt den fairen Preis für einen Genossenschaftsanteil zu ermitteln. Es sollte sich dabei um einen ähnlichen Vorgang handeln wie die Festlegung der Taxitarife. Dies funktioniert freilich nur, wenn nicht der Staat selbst Wucherer ist.
IK hat geschrieben:
05.01.2021, 17:28
Ob ich als ausgeschlossener Genosse überhaupt meine Anteile handeln kann, weiß ich gar nicht. Ich denke nicht. Und schon damit entsteht für mich besondere Härte in diesem Beschluss.
Ein Staatswesen, daß Wucher in Genossenschaften zuläßt, ist schadensersatzpflichtig. Von Raubtierkapitalismus zu sprechen, als Taxikonzessionen für New York für eine Million Dollar gehandelt wurden, wäre stark untertrieben. Es ist Fas.chismus in Reinkultur.
IK hat geschrieben:
05.01.2021, 17:28
Ich bin bei Hansa, weil ich den genossenschaftlichen Prinzip mag und weil das aus meiner Sicht wirtschaftlich sinnvoll ist.
Jeder Taxiunternehmer in Hamburg ist automatisch Taxizentralen-Genosse, da sonst der Taxiberuf in Hamburg keinen Sinn macht.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von eichi » 07.01.2021, 18:49

Zitat miami weiß:
Jeder Taxiunternehmer in Hamburg ist automatisch Taxizentralen-Genosse, da sonst der Taxiberuf in Hamburg keinen Sinn macht.
Da wäre ich mal auf eine nachvollziehbare Begründung gespannt.
Was ist mit der großen Anzahl Graupen am Flieger und Bahnhöfen?
Wäre ein in HH-Wilhelmsburg ansässiger TU automatisch Mitglied
bei Funktaxi Wilhelmsburg? Oder kann er sich Blankenese aussuchen?
Die privatrechtlich betriebenen Zentralen, egal ob e.G. oder was
anderes, haben da sicherlich ganz andere Ansichten.
Oder sollen Taxen jetzt eine eigene Benutzergruppe beim TETRA-
Bündelfunk der BOS (Polizei etc.) eingerichtet bekommen? Müssten
dann aber auch ein passendes Funkgerät haben.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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miamivice
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Beitrag von miamivice » 09.01.2021, 19:49

eichi hat geschrieben:
07.01.2021, 18:49
Was ist mit der großen Anzahl Graupen am Flieger und Bahnhöfen?
Niemand schreibt Strategien vor. Aber jeder Taxifahrer muß die Möglichkeit (Freiheit) haben in Außenbezirken oder sonstwo Anschlußaufträge über Funk von seiner einen Zentrale anzunehmen.
eichi hat geschrieben:
07.01.2021, 18:49
Wäre ein in HH-Wilhelmsburg ansässiger TU automatisch Mitglied bei Funktaxi Wilhelmsburg? Oder kann er sich Blankenese aussuchen?
Ich habe keine Ortskundeprüfung für Hamburg. Ich schließe von Berlin auf Hamburg. Wilhelmsburg kann nur Teil des Ganzen sein, genauso wie Tempelhof nur Teil des Ganzen sein kann. Wilhelmsburg als Teil des Pflichtfahrgebietes untersteht im Rahmen taxibezogener Funktionsfähigkeit EINER Funkzentrale, welche alles in Hamburg von Duvenstedt, Wandsbek, Rahlstedt, Billstedt, Altengamme, Ochsenwerder, Sinstorf, Neuenfelde, Rissen, Schnelsen bis Fuhlsbüttel abdeckt, genau wie in Berlin von Kladow, Frohnau, Buch, Hellersdorf, Schmöckwitz, BER, Buckow bis Wannsee.
eichi hat geschrieben:
07.01.2021, 18:49
Die privatrechtlich betriebenen Zentralen, egal ob e.G. oder was anderes, haben da sicherlich ganz andere Ansichten.
eichi hat geschrieben:
07.01.2021, 18:49
Oder sollen Taxen jetzt eine eigene Benutzergruppe beim TETRA-
Bündelfunk der BOS (Polizei etc.) eingerichtet bekommen? Müssten
dann aber auch ein passendes Funkgerät haben.
Die ökonomische, ökologische und arbeitsethische Funktionsfähigkeit steht über seltsamen Partikularinteressen. Es liegt kein Wert darin in seiner Berufstätigkeit beschränkt zu sein, dumm gehalten zu werden, Fahrsklave zu sein, über Bewertungssysteme denunziert und schikaniert zu werden, Leerkilometer zu sammeln, Mindestlohn zu beziehen, Flughafenshuttle, Sozialfall und Slum zu sein. Allbekannte Raub- und Versklavungssoftwarez sind auszumerzen.

