IHK Taxiunternehmerprüfung üben ohne Kursus

Der Bereich für Fragen rund um das Taxigewerbe.

IHK Taxiunternehmerprüfung üben ohne Kursus

Beitragvon pekoll289 » 17.01.2011, 19:33

Hallo


Kennt jemand die Fragen und Antworten von verkehrsverlag-hema.de ?

Wenn man die aktuelle Ausgabe ordentlich büffelt, kann man
dann damit die Prüfung bestehen ?

Oder könnten ganz andere Fragen drankommen ?

Gruß Peter
pekoll289
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Beitragvon reasoner » 17.01.2011, 19:48

Ich kenne den Frage-Antwort-Katalog zwar nicht, bin aber der Auffassung, dass man die Sach- und Fachkundeprüfung ohne Schulung als Autodidakt schaffen kann.

Wichtige Voraussetzungen: Ordentliche Vorbereitung auf Art und Umfang der Prüfung -Dr. Goggle weiß allerhand-, Unterlagen besorgen, z.B. den von dir benannten Katalog, oder das hier: http://www.heinrich-vogel-shop.de/detail.php?id=357, und: dranbleiben. Wenn du gut lernen kannst, hast du den Stoff in 3 Monaten "gefressen".

Es kann auch nie schaden, seriöse (gibt es überhaupt andere?) Taxiunternehmer aus der Nachbarschaft zu besuchen, und sich umzuschauen.

Viel Erfolg.
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Beitragvon tuerelue » 18.01.2011, 21:38

Hallo Pekoll,

ich schließe mich meinem Vorredner Rea an bezügl. des von ihm genannten Buches.
Das habe ich innerhalb eines Monats durchgeackert und fast auswendig gelernt. Mit meiner mehr als 20jährigen Erfahrung als Fahrer und dem Wissen aus diesem Buch habe ich die schriftliche Prüfung bei der IHK so bestanden, dass ich nicht mehr mündlich geprüft wurde.

Das Buch aus dem Vogel Verlag ist ein Muss für den angehenden Unternehmer.
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Beitragvon scarda » 19.01.2011, 06:22

Bei meiner Prüfung - vormittags schriftlich, nachmittags mündlich - sagte der eine Prüfer in der mündlichen Prüfung zu mir - dabei guckte er über seine Brille schielend über sein Notizheftchen: Mit welchen Unterlagen haben Sie denn gelernt? Ich: Das von verschiedenen Seiten empfohlene Fachbuch, auch bei dem einen oder anderen Verband käuflich zu erwerben. Er: Wie alt war das denn?

Und dann folgten gezielt Fragen auf Lücken im vormittags gefundenen Nichtwissen. Das war mittelalterlich. Aber es hat ohne Kurs zum Bestehen gereicht. Nach der Prüfung interessiert es keinen mehr, wasde da mal nicht gewusst hast. Einen Versuch ist es alle mal wert. Einmal Gebühr versieben oder gleich vierstellig werden... Muss jeder wissen, wasser sich zutraut.
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Beitragvon Hauke » 26.04.2011, 11:37

Ich habe die Prüfung im März vor der IHK Stade abgelegt. Vorbereitet habe ich mich mit dem Fachbuch vom Verkehrsverlag Hema. Eigentlich sollte man das Wissen, welches abverlangt wird auch für das erfolgreiche Führen eines Betriebs intus haben.

Die Durchfallquote liegt hier in Norddeutschland bei über 50% Da sind Kandidaten bei, die können nicht mal aus 100€ die 7 oder 19% Umsatzsteuer errechnen, die sind fest der Meinung das da 7 bzw. 19 € Märchensteuer raus kommt. Die Fallbeispiele mit Fahrer und Fahrzeugkalkulation ging bei denen dann natürlich völlig in die Hose.

Alles kein Hexenwerk. Mit ein bisschen kaufmännischer Vorbildung ist das ganze in 4 Wochen locker erlernbar. Manch ein Unternehmer vertritt die Auffassung, das er ein Großteil des Stoff nie wieder braucht, da er ein Steuerberater hat. Für mich ist das zu einfach gedacht, ich will nachvollziehen können was mein Steuerberater in der Kalkulation schreibt und warum die Zahlen so ausfallen wie sie ausfallen.
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Beitragvon bonscott » 26.04.2011, 13:11

Die Prüfung ist auch ohne Kurs zu schaffen, die entsprechenden (aktuellen!) Fachbücher reichen aus. Ich hab zwar einen Kurs beim Verband mitgemacht, es lernt sich aber einfacher und die Motivation ist damit vielleicht größer.
Meine schriftliche Prüfung habe ich mit 98% richtig bestanden, es war schon vorher mein Ziel nicht zur mündlichen zu müssen. Habe aber auch wirklich anständig dafür gelernt und hatte gute Voraussetzungen durch vorhergehende Selbständigkeit. Den Kurs habe ich gleich nach dem P-Schein gemacht, ohne vorher gefahren zu sein. Ich wußte nicht mal, was ein Abschreiber ist. :D, man haben die beim Kurs gelacht.
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Re: IHK Taxiunternehmerprüfung üben ohne Kursus

