[BLACKLANE] Taxiähnlicher Verkehr

Die ewige Konkurrenz.
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reasoner
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Beitrag von reasoner » 22.02.2013, 10:19

Vielleicht hat da Jemand LDS mitgezählt!? :wink:

Das sind die offiziellen LABO-Zahlen von 2012:

Bild
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf

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mitdernullneun
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Beitrag von mitdernullneun » 22.02.2013, 13:13

Lotterliese hat geschrieben:
Wie sagte gestern ein Fahrgast? (wir unterhielten uns über das alte Vor-Wende-Westberlin)
"Früher, als wir noch ne Demokratie hatten..."
Das kam dem so ganz selbstverständlich über die Lippen. Gerade so, als wenn er den Gedanken schon lange verinnerlicht und oft ausgesprochen hat.
Autsch....... :roll: :!:
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Dschungeltaxi
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Beitrag von Dschungeltaxi » 22.02.2013, 16:59

mitdernullneun hat geschrieben:@boese...und all die anderen...

Ja, ihr habt ja Recht!
Aber wo ist die Lösung des Problems?
Wo ist der Königsweg?
Gibt es den überhaupt?

Und die Hauptfrage..., intesressiert sich überhaupt einer der Verantwortlichen für eine Lösung? NEIN (sorry, schon wieder...)

Wir liegen in der Wertschätzung bei den (politisch) Verantwortlichen ungefähr auf gleicher Höhe wie die Klofrau oder die Friseurin!

Trotzdem schönes WE @all
Die allererste ist Konzessionsstop und Begrenzung.

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Devil
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Beitrag von Devil » 22.02.2013, 17:37

Das wünschen wir uns ja schon gefühte 100 Jahre,.......die Antworten darauf findest du in den dementsprechenden Themen in diesem Forum.

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Beitrag von Dschungeltaxi » 22.02.2013, 20:21

Ja aber ,wenn er nicht bald kommt ,wird es kaum noch Taxen geben für die es sich lohnt was zu tun.

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Beitrag von Devil » 23.02.2013, 00:40

Dschungeltaxi hat geschrieben:Ja aber ,wenn er nicht bald kommt ,wird es kaum noch Taxen geben für die es sich lohnt was zu tun.
Ich wünsche mir nichts sehnlicher als das es bald kaum noch Taxen geben wird........,.... nur die Verrückten werden überleben... :mrgreen:

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Beitrag von boese13 » 23.02.2013, 10:52

3 miese Monate in Folge - das hat schon was, gell. Dazu noch um die 100 Konzessionen dazu.

Was das Berliner Taxigewerbe braucht, ist in erster Linie:
- ein Gutachten
- Wiedereinführung der alten Zugangsordnung zur Prüfungsabnahme OKP
- Rückgabe der OKP ans LABO oder besser noch: DEKRA

Die 1999? oder war es 1998? erfolgte Zugangsverordnung zur OPK führte binnen kürzester Zeit zu einer Massenflut von Taxifahrern. Die Prüfungsabnahme wurde den Verbänden übergeben, welche sich mit der heutigen Zugangsverordnung ein finanzielles Polster bilden konnten, welches keineswegs dem Gewerbe zugute kam.
Zur selben Zeit, als die Zugangsverordnung zugunsten der MWU und FZ geändert wurde, wurde auch die KM eingeführt. Eine Win-Win-Geschichte zwischen Senat und Verbände? Gleichermassen wurden alle Zuschläge abgeschafft, dafür der Km-Preis nur geringfügig erhöht und im Laufe der letzten 10 Jahre unverhältnismässig geringfügig erhöht, sprich: der Km-Preis wurde der Inflationsrate nicht angepasst. Wäre der Km-Preis entsprechend angepasst worden, so müsste dieser ( mit KM) heute 2,00€ pro km und die Grundgebühr 5,00€ betragen.