Das FMS-Datenfunkgerät ermöglicht professionelles Arbeiten. Mit seinen vielfältigen Kontrollfunktionen befindet es sich auf einer Ebene mit dem Gutachter Linne+Krause und dem Statistikamt Nord. Im FMS-Display kann man erkennen, was im gesamten Pflichtfahrgebiet in den einzelnen Sektoren los ist und wie viele Aufträge vermittelt wurden. Auf diese Weise hat im Taxigewerbe eine digitale Revolution stattgefunden (welche freilich nicht durch UBER und FREE NOW rückabgewickelt werden darf). Das FMS ermöglicht den Fahrern selbst zum Quasi-Mobilitätsstatistiker zu werden. Das evolutionäre FMS-Sektorensystem bestätigt die Unabdingbarkeit des Softmonopols Taxi. Einsteiger, Aufhalter und Bestellkunden bilden eine Einheit anderenfalls liegt Kastration vor.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von Wattwurm » 10.01.2021, 10:49

IK hat geschrieben:
05.01.2021, 13:30
Pirat hat geschrieben:
05.01.2021, 08:28
Nun scheint es ja amtlich, Begründung hast Du uns allerdings vorenthalten..

Gleichzeitig fordert die Genossenschaft die Mitglieder auf, die Autos stillzulegen (bei voller Bezahlung der Beiträge), weil wir „nicht genug Touren haben für diejenigen, die fahren müssen“.
Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, ob der Hansafunk zumindest für einen Teil seiner Büroangestellten Kurzarbeit beantragt hat. Kurzarbeit reduziert ja bekanntlich die Personalkosten der Unternehmen sehr erheblich. Aufgrund der Reduktion der Personalkosten wäre der Hansafunk durchaus in der Lage die Beiträge zu ermäßigen und diesen Einspareffekt weiter zu reichen. Sollte der Hansafunk noch keine Kurzarbeit beantragt haben, wäre das grob fahrlässig. Darauf hätte ich gerne mal eine Antwort.
Zuletzt geändert von Wattwurm am 10.01.2021, 10:53, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von Wattwurm » 10.01.2021, 17:11

Ich kann mir nicht vorstellen, das bei der reduzierten Auftragslage noch alle Bürokräfte bei gleicher Stundenzahl notwendig sind. Wenn also der Hansafunk Kurzarbeit beantragt hat und die Mitarbeiter Kurzarbeitergeld als Lohnersatzleistung bekommen und der HFT diese Personalkosteneinsparung an die angeschlossenen Unternehmer in Form von Beitragsermäßigungen nicht weiterreicht, dann ist das eine riesige Schweinerei. Dann ist der Hansafunk ein Krisengewinner auf Kosten der Steuerzahler und seiner angeschlossenen Unternehmen. Ivica Krijan, Du warst bis vor wenigen Tagen noch Mitglied im Aufsichtsrat. Nun lass mal die Hose runter. Beziehen die Büromitarbeiter beim HFT Kurzarbeitergeld ja oder nein?

Die Genossenschaft ist der Zellkern der Demokratie. Wenn der HFT sich in die Pandemie mit der Kurzarbeiterregelung finanziell saniert, dann hat das nichts mehr mit der Grundidee einer solidarischen Genossenschaft zu tun. Es war Ferdinand Lassalle der diese Idee aufgenommen hat und Arbeitervereine in ganz Deutschland gegründet hat.
Zuletzt geändert von Wattwurm am 10.01.2021, 17:35, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von IK » 12.01.2021, 00:58

@Wattwurm

Hansa Funk hat die Dezemberbeiträge erlassen ... Das ist alles. Umfang der Kurzarbeit, welcher eigentlich erheblich sein müsste, wurde mir vor meiner Abwahl nicht verraten. Ich habe als noch AR darauf gepocht, dass wir eine verbindliche Antwort bekommen, ob gleichzeitiges Geldeinziehen bei den Genossen kompatibel mit der Einführung der Kurzarbeit ist.

Ein Anwalt hat uns gesagt, dass das rechtskonform ist. Ob das tatsächlich so ist, kann ich nicht sagen. Aber ich hatte gleiche Überlegungen wie du. Die rechtliche Meinung des Anwalts hat dann das Thema beendet ...

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von IK » 12.01.2021, 01:02

Die Klage beim Landgericht Hamburg wurde eingereicht ...

Auf die einstweilige Verfügung verzichte ich, weil ich wie ein Genosse vermittelt werde, solange der Rechtsstreit dauert ...
Mein Anwalt war der Meinung, dass die Dringlichkeit nicht ausreicht, um sicher ein Verfügung zu bekommen.

Das Urteil in der ersten Instanz dürfte im Sommer kommen ...

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von Pirat » 12.01.2021, 16:26

Streitwert 21000 Euro ?
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von IK » 12.01.2021, 23:28

48.500 €

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Re: Ausschlussverfahren aus Hansa Funktaxi eG wegen Free Now

Beitrag von Pirat » 12.01.2021, 23:39

Ich dachte 5 (Anteile) x 4200 Euro..
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.

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