[Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Die ewige Konkurrenz.
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Taxi Georg
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[Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von Taxi Georg » 23.10.2020, 19:47

Video: Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Bild
[Bildquelle: Screenshot Forza Horizon III]

23.10.20 | 10:40 Min. | Verfügbar bis 23.10.2021
Ein Uber-Fahrer berichtet anonym von seinen Erfahrungen.
Er arbeitet oft ohne Pause zwölf Stunden am Stück, sieben Tage die Woche.
Und das ist nicht der einzige Regelbruch.

:arrow: Video
Bitte betrachtet meine Postings nicht als Verpflichtung, sondern nur als gutgemeinte Hinweise!
Diese Hinweise sollen auch keine Rechts-/Steuerberatung darstellen oder sollen diese ersetzen. ☑

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Dschungeltaxi
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Re: [Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von Dschungeltaxi » 24.10.2020, 00:38


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sivas
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[Manuskript] Taxen ade? – Wie private Fahrdienste die Branche verändern

Beitrag von sivas » 24.10.2020, 04:51

Den Zustandsbericht kannst'e dir auch als PDF runterladen:
https://www.br.de/radio/bayern2/service ... -4678.html
_______________________

Sollen die Inhalte hier diskutiert werden, oder dienen die Links nur der Information ?
_______________________

auch ganz nett:
https://www.br.de/mediathek/podcast/bay ... en/1415047
Zuletzt geändert von sivas am 24.10.2020, 05:24, insgesamt 2-mal geändert.
Täter ...

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Taxi Georg
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Re: [Manuskript] Taxen ade? – Wie private Fahrdienste die Branche verändern

Beitrag von Taxi Georg » 24.10.2020, 11:04

sivas hat geschrieben:
24.10.2020, 04:51
Sollen die Inhalte hier diskutiert werden, .......?
Ja klar.
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Pascha
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Re: Video Taxi-Fahrer in Frankfurt: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von Pascha » 24.10.2020, 16:45

Taxi Georg hat geschrieben:
23.10.2020, 19:47
Video: Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld


23.10.20 | 10:40 Min. | Verfügbar bis 23.10.2021
Ein Uber-Fahrer berichtet anonym von seinen Erfahrungen.
Er arbeitet oft ohne Pause zwölf Stunden am Stück, sieben Tage die Woche.
Und das ist nicht der einzige Regelbruch.

:arrow: Video


Das Mobilitätsgewerbe ist ohne staatliche Subventionen systemimmanent unplausibel. Ob Taxi, Uber, FreeNow, Taxi Frankfurt etc.

Keiner muss sich sich vor dem anderen verstecken, einer ist krummer aks der andere.

https://www.hessenschau.de/wirtschaft/i ... s-100.html

Und das ist nicht der einzige Regelbruch. Berlin und viele andere Städte stehen Frankfurt in Nichts nach.

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Re: [Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von sivas » 24.10.2020, 19:48

Sollen die Inhalte hier diskutiert werden, .......?
Ja klar.
Na gut, dann schmeisse ich mal meine Kappe in den Ring

Ich bin mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass wenn wir systemrelevante Fahrten ausführen (müssen), diese mit ~50 % aus dem ÖPNV-Topf mitzufinanzieren sind. Was wohl früher mal geklappt hat, dass diese Fahrten über die hochpreisigeren quersubventioniert werden, funktioniert heute nicht mehr, weil diese Fahrten einfach weg sind > die Leute fahren mit dem toll ausgebauten ÖPNV bzw. es gibt diese Fahrten gar nicht mehr.

Worin unterscheiden wir uns von den Mietwagen ? >> Dass die nicht finanziell unterstützt werden !

Dadurch können sie bei den kürzeren Fahrten (< 8 km) nicht mit uns konkurrieren, sehr wohl aber bei den weiteren ! ... auch weil die Tarifpflicht für Taxen nach Durchfahren des 8. Kilometers aufgehoben wird.
____________

Ihr werdet sehen, dass die Pooling-Dienste Zug um Zug unsere Aufgaben übernehmen ... und zu 75 % von der öffentlichen Hand finanziert werden.
Täter ...