Die Splittung der Verbände führte zu auswuchernden Interessenskollosionen. Waren es einst nur die Innung ( unter der Fuchtel von einem fähigen Mann namens Heinz Peter) sowie der BTV, welcher sich später splittete in TVB ( der BTV blieb bestehen, jedoch nur als Einkaufsgemeinschaft), kamen hinzu: TD, der iranische Taxiverein und zuletzt der BTB. Durch diese Splittung im Zusammenspiel mit der geänderten Zugangsverordnung OKP haben sich gewerbeintern mafiose Strukturen entwickelt, die faire Wttbewerbsbedingungen gänzlich aushebelten.
Das allerdings diese sämtlichen Vorgänge von den politisch Verantwortlichen begrüsst wurden und immer noch forciert werden, scheint den Wenigsten klar zu sein, denn mit jenen gewerbepolitischen Aktivitäten wurde ein Ziel verfolgt: nämlich die Ausradierung von Klein-und Kleinstbetrieben. Und zwar genauso, wie in der gesamten Wirtschaft in den letzten 25 Jahren vorangetrieben: Masse statt Klasse, Konzerne statt Kleinunternehmungen. Folge: Preisdiktatur, Lohndrückung, Abhängigkeitsverhältnis statt Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Im Package mit Schröders Agenda letztlich auch: Entwertung, Entmachtung, Enteignung.

Es ist offensichtlich, das man den Grossbetrieben eine "Schonzeit" eingeräumt hat, damit diese sich auf dem Markt "etablieren" können. Da drückt die Administrion beide Augen zu und wartet ab, bis der letzte Mohikaner seine Federn lässt.
Jeder, der einigermassen rechnen kann, weiss, das ein EWU mit einem Jahresumsatz unterhalb von 50.000€ wirtschaftlich nicht existenzfähig ist. Es sei denn: er zahlt keine Beiträge zur Altersvorsorge, macht keinen Urlaub, fährt bis zu 70 Stunden in der Woche oder hat einen Sponsoren.
Die MWU existieren mit Aushebelung sämtlicher arbeitsrechtlichen Vorschriften, so das die AN nicht nur einen Teil des wirtschaftlichen Risikos tragen, sondern neben dem Ertrag aus Umsatzprovisionen, welchen sie in exorbitanten gesundheitsschädlichen Arbeitszeiten zusammenfahren, auch noch betteln gehen müssen. Die Kehrseite der Medaille: je weniger auf dem Lohnzettel steht, desto höher die staatliche Alimentierung.
Ein paar Kontrollen p.a. nützen da herzlich wenig. Und wenn man daran interessiert wäre, ordentliche Wettbewerbsbedingungen herzustellen, ja warum dann ist noch kein Taxi mit einem DigifaS ausgestattet?
Weshalb dann wird kein Finanzbeamter im Eichamt abgestellt zwecks Auslesen der Daten?
Weshalb werden Km-Leistungen nicht mit den Lohndaten abgeglichen? Weshalb kann eine Aufsichtsbehörde zu der Annahme kommen, das 1 oder 1,5 Fahrer pro Taxi die Existenz eines MWU sichern können.
Würden alle arbeitsrechtlichen Vorschriften eingehalten werden, so müsste ein Taxi ( ab dem 3. Wagen ) mit 3 Fahrern besetzt sein. Der stündliche Umsatz müsste kontinuierlich 20€ betragen.

Nein! Es ist de fakto politisch gewollt, das "die Kleinen" ausradiert werden, damit "die Grossen" sich langfristig stabilisieren. Das Ziel: eine Handvoll Grossbetriebe und zigtausende Taxifahrer, welche dann ganz legal für minimalsten Lohn arbeiten und den A*** Zeit ihres Lebens nicht mehr hochkriegen.
Der Bäcker, welcher vor 20 Jahren mit seinem Handwerk seine Familie ernähren konnte, ist längst von der Bildfläche verschwunden. Ebenso die Friseure, Schuster, Einzelhändler etc etc. Konzerne haben das Regiment übernommen. Masse statt Klasse. Minilohnabhängige statt Kleinunternehmer mit Eigenverantwortung und Selbstverwirklichung. Den Verbraucher interessierts nicht. Der Verbraucher will BILLIG. Das jeder einzelne sich nicht nur den Ast, auf dem er sitzt, selbst absägt, das ckeckt der Verbraucher nicht. Und erst recht checkt er nicht, das ihm sämtliche sozialstaatlichen Rechte entrissen werden, ja das er am Ende sogar seiner Wertigkeit und Würde beraubt wird
Der Verbraucher ist es, der den Heuschrecken sein letztes Hemd in die Hände spielt. Am Ende ist er nackt - ein nackter Sklave.
Warum sollte das im Taxigewerbe anders sein? Warum sollten EWU ihren Lebensunterhalt unter rechtskonformen und menschenwürdigen Bedingungen verdienen können, wenn doch der Verwaltungs-und Kontrollmechanismus bei Grossbetrieben einfacher ist und man nebenher einem Teil der Bevölkerung auf diesem Weg den Zugang zu den stetig schwindenden Ressourcen versperren kann, die doch der Oberschicht weiterhin zur Verfügung stehen sollen?

