Klage gegen MOIA

Neuigkeiten aus dem Taxigewerbe.

Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon eichi » 05.12.2018, 23:28

Nochmal zur Verdeutlichung:
Zitat alsterblick
Das mit Stromladeanschluß verstehe ich noch nicht so ganz. :roll:
220 V gibt es doch überall,

Gut, 220V ( in Wirklichkeit inzwischen 230V~) hat jeder zu Hause.
Aber hat auch jeder deutlich mehr als 20A Drehstrom (3-phasiger Wechselstrom)
als Außensteckdose zur Verfügung?
Als Beispiel
Spannung x Stromstärke= Leistung
entspricht 230 x 20 = 4,6 kW
... und wir reden von mehr als 22kW!!!
das braucht also eine Absicherung pro Phase von ca 100 Ampere! :shock:
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Marvin » 06.12.2018, 05:51

eichi hat geschrieben:Nochmal zur Verdeutlichung:
Zitat alsterblick
Das mit Stromladeanschluß verstehe ich noch nicht so ganz. :roll:
220 V gibt es doch überall,

Gut, 220V ( in Wirklichkeit inzwischen 230V~) hat jeder zu Hause.
Aber hat auch jeder deutlich mehr als 20A Drehstrom (3-phasiger Wechselstrom)
als Außensteckdose zur Verfügung?
Als Beispiel
Spannung x Stromstärke= Leistung
entspricht 230 x 20 = 4,6 kW
... und wir reden von mehr als 22kW!!!
das braucht also eine Absicherung pro Phase von ca 100 Ampere! :shock:
Das sind Industrie-übliche Werte!

Das halte ich für etwas hoch gegriffen. Wenn mit 22KW Gesamtleistung geladen wird, kommt eigentlich nur Drehstrom infrage, so dass die Ladeleistung auf die drei Phasen verteilt wird. Das heißt, je nach Leitungslänge muss mit ca. 32A pro Phase abgesichert werden.

Trotzdem ist das jedoch sehr viel und die Bereitstellung keineswegs profan. Der Anschluss muss - bei moderater Leitungslänge - mindestens mit 5X6mm2 Kabeln ausgeführt werden und dürfte nur dann in einen üblichen Hausanschluss integriert werden, wenn kein Durchlauferhitzer verwendet wird. Zur Verdeutlichung, was 22KW bedeutet: Diese Leistung hat ein handelsüblicher Durchlauferhitzer. Und der ist in vielen Gemeinden genehmigungspflichtig obwohl die Leistung in der Regel nur kurzzeitig abgefordert wird. Das parallele Laden mehrerer Elektrofahrzeuge, beispielsweise nach Feierabend in einem Wohnblock, kann die gesamte elektrische Infrastruktur zum Erliegen bringen. Deshalb sind meines Wissens Schnelladestationen auch genehmigungspflichtig und in der Anzahl begrenzt.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon eichi » 06.12.2018, 18:38

Prinzipiell hast du natürlich recht, der Spannungseingang
bei Dreiphasen-Versorgung wäre dann min. 32A/ Phase abzusichern.
Der Ladestromwäre dann, abseits von Wandlerverlusten, 100A
in etwa. Frage: wieviel Energie frisst die Akku-Kühlung, um die
Lebensdauer des Stromspeichers zu gewährleisten?
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon CPL5938 » 07.12.2018, 17:28

Super Artikel den die Berliner Kollegen ins Deutsche übersetzt haben:

https://taxi-innung.de/2018/12/07/uber- ... m-absturz/
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon IK » 09.12.2018, 15:33

@ Marvin und eichi

Super Disput über Strom für die Ellektroautos ;)
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Marvin » 11.12.2018, 02:49

IK hat geschrieben:@ Marvin und eichi

Super Disput über Strom für die Ellektroautos ;)

