Umsatzrendite im Taxigewerbe / Mietwagengewerbe ...

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knundi
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Umsatzrendite im Taxigewerbe / Mietwagengewerbe ...

Beitrag von knundi » 23.02.2013, 10:28

Wir haben heute die Zahlen vom Jahresabschluss 2012 erhalten .

Wir haben 5 festangestellte Mitarbeiter ( pro Std 11.00 € ) und der Chef fährt pro Tag 2 - 3 Stunden . Arbeitszeit von 7.00 Uhr bis 16.00 - 8.00 Uhr .

Sonntag frei .

Wie hoch sollte mindesten die Umsatzrendite vor Steuern sein ?

mindesten 20 %

mindesten 30 %

mindesten 40 %

oder sind auch 50 % möglich .

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knundi
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Re: Umsatzrendite im Taxigewerbe / Mietwagengewerbe ...

Beitrag von knundi » 23.02.2013, 10:29

knundi hat geschrieben:Wir haben heute die Zahlen vom Jahresabschluss 2012 erhalten .

Wir haben 5 festangestellte Mitarbeiter ( pro Std 11.00 € ) und der Chef fährt pro Tag 2 - 3 Stunden . Arbeitszeit von 7.00 Uhr bis 16.00 - 18.00 Uhr .

Sonntag frei .

Wie hoch sollte mindesten die Umsatzrendite vor Steuern sein ?

mindesten 20 %

mindesten 30 %

mindesten 40 %

oder sind auch 50 % möglich .

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Umsatzrendite

Beitrag von Deichkind » 23.02.2013, 13:21

unter 10%.

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Beitrag von ChristianBuch » 23.02.2013, 13:45

11€ pro Stunde?
Wann kann ich bei euch anfangen?

Wo ist euer Betrieb angesiedelt, da würde sich sogar ein Umzug lohnen!

MfG Christian

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Thomas-Michael Blinten
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Beitrag von Thomas-Michael Blinten » 23.02.2013, 16:20

Habe ich schon vor einiger Zeit gefragt.....aber leider keine Antwort bekommen....... 8)
„Alle sind irre, aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht wird Philosoph genannt" (Ambrose Bierce)

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Beitrag von Lotterliese » 23.02.2013, 16:34

"Stutzig werden Finanzbehörden auch, wenn die Umsatzrendite von den Richtsätzen abweichen, die der Bund für das Taxi- und Mietwagengewerbe jährlich ansetzt. Aktuell gelten derzeit die Richtsätze aus dem Jahr 2003, wonach ein Taxiunternehmen, das bis zu 100.000 Euro Jahresumsatz macht, davon zwischen 19 und 58 Prozent als Gewinn ausweisen sollte. Bei Betrieben zwischen 100.000 und 200.000 Euro Umsatz sollte die Gewinnspanne zwischen 12 und 42 Prozent liegen. Ab einem wirtschaftlichen Umsatz über 200.000 Euro werden Gewinne zwischen 7 und 34 Prozent als plausibel betrachtet."

http://www.taxi-heute.de/Taxi-Branche/t ... hrlichkeit

Die aktuellen Richtsätze müsste dir dein Steuerberater sagen können.

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knundi
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Beitrag von knundi » 23.02.2013, 20:50

Thomas-Michael Blinten hat geschrieben:Habe ich schon vor einiger Zeit gefragt.....aber leider keine Antwort bekommen....... 8)
. Sorry , im Enzkreis - Pforzheim .

Wattwurm
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Re: Umsatzrendite im Taxigewerbe / Mietwagengewerbe ...

Beitrag von Wattwurm » 24.02.2013, 20:40

knundi hat geschrieben:Wir haben heute die Zahlen vom Jahresabschluss 2012 erhalten .

Wir haben 5 festangestellte Mitarbeiter ( pro Std 11.00 € ) und der Chef fährt pro Tag 2 - 3 Stunden . Arbeitszeit von 7.00 Uhr bis 16.00 - 8.00 Uhr .

