[Taxi.eu] App - Infos + Erfahrungen

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PS-Taxi
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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von PS-Taxi » 01.12.2013, 10:44

Ich versuche mal das Eingangsthema wieder aufzugreifen. Als Geschäftsmodell ist Taxi.eu völlig korrekt. Aber ich sehe es für alle angeschlossenen Zentralen als Gefahr. Die Taxi Bestellungen via App steigen immer weiter. Wenn irgendwann mal 30% der Kunden via taxi.eu bestellen und die Zentralen an dieses System zahlen für die Plattform könnte im Fall das man sich mal streitet sich das hochgradig negativ auswirken denn der bestellende Kunde weiß nichts davon. Ich finde taxi.eu legt die Bestellung von Taxis ganz schön an die Kette. An die Kette von Herrn Waldner.

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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von der Clown » 01.12.2013, 11:58

@AC
Makler ist eben nicht gleich Makler. Siehe zum Beispiel Beitrag von juskwe 2. Abs. 1. Satz. Und was meinst Du mit illegitime Vormachtstellung? Wieviele Gespräche hast Du eigentlich täglich mit Kunden schon während der Anfahrt? Wieviele waren davon wirklich notwendig? Und auf welche Freiheiten, die mt anscheinend einem gewährt, muss ich als Zentralenfahrer verzichten?

@PS Taxi
Noch ist der Anteil von App-Bestellungen gering. Und wenn ich mich nicht irre, dann hatten wir die von Dir erwähnte Abhängigkeit bisher auch schon. Denn der taxi.eu Anbieter hatte zuvor die Funktechnik geliefert. Aber sicherlich wissen andere mehr davon.
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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von am » 01.12.2013, 12:42

Jeder Unternehmer, der sich auf die Bestellung ausschließlich per App verlegt, macht sich von diesem App-Anbieter abhängig. Wer einen bestehenden Kundenstamm, den er bisher direkt per Telefon, wenn auch über ein Vermittlungssystem Sprache/Funk, bedient hat, auf eine App umlenkt, schenkt diesen faktisch dem App-Anbieter. Noch schlimmer wird es, wenn der Unternehmer seine Kunden an die Bestellung per App heranführt. Insbesondere dann, wenn diese, im Falle Datenfunk, nicht von seinem bisherigen Anbieter kommt.
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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von Pirat » 01.12.2013, 12:55

Juskwe hat geschrieben:Bei meisten Zentralen handelt es sich um Genossenschaften, hierbei können sich die Mitglieder selbstverständlich Regeln auferlegen um ihr gemeinsames Geschäft möglichst effektiv und Kundenfreundlich abzuwickeln.
Nun müsste man wissen, dass es nur drei Mitglieder bedarf, um eine Genossenschaft zu gründen.
Es gibt Taxizentralen als Genossenschaft (Monopol) organisiert, die haben nicht mal 50 Mitglieder bei über 300 angeschlossenen Taxiunternehmen.
Keine Genossenschaft oder Verein muss Mitglieder aufnehmen, selbst dann nicht, wenn ein Monopol besteht.
Sie muss nur gewährleisten, dass Taxiunternehmen an ihren Einrichtungen (Vermittlung) teilnehmen kann.
Dies geschieht mit einem Vertrag und entsprechendem Eintrittsgeld.
Im Vertrag wird unter anderem geregelt, dass sich der Taxiunternehmer der Satzung unterwirft und zukünftige Satzungsänderungen - die ausschließlich den Genossen vorbehalten sind – akzeptiert.
Nun haben aber Genossen im Rentenalter andere Interessen als aktive Taxiunternehmen.
Während der aktive Taxiunternehmer am Umsatz interessiert ist, ist der passive Genosse am Wert seines Genossenschaftsanteils interessiert.
Wer sich die Bilanzen der großen Taxizentralen ansieht - wird erkennen, dass Erträge immer weniger aus dem operativen Geschäft kommen.
Das Vereinsrecht (gilt auch für Genossenschaften) und die damit verbundene - nur eingeschränkt gerichtlich überprüfbare Gestaltungsmöglichkeit, in Verbindung mit einem Monopol oder auch Marktbeherrschung ist eine Lizenz zum Geld drucken.
Mit Gestaltungsrecht meine ich nicht nur den Bußgeldkatalog erweitern, sondern auch den Gewinn der e.G.
Mit Disziplinarausschüssen oder Schulungen kann man zusätzliche Einnahmen generieren, die man als Aufwandsentschädigung Gewinn mindernd unters Wahlvolk verteilen kann.
Allein der Vorwurf genossenschaftsschädliches Verhalten (was immer das heißen mag) kann ein Bußgeld oder Rauswurf rechtfertigen.
Fachanwälte und Prüfungsverband sind ständig darum bemüht ihren Auftraggebern (Genossenschaft) neue Einnahmequellen zu erschließen.
Dafür werden sie ja schließlich bezahlt.

Man kann nicht mit Taxi fahren Geld verdienen, nur an Taxifahrern.
Glaubt nicht den Darstellungen der Helfershelfer, solange BZP (getragen von Taxizentralen) in der jetzigen Form bestehen bleibt wird sich daran auch nichts ändern.

Ich schließe mich den Worten von AC an.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die illegitime Vormacht der Zentralen zerstört werden muss.
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.

