Klage gegen MOIA

Neuigkeiten aus dem Taxigewerbe.
det
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von det » 13.11.2019, 17:26

Immer häufiger sehe ich, wie einzelne MOIAs in kleinen Seitenstraßen am Rand stehen. Ich habe das Gefühl, dass sie sich verstecken und auf irgendwelche Aufträge warten. Wenn ich die Fahrer fest anschaue, kommt es mir so vor, als wenn sie sich ertappt fühlen. Vielleicht fängt man bei MOIA langsam an, die Wirtschaftlichkeit des planlosen Umherfahrens mit zu 99% unbesetzten Autos nachzurechnen. So wie es zurzeit läuft, wird MOIA den break even point nie erreichen.
Zuletzt geändert von det am 13.11.2019, 17:29, insgesamt 1-mal geändert.

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alsterblick
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von alsterblick » 13.11.2019, 18:29

det hat geschrieben:
13.11.2019, 17:26
Immer häufiger sehe ich, wie einzelne MOIAs in kleinen Seitenstraßen am Rand stehen. Ich habe das Gefühl, dass sie sich verstecken und auf irgendwelche Aufträge warten. Wenn ich die Fahrer fest anschaue, kommt es mir so vor, als wenn sie sich ertappt fühlen. Vielleicht fängt man bei MOIA langsam an, die Wirtschaftlichkeit des planlosen Umherfahrens mit zu 99% unbesetzten Autos nachzurechnen. So wie es zurzeit läuft, wird MOIA den break even point nie erreichen.
Klar, verstreut in Seitenstraßen will MOIA gerne „Kraftkosten“ sparen zumal Fahrer wegen Langweiligkeit/Systemfahren offenbar schneller ermüden. Aber, was bitte soll moia-spezifisch der „break even point“ überhaupt sein ?

Wenn ich Zeit habe, stelle ich mich mit Hungerleuchte „filmend“ hinter solch einem MOIA, der sich dann binnen Min aufunddavon macht. Bisher jedenfalls immer, offenbar gelten 3 Min als "Pinkelpause". :lol:
Zuletzt geändert von alsterblick am 13.11.2019, 18:36, insgesamt 2-mal geändert.
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CPL5938
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von CPL5938 » 16.11.2019, 07:48

Nicht nur in den Seitenstraßen drücken sie sich vor dem Systemfahren - auch auf Taxiposten:

https://www.dieklage.de/gotchas.html#g- ... rfer-markt
"The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing.”
Edmund Burke

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von CPL5938 » 20.11.2019, 02:25

Undercover in der Nacht des Hamburger Eisbein-Essen. Wie gut ist #MOIA ?

https://www.dieklage.de/index.html#eisbein--pooling
Zuletzt geändert von CPL5938 am 20.11.2019, 02:28, insgesamt 1-mal geändert.
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IK
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von IK » 20.11.2019, 11:35

Eisbein-Pooling

Dieser Bericht zeigt wieder mal zwei Sachverhalte sehr deutlich:

1. Die Nachfrage am Freitag nach MOIA war hoch ...
2. MOIA belastet den Verkehr ...

Viele Touren zu fahren bedeutet beim Langen nicht, dass man diese auch verkehrsentlastend miteinander kombinieren kann. Dieses Bericht zeigt nur, dass mit Dumping möglich ist die Nachfrage zu generieren. Wenn man ein hochwertiges Produkt zum Viertel des Preises verkauft, darf sich nicht wundern, wenn ihm die Bude von Kunden überrannt wird. Aber dieser einfacher Zusammenhang zwischen dem Preis und der Nachfrage überrascht sowohl die Politik, als auch die ganzen Experten ...

Und wie Magie sitzt noch immer in den Köpfen die Gleichung:

Hohe Nachfrage = Pooling = Weniger Kilometer = Verkehrsentlastung

Fazit
Je größer die Flotte, desto miserabler ist die „Verkehrsentlastung“ durch MOIA.
Träume werden zu Albträumen ...

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von CPL5938 » 21.11.2019, 02:07

Mit einem MOIA durch die Nacht:

https://www.dieklage.de/#saturday-night-pooling
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von CPL5938 » 10.12.2019, 15:28

Neue Innenansicht von Moia:

https://www.dieklage.de/#new-display
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von Poorboy » 10.12.2019, 21:19

Zuletzt geändert von Poorboy am 10.12.2019, 21:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von CPL5938 » 11.12.2019, 02:33

köstlich. Auch die Kommentare.

