Klage gegen MOIA

Neuigkeiten aus dem Taxigewerbe.

Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon CPL5938 » 17.08.2018, 06:10

hjm hat geschrieben:Clewlow schreibt außerdem (auf Seite 28) völlig unmissverständlich, dass sich die Ergebnisse ihrer Studie ausschließlich auf Amateur-Taxis (ride-hailing) beziehen und NICHT für car-sharing, bike-sharing oder microtransit-Dienste (Kleinst-ÖPNV mit Minibussen a la MOIA oder ioki) gelten (“… the results presented here are specific to ride-hailing, and do not necessarily apply to carsharing, bikesharing, or microtransit services.”)

Schieddel,

Du willst allen ernstes behaupten Moia wäre ein "Micro transit" a la Ioki? Bei 1000 Wagen nur zum "Test"? Wer bezahlt Dich für so einen Blödsinn?

Ausserdem solltest Du die Formulierung "not necessarily" richtig verstehen. Sie bedeutet weder " unmissverständlich" und schon gar nicht "ausschließlich", sondern "nicht unbedingt". Das ist eine "könnte, könnte nicht"-Formulierung, keine "ist/ ist nicht"-Formulierung.

Der Rest Deiner Ausführungen sind schaurige Phantasien zur Zu-Tode-Optimierung, die die Welt so dringend braucht wie Wasserstoffbomben. Stupid White Man.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon CPL5938 » 17.08.2018, 06:10

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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon KlareWorte » 17.08.2018, 07:26

Normalerweise wird immer gleich der regelbetrieb einer neuen verkehrsart beantragt u genehmigt.

Es ist halt ein einmaliger Vorgang und neu, dass ein Unternehmen mit soviel Kapital u Größe in den Markt einsteigt. Daran hat wohl nie jemand gedacht, als das gesetz geschrieben wurde. Sollte ein das Gericht auch eine klagebefugnis absprechen, würde ich wohl per vb versuchen den §2 zu kippen.
BTW Moia hat quasi Narrenfreiheit vom Konzernvorstand erhalten, aber tatsächlich wollen diese Profit mit Ihrem Angebot langfristig erwirtschaften.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 17.08.2018, 15:21

@hjm

Ich soll mich schämen?
Ok, ich mache es jetzt hier:

Ich schäme mich dafür, deinen Posting
viewtopic.php?f=47&t=11590&start=960#p233083
übersehen zu haben und darauf nicht eingegangen zu haben.

In drei Jahren soll deiner Meinung nach MOIA voll autonom fahren.
Das kann man denken, aber das als abgesicherte zukünftige Tatsache anzusehen ist aus meiner Sicht waghalsige Spekulation.

Im übrigen, MOIA ist jetzt schon mit 6+1 Sitzplätzen geplant.
Die Abschaffung des Fahrers würde kleinere Platzsteigerung bedeuten, als du ausgerechnet hast.

Außerdem fällt auf, dass du von der Optimierung so viel Ahnung hast, wie meine verstorbene Uroma vom neusten iPhone. Es geht um das Zauberwort „Poolingfaktor“ (PF), also um die Frage, wie viele Menschen gleichzeitig in so einem MOIA LKW sitzen.

MOIA wird wahrscheinlich den Poolingfaktor mit Dumping locker von 0 auf 1 abheben können. Den PF von 1 auf 2 anzuheben, wird schon viel schwerer gehen. Dagegen einen hohen PF sprechen viele Tatsachen, darunter folgende insbesondere:

1. Es entstehen Umwege. Je größer PF, desto größer die Umwege.
2. Steigen zwei Menschen gemeinsam ein, bekommt MOIA nicht den Preis x 2, weil die Leute dann lieber Taxi nehmen, anstatt in einem MOIA LKW durch die Gegend zu fahren.
3. Jede gemeinsame Fahrt macht den Poolingfaktor zunichte. Extremfall als Beispiel: Sechs Mädels wollen von Eimsbüttel zur Reeperbahn. MOIA LKW ist damit voll, kann aber höchstens den Taxipreis berechnen. Für die Mädels ist aber ein Taxi bessere Variante. Für den gleichen Preis bekommen sie mehr Service
4. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, braucht MOIA einen Poolingfaktor von mindestens 4.