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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von Wattwurm » 01.12.2013, 12:56

PS-Taxi hat geschrieben: Die Taxi Bestellungen via App steigen immer weiter. Wenn irgendwann mal 30% der Kunden via taxi.eu bestellen und die Zentralen an dieses System zahlen für die Plattform könnte im Fall das man sich mal streitet sich das hochgradig negativ auswirken denn der bestellende Kunde weiß nichts davon. Ich finde taxi.eu legt die Bestellung von Taxis ganz schön an die Kette. An die Kette von Herrn Waldner.
Deine Befürchtungen sind vollkommen unbegründet. Durchschnittlich 5-6 % aller Fahrgastanfragen werden über eine App abgearbeitet! In diesem Durchschnit sind bereits die Großstädte eingepreist in denen man deutlich häufiger eine Taxiapp benutzt als in den kleineren Städten! In Städten wie Neumünster, Heide, Itzehoe oder Rendsburg werden ca.3,5 bis 4 % aller Fahrtenwünsche per App abgewickelt!

Für eine technikaffine Minderheit von gerade einmal 5-6 % aller Taxikunden wird ein alle Dimensionen sprengender Aufwand betrieben, der in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zur Wirtschaftlichkeit steht! Marketing, Softwareentwicklung, Hosting, IT-Management, Personalkosten, Mieten, alles das kostet einen ganzen Batzen Geld. Und dieser Batzen wird umgelegt auf die Zentralen oder wie bei Mytaxi auf den Fahrer!

Man hat den Zentralen geschickt suggeriert, das müßt Ihr unbedingt mitmachen, das ist der Trend, wer sich diesem Trend entzieht ist weg vom Fenster. Und die Zentralen haben sich davon anstecken lassen und machen diesen Blödsinn mit! Ich gebe zu, das ich mich eine Zeit lang auch davon habe mitreißen lassen! Inzwischen sehe ich das viel distanzierter! Damit wird viel Geld verdient, fragt sich nur ob man das Geld für andere Projekte nicht viel besser ausgeben könnte....?

Ich gebe den Taxiapps ein Potential von maximal 12-15 Prozent ....in 10 bis 15 Jahren!

Aber, ich betone es gerne noch einmal: Verbranntes Geld gibt es nicht. Es ist nur in anderen Taschen gelandet! Ökonomen nennen das Kaufkraftabschöpfung!

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Re:

Beitrag von am » 01.12.2013, 13:20

Anna Chronismus hat geschrieben:
am hat geschrieben:Ist Dir schonmal in den Sinn gekommen, dass es im Falle des klassischen Tourenmaklers erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken gibt, Kundendaten, die über das unbedingt notwendige Maß hinausgehen, an den Fahrer weiterzuleiten?
Wenn es den Tourenmakler datenschutzrechtlich zwicken sollte, könnte er es so regeln, dass er einen Telefonbutton für Bestellkunde und Fahrer einrichtet, das Ganze aber nicht als Telefonat, sondern als VoIP-Call abwickelt. Im Ergebnis können die beiden direkt miteinander kommunizieren, ohne die jeweils andere Telefonnummer zu haben. Wird aber deshalb nicht angeboten, weil die Makler ihren exklusiven Zugriff auf und damit die Vermittelbarkeit der Taxen nicht gefährden wollen.
Nein, es wird deshalb selten gemacht, weil die Erfahrung all zu oft gezeigt hat, dass das eingesetzte Fahrpersonal der Verantwortung nicht gerecht wird, die ihm aus der Überlassung dieser Daten erwächst. Ist so, darfst Du einfach mal glauben. Wir bekamen die Telefonnummern anfangs standardmäßig übertragen. Das führte in relativ kurzer Zeit zu erheblichen Kundenbeschwerden, weil bestimmte Fahrergruppen die Daten mißbräuchlich verwendet haben, beispielsweise zur ausserdienstlichen Kontaktaufnahme oder um Kunden bei Fehltouren zu belästigen. Aber da ja nicht nur in Deinem Sinne, sondern auch im Sinne der Lübecker Gerichtsbarkeit Zentralen nur begrenzte disziplinarische Rechte zugestanden werden, können solche Unkollegen nur unzureichend sanktioniert werden. Ich bin sehr sicher, dass mT da auch schlechte Karten hätte, würden sie deshalb Fahrer von der Vermittlung ausschliessen. Ich werde jetzt hier allerdings keine Argumente liefern, warum ich davon ausgehe. Vielleicht klagt ja irgendwann mal ein Unternehmer gegen eine Vermittlungssperre bei mT. VoIP wäre eine technische Lösung, die mit herkömmlichen Vermittlungsterminals nicht funktioniert, das ist ein Manko, welches man lösen sollte.
Übrigens: Warum sollte der Vertragspartner des Bestellkunden die Kundendaten nicht bekommen, sondern nur der Tourenmakler? Vertragspartner des Bestellkunden ist und bleibt der Taxiunternehmer samt seinem Fahrpersonal, er hat Anspruch auf alle relevanten Kundendaten, wozu zweifelsohne die Telefonnummer gehört (sonst würde sie der Tourenmakler sicherlich nicht speichern). Natürlich liegt das an dem Umstand, dass sich herkömmliche Zentralen bei der Vermittlung gegenüber ihren zahlenden Kunden (Taxenunternehmer!) nicht fair und sauber verhalten, sondern als Verfüger, als Quasi-Vorgesetzter aufführen - samt Produktabnahmezwang ("Pflichttour") und Disziplinierungs-Anmaßungen ("Schiedsausschuss", "Bescherdeausschuss"*) gegenüber bei der Zentrale nicht angestelltem Fahrpersonal. Warum über dieses offensichtliche und dikatatorisch angehauchte bis durchsetzte System lang herumreden?*
Im wesentlichen oben begründet. Die Auffassung ist hier eine ganz andere. In unserem Falle gibt es eine Funk- und Betriebsordnung, die mehrheitlich von allen Gesellschaftern beschlossen wurde. Nahezu jeder angeschlossene Unternehmer ist hier auch Gesellschafter. Die Fubo ist bereits mehrfach gerichtlich überprüft und den jeweiligen Urteilen angepasst worden. Beides, Mehrheitsbeschluss und Klageweg sind nun wirklich urdemokratische Prinzipien.

am hat geschrieben:Der Tourenmakler kann zudem aus logistischen Gründen überhaupt kein Interesse daran haben, sich nach der Vermittlung noch mit Kunde oder Fahrer befassen zu müssen. Das kostet nämlich Zeit und freie Telefonleitungen.