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Re: [Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von Taxi Georg » 24.10.2020, 20:46

In Wien demonstrierten die UBER-Fahrer gegen die neuen Taxiregeln ab 2021.

Bild
[Bildquelle: Screenshot Youtube| OE24.at]

:arrow: https://youtu.be/y-YKoc74OFo
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Re: [Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von Taxi Georg » 24.10.2020, 20:47

...wenn wir systemrelevante Fahrten ausführen (müssen), diese mit ~50 % aus dem ÖPNV-Topf mitzufinanzieren sind.
Sehe ich auch so!
Es kann nicht sein, dass das Taxigewerbe nur Pflichten aber keine Rechte hat!
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Re: Video Taxi-Fahrer in Frankfurt: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von Taxi Georg » 24.10.2020, 20:51

Pascha hat geschrieben:
24.10.2020, 16:45

Keiner muss sich sich vor dem anderen verstecken, einer ist krummer aks der andere.
Und das ist nicht der einzige Regelbruch. Berlin und viele andere Städte stehen Frankfurt in Nichts nach.
Interessant.
Wer hat den das Gutachten gemacht?
Ist das nicht derselbe Gutachter, der sein Fiskalsytem verkaufen will?
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[Video] In Wien werden Mietwagen mit Taxen gleichgestellt

Beitrag von sivas » 24.10.2020, 21:31

Nicht nur die Mietwagen- sondern auch die Taxifahrer sollten gegen die neuen Regeln demonstrieren, werden demnächst beliebig viele Fahrzeuge unterwegs sein. So viele Fahrzeuge braucht man doch für die Daseinsvorsorge gar nicht ! die ja der Grund für die Reglementierung ist.

Reglementierung heisst auch Schutz vor zu geringem Einkommen. Das geht nur, indem man die Anzahl der Fahrzeuge begrenzt, da die Umsätze nicht dementsprechend steigen, es sei denn, man fördert sie finanziell. Wieviel Geld wird die Stadt Wien für das Überangebot ausgeben wollen ? > Gar Nix !
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Beitrag von miamivice » 25.10.2020, 19:09

Dschungeltaxi hat geschrieben:
24.10.2020, 00:38
auch ein zustandsbericht
sivas hat geschrieben:
24.10.2020, 04:51
Den Zustandsbericht kannst'e dir auch als PDF runterladen
UBER ist Nutznießer juristischer Verquastheit und wird in Deutschland besonders gut bedient. Das Radiofeature zeigt praxisferne und verrechtete Argumentationsstile der Administration auf. Praxisferne und verrechtete Argumentationsstile sind ursächlich für den Niedergang der Taxibranche. Ein Staatswesen ohne eigenes funktionsfähiges "Navigationssystem" zerstört sich selbst.

Vom Münchner Kreisverwaltungsreferat äußert sich im Radiofeature Johannes Mayer (als Inbegriff administrativer Verwirrtheit):
Der Knackpunkt ist, daß dieser klassische Mietwagen, diese klassische Chauffeurslimousine eine Rückkehrpflicht hat. Also wäre ja auch ganz normal, man bestellt diese Limousine, der hat irgendwo einen Parkplatz, seinen Firmensitz, kommt dann, fährt bei mir vor, holt mich ab, bringt mich irgendwo hin, fährt dann wieder zurück und das war vielleicht an dem Tag sein einziger Auftrag unter Umständen.

