miamivice hat geschrieben: ↑04.07.2021, 19:33
Es steht der Verdacht im Raum, daß es sich beim Text des TAXI-MAGAZIN.DE um Petzen, Kleinlichkeiten und Themaverfehlung handelt. Es erschließt sich im Text nicht wirklich um was es überhaupt geht zumal ohne erklärende Bilder gearbeitet wird.
Dass sich Dir das Thema nicht erschließt, liegt möglicherweise auch daran, dass Du als Lohnempfänger für die Geschäftsführung nicht den Kopf hinhalten musst. Und für erklärende Bildchen eignet sich das Thema nicht.
Es geht nicht um Kleinigkeiten und Petzen, sondern darum, dass die fiskalischen Anforderungen an uns Kleinunternehmer immer weiter auf die Spitze getrieben werden, so dass auch Unternehmer, die sich bemühen alles richtig zu machen, schnell den Überblick verlieren können. Und insbesondere darum, dass eine Firma, die seit Jahren hervorragend mit Dienstleistungen für das Taxigewerbe verdient, möglicherweise wissentlich ihre Kunden in Gefahr bringt und irreführende Aussagen verbreitet. Das behauptet jemand, der sich gut mit der Materie auskennt und das sollte man zumindest aufmerksam beobachten.
Meine Kritik an der Insika Fixierung ist keine Kritik an der grundsätzlichen Intention der Hamburger Genehmigungsbehörde, für gewerbeinterne Chancengleichheit zu sorgen, sondern lediglich an der Ausführung. Aber während Insika nirgends gesetzlich gefordert und zertifiziert wurde und letztlich vorhersehbar zum Nachteil der Kollegen, die das System teuer bezahlt haben, gescheitert ist, ist die TSE-Pflicht ein aktuelles Gesetz. Es geht nicht darum, das gut oder schlecht zu finden, sondern darum, dass es einem um die Ohren fliegen kann, wenn man es aus Unwissenheit nicht beachtet.
Ich finde die Gefahr durchaus realistisch, dass man seit spätestens dem 01.04.2021 durch die Herausgabe von maschinellen Quittungen unter die KassenSichV fallen könnte und damit dem Steuerprüfer Anlass zu allerlei Gemeinheiten bieten würde, wenn diese nicht rechtskonform sind. Das möchte man eigentlich vermeiden und kann das auch derzeit noch, indem man die Finger von Quittungsdruckern ohne TSE bei Barzahlungen lässt. Es wäre meiner Meinung nach die Pflicht einer Firma, die sich als Marktführer bezeichnet, auf die Gefahren hinzuweisen, anstatt auf der Website von „Tüv-geprüften“ rechtssicheren Kassensystemen zu sprechen und nach etwas Druck so zu tun, als hätte man nie so etwas behauptet. Spätestens an dieser Stelle hätten die Kunden (und damit das Gewerbe) aufgeklärt werden müssen, denn rechtssichere Kassensysteme ohne TSE gibt es seit 2020 nicht mehr. Dass das so beworbene Produkt möglicherweise nicht mit den schlichten Quittungsdruckern identisch ist, spielt dabei keine Rolle.
Die Kassen/Taxameter-Thematik wird mit Sicherheit zukünftig auch für Kleinkrauter wie mich nicht einfacher. Es ist nicht besonders klug, Leute die auf drohende Probleme hinweisen für deren Verursacher zu halten.