Wir handhaben es hier so: Ist der Kunde bei Ankunft an der Bestelladresse nicht anzufinden, erhalte ich von der Zentrale auch die Nummer des Kunden. Die entsprechende Meldung setze ich automatisiert ab.
Der Widerspruch in sich ist Dir nicht aufgefallen? Wenn der Tourenmakler tatsächlich kein Interesse an weiterer Befassung nach Vermittlung hätte, müsste er ein Interesse daran haben, die direkte Kommunikation zwiswchen Fahrer und Bestellkund jederzeit zu ermöglichen (wahlweise als Telefonat oder VoIP-Call - s.o.). So muss sich der Tourenmakler verschiedentlich doch noch später mit einer eigentlich schon vermittelten Tour beschäftigen. Ist in sich nicht stringent.
Du hast den Unterschied nicht verstanden. Der Wohnungsmakler hat bis zum Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrages ein gesteigertes Interesse einer Kundenbetreuung. Für den Tourenmakler liegt das Interesse bei der möglichst schnellen weitergabe eines Auftrages ohne erhöhten Betreuungsaufwand. Dazu bedient er sich eines Regelwerkes, welches möglichst jeden Mehraufwand vermeiden helfen soll. Kundenbeschwerden, die ihre Ausgang in undisziplinierbaren Fahren haben, siehe oben, stellen einen erheblichen Mehraufwand dar.
Dein Problem und das anderer Zentralenhasser hier ist, dass ihr die euch bekannten Sanktionen immer auf euch selbst bezieht, die ihr vermutlich eine überdurchschnittliche Dienstleistung erbringt und davon gar nicht betroffen seid. Hinzu kommt, dass man in einem Zentralengefüge natürlich eher mal von vermeintlichen oder tatsächlichen Ungerechtigkeiten erfährt, während man bei mT und Co einfach nicht mehr vermittelt wird.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die illegitime Vormacht der Zentralen zerstört werden muss.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Bevölkerung in möglichst zuverlässiger Weise in der Fläche mit der Dienstleistung Taxi versorgt werden muss. Das ist auf absehbare Zeit ohne Zentralen bisherigen Zuschnitts nicht möglich.
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Modernes Großstadt-Taxi contra Zentralen-Macht

Beitrag von Anna Chronismus » 01.12.2013, 13:36

Juskwe hat geschrieben:Hier in Hamburg gibt es nur zwei Zentralen mit "zahlenden Kunden", wobei sich das beim Hansa nur auf die 311er bezieht. Der Grindelhof ist ja sowieso kurz vor dem Absaufen.
Hansa, Grindelhof, DT, Harburger, Bergedorfer, Wilhelmsburger und Blankeneser - wie kommst Du auf zwei? Oder hört bei Dir Hamburg am Ring 2 auf ;-) ?
Juskwe hat geschrieben:Bei meisten Zentralen handelt es sich um Genossenschaften, hierbei können sich die Mitglieder selbstverständlich Regeln auferlegen um ihr gemeinsames Geschäft möglichst effektiv und Kundenfreundlich abzuwickeln. (...) Die Unternehmer verkörpern also die Genossenschaft und können dann auch bestimmen, dass ihre Mitarbeiter die Regeln zu befolgen haben.
Die Unternehmer schon, aber nicht die Zentrale. Das machen die aber, und dass ist ein illegitimes Hineinregieren in ein Taxi, dass der Zentrale zu 0,0% gehört.
Juskwe hat geschrieben:Übrigens ein Aspekt der dank Mindestlohn und Ende des Provisionslohn allen Hamburger angestellten Taxifahrern in Zukunft deutlich werden dürfte, Chef sagt "du machst das so, so und so" und du hast dich gefälligst daran zu halten oder kannst mit ner Abmahnung rechnen.
Hier verrutschen die Ebenen: Das von Dir nicht falsch aufgezeigte Szenario einer künftig stärkeren Personalsteuerung (wobei die besseren Unternehmer hier andere Möglichkeiten haben werden als nur die Drohung) wird seine Ursache nicht in der veränderten Lohnstruktur, sondern im Wenigerwerden von Fahrerjobs haben, welches aus dem Absinken der Wagenzahl resultiert.
Juskwe hat geschrieben:Kannst mal wetten, dass dann auch Mytaxifahrer so etwas wie Pflichttouren kennen lernen, wenn Cheffe sagt "du musst alle Touren innerhalb von 5km annehmen" (meinetwegen mit Ausnahme "wenn du nicht am Posten XY an 1. Position stehst").
"Pflichttouren" eines Stundenlohn zahlenden Unternehmers sind das Normalste von der Welt. "Pflichttouren" eines Tourenmaklers mit Strafandrohung gegenüber einem bei dem Tourenmakler nicht angestellten Fahrers sind das Perverste von dieser Taxi-Welt. Der Unterschied ist hoffentlich klar ... Bei manchen habe ich den Eindruck, dass sie das Verhalten herkömmlicher Taxenzentralen schon so verinnerlicht haben, dass ihnen die tägliche Perversion, dass hier der Dienstleister dem zahlenden Kunden Vorschriften macht, gar nicht mehr auffällt. Das aktuelle Verhältnis zwischen herkömmlichen Taxizentralen und Taxenunternehmern ist in etwa so, also würde die Putzfrau dem Hausherren vorschreiben wollen, welche Gardinen er aufzuhängen habe.
PS-Taxi hat geschrieben:Ich finde taxi.eu legt die Bestellung von Taxis ganz schön an die Kette. An die Kette von Herrn Waldner.
Die Gefahr besteht, und der Gefahr sind sich noch nicht alle Betroffenen so richtig im Klaren. Es wird vom Hansa-Vorstand auf Verträge verwiesen, die solche Abhängigkeiten vermeiden sollen. Fakt ist aber, dass wer die Technik kontrolliert, auch die Bestellungen kontrolliert. Trickreiche Weg um Verträge herum würden sich bei Bedarf finden lassen.
der Clown hat geschrieben:Wieviele Gespräche hast Du eigentlich täglich mit Kunden schon während der Anfahrt? Wieviele waren davon wirklich notwendig? Und auf welche Freiheiten, die mt anscheinend einem gewährt, muss ich als Zentralenfahrer verzichten?
Kommunikationsbedarf besteht z.B. dann, wenn ich, wie geschehen, in der einspurigen Kegelhoffstraße hinter einem Großraumwagen einer Zentrale zum Stehen komme und einige Minuten warten muss, bis ich zu meinem Kunden vorfahren kann. Umgekehrt kann es passieren, dass der Kunde eine Verspätung ankündigen will. Es gibt regelmäßig Bedarf an direkter Kommunikation, sollen Fehltouren vermieden oder zumindest minimiert werden.