Und diese rechtliche - ja ich nenne es mal - Lücke nutzen jetzt Anbieter, die - ja - taxiähnliche Dienstleistungen anbieten, die sagen, wir sind so eine Mietwagenfirma, die Herausforderung auch für die kontrollierenden Behörden den Nachweis zu führen, daß das Unternehmen dieser Rückkehrpflicht nicht nachkommt, weil wenn dieses taxiähnliche Gewerbe, der einzelne Fahrer jetzt unterwegs ist und einen Folgeauftrag hat, dann kann er den annehmen wenn er sagt, den habe ich bekommen als ich gerade auf dem Weg zurück zu meinem Firmensitz war.
Die jeweiligen Landratsämter können nur die Betriebe prüfen, die in ihrem Gebiet ansässig sind, das heißt wenn jetzt in München - und das ist selbstverständlich der Fall - etliche Mietwagen unterwegs sind, die
taxiähnlichen Betrieb haben, aber deren Firmensitz nicht im Gebiet der Landeshauptstadt München ist, wir können dann diese Daten nur weitergeben an die jeweiligen Landratsämter.
UBER-Fahrzeuge sollten nach einem Bestellauftrag unter keinen Umständen zum Betriebssitz zurückkehren, weil UBER Discounttaxi-Vermittlungsplattform ist und keine Mietwagen-Vermittlungsplattform. Das Abfischen von Aufträgen durch Dumpingangebote (Raubtaxitum) wird nicht dadurch legal, daß UBER-Fahrzeuge nach Auftragserledigung zu irgendwelchen Betriebssitzen zurückkehren. Kehrten UBER-Discounttaxis nach Auftragserledigung immer schön brav zu ihrem Betriebssitz zurück - etwa zum Wohlgefallen des Bürokratenstaatsvertreters Johannes Mayer - käme neben dem Abfischen (Tourenklau) auch noch zusätzliches umweltschädliches Leerkilometersammeln hinzu. Wenn in Deutschland staatlich legitimiert und organisiert gestohlen wird, dann sollte dies unter Einhaltung von Umwelt-Mindeststandards geschehen.

Moderatorin im Feature:
Die Stadt schreibt die Preise fest, nur so könnten die Wartezeiten der Taxifahrer ausgeglichen und ein Mindestlohn garantiert werden.
Sozialismus hat in einer sozialen freien Marktwirtschaft nichts verloren. Taxitarife können selbstverständlich nicht erhöht werden um Arbeitsnehmerdumping und inflationäre Konzessionsvergabe auszugleichen. Dies wäre Reklame für UBER und stellte eine Bestätigung von Travis Kalanicks These "Ein Ar.schloch namens Taxi" dar.

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miamivice
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Ausverkaufsstaat

Beitrag von miamivice » 27.10.2020, 12:45

Teil I

Der bürokratische Apparat wendet sich in diesem Beitrag des ARD-Mittagsmagazins vom 23.10.20 gegen den eigenen Staat. UBER-Fahrer werden zu Opfern umdefiniert, alteingesessene Gewerbetreibende werden verraten und verkauft. Dieses Video ist in seiner Unethik beispiellos und offenbart den Willen des Apparates zur Zerstörung deutscher Infrastruktur bzw. gewachsener Strukturen (Selbstabschaffung).

UBER-Fahrer als Opfer.

ARD-Moderatorin:
Wir haben UBER mit dieser Praxis konfrontiert und diese Antwort bekommen.
Pressesprecher UBER Deutschland/Österreich:
Wir legen größten Wert darauf, dass sich unsere Mietwagen-Partner an alle geltenden Regeln und Gesetze halten. Dazu verpflichten wir sie zudem auch vertraglich. Die dargestellten Arbeitsbedingungen wären, wenn sie stimmen, ein klarer Verstoß gegen unsere Standards. Sollten wir von solch einem Verhalten Kenntnis erlangen, würden wir entsprechende Konsequenzen ziehen und uns gegebenenfalls auch von solch einem Partner trennen.
ARD-Moderatorin:
Ja offenbar wird da bislang noch nicht genau genug hingeschaut. Auch dem Bundesverkehrsministerium ist offenbar klar, daß da was passieren muß. ES WILL ANBIETER WIE UBER, MOIA, FREE NOW UND CO AUS DER RECHTLICHEN GRAUZONE RAUSHOLEN. DESWEGEN ARBEITEN SIE IM MINISTERIUM AN EINEM GESETZENTWURF.
ARD geriert sich als Helfer der Unterdrückten dieser Welt. Es soll eine Stimmung entstehen, daß sich Bürger veranlaßt sehen für die Rechte von UBER-Fahrern zu demonstrieren. Daß Fahrer sein für UBER Gewerbeverrat und Deutschland-Ausverkauf darstellt, interessiert den Social Justice Warrior nicht.

