Mindestlohn jetzt

Löhne, Arbeitsbedingungen, Recht.
plusminus0
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Beitrag von plusminus0 » 03.09.2012, 17:41

I.K. hat geschrieben:Wäre dann nicht besser, statt 8,50 € lieber 8,51 € zu verlangen?
Es gibt da keinen linearen Zusammenhang.

Es ist so ähnlich wie bei den Fahrpreisen (oder Preisen ganz allgemein): Bei 1 €/km stürmt die Kundschaft die Taxen und der Unternehmer/Fahrer verhungert dennnoch. 2 €/km ist vielleicht optimal. Bei 3 €/km bricht das Geschäft komplett zusammen und der Unternehmer/Fahrer verhungert auch hier.

Logisch, das bei einem Mindestlohn von 100 €/Stunde nix mehr geht oder?

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reasoner
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Beitrag von reasoner » 03.09.2012, 17:47

Reasoner verfällt in die Winterdepression
Das weiß ich nicht genau, ich schlafe im Winter.

Warum gerade 8,50 €? Ich bin offen. Zuerst einmal bin ich gegen die Stundloehne, die heutzutage in der Taxibranche und in vielen anderen Branchen bezahlt werden.
Ein normal arbeitender Arbeitnehmer muss sich einen Durchschnittswarenkorb leisten können, bei der WBT ist das so, und beim Betrieb Ivica schaffen wir das auch noch.
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf

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Beitrag von oldstrolch » 03.09.2012, 17:52

plusminus0 hat geschrieben:
Logisch, das bei einem Mindestlohn von 100 €/Stunde nix mehr geht oder?
schöne einsicht!warum verlangen (einige wenige) angestellte taxifahrer einen mindestlohn von 8.50 euro, obwohl sie wissen das sie ihren arbeitgebern damit das wasser abgraben?ein gewisser mindestlohn unter dem oben geforderten+provision.sollte das eventuell in unserem gewerbe der goldene mittelweg sein? ;)
ich würde mich ja mit dir geistig duellieren,aber du bist unbewaffnet


komm auf die dunkle seite der macht....wir haben kekse :D


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Beitrag von oldstrolch » 03.09.2012, 17:58

reasoner hat geschrieben: Ein normal arbeitender Arbeitnehmer muss sich einen Durchschnittswarenkorb leisten können, bei der WBT ist das so, und beim Betrieb Ivica schaffen wir das auch noch.
muss ich dir wiedersprechen bernie!ivo hat nie
behauptet das seine fahrer schlecht verdienen!
eher lese ich raus das sie eigendlich(laut seiner
schilderung)zufrieden sind.er hat nie gesagt das
er weniger zahlt........ ;)
ich würde mich ja mit dir geistig duellieren,aber du bist unbewaffnet


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Beitrag von SindSieFrei? » 03.09.2012, 18:03

oldstrolch hat geschrieben:...ein gewisser mindestlohn unter dem oben geforderten+provision.sollte das eventuell in unserem gewerbe der goldene mittelweg sein? ;)
Ich habe immer betont, in diversen Posts nachzulesen, den Mindestlohn in unserer Branche als Mindestabsicherung nach unten zu sehen. Wir haben hier aber auch die allgemeine ML-Diskussion gehabt. Wenn es sich dann in unserer Branche mit "Provision" um die 8,50 € für alle angestellten Fahrer einpendelt, ist doch keine Diskussion mehr nötig. Wie schön, Einigkeit unter Kutschern. :P

LG
Dura lex, sed lex.

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Beitrag von IK » 03.09.2012, 18:03

+-0 hat geschrieben:Logisch, das bei einem Mindestlohn von 100 €/Stunde nix mehr geht oder?
Dann frage ich mich, warum die DGB so tut, als ob die genau wüssten, dass 8,50 € der Königsweg ist?
SSF hat geschrieben:Lieber Kollege Ivo, du kannst doch rechnen. 0,01€ x 8h x 20T = 1,60/monatl.. Eine unglaubliche Kaufkraftsteigerung, wirklich. Ich falle um ob deiner großzügigen Denke.
Bleib bitte locker.
Es geht darum zu hinterfragen, ob das stimmt, was die Gewerkschaften sagen. Das sollte der Beispiel mit 8,50 € und 8,51 € verdeutlichen. Hast du das nicht verstanden? Es ging nicht darum einem AN 1,50 € mehr im Monat zukommen lassen. Wie kommst du zu einer solchen These?

