Klage gegen MOIA

Neuigkeiten aus dem Taxigewerbe.

Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Taxi Georg » 06.03.2019, 12:30

Man bekommt Kopfschmerzen, wenn man das alles liest aber gut erklärt IK.
Bitte betrachtet meine Postings nicht als Verpflichtung, sondern nur als gutgemeinte Hinweise!
Diese Hinweise sollen auch keine Rechts-/Steuerberatung darstellen oder sollen diese ersetzen. ☑
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Taxi Georg
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 06.03.2019, 12:49

Damit sind ja alle Fragen geklärt. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 07.03.2019, 08:55

Bei aller Hochachtung für Dein Engagement IK, habe ich nie infrage gestellt.
Habe auch Verständnis, das Du die Leute bei Laune halten muss....

Aber, dass Gericht hat Deinen missverständlichen Antrag in Deinem Interesse wohlwollend ausgelegt.
Das Gericht hat ausschließlich in einem Punkt aufschiebende Wirkung bejaht, weil die Behörde es versäumt hat, so das Gericht, die Erfahrungen des bisherigen Erprobungsbetriebs CleverShutles hinreichend abgefragt und ausgewertet hat.
Dies sollte außerdem im Hauptverfahren abschließend geklärt werden.
Bezogen auf Moia interpretiere ich die Stellungnahme des Gerichts, wenn die Behörde Auflagen des Erprobungsbetriebs von Moia nicht ausreichend abfragt und auswertet, kannst Du dagegen angehen...
Die Genehmigung für Moia grundsätzlich verhindern, halte ich unter dem Vorbehalt, dass ich mich natürlich auch irren kann, für aussichtslos..
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 07.03.2019, 09:25

Das Gericht wird sich wohl mehr geärgert haben dass die TB mit einer eigenwilligen und selbstherrlichen Interpretation des öffentlichen Interesses ( § Xy Vwgo) ein Gerichtsurteil versuchte wegzuwischen. Das öffentliche Interesse fällt meines Erachtens nicht in den Zuständigkeitsbereich der TB und war in Abwägung der Tatsachen einfach lächerlich. Habe ich auch so gesagt.

So wird ein Schuh draus. Gerichte lassen sich nicht verar.schen. Somit hat das Gericht der TB für Ihre selbstherrliche Arroganz die verdiente Ohrfeige verpasst.
Zuletzt geändert von E. G. Engel am 07.03.2019, 09:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 07.03.2019, 10:37

Und noch einen. Die zwei Sichtweisen, Moia kommt oder Moia kommt nicht ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Dazwischen können Welten liegen. Ich denke auch dass Moia kommen wird. Wird nicht zu verhindern sein. Die Frage aber ist wie kommt Moia, wird Moia zu dem was es möchte und wird aus dem Gewerbe was ihm droht. Einfallspinsel unter sich.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 07.03.2019, 11:11

E. G. Engel hat geschrieben:Und noch einen. Die zwei Sichtweisen, Moia kommt oder Moia kommt nicht ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Dazwischen können Welten liegen. Ich denke auch dass Moia kommen wird. Wird nicht zu verhindern sein. Die Frage aber ist wie kommt Moia, wird Moia zu dem was es möchte und wird aus dem Gewerbe was ihm droht. Einfallspinsel unter sich.


Ich denke auch, dass es Abstufungen gibt. Ein Teilerfolg (dass zum Beispiel die Doppelkonzessionierung entfällt) wäre auch ein Erfolg. Ich hoffe auf Maximum, aber ich bin in meinen Erwartungen vorsichtig.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 07.03.2019, 11:13

Pirat hat geschrieben:Bei aller Hochachtung für Dein Engagement IK, habe ich nie infrage gestellt.
Habe auch Verständnis, das Du die Leute bei Laune halten muss....

Aber, dass Gericht hat Deinen missverständlichen Antrag in Deinem Interesse wohlwollend ausgelegt.
Das Gericht hat ausschließlich in einem Punkt aufschiebende Wirkung bejaht, weil die Behörde es versäumt hat, so das Gericht, die Erfahrungen des bisherigen Erprobungsbetriebs CleverShutles hinreichend abgefragt und ausgewertet hat.
Dies sollte außerdem im Hauptverfahren abschließend geklärt werden.
Bezogen auf Moia interpretiere ich die Stellungnahme des Gerichts, wenn die Behörde Auflagen des Erprobungsbetriebs von Moia nicht ausreichend abfragt und auswertet, kannst Du dagegen angehen...
Die Genehmigung für Moia grundsätzlich verhindern, halte ich unter dem Vorbehalt, dass ich mich natürlich auch irren kann, für aussichtslos..