Sonntag frei .

Wie hoch sollte mindesten die Umsatzrendite vor Steuern sein ?

mindesten 20 %

mindesten 30 %

mindesten 40 %

oder sind auch 50 % möglich .
Bei einem selbstfahrenden Einwagenunternehmer ohne Fahrpersonal sind 40-50% möglich! Du nennst außer den Lohnkosten von 11.- Euro/Std. keine weiteren Betriebskennziffern, so das es mir schwerfällt eine Prognose zu erstellen! Sind die Fahrzeuge alle finanziert und sind Raten abzustottern und die Schadensklasse in der Kfz-Versicherung im mittlerem Bereich, wird es wohl auf maximal 15-20 % hinauslaufen! Bei einem derart großzügigen Lohn ist nicht mehr drin! Eher weniger!

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Beitrag von Wattwurm » 24.02.2013, 20:49

Kleine Anmerkung nebenbei: Im Miet-oder Minicargewerbe sind Stundenlöhne eigentlich eher die Regel als die Ausnahme! Provisionslöhne sich dort relativ unüblich! Die sozialen Standards sind im Mietwagengewerbe um einiges besser als im Taxigewerbe! Das nur mal so am Rande! Um ein Minicar, mit Rückkehrpflicht, mit Fahrpersonal zu besetzen muß man schon etwas mehr bieten als das was im Taxigewerbe so usos ist, sonst findet man kein Personal dafür! Das ist auch mit ein Grund dafür, warum es im Minicargewerbe eine größere Fluktuation gibt. Der volle Mehrwertsteuersatz, die höheren Löhne und die Rückkehrpflicht zum Betriebssitz! Wer das 5 Jahre durchhält kann sich berechtigte Hoffnungen machen das auch noch länger durchzuhalten! Häufig werfen Mietwagenunternehmer nach 3-4 Jahren das Handtuch!

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Beitrag von am » 24.02.2013, 21:01

Wattwurm hat geschrieben:Kleine Anmerkung nebenbei: Im Miet-oder Minicargewerbe sind Stundenlöhne eigentlich eher die Regel als die Ausnahme! Provisionslöhne sich dort relativ unüblich! Die sozialen Standards sind im Mietwagengewerbe um einiges besser als im Taxigewerbe! Das nur mal so am Rande!
Das ist, bezogen auf taxiähnlich betriebene Mietwagenunternehmen absoluter Blödsinn und vollkommen falsch. Dort sind die Verhältnisse, bishin zu Vermietermodellen noch weitgehend haarsträubender als im Taxigewerbe.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

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Re: Umsatzrendite im Taxigewerbe / Mietwagengewerbe ...

Beitrag von knundi » 25.02.2013, 00:18

Wattwurm hat geschrieben:
knundi hat geschrieben:Wir haben heute die Zahlen vom Jahresabschluss 2012 erhalten .

Wir haben 5 festangestellte Mitarbeiter ( pro Std 11.00 € ) und der Chef fährt pro Tag 2 - 3 Stunden . Arbeitszeit von 7.00 Uhr bis 16.00 - 8.00 Uhr .

Sonntag frei .

Wie hoch sollte mindesten die Umsatzrendite vor Steuern sein ?

mindesten 20 %

mindesten 30 %

mindesten 40 %

oder sind auch 50 % möglich .
Bei einem selbstfahrenden Einwagenunternehmer ohne Fahrpersonal sind 40-50% möglich! Du nennst außer den Lohnkosten von 11.- Euro/Std. keine weiteren Betriebskennziffern, so das es mir schwerfällt eine Prognose zu erstellen! Sind die Fahrzeuge alle finanziert und sind Raten abzustottern und die Schadensklasse in der Kfz-Versicherung im mittlerem Bereich, wird es wohl auf maximal 15-20 % hinauslaufen! Bei einem derart großzügigen Lohn ist nicht mehr drin! Eher weniger!
6 Fahrzeuge ( VW Busse ) sind abgezahlt und 2 Caddys laufen noch 2 Jahre a 460 € . Das Taxi wird bei der geringen Nachfrage nur selten eingesetzt und die 5 - 6 Fahrzeuge werden nur auf Vorbestellung ( Mehrwertsteuerfreie Krankenfahrten ) täglich pro Fahrzeug 8 Stunden 100 % gebucht ( Rückkehrpflicht entfällt bei einer optimalen Vorbestellung ) .