Es gibt genügend Ideen und genügend Mittel, um unser Gewerbe auf Vordermann zu bringen. Aber das werden wir nicht mehr erleben. Denn dafür notwendig wäre: 1 ( in Worten: EIN ) einziger Verband, in dem alle Unternehmer vertreten sind. Nur so könnte das Gewerbe sich gegen die schmutzigen Ambitionen der Politik und der Heuschrecken zur Wehr setzen!

Alle anderen Versuche - die man ja nun zu Genüge in den letzten Jahren verfolgen konnte - sind nichts weiter als die sich wiederholenden Versuche Kunta Kintes, nach dem 10. Peitschenhieb den Rücken gerade zu biegen, um sich nicht noch den 11. Peitschenhieb einfangen zu müssen. Der heutige Herr jedoch ist gnädig: Kunta Kintes Erben müssen nicht verhungern, aber dennoch sind sie Sklaven, Sklaven ihrer Selbst, weil sie die rechtlichen Errungenschaften, die ihnen in die Wiege gelegt wurden, nicht erkennen können. Weil sie kurzsichtig, ignorant und unbelesen sind. Weil sie im Kampf mit ihrem inneren Schweinehund nicht wahrnehmen wollen, das der Mensch allein ein Nichts ist und nur die Gemeinschaft stark ist. Egoismus lässt den Menschen sich zurückentwickeln. In ein Häufchen Elend, den Mächten und Machthabern schutzlos ausgeliefert.
Nirgendwo in diesem Land kann man das besser beobachten als im 2.ältesten Gewerbe der Welt. Verkommen ist dieses Gewerbe und besetzt heute den letzten Platz in unserer Gesellschaft. Selbst das horizontale Gewerbe hat einen höheren Stellenwert als das Taxigewerbe. Prostituierte und *** sind gesellschaftsfähig. Taxifahrer nicht!

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Beitrag von Wattwurm » 23.02.2013, 11:58

Man muß mal ganz klipp und klar sagen das unseren Gewerbeverbänden zum Thema Limousinenservice, den Carsharingunternehmen und den vielen illegalen Fahrdiensten außer platten Durchhalteparolen nicht viel einfällt! Man ruht sich aus auf den letzten ADAC-Test der ja gar nicht mal so schlecht ausfiel....! Ein gefährliches und leicht entzündbares Ruhekissen!

Die Ursache dieser in den letzten 2-3 Jahren explosionsartig wachsenden Branchen liegt auf der Hand: Das ist die nicht überall und jederzeit zur Verfügung stehende befriedigende Dienstleistungsqualität des Taxigewerbes und eine Spirale von vielen Tariferhöhungen der letzen Jahre, die ja durchaus ihre Berechtigung hatten!

Aber: Sind wir eigentlich noch unseren Preis wert? Bieten wir eine im Verhältnis zur Dienstleistungsqualität stehende preiswerte Dienstleistung an?

Was nun fehlt ist ein Konzept der Ursachenbekämpfung! Darauf warte ich noch! Die selbstgestrickten Siegel einiger Zentralen wie Premium-Taxi oder Qualtiy-Taxi sind eine Lachnummer und nichts weiter als Augenwischerei! Solange Taxi fahren ein Job ist unter vielen und keine Berufung, wird das immer so bleiben! Für einen Job benötigt man keine spezielle Qualifikation, für einen Beruf auf jeden Fall. Mit einem Beruf muß man sich identifizieren das muß am bei einem Job nicht unbedingt!

Ein Job ist, im Lager Kartons und Kisten zu stapeln! Das kann jeder ***! Der Umgang mit Menschen erfordert Einfühlungsvermögen, Sensibilität, Diskretion, Freundlichkeit, eine Lebensbejahende und positive Einstellung und Hilfsbereitschaft! So ein Anforderungsprofil bringt nicht jeder von Haus aus mit!

http://www.taxi-heute.de/Taxi-News/News ... Konkurrenz

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Beitrag von boese13 » 23.02.2013, 12:15

@Wattwurm

Du verstehst es nicht, oder?

