Nur noch 35 % Umsatzbeteiligung?

Grüß Gott!
Antworten
taxilemi
Ich bin neu hier
Beiträge: 13
Registriert: 27.07.2011, 00:48
Wohnort: München

Nur noch 35 % Umsatzbeteiligung?

Beitrag von taxilemi » 28.08.2011, 20:17

Hallo,

ich habe vernommen, daß bei Unternehmen mit Isarfunk-Anschluß demnächst nur noch 35 % Umsatzbeteiligung gezahlt wird.

Weiß jemand Näheres, insbesondere die Begründung? Wenn hier mit Zwang infolge gestiegenen Kosten argumentiert wird, dürften ja alle angestellten Taxler betroffen sein.

Schließlich müssen die anderen Taxiunternehmen gegenüber dem FA begründen, warum sie mehr zahlen können, wenn der IF doch soviel mehr Umsatz macht. Und daß es bei uns weniger "Bleifußindianer" oder "Beulenpest" ;-) gibt, ist weder glaubwürdig noch real zutreffend.

Gruß

taxilemi

Rollerfahrer
User
Beiträge: 224
Registriert: 13.06.2011, 21:36
Wohnort: Berlin

Beitrag von Rollerfahrer » 28.08.2011, 20:25

brutto oder netto :?:

35% von der Brutto- oder Nettobetriebseinahme :?:
35% plus mögliche Zuschläge (Nacht-, Sonntagsarbeit, VMA, Prämienzahlung für unfallfreies Fahren und Weihnachtsgeld) :wink:
... und jeden Tag ein bißchen besser :-)

Benutzeravatar
homer
Vielschreiber
Beiträge: 1737
Registriert: 10.03.2005, 11:04
Wohnort: 1.Wohnsitz : Norwegen / 2. Wohnsitz : Hamburch

Beitrag von homer » 28.08.2011, 20:37

Ja, da wäre ein Lohntarifvertrag vielleicht mal wieder hilfreich.
Das würde dann hoffentlich auch die zuletzt gestellten Zusatzfragen und weitere Unklarheiten beantworten...
Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht. (Erich Fried)
Bild

Benutzeravatar
oldstrolch
Vielschreiber
Beiträge: 3852
Registriert: 25.07.2010, 02:16
Wohnort: bad oldesloe .... geflüchtet aus dem irrenhaus berlin. ;)

Re: Nur noch 35 % Umsatzbeteiligung?

Beitrag von oldstrolch » 28.08.2011, 22:05

taxilemi hat geschrieben: Weiß jemand Näheres, insbesondere die Begründung?.

frag mal bei deiner sozial- und krankenversicherung

nach warum unternehmer nur noch so zahlen können!!!!!!!!! :wink:





ich muss noch editieren....... berufsgenossenschaft,versicherungen,ihk ...und und und......... :evil:
ich würde mich ja mit dir geistig duellieren,aber du bist unbewaffnet


komm auf die dunkle seite der macht....wir haben kekse :D


hier klickenzum poppen:D

Benutzeravatar
am
Moderator
Beiträge: 12870
Registriert: 18.03.2005, 17:29
Wohnort: Hansestadt Lübeck
Kontaktdaten:

Beitrag von am » 28.08.2011, 23:30

Wie sieht es denn mit dem Münchener Taxi-Tarifvertrag aus?
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

taxilemi
Ich bin neu hier
Beiträge: 13
Registriert: 27.07.2011, 00:48
Wohnort: München

Beitrag von taxilemi » 28.08.2011, 23:52

Rollerfahrer hat geschrieben:brutto oder netto
35% von der Brutto- oder Nettobetriebseinahme
35% plus mögliche Zuschläge (Nacht-, Sonntagsarbeit, VMA, Prämienzahlung für unfallfreies Fahren und Weihnachtsgeld) :wink:
Wir reden doch über Umsatzbeteiligung, also Schichtumsatz * Beteiligung ergibt Bruttoverdienst, davon geht dann Lohnsteuer, KV nebst PV, AV und RV runter. Und dann kannst du gerne mit Zuschlägen, Prämien kommen.
oldstrolch hat geschrieben:frag mal bei deiner sozial- und krankenversicherung
nach warum unternehmer nur noch so zahlen können!!!!!!!!!
ich muss noch editieren....... berufsgenossenschaft,versicherungen,ihk ...und und und......... Böse
Ich kann mich nicht erinnern, daß in letzter Zeit KV (= fix 15,5%) oder RV-/AV-Beiträge erhöht wurden. 15,5% hatten wir auch von dem 1.7.2009 schon mal, dann gab es 1,5 Jahre 0,6% weniger. PV seit 2008 1,475%+ev. 0,25%. AV ist bei 2% und RV sind derzeit auch konstant.