Beitragvon Jeff69 » 03.04.2014, 12:05

reicht die Broschüre vom Vogel Verlag mit 100 Fragen/Antworten aus?
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Re: IHK Taxiunternehmerprüfung üben ohne Kursus

Beitragvon quattrozan » 06.12.2016, 12:29

Hi, auch wenn das Thema hier etwas älter ist, hoffe ich mal, dass vielleicht der Ein oder Andere noch kurzfristig einen Rat über hat!

Mir steht die mündliche Prüfung bevor, nachdem ich die notwendige Punktzahl in der schriftlichen nicht erreicht habe, um von dieser befreit zu werden.

Wirklich viele Beiträge (auch in diversen Foren) konnte ich leider zur Mündlichen selbst nicht finden - nur, dass bei einem Kollegen im mündlichen Teil verstärkt auf die Fragen eingegangen wurde, die im schriftlichen Teil nicht besonders stark / richtig waren.

Hat irgendjemand vielleicht genauere Einzelheiten, die man vorher wissen sollte?

Danke für alle Antworten im Voraus!
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Re: IHK Taxiunternehmerprüfung üben ohne Kursus

Beitragvon quattrozan » 08.12.2016, 16:26

Also hier mal ein ausführlicher Prüfungsbericht für alle, die irgendwann mal auf der Suche nach Antworten sind und nicht wissen, was auf sie in der Prüfung so ganz zukommen könnte :

Wie in den Orientierungsrahmen häufig erwähnt, besteht der schriftliche Teil ja aus 2 Teilen. Was ich unbedingt erwähnen muss, ist, dass die Prüfungsordnung Folgendes angibt :

Die schriftliche Prüfung besteht aus zwei Teilprüfungen, und zwar aus -schriftlichen Fragen (1. Teil), die Multiple-Choice-Fragen und offene Fragen mit direkter Antwort umfassen, und
- schriftlichen Übungen / Fallstudien (2. Teil), die verbundene offene Fragen mit direkter Antwort und Kalkulationsaufgaben umfassen.

Das stimmt so nicht ganz und wird bei vielen Verwunderung hervorrufen! :? Im zweiten schriftlichen Teil (der ja am gleichen Tag nach einer 15 minütigen Pause stattfindet) kamen bei uns in Kiel ebenfalls offene Fragen und Multiple-Choise Fragen vor! Es gab lediglich ein einzige Fallstudie, welche die Kalkulation einer Kostenrechnung von Taxiunternehmen darstellte (18,5 Punkte). Neben den Kosten, die man zu errechnen hatte, musste letzten Endes ein vorliegendes Angebot welches man bekam, als sinnvoll / positiv/negativ errechnet werden. Ich habe aus den Büchern des "Huss Verlages" gelernt (Autoren Unfug Gergin und Herwig Kollar, Auflage 2016) - das letzte Fallbeispiel aus dem Prüfungsvorbereitungsbuch kann als genau Aufgabenkopie gelernt werden.

Die mündliche Prüfung : Wir wurden je zu dritt gemeinsam geprüft. Jeder Prüfling bekam 13 Fragen, welche abwechselnd gestellt wurden und musste davon mindestens 6 komplett richtig beantworten. Für ganz richtige Antworten gab es 3 Punkte, für Antworten die so Lala gegeben wurden 1 Punkt und für falsche oder gar keine Antworten natürlich 0 Punkte. Die Prüfer hatten einen Fragenkatalog vor sich liegen, welchen sie quer Beet abgearbeitet haben. Nichts also mit "gezielte Fragen auf das, was in der schriftlichen Verhauen wurde". Die 13 Fragen waren im Grunde alle leicht zu beantworten, wenn man seine Hausaufgaben gemacht hatte.

Abschließend möchte ich etwas erwähnen: Ich will hier niemandem Angst machen oder die Hoffnung nehmen. Es geht lediglich darum, gut vorbereitet zu sein und die Situation klar im Auge zu behalten. Ich habe die gekaufte Lektüre praktisch in und auswendig gelernt und habe auch alles bestens verstanden. Bei der Prüfung jedoch (1 mal in der mündlichen - mehrfach in der schriftlichen) gab es Fragen, welche mir komplett fremd waren. Es waren Fragen, die quasi eher Allgemeinwissen betrafen, als dass sie aus der Lektüre herauszuerlernen waren.

In der Hoffnung, dass alle bestens vorbereitet in die Prüfung gehen und ich ein wenig Licht in Dunkle bringen konnte: Viel Erfolg!
quattrozan
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