UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Anwendungen für Smartphones unter der Lupe.

UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon alsterblick » 16.10.2017, 16:35

Ein Harvard Jurist und Wirtschaftswissenschaftler hat UBER auseinandergenommen und attestiert dem Tourenmakler Verdorbenheit bis ins Mark und sollte konsequent abgeschaltet werden.

Was uns Branchen-Insidern bereits bekannt ist, wird nun auf wissenschaftliche Füße gestellt:
In seinem Artikel nennt er (Benjamin Edelman) außerdem mögliche Erklärungen dafür, warum Politiker und Professoren auf die Täuschungen des „von Grund auf verdorbenen“ App-Betreibers hereinfallen.

Uber habe es geschafft, sein illegales Geschäftsmodell mit geschicktem Lobbyismus, Rechtsanwälten und PR-Strategen zu verkaufen. Das sei die eigentliche Leistung von Travis Kalanick, „Uber machte Illegalität normal“, sagt Benjamin Edelman. Wenn man jetzt die Gesetze ändere, anstatt radikal auf ihre Einhaltung zu pochen, belohne man das Verbrechen und nähme all seine schlimmen Konsequenzen in Kauf. Gesetzesverstöße würden sich dann ausbreiten.

Uber verkauft keine Innovation. „Innovativ“ war nur der Gesetzesbruch. Das ermöglichte, viele Kosten zu sparen. Außerdem erschloss man sich ein Heer von Arbeitskräften, deren Eignung niemand prüfen musste und die noch nicht mal Anspruch auf ordentliche Beschäftigungsverhältnisse erheben würden. Um mit dieser „Vision“ Erfolg zu haben, bedürfe es einer ungeheuren Bereitschaft, dieses illegale Unterfangen zum Erfolg zu führen, schreibt Edelman. Darin liege Ubers wirkliche Qualität.

Während in Deutschland Professoren im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums eine Liberalisierung des Taximarktes zu Gunsten der „Sharing Economy“ fordern, kommt Benjamin Edelman zum gegenteiligen Schluss. Anstatt den Taximarkt den „disruptiven Anbietern von Transportdienstleistungen“ anzupassen, sollten Gesetzgeber Uber abschalten und die Einhaltung der Gesetze sicherstellen. Wenn man jetzt die Gesetze ändere, anstatt auf ihre Einhaltung zu pochen, belohne man das Verbrechen und nähme dafür weitere, unerwünschte Konsequenzen in Kauf.


Mit diesen wenigen Zeilen habe ich lediglich verkürzt aus einem sehr lesenswerten Artikel von Philipp Rohde aus der „taxi-times“ wiedergegeben, in dem noch viel mehr zu erfahren ist: http://www.taxi-times.com/harvard-profe ... sequenzen/
---
Harvard Business Review
Business law, June 21, 2017 : Benjamin Edelman
Uber Can’t Be Fixed — It’s Time for Regulators to Shut It Down
https://hbr.org/2017/06/uber-cant-be-fi ... ut-it-down
Zuletzt geändert von alsterblick am 16.10.2017, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon TaxiBabsi » 17.10.2017, 04:39

Edelman.
Zuletzt geändert von TaxiBabsi am 17.10.2017, 04:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon Sascha1979 » 17.10.2017, 09:47

Den Weg, den UBER geht, ist einer der wenigen funktionierenden Wege, um alte, überholte Gesetze abzuschaffen.

"Jeder" will UBER.

Die Fahrer fahren alle freiwillig für UBER.

Die Kunden fahren alle freiwillig und gerne mit UBER.

Viele viele Staaten und Länder (und ebenso auch Deutschland) wollen UBER.

Aber natürlich verstehe ich, dass die, die disruptiert werden, UBER nicht wollen.

Die Kutschenbauer haben auch den Verbrennungsmotor verteufelt.
Der Einzelhandel das Internet.
USW.

Aber Fortschritt wird nicht aufzuhalten sein.

Ich bin mir absolut sicher, dass das Personenbeförderungsgesetz binnen weniger Monate weiter modernisiert wird und eine allein unter Umweltgesichtspunkten nicht haltbare Rückkehrpflicht für Mietwägen auch gesetzlich abgeschafft wird.