Alle Fahrzeuge werden mit circa 1.000 € pro Fahrzeug nur KFZ Haftpflicht versichert .
In den letzten 8 Jahren hatten wir keinen einzigen KFZ Versicherungsschaden .

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Beitrag von Wattwurm » 25.02.2013, 07:54

Scheint ein Betrieb zu sein der sich gut auf dem Markt behaupten kann! Die meisten Fahrzeuge sind bezahlt, Versicherungsbeiträge niedrig, gute Auslastung, wenig Leerkilometer, Mehrwertsteuerbefreite Rollsthlfahrten: Daher...

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Beitrag von Wattwurm » 25.02.2013, 07:55

.....20% bis 25 % ....das Taxi würde ich spätestens zum 1.1.17 ( Fiskaltaxameter) vom Markt nehmen und dafür einen Mietwagen zusätzlich in Dienst stellen! Dem Mietwagengewerbe gehört die Zukunft, weil es noch nicht dermaßen überreguliert ist wie das Taxigewerbe! Das Taxigewerbe ist ein Auslaufmodell, weil es kaputt reguliert wird! Was war die Freigabe der Taxifarbe für ein Drama? Viele Taxler dachten das ist das Ende des christlichen Abendlandes, die Welt geht unter!

Als Mietwagenunternehmer kann ich also deutlich flexibler auf die sich ständig ändernden Marktanfordeungen und Bedürfnisse der Kundschaft reagieren! Die Fahrpreise bestimme ich als Unternehmer und kein amtlicher Tarif! Die Preise bilden sich auf dem Markt anhand von Angebot und Nachfrage und nicht in irgendeiner Amtsstube!

Im Taxigewerbe erkenne ich noch ein Stückchen real untergegangene DDR! Selbst der Gang auf´s Klo unterliegt einem Regularium! Wer in Bremen außerhalb der regulären Abführzeiten auf´s Klo ging wurde mit einer Funksperre belegt!

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Beitrag von knundi » 25.02.2013, 08:17

Wir sind 20 Jahre auf den Markt und haben uns auf Krankenfahrten ( Rollstuhl - Liegend - Tragestuhl ) spezializiert . Amgefangen haben wir mit Taxi - aber da sind Minicar 80 % auf den Markt und fahren sehr preiswert .

Nun wollen wir wieder mit 2 Taxis neue Kunden ansprechen .

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Beitrag von Wattwurm » 25.02.2013, 08:29

Paß mal auf:

Wenn Ihr die Taxen im Nahverkehr (ermäßigter Mwst.-Satz) einsetzt und die Mietwagen für Fahrten außerhalb des Nahbereiches ( volle Mwst.) dann ist das gut! Die Taxen für die innerstädtischen Kleckerfahrten und die Mietwagen für die fetten Landtouren, die ja von Haus aus dem vollen Mwst.-Satz unterliegen, egal ob Kurzstrecke oder Landtour! Das nenne ich mal ganz legale Steueroptimierung. Also klare Arbeitsteilung: Die Taxen kümmern sich um die innerstädtisch Kurzfahrten zum ermäßigten Steuersatz und die Mietwagen um die Auswärtsfahrten die sowohl vom Taxi als auch vom Mietwagen voll versteuert werden müssen.... :wink:

Hauke
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Beitrag von Hauke » 25.02.2013, 08:36

Wattwurm hat geschrieben: Im Taxigewerbe erkenne ich noch ein Stückchen real untergegangene DDR! Selbst der Gang auf´s Klo unterliegt einem Regularium! Wer in Bremen außerhalb der regulären Abführzeiten auf´s Klo ging wurde mit einer Funksperre belegt!
Erklärst du fairerweise auch wie es zu diesen Sanktionen kam oder willst du weiterhin nur dümmlich polemisieren?