Die Freiheit eines Taxifahrers bei einem modernen Tourenmakler wie mytaxi ist, dass er völlig frei ist bei der Annahme oder Nichtannahme einer Tour - es ist eben ein Angebot, keine Zwangsbeglückung oder Fremdsteuerung. Und es gibt keine Strafen oder Gebühren bei einem Fehlverhalten. Der Fahrer wird ggf. temporär gesperrt, bekommt eine (kostenlose!) Nachschulung und kann dann wieder mytaxi-Touren fahren. Das ist in der Praxis meilenweit entfernt von dem autoritären und, wie man hört, auch immer wieder als willkürlich empfundenen Regime herkömmlicher Taxenzentralen - oft von Sesselpupern, die schon lange nicht mehr selbst auf der Straße gearbeitet haben, von ihrer überlegenen Kenntnis aber felsenfest überzeugt sind.
am hat geschrieben:Jeder Unternehmer, der sich auf die Bestellung ausschließlich per App verlegt, macht sich von diesem App-Anbieter abhängig.
Jeder Unternehmer, der sich auf die Bestellung ausschließlich per Taxenzentrale verlegt, macht sich von diesem Tourenmakler abhängig.

Man sollte sich als Taxenunternehmer nicht abhängig machen von anderen. Kooperation immer gerne, aber keine Abhängigkeit. Heisst in der Praxis: Die Mischung aus eigenem Geschäft und dem von kooperierenden Kollegen, welche mal Touren abgeben müssen, dazu Fahrten von einem bis mehren Tourenmaklern, dazu je nach Rhythmus der Stadt das Posten- und das Anläufergeschäft - so geht modernes Großstadt-Taxi. Die Abhängigkeit von einem einzigen Tourenmakler wird nicht ewig gut gehen.
Zuletzt geändert von Anna Chronismus am 01.12.2013, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Modernes Großstadt-Taxi contra Zentralen-Macht

Beitrag von am » 01.12.2013, 13:45

Anna Chronismus hat geschrieben:
am hat geschrieben:Jeder Unternehmer, der sich auf die Bestellung ausschließlich per App verlegt, macht sich von diesem App-Anbieter abhängig.
Jeder Unternehmer, der sich auf die Bestellung ausschließlich per Taxenzentrale verlegt, macht sich von diesem Tourenmakler abhängig.

Man sollte sich als Taxenunternehmer nicht abhängig machen von anderen. Kooperation immer gerne, aber keine Abhängigkeit. Heisst in der Praxis: Die Mischung aus eigenem Geschäft und dem von kooperierenden Kollegen, welche mal Touren abgeben müssen, dazu Fahrten von einem bis mehren Tourenmaklern, dazu je nach Rhythmus der Stadt das Posten- und das Anläufergeschäft - so geht modernes Großstadt-Taxi. Die Abhängigkeit von einem einzigen Tourenmakler wird nicht ewig gut gehen.
Ich schrieb auch von Eigengeschäft. Wie z.B. Stammkunden an mT, oder andere App-Anbieter abzugeben. Telefonkundschaft auf eine autarke App umzuleiten ist dämlich.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

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Beitrag von Anna Chronismus » 01.12.2013, 14:09

am hat geschrieben:Dein Problem und das anderer Zentralenhasser hier ist (...)
Ich ein Zentralenhasser? Ich schrieb: "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die illegitime Vormacht der Zentralen zerstört werden muss". Nicht: ... dass die Zentralen zerstört werden müssen ... Ein Zentralenhasser, nur weil ich fordere, dass sich Dienstleister als Dienende begreifen sollen - und nicht als Diktatoren? Ich hasse nicht Zentralen, sondern Entartungen bei deren Umgang mit ihren zahlenden Kunden. Würde ich Zentralen hassen, kämpfte ich nicht für deren Modernisierung. Zentralen neuen Typs (und ich erwarte, dass die Entwicklung nicht bei nur einem einzigen moderneren Angebot namens mytaxi stehen bleiben wird) liebe ich, weil sie mir die Arbeit vereinfachen und lukrativer machen. Keinesfalls werde ich die Hoffnung aufgeben, dass sich die eine oder andere herkömmliche Zentrale wandeln wird in eine moderne, dienende. Dafür wird der in (bisher: Groß-) Städten wachsende Konkurrenzdruck schon sorgen - wir müssen den herkömmlichen Zentralen nur weiter Marktaneile abnehmen und sie durch ökonomischen Druck zu einem anderen Verhalten bringen. Was sich jahrzehntelang eingeschliffen hat, ist nicht in Monaten oder wenigen Jahren komplett zu ändern. Ein bisschen längeren Atem dazu braucht man schon. Aber die Technik entwickelt sich eindeutig so, dass neue, kooperierende Flotten-Modelle künftig einfacher zu realisieren sein werden, um zusätzliche Konkurrenz zu den bisherigen autokratischen Zentralen aufbauen zu können.
am hat geschrieben:
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die illegitime Vormacht der Zentralen zerstört werden muss.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Bevölkerung in möglichst zuverlässiger Weise in der Fläche mit der Dienstleistung Taxi versorgt werden muss. Das ist auf absehbare Zeit ohne Zentralen bisherigen Zuschnitts nicht möglich.
Das sehe ich eine andere technische Dynamik. Das wird sehr wohl auf absehbare Zeit "ohne Zentralen bisherigen Zuschnitts" möglich sein - in einer Reihe von Großstädten ist das schon jetzt der Fall. Dort werden faktisch herkömmliche Zentralen nur noch für Nischenangebote (Krankenfahrten usw.) ernsthaft benötigt.