Bei Laune halten ist gar nicht mein Ziel. Ich informiere einfach und jeder soll sich eigenes Urteil bilden, bis das Gerichtsurteil nicht feststeht. Die Klage hat aber auch das Ziel für die Probleme zu sensibilisieren und für den bevorstehenden Kampf zu mobilisieren.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon am » 07.03.2019, 18:23

E. G. Engel hat geschrieben:Das Gericht wird sich wohl mehr geärgert haben dass die TB mit einer eigenwilligen und selbstherrlichen Interpretation des öffentlichen Interesses ( § Xy Vwgo) ein Gerichtsurteil versuchte wegzuwischen. Das öffentliche Interesse fällt meines Erachtens nicht in den Zuständigkeitsbereich der TB und war in Abwägung der Tatsachen einfach lächerlich. Habe ich auch so gesagt.

So wird ein Schuh draus. Gerichte lassen sich nicht verar.schen. Somit hat das Gericht der TB für Ihre selbstherrliche Arroganz die verdiente Ohrfeige verpasst.


Der abstrakte Verweis auf die öffentlichen Verkehrsinteressen ist tatsächlich genau das, abstrakt und nicht argumentiert oder gar belegt. Insofern vielleicht nicht gerade lächerlich aber insbesondere für die Hamburger Behörde recht dürftig.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 07.03.2019, 19:17

Du verwechselst da etwas mein Bester. Die TB hat die Karte "öffentliche Interessen" gezogen und nicht "öffentliche Verkehrsinteressen" um den gerichtlichen Beschluss zu übersteuern.

Der Kollege Pirat nennt Dir sicherlich gerne den entsprechenden § der VwGO.
Zuletzt geändert von E. G. Engel am 07.03.2019, 19:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon am » 08.03.2019, 01:11

E. G. Engel hat geschrieben:Du verwechselst da etwas mein Bester. Die TB hat die Karte "öffentliche Interessen" gezogen und nicht "öffentliche Verkehrsinteressen" um den gerichtlichen Beschluss zu übersteuern.

Der Kollege Pirat nennt Dir sicherlich gerne den entsprechenden § der VwGO.


Ja, ist mir nicht verborgen geblieben, nur hat sie sich um nichts anderes zu kümmern als um die Verkerhsinteressen.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 08.03.2019, 11:26

Es hat kein rechtskräftiges Urteil oder Beschluss gegeben, der mit der Begründung „öffentliches Interesse“ weggewischt wurde...
Die TB nutzt ihre rechtlichen Möglichkeiten, weshalb sollte ein Gericht darüber verärgert sein...

Nein, TB und Gericht spielen sich von uns Laien unbemerkt die Bälle zu, ohne IK (Taxi) allzu sehr wehtun zu müssen ... ihr werdet ja schließlich noch eine Zeit gebraucht...
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 08.03.2019, 11:59

Zitat IK:

„Ich denke auch, dass es Abstufungen gibt. Ein Teilerfolg (dass zum Beispiel die Doppelkonzessionierung entfällt) wäre auch ein Erfolg. Ich hoffe auf Maximum, aber ich bin in meinen Erwartungen vorsichtig.“


Tja, was soll man dazu sagen?

Zur Zeit scheint Moia zu Ausbildungszwecken häufiger den Flughafen anzufahren. Kann nicht mehr übersehen werden.


Wie es aussieht will Moia den Hotspot abseits des Wochenendgeschäft angreifen, für sich vereinnahmen. Irgendein Agreement mit dem Flughafen dürfte schon erfolgt sein. Ob sie an den anderen Hotspots wie Bahnhöfen auch aktiv sind kann ich nicht beurteilen.


Aber der Flughafen ist ein entscheidender Hotspot für das Tagesgeschäft. Nun mag manch einer sagen „was soll’s“, was interessieren mich die Graupen. Aber so einfach ist das nicht. Vereinfacht dargestellt: Die Graupen fahren die Kunden in die Hotels und der Hansafunk fährt sie wieder von den Hotels zum Flughafen. Die Durchschnittstour dürfte zwischen 25 bis 30.- € liegen. Kunden sind überwiegend Geschäftsleute und Hoteltouristen. Es sind umsatzkritische Touren weil sie zwingend notwendig sind um 8.- € Touren auszugleichen so dass vernünftige Durchschnitte erzielbar sind.