International agierendes UBER wird in einem Atemzug mit in Deutschland agierenden Unternehmungen erwähnt, so daß der Eindruck der Zugehörigkeit von UBER zu Deutschland vermittelt wird.

Das ARD-Video geht von UBER nahtlos über zu MOIA und BerlKönig und verharmlost auf diese Weise das Wirken von UBER.

Berichterstatterin:
Einfach per App buchen und dann mit anderen gemeinsam im Auto fahren. In Hamburg verfolgt die Firma MOIA dieses Geschäftsmodell genau wie der Nahverkehrsanbieter BVG in Berlin mit seinem BerlKönig.
Der Apparat gibt MOIA im Video Gelegenheit zur Propaganda.

Christoph Ziegenmeyer von MOIA:
Das Wichtigste für uns ist, daß wir zunächst einmal stattfinden in diesem Personenbeförderungsgesetz. Daß wir nach diesen 4 Jahren Erprobungsverkehr weiterhin auf der Straße bleiben können.
Für den Apparat und als Teil des Apparates und seine "moderne Mobilität" äußert sich im Video Daniela Kluckert von der FDP (stellvertretende Vorsitzende im Verkehrsausschuß):
Wenn sie [PBefG-Reform] tatsächlich so kommt wie angedacht, dann wird es einen Stillstand in Deutschland geben und das ist einerseits schlecht für die Unternehmen, die Innovationen und neue Geschäftsmodelle auf die Straße bringen wollen, aber vor allem ist es schlecht für die Nutzer, denn die können neue Geschäftsmodelle nicht nutzen. Die Reform ist insgesamt eben nicht vom Nutzer her gedacht.
Liberalisten (Liberalismus ist ein Gegenspieler des Sozialliberalen) und Globalisten verkehren alle Werte und lügen Resourcenvergeudung und Verslumung zur Innovation um. Tradition wird als "Stillstand" denunziert.

Herwig Kollar (Vizepräsident Bundesverband Taxi und Mietwagen):
Wir bestehen darauf, daß mit der Novellierung gleiche Wettbewerbsbedingungen für Taxis und andere Beförderungsmittel hergestellt werden. Das schließt insbesondere ein, daß für UBER-Fahrer ähnliche soziale Sicherungen gelten wie für Taxifahrer auch: Zahlung Mindestlohn, Kranken- und Rentenversicherung, Urlaubsgeld und ähnliches.
Kotau und Ausverkauf.

Gewerbeselbstabschaffung.

Es zeigt, daß der Apparat im Bewußtsein von Herwig Kollar UBER als Partner und Innovator bereits fest verankert hat. Dies kommt einer Gehirnwäsche gleich.

Weiter im Video:

Detlef Müller (SPD, Mitglied Verkehrsausschuß):
Wir wollten gern oder hätten gern Mindestsozialstandards festgelegt, die auch bei den Mietwagen oder bei den Taxibetrieben gelten würden. Wir wissen, daß dort wahnsinnig Schindluder getrieben wird, daß also Leute dort in der Scheinselbständigkeit sind mit drei vier Jobs manchmal zwölf vierzehn Stunden lag auf dem Bock sitzen und fahren. Das hätten wir gerne geregelt. Dafür gibt es aber keine Mehrheit mit der CDU/CSU und somit wird es keinen Eingang ins Gesetz finden.
Beihilfe zur Verslumung.

Billigste Parteipropaganda.