EDIT:
am hat geschrieben:Ich schrieb auch von Eigengeschäft. Wie z.B. Stammkunden an mT, oder andere App-Anbieter abzugeben. Telefonkundschaft auf eine autarke App umzuleiten ist dämlich.
Wer macht denn solchen Blödsinn?
Zuletzt geändert von Anna Chronismus am 01.12.2013, 14:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von alsterblick » 01.12.2013, 14:27

Wattwurm hat geschrieben: Ich gebe den Taxiapps ein Potential von maximal 12-15 Prozent ....in 10 bis 15 Jahren!
Ja, draußen in den Fluren, aber nicht im Landes-Bestell-Mittel. :shock:
In den Großstädten wird der App-Anteil binnen wenigen Jahren bereits bei mind. 50% liegen. 8)
Die Leute warten nur noch darauf, dass deren nokia 3120 (oder ähnlich) verreckt, dann kommt das Taxi-Bestellerlebnis (und viele andere Features mehr) via Smartphone in die Tasche.
Vielleicht auch schon vorher, warten wir mal auf „nach Weihnachten“. :lol:
(habe selbst noch so ein nokia 3120 liegen, es hält und hält und hält, insofern danke dem Weihnachtsmann :P )
Wattwurm hat geschrieben: Aber, ich betone es gerne noch einmal: Verbranntes Geld gibt es nicht. Es ist nur in anderen Taschen gelandet! Ökonomen nennen das Kaufkraftabschöpfung!
Zustimm, jedoch „Kaufkraftabschöpfung“ nur, wenn es einen relativ Armen getroffen hat. :cry:
Stichwort „Bill Gates“: Er kann es sich leisten „Geld zu verbrennen“, ohne Hunger zu erleiden. :evil:
Beispiel: Gates verschenkt das "Office Paket" jahrelang, sein Guthaben-Kontostand dezimiert sich lediglich etwas - anstelle weiterhin zu wachsen (ohne mehr zu "konsumieren").
Hingegen ich dann nachfragewirksam 10x Essen gehen oder öfters mal ein Taxi bestellen könnte. :wink:

Aber Du machst Fortschritte ! :D
„Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott !“

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Re: Modernes Großstadt-Taxi contra Zentralen-Macht

Beitrag von der Clown » 01.12.2013, 20:11

Anna Chronismus hat geschrieben: Kommunikationsbedarf besteht z.B. dann, wenn ich....
Also selten bis gar nicht.
Anna Chronismus hat geschrieben: Die Freiheit eines Taxifahrers bei einem modernen Tourenmakler wie mytaxi ist, dass er völlig frei ist
Für diese Passage kannst Du Dich als Creative Manager for public relations bei mytaxi bewerben. Und den Rest Deines Absatzes halte ich eher für polemisch. Ich bin seit 1996 bei einer Zentrale als Fahrer angemeldet und habe bisher, auch wenn ich mit dieser Zentrale nicht auf Kuschelkurs bin, keine Probleme gehabt. Ich habe auch kein Problem, dass Unkollegen anhand ihres Fehlverhalten durch (sesselpupende??) Experten nach einem Regelwerk sanktioniert anstatt wie von Dir öffentlich an den Pranger gestellt werden.
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Re: Das Einfordern von Änderungen ist doch nicht Hass

Beitrag von am » 01.12.2013, 21:19

Anna Chronismus hat geschrieben:Aber die Technik entwickelt sich eindeutig so, dass neue, kooperierende Flotten-Modelle künftig einfacher zu realisieren sein werden, um zusätzliche Konkurrenz zu den bisherigen autokratischen Zentralen aufbauen zu können.
Dazu müsste die Interessenlage der Zentralen am Ende dieselbe sein. Das ist aber in den wenigsten Fällen so. Eine genossenschaftlich oder ähnlich organisierte Zentrale, die tatsächlich durch ihre Einnahmen lediglich ihre Kosten deckt, dürfte da theoretisch noch am flexibelsten sein. Eine Zentrale mit nur einer Hand voll Gesellschafter oder Genossen, oder Einzelinhaber, haben einiges zu verlieren. Mir ist unklar, woher Du diesen Optimismus nimmst, Anna.
am hat geschrieben:
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die illegitime Vormacht der Zentralen zerstört werden muss.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Bevölkerung in möglichst zuverlässiger Weise in der Fläche mit der Dienstleistung Taxi versorgt werden muss. Das ist auf absehbare Zeit ohne Zentralen bisherigen Zuschnitts nicht möglich.
Das sehe ich eine andere technische Dynamik. Das wird sehr wohl auf absehbare Zeit "ohne Zentralen bisherigen Zuschnitts" möglich sein - in einer Reihe von Großstädten ist das schon jetzt der Fall. Dort werden faktisch herkömmliche Zentralen nur noch für Nischenangebote (Krankenfahrten usw.) ernsthaft benötigt.
Das ist eine populistische, nicht mit Zahlen belegte Behauptung Anna. Zentralen sind gerade in Städten Vollversorger und das auch noch erkennbar lange Zeit. Besonders richtig ist jedoch, dass insbesondere Krankentransporte bei reinen App-Unternehmern häufig besonders ungern gesehen sind, Bargeld lacht. Das gilt nicht für alle, da es bei uns beispielsweise auch viele Graupen gibt, die sich auf KK-Tranporte spezialisiert haben. Die haben mT nur als Zubrot an Bord.