Ein PF größer 3 halte ich für ganz ausgeschlossen, weil kein mit Hirn ausgestatteter Mensch in ein LKW steigt, von dem er nicht wissen kann, wann und ob er überhaupt an sein virtuelles Ziel ankommt.

Deswegen wäre die Platzsteigerung von 6 auf 7 (für den Fall des autonomen Fahrens) in einem MOIA LKW ohne praktischer Relevanz, weil PF >3 nur ein theortischer Wert bleiben wird.

Lieber hjm
ich kann damit leben, dass du von MOiA schwer beeindruckt bist, aber du musst auch damit leben, dass ich deine Ausführungen für pseudoklug halte. Davom möchte ich Deinen Plädoyer für mehr ÖPNV (MOIA LKWs ist kein ÖPNV) hier mal ausdrücklich begrüßen.

Ich finde es auch lustig, dass du den MOIA LKW-Fahrern eine dreijährige Arbeitsplatzzusage gibst. Das wird sicherlich bei den Fahrern extrem viel Begeisterung auslösen. In dieser Zeit können sie problemlos die Kinder groß ziehen und Häuser bauen.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 17.08.2018, 15:29

@hjm
MOIA muss dumpen, weil Produkt beschissen ist.
Wir wollen keinen Dumping, weil am Ende Schaden für die Allgemeinheit entsteht.
Und ich möchte nicht, dass die Kinderarbeit in Kongo-Kobalt-Minen mit dem Spruch „Wir wollen den Menschen die Städte zurück geben“ gerechtfertigt wird.

Ich bleibe dabei:
Ich halte MOIA für einen riesen Schwindel,
der der Allgemeinheit am Ende Schaden anrichten wird.
Zuletzt geändert von IK am 17.08.2018, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Guter_Kollege » 17.08.2018, 21:23

Ich auch, übrigens!!!
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon alsterblick » 17.08.2018, 21:50

Ich schäme mich dafür, deinen Posting .....
viewtopic.php?f=47&t=11590&start=960#p233083
In drei Jahren soll deiner Meinung nach MOIA voll autonom fahren.
Das kann man denken, aber das als abgesicherte zukünftige Tatsache anzusehen ist aus meiner Sicht waghalsige Spekulation.

Es ist in der Tat wirklich erschreckend, dass beim Offensichtlichen, ein Dummerlekutscher erwartungsvoll dem „heiligen Taxisterben“ zu Lasten der Adhoc-Mobilitätsversorgung hinterherstrebt und zugleich das Unmögliche selbstverbissen predigt.

Die zum Glück lange Spenderliste „dieklage“ läßt zumindest hoffen, dass ein großer Teil der Kutscher die „brexithaft“ unverwischbaren Änderungsfolgen doch bereits erkennt und sich im Interesse der flächendeckenden Taxi-Bürger-Mobilitätsversorgung nun entgegensetzt. 8)
Zuletzt geändert von alsterblick am 17.08.2018, 21:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon miamivice » 20.08.2018, 09:59

Jede verständige Administration, jedes verständige Gericht führte einen SOFORTIGEN VERGLEICH herbei, etwa daß MOIA in einem umschriebenen Gebiet mit circa 5-10 Testfahrzeugen eine Art von Anrufsammeltaxibetrieb an virtuellen Haltestellen für einen bestimmten Zeitraum zu Zwecken logistischer Austestung und wissenschaftlicher Auswertung ausführen darf. Selbstverständlich hat MOIA nicht das Recht Taxifahren und Linienbusfahren neu zu "erfinden" indem es beides vermengt zur Zerstörung dieser bewährten Verkehrsformen. MOIA muß nachweisen, aus welchen Gründen es besser sein soll als gewöhnliche Anrufsammeltaxis, Bestelltaxis und Linienbusse. MOIA darf nicht als als Mietwagen abgetarntes Dumping-Raubtaxi in Erscheinung treten. Kann MOIA nicht nachweisen, daß es mehr ist als Anrufsammeltaxi, app-basiertes Sammeltaxi und Bestelltaxi, so wäre der Betrieb einzustellen.