Sanktioniert wird es ja sowieso nahezu nirgends mehr.
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon Taxi Georg » 17.10.2017, 12:40

Sascha1979 hat geschrieben:Den Weg, den UBER geht, ist einer der wenigen funktionierenden Wege, um alte, überholte Gesetze abzuschaffen.

:arrow: ???
Bitte betrachtet meine Postings nicht als Verpflichtung, sondern nur als gutgemeinte Hinweise!
Diese Hinweise sollen auch keine Rechts-/Steuerberatung darstellen oder sollen diese ersetzen. ☑
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon Poorboy » 17.10.2017, 22:01

Und genau diesen Weg gehen die Taxler in Berlin auch, um alte, überholte Steuergesetze abzuschaffen, Sascha :mrgreen: !

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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon Sascha1979 » 18.10.2017, 08:43

Poorboy hat geschrieben:Und genau diesen Weg gehen die Taxler in Berlin auch, um alte, überholte Steuergesetze abzuschaffen, Sascha :mrgreen: !

Poorboy

Der Unterschied ist, das stimmt man an anderen Stellen nicht ebenso der Meinung ist.

Während alle Gemeinden und Städte die rückkehrpflicht für Mietwagen obsolet halten, eigentlich Verstöße nicht mehr sanktionieren, und es tolerieren, sieht dies bei Steuer Verkürzungen ganz anders aus!
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon SindSieFrei? » 18.10.2017, 17:30

Sascha1979 hat geschrieben:...
Aber Fortschritt wird nicht aufzuhalten sein.
...


@ Sascha: UBER ist nicht Fortschritt!!! UBER ist reinrassigste Ausbeutung von Fahrern/Unternehmern und KUNDEN!!! Für eine Vermittlung von Fahrten kassiert UBER 20% von den Fahrern. Nenne mir eine Taxizentrale, eine einzige, die diesen Preis von ihren angeschlossenen Fahrern nimmt. Du wirst in ganz Europa keine einzige finden. Selbst MT musste mit seinem "flexiblen Preismodell" seinerzeit ganz schnell wieder zurückrudern, weil die angeschlossenen Fahrer es nicht mitgemacht haben! Fakt ist, das das deutsche Taxigewerbe verlässliche Preise und Bedienung bietet, 24 h rund um die Uhr (außer vielleicht in Hintertupfing, wo um 22 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden). DA wirst du aber auch UBER nicht finden! Wir fahren nicht wenn es schneit oder Orkan ist für plus 200% des "normalen" Fahrpreises, wie in den USA geschehen. UBERs Geschäftsmodell basiert auf bewußter Unterminierung bestehender Gesetze! In vielen Staaten weltweit ist UBER verboten!

Wenn du also Gesetzesbruch als Fortschritt siehst, so ist das deine Meinung, der wir aber Fakten entgegenhalten müssen, genauso wie den Nazis im Osten, die sich bei einer Flüchtlingsquote von 0,1% im Verhältnis zur Bevölkerungszahl "überfremdet" fühlen!

UBER ist und bleibt eine asoziale, gesellschaftsschädliche App, die Dumpinglohnarbeit fördert, illegales Handeln herausfordert und die die Menschen mit nichts anderem bedient, wie es auch ehrlich arbeitende Mietwagenunternehmer und Taxiunternehmer in ganz D machen: Einem Auto zur Beförderung. Was daran ergo Fortschritt sein soll, mir erschließt es sich nicht!

LG
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon Oldtimer » 18.10.2017, 19:24

Sehr richtig!

Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen.

Grüsse, Ulli
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon alsterblick » 20.10.2017, 17:47

Mit Millionen in Rekordhöhe beeinflusst Uber Gesetzgeber und versucht diese Machenschaften zu verheimlichen.
Nun wurde Uber zur Offenlegung von Lobby-Arbeit gezwungen. Uber hat das größte Lobby-Budget aller Firmen und Verbände im Bundesstaat New York. In Florida ermittelt das FBI wegen illegalem Lobbyismus und in London gibt es auch schwere Vorwürfe.
Soweit ein kurzer Textauszug. :arrow: Es gibt erneut einem sehr lesenswerten Artikel von Philipp Rohde aus der „taxi-times“ , in dem noch viel mehr zu erfahren ist: http://www.taxi-times.com/mit-machensch ... setzgeber/

