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Kundenumfrage im Auftrag des BZP
Verfasst: 24.05.2012, 18:41
von reasoner
Die Kundenzufriedenheit in Deutschland mit der Dienstleistung Taxi: Überwiegend hohe Zufriedenheit, an vielen Ecken besteht aber auch noch Handlungsbedarf! 85% geben zur Zufriedenheit ein „Gut“ und „Sehr gut“ an, dennoch fehlt bei 40 Prozent der Taxifahrgäste das Vertrauen zum Taxifahrer!
... klick.
Verfasst: 24.05.2012, 20:14
von Schmidt-Taxi
Schöne Studie hin oder her, bei diesem Satz wird mal wieder die Doppelmoral sichtbar, die den Verband auszeichnet:
Als vertrauensbildende Maßnahmen setzt der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband auf höhere gesetzliche Qualifikations-Anforderungen an das Fahrpersonal („Kleine Sach- und Fachkunde“) sowie ein freiwilliges Berufsbild (Taxifahren als regulärer Ausbildungsberuf)
.
"Freiwilliges Berufsbild". Was für eine hohle Wortkunstruktion, um mal freundlich zu bleiben!
Ohne soziale gesicherte Mindeststandarts wird da in 100 Jahren nichts daraus.
Das würde nämlich die Verpflichtung beinhalten, diese zu schaffen und zwar verbindlich. In diesem Zusammenhang liest man in dem Text, der BZP hätte auch den Kontakt zu den Gewerkschaften gesucht - würde ihn suchen.
Etwa mit dem Ergebnis wie man ihn in dem bayerischen Tarifvertrag - an den sich niemand hält - ablesen kann?
Na, jedenfalls scheint es dem BZP wenigstens gut zu gehen, wenn er Geld für eine teure. überflüssige Studie hat.
Verfasst: 24.05.2012, 21:01
von Jochen Lembke
Ich glaub, wir hatten das schon, wir brauchen keine Studien, wir wissen genau wo die Schwachpunkte liegen, aber niemand will sie angehen, statt dessen ergeht sich der Verband in verschiebenden Aktivismus.
Verfasst: 24.05.2012, 21:09
von reasoner
Kennt ihr Pawlow?
Verfasst: 24.05.2012, 21:18
von Emilie
Alexander/ Bogomil/ Boris/ Daniel/Dmitri Grigorjewitsch/ Hans/Igor/ Igor Wladimirowitsch/ Iwan Petrowitsch/Nicki/ Pawel/ Walentin/ Wiktor/ Vladimir Nilaijewitsch?

Verfasst: 24.05.2012, 21:25
von Schmidt-Taxi
Nikita Nikolaus Brülljewitschkowatski
Verfasst: 24.05.2012, 21:46
von Wattwurm
Schmidt hat geschrieben:Ohne soziale gesicherte Mindeststandarts wird da in 100 Jahren nichts daraus.
25 Euro Netto Stundenlohn, 25 Wochen bezahlten Urlaub, Kündigungsfrist 25 Jahre, 25. Monatsgehalt, 25 Stunden-Woche, Lebensarbeitszeit maximal 25 Jahre, alle 25 Wochen eine neu E-Klasse, alle 2,5 Jahre eine Revolution! Alle 2,5 Tage Anspruch auf einen Blowjob durch den Unternehmer! Der BZP ist überflüssig und korrupt sowieso und die blöden Unternehmer sind dazu da um uns Taxifahrer verwöhnen und uns Puderzucker in die Puperze zu pusten! Schmidie ich bin stolz auf Dich mein Junge! Einer kometenhaften Karriere steht nichts mehr im Wege!
Aber bevor ich es vergesse: Hast Du nur diese eine einzige Schallpllatte in Deiner Sammlung?
Verfasst: 24.05.2012, 21:46
von Emilie
Aha
neee, den kenn ich nich!
Aber kennst du Dimtrij Wasiljewitsch Borsaljankewitsch Troisakowskij?

Verfasst: 24.05.2012, 23:09
von arne13
reasoner hat geschrieben:Kennt ihr Pawlow?
Nene, da muss unser Chefvolkswirt, Rechtsgelehrter und Oberstratege ran. Die Pyramide ist mir zu hoch!
Gruß
Arne
P.S.
Ich durfte ja noch nicht wirklich daraus zitieren, die 8% bei teuer sind aber interessant niedrig (Mehrfachnennungen möglich). Das musste jetzt sein!
Verfasst: 24.05.2012, 23:10
von taxirock
reasoner hat geschrieben:Kennt ihr Pawlow?
LOL...:
reasoner.....12 points.

