Klage gegen MOIA

Neuigkeiten aus dem Taxigewerbe.
Mamil
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von Mamil » 04.03.2020, 14:27

Pascha hat geschrieben:
04.03.2020, 14:09
die b2b kunden bekommen ein massgeschneidertes angebot, das Business Voucher Portal BVP ist einfach nur genial. zielgruppenangepasste angebote rechnen sich.
Das mag ja alles so sein, aber was hat das mit der Lückenschließung des ÖPNV und Verkehrsreduktion zu tun? Oder muss der B2B-Kunde jetzt damit rechnen, dass sein Kunde noch 'ne Runde durch die Vorstadt gurken muss oder noch ein Besoffener vom Kiez eingesammelt wird?

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von am » 05.03.2020, 21:56

Pascha hat geschrieben:
04.03.2020, 14:09
die b2b kunden bekommen ein massgeschneidertes angebot, das Business Voucher Portal BVP ist einfach nur genial. zielgruppenangepasste angebote rechnen sich.

Keine b2b Zielgruppe:
https://www.facebook.com/watch/?v=555500455311286

Was hat der Link mit dem Thema zu tun?
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CPL5938
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von CPL5938 » 20.03.2020, 17:45

When the going gets tough, the tough keep going:

https://www.dieklage.de/#moia-shutdown
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von Volker-Hamburg » 21.03.2020, 05:22

:idea: Da wäre jetzt Clemens mit seinen guten Kontakten gefragt.

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von am » 21.03.2020, 08:52

Moia und wie sie alle heißen, liefern jetzt die Argumente, warum die Experimente mit der GIG Mobilität zu beenden sind.

Die Kleinteiligkeit des Taxigewerbes ist es, welches der darauf angewiesenen Bevölkerung gerade die überlebenswichtige Mobilität sichert. Insbesonders den chronisch Kranken.

Es heißt nun, alle Maßnahmen zu ergreifen, das Überleben des systhemrelevanten Taxigewerbes zu sichern. Um jeden Preis.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von Sascha1979 » 21.03.2020, 10:20

am hat geschrieben:
21.03.2020, 08:52
Moia und wie sie alle heißen, liefern jetzt die Argumente, warum die Experimente mit der GIG Mobilität zu beenden sind.

Die Kleinteiligkeit des Taxigewerbes ist es, welches der darauf angewiesenen Bevölkerung gerade die überlebenswichtige Mobilität sichert. Insbesonders den chronisch Kranken.

Es heißt nun, alle Maßnahmen zu ergreifen, das Überleben des systhemrelevanten Taxigewerbes zu sichern. Um jeden Preis.
Ich glaube, dass Moia uns Co für die anderen 99 Jahre eines Jahrhunderts gedacht sind, wo sammel Transporte nicht zum Tod der Bevölkerung führen.

Und alles, wirklich alles, ein Argument gegen moia sein könnte, aber nicht die Untauglichkeit in einer pandemie Krise.
Zeige einem schlauen Menschen einen Fehler und er wird sich bedanken, zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
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CPL5938
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von CPL5938 » 21.03.2020, 16:20

Ja genau. Ich erinnere mich gerade an die Diskussion um die "Öffentlichen Verkehrsinteressen" und wie die Anwälte der Gegenseite, die Behörde und am Ende das OVG darauf geschissen haben... . Eigentlich müssten die Hamburger Taxifahrer jetzt streiken und sagen: "Fahrt doch Moia. Ach, die fahren nicht mehr? Tja Pech gehabt. Bedankt euch beim OVG, VW, der Behörde, Herrn Scholz und dem Typen mit dem komischen Namen."
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von am » 21.03.2020, 19:03

Sascha1979 hat geschrieben:
21.03.2020, 10:20
am hat geschrieben:
21.03.2020, 08:52
Moia und wie sie alle heißen, liefern jetzt die Argumente, warum die Experimente mit der GIG Mobilität zu beenden sind.

Die Kleinteiligkeit des Taxigewerbes ist es, welches der darauf angewiesenen Bevölkerung gerade die überlebenswichtige Mobilität sichert. Insbesonders den chronisch Kranken.

Es heißt nun, alle Maßnahmen zu ergreifen, das Überleben des systhemrelevanten Taxigewerbes zu sichern. Um jeden Preis.
Ich glaube, dass Moia uns Co für die anderen 99 Jahre eines Jahrhunderts gedacht sind, wo sammel Transporte nicht zum Tod der Bevölkerung führen.

