Klage gegen MOIA

Neuigkeiten aus dem Taxigewerbe.

Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 12.03.2018, 23:46

Und!?
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 12.03.2018, 23:50

Was ich heute im NDR gesehen habe war keine Werbung für Taxi, aber ein ersten Kennenlernen von Moia für ein breites Hamburger Publikum. Glückwunsch. Und die Behörde wird sich jetzt vor Angst in die Hosen machen. Nochmals Glückwunsch. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Sascha1979 » 13.03.2018, 04:14

E. G. Engel hat geschrieben:Was ich heute im NDR gesehen habe war keine Werbung für Taxi, aber ein ersten Kennenlernen von Moia für ein breites Hamburger Publikum. Glückwunsch. Und die Behörde wird sich jetzt vor Angst in die Hosen machen. Nochmals Glückwunsch. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Hier der Bericht zum nachschauen:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ ... ik110.html

Ich denke auch, dass man es allen gezeigt hat.
Die Kunden haben nun verstanden, dass sie das nächste mal das fünfzigfache bezahken werden um eine Stunde zu warten um mit einem Taxi fahren zu dürfen,

Bevor sie einfach in ein gepflegtes, neues, Umwelt freundliches Moia Taxi einsteigen dessen Fahrer ein gepflegtes dress an hat.
Freundliche Grüße, ein TAXI-Kunde!
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Volker-Hamburg » 13.03.2018, 05:02

@Sascha
vielleicht, wenn der Fahrgast vom Flieger in die City möchte...
Will er jedoch an einem Montag um 01:00 von Blankenese in die City wird es vielleicht bald keine Möglichkeit mehr geben!
DAS wird Moia "leider momentan nicht anbieten können.."
Übersetzt: Unterhaching - Stachus = Kein Anbieter mehr da..
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon sivas » 13.03.2018, 05:34

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... 65212.html

anscheinend bietet Moia in Hamburg seine Leistung wie in Hannover auch für 6 Cent/km an.

Wie kann eine Aufsichtsbehörde so etwas zulassen ?

ÖPVN tariffrei und zu Dumpingpreisen ...
Zuletzt geändert von sivas am 13.03.2018, 05:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Sascha1979 » 13.03.2018, 06:09

Volker-Hamburg hat geschrieben:@Sascha
vielleicht, wenn der Fahrgast vom Flieger in die City möchte...
Will er jedoch an einem Montag um 01:00 von Blankenese in die City wird es vielleicht bald keine Möglichkeit mehr geben!
DAS wird Moia "leider momentan nicht anbieten können.."
Übersetzt: Unterhaching - Stachus = Kein Anbieter mehr da..

Ich werde nicht müde das zu erwähnen, auch wenn mich die Argumente langsam langweilen.

Zu den Argumenten:

vielleicht, wenn der Fahrgast vom Flieger in die City möchte...

oder auch gerne
Lass doch die Roboter-Taxis kommen, bin gespannt wie die Oma vom 3. Stock ins Auto und in die Arzt-Praxis gebracht wrid


Taxis sollen nicht abgeschafft werden!
Moia, UBER, Roboter-Taxen, etc. wollen niemals 100% eurer Fahrten und Kundschaften haben.

Du hast vollkommen Recht, dass Moia ausschließlich die Personen vom Flughafen in die City zu Tageszeiten fahren wird!
Ihr habt vollkommen Recht, dass die MyTaxi App niemals die 90 jährige Oma, die in der Zentrale anruft und von der Wohnung ins Auto und in die Arzt-Praxis gebracht werden möchte, ersetzen wird.

Alle diese Fahrten werden noch lange, lange bei euch bleiben!
Du hast Recht, dass ausschließlich Taxen nachts um ein Uhr den einzelnen gestrandeten Fahrgast vom Flughafen in die Orts-Randlage bringen werdet.

Die großen Anbieter möchten ausschließlich die 80% lukrativen Fahrten haben.

MyTaxi will ausschließlich die 80% Kunden abfischen, die digital, schnell, bequem ein Taxi per App bestellen, einsteigen, aussteigen, bezahlen.

Moia will ausschließlich die 80% lukratien Fahrten, wo genug Fahrgäste zusammenkommen und ganz schnell Flughafen - City - Bahnhof - Messe gefahren werden kann.