Es findet widerwärtige Anbiederung in Form bestimmter Reizwörter/Codewörter statt um dann tatsächlich das Taxigewerbe auszuverkaufen:

"in der Scheinselbständigkeit sind mit drei vier Jobs manchmal zwölf vierzehn Stunden lag auf dem Bock sitzen und fahren"

Blablabla.

Es werden nur peinliche pseudo-soziale Phrasen abgespult, die erkennen lassen, daß Detlef Müller die tatsächlichen Strukturen und Dynamiken im Personenbeförderungsgewerbe nicht verstanden hat.

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Re: [Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von sivas » 27.10.2020, 15:21

Es könnte doch so einfach sein:
das Taxi ist für die Fahrten der Daseinsvorsorge da, der Mietwagen für den Rest.
Diese Fahrten werden ähnlich den anderen ÖPNV-Fahrten bezuschusst, die Mietwagenfahrten nicht.

Da ist es dann völlig egal, wo der Mietwagen nach Abschluss einer Beförderung hinfährt, er kann auch einfach stehen bleiben.
Täter ...

Campo
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Re: [Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von Campo » 11.03.2021, 10:04

Taxi gegen Uber & Co - Der Kampf um Deutschlands Straßen

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoo ... r-102.html

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Re: [Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von miamivice » 18.03.2021, 10:10

Teil II

Aus dem Video wird eine typische Moderatorenfrage zitiert, welche den Fokus weg vom eigentlichen Thema, dem UBER-Einfall in Deutschland, auf Soziales verlegt:
In dem Gesetzentwurf, an dem Sie gerade arbeiten - wir haben das gehört - werden zu wenige Mindestsozialstandards festgelegt, beklagt die SPD. Warum tun Sie da nicht mehr?
Derlei Rhetorik ist ein weiterer Sargnagel für das Taxigewerbe. Soziales entgleist zu --> sozialer Anstrich/Sozialgedöns. Das Slum ist ja unvermeidlich, wenn UBER nicht ausgeschafft wird, egal wie lautstark Sozialschreier ihre Sozialphrasen ausschreien.

Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Steffen Bilger von der CDU wird damit die Gelegenheit gegeben "staatsmännisch" und sinnlos zu antworten bzw. "Altbewährtes" aus der Rhetorikschule abzuspulen (die systemimmanente Lügerei ist rot gekennzeichnet):
Also Ihre Vorberichterstattung hatte deutlich gezeigt was für eine schwierige Aufgabe diese Reform des Personenbeförderungsgesetzes darstellt. Wir sind noch in den Verhandlungen, wir haben eine breit angelegte Findungskommission einberufen, weil am Ende da brauchen wir auch die Zustimmung des Bundesrates, also nicht nur die Bundesregierung, nicht nur der Bundestag muß zustimmen, sondern auch der Bundesrat und deswegen sind in dieser Kommission auch Vertreter der Länder dabei, auch Vertreter der Opposition aus dem Verkehrsausschuß des Deutschen Bundestages und mit denen gemeinsam wollen wir einen tragfähigen Kompromiß finden. Da wird nicht jeder alles durchsetzen können, was er für wichtig hält, aber für uns ist schon auch Grundlage Koalitionsvertrag - da haben wir festgehalten, daß wir solche neuen Mobilitätsangebote ermöglichen wollen, auch die sozialen Standards sind wichtig, aber das, was wir jetzt im Beitrag über UBER gesehen haben, das sind jetzt schon Gesetzesverstöße, die jetzt schon nicht gehen, die jetzt auch schon geahndet werden können und müssen, aber wir wollen vor allem diese neuen Mobilitätsangebote ermöglichen und aber gleichzeitig auch das, was sich bisher bewährt hat, erhalten wie ÖPNV-Angebote und Taxi.
"Auch der Bundesrat muß zustimmen." Wir verneigen uns andächtig. Der Bundesrat als höchstes intellektuelles Gremium und nicht als gleichgeschalteter Parteifunktionärsfilz - da kann dann nichts mehr schief gehen, außer der Kleinigkeit, daß UBER gegen das Wohl des Volkes und gegen alle Innovation implementiert wird und Milliarden von Euro Schäden anrichtet, in Teilen sogar Zivilisationsbrüche mit herbeiführt.

