Krankenkassenvertrag

Moin Moin!
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Emilie
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Beitrag von Emilie » 13.07.2011, 08:51

wann haste denn das alles gelesen?? :shock:
Bloß kein Stress...

Gebt mir ruhig die Schuld!

Hauke
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Beitrag von Hauke » 13.07.2011, 09:11

Emilie hat geschrieben:wann haste denn das alles gelesen?? :shock:
Beim Frühstück.

Bevor ich einen markigen Kommentar unter so einem Posting setze, schau ich halt um was es überhaupt geht. :P

Wattwurm
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Beitrag von Wattwurm » 19.07.2011, 16:11

Nach dem gültigen Taxitarif in NMS:

Strecke: 3,5 KM = 8,20 Euro

Nach der gültigen Patientenentgeltvereinbarung:

Strecke: 3,5 KM = 6,40 Euro

22% Rabatt für die Krankenkassen! Und die nächste Tariferhöhung die in NMS vermutlich zum Jahresende kommt, noch nicht einmal eingerechnet! Es reicht denke ich mal! Der Hungertarif in Kiel, darf nicht der Maßstab sein!

Wattwurm
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Beitrag von Wattwurm » 20.07.2011, 16:03

Sehr Erfreulich!!!!

Nach einem Telefonat heute Mittag mit Herrn Krotz vom Verband T&M wurde mir zugesichert, das der Abschluß eines neuen Krankenkassenvertrages unmittelbar bevorsteht! Es hat eine Einigung gegeben und es wird auch, entgegen anders lautenden Gerüchten, ein paar kleine Verbesserungen geben! Auf gar keinen Fall gibt es eine Verschlechterung der jetzigen Konditionen! Der Vertrag ist unterschriftsreif und wird demnächst auch unterschrieben werden, wenn alle Beteiligten aus dem Urlaub zurück sind!

Details wollte mir Herr Krotz nicht nennen! Dafür habe ich mein Verständnis geäußert! Denn das ist in der Politik und in der Diplomatie Gang und Gäbe, dass die Katze erst dann aus dem Sack gelassen wird, wenn die Verträge unterschrieben sind um die Verhandlungsatmosphäre nicht unnötig von außen zu belasten!

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Otto126
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Beitrag von Otto126 » 26.08.2011, 16:30

AOK fordert Mengenrabatt für Krankenfahrten per Taxi
(...)
Villingen-Schwenningen
(...)
In dieser Rahmenvereinbarung sei auch festgelegt, dass die Taxiunternehmen innerhalb des Pflichtfahrbereichs (Schwarzwald-Baar-Kreis) auf den gültigen Taxitarif einen Nachlass von zehn Prozent gewähren müssen. „Die Genehmigung dieser Rahmenvereinbarung hätte von uns nur abgelehnt werden können, wenn die Ordnung des Verkehrsmarktes gestört würde“, sagt er. Und das sei nur dann der Fall, wenn der Taxitarif für Krankenfahrten nicht mehr kostendeckend und damit die Existenz der Taxiunternehmen gefährdet sei.
(...)

http://www.suedkurier.de/region/schwarz ... 41,5073926
Schon wieder die AOK Baden-Württemberg...
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."

Wat woll'n die Atzen eigentlich von mir?

taxistreng
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Beitrag von taxistreng » 26.08.2011, 16:39

Warum, zum Teufel, beugen sich Unternehmer einem "Rahmenvertrag" mit irgendwelchen Krankenkassen, wenn es eine Tarifpflicht gibt?
Wenn Fritz Müller ausse Kneipe kommt, zahlt der in bar, was auf der Uhr steht.
Koffer und Rollator aus dem dritten Stock schleppen und bei der Krankenhausaufnahme behilflich sein, machen wir dann auf Pump und für weniger Geld.... is´klar, oder?!
Ich hab 5 Vollzeitkräfte und krieg bei den Sozialagaben noch immer keinen Rabatt...