Wenn Du mir jetzt was von erhöhten Werkstatt- oder Treibsoffkosten entgegnet hättest, dann ...

Gruß

taxilemi

Benutzeravatar
Taxi Georg
Vielschreiber
Beiträge: 8518
Registriert: 10.06.2007, 09:09
Wohnort: Düsseldorf am Rhein

Beitrag von Taxi Georg » 29.08.2011, 09:45

Kosten werden doch immer auf dem Fahrer übertragen. :roll:
Schliesslich ist er als Erfüllungsgehilfe ja am Geschäftsrisiko beteiligt! Oder? 8)

Ben
Vielschreiber
Beiträge: 823
Registriert: 21.11.2010, 00:44
Wohnort: Hamburg

Beitrag von Ben » 29.08.2011, 11:37

Rollerfahrer hat geschrieben:35% plus mögliche Zuschläge (Nacht-, Sonntagsarbeit, VMA, Prämienzahlung für unfallfreies Fahren und Weihnachtsgeld)
In Hamburg sind derzeit Entlohnungen zwischen 40 und 45 % (gibt sowohl Brutto- als auch Netto-Regelungen) üblich. Zuschläge (Nacht~ u.a.) werden aus dieser Beteiligung bezahlt, was gängig, aber nicht rechtskonform ist.

Selbst gesetzlich vorgeschriebene Leistung wie Lohnfortzahlung im Krankheits- und im Urlaubsfall werden nicht durchgängig geleistet, sondern häufig durch höhere Anteile ("45% vom brutto") kompensiert. Von einem Weihnachtsgeld oder ähnlichen Gratifikationen habe ich in Hamburg noch nichts gehört - dürfte es, wenn überhaupt, nur vereinzelt geben.

Die vom Ursprungsposter gemeldete Absenkung der Beteiligungsprozente wäre eine Verlagerung des unternehmerischen Risikos auf Angestellte und keinesfalls akzeptabel. Stattdessen sollten sich Unternehmer um naheliegendere Kosten-Einsparungen kümmern (Wagenanschaffung, Energiekosten, Zentralenkosten, Senkung der Schadensquoten etc.)

Benutzeravatar
Taxi Georg
Vielschreiber
Beiträge: 8518
Registriert: 10.06.2007, 09:09
Wohnort: Düsseldorf am Rhein

Beitrag von Taxi Georg » 29.08.2011, 12:15

Ben hat geschrieben:Die vom Ursprungsposter gemeldete Absenkung der Beteiligungsprozente
wäre eine Verlagerung des unternehmerischen Risikos auf Angestellte und keinesfalls akzeptabel.
8) Sehr gut formuliert! :wink:
Bitte betrachtet meine Postings nicht als Verpflichtung, sondern nur als gutgemeinte Hinweise!
Diese Hinweise sollen auch keine Rechts-/Steuerberatung darstellen oder sollen diese ersetzen. ☑

plusminus0
Vielschreiber
Beiträge: 859
Registriert: 23.01.2011, 11:04
Wohnort: Hamburg

Beitrag von plusminus0 » 29.08.2011, 14:00

Es gibt vermutlich viele Interessenten, die bei Isar-Taxi einen Job haben wollen. Dann gehen logischerweise die Löhne runter. Das ist weder gerecht noch ungerecht, sondern ganz normal und hat auch nichts mit einer Verlagerung des Unternehmerrisikos auf die Angestellten zu tun. Da in M ein Konzessionsstopp besteht, gibt es für die Fahrer auch keine Möglichkeit in die Selbstständigkeit auszuweichen. Zumal der Isar-Funk sicherlich, ähnlich wie unser Hamburger "Elitefunk", die Wagenzahl intern begrenzt und sich so gegen unwerwünschte Konkurrenz schützt.