Und alles, wirklich alles, ein Argument gegen moia sein könnte, aber nicht die Untauglichkeit in einer pandemie Krise.
Das Argument wird sein, dass es dann keinen verpflichtbaren Taxen mehr geben wird, weil dem Shareholder Value eine Betriebspflicht nicht zu verkaufen ist.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von Poorboy » 30.06.2020, 20:21

Da scheint Kundschaft zu fehlen:

https://mobil.mopo.de/hamburg/nach-coro ... n-36934268

Ob das hilft?

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von eichi » 30.06.2020, 20:44

Jedenfalls stehen ungesund viele (bwl-mäßig betrachtet)
Moias auf dem Betriebshof herum.
Und ob die Kenntnis des Wegs zu Hogwarts (lt. Eigenwerbung)
ein gutes Argument ist, wenn gleichzeitig viele Fahrer nicht
in der Lage sind, Einbahnstraßen als solche zu erkennen...
Da habe ich deutliche Zweifel.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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alsterblick
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von alsterblick » 30.06.2020, 20:50

das hatte MOIA ohnehin alles vor (s.u.a. UBER: USA/Canada, ich berichtete jahrelang.......).
Außerhalb der (subventionierten) rushhours Umsatz-Nachfrage zur Kostenmitdeckung mindestens zu generieren.
Die absolut benötigte Summe/Höhe staatlicher Subventionen für MOIA wird eine Dauerentscheidung für MOIA, ansonsten „Ende Gelände“. Der Staat hat jedoch noch mehr Optimierungspotenzial/Stellschrauben zugunsten MOIA und somit zur eigenen Staats-Kostensenkung/Subventionen.
„Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott !“

Mamil
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von Mamil » 17.08.2020, 19:32

Na wenn da mal nicht ein paar Fahrzeuge von Hamburg nach Hannover abgezogen wurden.
https://www.bild.de/regional/hannover/h ... .bild.html

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von titanocen100 » 17.08.2020, 22:48

warum sollte es MOIA anders ergehen als allen anderen MWU ?
Geringe Einnahmen, aber Kosten.
Meine Firma hat seit Monaten alle Wagen, immerhin ca. 30, komplett abgemeldet, alle Fahrer, ca. 80, bekommen KUG, auch ich.
Wahrscheinlich bekommt MOIA ebenso finanzielle Unterstützung wie alle anderen TU, etwas, was nicht unbedingt tolerabel ist.
Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid :mrgreen:

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von sivas » 18.08.2020, 15:08

Das System:MOIΛ wird deutschlandweit unter der Regie von in Gemeindehand befindlichen Nahverkehrsunternehmen betrieben und finanziert werden, die wiederum Unmengen an öffentlichen Zuschüssen erhalten (23 Mio € für 30 - 50 Fahrzeuge innerhalb von 4 Jahren). Die sind halt cleverer als die Taxler die stolz drauf sind, eigenwirtschaftlich zu arbeiten bzw. unterzugehen. Alle Proteste sind vergebens, auch weil der aufgeblähte Taxi-Apparat schon lange nicht mehr systemrelevant ist, es handelt sich eher um organisiertes Verbrechen.
Täter ...

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von titanocen100 » 18.08.2020, 19:05

sivas hat geschrieben:
18.08.2020, 15:08
Das System:MOIΛ wird deutschlandweit unter der Regie von in Gemeindehand befindlichen Nahverkehrsunternehmen betrieben und finanziert werden, die wiederum Unmengen an öffentlichen Zuschüssen erhalten (23 Mio € für 30 - 50 Fahrzeuge innerhalb von 4 Jahren). Die sind halt cleverer als die Taxler die stolz drauf sind, eigenwirtschaftlich zu arbeiten bzw. unterzugehen. Alle Proteste sind vergebens, auch weil der aufgeblähte Taxi-Apparat schon lange nicht mehr systemrelevant ist, es handelt sich eher um organisiertes Verbrechen.
das vom Staat legalisiert wird, genauso wie die Drogenherstellung und -handel von Reemtsma und co.
Gleiches gilt auch für Landwirte/Bauern, die enorme Summen von der EU als Subvention erhalten für brachliegendes Land.