Staatssekretär Steffen Bilger braucht nicht so zu tun als ob "Gewaltenteilung" oder Demokratie vorläge. Sein Sermon mit belehrenden Elementen ist rhetorische Waffe und erstickt bei 90 Prozent der Bürger jeden Widerstand. Bilger doziert nicht wie es etwa Lesch oder Precht tun, sondern Bilger penetriert das Selbstverständliche im Übermaß. Zur Lüge findet die Ermüdungswaffe Anwendung. Der Wortschwall Bilgers behindert das natürliche Nachdenken. Viele Gehirne haben sich längst ausgeschaltet, weil sie um die tiefe Sinnlosigkeit des Polit-SPRECHs wissen, vergessen dabei aber leider ihr Wahlkreuz nicht bei derlei SPRECHs zu setzen was zur Perpetuierung besagter volks- und demokratieferner Machtstrukturen führt.

Das "Staatsmännische" bei Bilger entlarvt sich als das Obrigkeitsstaatliche.

Dazu trägt Bilger Anzug vor allem innerlich.

Ein und derselbe uninformierte gleichgeschaltete Parteifunktionärs-Filz wird also die PBefG-"Reform" durchwinken. Gewinner ist UBER, eben weil der Corporate Guy viel intelligenter ist als der in Teilen psychotische verdummte deutsche Staat, der angeblich immer so viel aus der Vergangenheit gelernt haben will. UBER ins Land gelassen zu haben und Innovation zu simulieren, ist eine weitere Zäsur nach dem Herbst 2015 und Corona.

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Re: [Video] Uber-Fahrer: Ohne Regelbruch kaum Geld

Beitrag von miamivice » 29.03.2021, 20:01

Teil III

Aus dem Video:

Moderatorin: "Offenbar läuft dieser Bereich ja unterm Radar durch. 12 Stunden Arbeit ohne Pause, das ist ja nicht nur gefährlich für die Mitarbeiter, sondern auch für die Passagiere, die einsteigen. Was wollen Sie da in Zukunft gegen tun?"

Bilger: "Wir werden in Zukunft so ist angelegt in dem Entwurf, den wir bisher erarbeitet haben die Kommunen viel mehr in die Pflicht nehmen. Es kann nicht der Bund kontrollieren wie die Arbeitsbedingungen in den einzelnen Städten eingehalten werden, wie die sozialen Standards eingehalten werden. Das ist Aufgabe vor allem vor Ort, deswegen werden wir die Kommunen viel mehr in die Pflicht nehmen, also die Kommunen können mehr für sich, für ihren Bereich regeln und dann muß aber natürlich auch die Kontrolle erfolgen. Das ist bisher schon sehr unterschiedlich in den unterschiedlichen Städten in Deutschland und zum Teil gibts große Mißstände eben da wo diese Kontrollaufgabe nicht wahrgenommen wird."

Moderatorin: "Jetzt muß man sagen, es sind ja nicht nur die Pausenzeiten, die nicht eingehalten werden, sondern offenbar arbeiten die Mitarbeiter von diesen Fahrbetrieben ja auch schwarz am Staat vorbei obwohl sie Hilfe kassieren. Wie wollen Sie dagegen vorgehen?"

Bilger: "Das ist bisher leider ein großes Problem nicht nur bei vielleicht den neuen Anbietern sondern auch im Taxibereich gibts da viele schwarze Schafe. Wir haben aber ganz neue Möglichkeiten durch Digitalisierung, das wird auch ein Bestandteil sein, daß wir viel mehr App-basiert machen, daß viel mehr digital abläuft als wie bisher, telephonisch und so weiter, und es muß natürlich auch und das wird ohnehin auch sichergestellt in Zukunft besser erfaßt werden, welche Einnahmen wirklich getätigt werden, daß auch Steuern gezahlt werden und daß auch überprüft werden kann ob Sozialabgaben bezahlt werden und natürlich auch, daß Arbeitszeitgesetze eingehalten werden."