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jr
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Beitrag von jr » 26.08.2011, 18:07

Und das sei nur dann der Fall, wenn der Taxitarif für Krankenfahrten nicht mehr kostendeckend und damit die Existenz der Taxiunternehmen gefährdet sei.
Vielleicht sollten die Taxiunternehmer mal ein bißchen mehr PR in eigener Sache machen und dem gewöhnlichen Kunden standardmäßig sagen: Du bist der Sponsor der Krankenkassen.

Aus dem verlinkten Artikel:
Bei Fahrten außerhalb des Schwarzwald-Baar-Kreises könne der Fahrpreis frei vereinbart werden. Allerdings zahlten die Krankenkassen auch dafür zehn Prozent weniger. Ebenso könne mit Mietwagenunternehmen der Fahrpreis frei vereinbart werden. Die Taxiunternehmer haben nur die Option, für den Preis keine Krankenfahrten mehr außerhalb des Kreises durchzuführen.
Und was ist innerhalb? Beförderungspflicht?

10 % weniger als eine freie Vereinbarung - wie soll das gehen?

Bei einem Blick auf manchen Tarif im Südwesten relativiert sich der Ärger vielleicht. Dort gibt es einen ersten Kreis, der 1,90 Euro je km ohne Staffelung vorsieht. Davon kann das Gewerbe im Rest des Landes nicht einmal träumen.

Wattwurm
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Beitrag von Wattwurm » 26.08.2011, 19:07

jr hat geschrieben: Bei einem Blick auf manchen Tarif im Südwesten relativiert sich der Ärger vielleicht. Dort gibt es einen ersten Kreis, der 1,90 Euro je km ohne Staffelung vorsieht. Davon kann das Gewerbe im Rest des Landes nicht einmal träumen.
Donau-Eschingen:

Mo-Sa von 6 Uhr bis 22 Uhr: Grundgebühr = 2,90 € KM= 1,90 € Wartezeit= 28 €

Ab 22 Uhr bis 6 Uhr und So und Feiertags beträgt der KM-Preis= 2.- € alles andere wie oben!

Großraumtaxi 5-8 Fahrgäste: Mo-Sa von 6 Uhr bis 22 Uhr: Grundgebühr = 3,90 € KM = 2,20 € Wartzeit s.o

Ab 22 Uhr bis 6 Uhr KM = 2,30 Euro alles andere bleibt

Das sind in der Tat Preise von der man in den allermeisten Teilen der Republik wirklich nur träumen kann! Ich finde darauf kann man einem Großkunden wie der AOK ohne Probleme auch einen Rabatt gewähren, ohne deshalb am Hungertuch nagen zu müssen! Also die Schwaben jammern auf einem hohen Niveau finde ich! Das sind ja ganz schlimme Besitzstandswahrer!

Aber das war schon immer so, die ganz Reichen können den Hals nicht voll genug kriegen und die Taxiunternehmer da unten sind alles stinkereich, die haben alle Häuser! Alles meins, bloß nix abgeben! Raffkes....!

nightdancer
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Beitrag von nightdancer » 26.08.2011, 21:21

Otto126 hat geschrieben: Schon wieder die AOK Baden-Württemberg...
Nicht schon wieder. Der RV tritt in jenem LK jetzt erst in Kraft. In anderen LK meine Bundeslandes gilt er schon seit 1.6. und das ganz legal. Habe ich auch mehrfach versucht zu erklären und auch das der RV akzeptabel ist.

Wattwurm
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Beitrag von Wattwurm » 27.08.2011, 09:39

In den Kommunen in denen der Taxitarif den Bundesdurchschnitt deutlich überschreitet, und der Bundesdurchschnitt hat sich so in etwa bei 1,50 bis 1,60 Euro/Km eingependelt, kann man Großkunden durchaus einen Rabatt im Rahmen des wirtschaftlich machbaren gewähren!