Denn wenn die These stimmt, dass ML von 8,50 € so wirkt wie DGB sagt, nämlich Lohnarmut verhindert , die Nachfrage in Deutschland erhöht und damit neue Jobs schafft, dann sollte ein Lohn von 8,51 € in dieser Hinsicht hilfreicher sein. Warum auf so viel Gutes verzichten?

Oder hat man bei der DGB vorgerechnet, dass ab 8,50 € die Jobvernichtung einsetzt und man deswegen nur 8,50 € haben will?

Fragen über Fragen.

Ivica

P.S.

@ reasoner
reasoner hat geschrieben:Ein normal arbeitender Arbeitnehmer muss sich einen Durchschnittswarenkorb leisten können,
Auch dann, wenn dieser durch den ML teurer wird.

Die Lohn-Preis-Spirale lacht schon.

@ Oldstrolch

Ich zahle in Rahmen meiner Möglichkeiten.
Das wird verstanden. Jeder Fahrer kann anhand der im Auto liegenden Fahrtenbücher 6 Monate zurück die Umsätze sehen. Damit können sie wenn sie wollen alles ausrechnen.

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Beitrag von reasoner » 03.09.2012, 18:37

Ivica Krijan hat geschrieben:@ reasoner
reasoner hat geschrieben:Ein normal arbeitender Arbeitnehmer muss sich einen Durchschnittswarenkorb leisten können,
Auch dann, wenn dieser durch den ML teurer wird.
Ja natürlich. Es geht darum, den Niedriglohnbereich wieder an den Durchschnittsverdienst heranzufuehren. Man muss kein Mathematiker sein, um festzustellen, dass dadurch der Warenkorbwert und der Durchschnittsverdienst steigen. Hast du damit ein Problem? Bist du lieber alleine in der Sonne?
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Beitrag von Emilie » 03.09.2012, 21:04

Ivica Krijan hat geschrieben:@SSF

Meine Frage ist ernst gemeint und sie ist keine Ablenkung, denn wovon soll ich ablenken wollen?

Ich sehe mir später die DGB Argumente an, aber einer vorweg:

"Mindestlöhne verhindern Lohnarmut, erhöhen die Nachfrage in Deutschland und schaffen damit neue Jobs", sagt DGB.

Wäre dann nicht besser, statt 8,50 € lieber 8,51 € zu verlangen?
Denn, wenn die ML so wirken, wie die DGB sagt, dann muss man davon ausgehen, dass 8,51 € bessere Option ist. Warum bleibt man lieber bei 8,50 € und lässt sich die Chance entgehen, noch mehr Jobs zu schaffen, noch mehr die Nachfrage zu erhöhen und die Zahl der Lohnarmen noch effektiver abzusenken?

Ich verstehe es nicht und deswegen frage ich auch. Dabei hast du nichts besseres zu bieten, als mir Ablenkung zu unterstellen. Ist das deine Art von einer unangenehmen Frage abzulenken?

Ivica

Warum nicht 8,519? :roll:
Bloß kein Stress...

Gebt mir ruhig die Schuld!

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Beitrag von plusminus0 » 03.09.2012, 23:40

I.K. hat geschrieben:Dann frage ich mich, warum die DGB so tut, als ob die genau wüssten, dass 8,50 € der Königsweg ist?
Das weiss natürlich niemand so genau. Vielleicht ist auch 7,49 €/h der optimale Mindestlohn. Oder 8,51 €. Ist das jetzt wichtig?