Was für ein Disput? Ich habe nur einen Wert korrigiert, der mir zu hoch gegriffen erschien.
Ich glaube, dass die Kritik an der sogenannten Elektromobilität ein zentraler Angriffspunkt gegen die "neuen Verkehrsformen" mit denen wir platt gemacht werden sollen ist. Ohne die vermeintlich umweltfreundlichen Fahrzeuge gäbe es weder Moia noch Ioki oder Clevershuttle. Akkugespeiste Elektrofahrzeuge sind ein umweltpolitischer Irrweg. Sie bieten keine Vorteile gegenüber Dieselfahrzeugen. Besonders die Stillegung intakter Dieselfahrzeuge zugunsten von Elektrokarren ist ein Umweltfrefel.
Einige Argumente:
    Zwar haben Elektromotoren einen guten Wirkungsgrad. Rechnet man aber sämtliche Verluste von der Erzeugung der elektrischen Energie im Kraftwerk bis zu deren Entnahme aus der Batterie zusammen, dürfte sich der angebliche Vorteil verflüchtigen: Schlechter Wirkungsgrad von Kraftwerken (ca. 40%), Verluste beim Hochtransformieren der Spannung, Verluste durch Leitungswiderstand, Verluste beim Reduzieren der Spannung, Speicherverluste (bis zu 20%). Nicht zu vergessen: Heizenergie für den Fahrzeuginnenraum, die sonst der Abwärme entnommen wird.

    Das gleichzeitige Laden vieler Fahrzeugakkus würde das Energienetz überlasten. Solange Elektroautos - wie derzeit - eher ein Zweitspielzeug für reiche Schnösel sind, funktioniert es gerade noch. Tauscht man eine nennenswerte Zahl von Dieselmotoren durch E-Motoren, werden die Grenzen der Infrastruktur schnell erreicht.

    Die klimaneutrale Erzeugung von Strom für E-Mobilität ist ein Märchen. Der derzeitige Bedarf an elektrischer Energie für Haushalte, Büros und Industrie lässt sich nicht kurzfristig reduzieren. Er wird nur zum Teil aus regenerierbaren Energiequellen gedeckt. Dieser Anteil lässt sich jedoch, trotz aller Anstrengungen, nur sehr langsam erhöhen. Zusätzlicher Bedarf für E-Fahrzeuge muss ausschließlich mit fossilen Energieträgern gedeckt werden, denn nur Kohle-, Gas- oder Ölkraftwerke sind entsprechend skalierbar. Wenn es denn überhaupt möglich ist, die Stromproduktion kurzfristig nennenswert zu erhöhen.

    Aus oben genannten Gründen entstehen die Schadstoffe lediglich an anderer Stelle in mindestens der gleichen Menge. Für die CO2 Bilanz ist das wurst. Die anderen Schadstoffe müssen eben von den Nachbarn der Kraftwerke weggeschnüffelt werden. Die Stadtbevölkerung möchte gerne die Vorteile der Urbanität genießen aber die Nachteile outsourcen. Ob das ein gesamtgesellschaftlicher Vorteil ist, darf bezweifelt werden.

    Das Gefährdungspotential von NOx wird überbewertet.

    Die Produktion von Akkus belastet die Umwelt und schädigt die Bevölkerung armer Länder.

    Derart große Akkus sind äußerst gefährlich. Gerät ein solcher Akku in Brand, werden zum Löschen ca. 20000 Liter Wasser benötigt. Es gibt derzeit kein Konzept zum Löschen.
    usw...usf....

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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon N8tfahrer » 11.12.2018, 03:18

Vielleicht ist es an der Zeit sich Warnwesten anzuziehen.........was für ein Irrsinn zur Zeit
Sind sie das Taxi ? ............NEIN, Der Fahrer !
Das müssen sie doch wissen, sie sind doch der Taxifahrer !
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Poorboy » 11.12.2018, 04:28

Dazu:

Um Wasserstoff zu erzeugen, der bei Verbrennung 1 KW Strom liefert, werden 4 KW Strom benötigt. Der Wasserstoff für diese Fahrzeuge in Japan wird in Australien gekauft und mit Braunkohlekraftwerken erzeugt!!

Wasserstoff zerfällt! Stelle eine Clevershuttle mit vollem Tank für einen vierwöchigen Urlaub am Flughafen ab. Bei Rückkehr ist da kein Tankinhalt mehr!!!

Alles nur Abzocke!!

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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon sivas » 11.12.2018, 09:46

Poorboy hat geschrieben:Wasserstoff zerfällt!

Geld auch !
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon Juskwe » 16.12.2018, 09:47

sivas hat geschrieben:
Poorboy hat geschrieben:Wasserstoff zerfällt!

Geld auch !

Das Gehirn bei manchen auch...

nebenbei Poorboy wollte diffundiert sagen... zerfallen kann ein 1P1E Atome per se nicht mehr.
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Re: Klage gegen MOIA

Beitragvon eichi » 16.12.2018, 15:42

...und ausreichend dichte Tanks gibt es nicht.
Die lütten Atome drängeln sich einfach so durch die Tankwandung.
Nur langsam, aber sie "verduften"!
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