Hoffentlich wird das kriminelle Handeln von UBER auch in Europa vermehrt erkannt, den Richtern hierzulande(EU) klargemacht. Kürzlich gab es ja eine weitere Gerichtsverhandlung in München - bisher ohne Urteil. http://www.taxi-times.com/muenchner-ube ... scheidung/

Nachfolgend lediglich ein paar Quellauszüge zu UBER/Lobby-Arbeit:
In der Folge der neuen Gesetzgebung verloren auch die Taxis in New York City sowie die städtischen Massentransporteure weiter an Fahrgästen: Es ist nun möglich, mit einem in den Vororten der Metropole angemeldeten Wagen in der Stadt Personentransporte durchzuführen.


Unregelmäßigkeiten und Vorwürfe in London:
.... sagte gegenüber der Financial Times: „Ich denke, es ist ziemlich offensichtlich, dass David Cameron ganz im Sinne der Uber-Lobbyisten agierte.“ Camerons damaliger Berater und Patenonkel von Camerons ältestem Kind, Steve Hilton, ist verheiratet mit Rachel Whetstone, die bei Uber die Abteilung für „Kommunikation und öffentliche Politik“ leitet.
---
....soll es Einflussnahmen von Cameron und dem ehemaligen Kanzler George Osborne auf den Oberbürgermeister gegeben haben. Außerdem hat es wohl „äußerst aggressive“ Einflussnahmen eines Assistenten Camerons auf die Vize-Bürgermeisterin gegeben. Downing Street 10 stritt das offiziell ab, aber der Daily Mail liegen Informationen der Behörde vor.
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Den Bürgermeistern ging es auch darum, das Verkehrschaos der Hauptstadt in den Griff zu bekommen, denn die Zahl der angemeldeten Mietwagen wuchs jeden Monat um 1.000 Stück. Von Seiten der damaligen nationalen Regierung allerdings sagte man, ihnen ginge es um einen freien Markt und Innovationen.
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Uber geht jetzt gerichtlich vor. Das gilt unter anderem auch für einen Sprachtest, der sicherstellen soll, dass die Fahrer der Laien-Taxis ein Minimum der englischen Sprache beherrschen.
Zuletzt geändert von alsterblick am 20.10.2017, 18:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon Poorboy » 21.10.2017, 02:03

Uber kann nur dort reüssieren, wo Korumpierbare an den Schaltern der Macht sitzen.

Demnächst also auch hier, wenn Digitalisierungs-Pleitier Lindner und Müllhalden-Wolle (Kubicki) in Regierungsämtern sitzen. Die Steuersenkung für die Hotelbranche nach dicker Spende an die FDP unter Westerwelle kennen wir ja schon.

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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon alsterblick » 21.10.2017, 15:08

Poorboy hat geschrieben:Uber kann nur dort reüssieren, wo Korumpierbare an den Schaltern der Macht sitzen.
Demnächst also auch hier, wenn Digitalisierungs-Pleitier Lindner und Müllhalden-Wolle (Kubicki) in Regierungsämtern sitzen.

Sehr wahr !

Bereits vor Wochen wurde ich vermehrt aufmerksam durch gelungene Artikel von Phillip Rode auf "taxi-times" und verfolgte diesen Kanal ein wenig öfter.

In dieser „UBER Sache“ heute nun ein Artikel vom Herausgeber Jürgen Hartmann selbst bzgl. Anti-UBER Demonstrationen seitens Taxi in München: http://www.taxi-times.com/uber-frust-wa ... sse-gehen/
und zieht die erwähnte UBER_Kritik von Edelman mit heran.
Die Kritik geht weiter bis hin zur Tatenlosigkeit des Staates, denn (nicht nur) in München habe bisher jede Rechtsvorschrift eingeklagt werden müssen, moniert der Taxiverband München.