Wenn in einigen Landkreisen im Südwesten Deutschlands der kommunale Taxitarif bei 1,90 Euro /KM liegt, dann kann man der AOK ohne sich dabei einen Zacken aus der Krone zu brechen, durchaus 10% bis 15% Großkundenrabatt gewähren! Kein Taxiunternehmer fällt deswegen unter die Armutsgrenze, es sei denn er kann nicht vernünftig wirtschaften!

Wenn sich in solchen Fällen das Taxigewerbe nicht kooperativ verhält, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn Internetausschreibungen von Patientenfahrten bald keine Ausnahme mehr darstellen, sondern zur Regel werden! Verhandeln heißt auch, das man Kompromißbereit und Konsensfähig sein sollte. Das gilt für beide Seiten! Wer mit dem Kopf durch die Wand will, steht am Ende mit leeren Händen da!

Wenn in einem Landkreis der kommunale Taxitarif 1,30 Euro/KM beträgt, und solche Landkreise findet man vorzugsweise in Ostdeutschland oder in Kiel, das tarifpoltische Neandertal Schleswig-Holsteins, dann kann ich keinen Verhandlungsspielraum mehr erkennen! Das ist schon DAS LIMIT! Weniger führt dauerhaft direktemang in den Ruin!

Bei uns in SH gilt bei Patientenfahrten, sofern Vertragspartner des Landesverband T&M, Grundgebühr = 1,85 Euro und 1,28 Euro /Besetzkilometer! Diese Vereinbarung ist absolut grenzwertig! Ich bin wirklich gespannt auf das Verhandlungsergebniss der diesjährigen, sehr schwierigen und mühsamen Verhandlungen! Ich will im Kern eine Verbesserung der jetzigen Konditionen erkennen können!

Der prähistorische Steinzeittarif in Kiel darf also nicht der Maßstab eines Verhandlungsergebnisses sein! Zur Zeit rabattieren wir in Schleswig-Holstein im Landesdurchschnitt Patientenfahrten über´n dicken Daumen gepeilt, mit 20 Prozent im Vergleich zu den gängigen Taxitarifen in SH! Das ist schon recht übig und mehr geht eigentlich nicht!

Versucht man aus uns noch mehr herauszupressen, zwingt man uns in Lohndumping, Steuerverkürzung und Schwarzarbeit! Ein Verhandlungsergebnis das uns Taxiunternehmer in die Illegalität treibt, kann ich nicht billigen! Erst Recht nicht von einem Taxiverband der sich die Bekämpfung von Schwarzarbeit und Steuerverkürzung auf die Fahne geschrieben hat...!

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Beitrag von taxistreng » 27.08.2011, 13:21

Genau das , was der Wattwurm hier schreibt, sollten die Krankenkassen gründlich überdenken:
Zwingt man Unternehmer durch Preisdumping in die Schwarzarbeit, hat man als Krankenkasse nix daran verdient!

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Beitrag von Wattwurm » 28.08.2011, 16:32

Ich für meinen Teil bin Mitglied der Techniker Krankenkasse und somit in der GKV versichert! Ich bin nicht Privatversichert, sondern als Taxiunternehmer freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse!

Wir sind also nicht nur das, was man unter Leistungserbringer versteht, sondern auch Beitrag zahlende Kunden.....jeden Monat drücke ich stolze 350 Euro KV-Beitrag an die TK ab! Es wird also höchste Zeit, das die Krankenkassen diese Freund-Feind-Brille endlich mal abnehmen und stattdessen die Partnerschaftsbrille aufsetzen! Da kann man besser durchgucken!

taxistreng
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Beitrag von taxistreng » 29.08.2011, 08:27

Jepp, Watti! Häkchenen dran!

Wer ein Taxi will, muss ein Taxi bezahlen.
Wer, wie die KK´s mehr als nur ein Taxi will, muss auch mehr bezahlen.

Preisdumping auf dem Rücken von Unternehmern und Patienten geht nicht.