Am besten:
Schön, dass Taxis nicht mehr nur für gut betuchte zugänglich sind, sondern für jedermann zum kleinen Preis. Wenn das dann auch noch emissionsfrei passiert, umso besser!
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eichi
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von eichi » 13.12.2019, 00:19

Der MoPo-Autor hat einen Leserbrief erhalten, wie ich aus
einer zuverlässigen Quelle erfahren habe. Leider hatte er bisher
nicht die ..., um zu antworten.

Hier der Text:
Sehr geehrter Herr Schlink,

bitte erlauben Sie mir, einiges zu Ihrem letzten Moia-Artikel zu kommentieren:

Zitat: „Dass er dadurch in direkte Konkurrenz zu den Taxi-Unternehmen tritt – und deutlich günstiger ist – sagt er jedoch nicht.“

Die Genehmigung für Moia ist ausdrücklich zur Erprobung einer neuen Verkehrsart erteilt worden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass kein taxiähnlicher Verkehr stattfinden darf. Des Weiteren darf dadurch der Taxenverkehr in seiner Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt werden. Deshalb ist diese Methode ungesetzlich und kein Lapsus, über den man großzügig hinwegsehen sollte.

Die Aufnahmepunkte für Fahrgäste bei Moia sind in einer Liste virtueller Haltepunkte festgelegt. Diese Liste scheint geheim zu sein, die Auflagen (nicht im Halteverbot, Abstand zu Taxiposten >15m, nicht auf Bushaltestellen, nicht im Kreuzungsbereich...) wurden regelmäßig missachtet und sind vielfach dokumentiert. Die einzuhaltenden! Fahrtrouten für die Moia-Fahrer werden vom System vorgeschrieben, sie sind weder nachvollziehbar noch Umwelt freundlich. Im Gegenteil, ich beobachte z.B. in Winterhude häufig sinnlose Leerfahrten durch kleine Seitenstraßen. Viele Fahrer scheinen auch durch die großen Fahrzeuge im dichten Stadtverkehr überfordert.

Dies alles können sie auch auf „https://www.dieklage.de/news.html“ nachlesen.

Die Fahrpreise von Moia werden von Ihnen nonchalant als günstig erwähnt. Die Fahrpreise für Taxen werden von der Behörde (BWVI) als Taxentarif vorgeschrieben. Dessen Höhe wird durch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sehr genau ermittelt. Taxenverkehr dient der Ergänzung und Verdichtung des ÖPNV. Taxigesetze sind Verbraucherschutz! Folglich darf ich behaupten, das es billiger als Taxi mit eigenem Geld legal nicht geht.

Was will Moia also? Weiter eigenwirtschaftlich arbeitende Taxiunternehmen vom Markt drängen? ÖPNV-Fahrgäste abspenstig machen? Selbst an ÖPNV-Förderung teilhaben?

Diese Fragen müssen beantwortet werden! Lassen Sie sich nicht von Moia-Marketingsprechblasen einlullen! Taxi ist längst digital, Pooling wird längst von Taxen angeboten, ebenso Anrufsammeltaxis in den Randbezirken. Taxi arbeitet eigenwirtschaftlich.

Die echten Profis sind die Taxifahrer. Viele von ihnen sind in der Lage, ihnen auf Wunsch eine kleine Stadtführung zu geben und kennen sich auch mit „Geheimtips“ aus.

Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Freundliche Grüße
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

titanocen100
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von titanocen100 » 13.12.2019, 01:00

eichi hat geschrieben:
13.12.2019, 00:19
Der MoPo-Autor hat einen Leserbrief erhalten, wie ich aus
einer zuverlässigen Quelle erfahren habe. Leider hatte er bisher
nicht die ..., um zu antworten.

Hier der Text:
Sehr geehrter Herr Schlink,

bitte erlauben Sie mir, einiges zu Ihrem letzten Moia-Artikel zu kommentieren:

Zitat: „Dass er dadurch in direkte Konkurrenz zu den Taxi-Unternehmen tritt – und deutlich günstiger ist – sagt er jedoch nicht.“

Die Genehmigung für Moia ist ausdrücklich zur Erprobung einer neuen Verkehrsart erteilt worden. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass kein taxiähnlicher Verkehr stattfinden darf. Des Weiteren darf dadurch der Taxenverkehr in seiner Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt werden. Deshalb ist diese Methode ungesetzlich und kein Lapsus, über den man großzügig hinwegsehen sollte.