Das Ziel allen Wirtschaftens ist der Endverbraucher. Der soll den ganzen Krempel, der in den Fabriken produziert wird, letztendlich kaufen. Wenn das Prekariat aber weniger als 5 € die Stunde verdient (dürfte auf die meisten Taxifahrer zutreffen) und die Leute vom Sozialstaat vorm Verhungern und Erfrieren gerettet werden müssen (insbes. im Alter), dann ist da eben kein Geld mehr um "die Wirtschaft anzukurbeln". Deshalb macht ein Mindestlohn volkswirtschaftlich gesehen Sinn und schafft langfristig auch Arbeitsplätze. Das sagt mir mein gesunder Menschenverstand.

Ohne staatliche Unterstützung oder Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben würde doch die Hältfte der Kutscher am Ende der Schicht tot zusammenbrechen, weil sie sich nicht einmal mehr eine Currywurst leisten könnten. Sind feine Unternehmer, die auf dieser Basis ihre Gewinne machen.

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Wikinger
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Beitrag von Wikinger » 04.09.2012, 01:15

8 mal 8,50 ist 68, also rund 70 Euro als Lohn sind nach Milchmädchen rund 83 Euro Bruttoumsatz, wenn wir mal von irgendwann 19% MwSt ausgehen. Diese dann verdoppelt gäbe rund 165,- Euronen als Schichtumsatz im Durchschnitt, mindestens, in 8 Stunden...

7% MwSt macht es auch nicht wirklich besser, und die EU prüft gerade, ob die 7 überhaupt gestattet sind...

Wenn der Wagen in 3 Schichten besetzt ist, geht noch einmal eine halbe Stunde flöten fürs Ablösen, halbe Stunde plus 15 Minuten Pause, also knapp 7 Stunden effektive Zeit. Jeden Tag!!!

TRAUMTÄNZER!

Und bei dem Lohn wird auch weiterhin keine Kohle fürs Taxifahren haben, woher kommt also die Mehrarbeit?

Lasst euch doch nicht verhohnepiepeln! Da geht nix mehr.

Und eine Frau hatte endlich mal die Cuchones, um es Deutschland zu sagen! Respekt! Wer jetzt noch nicht merkt, was abgeht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Ach ja, der Letzte, der Cuchones hatte, so´n kleiner Zwerg aus dem Saarland, der wurde halt abgesägt...

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Beitrag von Lotterliese » 04.09.2012, 01:29

reasoner hat geschrieben:Hamburg hat dem Rest der Republik die Karenzminute (okay, die finde ich gut 8) )...
Stell dir vor, es ist Messe und keiner fährt hin.
... weil keiner Lust auf unbezahltes im-Stau-stehen hat.
Messe --> Friedrichstr., 50 min unterwegs und 16,80€ auf der Uhr.

Mit dem Tarif wird das nichts mit dem Mindestlohn. Oder soll der Flughafenfahrgast (mit 110 über die Autobahn geheizt?) den Messegast subventionieren?
Mischkalkulationen machen, wenn überhaupt, betriebswirtschaftlich nur Sinn, wenn mit den Minusgeschäften ein anderes Ziel verfolgt wird. Bspw. wenn man ein neues Produkt in den Markt drücken oder überlagerten Joghurt verkaufen will.
Welches andere Ziel, außer Fahrgastbeförderung, verfolgen wir noch?

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Beitrag von nightdancer » 04.09.2012, 08:21

Wikinger hat geschrieben: Und bei dem Lohn wird auch weiterhin keine Kohle fürs Taxifahren haben, woher kommt also die Mehrarbeit?
.
Immer wieder diese ausgelutschte Leier. Ich hab schon mal erklärt wie es geht. Man muß halt auch mal mitdenken. Auch wenns vielen hier schwer fällt.

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Beitrag von Wikinger » 05.09.2012, 05:48

Eine Idee hier ist die geringere Zahl an Taxen, daraus resultierend...

Gut, aber im normalen Ablauf müssten wegen der geringeren Zahl die Fahrzeuge vielleicht aussehen wie Stealth- Bomber, damit sie dann eben nicht geblitzdingst werden. Kohle nur mit mehr Fahrten.

Und meines Erachtens hat die Selektion längst begonnen, immer mehr Fahrer flüchten zumindest aus den nächtlichen Wochenschichten, weil nix mehr zu verdienen ist. Und die Übriggebliebenen verdienen trotzdem immer noch nix.