Benutzeravatar
reasoner
Vielschreiber
Beiträge: 6886
Registriert: 25.01.2009, 06:34
Wohnort: Berlin

Beitrag von reasoner » 29.08.2011, 19:33

André hat geschrieben:Wie sieht es denn mit dem Münchener Taxi-Tarifvertrag aus?
Der Tarifvertrag lief 2008 aus, d.h., dass er nachwirkende Rechtskraft nur für Arbeitskräfte entfaltet, die vor Auslaufen des TV bereits bei ihrem jetzigen Arbeitgeber beschäftigt waren. Noch schwerer dürfte dies wiegen:
Tarifgebunden sind alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die den tarifschließenden Parteien angehören. Ansprüche aus diesem Tarifvertrag können daher nur von den tarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geltend gemacht werden, es sei denn, dieser Tarifvertrag wird für allgemeinverbindlich erklärt.

taxilemi
Ich bin neu hier
Beiträge: 13
Registriert: 27.07.2011, 00:48
Wohnort: München

Rubel und Mäuse

Beitrag von taxilemi » 30.08.2011, 00:23

André hat geschrieben:Wie sieht es denn mit dem Münchener Taxi-Tarifvertrag aus?
Den gibt es nicht, es gibt einen Bayrischen Tarifvertrag - sogar schon ziemlich lange -, der ist nur für die verlängerten Arbeitszeiten interessant, weil sonst § 3 ArbZG http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__3.html gilt, der Rest aber eher eine Lachnummer: Mindestlohn 1660€ für 48h Wochenarbeitszeit :lol:

Mindestlohn für Taxler erachte ich nicht als sinnvoll, denn die Umsätze schwanken doch erheblich. Und das liegt auch am individuellen Einsatz der Kollegen. Ich kenne das nur aus den Achtzigern von Winzzentralen (6 DM Stundenlohn), weil alle Fahrer halt permanent anwesend sein müssen, während das Geschäft halt allgemeinen Schwankungen unterliegt.
Ben hat geschrieben:In Hamburg sind derzeit Entlohnungen zwischen 40 und 45 % (gibt sowohl Brutto- als auch Netto-Regelungen) üblich. Zuschläge (Nacht~ u.a.) werden aus dieser Beteiligung bezahlt, was gängig, aber nicht rechtskonform ist.
Nettoumsatzbeiteiligungen sind Beschiß, weil der Taxiunternehmer de facto - nicht de jure - keine Umsatzsteuer zahlt, schließlich muß er nur 7% abführen, darf ab i.d.R. 19% Vorsteuer abziehen.
Ben hat geschrieben:Selbst gesetzlich vorgeschriebene Leistung wie Lohnfortzahlung im Krankheits- und im Urlaubsfall werden nicht durchgängig geleistet, sondern häufig durch höhere Anteile ("45% vom brutto") kompensiert.
Lohnfortzahlung durch den AG hat es bei uns flächendeckend noch nie gegeben, bezahlten Urlaub, Weihnachtsgeld ebenso. Aber es gibt einzelne Ausnahmen. Inzwischen sind auch die KK dahinter her, keine Lohnfortzahlung abdrücken zu müssen, wie ich erst im April hörte.
plusminus0 hat geschrieben:Es gibt vermutlich viele Interessenten, die bei Isar-Taxi einen Job haben wollen. Dann gehen logischerweise die Löhne runter. Das ist weder gerecht noch ungerecht, sondern ganz normal und hat auch nichts mit einer Verlagerung des Unternehmerrisikos auf die Angestellten zu tun.
Das glaube ich nicht, die Kombination aus konstenpflichtigen Schulungen, Datenfunküberwachung und Malussystem verscheucht sehr effektiv - übrigens auch beim genossenschaftlichen Datenfunk - die schwarzen Schafe. Und das strenge Schichtsystem bei den Großunternehmern wirkt nur auf einen Teil der Fahrer anziehend.

