Free Now - die Maske ist gefallen

Neuigkeiten aus dem Taxigewerbe.
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IK
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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von IK » 22.09.2019, 22:17

Was VW und Daimler machen, wollen die anderen Autohersteller auch ...

Volker-Hamburg
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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von Volker-Hamburg » 23.09.2019, 00:50

sivas hat geschrieben:Bei der heutigen Not der Kommunen, den Verkehrskollaps zu verhindern ... lassen sich sogar Seilbahnen verkaufen :lol:
Der Verkehrskollaps wird hier zwar stillschweigend aber eher aktiv vorangetrieben.
Hat mir Thomas Ebermann schon vor langer Zeit als Ziel der Grünen/GAL erklärt.
Übrigens auch ein Grund warum es preislich nicht unter Taxi geht (Gestehungskosten...)

In HH hatten und haben wir keine marktregulierenden Konzessionsbeschränkungen... Jede/r kann wenn gewollt und plausibel.


IK hat geschrieben: In HH gibt es keinen Verkehrskollaps. Der Weg zum Flieger aus der Innenstadt dauert genauso lange, wie 1995, als ich mit dem Taxifahren angefangen habe. Allerdings damals behaupteten die hartgesottenen Nachtfahrer, dass man in HH tagsüber durch die Stadt gar nicht durchkommt, weil es so viel Verkehr gibt ...
Doch gibt es, und das war sogar schon in den 80ern so.. :wink:



master hat geschrieben:Hallo Kollegen,

nur so ein Denkanstoss, wir Unternehmer haben doch auch Stellschrauben wie wir hart zurück schlagen können, da Daimler(FN), VW(MOIA) unsere Feinde sind,
warum kaufen wir noch von den ihre Autos wir können doch auf andere Auto Marken wie z.b. Volvo,Toyota das würde sie hart treffen und das wäre die beste Antwort.
was meint ihr denn dazu?
Die sind doch beide mit Uber verbandelt.. und hart treffen - wohl auch kaum...
Alle Infos hier: http://www.dieklage.de/

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Thomas-Michael Blinten
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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von Thomas-Michael Blinten » 23.09.2019, 02:44

master hat geschrieben:...auf andere Auto Marken wie z.b. Volvo,Toyota das würde sie hart treffen und das wäre die beste Antwort...
Nun ja, Volvo zum Beispiel gehört dem Geely Konzern dessen Gründer und Vorstandsvorsitzender Li Shufu größter Einzelaktionär der Daimler AG ist...erster Biss der Katze in den Schwanz.
Toyota ist eng mit Uber vebandelt...noch ein Biss in den Schwanz....und ob Renault, Peugeot, VW oder andere Hersteller, sie alle wollen oder haben ihren Anteil an den Mobilitätsplattformen....das ist ein sehr stumpfes Schwert...
„Alle sind irre, aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht wird Philosoph genannt" (Ambrose Bierce)

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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von E. G. Engel » 23.09.2019, 09:43

Nur Mal am Rande. Ein großer Teil der Hamburger Stauzahlen entstehen durch Elbtunnel/A7. Dies sind überwiegend Verkehre die mit Hamburg direkt nichts zu tun haben. Wer in Hamburg über Stau jammert, ja den gibt es schon, soll Mal in den Pott, Stuttgart, Köln, München oder anderswo gehen und berichten.

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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von sivas » 23.09.2019, 09:52

Genau ! Solange im Auto nicht übernachtet werden muss, gibt es keinen nennenswerten Stau.

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IK
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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von IK » 23.09.2019, 13:05

E. G. Engel hat geschrieben:Nur Mal am Rande. Ein großer Teil der Hamburger Stauzahlen entstehen durch Elbtunnel/A7. Dies sind überwiegend Verkehre die mit Hamburg direkt nichts zu tun haben. Wer in Hamburg über Stau jammert, ja den gibt es schon, soll Mal in den Pott, Stuttgart, Köln, München oder anderswo gehen und berichten.
Die Deckelung der A7 sowie Bussbeschleunigungausbau haben als die außerordentlichen Maßnahmen wesentlich zum Stau der letzen drei bis vier Jahre beigetragen. Ich erinnere gerne an den Ausbau der Buslinie 5. Dazu ein weiterer Beispiel: Der Umbau der Kreuzung Kieler Straße / Volksparkstrasse hat fast ein Jahr gedauert und die Kieler Straße war sehr lange Zeit einspurig.