Aber die Anfahrtswege steigen, der Spritverbrauch dadurch halt auch, man hört inzwischen wieder, wie lange es denn gedauert hat, ob soviel zu Tun sei... Nö eigentlich nicht, aber natürlich für 1 bis 2 Stunden in der Stosszeit... und dann wieder warten... Fahrten werden jetzt in viel grösserem Umkreis angenommen, bringen tut´s unterm Strich nix.

Und die Kundschaft hat immer noch kein Geld, das Trinkgeld nimmt rapide ab. Klaro, der höhere Preis würde das abfangen, aber irgendwann ist eben Ende...

Und die höhere Kaufkraft auf Grund des Mindestlohns kompensiert gerade einmal die Verluste der letzten Zeit. Wohlgemerkt, der Kundschaft! Da fährt dann trotzdem keiner häufiger.

Es ist eher ein Gegentrend feststellbar, sparen ist angesagt. Dies erkennt man allein schon an den inzwischen in vielen Gegenden angebotenen Car to Go und wie die alle heissen. Keiner wird diese Investitionen tätigen aus reiner Nächstenliebe. Also gibt es auch hierüber "Gutachten", die eben bestätigen, dass der Bedarf dafür vorhanden ist. Zumindest momentan. Das ist dann übrigens die APP- Klientel. Warum Taxi, wenn ich selbst fahren kann... Kohle gespart, kein schlechtes Gewissen wegen 1 Euro Tip usw. Ist halt hip im Moment.

WIR SIND INZWISCHEN ÜBERFLÜSSIG! So, wie es früher die Pferdekutscher geworden sind.

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Beitrag von Wikinger » 05.09.2012, 05:48

Eine Idee hier ist die geringere Zahl an Taxen, daraus resultierend...

Gut, aber im normalen Ablauf müssten wegen der geringeren Zahl die Fahrzeuge vielleicht aussehen wie Stealth- Bomber, damit sie dann eben nicht geblitzdingst werden. Kohle nur mit mehr Fahrten.

Und meines Erachtens hat die Selektion längst begonnen, immer mehr Fahrer flüchten zumindest aus den nächtlichen Wochenschichten, weil nix mehr zu verdienen ist. Und die Übriggebliebenen verdienen trotzdem immer noch nix.

Aber die Anfahrtswege steigen, der Spritverbrauch dadurch halt auch, man hört inzwischen wieder, wie lange es denn gedauert hat, ob soviel zu Tun sei... Nö eigentlich nicht, aber natürlich für 1 bis 2 Stunden in der Stosszeit... und dann wieder warten... Fahrten werden jetzt in viel grösserem Umkreis angenommen, bringen tut´s unterm Strich nix.

Und die Kundschaft hat immer noch kein Geld, das Trinkgeld nimmt rapide ab. Klaro, der höhere Preis würde das abfangen, aber irgendwann ist eben Ende...

Und die höhere Kaufkraft auf Grund des Mindestlohns kompensiert gerade einmal die Verluste der letzten Zeit. Wohlgemerkt, der Kundschaft! Da fährt dann trotzdem keiner häufiger.

Es ist eher ein Gegentrend feststellbar, sparen ist angesagt. Dies erkennt man allein schon an den inzwischen in vielen Gegenden angebotenen Car to Go und wie die alle heissen. Keiner wird diese Investitionen tätigen aus reiner Nächstenliebe. Also gibt es auch hierüber "Gutachten", die eben bestätigen, dass der Bedarf dafür vorhanden ist. Zumindest momentan. Das ist dann übrigens die APP- Klientel. Warum Taxi, wenn ich selbst fahren kann... Kohle gespart, kein schlechtes Gewissen wegen 1 Euro Tip usw. Ist halt hip im Moment.

WIR SIND INZWISCHEN ÜBERFLÜSSIG! So, wie es früher die Pferdekutscher geworden sind.

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Beitrag von mitdernullneun » 05.09.2012, 10:39

reasoner hat geschrieben:....... Bist du lieber alleine in der Sonne?
Das ist doch das Problem!

Wer hat, will nichts abgeben!