Moderatorin: "Ist es nicht das eigentliche Problem, daß Firmen wie UBER mit Subunternehmen arbeiten und das haben wir ja schon in der Fleischindustrie gesehen, daß da Regeln regelmäßig unterlaufen werden. Wie wollen Sie das lösen?"

Bilger: "Also die Probleme, die Sie aufgezeigt haben, die zeigen ganz deutlich den Regelungsbedarf, den wir haben. Bisher haben wir Regeln für das Taxigewerbe, für die Mietwagen, also Autos, die man mit Fahrer bestellt um von A nach B zu kommen und jetzt gibts einfach ganz neue Anbieter auf dem Markt und alle, die sagen, wir sollten besser nichts ändern um Bestandwahrung zu betreiben, denen muß man sagen, daß.. wir können da nicht länger zuschauen, sondern wir brauchen jetzt Regeln für diese neuen Angebote, die in Deutschland auf den Straßen unterwegs sind, wie UBER, wie MOIA, wie die Beiträge auch gezeigt haben, also da gibts den Regelungsbedarf und da werden wir uns jetzt um die verschiedenen Punkte kümmern. Wir sind aktuell in den Diskussionen in dieser Findungskommission. Wir müssen vor der Bundestagswahl - so ist unser Plan - die Reform des Personenbeförderungsgesetzes abschließen, also noch vor der Bundestagswahl soll das Ganze in Kraft treten mit vielen sinnvollen Regelungen."

Moderatorin: "Wir sind gespannt wie das klappt. Herzlichen Dank für das Gespräch Herr Bilger."

Zitate Ende.

Besonders widerwärtig und dumm ist die Bezugnahme von Staatssekretär Steffen Bilger auf die angeblich vielen schwarzen Schafe im Taxigewerbe, was die Heuschrecke UBER als digitalen Saubermann erscheinen läßt und auf diese Weise eine Implementierung von UBER legitim erscheinen läßt. Man muß die Gutachten von Linne+Krause richtig lesen. Verslumer und Kleinkriminalitätsmotor ist der deutsche Staat, der sich über die eigentlichen Gesetze - welche durch eine allgemeine Ethik begründet werden - hinwegsetzt, nämlich daß Überkonzessionierung keine Berufsfreiheit darstellt, Angebot und Nachfrage sowie Aufwand und Umsatzergebnis nicht ignoriert werden dürfen, UBER und FREE NOW Ride keine Mietwagen sind und Leerkilometersammeln keine Tugend ist. Was ist wohl schlimmer: Wenn eine Heuschrecke Milliarden von Euro aus Deutschland abzieht oder wenn ein paar Kleinkriminelle Steuern hinterziehen damit sie beispielsweise im eigenen Land besser konsumieren können bzw. überhaupt noch ihre Rechnungen bezahlen können?

Zu weiterem rot Markierten:

Es handelt sich taxiseitig in der Regel nicht um "12 Stunden Arbeit ohne Pause". Es ist Siechtum. Zahlreiche Fahrer verzehrt dieses Siechtum, welches als deutlich anstrengender als die eigentliche Arbeit empfunden wird, so daß einige dieser Fahrer dem Gewerbe den Rücken kehren. Es entsteht Abwicklungsdynamik zum Vorteil von UBER.

Für manche UBER-Fahrer mag es vielleicht in einigen Freitag-/Samstag-Nacht-Schichten tatsächlich 12 Stunden Arbeit ohne offizielle Pause geben, was als gut angesehen wird, da sich die Schicht gelohnt hat. Selbstverständlich finden Pausen statt, kleinere wartebedingte Pausen, die große Pause eben fällt jedoch aus. Wer also von "12 Stunden Arbeit ohne Pause" spricht, offenbart, daß er die Gewerbedynamik nicht versteht.