Aber hier sind wir beim Knackpunkt: Um beispielsweise bei einem 50%-Unternehmer einen Bruttoverdienst von 1650€ zu erzielen, muß man einen durchschnittlichen Tagesumsatz von 150€ schaffen, beim Unternehmern mit IF künftig 215€ (aktuell 190€) schaffen. Das geht zwar aktuell noch, aber selbst die IF-Werbung spricht nur von 20-30% Mehrumsatz, also 180-195€ bezogen auf den Genossenwert. Damit ist der IF schon jetzt in Nullsummenspiel und das wird folglich nicht besser, sofern nicht die 50er-Beteiligung jetzt endgültig fällt.
plusminus0 hat geschrieben:Da in M ein Konzessionsstopp besteht, gibt es für die Fahrer auch keine Möglichkeit in die Selbstständigkeit auszuweichen. Zumal der Isar-Funk sicherlich, ähnlich wie unser Hamburger "Elitefunk", die Wagenzahl intern begrenzt und sich so gegen unerwünschte Konkurrenz schützt.
Wieso? Eine Flöte nebst 15 T Mäuse im Schlepp und schon ist die Konzession Dein. Konzessionen werden bei uns in jeder Größe angeboten. Ansonsten ist IF eine 1:1-Kopie des Hansafunks. Mit der Redaktionswechsel im hauseigenen Taximagazin bekomme ich das allerdings nicht mehr, es wird auch nicht mehr öffentlich verteilt, so daß ich aktuell keine sicheren Infos habe. Aber ich habe noch nicht gehört, daß die keine Mitglieder mehr suchen. Der Umgang mit den Mitgliedsunternehmen und -fahrern ist recht rüde, so daß viele wieder abspringen. Und das eine Zentrale die Zahl der Mitglieder den Umsätzen anpaßt, war in D flächendeckend schon den 80ern Standard - das war damals zum de-jure-Konzessionsstop der de-facto-Konzessionsstop.
reasoner hat geschrieben: Der Tarifvertrag lief 2008 aus ...
Das sagt aber der LV was anderes: http://www.taxi-bayern.de/tarifvertrag.html. Den Wortlaut gibt es noch bei Gerotax: http://www.gerotax.de/infos/taxiunterne ... gen-10.asp, die sonst einige Inhalte zu bieten haben.
Auch TVM ("Berufsverband" der IF) hat das für Werbezwecke genutzt: http://www.taxiverband-muenchen.de/inde ... &Itemid=18. Die Argumentation hat aber nie gestimmt, 4000 Mäuse mußte in München auch damals jeder Alleinfahrer locker ranschaffen, für 'nen Tausender Wochenumsatz bekommt niemand ein Taxi vor die Haustür.

Gruß

Lemi

Benutzeravatar
reasoner
Vielschreiber
Beiträge: 6886
Registriert: 25.01.2009, 06:34
Wohnort: Berlin

Re: Rubel und Mäuse

Beitrag von reasoner » 30.08.2011, 17:34

taxilemi hat geschrieben:
reasoner hat geschrieben: Der Tarifvertrag lief 2008 aus ...
Das sagt aber der LV was anderes: http://www.taxi-bayern.de/tarifvertrag.html.
Nö.

Wattwurm
Vielschreiber
Beiträge: 11113
Registriert: 14.07.2007, 20:40

Beitrag von Wattwurm » 30.08.2011, 20:38

Im Vorgriff auf den Mindestlohn sind Lohndrückereien zu erwarten! Man muß sich ein Polster schaffen!

cmasi
User
Beiträge: 26
Registriert: 26.05.2009, 19:45
Wohnort: München

Beitrag von cmasi » 31.08.2011, 22:49

Könnte ein IsarFunk-Taxi zum Arbeiten anbieten. Zahle auch mehr wie 35% vom Brutto-Umsatz.

Wie bei so ziemlich jedem IsarFunk-Unternehmer bekommt man einen durchschnittlichen Brutto-Lohn von 45%. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist wohl selbstverständlich. Wenn ein Unternehmer das nicht bezahlt würde ich zum Arbeitsgericht gehen, ist schließlich gesetzlich vorgeschrieben.

Die meisten kapieren nur nicht, dass die Bezahlung bei IsarFunk tatsächlich besser ist, weil alles korrekt und legal abläuft. Bei den sonst üblichen 50% erfolgt in der Regel ein Teil der Bezahlung ohne Lohnzettel, da sonst der Fahrer schimpft, dass die "Abgaben" so hoch sind. Aber die Entscheidung muss jeder selbst treffen.

Aber wenns der Unternehmer nicht kapiert wie's richtig läuft, wie soll er es dann dem Fahrer erklären?

Übrigens, die letzte Einzel-Konzession ist in München für 32 TEUR über den Tisch gegangen.