Vereinfacht könnte das so aussehen. Werbung in der Öffentlichkeit, Werbetafeln im Flughafen etc.. Einstieg virtueller Haltepunkt Flughafen. Nächste virtuelle Haltepunkte Elysee-Hotel, Mariott Hotel, Renaissance Hotel, Sofitel, Steigenberger. Unterwegs noch an einem virtuellen Haltepunkt einen Eppendorfer der in die Stadt will als Zusteiger. Buummmssss. Ruummmssss. Sollten in den Hotels keine Werbetafeln von Moia stehen dann werden die Angestellten ihre Kunden diskret darauf hinweisen dass man auch günstiger als mit dem Taxi (und netter, neutraler, keine stammelnden Selbstverwirklicher) zum Flughafen kommen kann. Man muss sich nur die Moia App herunter laden. Buummmssss. Ruummmssss. Firmen werden den bargeldlosen Service und Rechnungsbestätigung zusammengefasst einmal monatlich schätzen lernen und die Controller in den Firmen werden sich freuen dass die Spesenabrechnungen sinken und die Mitarbeiter anhalten nur noch Moia zu nutzen. Buummmssss. Ruummmssss. So wird Moia immer präsenter im Stadtbild. Die Kettenreaktion ist angelaufen und wird nicht mehr aufzuhalten sein, auch wenn es noch dauern wird.


Das spezielle Dilemma für das Gewerbe ist, wenn, nur auf das Tagesgeschäft bezogen, auf diese Art und Weise nur 5% der Geschäftsvorfälle wegfallen sich das umsatztechnisch durch den hohen durchschnittlichen Tourenwert mit 10 bis 15% im Umsatz bemerkbar machen wird. Buummmssss. Ruummmssss. Das wäre aber nur der Anfang. Buummmssss. Ruummmssss.

Wie hoch ist die Marge nach Abzug aller Kosten? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten des fahrenden Taxipersonals?

Wir können jetzt ähnliches machen für das Wochenendnachtgeschäft. Aber was soll’s bringen? Nichts.


Und was machen wir? Wir machen Dumpinggelaber. Wir hoffen auf einen Teilerfolg, wir sind vorsichtig, wir ziehen gelbe Westen an und haben gute Gespräche mit den Fahrgästen. Wir werden dann irgendwann noch die ein oder andere Demo machen. Aber die gab es schon zur Einführung der Flughafengebühr und wir haben die Gebühr immer noch. Aber damals waren das Demos, und sie haben trotzdem nichts geholfen.


Gut, wir haben gesammelt und haben damit einen guten Anwalt der den juristischen Part bearbeitet. Gewerblich wurden Helden geboren die auf der Demo stammelnd vom Zettel abgelesen haben, einige tragen jetzt gelbe Westen. Und wir hoffen. Wie niedlich. Verbände im Tiefschlaf. Organisation schei.sse. Gewerbliche Fachkompetenz schei.sse. Hilfe!!! Wo ist die Schwarmintelligenz? Wenn es nicht so traurig wäre könnte man stundenlang lachen.


Zum Schluss noch eine kleine Geschichte die einen Teil des Gewerbedilemmas aufzeigt.


Vor 10 Jahren oder so traf ich in der KFZ-Werkstatt am Heidenkampsweg auf den Hansa Kollegen Thomas Lohse. Damals Vorsitzender der Taxenunion, heute zweiter Vorstand des Hansafunks. Während wir auf die Fertigstellung unserer Fahrzeuge warteten unterhielten wir uns über das Gewerbe, genauer den Hamburger Taxentarif. Ich entwickelte eine Vorstellung wie man an das Problem der KM herangehen könnte. Herr Lohse war total begeistert. Er meinte ich müsste in den Beirat der Taxenunion kommen. Darauf antwortete ich, ich müsste nicht in den Beirat, ich müsste vorher in den Hansafunk, aber nicht 10.000.- € für die Aufnahme in den Funk bezahlen sondern 10.000.- € als Handgeld bekommen damit ich eintrete. Ich werde das schockerstarrte Gesicht und die aufgerissenen Augen des Kollegen Lohse nie vergessen. Hätte er falsche Zähne gehabt wären sie ihm aus dem Mund gefallen. Köstlich, es war einfach köstlich.