Der Discountangriff von UBER auf das Taxigewerbe führt dazu, daß viele Kunden zu UBER überlaufen und UBER-Fahrzeuge stark nachgefragt werden, so daß es zur Knappheit kommt, so daß bei UBER gute Umsätze erzielt werden. Es entsteht - insbesondere beim uninformierten Parteifunktionär - der Eindruck eines neuen attraktiven Digital-Verkehrs-Technologie-Geschäftsbereichs. Dabei handelt es sich nur um einen Hype.

Wenn UBER das neue deutsche Taxi wird, müßte es in der Zahl der Konzessionen zwecks Slumvermeidung beschränkt werden - genauso wie das Taxi in der Zahl der Konzessionen hätte beschränkt werden müssen - was die Corporate guys von UBER wahrscheinlich zu verhindern wissen gemäß ihres irrigen Prinzips von “everyone's private driver”. Dazu UBER-Corporate-guy-SPRECH: "Uber's mission is to go to every major city in the world and roll out an efficient convenient elegant transportation system." "So much about cities is how you get around them. If you can bring real efficiency, real convenience and real comfort to how you move around that city, you can change the way people live in that city." CDU/CSU-Funktionäre glauben Corporate-guy-SPRECH (zumal CDU/CSU-Funktionäre selbst mit derartigem Wortmüll angefüllt sind). Wortmüll und Herrschaftssprache sind zwei Seiten derselben Medaille. Die deutsche Administration übernimmt die große Lüge der Taxileugnung von UBER (UBER als Raubtaxivermittlungsplattform).

Wenn man das Berliner Taxigewerbe über einen längeren Zeitraum betrachtet, folgte einer gewissen Taxi-Normalität zu Mauerzeiten, ein sich ausweitender Taxi-Slum, diesem der Taxi/UBER-Slum, und letzterem folgt nun der UBER-Slum. Die Pervertierung des Berliner Taxigewerbes begann Mitte der 90er-Jahre.

"Kommunen in die Pflicht nehmen" ist Lügensprache für Aussitzen, Delegieren ins Nirgendwo, Ordnungsschaffung am Sankt Nimmerleinstag. Eine Kommune kann Taxi nicht verstehen und Taxiordnungspolitik nicht leisten, wenn der Bund nicht zwischen Taxi und Mietwagen unterscheiden kann.

Der eine oder andere Parteifunktionär merkt vielleicht noch auf wenn der Terminus "Subunternehmen" fällt. Man weiß zwar nicht wirklich was mit "Subunternehmen" gemeint ist, aber es hört sich irgendwie interessant an, zumal über "Subunternehmen" schon oft in "investigativer" Weise berichtet wurde. Es bedarf jedoch Expertise um zu erkennen ob es sich bei "Subunternehmen" lediglich um komplexe Konstruktionen oder tatsächlich um Betrug und Ausbeutung handelt. Wenn also die ARD-Moderatorin Staatssekretär Bilger in Bezug auf Taxi und UBER nach "Subunternehmen" befragt, handelt es sich mit einiger Wahrscheinlichkeit um Schmierenkomödiantisches bzw. investigative Simulation.

Der Bürger sollte "da auch nicht länger zuschauen können", wenn die CDU/CSU-Sekte sich als Sheriff ausgibt. Wer nicht zwischen Taxi und Mietwagen unterscheiden kann - was noch zu den einfachen Denkoperationen gehören sollte - versteht das Personenbeförderungsgesetz nicht und damit auch nicht das Grundgesetz und kann damit keine Regierungsbefugnis haben. Die Personenbeförderungsgesetz-Reform kann als Intelligenztest angesehen werden. Wer diesen Test nicht besteht, ist auch für alle anderen wirtschaftspolitischen und politischen Weichenstellungen und Maßnahmen ungeeignet.

Wenn ARD-Moderatorin und Staatssekretär Phrasenverschiebebahnhof spielen, ist dies nicht hinreichend dafür, daß ein klassisches "Gespräch" zwischen freien Bürgern stattgefunden hätte.

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