Dirk Zellmer, 16928, 2019:
Gesamtbetrag aller Zahlungen für EU-Haushaltsjahr 2019: 177.405,63 E
2018: 160.332,82E
Da sage noch jemand, die Bauern seien arm.

https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche
Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid :mrgreen:

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von Mamil » 20.08.2020, 20:34

Das Handelsblatt berichtet nach Verlautbarungen aus VW-Konzernkreisen, dass VW jede MOIA-Fahrt mit 10 Euro subventioniert.
https://www.handelsblatt.com/unternehme ... 04092.html

Die Leute bei MOIA müssen jetzt überlegen, welche Story sie aufrecht erhalten wollen. Entweder die

"Pooling-läuft-bei-uns-Bombe-Story"

oder die

"Wir-können-dann-günstiger-als-Taxi-und-trotzdem-wirtschaftlich-sein-wenn-Pooling-Bombe-läuft-Story".

Entweder VW muss die 10 Euro zuschießen, weil Pooling nicht läuft oder weil die Preise trotz Pooling zu niedrig sind, um wirtschaftlich zu sein.

Ach ja, die "VW-subventioniert-zwar-aber-wir-brauchen-zusätzlich-staatliche-Subventionen-Story" lassen wir jetzt mal außen vor.

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von titanocen100 » 20.08.2020, 20:59

Mamil hat geschrieben:
20.08.2020, 20:34
Das Handelsblatt berichtet nach Verlautbarungen aus VW-Konzernkreisen, dass VW jede MOIA-Fahrt mit 10 Euro subventioniert.
https://www.handelsblatt.com/unternehme ... 04092.html

Die Leute bei MOIA müssen jetzt überlegen, welche Story sie aufrecht erhalten wollen. Entweder die

"Pooling-läuft-bei-uns-Bombe-Story"

oder die

"Wir-können-dann-günstiger-als-Taxi-und-trotzdem-wirtschaftlich-sein-wenn-Pooling-Bombe-läuft-Story".

Entweder VW muss die 10 Euro zuschießen, weil Pooling nicht läuft oder weil die Preise trotz Pooling zu niedrig sind, um wirtschaftlich zu sein.

Ach ja, die "VW-subventioniert-zwar-aber-wir-brauchen-zusätzlich-staatliche-Subventionen-Story" lassen wir jetzt mal außen vor.
Das spielt doch, insgesamt gesehen, keine Rolle. Der Staat subventioniert Großunternehmen, aber kleine wie das Taxigewerbe werden ignoriert. Der Bauer schreit, "oh, es ist zu trocken, mein Getreide verdorrt" und schon bekommt er Subventionen, es regnet und er schreit " es ist zu nass, mein Getreide verdirbt" und schon bekommt er weitere Subventionen.
Wenn ein TU schreit "oh, ich habe keine Aufträge, mein Taxi steht nur herum", dann - darf er Insolvenz anmelden.
Solange MOIA und Konsorten keine Solvenz ohne staatliche Unterstützung aufweisen können, sollten sie nicht erlaubt werden oder gar Insolvenz anmelden müssen - zwingend.
Aber das interessiert doch unseren korrupten, parlamentarisch-diktatorischen Staat nicht.
Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid :mrgreen:

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von Pirat » 21.08.2020, 07:49

Moia kann nicht so subventioniert werden, wie im Taxigewerbe Steuern und Sozialabgaben hinterzogen wird.
Auf Strecke sind wir da besser aufgestellt... :mrgreen:
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von Mamil » 21.08.2020, 10:55

Nur mal so nebenbei: Ob die subventioniert werden, juckt keinen. Man ändert gerade das PBefG, weil es jetzt endlich eine Hammer-Pooling-Algorithmus-Technologie gibt, die die Taxikalkulation auf den Kopf stellt. Man muss das Ding nur noch zum Laufen bringen. Und siehe da: MOIA ist auf Anhieb ein Erfolg. Die Leute poolen wie bekloppt: "Das wird in Hamburg richtig gut angenommen, bla, bla..." Dann sagen einige: "Ui, wenn es denn so gut angenommen wird, dann müssen die ja richtig Kohle machen jetzt." Dann sagt VW: "Ne, ne, wir müssen da immer noch was zuschießen." Da fragen einige: "Hä?" Und Herbert Diess so: "Ich weiß, das ist schwer zu verstehen, aber man muss das Ganze zeitlich etwas strecken, damit es sich rechnet. Erst wenn die Kisten 500.000 Km drauf haben und wir sie austauschen müssen, dann geht's richtig los." Und die Findungskommission so: "Geiles Konzept! Taxi ist echt Achtziger!"

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von sivas » 21.08.2020, 14:47

... und der Münchner Isar-Funk wartet immer noch auf die göttlichen Ratschläge, die der Dienstmann Aloisius (ehemaliger Taxifahrer vom Hauptbahnhof) ihnen überbringen sollte.
Täter ...

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