Ich helf dir mal mit dem Stichwort "Rosinenpickerei" an der Poole Position durch WC Abmeldung.

Und da ich hier ganz nebenher auch noch einen Mietwagen betreibe, kann ich dir versichern das es im Mietwagenbetrieb ohne Zentralenzugehörigkeit sehr düster aussieht und das es dort nicht ohne sehr eng gesteckte Regularien geht.

Wattwurm
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Beitrag von Wattwurm » 25.02.2013, 08:39

Hauke hat geschrieben:..... das es im Mietwagenbetrieb ohne Zentralenzugehörigkeit sehr düster aussieht und das es dort nicht ohne sehr eng gesteckte Regularien geht.


....keinem Mietwagenunternehmer ist es expliziet verboten Mytaxi oder Taxi.de zu benutzen.....!


Es entzieht sich allerdings meiner Kenntniss ob Mytaxi und Taxi.de ausschl. Registrierungen von Taxiunternehmen akzeptieren oder ob sie auch bereit sind konzessionierte Mietwagen in das Geschäft mit einzubeziehen! Wenn diese beiden Appanbieter darauf verzichten, dann freiwillig als Zeichen des Goodwill gegenüber dem Taxigewerbe....! Verbieten kann man ihnen das wohl eher nicht!

Oha, jetzt muß ich wohl gleich jede Menge Prügel von einigen Besitzstandswahrern einstecken.... :lol:

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knundi
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Beitrag von knundi » 25.02.2013, 09:29

Wattwurm hat geschrieben:Paß mal auf:

Wenn Ihr die Taxen im Nahverkehr (ermäßigter Mwst.-Satz) einsetzt und die Mietwagen für Fahrten außerhalb des Nahbereiches ( volle Mwst.) dann ist das gut! Die Taxen für die innerstädtischen Kleckerfahrten und die Mietwagen für die fetten Landtouren, die ja von Haus aus dem vollen Mwst.-Satz unterliegen, egal ob Kurzstrecke oder Landtour! Das nenne ich mal ganz legale Steueroptimierung. Also klare Arbeitsteilung: Die Taxen kümmern sich um die innerstädtisch Kurzfahrten zum ermäßigten Steuersatz und die Mietwagen um die Auswärtsfahrten die sowohl vom Taxi als auch vom Mietwagen voll versteuert werden müssen.... :wink:

Ich würde jeden Taxiunternehmer empfehlen sich zusätzlich einen Mietwagen für Krankenfahrten ( Rollstuhlfahrten - Mehrwertsteuer befreit ) zuzulegen . Er wird überrascht sein , was für neue Möglichkeiten sich auftun . Ein gutes gebrauchtes Rolliauto ohne Mehrwertsteuer kaufen und probieren .
Wer sich heutzutage spezializiert hat bei der Personenbeföderung jeglicher Art eine finanzielle Zukunft , wenn auf den Markt genügend Rollifahrten vorhanden sind .

Schade , dass dieses Forum öffentlich ist und man weiss nicht , wer vom Mitbewerber mitliest . Dann würde meine Umsatzrendite und der Gewinn mit nur 6 Fahrzeugen sofort einige Taxi - Unternehmer wachrütteln .

Ich verstehe sehr wohl , wie schwierig es ist als reiner Taxiunternehmer zu überleben und vernünftiges Geld zu verdienen . Respekt vor diese kleinen Einzelunternehmer und Taxifirmen . Krankenfahrten ist die Zukunft

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Beitrag von reasoner » 25.02.2013, 10:09

Na gut, dass das jetzt alle wissen :wink: .
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf

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Beitrag von Hauke » 25.02.2013, 12:20

reasoner hat geschrieben:Na gut, dass das jetzt alle wissen :wink: .
Mit dem Wissen werden wir nun alle reich :lol:

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