Was ich damit sagen will. Wir haben Verbände, wir haben Vorstände, wir haben Helden, wir haben Taxiunternehmer denen 3.- € Verbandsbeitrag/Monat schon zu viel sind geschweige davon einmal im Jahr zu einer Mitgliederversammlung zu gehen. Wir haben Leute die sich, für was eigentlich, Aufwandsentschädigungen oder Gehälter in die Tasche stecken, sich Touren zustecken lassen und dann richtig wählen. Jetzt haben wir auch noch Helden und Hoffnungsträger. Was wir nicht haben ist durchgreifende Organisation und gewerbliche Kompetenz. Wir sind weder bereit solche Leute für den Aufwand zu entschädigen noch sie anzuerkennen und zu respektieren. Das Gewerbe ist nichts anderes als ein Haufen dämlicher Kutscher denen Zukunft und Zukunftssicherung ein Fremdwort ist. In diesem Zusammenhang erlaube ich mir das Wort „dämlich“.


So hoffen wir dann weiter auf Teilerfolge und das der RA das schon machen wird. Dafür wird er ja schließlich bezahlt. Hybris, dein Vorname ist Taxi.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 08.03.2019, 14:44

Tja mein Pirat. Wenn Du das so sagst dann müsste es ja sein wenn..... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon LRKN » 08.03.2019, 15:16

E. G. Engel hat geschrieben:Aber der Flughafen ist ein entscheidender Hotspot für das Tagesgeschäft. Nun mag manch einer sagen „was soll’s“, was interessieren mich die Graupen. Aber so einfach ist das nicht. Vereinfacht dargestellt: Die Graupen fahren die Kunden in die Hotels und der Hansafunk fährt sie wieder von den Hotels zum Flughafen. Die Durchschnittstour dürfte zwischen 25 bis 30.- € liegen. Kunden sind überwiegend Geschäftsleute und Hoteltouristen. Es sind umsatzkritische Touren weil sie zwingend notwendig sind um 8.- € Touren auszugleichen so dass vernünftige Durchschnitte erzielbar sind.


Vereinfacht könnte das so aussehen. Werbung in der Öffentlichkeit, Werbetafeln im Flughafen etc.. Einstieg virtueller Haltepunkt Flughafen. Nächste virtuelle Haltepunkte Elysee-Hotel, Mariott Hotel, Renaissance Hotel, Sofitel, Steigenberger. Unterwegs noch an einem virtuellen Haltepunkt einen Eppendorfer der in die Stadt will als Zusteiger. Buummmssss. Ruummmssss. Sollten in den Hotels keine Werbetafeln von Moia stehen dann werden die Angestellten ihre Kunden diskret darauf hinweisen dass man auch günstiger als mit dem Taxi (und netter, neutraler, keine stammelnden Selbstverwirklicher) zum Flughafen kommen kann. Man muss sich nur die Moia App herunter laden. Buummmssss. Ruummmssss. Firmen werden den bargeldlosen Service und Rechnungsbestätigung zusammengefasst einmal monatlich schätzen lernen und die Controller in den Firmen werden sich freuen dass die Spesenabrechnungen sinken und die Mitarbeiter anhalten nur noch Moia zu nutzen. Buummmssss. Ruummmssss. So wird Moia immer präsenter im Stadtbild. Die Kettenreaktion ist angelaufen und wird nicht mehr aufzuhalten sein, auch wenn es noch dauern wird.


Grundsätzlich gebe ich dir zu deinem Post vollste Zustimmung. Wenn einer Schuld hat am Untergang des Taxigewerbes hat, dann ist es das Taxigewerbe durch seine unfähigkeiten.

Nur bei dem obigen Teil erlaube ich ein bisschen zu wiedersprechen. Moia wird am Anfang ein rein Hamburgerisches Angebot bleiben. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass irgendwelche Auswärtige für einen kurzen Besuch in HH sich die App runterladen und Moia nutzen werden. Weder für die Fahrt in die Stadt noch zurück zum Flughafen. Die hauptnutzergruppe werden kurz- und mittelfristig die Hamburger sein. Für die macht es Sinn für häufige Touren von A nach B die Moia-Angebote zu nutzen.

Sehr langfristig gesehen hast du mit deiner Einschätzung allerdings recht. Wenn Moia auch in mehreren Städte in Europa vertreten ist, wird die Nutzerzahl von Auswärtigen zunehmen. Gerade auch wegen deiner beschriebenen Vorteile der Abrechnungsmöglichkeiten.