Oder andersherum, unsere Gesellschaft definiert sich über Geld, haste was, biste was!
Glücklich ist, wer von Geburt an genug hat, der Rest muss zusehen mit Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wer das nicht kann, hat eben Pech gehabt.
Die, die nicht wollen, lasse ich hier jetzt mal außen vor, natürlich gibt es davon auch (mehr als) genug, aber das ist ein Sonderproblem.

Unser Problem in Deutschland ist doch eher das Verteilungsproblem, die Verteilung von Arbeit - und damit auch Einkommen.
Im Gegensatz zu z.B Holländern oder Dänen haben wir es noch nicht begriffen, dass der soziale Frieden nur über eine bessere Verteilung funktioniert - und dazu gehört unbedingt auch der Mindestlohn!

Respekt für Rea, dass er aus seiner Position heraus hierfür eine Lanze bricht.
Könnte mich glatt für einen Job bei ihm erwärmen... :D

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CPL5938
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Beitrag von CPL5938 » 05.09.2012, 13:15

Wikinger hat geschrieben:Cuchones
Cojones.

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Beitrag von SindSieFrei? » 05.09.2012, 13:50

Während wir uns hier die Finger wund schreiben und um einen Mindestlohn debattieren, bringt Schnappi drüben eine wirklich diskussionswerte Sache hervor: Die Weiterbildungsmaßnahme Taxifahrer! Knapp 3000 Euro Lehrgangsgebühren werden da zum Fenster rausgeworfen, finanziert durch den Steuerzahler.
Man muß sich das in doppelter Hinsicht auf der Zunge zergehen lassen: Erstmal werden die Leute in einen Job vermittelt, der nur deshalb noch Aspiranten benötigt, weil es viel zu viele Wagen gibt, also ein künstlich geschaffenes Überangebot der Ware Taxi und DANN werden die Leute in einen Job vermittelt, wo die meisten deswegen zu Dumpinglöhnen arbeiten müssen um DANN wieder zur ARGE zur rennen und aufzustocken, die Unternehmer bekommen den Niedriglohn auch noch subventioniert. Finanziert durch den Steuerzahler!

Das kann ja wohl langsam alles nicht mehr wahr sein!
:twisted:

Quelle: http://www.mycrazytaxis.com/taxiforum/i ... #post28591
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Beitrag von scarda » 05.09.2012, 14:09

Kann ich da auch anrufen und mir die Jungs im Dutzend kommen lassen? Dann mach gleich nen ganzen neuen Laden auf!

Das gehört eigentlich in die Kategorie: Pervers!

:mrgreen:
DEREGULIERUNG IST AUCH NUR REGULIERUNG. ZIELFÜHRENDE VORSCHLÄGE? NEIN? ACH SO!
Taxi_2017 ist gut, innovativ, technisch top, hat beste Fahrzeuge zu vernünftigen, regulierten Preisen
http://www.yumpu.com/de/document/view/2 ... toi-studie#

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Beitrag von oldstrolch » 05.09.2012, 14:56

SindSieFrei? hat geschrieben: Die Weiterbildungsmaßnahme Taxifahrer! Knapp 3000 Euro Lehrgangsgebühren werden da zum Fenster rausgeworfen, finanziert durch den Steuerzahler.

Quelle: http://www.mycrazytaxis.com/taxiforum/i ... #post28591

tja da schmeisst das arbeitsamt im wahrsten sinne
das geld zum fenster raus! die firma bietet kurse
über 15 wochen an.was unerwähnt bleibt ist das
in dieser zeit es so gut wie unmöglich ist den lern-
stoff für berlin zu schaffen.ausserdem was
passiert nach den 15 wochen und nicht
bestandener ortskundeprüfung?

:D
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Beitrag von scarda » 05.09.2012, 15:38

wer arbeit sucht, der findet auch welche!

:mrgreen:
DEREGULIERUNG IST AUCH NUR REGULIERUNG. ZIELFÜHRENDE VORSCHLÄGE? NEIN? ACH SO!
Taxi_2017 ist gut, innovativ, technisch top, hat beste Fahrzeuge zu vernünftigen, regulierten Preisen
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