In HH sollen nun auch die Zugangsvoraussetzungen geändert werden, sprich: turboschnelle Massenzüchtung von Taxifahrern. Da liegt doch der Beweis klar auf der Hand, das bestimmte Dienstleistungskriterien unwichtig sind.
Und wer will jetzt hier erzählen das Lohn auf Provisionsbasis ohne Basislohn eine Wertigkeit der zu erbringenden Leistung darstellt? Der AN leistet auch, wenn er am Posten steht, das Auto wäscht und Selbiges zum Ablöseort fährt.
Also ist ein Anspruch auf Grundlohn, welcher nicht sittenwidrig sein darf, allemal gegeben, um überhaupt erstmal den Gegenwert der Arbeitszeit zu beziffern. Über zusätzliche Provisionen lässt sich reden. Jedoch liegt es nicht in der Schuld des AN, wenn die Nachfrage mit dem Angebot nicht übereinstimmt!
Quälität kann nur mit Qualität erreicht werden.

Wattwurm
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Beitrag von Wattwurm » 23.02.2013, 13:15

boese13 hat geschrieben:
In HH sollen nun auch die Zugangsvoraussetzungen geändert werden, sprich: turboschnelle Massenzüchtung von Taxifahrern. Da liegt doch der Beweis klar auf der Hand, das bestimmte Dienstleistungskriterien unwichtig sind.
Gut okay, hat in diesem Thread eigentlich nichts zu suchen: Wußtest Du das in Hamburg 80 % aller P-Scheinanwärter im ersten Anlauf durchfallen? Das die Abbrecherquote zwischen der ersten und der zweiten Prüfung 50 % beträgt! Und das im 2.Anlauf auch noch einmal 50 % der Prüflinge durchfallen? Kaum einer besteht auf Anhieb die Prüfung beim ersten Anlauf! Das nennst Du Massenzüchtung von Taxifahrern ala Wiesenhof-Hähnchen? Ich finde es wird schon reichlich aussortiert! Leider fehlt dann nach der erfolgreich abgelegten Prüfung eine Intensivierung der erworbenen Kenntnisse außerhalb der Ortskenntnisse, die natürlich auch wichtig sind! Aber Ortskenntnisse kann man sich in der täglichen Praxis erwerben, den Umgang mit den Fahrgästen aber weniger!

Im Bruchteil einer Sekunde kann man das Vertrauen eines Kunden verlieren, es wieder aufzubauen dauert manchmal Jahre!

Es fehlt einigen Taxifahrern an guter Erziehung, das ist das Problem! Wie wäre es mal mit Danke und Bitte sagen oder einen guten Tag oder bei Geschäftsleuten einen erfolgreichen Tag wünschen? Aussteigen Fahrzeugtür aufhalten, während der Fahrt nicht telefonieren, Radio leiser drehen, das waren früher mal alles Selbstverständlichkeiten. Heute aber nicht mehr! Wir müssen den Newbies ersteinmal gute Benehmen beibringen und sie daran erinnern sich nicht mit dreckigen Fingernägeln oder in speckigen Jeans an´s Steuer zu setzen! Auch ein Deo oder ein Rasierwasser könnte nicht wirklich schaden und wenn schon Vokuhila aus den 70ern dann bitte gewaschen und nach Shampoo duftend und nicht strähnig und fettig und gegen einen gepflegten Bart hat auch keiner was einzuwenden aber bitte gepflegt und keinen Sauerkohl! Das was früher eine Selbstverständlichkeit war muß man den Leuten heute erst einmal beibringen! Ey Aldaaa voll krass du....Aldaaaa, isch machdsch bladd....

Schmidt-Taxi

Beitrag von Schmidt-Taxi » 23.02.2013, 13:33

Wattwurm hat geschrieben:
Was nun fehlt ist ein Konzept der Ursachenbekämpfung! Darauf warte ich noch! Die selbstgestrickten Siegel einiger Zentralen wie Premium-Taxi oder Qualtiy-Taxi sind eine Lachnummer und nichts weiter als Augenwischerei! Solange Taxi fahren ein Job ist unter vielen und keine Berufung, wird das immer so bleiben! Für einen Job benötigt man keine spezielle Qualifikation, für einen Beruf auf jeden Fall. Mit einem Beruf muß man sich identifizieren das muß am bei einem Job nicht unbedingt!
Sag mal, hast Du bei mir abgeschrieben oder tatsächlich dazu gelernt, oder beides? :wink:

Bislang hast Du jedesmal, wenn ich diese selbstgegebenen "Siegel" kritisiert habe (z.B. das in Köln) etwas daran auszusetzen gehabt.
Nur mal so am Rande. Aber okay.