Ausländer, die die Adresse nicht kennen und man lange Recherchieren muss.
Leute, die ihr Ziel nicht kennen und man als Taxi-Fahrer im Schritt-Tempo die Hausnummern abfahren muss.
Menschen, die lange Hilfe beim Be- und Entladen oder Unterstützung beim Ein- und Ausssteigen ihrer selbst benötigen.
Unlukrative Einzelfahrten in der Nacht.

Ja, Uber möchte noch NICHT mal die Leute haben, die keine digitale Zahlungsmöglichkeit, wie Kreditkarte haben. Leute, die so klamm sind, dass sie aufwändiges Bargeld haben, werden weiterhin ausschließlich Taxi fahren.

Taxi soll und wird nicht abgeschafft werden!
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Sascha1979 » 13.03.2018, 06:11

sivas hat geschrieben:https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Taxifahrer-protestieren-gegen-neuen-Fahrdienst,hamj65212.html

anscheinend bietet Moia in Hamburg seine Leistung wie in Hannover auch für 6 Cent/km an.

Wie kann eine Aufsichtsbehörde so etwas zulassen ?

ÖPVN tariffrei und zu Dumpingpreisen ...

Aufsichtsbehörde?
Unterhalb der Gewinn-Schwelle dürfen beliebige Leute (sowohl Privat-Leute als auch Unternehmer) andere Menschen beliebig günstig befördern. Ja, sogar kostenlos!

Ich darf das übrigens sogar mit meinem Flugzeug:

Wenn ich 1,- € Gewinn mache, indem ich eine Person mit meinem Flugzeug von A nach B fliege, würde die Aufsichtsbehörde mir den Kopf abreißen. Dies verstößt (da ich keine Berufspilotenlizenz habe und außerdem kein zertifiziertes Luftfahrtunternehmen besitze) gravierend gegen das Gesetz und ich würde in Grund in Boden verklagt werden und meine Lizenz verlieren.
Sobald ich mit einem Flug aber Verluste mache, also das Geld, was meine Passagiere mir bezahlen unterhalb der Betriebskosten liegt, darf ich so viel Verlust haben, wie ich möchte.

Ich darf beliebige Passagiere zu beliebigen Zielen mit 1,- € Verlust aber auch komplett kostenlos befördern.

Exakt so ist es doch bei Moia????
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 13.03.2018, 07:10

Ich bin mir sicher. Gestern war ein public going für Moia. Kein Tag für das Gewerbe. Aber Hauptsache die Gefühle stimmen, mal endlich gezeigt zu haben wer man ist. Okay, wir haben es gesehen.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon am » 13.03.2018, 07:29

Nein, so ist es meiner Ansicht nach nicht.

Denn Moia ist auf gewerbliche Personebeförderung mit einer späteren Gewinnerzielungsabsicht angelegt. Das erlaubt dann dank 2(7) zwar derzeit ein Unterschreiten der Eigenwirtschaftlichkeit (obgleich ich selbst das mit einem Fragezeichen versehen würde, so lange im Rahmen der Erprobung ein späterer eigenwirtschaftlicher Betrieb nicht nachgewiesen werden kann), mehr aber auch nicht.
Und auch in deinem Fall wäre es dann nicht zutreffend, wenn du ein Flugziel auf Wunsch eines Fluggastes ansteuerst. Insofern kannst du zu einem von dir bestimmten Flugziel zwar kostenlos oder gegen Betriebskostenbeteiligung mitnehmen, wen du möchtest, mehr aber auch zunächst einmal nicht. Zutreffend wäre dein Beispiel, wenn du ein Hotel betreibst, welches nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist und du deinen Hotelgast dann (vermeintlich) kostenfrei mit dem
Flugzeug abholst. Als guter Kaufmann hast du diese Kosten aber bereits in den Übernachtungspreisen versteckt.
So machen es in Lübeck einige Hotels. Andere, die es nicht verstanden haben, sind so blöd, ihren Gästen 110€ führ den Transfer nach HH zu berechnen, dem Taxipartnerunternehmen aber nur 80€ (+-) überlassen.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon taxipost » 13.03.2018, 07:36

E. G. Engel hat geschrieben:Ich bin mir sicher. Gestern war ein public going für Moia. Kein Tag für das Gewerbe. Aber Hauptsache die Gefühle stimmen, mal endlich gezeigt zu haben wer man ist. Okay, wir haben es gesehen.

kein befürworter der "streik"-aktion ?

ganz schön blöd !
typisch taxi.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Sascha1979 » 13.03.2018, 07:49

am hat geschrieben:Nein, so ist es meiner Ansicht nach nicht.