Ein Kollege gewann neulich bei der Rückwärtsversteigerung eine Bestrahlungsfahrt, angeblich 11km, 5x pro Woche Hin und her.
Es stellte sich bei der ersten Fahrt heraus, die Strecke beträgt tatsächlich 12km.

Er beendete die Fahrt nach 11km gemäß Angebot und ließ den Patienten laufen.

Ich sag mal: grenzwertig, aber korrekt... :wink:

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Beitrag von Hauke » 29.08.2011, 09:38

taxistreng hat geschrieben: Ich sag mal: grenzwertig, aber korrekt... :wink:
mhhhm, auf den Rücken der Patienten austragen ist aber auch nicht der Hit denn die sind schon gebeutelt genug. Ich hätte die Fahrten normal durchgeführt und den restlichen Km pro Fahrt ausserhalb der Ausschreibung zum üblichen Tarif dem Patienten in Rechnung gestellt. Die Beschwerde des Patienten für die Zuzahlung wird vermutlich besser treffen als wenn man dem Patienten laufen lässt. Beim laufen lassen hat der Patient ein Hals auf den Fahrer und nicht auf die KK

taxistreng
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Beitrag von taxistreng » 29.08.2011, 09:56

Derslebe Patient fuhr mit demselben Taxi und rechnete nach Erstattungsprinzip ab.
Gezahlt wurde für 12km gemäß Tarif...

Wattwurm
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Beitrag von Wattwurm » 31.08.2011, 14:42

Neue Patientenentgeltvereinbarung:

Ab 01.09.2011 gibt es 1 Ct. je Leerkilometer bzw. 2 Ct. je Besetztkilometer mehr. Also statt 0,64 Ct/1,28 Euro je KM dann 0,65 Ct/1,30 Euro je KM! Ausnahme Dialysefahrten!!

Ab 01.03.2012 gibt´s noch einen Nachschlag von dito 1 bzw. 2 Cent je Leer- bzw. Besetztkilometer! Ausnahme Dialysefahrten!

http://www.lvsh-taxi-mietwagen.de/media ... 052011.pdf

Meine Anmerkung dazu: Es hätte schlimmer kommen können! Aber das das nicht der ganz große Wurf ist, dürfte wohl allen klar sein!

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Neue Preise

Beitrag von holly964 » 31.08.2011, 16:40

Ja dann danke doch mal deinem Verband für das tolle Ergebnis !

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Beitrag von Emilie » 31.08.2011, 19:15

Na immerhin: ihr wißt ja:Kleinvieh macht auch Mist. :wink: :lol:
Bloß kein Stress...

Gebt mir ruhig die Schuld!

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Re: Neue Preise

Beitrag von Wattwurm » 31.08.2011, 20:56

holly964 hat geschrieben:Ja dann danke doch mal deinem Verband für das tolle Ergebnis !
Du hast aus den Infobrief nicht gelesen!

Zitat: Dieses Verhandlungsergebnis ist sicher nicht befriedigend.Wir bitten aber zu bedenken, dass dieser Vertrag für viele Kolleginnen und Kollegen – gerade auf dem flachen Land – die Existenzgrundlage darstellt.

Es darf wie im Infobrief gleich zu Anfang erwähnt wird, über die Rücktrittsgründe von Olaf Völker aus dem Vorstand spekuliert werden! Ich will es mal vorsichtig ausdrücken, es ist doch durchaus denkbar das dieser Abschluß innerhalb des Vorstandes nicht ganz unumstritten war und das sein Rücktrittgrund war!?

Ich bleibe dabei: Es ist nicht der ganz große Wurf, aber ein halbwegs akzeptables Ergebnis!

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Beitrag von Wattwurm » 31.08.2011, 21:02

Und bevor das Geschrei hier wieder losgeht. Lest Euch den Text genau durch und achtet auf das Wort je.... das je ist nämlich nicht ganz unwichtig! JE Patient und JE Entfernungskilometer...

http://www.lvsh-taxi-mietwagen.de/media ... 202011.pdf

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