Verfasst: 24.05.2012, 23:47
von Otto126
Scho' recht, Reasoner, aber so ganz unrecht hat der Schmidt ja nicht.
Man wird ja manchmal gefragt, und die meisten Fahrgäste fallen vom Hocker, wenn sie erfahren, wie viele Stunden man für so wenig Geld auf dem Bock hocken kann.
Dass der Fahrer das A und O der Dienstleistung ausmacht, lässt sich auch an den am häufigsten als positiv genannten Punkten festmachen: so erinnerten sich 48 % der Fahrgäste an einen freundlichen oder angenehmen Fahrer, 27 % lobten besonders die Höflichkeit und Hilfsbereitschaft und für 18 % stand die schnelle Routenwahl im Vordergrund ihrer positiven Bewertung. Lediglich 11 % hoben dagegen ein besonders schönes oder sauberes Auto als ihr Highlight von der Taxifahrt hervor.
(...)
http://www.bzp.org/Content/INFORMATION/ ... mfrage.php
LOL...
Verfasst: 25.05.2012, 05:57
von Jochen Lembke
So originell ist das auch nicht mit dem Pawlow, Taxirock, eine typische kleine sarkastische Anspielung a la Rea, wie man sie von ihm kennt, ein Stilmittel, was man nicht zu häufig gebrauchen sollte, ohnehin.
In jedem Fall, beide Seiten fangen an mit Sabbern, wenn die Glocke klingelt!
Wann bezahlt der Verband mal eine Studie über sich selber?
Etwa, wie hoch ist unsere durchschnittliche Sitzhöhe beim Sesselpupen? LOL, Taxirock? Haha.
Verfasst: 25.05.2012, 07:15
von Wattwurm
Jochen Lembke hat geschrieben:So originell ist das auch nicht mit dem Pawlow, Taxirock, eine typische kleine sarkastische Anspielung a la Rea, wie man sie von ihm kennt, ein Stilmittel, was man nicht zu häufig gebrauchen sollte, ohnehin.
Und wahrlich man kann ihm das nicht übel nehmen...
http://youtu.be/qIXFl8Oqqxo
Verfasst: 25.05.2012, 10:47
von oldstrolch
Otto126 hat geschrieben:
Man wird ja manchmal gefragt, und die meisten Fahrgäste fallen vom Hocker, wenn sie erfahren, wie viele Stunden man für so wenig Geld auf dem Bock hocken kann.
dann klettern sie wieder auf das hohe ross und meckern am ende über
den fahrpreis und geben centstücke als trinkgeld!glaubst du etwa das
verlogene gelaber dieser fahrgäste????

Verfasst: 25.05.2012, 12:22
von reasoner
Ein anständiger Bundesverband macht anständige Arbeit für eine anständige Branche. So viel zur Theorie, jeder kann für sich entscheiden, in welchem Teil des Satzes die Anständigkeit am weitesten fortgeschritten ist.
Originäre Arbeit eines Arbeitgeberverbandes im Dienstleistungssektor ist das Monitoring, um seine Mitgliedsbetriebe entsprechend unterrichten zu können. Das kann man nur böswilligerweise aufrechnen mit anderen Aktivitäten. Die bisher nicht erfolgte Umsetzung der Forderung nach einer kleinen Sach- und Fachkunde und einem freiwilligen Berufsbild 'Fachkraft als Taxifahrer' liegt in der Verantwortung der Politik und ihrem nicht vorhandenem politischen Willen. Hilfreich wäre eine Unterstützung dieser Forderungen von allen Seiten, und kein reflexartiges auf-den-Rücken-Werfen.
Die Studie räumt auch mit einem anderem Vorurteil auf: „Das gerne verwendete Klischee vom radebrechenden und planlos in der Großstadt umherirrenden Taxifahrer hat die Umfrage eindeutig widerlegt“, heißt es von Seiten des BZP. „Nur jeweils ein Prozent der Befragten gab an, dass der Fahrer unzureichend Deutsch sprach oder aber über ungenügende Ortskenntnisse verfügte.“
Soviel zu den Kundenwünschen und soviel zu brancheninternen Querelen, die hochkommen. Und soviel auch zu meiner eigenen Erfahrung als Taxikunde in einer Großstadt, die sich mit der Kundenumfrage deckt.
http://www.taxi-heute.de/Taxi-News/News ... eutschland
Verfasst: 25.05.2012, 12:33
von Otto126
oldstrolch hat geschrieben:Otto126 hat geschrieben:
Man wird ja manchmal gefragt, und die meisten Fahrgäste fallen vom Hocker, wenn sie erfahren, wie viele Stunden man für so wenig Geld auf dem Bock hocken kann.
dann klettern sie wieder auf das hohe ross und meckern am ende über
den fahrpreis und geben centstücke als trinkgeld!glaubst du etwa das
verlogene gelaber dieser fahrgäste????