Grüße, Thomas[/list]
-=# Thomas Ballnath #=-

taxilemi
Ich bin neu hier
Beiträge: 13
Registriert: 27.07.2011, 00:48
Wohnort: München

Beitrag von taxilemi » 11.09.2011, 15:25

Hallo Thomas,
cmasi hat geschrieben:Könnte ein IsarFunk-Taxi zum Arbeiten anbieten. Zahle auch mehr wie 35% vom Brutto-Umsatz.
Aber das wird wohl kaum der Fall sein, wenn sich die 35'% zumindest beim Isarfunk durchsetzen werden, weil ich nicht davon ausgehe, daß der durchsetzungsfähige Christian Hess dies gerne sieht. Bei BV war ich vor ein paar Jahren mal Jahren schon mal, allerdings bekam ich damals per Zufall ein - für mich damals - besseres Angebot.
cmasi hat geschrieben:Wie bei so ziemlich jedem IsarFunk-Unternehmer bekommt man einen durchschnittlichen Brutto-Lohn von 45%. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist wohl selbstverständlich.
"Die Worte hör' ich wohl, allein mir fehlt er Glaube ..." ist zwar jetzt im Kontext nicht richtig zitiert, aber es trifft den Sachverhalt am besten: Sicher kann man mit den legalen Rechnungstricks gerade bei Nacht- und Sonntagsarbeitern die Abgaben drücken und für den Fahrer mehr rausholen, aber das ist kein spezifischer Vorteil der Isarfunker.
cmasi hat geschrieben:Wenn ein Unternehmer das nicht bezahlt würde ich zum Arbeitsgericht gehen, ist schließlich gesetzlich vorgeschrieben.
Und nach der zweiten erfolgreichen Klage steht dann eine Fahrerwarnung im Taxikurier ... Nein Danke! Allerdings weiß auch ich daß sich dies bei geplanten Krankenhausaufenthalten (z.b. OP) mehr und mehr durchsetzt.

Außerdem möchte ich mal sehen, was was Du gesagt hättest, wenn ich mit einer Krankmeldung für den Diabetes-Schulungskurs (9h Beginn ist schlecht Nachtfahrer-kompatibel) angekommen wäre. Wurde mir jedenfalls angeboten...
cmasi hat geschrieben:Die meisten kapieren nur nicht, dass die Bezahlung bei IsarFunk tatsächlich besser ist, weil alles korrekt und legal abläuft. Bei den sonst üblichen 50% erfolgt in der Regel ein Teil der Bezahlung ohne Lohnzettel, da sonst der Fahrer schimpft, dass die "Abgaben" so hoch sind. Aber die Entscheidung muss jeder selbst treffen.
Aber das ist doch letztlich die Frage von "rechter Tasche -linker Tasche": Wer ein soziales Netz will, muß auch dafür sorgen, daß der AG genug Geld verdient, entweder durch persönlichen Fleiß oder halt Einkommensverzicht, sonst ist er Arbeitsplatz futsch ...

Und für jemand, der sowieso nie krank wird, ist die Rechnung "besser - schlechter" durchaus nicht so einfach. Diabetes jedenfalls wird eh nicht als Krankheit wahrgenommen, und da mich das KVR nicht wie "versprochen" 2009 zur erneuten Diabetesbegutachtung "eingeladen" hat, bin ich in der Tat mangels subjektiver Notwendigkeit die letzten fünf Jahre nicht beim Arzt gewesen.

Gruß

taxilemi

taxilemi
Ich bin neu hier
Beiträge: 13
Registriert: 27.07.2011, 00:48
Wohnort: München

Re: Rubel und Mäuse

Beitrag von taxilemi » 12.09.2011, 12:03

Hallo,
reasoner hat geschrieben:
taxilemi hat geschrieben:
reasoner hat geschrieben: Der Tarifvertrag lief 2008 aus ...
Das sagt aber der LV was anderes: http://www.taxi-bayern.de/tarifvertrag.html.
Nö.
da irrst Du, habe mal die andere Seite gefragt und

"Der Tarifvertrag Nr. 10 für Taxigewerbe in Bayern ist weiterhin gültig. Anders als von Ihnen angenommen ist der Tarifvertrag nicht befristet und läuft deshalb nicht automatisch aus. Er wäre erstmals zum 31.12.2008 kündbar gewesen. Jedoch hat bisher keine der beiden Vertragsparteien dieses Kündigungsrecht in Anspruch genommen."

vom Gewerkschaftssekretär Martin Marcinek (ver.di München) zur Auskunft bekommen.

Gruß

taxilemi

Antworten