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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von gringo » 23.09.2019, 19:44

E. G. Engel hat geschrieben:... Ein großer Teil der Hamburger Stauzahlen entstehen durch Elbtunnel/A7. Dies sind überwiegend Verkehre die mit Hamburg direkt nichts zu tun haben .... .
Eine sehr skurrile Sichtweise. Jedes Auto (egal woher und wohin) das auf Hamburgs Straßen rollt ist Tatsache und somit Teil des Verkehrs . Punkt.
StGB §328 Abs 2.3 Mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.

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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von C.L. » 23.09.2019, 22:05

Guten Abend,
Freenow ist mir nicht erst seit der Ankündigung der Mietwagenflotte relativ egal. Das Prinzip Zuckerbrot und Peitsche (Goldstatus / Priostatus und ähnlicher Quatsch) hat mich nicht nachhaltig disziplinieren können. Dazu kam ein hoher Anteil von unlukrativen Kurztouren und eine Klientel, die man wohl Generation Z nennt, und mit der ich wirklich nichts anfangen kann.

Die Zusammenarbeit mit neuen Mobilitätsanbietern (Mytaxi) haben in Hamburg ca.60% aller Taxen dankend angenommen, es ist aber kein gutes Gefühl wenn man nun zum Dank einen Arschtritt bekommt. Mit Erschrecken stelle ich fest, daß offenbar ganz viele Kollegen gar nicht geblickt haben, wohin die Reise gehen soll. Jeden, der noch mit Freenow Türwerbung rumfährt, attestiere ich eine Vogel Strauss Mentalität.

Allerdings tut sich bei meinen Freunden vom Hansafunk auch gar nichts. Dort meint man wohl die Kollegen kommen 2020 in Scharen und betteln um eine Aufnahme bei Taxihamburg, Autoruf, oder Das Taxi. Ist ja jetzt alles Hansaland :)

Beim Thema Tarif und Dumping geht mir die Hutschnur hoch. Billiger als Taxi geht nur, wenn Großkonzerne quersubventionieren. Und das tun sie offenbar panisch und planlos, weil Klimadebatten und Dieselskandale dem Neuwagengeschäft schwer geschadet haben. Die Taxitarife sind angemessen bis preiswert, unser Problem sind die vielen, und zum Teil viel zu hohen, Kosten. Was bleibt denn Netto zum Konsumieren übrig? 30-35% vom Umsatz!!! Damit sind wir auch ohne 25% Vermittlungsgebühr und 19% Mwst. ala´ Mietwagen bereits jetzt Hungerleider.

Das Preisdumping von VW, Clevershuttle und Freenow ist eine Wette auf die Zukunft. Kommt das autonome Fahren lassen sich ohne Personalkosten bei niedrigen Fahrpreisen Gewinne generieren. In zwanzig Jahren könnte es soweit sein :D

Grüße C.L.
same shit - different day

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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von Mamil » 24.09.2019, 06:46

Das UBER/FN Modell sitzt in den USA in der Falle. Wenn die Fahrer als Angestellte klassifiziert werden, dann explodieren die Kosten. Beharrt UBER auf der Behauptung, Fahrer seien unabhängige Vertragspartner, dann handelt es sich beim Surge-Pricing um eine Preisabsprache zwischen UBER und seinen Vertragspartnern, die gegen das Kartellrecht verstößt.

Ein Artikel dazu, der nebenbei beleuchtet, weshalb Fahrer mehr Kontrolle hätten, wenn sie selbst die Preishoheit bekommen würden.

https://www.vice.com/en_ca/article/d3ad ... is-illegal

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miamivice
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Beitrag von miamivice » 25.09.2019, 08:38

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Alles was du wissen über unser Ride Angebot wissen musst, kannst
du hier nachlesen.