am hat geschrieben:Ich schrieb auch von Eigengeschäft. Wie z.B. Stammkunden an mT, oder andere App-Anbieter abzugeben. Telefonkundschaft auf eine autarke App umzuleiten ist dämlich.
Wer macht denn solchen Blödsinn?
Beispielsweise wenn eine Zentrale von einer Funkvermittlung auf eine Vermittlung, wie z.B. Taxi.de umstellt. Natürlich wird dann auch die App beworben werden. Auf diesem Weg gelangt der entsprechende Anbieter an Unmengen von Kundendatensätzen.
Zuletzt geändert von am am 01.12.2013, 21:49, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Modernes Großstadt-Taxi contra Zentralen-Macht

Beitrag von Anna Chronismus » 01.12.2013, 21:25

der Clown hat geschrieben:
Anna Chronismus hat geschrieben:Kommunikationsbedarf besteht z.B. dann, wenn ich....
Also selten bis gar nicht.
Das eine oder andere Mal - und dadurch ist meine Fehltourenquote auch geringer als zu meinen Zentralenzeiten. Was nicht zuletzt auch der Kundenzufriedenheit dient, wenn eine Tour gerettet werden kann durch direkte Kommunikation, wenn diese bei einer Zentrale unrettbar geworden wäre (z.B. Zentrale in Peakzeiten nicht erreichbar u.ä.). Dadurch, dass bei einem modernen Tourenmakler wie mytaxi die Verbindung zwischen Fahrer und Bestellkunde direkter ist und weniger anonym, interessiert es mich vielleicht auch mehr, dass der - persönliche! - Kunde zufrieden gestellt wird - mehr, als den durchschnittlichen Kutscher bei einer Zentrale mit anonym gehaltener Fahrerschaft, unpersönlichem Callcenter und irgendeiner unbekannten Kundschaft.
der Clown hat geschrieben:
Anna Chronismus hat geschrieben: Die Freiheit eines Taxifahrers bei einem modernen Tourenmakler wie mytaxi ist, dass er völlig frei ist
Für diese Passage kannst Du Dich als Creative Manager for public relations bei mytaxi bewerben.
Das ist eine ungehörige Verstümmelung eines Zitats, sowas gehört sonst nicht zu Deinem Repertoire. Der Satz lautet vollständig: "Die Freiheit eines Taxifahrers bei einem modernen Tourenmakler wie mytaxi ist, dass er völlig frei ist bei der Annahme oder Nichtannahme einer Tour - es ist eben ein Angebot, keine Zwangsbeglückung oder Fremdsteuerung." Dank mytaxi gibt es bezogen auf Tourenmakler die Wahl zwischen mehr Fremd- oder mehr Eigensteuerung. Wenn Du mit dem ersteren zufrieden bist, weil Du dort etwas besser verdienst, so lasse doch anderen bitte die Freiheit der Entscheidung für mehr Freiheit.
der Clown hat geschrieben:Ich habe auch kein Problem, dass Unkollegen anhand ihres Fehlverhalten durch (sesselpupende??) Experten nach einem Regelwerk sanktioniert anstatt wie von Dir öffentlich an den Pranger gestellt werden.
Gibt es denn für die erhobenen Strafen auch immer ordentliche Quittungen? Und das Regelwerk sowie die laufenden Entscheidungen sind auch für alle Beteiligten immer und komplett einsehbar? Oder ist Dir evt. nicht bekannt, dass es, auch bei Eurer Zentrale, an diesen und anderen Ecken Verbesserungsbedarf gibt und beim jetzigen Stand von einer gewissen Willkürlichkeit und einem nicht immer seriösen Graubereich gesprochen werden kann?


EDIT: am, bei Deinen Quotes in Deinem letzten Beitrag sind gleich zweimal Fehler passiert, so dass meine Zitate als Deine dastehen. Evt. korrigieren?
Zuletzt geändert von Anna Chronismus am 01.12.2013, 21:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von am » 01.12.2013, 21:52

Bemerkt und geändert
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Re: Modernes Großstadt-Taxi contra Zentralen-Macht

Beitrag von der Clown » 02.12.2013, 21:38

Anna Chronismus hat geschrieben: Das ist eine ungehörige Verstümmelung eines Zitats, sowas gehört sonst nicht zu Deinem Repertoire.
Sorry AC,