10-13% Tip sind bei mir einfach normal, und die Meckerei über den Fahrpreis - also ich bin häufiger gefragt worden, wann wir denn erhöhen, wie die Unternehmer das überhaupt noch schaffen bei den explodierenden Kraftstoffkosten, lange bevor die aktuelle Erhöhung beantragt worden ist.
Grundsätzlich gehe ich nicht davon aus, dass meine Fahrgäste "verlogen labern", ich habe in mehr als 90% der Fälle freundliche und zufriedene Kunden an Bord, lerne interessante Menschen kennen, führe gute Gespräche - die Disco-Kids nachts dürfen sogar am Radio rumspielen, wenn sie meine Musik nicht mögen.
nur für Oldstrolch.
http://youtu.be/ji0rx52MscU
Verfasst: 25.05.2012, 14:34
von Emilie
Gut das du das mit Passwort geschützt hast, dann kann da auch nur Strolchi reingucken...

Verfasst: 26.05.2012, 15:06
von Jochen Lembke
reasoner hat geschrieben: Die Studie räumt auch mit einem anderem Vorurteil auf: „Das gerne verwendete Klischee vom radebrechenden und planlos in der Großstadt umherirrenden Taxifahrer hat die Umfrage eindeutig widerlegt“,
Get real, Rea. Derjenige, der die Studie bezahlt, kauft gleich das gewünschte Ergebnis mit, das war schon immer so. Mir hat erst heute einer erzählt, in Stuttgart gäbe es höchstens noch 10% deutsche Fahrer und kaum jemand würde deutsch sprechen oder sich auskennen. Die Firmen sind zu großem Teil bereits in türkischer Hand und die stellen ein wer fließend Türkisch spricht.
Selbst wenn das übertrieben wäre - wir brauchen keine kleine Sach- und Fachkunde und geschönte Umfragen sowieso nicht! Die Probleme sind immer die gleichen, fehlende Deutsch-, Ortskenntnisse und Manieren.
Manieren und Eignung für den Job kann man schwer prüfen, was wir
per Minimax und sofort brauchen ist ein Eingangstest der Zentralen in Deutsch und Ortskenntnis. In Brighton gibt es Sprachtest und die relativ schwerste Ortskunde der Welt, trotzdem prüft Streamline Taxis, die Firma bei der ich fuhr, jetzt inzwischen die Leute nach, in Sprache und Ortskunde.
Das sollte jede Zentrale in D., die auf gutes Personal Wert legt
jetzt und sofort auch einführen.
Verfasst: 26.05.2012, 21:13
von Wattwurm
Jochen Lembke hat geschrieben: Mir hat erst heute einer erzählt, in Stuttgart gäbe es höchstens noch 10% deutsche Fahrer..... und kaum jemand würde deutsch sprechen oder sich auskennen.
Mir hat erst heute einer erzählt das Tor von Wembley zum 3:2 für England war doch nicht drin...! Mir ist ein Taxifahrer mit Migrationshintergrund der Taxi fährt und Steuern und Sozialbeiträge bezahlt deutlich lieber als ein Urdeutscher der sich in die soziale Hängematte legt, jeden besoffen ist und von Stütze lebt!
Und zu Neumünster kann ich sagen, das eigentlich alle meiner ausländischen Kollegen ein recht gutes Deutsch sprechen. Nicht ganz akenztfrei aber gut verständlich. Verständlicher jedenfalls als schwyzerdütsch oder sächsisch! Ein Türke aus Neumünster sagt Viertelvorzwölf und nicht Viertelzwölfe. Viertelzwölfe ist für mich Kisuaheli! Da kann ich gar nix mit anfangen auch nach mehr als 20 Jahren Einheit weiß ich noch nicht, ob der Zoni damit viertelnach oder viertelvor meint!
Verfasst: 26.05.2012, 21:32
von deniro
Wattwurm hat geschrieben:Ein Türke aus Neumünster sagt Viertelvorzwölf und nicht Viertelzwölfe. Viertelzwölfe ist für mich Kisuaheli! Da kann ich gar nix mit anfangen auch nach mehr als 20 Jahren Einheit weiß ich noch nicht, ob der Zoni damit viertelnach oder viertelvor meint!
Ich bin in zweiter Generation Nachfahre bayerischer Einwanderer. Ich übersetze: Viertelzwölf bedeutet
Viertel nach Elf.