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Dein Team von FREE NOW

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**Du kannst Ride nur mit einer privaten Zahlungsmethode nutzen. Eine Buchung mit dem FREE NOW Business Account
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Große Elbstraße 273, 22767 Hamburg, Deutschland, HRB-Nr.: 110377
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Es handelt sich nicht um ein Mietfahrzeug, sondern um ein Discounttaxi. Es handelt sich nicht um einen Ride, sondern um eine Taxifahrt. Discounttaxis erhöhen die Anzahl der Leerkilometer, da die Anfahrten zu den Kunden weiter werden. Discounttaxis stehlen die Aufträge von regulären Taxis, welche dadurch in ihrer Funktionsfähigkeit (ökonomisch, ökologisch, technisch) beeinträchtigt werden. Discounttaxis stellen einen Angriff auf die Daseinsvorsorge dar. Bei FREE NOW dürfte es sich um einen Mix aus unlauterem Wettbewerb, organisierter Kriminalität, Betrug, Veruntreuung handeln. FREE NOW weitet die organisierte Kriminalität von UBER aus, indem FREE NOW UBER kopiert, wobei FREE NOW sich als noch hinterhältiger und widerwärtiger als UBER darstellt. FREE NOW ist als (parasitäre) virtuelle Taxizentrale eingeführt, veruntreut nun über seine App-Discounttaxifunktion Bestellaufträge, welche dem offiziellen Taxigewerbe zustehen. Organisierte Kriminalität (FREE NOW) macht organisierter Kriminalität (UBER) Konkurrenz. Das ist keine freie Marktwirtschaft. Der ausbildungsbedingt seiner Intuition nachhaltig beraubte deutsche Jurist ("zwei Juristen, drei Meinungen") scheint unfähig die beiden Wirtschaftsparasiten UBER und FREE NOW zu stoppen.

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sivas
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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von sivas » 25.09.2019, 11:23

Nicht nur bei Uber und FreeNow muss ich an organisierte Kriminaliät denken ... ein Jeder findet halt seinen Meister.

Mamil
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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von Mamil » 25.09.2019, 15:58

Ich hatte mich in einem Beitrag zur "Preishoheit" des einzelnen Unternehmers geäußert. Das habe ich ziemlich "verkürzt" dargestellt, was zu Missverständnissen führen könnte. Deshalb will ich nochmal nachhaken und gleichzeitig in die Runde fragen.

UBER (stellvertretend für alle Mobilitätsplattformen) kann im Zweifel auf alles verzichten, nur nicht auf die Preissetzungskompetenz. Dieses Instrument ist für das Geschäftsmodell unabdingbar. Dass das so ist, kann man am Beispiel Österreichs sehen.

UBER und FN sind Plattformen mit zweiseitigen Märkten. Sie kaufen auf der B2B-Seite Dienstleistungen an und verkaufen sie auf der B2C-Seite an Endkunden. "Taxi" ist nur deshalb uninteressant, weil die Tarifpflicht Plattformen eine Schranke nach unten für den Preis des Enkunden setzt. Um Netzwerkeffekte zu erzeugen, müssen Plattformen so viele Endkunden, wie nur möglich, an die Plattform binden. Auf Plattformen, die Waren und Dienstleistungen anbieten, geht das nur über einen unschlagbar niedrigen Preis. Das ist der Grund, weshalb alle bei Amazon bestellen. Weil aber alle bei Amazon bestellen, müssen auch alle auf Amazon verkaufen. Da wollen alle Mobilitätsplattformen hin.

Die Mobilitätsplattformen/Vermittler sollen als eigene Kategorie in das PBefG aufgenommen werden. Dafür werden sie sich Pflichten unterwerfen müssen. Wer sich jedoch Pflichten unterwirft, der darf auch Rechte einfordern. Quizfrage: Welches Recht wird das sein?

Auch wenn es sinnlos erscheint, Taxipreise zu drücken, weil nun mal Kosten entstehen, die man nicht mehr drücken kann, wird es immer Unternehmer geben, die dabei mitmachen.

Um also keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich halte das bestehende PBefG für die beste Lösung, wenn man es konsequent durchsetzen würde. Scheuer wird jedoch irgendetwas ändern müssen, sonst macht er sich lächerlich. Der Weg für die Mobilitätsplattformen geht entweder über die Aufhebung der Rückkehrpflicht für Mietwagen oder der Tarifpflicht für Taxen. Beides führt sie zum Ziel. Meine Vermutung ist, dass ein vermeintlicher Kompromiss ausgehandelt wird, bei dem man "Taxi" die Rückkehrpflicht "schenkt" und dafür die Tarifpflicht aufhebt. Wenn FN dabei Erfolg hat, dann wird es den lange propagierten Preiskorridor geben. Damit komme ich zu dem Punkt, um den es mir bei der "Preishoheit des Unternehmers" geht.