Du forderst ein Konzept. Wie könnte das wohl aussehen? Meinst Du sowas die "kleine Sach- und Fachkunde" des BZP?
Einerseits hören wir von Politikseite immer wieder das Deutschland Qualifizierung und Bildung braucht, andererseits wird genau das Argument von Gewerbevertretern ins Feld geführt, in der Hoffnung, damit den Zustrom von
1. billigen, ungebildeten Arbeitskräften (meistens mit MiGraHi) einzudämmen
2. ganz allgemein die Personaldecke durch höher qualifiziertes Personal
auszudünnen, exklusiv zu machen um so der Flut an zuviel billigem Personal Herr zu werden.
Dieses findet sich nämlich genau in jenem Gewerbesegment wieder, das am anfälligsten für prekäre und illegale/halblegale Zustände ist.
Und stellt damit auch einen unerschöpflichen Nachschub eben an billigen Arbeitskräften dar.

Wieso sehen Taxizentralen überhaupt die Notwendigkeit noch eigene aufwändige und teure Funkschulungen machen zu müssen, wenn sie doch selber (via ihre Verbände) an den OKP-Prüfungen mitwirken?
In Hamburg grade im Prozess der Neuauflage befindlich.
Auch hier kann ein Bewerber den Schein sooft wiederholen wie er möchte, übrigens. Trauen die Verbände ihren "eigenen" OKP-Prüfungen nicht? Oder ist ihr Einfluss auf diese doch so gering, das sie gezwungen sind selbst nachbessern zu müssen?
Wird Bewerbern um den P-Schein eigentlich von vorneherein gesagt (gilt zumindest für den städtischen Bereich), dass sie ohne nachfolgende kostenpflichtige, teure Funkschulung und Anschluss an eine entsprechende Taxifunkzentrale auf dem Taxiarbeitsmarkt eigentlich keine Chance haben in ein wirklich auskömmliches Arbeitsverhältnis übernommen zu werden?
Das Ganze auch noch beworben (siehe Homepage LPVG, Vorstand Dirk Schütte, Hansafunk, Mitunterzeichner der Prüfungsordnung) mit der Möglichkeit einer Subvention
durch Bildungsgutschein.

Vor dieser Problemlage soll nun auch noch ein branchenspezifischer Mindestlohn eingeführt werden?
Staatlich zementierte Einkommens- und Altersarmut, quasi vorprogrammiert? Und dazu deuten welche Unternehmer-/verbändevertreter auch noch an, das ein Grundlohn von über 5 Euro nicht bezahlbar ist? Was nebenbei ein echtes Armutszeugnis ist und zeigt wie es wahrlich um die Zustände im Taxigewerbe bestellt ist.
Gleichzeitig"Qualifizierung fordernd? Wie ein gelungenes, durchdachtes Konzept, das Gewerbe auf Vordermann zu bringen, sieht das alles nicht grade aus.

Das Taxigewerbe hat schlicht und ergreifend einfach seine Hausaufgaben nicht gemacht, bzw. selber jahrelang diese Zustände geduldet,
vermutlich sogar gewollt. Denn es liess (und lässt) sich wunderbar freiheitlich wirtschaften mit diesen Vorgaben.
Immer genügend billiges Personal vorhanden, welches man auch nicht entlohnen muss, wenn es keinen Umsatz einfährt. Reduzierter Mehrwertsteuersatz.
Keine Kontrollen der Sozialenvorschriften. Kurz, aus Unternehmersicht paradiesische Zustände.

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Beitrag von boese13 » 23.02.2013, 15:05

@Wattwurm

was den Umgangston betrifft, so lässt dieser auf beiden Seiten zu wünschen übrig. Ist also wohl eher als gesellschaftliches Phänomen zu sehen.
In Bezug auf ungepflegte Taxifahrer halten sich Taxifahrer und Fahrgäste die Waage. Heutzutage scheint ein verloddertes Outfit und vernachlässigte Körperpflege hip zu sein.
Und: was bekommen gepflegte, zuvorkommende Taxifahrer in gepflegten Autos für ihre Leistungen? Bekommen sie mehr Aufträge? Lukrativere Aufträge? Mehr Trinkgelder? Mehr Anerkennung?
Sowohl die FZ als auch die Kunden haben die Möglichkeit, das zu tun, was sie bei anderen Branchen auch tun: differenzieren.