UBER wirft Taxi verhöhnend vor, was es wäre aber nicht ist, sondern Taxi schon immer vielmehr ist, als UBER je sein könnte:
„Es ist modern und vermittelt digital, achtet Rechtsnormen und steuert im gesellschaftlichen Konsens. Es ist verlässlich und verbraucherfreundlich. Und trotzdem müssen wir demonstrieren, weil all das nicht genug scheint.“
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon Poorboy » 22.10.2017, 05:02

Man erinnere sich an das hier:

http://www.taz.de/!5149251/

Als die FDP im Wahlkampf plakatierte "Die Digitalisierung verändert alles, wann ändert sich die Politik?", war mir klar, wer sie diesmal geschmiert hatte!

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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon alsterblick » 19.11.2017, 17:30

UBER verdorben bis aufs Mark !

Uber stellte sich auf den zynischen Standpunkt, dass die Tätigkeit der Amateur-Taxis als Hobby anzusehen ist, weil die Fahrer zu wenig verdienen würden und es daher als genehmigungsfreies „Hobby“ anzusehen sei.


aufgrund / weil:
Das Strafgericht im Schweizer Kanton Basel-Land bestätigte, dass Fahrdienstleistungen auch dann „gewerbsmäßig“ sind, wenn sie nicht rentabel sind. 32 Verfahren sind anhängig und gegen vier Fahrer erging bereits ein Strafbefehl. Dennoch läuft die App in der Schweiz weiter.

hier weiterlesen: :arrow: http://www.taxi-times.com/baseler-geric ... benerwerb/
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon alsterblick » 29.11.2017, 17:12

UBER verdorben bis aufs Mark verschleiert sensiblen Datenklau im Herbst 2016, glaubt sich unter Kalanick "unter der Hand" heimlich freikaufen zu können und bei den UBER-Bestellern werden heute dennoch (weltweit) fingierte Fahrdienstbeträge abgebucht.
Was für eine erneute UBER-Frechheit, einen Dreck auf Gesetze zu geben, die eine sofortige öffentliche Meldung von Datenangriffen seitens UBER erfordert hätte.
Na ja ok für UBER insofern, wer überhaupt illegal existiert, muß sich um Gesetze zur Aufklärungpflicht ja erst recht gar nicht noch scheren. :evil:

:arrow: Gute Arbeit, Taxi Times hat nachgefragt:

Auf Nachfrage der Taxi Times antwortete der Pressesprecher der Berliner Datenschutzbehörde, Joachim-Martin Mehlitz, dass deutsche Datenschutzbehörden nicht zuständig seien, wenn „in Deutschland erhobene Daten“ aus Ubers Datenbanken gestohlen würden. Nicht Ubers „Zweigniederlassung“ in Berlin hätte die Daten erhoben und verarbeitet, sondern dies sei am Betriebssitz in Amsterdam geschehen. Daher sei die niederländische Datenschutzbehörde zuständig, die dann nach niederländischem Recht vorgehen würde. Das ergäbe sich aus dem Bundesdatenschutzgesetz (§ 1 (5) BDSG).

Die EDPS, die Vereinigung europäischer Datenschutzbehörden, teilte der Taxi Times mit, sie wolle „die Entwicklungen genau verfolgen“ und heute den „Fall Uber diskutieren“.

Der Nutzungsvertrag, den Uber Fahrern und Kunden vorgibt, schließt die Anwendung ausländischen Rechts ausdrücklich aus – es würden trotz Ubers ausländischen Firmensitzes nur deutsche Gesetze zur Anwendung kommen.

Kunden und Fahrer aus Deutschland, die im Vertrauen auf die juristische Gültigkeit und die sorgfältige Ausarbeitung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen vertraut haben, werden durch die Formulierung dieser AGB getäuscht. Sie müssten sich jetzt mit dem niederländischen Recht vertraut machen, um zu prüfen, in wie weit ihre Interessen geschützt werden können.

U.a. Quelle/n:
http://www.taxi-times.com/datenlecks-be ... utschland/
http://www.taxi-times.com/uber-hack-erm ... r-staaten/
Zuletzt geändert von alsterblick am 29.11.2017, 17:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon TaxiBabsi » 29.11.2017, 18:13

Taxi-Times berichtet einseitig fokussiert.
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon SindSieFrei? » 29.11.2017, 18:47

TaxiBabsi hat geschrieben:Taxi-Times berichtet einseitig fokussiert.