Zeitaufwand für die Vergleichsfindung insofern Experten verhandeln: Ein paar Stunden.
Kosten: Unter 2500 Euro.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon miamivice » 20.08.2018, 10:37

Es ist Rechtsstaatsintegral, daß durch einen Großkonzern in ihren Rechten massiv angegriffene Gewerbetreibende und Beschäftigte keines (kostspieligen) Procederes in Form von Paragraphenjonglieren, Juradenkwelten-Argumente und Verweise-Overload bedürfen wie Füßer & Kollegen dies offenbar vollziehen bzw. zelebrieren. Es grenzt an Teufelswerk einfachste Vorgänge in pervertierte juristische Welten zu ziehen, um dem Bürger höherwertige Gerechtigkeitsfindung vorzugaukeln. Da der deutsche Jurist zutiefst Un-Philosoph ist, verheddert er sich in seinem Rechtsschablonen-Wirrwarr so sicher wie das Amen in der Kirche. Je mehr er sich verheddert desto rechthaberischer wird er.
Zuletzt geändert von miamivice am 20.08.2018, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon CPL5938 » 21.08.2018, 02:48

@miamivice

:D
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 21.08.2018, 06:39

„Gesundes Volksempfinden“...., es ist wieder so weit....
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 21.08.2018, 14:22

Der Anwalt hat heute
grünes Licht bekommen,
die Klage einzureichen.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon eichi » 21.08.2018, 17:42

E. G. Engel hat geschrieben:Zitate ändert man nicht!

Doch, wenn man es kenntlich macht.
Beispiel?
...aus Spiegel Online, Buchbesprechung von Heinz Strunk.
"Er dokumentiert das Brodeln im Untergrund, die angestaute Wut und Desillusionierung der "schweigende[n] Mehrheit".
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 21.08.2018, 18:14

Geht's Dir endlich besser? Wohl verbandstechnisch nicht ausgelastet!
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Poorboy » 22.08.2018, 02:04

Es wird also geklagt, um zu klären, ob Ivica klagen kann, richtig?

Abartig! So gehen nur Beamte vor, die kein Kostenrisiko zu tragen haben!

Poorboy
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 22.08.2018, 06:46

Bis die Frage der Klagebefugnis letztinstanzlich geklärt ist, wurde PBefG geändert und Erprobungszeit ist abgelaufen...

Ihr habt die Wahl, „Pest oder Cholera“.
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon KlareWorte » 22.08.2018, 09:27

Poorboy hat geschrieben:Es wird also geklagt, um zu klären, ob Ivica klagen kann, richtig?

Abartig! So gehen nur Beamte vor, die kein Kostenrisiko zu tragen haben!

Poorboy



quatsch, es wird gegen die Genehmigung geklagt, das VG wird im Rahmen der Zulässigkeit prüfen ob IK klagebebefugt ist.
Zuletzt geändert von KlareWorte am 22.08.2018, 09:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon KlareWorte » 22.08.2018, 09:36

Pirat hat geschrieben:Bis die Frage der Klagebefugnis letztinstanzlich geklärt ist, wurde PBefG geändert und Erprobungszeit ist abgelaufen...

Ihr habt die Wahl, „Pest oder Cholera“.



auch das ist Unsinn.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon alsterblick » 22.08.2018, 10:45

Danke für die klaren Worte.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 22.08.2018, 11:24

Vielleicht sollten wir poorboy, klare Worte, Alsterblick und Pirat als Berater hinzuziehen?

Kräftige Aussagen kommen immer gut, vor allem wenn sie kurz und knackig daher kommen. Nur helfen sie leider wenig wenn die Argumente dazu fehlen.

Um es einmal auf den Punkt zu bringen. Die Aufgabe von Rechtsverständigen ist es Sachverhalte unter geltendes Recht zu subsumieren. Daraus ergibt sich zwangsläufig dass die Sachverhalte immens wichtig sind.

Hier sehe ich große Defizite. Das zieht sich von Beginn an wie ein roter Faden durch alle Aktionen durch. Da helfen weder knackige Worte noch übersteigerte Selbstwertgefühle.
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