Wie wollen UBER und FN verhindern, dass Unternehmer innerhalb des Korridors, Fahrten zu einem Preis anbieten, der z.B. so hoch ist, wie der FN-Preis abzüglich der Vermittlerprovision oder genau so hoch nur ohne Provision? Klar, kann man vertragliche Regelungen vereinbaren, aber die Einhaltung und Kontrolle sind realistisch nicht durchzusetzen. Ich weiß zwar nicht wie, aber ich könnte mir vorstellen, dass FN darauf drängt, das irgendwie bereits im Gesetz zu verhindern. Der wissenschaftliche Beirat des BMVI hatte das mit der Preissetzungskompetenz der Vermittler in seinem Gutachten schon angedeutet. Dabei hat er auch erwähnt, dass die Preise an Taxenständen von "Betreibern" festgesetzt werden sollten. Ob diese "Betreiber" staatlich sind, hat man dabei offen gelassen.

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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von pauline » 25.09.2019, 20:00

Wäre ich Berliner Taxifahrer würde ich folgendes machen :
Einen FN am einen Ende der Stadt bestellen und ans andere Ende fahren. Dann von dort wieder zurück. Mit demselben Wagen oder einem anderen. Vielleicht auch kreuz und quer im inneren Bereich der Stadt. Dann sind die 5.000 Fahrten schnell weg gegurkt. Wenn man dafür 500 Kollegen einsetzt, sollte das an einem Tag gelingen.

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Beitrag von miamivice » 25.09.2019, 22:25

pauline hat geschrieben:Wäre ich Berliner Taxifahrer würde ich folgendes machen :
Einen FN am einen Ende der Stadt bestellen und ans andere Ende fahren. Dann von dort wieder zurück. Mit demselben Wagen oder einem anderen. Vielleicht auch kreuz und quer im inneren Bereich der Stadt. Dann sind die 5.000 Fahrten schnell weg gegurkt. Wenn man dafür 500 Kollegen einsetzt, sollte das an einem Tag gelingen.
Mir ist ein Übertragungsfehler unterlaufen. Es handelt sich um 15.000 Fahrten.
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Zuletzt geändert von miamivice am 25.09.2019, 22:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von E. G. Engel » 26.09.2019, 09:10

@ sivas

In wenigen Worten viel viel Wahrheit.

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Beitrag von sivas » 26.09.2019, 09:38

Danke !

Campo
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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von Campo » 28.09.2019, 10:09

Free Now warnt vor Verwässerung der geplanten Taxi-Reform
Berlin (dpa) - Der Fahrtenvermittler Free Now hat vor einer Verwässerung der geplanten Reform des Taxi-Marktes gewarnt. "Es wäre ein fatales Zeichen der deutschen Politik, die Reform klein zu halten und damit Innovationen zu verhindern", sagte Deutschland-Chef Alexander Mönch der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wünschen uns eine mutige und echte Reform, die der rasanten Digitalisierung der Mobilität Rechnung trägt."

Free Now sei für einheitliche Rahmenbedingungen zwischen Taxi, Mietwagen und Pooling-Diensten. "Jeder Versuch, Unterschiede bei Lizenzen, Tarifen oder Privilegien zu schaffen oder diese beizubehalten, führt nur zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen, Spannungen zwischen den Fahrern und Unternehmern sowie unklaren Tarifstrukturen für Fahrgäste", sagte Mönch.

Bei der geplanten Reform geht es im Kern um die Frage, ob Mietwagenfirmen mit Fahrern nach jeder Fahrt an den Betriebssitz zurückkehren müssen und anders als Taxis nicht auf der Straße auf Kunden warten dürfen. Der Taxi- und Mietwagenverband hatte eindringlich davor gewarnt, diese Rückkehrpflicht abzuschaffen. "Ohne Rückkehrpflicht ist das Taxi-Gewerbe tot", hatte Verbandschef Michael Müller der dpa gesagt.