Überhaupt keine Ahnung, aber wie immer dazu schreiben. Vielleicht vertraust du diesem sachlichen Kommentar der Tacheles redet mehr:

http://www.n-tv.de/20152217

...Von Skandal zu Skandal: Uber ist Ausgeburt des fiesen Kapitalismus...Das aggressive und dummdreiste Verhalten des Fahrtdienstvermittlers gehören zum Ekelhaftesten, was die Globalisierung hervorgebracht hat. Uber hat Verlogenheit zum Leitmotiv erhoben. Bei Bedarf vertuscht er sogar Datenklau...
Zuletzt geändert von SindSieFrei? am 29.11.2017, 18:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon TaxiBabsi » 29.11.2017, 19:42

Keine Ahnung?

Jeder, JEDER, vertritt zuerst seine eigenen Interessen die meist GELD bedeuten.

Ob Taxi-Times, NTV, Uber oder unsere an Parodontose leidende Taxi-Mafia.
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon ilkoep » 29.11.2017, 21:02

Übel hat seinen Umsatz um 14 % gesteigert, der Verlust liegt nun bei 1,46 Milliarden im letzen Quartal, nach 1,06 Milliarden im Vorquartal.

3 Milliarden in 2016, 2 Milliarden in China 2016, 3,5 Milliarden in 2017?

http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 44916.html

So geht Fortschritt :mrgreen: . Je höher der Umsatz desto höher die Verluste. Geil. Die müssen bei Honecker in der Lehre gewesen sein.
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon TaxiBabsi » 29.11.2017, 21:59

Deutschland hat 2 Billionen Euro Schulden.

https://www.smava.de/eurozone-schulden-uhr/
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Re: UBER von US-Wissenschaftler auseinandergenommen

Beitragvon alsterblick » 16.12.2017, 15:26

Aus dem 37-seitigen „Jacobsbrief“ wurden gestern Details bekannt und attestiert UBER höchste Kriminalität und Verdorbenheit bis aufs Mark. Demnach habe Uber mit zwei eigens dafür betriebenen Abteilungen umfassend seine Konkurrenten überwacht und sogar verdeckte Agenten in Taxi-Gruppen eingeschleust. Beschattung und das Abhören von Gesprächen gehörte den Anschuldigen zu Folge ebenso dazu wie Bestechung aulsändischer Behörden oder verwanzte Treffen von Genehmigungsbehörden.
Der Brief kann seit gestern vorm US-Gericht gegen Uber verwendet werden. Kate Conger, Tech-Journalistin bei Gizmodo, weißt daraufhin, dass diese Tätigkeiten sehr umfangreich gewesen sind.

Es ist davon auszugehen, dass die Angaben in Richard Jacobs Brief stimmen, denn Uber fühlte sich durch das Schreiben erpresst und zahlte Jacobs und seinem Rechtsanwalt insgesamt 8,5 Millionen Dollar. Gleichwohl bezeichneten UBERS Anwälte den Inhalt als Erfindung, konnten aber nicht erklären, warum sie dann augenscheinlich dem angeblichen Erpresser eine Millionensumme zahlten.
Noch Ende November verwahrte sich Uber-Sprecher Tony West gegen solche Praktiken öffentlich. „Es gibt keinen Platz für derartige praktiken bei Uber. Wir haben es nicht nötig, Leuten zu verfolgen, um einen Wettbewerbsvorteil zu bekommen. Wir sind besser. Wir werden den Wettstreit führen und wir werden gewinnen, weil unsere Technologie besser ist und unsere Leute besser sind. Punkt. “ :shock:

Mit diesen Zeilen habe ich lediglich verkürzt aus einem sehr lesenswerten Artikel von Philipp Rohde aus der „taxi-times“ wiedergegeben: http://www.taxi-times.com/uber-abhoeren ... iltrieren/

U.a. weitere Quelle/n:
Uber used undercover agents, court letter says....16 December 2017 http://www.bbc.com/news/technology-42376515

Uber allegedly hacked rivals, surveilled politicians, and impersonated protestors Ex-employee accuses secret unit at Uber of multiple unlawful actions
By Andrew J. Dec 15, 2017, https://www.theverge.com/2017/12/15/167 ... ft-hacking
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