Denn Moia ist auf gewerbliche Personebeförderung mit einer späteren Gewinnerzielungsabsicht angelegt. Das erlaubt dann dank 2(7) zwar derzeit ein Unterschreiten der Eigenwirtschaftlichkeit (obgleich ich selbst das mit einem Fragezeichen versehen würde, so lange im Rahmen der Erprobung ein späterer eigenwirtschaftlicher Betrieb nicht nachgewiesen werden kann), mehr aber auch nicht.
Und auch in deinem Fall wäre es dann nicht zutreffend, wenn du ein Flugziel auf Wunsch eines Fluggastes ansteuerst. Insofern kannst du zu einem von dir bestimmten Flugziel zwar kostenlos oder gegen Betriebskostenbeteiligung mitnehmen, wen du möchtest, mehr aber auch zunächst einmal nicht. Zutreffend wäre dein Beispiel, wenn du ein Hotel betreibst, welches nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist und du deinen Hotelgast dann (vermeintlich) kostenfrei mit dem
Flugzeug abholst. Als guter Kaufmann hast du diese Kosten aber bereits in den Übernachtungspreisen versteckt.
So machen es in Lübeck einige Hotels. Andere, die es nicht verstanden haben, sind so blöd, ihren Gästen 110€ führ den Transfer nach HH zu berechnen, dem Taxipartnerunternehmen aber nur 80€ (+-) überlassen.
sorry für fullquote aber du liegst falsch.
Ich darf Passagiere explizit auf ihren Wunsch zu von Ihnen gewünschten Flugzielen fliegen, solange ich genau so viel bezahle wie alle Passagiere (also bei mir als Pilot und 3 Passagieren müssen die Betriebskosten durch 4
Und nicht durch 3 geteilt werden).

Es ist übrigens absolut gängige Praxis dass privat Piloten Leute suchen die wohin geflogen werden wollen und dafür ihren Anteil bezahlen.

Denn viele können sich das fliegen eigentlich nicht leisten und verlieren ihre Lizenz mangels Stunden.

Die suchen dann Passagiere indem
Sie schreiben: „fliege sie egal
Wohin, sie müssen mindestens 3 Leute sein und sie bezahlen nur 3/4 der Betriebskosten.

So kommen sie auf ihre Stunden die zum Lizenz erhält notwendig sind und zahlen nur 1/4.

Hier soll aber auch nicht verschwiegen werden dass viele viele privat Piloten schummeln, sich höhere Rechnungen vom
Vercharterter ausstellen lassen und in Wirklichkeit die 3 Passagiere 4/4 der Kosten bezahlen lassen.

Aber offiziell eben nicht und ich mach das auch nicht.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon sivas » 13.03.2018, 07:52

Weshalb beantragt Moia überhaupt Konzessionen ?

Da sie ohne Gewinnabsicht handeln, dürfen sie wie Privatpersonen jedermann von hier nach da befördern.

Es ist einAngriff auf den ÖPNV. Teile davon sollen übernommen werden, ohne im Gegenzug Verpflichtungen einzugehen. Wenn sie wollen, können sie den Betrieb jederzeit einschränken und auch gänzlich einstellen.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon sivas » 13.03.2018, 08:44

ÖPNV muss (neu) definiert werden.

Wenn ich als Privatperson jemanden mitnehme, also auf einer Strecke, die ich ohnehin gefahren wäre (Anhaltermitnahme), ist dies kein ÖPNV. Sowie ich die ursprüngliche Fahrtstrecke jedoch verlasse, um die Person zu deren Ziel zu befördern, betreibe ich ÖPNV und muss mich an die dort geltenden Regeln halten. Kein ÖPNV liegt vor, wenn die Person irgendwie mit mir bekannt ist. Bin ich Beteiligter an einer Feier, kann ich alle Gäste nach Hause fahren. Stelle ich meine Dienste jedoch dem Gastgeber zur Verfügung, betreibe ich ÖPNV.