aber dieser Steilvorlage konnte ich einfach nicht ungenutzt an mir vorbei ziehen lassen. Da juckten schon echt die Finger und die Tastatur gab mir die Reihenfolge ihrer Bedienung schon vor. Ich wurde typisch Zentralenfahrer fremdgesteuert. Bitte vergib mir. Aber Du legtest uns allen nahe mehr auf den Inhalt zu achten als sich von der vermeintlichen Interpretation verwirren zu lassen. Du schriebst etwas von Noten und Tönen auf der ersten Seite. Inhaltlich bist Du meines Erachtens sehr flexibel und springst gerne mal hin und her. Anfangs kritisiertest Du, dass bei der Zentralenapp im Interesse der Zentrale die Anruffunktion vom Kunden zum Fahrer fehle und fügst einen nicht nachvollziehbaren Vergleich zum Immobilienmakler ein, frei nach dem Motto: sinnlos widersprechen ist besser als den eigenen Vergleich mal kritisch zu überprüfen, und dann preist mytaxi als Heilsbringer des durch die illegale Vormachtstellung der Zentralen in Ketten gelegte Gewerbes an und proklamierst mytaxi als einzigen wahren Verfechter für den freien Taxifahrer, weil es als einzige die zukunftsweisende Dialogfähigkeit zwischen Kunden und Fahrer herstellen kann. Wow, bin beeindruckt, und langsam verspüre ich auch den Druck der Ketten, die mir die Zentrale angelegt hat. Äh eine Frage hatte ich ja noch; wie oft kommt das denn vor, dass die revolutionierende Technik denn zum Einsatz kommt? Hin und wieder; also eher selten bis gar nicht. Und als Beispiel kommt ein Gespräch vom Fahrer zum Kunden, was aus der Sicht des App-Bestellers sowieso wenig Sinn macht, weil er ja Deine Anfahrt doch auch auf der App verfolgen kann, oder? Du, das können wir auch schon in vielen Fällen. Sorry man, Du machst um einen Staubkorn soviel Spektakel, dass ich Dir glatt einen Wachturm abkaufen würde, ständest Du mal vor meiner Wohnungstür.

AC, ich schätze viele Deiner Beiträge hier sehr und respektiere Dein Engagement fürs Gewerbe, aber entweder bin ich jetzt vollkommen blöd oder Du versuchst hier auf Teufel komm raus billig für mt zu werben.
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Juskwe
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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von Juskwe » 02.12.2013, 23:46

Hansa, Grindelhof, DT, Harburger, Bergedorfer, Wilhelmsburger und Blankeneser - wie kommst Du auf zwei? Oder hört bei Dir Hamburg am Ring 2 auf ;-) ?
Bei einer genossenschaftlichen Zentrale kann man nicht von reinen Tourenmaklern sprechen, hier haben die Unternehmer zusammen eine Vermittlung aufgebaut. Hierfür benötigt es Regeln, die aber halt nicht von einer Fremdfirma diktiert, wie du es schreibst, sondern es ist eine Einigung bzw. ein Kompromiss zwischen den Unternehmern. Nun ist der Angestellte eines Unternehmers an dessen Weisung gebunden (in Grenzen), der Unternehmer unterstütz aber das Handeln der Genossenschaft (entweder man aktzeptiert die Vereinbarungen oder nicht, halb klappt nicht) und daher dürfte er seinem Mitarbeiter die Weisung geben sich an die Weisungen der Genossenschaft zu halten.
Die Strafzahlungen sind ja so ein Ding, kannst dich ja auch dazu entscheiden deinen Funkausweis auf den Tisch zu legen und zu gehen.
"Pflichttouren" eines Tourenmaklers mit Strafandrohung gegenüber einem bei dem Tourenmakler nicht angestellten Fahrers sind das Perverste von dieser Taxi-Welt.
Also beim Hansa gibt es "Pflichttouren" in dem Sinne übrigens nicht mehr, alles bis 3/5/7min (je nach Bereich) ist Pflicht (bzw. sollte nicht zu häufig abgelehnt werden, es gibt immer Gründe) wird aber schon länger bei uns nur noch mit "Auftrag" angeboten (keine Adresse mehr vor Annahme).
Es gibt noch Touren die sind als "Pflichttour" markiert, hat aber in dem Sinne nur den Hinweis an den Fahrer, dass es sich um einen wichtigen Kunden handelt, über 3/5/7min bekommen wir die Adresse angezeigt und können auch eine "Pflichttour" gefahrlos ablehnen. Bei DT gibt es ja sowieso gar keine Fahrverpflichtung, aber wozu das führt sieht man dort ja leider auch, wie viele Kunden ich mittlerweile beim Hansa wiedergesehen habe...

Grundlegend ist das so alles mittlerweile dazu da die fairen Kollegen zu stärken und Rosinenpickern das picken zu vereiteln.
Kommunikationsbedarf besteht z.B. dann, wenn ich, wie geschehen, in der einspurigen Kegelhoffstraße hinter einem Großraumwagen einer Zentrale zum Stehen komme und einige Minuten warten muss, bis ich zu meinem Kunden vorfahren kann. Umgekehrt kann es passieren, dass der Kunde eine Verspätung ankündigen will. Es gibt regelmäßig Bedarf an direkter Kommunikation, sollen Fehltouren vermieden oder zumindest minimiert werden.
ähh da brauch es eher kommunikationsbedarf zum Großraumwagenfahrer. Also wir bekommen ja die Telefonnummer vom Kunden generell mit der Bestellung, so weit kein Problem. In so einer Situation gehe ich zur klingel und warte kurz auf Antwort. Kommt hinter mir ein Fahrzeug und ich kann den Kunden noch nicht kommen sehen, dann fahre ich so weit weiter bis ich das andere Fahrzeug vorbeilassen kann. Dann muss der Kunde halt ein Stück laufen, aber ehrlich, die wissen genau in was für einer Strasse sie wohnen und könnten schon unten im Hausflur warten, mindestens aber abfahrbereit sein.
Die Gefahr besteht, und der Gefahr sind sich noch nicht alle Betroffenen so richtig im Klaren. Es wird vom Hansa-Vorstand auf Verträge verwiesen, die solche Abhängigkeiten vermeiden sollen. Fakt ist aber, dass wer die Technik kontrolliert, auch die Bestellungen kontrolliert. Trickreiche Weg um Verträge herum würden sich bei Bedarf finden lassen.
Ähm und das ist bei Mytaxi anders weil es ein Wohlfahrtsverband ist ? Wenn die auf einmal anfangen Mercedes-Taxis bevorzugt zu vermitteln, weil Mercedes da so viel Geld reingesteckt hat ? Dann hast du auch umsonst Kunden für mytaxi aquiriert.