Das Taxigewerbe könnte da nur gegensteuern mit einer entsprechend modernen Technologie und der Bereitschaft überregional sich zu vernetzen und es Möglich zu machen das ein Geschäftsmann von zB Beiersdorf in jeder Stadt Deutschlands mit einer App zu buchen und es direkt mit der Spesenabteilung von Beiersdorf abrechnen zu können. Umsetzung mittelfristig? Extrem unwahrscheinlich. Allein das es bei Hansa nicht möglich ist, die Einmal-Pappkarten nicht in der App zu hinterlegen ist lachhaft. Das ganze Verrechnungs- und HansaCardsystem müsste schon längst in der App aufgegangen sein. Aber das wird nicht passieren.

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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 08.03.2019, 18:32

@Engel

Flughafen-MOIA-Hotspot ist eine Illusion, wie die Verminderung des Verkehrs durch MOIA, die Verbesserung der Luft und die billigere Mobilität durch die MOIAs Zauberhand. Alles nur Luftnummern. Alles Bullshit. In 5 Jahre werden rationale Kontroler bei VW dem MOIA den Stecker ziehen und Ole H. und Robert H. werden eine neue Weltrettungsmision starten. Wahrscheinlich Torf-Abbau, oder irgendwas, denn auf die Inhalte kommt es nicht an, sondern auf den Schein ...

Und je, die Verbände sind wirklich alles andere als gut. Der am besten bezahlter Taxenvertreter in HH hat außer Bereitschaft zu folgen keine andere Referenz ... Aber ich bin trotzdem in zwei Verbänden zahlender Mitglied und werde es weiterhin bleiben. Denn eine schwache Interessenvertretung ist besser als gar keine. Die Finanzierung der Klage ist zu 2/3 durch die Organisationen finanziert. Die großen Spender sind bekannt. Die vielen kleinen Spender würden nie reichen. Verbesserung der Arbeit in den Verbänden ist ein Ziel an dem ich auch arbeite, denn eine solche kann nur vonn innen angeschoben werden.

Und ja, ich trage eine gelbe Weste bei der Arbeit und rede mit Kunden. Einfach machen. Frust kann man nach dem Ableben abbauen ... Nicht jammern, handeln ... Trotz Frust ... Garantie gibt es nicht, aber durch so was kann man auch ein Held werden :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon E. G. Engel » 09.03.2019, 00:18

Aus Respekt vor der Problematik, nicht vor Dir, halte ich jetzt mal meine Klappe.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Pirat » 09.03.2019, 10:56

Die Finanzierung der Klage ist zu 2/3 durch die Organisationen finanziert.


Die haben ja auch am meisten zu verlieren...
Bin mal gespannt, wann bei Hansa Überlegungen an einer Umwandlung in Besitz u. Betriebsgesellschaft öffentlich geäußert werden.
Für mich eine Möglichkeit, den Wertverlust...., ach lassen wir es lieber..., aus Respekt vor der Problematik ... :mrgreen:
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon RaimundHH » 09.03.2019, 13:58

LRKN hat geschrieben:
Das Taxigewerbe könnte da nur gegensteuern mit einer entsprechend modernen Technologie und der Bereitschaft überregional sich zu vernetzen und es Möglich zu machen das ein Geschäftsmann von zB Beiersdorf in jeder Stadt Deutschlands mit einer App zu buchen und es direkt mit der Spesenabteilung von Beiersdorf abrechnen zu können. Umsetzung mittelfristig? Extrem unwahrscheinlich.

Eher kauft man den Autoruf.


Moin,

gibt es schon bei MT, sogar mit Vernetzung zu externen Reisekostenabrechnungsdienstleister :wink:
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon eichi » 09.03.2019, 16:54

Zur Zeit scheint Moia zu Ausbildungszwecken häufiger den Flughafen anzufahren. Kann nicht mehr übersehen werden.
Wie es aussieht will Moia den Hotspot abseits des Wochenendgeschäft angreifen, für sich vereinnahmen. Irgendein Agreement mit dem Flughafen dürfte schon erfolgt sein. Ob sie an den anderen Hotspots wie Bahnhöfen auch aktiv sind kann ich nicht beurteilen.

Aber der Flughafen ist ein entscheidender Hotspot für das Tagesgeschäft.