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte im Februar Eckpunkte für eine Reform des Personenbeförderungsgesetzes vorgelegt. Darin stand, dass die Rückkehrpflicht für Mietwagenfirmen mit Fahrern abgeschafft werden soll. In einem nun vorliegenden Thesenpapier des Ministeriums ist von drei Optionen die Rede - die erste besagt, dass die Rückkehrpflicht für auftragslose Mietwagen erhalten bleibe. Alternativ heißt es, die Kommunen könnten Ausnahmen zulassen.
Ein Uber-Sprecher hatte zur Rückkehrpflicht gesagt: "Autos zu zwingen, immer leer durch die Stadt zum Betriebshof zurückfahren zu müssen, ist in Zeiten der Debatte über mehr Klimaschutz absurd." Außerdem sei die Vermittlung nicht nur in Innenstädten, sondern auch sehr stark in Außenbezirken und Vororten nachgefragt.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... 8-99-70589

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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von IK » 28.09.2019, 22:17

Offenbar wurde Free Now auch vom letzten guten Geist verlassen ...

Ich muss gestehen, ich habe geglaubt, der Rest des Verstandes wird sich noch durchsetzten. Aber wenn ich die Aussagen von Mönch lese, erkenn ich nur Totalversagen.

Dass man der Illegalität ein Platform gebaut hat, ist einfach nur noch crazy ...
Zuletzt geändert von IK am 28.09.2019, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.

Mamil
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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von Mamil » 28.09.2019, 23:21

@Campo

Bevor am 28.09.2019 die dpa-Meldung rausging, hatte sich Alexander Mönch im Kölner Stadtanzeiger vier Tage zuvor noch etwas genauer dazu geäußert.

https://www.presseportal.de/pm/66749/4384395

Zitat: "Dazu gehöre auch eine Flexibilisierung der Preise, so Mönch: 'Dabei soll es weiterhin eine Tarifpflicht geben, allerdings mit einem Preiskorridor, der eine Unter- und eine Obergrenze hat und dabei den Mindestlohn für alle Fahrer sichert', sagte der Manager."

Wie genau der zu unterschiedlichen Zeitpunkten jeweils geltende Tarif ermittelt wird, sagt Mönch nicht. Wird er über eine App abgerechnet, oder über Taxameter? Wenn über Taxameter (z.B. mehrere einprogrammierte Tarife), wer bestimmt, wann welche Tarifstufe gilt bzw. gelten darf? Richtet sich das nach Angebot und Nachfrage? Wenn ja, wer ermittelt das? Wenn das über App ermittelt wird, muss dann auch jeder Taxifahrer am Taxenstand, die App (welche auch immer) haben, um Fahrgäste befördern zu dürfen? Oder gibt es an Taxenständen eine Art "Infotafel", die mit den jeweils aktuellen Tarifen gespeist wird? Wenn ja, wer speist sie? Ist die Untergrenze so zu verstehen, dass dann noch die FN-Provision abgezogen werden darf? Wenn ja, werden von dem Preis an der Untergrenze 25% oder 7% abgezogen? Oder ist die Untergrenze so definiert, dass nach Abzug der Provision noch genug für den Mindestlohn übrig bleibt? Bleibt die Ausgestaltung der Tarifstruktur vollkommen im Kompetenzbereich der lokalen Behörden oder soll es im Gesetz schon eine festgelegte Grundstruktur der Tarifgestaltung geben oder in wessen Hand soll die "Bewegung" innerhalb des Preiskorridors sein?

Ich bin mir sicher, dass Alex bereits Antworten auf diese Fragen hat. Ich frage mich nur, warum er das seinen Brüdern und Schwestern (nach der DNA-Theorie) nicht mitteilt. Mit Brüdern und Schwestern meine ich auch die Mietwagenunternehmer, die er gerade erst dazu überredet hat, sich von einer Tarifpflicht zu verabschieden.
Zuletzt geändert von Mamil am 28.09.2019, 23:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Free Now - die Maske ist gefallen

Beitrag von N8tfahrer » 28.09.2019, 23:38

Ist doch ganz einfach :
Wird das Personenbeförderungsgesetz novelliert sind wir, das Taxengewerbe (erstmal nur in Ballungsräumen) im A...., bleibt es so ist freenow & Co. im A...
Sind sie das Taxi ? ............NEIN, Der Fahrer !
Das müssen sie doch wissen, sie sind doch der Taxifahrer !

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