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Beitrag von Devil » 23.02.2013, 15:55

Das eigentlich bedauerliche an der ganzen Angelegenheit ist ja das es wirklich noch Taxifahrer gibt die von ihrem Lohn leben müssen.
Also ich persönlich möchte mir das gar nicht erst vorstellen,wie das gehen soll.Um so erstaunlicher ist doch das es aber immer mehr Taxifahrer gibt.Ich möchte nicht wissen wie viel davon noch Hartz4 und Wohngeld bekommen und das taxifahren nur zur Bespaßung betreiben.

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Beitrag von reasoner » 23.02.2013, 16:31

Viel Richtiges dabei, wie so oft. "Man muesste ... ", "... dann wuerde", "... und wenn ...".
Aber wehe, irgendeiner macht sich daran, etwas verbessern zu wollen. "So geht das nicht!", "... dich ham'se wohl", "Das waere ja noch schöner!"
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Beitrag von Filou » 23.02.2013, 18:13

@ rea

Zeig den Kollegen im Niedriglohnbereich doch mal etwas, an dass sie glauben können, denn Wissen ist leider wenig vorhanden. Speziell in Berlin wird der Ist-Zustand verteidigt bis auf´s Messer. Ein Grund, warum immer wieder ein neuer Verband aufmacht. Denn sie sind erst entstanden, als sich etwas getan hat oder zumindest versucht wurde. Alle Beide, TD und BTB haben die richtigen Worte in ihren Schriften gefunden, die die Masse hören wollte. Mögen sie ehrlich gewesen sein oder nicht. Wo sind die richtigen Worte von den anderen?

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Beitrag von SindSieFrei? » 23.02.2013, 19:17

Ich hatte der lieben boesen13 schon mal in PN aufgezeigt, wie es gehen könnte. Nur scheinbar habt ihr B einen noch tieferen Sumpf als wir und vor allem niemand in den Behörden, der sich der Problematik Taxi annehmen will.

Somit Filou, liegt es an denen oder woran? Mir will einfach nicht in den Kopf, warum HH nicht 1:1 auf Berlin übertragen werden kann. Mangels ARGE? Mangels kluger Köpfe? Mangels Behördeninteresse?

LG
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Beitrag von Dschungeltaxi » 23.02.2013, 21:43

reasoner hat geschrieben:Viel Richtiges dabei, wie so oft. "Man muesste ... ", "... dann wuerde", "... und wenn ...".
Aber wehe, irgendeiner macht sich daran, etwas verbessern zu wollen. "So geht das nicht!", "... dich ham'se wohl", "Das waere ja noch schöner!"
Schöne Worte die immer von dir hinterher kommen, aber mal ehrlich was tut denn die WBT um die Lage des Gewerbes zu verbessern. Egal ob gelb oder grün beide sind in der Pflicht. Wenn alle was machen, dann kommt auch Bewegung in die Sache. Doof ist nur wie schon alle schrieben, das es zu viele Gewerbevertretungen gibt, die auch alle unterschiedliche Ziele verfolgen.

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Beitrag von reasoner » 23.02.2013, 22:23

Ja klar, immer, wie es passt. :evil:

Sorry, wenn ich jetzt den Falschen anmache, aber es gibt gerade hier genuegend Personen, die Zentralen vollkommen handlungsunfähig machen wollen.

Einigt euch und kommt wieder. Ich bin gerne bereit, etwas fuer das Gewerbe zu unternehmen.
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Beitrag von reasoner » 23.02.2013, 22:24

@SSF
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Beitrag von SindSieFrei? » 23.02.2013, 23:24

Rea, das beantwortet meine Frage personenbezogen, aber nicht allgemein.:wink:

Wenn DU etwas für das Gewerbe in Bärlin unternehmen möchtest, dann traue ich dir als fast Einzigem zu, das es von Erfolg gekrönt ist. Du bist Zentralenboss und ein Querdenker (auch im Sinne der Arbeitnehmer), wahrscheinlich der Einzige aus D, der hier überhaupt offen kritisch und konstruktiv mitschreibt. Das rechne ich dir sehr hoch an. Das muss mal gesagt werden!!!

LG
Dura lex, sed lex.

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