Der Moia-Betriebshof in Groß Borstel (Flughafennähe) ist inzwischen mit Ladesäulen
für ca. 120 Fzg. ausgerüstet, das Büro kommt in Kürze. Moia macht durchaus Ernst.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Marvin » 09.03.2019, 16:58

E. G. Engel hat geschrieben:
Was ich damit sagen will. Wir haben Verbände, wir haben Vorstände, wir haben Helden, wir haben Taxiunternehmer denen 3.- € Verbandsbeitrag/Monat schon zu viel sind geschweige davon einmal im Jahr zu einer Mitgliederversammlung zu gehen. Wir haben Leute die sich, für was eigentlich, Aufwandsentschädigungen oder Gehälter in die Tasche stecken, sich Touren zustecken lassen und dann richtig wählen. Jetzt haben wir auch noch Helden und Hoffnungsträger. Was wir nicht haben ist durchgreifende Organisation und gewerbliche Kompetenz. Wir sind weder bereit solche Leute für den Aufwand zu entschädigen noch sie anzuerkennen und zu respektieren. Das Gewerbe ist nichts anderes als ein Haufen dämlicher Kutscher denen Zukunft und Zukunftssicherung ein Fremdwort ist. In diesem Zusammenhang erlaube ich mir das Wort „dämlich“.


So hoffen wir dann weiter auf Teilerfolge und das der RA das schon machen wird. Dafür wird er ja schließlich bezahlt. Hybris, dein Vorname ist Taxi.

Richtig, der Zustand der Verbände – besonders in Hamburg - ist eine Katastrophe. Das Gewerbe schafft es nicht, sich zu organisieren. Aber ist das nicht auch den Strukturen geschuldet, die das PbefG vorgibt: Eine Vielzahl kleiner und kleinster Unternehmen, die innerhalb eines strikten Ordnungsrahmens ihr Geschäft betreiben und dem Staat eine große Einflussnahme auf die Qualität der Personenbeförderung ermöglichen? Die Intention des Gesetzes ist doch klar: Der Staat hat durch Festsetzung der Tarife und bei Bedarf durch Begrenzung der Anzahl der Konzessionen für einen funktionierenden Gelegenheitsverkehr zu sorgen.

Völlig klar ist auch die Intention des PbefG, dass der spontane Gelegenheitsverkehr ausschließlich den Taxen vorbehalten bleibt. Mietwagen dürfen keinen taxiähnlichen Verkehr ausführen.

Es wäre die originäre Aufgabe der Genehmigungsbehörde diesem Gesetz und somit auch den Interessen der korrekt arbeitenden Unternehmer unter strikter Berücksichtigung der erkennbaren Intention Geltung zu verschaffen, um die Funktionsfähigkeit des öffentlichen Personennahverkehrs sicher zu stellen. Leider versagt die Hamburger Behörde umfassend. Bereits die Protektion der Firma Tesymex/Linne und Krause durch die nirgends gesetzlich geforderte Fixierung auf den „Insika Fiskaltaxameter“ zeigte das eigenwillige Verhältnis der Behörde zu geltendem Recht. Zwischenzeitlich gab es die Klatsche der Hamburger Finanzbehörde, die keine Insika Verschlüsselung fordert und bei Taxametern, die nicht dazu imstande sind, Daten auf Datenträgern zu speichern – also allen gängigen Taxametern – die manuelle Aufzeichnung zulässt.

Dass die Hamburger Behörde jetzt trickreich den §2 Abs. (7) dazu nutzt, das Gewerbe, dessen Schutz sie eigentlich sicherstellen soll, hinzurichten, ist ein Zeugnis absoluten Behördenversagens. Die Hamburger Genehmigungsbehörde versteht sich vermutlich eher als ausführendes Organ politischer Interessengruppen, als dass sie sich dem Geist des PbefG verpflichtet fühlt.

Ein Gewerbe, das die eigene Genehmigungsbehörde zum mächtigen Feind hat und zudem auch noch katastrophal organisiert ist, hat vermutlich nur geringste Überlebenschancen. Dass es sich, anstatt geschlossen um das eigene Überleben zu kämpfen, öffentlich zerlegt, ist an Blödheit schwer zu überbieten und eigentlich ein Fall für den Darwin Award.
Zuletzt geändert von Marvin am 09.03.2019, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich könnte dir deine Überlebenschancen ausrechnen, aber du wärst nicht begeistert."
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