Die Aufnahmepunkte für Fahrgäste bei Moia sind in einer Liste virtueller Haltepunkte festgelegt. Diese Liste scheint geheim zu sein, die Auflagen (nicht im Halteverbot, Abstand zu Taxiposten >15m, nicht auf Bushaltestellen, nicht im Kreuzungsbereich...) wurden regelmäßig missachtet und sind vielfach dokumentiert. Die einzuhaltenden! Fahrtrouten für die Moia-Fahrer werden vom System vorgeschrieben, sie sind weder nachvollziehbar noch Umwelt freundlich. Im Gegenteil, ich beobachte z.B. in Winterhude häufig sinnlose Leerfahrten durch kleine Seitenstraßen. Viele Fahrer scheinen auch durch die großen Fahrzeuge im dichten Stadtverkehr überfordert.

Dies alles können sie auch auf „https://www.dieklage.de/news.html“ nachlesen.

Die Fahrpreise von Moia werden von Ihnen nonchalant als günstig erwähnt. Die Fahrpreise für Taxen werden von der Behörde (BWVI) als Taxentarif vorgeschrieben. Dessen Höhe wird durch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sehr genau ermittelt. Taxenverkehr dient der Ergänzung und Verdichtung des ÖPNV. Taxigesetze sind Verbraucherschutz! Folglich darf ich behaupten, das es billiger als Taxi mit eigenem Geld legal nicht geht.

Was will Moia also? Weiter eigenwirtschaftlich arbeitende Taxiunternehmen vom Markt drängen? ÖPNV-Fahrgäste abspenstig machen? Selbst an ÖPNV-Förderung teilhaben?

Diese Fragen müssen beantwortet werden! Lassen Sie sich nicht von Moia-Marketingsprechblasen einlullen! Taxi ist längst digital, Pooling wird längst von Taxen angeboten, ebenso Anrufsammeltaxis in den Randbezirken. Taxi arbeitet eigenwirtschaftlich.

Die echten Profis sind die Taxifahrer. Viele von ihnen sind in der Lage, ihnen auf Wunsch eine kleine Stadtführung zu geben und kennen sich auch mit „Geheimtips“ aus.

Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Freundliche Grüße
Ich denke, MOIA wird viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.
Fassen wir doch mal zusammen:
MOIA führt PBef durch auf z.T. nicht legale Weise (Verstöße gegen StVO u.a.)
Sie führen Beförderungen zu Dumpingpreisen durch, die sie auf Dauer nicht halten können, da sie sonst Konkurs anmelden dürfen.
Ergo:
Lassen wir sie gewähren, je mehr, desto besser und desto schneller melden sie Konkurs an. Wunderbar.
Völlig anders ist dagegen UBER, aber das ist ein anderer Thread...
Meinungen sind wie A r s c h l ö c h e r – jederman hat eines. (Dirty Harry 5)

eichi
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von eichi » 13.12.2019, 15:44

Ich denke, MOIA wird viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.
Aus der Entfernung und ohne auf Hamburgs Straßen unterwegs zu sein,
ohne Zahlen zur Moiaflotte und Hamburgs Taxenanzahl kannst du es
kaum richtig beurteilen.
Und für die Zukunft: mehr Glück (beim Denken).
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von titanocen100 » 13.12.2019, 16:00

eichi hat geschrieben:
13.12.2019, 15:44
Ich denke, MOIA wird viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.
Aus der Entfernung und ohne auf Hamburgs Straßen unterwegs zu sein,
ohne Zahlen zur Moiaflotte und Hamburgs Taxenanzahl kannst du es
kaum richtig beurteilen.
Und für die Zukunft: mehr Glück (beim Denken).
cogito ergo sum
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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von eichi » 13.12.2019, 17:56

q e d (quod esset demonstrandum)
Zuletzt geändert von eichi am 13.12.2019, 17:59, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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Re: Klage gegen MOIA

Beitrag von CPL5938 » 16.12.2019, 06:35

Wir sind ja gezwungen, sie gewähren zu lassen. Und wenn sie nur lange genug Verluste machen, wird VW den Stecker ziehen - denkt man sich so. Aber in dieser verrückten Schein-Welt, in der die gemeinsame Verständigung auf eine Schein-Wirklichkeit so eine Art Urlaubsvertretung für die echte Wirklichkeit ist, kann man sich nicht sicher sein.
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