Das ist wohl irgendwie widersinnig, es muss aber doch eine Handhabe geben, um das Tun Moias mit dem übrigen ÖPNV in Einklang zu bringen, bevor dieser ruiniert ist.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon TaxiBabsi » 13.03.2018, 08:47

sivas hat geschrieben:Weshalb beantragt Moia überhaupt Konzessionen ?

Da sie ohne Gewinnabsicht handeln, dürfen sie wie Privatpersonen jedermann von hier nach da befördern.

Es ist einAngriff auf den ÖPNV. Teile davon sollen übernommen werden, ohne im Gegenzug Verpflichtungen einzugehen. Wenn sie wollen, können sie den Betrieb jederzeit einschränken und auch gänzlich einstellen.


Moia ist kein Angriff auf den ÖPNV, Moia ist und wird ein ergänzender Teil des ÖPNV.

ÖPNV definiert sich neu, zugunsten der Kundschaft und der Umwelt.

MOIA ist kein Angriff auf das Taxigewerbe, was bietet und wo sind die Neuerungen von "Taxi", wo stellt sich "Taxi" neu auf und passt sich den heutigen Anforderungen an?
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Sascha1979 » 13.03.2018, 09:07

sivas hat geschrieben:ÖPNV muss (neu) definiert werden.

Wenn ich als Privatperson jemanden mitnehme, also auf einer Strecke, die ich ohnehin gefahren wäre (Anhaltermitnahme), ist dies kein ÖPNV. Sowie ich die ursprüngliche Fahrtstrecke jedoch verlasse, um die Person zu deren Ziel zu befördern, betreibe ich ÖPNV und muss mich an die dort geltenden Regeln halten. Kein ÖPNV liegt vor, wenn die Person irgendwie mit mir bekannt ist. Bin ich Beteiligter an einer Feier, kann ich alle Gäste nach Hause fahren. Stelle ich meine Dienste jedoch dem Gastgeber zur Verfügung, betreibe ich ÖPNV.

Das ist wohl irgendwie widersinnig, es muss aber doch eine Handhabe geben, um das Tun Moias mit dem übrigen ÖPNV in Einklang zu bringen, bevor dieser ruiniert ist.

Echt jetzt?
Und ich kenne hunderte Fahrgemeinschaften, wo die Leute sich auf den Weg zur Arbeit abwechseln.

Bei JEDER dieser Fahrt fährt der jeweilige Fahrer einen Umweg um den Mitfahrer Zuhause abzuholen.

Alles illegal weil ÖPNV???
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon sivas » 13.03.2018, 10:14

@ Babsi
Moia kann durchaus eine sinnvolle Ergänzung des ÖPNV sein, weil sie flexible Sammelfahrten anbieten und damit neue Verbindungsmöglichkeiten schaffen, zu einem Preis, der mit Taxi nicht möglich ist. Da dieser Dienst aber vorhandene Angebote ablöst und nur in noch festzustellendem Umfang neue Nachfrage schafft, sind die Auswirkungen auf die vorhandenen Angebote z.B. durch eine wissenschaftliche Begleitung zu dokumentieren. Besonders in der Anlaufphase werden mit Moia auch Einzelfahrten durchgeführt werden. Damit ersetzen sie bisherige, mit der Taxe durchgeführten Dienste, die eigentlich nicht 'unter Tarif' gefahren werden dürfen.
Meine Meinung ist ja die, dass für Moia Taxikonzessionen erforderlich sind. Es sind also erst mal gewöhnliche Taxen, die aber bei Sammelfahrten einen anderen Tarif anwenden dürfen. Dieser Tarif sollte genauso vorgeschrieben werden wie der Taxitarif und verbindlich sein. Die Preisfestsetzung erfolgt im 'Taximodus' mittels Taxameter, im Sammelmodus mittels der Vermittlugssoftware. Zwischen den Modi kann nicht hin und hergewechselt werden.
Dieses Fahren nach Sammeltarif sollte auch den gewöhnlichen Taxen gestattet sein, u.U. können sie auch mit der Moia-Software vermittelt werden, das Gewerbe kann aber auch andere Lösungen entwickeln.