Pirat
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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von Pirat » 03.12.2013, 00:00

Kann man bei Hansa eine Vereinbarung treffen, oder muss ich mich den Bedingungen unterwerfen?
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.

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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von scarda » 03.12.2013, 00:24

Pirat hat geschrieben:Kann man bei Hansa eine Vereinbarung treffen, oder muss ich mich den Bedingungen unterwerfen?
Vertragliche Vereinbarung? Hast Du überall. Egal ob bei den gefühlten fuffzehn Zentralen der Stadt oder bei den Standalones.
Meinst Du einer von denen marschiert an deiner Seite, ohne irgendein Reglement, ohne dein Autogramm vorher einzusammeln, ohne sich zu verpflichten, ohne dich zu verpflichten, ohne dass eine der beiden Vertragsseiten ggfs. sanktionieren resp. kündigen kann?
So naiv bist Du nicht.
http://www.taxiforum.de/forum/viewtopic ... 104&t=9406
DEREGULIERUNG IST AUCH NUR REGULIERUNG. ZIELFÜHRENDE VORSCHLÄGE? NEIN? ACH SO!
Taxi_2017 ist gut, innovativ, technisch top, hat beste Fahrzeuge zu vernünftigen, regulierten Preisen
http://www.yumpu.com/de/document/view/2 ... toi-studie#

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Re: Modernes Großstadt-Taxi contra Zentralen-Macht

Beitrag von Anna Chronismus » 03.12.2013, 00:45

der Clown hat geschrieben:Anfangs kritisiertest Du, dass bei der Zentralenapp im Interesse der Zentrale die Anruffunktion vom Kunden zum Fahrer fehle und fügst einen nicht nachvollziehbaren Vergleich zum Immobilienmakler ein (...)
Der Vergleich ist sehr wohl nachvollziehbar, nur im Moment nicht für Dich. Aber da kann geholfen werden: Die Zentrale lässt den (Bestell-) Kunden erst mal nicht nicht den Fahrer direkt kontaktieren, der Wohnungsmakler lässt den (Miet- oder Kauf-) Kunden erst mal nicht den Immobilienbesitzer direkt kontaktieren - es sind eben Makler, und sie wollen im Geschäft bleiben, die Spinne in der Mitte des Netzes. You got it now?
der Clown hat geschrieben:Hin und wieder; also eher selten bis gar nicht.
Der Kontext von "hin und wieder" war die Vermeidung von Fehltouren. Fehltouren sind nicht der Standardfall, sondern drohen "hin und wieder". Damit sie tatsächlich "selten bis gar nicht" zu echten Fehltouren werden, hilft die direkte Kommunikation von Fahrer und Bestellkunde. Bei einer herkömmlichen Taxizentrale gibt es, zumindest aus der Sicht des Bestellkunden, nur die indirekte Kommunikation über den Callcenter, welcher nicht immer gleich und manchmal überhaupt nicht erreichbar ist. Suboptimal! Es geht eben nichts über direkte Kommunikation, und die gibt es derzeit so flächig nur bei mytaxi.
der Clown hat geschrieben:Und als Beispiel kommt ein Gespräch vom Fahrer zum Kunden, was aus der Sicht des App-Bestellers sowieso wenig Sinn macht, weil er ja Deine Anfahrt doch auch auf der App verfolgen kann, oder?
Wenn Du leseunwillig bist, kannst Du auch nicht schlauer werden. Ich schrieb von einem konkreten Beispiel der Blockade einer Einbahnstraße "Kegelhofstraße" durch ein Vorderfahrzeug. Der Kunde sieht nur, dass sein bestelltes Taxi dort steht und sich minutenlang nicht bewegt - er weiß aber nicht, warum. Hier hilft die Kommunikation - und zwar die direkte am besten weil am schnellsten weil am ungefiltertsten (denk an das Spiel "Stille Post"). You got it now?
der Clown hat geschrieben:AC, ich schätze viele Deiner Beiträge hier sehr und respektiere Dein Engagement fürs Gewerbe, aber entweder bin ich jetzt vollkommen blöd oder Du versuchst hier auf Teufel komm raus billig für mt zu werben.
Ich schätze Technik und Verfahrensweisen, die mir bei der konkreten Arbeit helfen. Ich werde jeden loben, der mir solche Techniken und Verfahrensweisen zur direkten Kommunikation mit meinem Kunden offen, diskriminierungsfrei und zu einem fairen Preis anbietet. Bisher macht das nur ein Anbieter, deshalb bekommt der derzeit das Lob allein. Ich würde mich aber riesig freuen, könnte ich künftig mehr Lob an mehr Adressen verteilen.
Zuletzt geändert von Anna Chronismus am 03.12.2013, 10:48, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: taxi.eu jetzt auch in Luxemburg

Beitrag von nightrider » 03.12.2013, 00:51

Was für Fragen?

Eine Gesellschaft, ein Verein, was auch immer beschließt Regeln für alle Mitglieder die auch ihre Zustimmung geben, ab dem Zeitpunkt gelten diese Regeln dann auch für ALLE, da kann Sich Keiner ausnehmen. Will er das nicht muss er eben austreten das ist überall so.

Sind Teile dieser Verträge nicht, oder angenommen nicht rechtswirksam kann man klagen, aber das war's dann auch schon.

Anders wäre es nur, wenn der Geschäftsführer einer Gesellschaft von sich aus ohne Abstimmung eigene Regeln erstellt, doch wird der sich normalerweise hüten sowas im Alleingang einzuführen.
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