@ Sascha
Es ist alles eine Frage der Definition.
Berufsbedingte Fahrgemeinschaften werden wohl nicht zum ÖPNV dazugezählt werden können, da es sch um geschlossene Personengruppen handelt, bei denen sich trotzdem mitfahrende Personen abwechseln können.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Sascha1979 » 13.03.2018, 10:28

sivas hat geschrieben:
@ Sascha
Es ist alles eine Frage der Definition.
Berufsbedingte Fahrgemeinschaften werden wohl nicht zum ÖPNV dazugezählt werden können, da es sch um geschlossene Personengruppen handelt, bei denen sich trotzdem mitfahrende Personen abwechseln können.

Du machst es jetzt an "geschlossene Personengruppe" fest oder an "abwechseln"?

Weil ich aus meiner Arbeit aus dem Groß-Konzernen eine Intranet-Ausschreibung kenne, wo für die Arbeit Mitfahrgelegenheiten veröffentlicht werden, wo ständig wechselnde Personen andere mitnehmen. So arbeiten manche Mitarbeiter nur wenige Wochen oder Monate in einem Projekt und werden dann als Mitfahrgelegenheit mitgenommen.
Fällt dies dann aus "geschlossenen Personengruppen" heraus?

Zu dem "abwechselnd":
Ich kenne sehr viele Arbeitnehmer, welche ein Auto besitzen und andere Kollegen, die kein Auto besitzen, mitnehmen.
Hier wird sich nicht abgewechselt. Hier nimmt nur der eine Kollege den anderen gegen geringe Kostenbeteiligung mit.

Fällt dies dann raus und ist ÖPNV?

Zu guter letzt interessiert mich aber blablacar.de

Hier veröffentlichen tausende Private Menschen eine Fahrt von A nach B und nehmen wildfremde Menschen auf wechselnden Personenkreisen gegen Kostenbeteiligung mit.
Hierbei wird sehr häufig ein Umweg gefahren um die Personen mitzunehmen.

Immer wenn ich die Drecke Stuttgart - Göttingen fahre, nehme ich hier Leute mit. Die fragen dann, ob ich sie in Würzburg an Position X oder Y aufsammeln kann, oder in Zuffenhausen, etc.

All das fällt dann also unter ÖPNV?
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon sivas » 13.03.2018, 10:32

Was viel wichtiger ist, als neue Beförderungsformen zu etablieren, ist die Mobilisierung der RIESIGEN privaten Beförderungskapazität !

Der private Kraftfahrzeugverkehr sollte so sehr verteuert werden, dass jeder gezwungen ist, andere gegen Entgelt mitzunehmen. Viele würden sich dann gar kein Auto mehr kaufen müssen - oder Moped fahren :wink:

Dazu sollte eine kostenlose Mitfahr-Vermittlungssoftware bereitgestellt werden.

Nicht mehr 'Daumen raus' sondern 'App an'.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon sivas » 13.03.2018, 10:43

@ Sascha
Ich lege sehr viel Wert auf das 'Mit~'.
Es soll mitgenommen werden, auf Strecken, die eh gefahren würden.
Es soll hat verhindert werden, dass jemand nur befördert, ohne mitzunehmen.
Ein kleiner Umweg, um jemanden aufzunehmen oder abzusetzen ist da immer drinnen.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 13.03.2018, 11:46

@ taxipost

Nein. Natürlich nicht. Weil es einfach, auch im Vorlauf schon, sinnlos ist. Wenn man die Einnahmen welche gestern nicht erzielt wurden in den Klagetopf gegeben hätte, wären viel mehr wie 30.000.- € zusammen gekommen. Gestern wurde Geld vernichtet das man unbedingt braucht. Ich war ein sogenannter Streikbrechner und habe um die Mittagszeit versucht mit einigen Kollegen zu diskutieren. Von den Streikenden wirst Du so gut wie keinen Penny bekommen. Die denken nämlich sie hätten alles gegeben. Sie fühlen sich wie Helden, die Einfaltspinsel.
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