Tarifantrag in Berlin gestellt

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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von am » 22.11.2019, 17:16

Du wirst unter diesen Umständen keinen, dem Aufwand entsprechenden Preis erhalten.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

sivas
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von sivas » 23.11.2019, 12:15

Das ist mir auch klar ... > die Preise werden fallen.

Was mich halt stört ist, dass einzelne Unternehmen mehr als 50% ihres Umsatzes mit Krankenfahrten generieren. Das täuscht einen Taxibedarf vor, der gar nicht existiert.
Ich seh's an den Fahrten meines Chefs. Streich ich da alle Krankenfahrten raus ... komme ich auf 'nen durchschnillichen Stundenumsatz von 15 €. 35 € müssten es sein ! mindestens.
Die Wartezeiten an den Halteplätzen bzw. dier Rumfahrten auf Kundensuche sind viel zu lang, um auf akzeptable Stundenumsätze zu kommen.

ilkoep
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von ilkoep » 24.11.2019, 22:15

sivas hat geschrieben:
23.11.2019, 12:15
Was mich halt stört ist, dass einzelne Unternehmen mehr als 50% ihres Umsatzes mit Krankenfahrten generieren.
Krankenfahrten werden in Berlin äusserst selten von Taxen durchgeführt. Wenn, dann nur aus den Aussenbezirken, wo sich kein Mietwagenunternehmer/Krankentransporter findet der Zuschussgeschäfte betreiben möchte. Und diese Fahrten werden, zum Leidwesen der Kassen, nach Tarif abgerechnet.

titanocen100
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von titanocen100 » 26.11.2019, 01:28

ilkoep hat geschrieben:
24.11.2019, 22:15
sivas hat geschrieben:
23.11.2019, 12:15
Was mich halt stört ist, dass einzelne Unternehmen mehr als 50% ihres Umsatzes mit Krankenfahrten generieren.
Krankenfahrten werden in Berlin äusserst selten von Taxen durchgeführt. Wenn, dann nur aus den Aussenbezirken, wo sich kein Mietwagenunternehmer/Krankentransporter findet der Zuschussgeschäfte betreiben möchte.
verständlicherweise, wer will das schon
ilkoep hat geschrieben:
24.11.2019, 22:15
Und diese Fahrten werden, zum Leidwesen der Kassen, nach Tarif abgerechnet.
na, wohl eher nicht. Warum sollte sich die Krankenkasse darüber beschweren wollen, daß ein TU für solche Fahrten weniger nimmt, als er tatsächlich muss ?

ich fasse hier mal die Taxibeförderung in Berlin zusammen:
am Tage:
Funkauftrag mit Fahrt "um die Ecke" : wird abgelehnt oder ignoriert.
ansonsten nur Direkteinsteiger "du willst zum Arzt um die Ecke, laufe!
oder
"Du willst zum nächsten Puff um die Ecke ? Selbstverständlich, 5.30E für die Fahrt und 200E (vom Puff) für die 4 Fahrgäste)
ansonsten steht man von 6:00 am bis 0:00 pm an TXL.
"Wohin willst Du, nach Moabit? Nimm den Bus, ich steh hier seit einer Stunde und hab keinen Bock, Dich nur nach Moabit zu fahren !"
Oder (auf dem Rückweg zu TXL):
am Richard-Wagner-Paltz fahrend:
"Du willst zum Bahnhof Zoo? Alte, nimm den Bus, ich fahre lieber zu TXL, da sind die Touren lukrativer !"
Definitiv gesetzlich nicht korrekt, aber verständlich
Kein Taxler in Berlin hat Bock auf Fahrten unter 15E.
Da die einzige Funkzentrale "WürfelBär, jetzt inkl. Rest-WBT) zu 80% Schrott vermittelt :

"Holen Sie einen FG aus Dahlewitz-Hoppegarten, Mahlsdorfer Str. ab, um ihn nach Mahlsdorf, Strasse xx zu befördern"
und sich erst nach einer 5-minütigen Nachfrage ergibt, daß der Kunde am Bahnhof Hönow steht und dort 800m weit num Ziel befördern zu lassen, frei nach dem Motto:
"ich bin 30Km quer durch die Stadt gefahren für 2.80E (BVG), für die restlichen 800m (wo keine BVG mehr fährt), da leiste ich mich ein Taxi für 5.30E.
Das Taxi hat eine Anfahrtszeit von 10 Minuten (Entfernung 8 Km), interessiert mich nicht, ich habe einfach keinen Bock zu laufen."
Das wird es bei UBER als Privat-Taxi nicht geben. Abholung aus dem Umland bei einer Fahrstrecke von 1Km ? Selbstverständlich, kostet auch nur 20E - selbstverständlich per Vorrauskasse. Eine Vorbestellung mit 15 min Wartezezeit vor der Haustür ? Selbstverständlich, kostet nur 10E Zuschlag - und ausschließlich immer per Vorkasse.
Gut so. Der Kunde muss endlich lernen, daß DLs nun mal teuer sind und nicht für 3.90E erhältlich sind:
(3.20E Einschalttarif bei ca. 2Km Anfahrt (Halteplatz Alt-Lichtenrade), Grauwackeweg 4 zum Parkplatz EDEKA Schrader, ca. 400m , keine Körperbehinderung), Endpreis 3.90E und die Kundin hat sich bei mir beschwert, daß die Fahrt 10ct. teurer gewesen wäre als sonst).
Kein Wunder, daß manche Männer ihre Weiber erschlagen.
Die jetzige, neue TTO ist eine absolute Farce für alle Taxler Berlins. Man sollte sie boykottieren und eine eigene TTO einführen.
Wenn 16000 Taxler Berlins eine eigene TTO durchführen, die Kunden Einspruch beim LABO einlegen (ich habe das Dopppelte vom dem gezahlt, was lt. TTO rechtens wäre) und die Sachr vor Gericht kommt, dann muss der Gesetzgeber handeln und nachbessern.
Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid :mrgreen:

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miamivice
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von miamivice » 19.12.2019, 16:42

titanocen100 hat geschrieben:
26.11.2019, 01:28
ich fasse hier mal die Taxibeförderung in Berlin zusammen:
am Tage:
Funkauftrag mit Fahrt "um die Ecke" : wird abgelehnt oder ignoriert.
ansonsten nur Direkteinsteiger "du willst zum Arzt um die Ecke, laufe!
oder
"Du willst zum nächsten Puff um die Ecke ? Selbstverständlich, 5.30E für die Fahrt und 200E (vom Puff) für die 4 Fahrgäste)
ansonsten steht man von 6:00 am bis 0:00 pm an TXL.
"Wohin willst Du, nach Moabit? Nimm den Bus, ich steh hier seit einer Stunde und hab keinen Bock, Dich nur nach Moabit zu fahren !"
Oder (auf dem Rückweg zu TXL):
am Richard-Wagner-Paltz fahrend:
"Du willst zum Bahnhof Zoo? Alte, nimm den Bus, ich fahre lieber zu TXL, da sind die Touren lukrativer !"
Definitiv gesetzlich nicht korrekt, aber verständlich
Kein Taxler in Berlin hat Bock auf Fahrten unter 15E.
Da die einzige Funkzentrale "WürfelBär, jetzt inkl. Rest-WBT) zu 80% Schrott vermittelt :

"Holen Sie einen FG aus Dahlewitz-Hoppegarten, Mahlsdorfer Str. ab, um ihn nach Mahlsdorf, Strasse xx zu befördern"
und sich erst nach einer 5-minütigen Nachfrage ergibt, daß der Kunde am Bahnhof Hönow steht und dort 800m weit num Ziel befördern zu lassen, frei nach dem Motto:
"ich bin 30Km quer durch die Stadt gefahren für 2.80E (BVG), für die restlichen 800m (wo keine BVG mehr fährt), da leiste ich mich ein Taxi für 5.30E.
Das Taxi hat eine Anfahrtszeit von 10 Minuten (Entfernung 8 Km), interessiert mich nicht, ich habe einfach keinen Bock zu laufen."
Das wird es bei UBER als Privat-Taxi nicht geben. Abholung aus dem Umland bei einer Fahrstrecke von 1Km ? Selbstverständlich, kostet auch nur 20E - selbstverständlich per Vorrauskasse. Eine Vorbestellung mit 15 min Wartezezeit vor der Haustür ? Selbstverständlich, kostet nur 10E Zuschlag - und ausschließlich immer per Vorkasse.
Gut so. Der Kunde muss endlich lernen, daß DLs nun mal teuer sind und nicht für 3.90E erhältlich sind:
(3.20E Einschalttarif bei ca. 2Km Anfahrt (Halteplatz Alt-Lichtenrade), Grauwackeweg 4 zum Parkplatz EDEKA Schrader, ca. 400m , keine Körperbehinderung), Endpreis 3.90E und die Kundin hat sich bei mir beschwert, daß die Fahrt 10ct. teurer gewesen wäre als sonst).
Kein Wunder, daß manche Männer ihre Weiber erschlagen.
Die jetzige, neue TTO ist eine absolute Farce für alle Taxler Berlins. Man sollte sie boykottieren und eine eigene TTO einführen.
Wenn 16000 Taxler Berlins eine eigene TTO durchführen, die Kunden Einspruch beim LABO einlegen (ich habe das Dopppelte vom dem gezahlt, was lt. TTO rechtens wäre) und die Sachr vor Gericht kommt, dann muss der Gesetzgeber handeln und nachbessern.
Deine Ausführungen entsprechen nicht dem Geist des Taxigewerbes. Es handelt sich um eine Dienstleistung mit sozialen Aspekten. Wenig lukrative kurze Fahrten werden durch lukrative längere Fahrten ausgeglichen. Das war schon immer so und darf nicht durch den Schmarotzer UBER, welcher sich vorzugsweise Filetstücke herausschneidet, zerstört werden. Wenig lukrative kurze Fahrten sind in einem bestimmten Maße in den Tarif in Form der Grundgebühr eingepreist und werden im allgemeinen durch eine zeit- und ortsnahe Anschlußfahrt ausgeglichen. Dazu bedarf es des Pooling, so daß sämtliche Taxibestellaufträge aus einer Hand vermittelt werden, sowie bedarf es der restlosen Ausschaffung von UBER. Der aktuelle berliner Taxitarif ist zu teuer und muß daher mindestens zum Level des vorangegangenen Tarifs verringert werden.
Zuletzt geändert von miamivice am 19.12.2019, 17:16, insgesamt 1-mal geändert.

titanocen100
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von titanocen100 » 19.12.2019, 17:22

miamivice hat geschrieben:
19.12.2019, 16:42

Deine Ausführungen entsprechen nicht dem Geist des Taxigewerbes.
Wo lebst Du ?
Es handelt sich um eine Dienstleistung mit sozialen Aspekten. Wenig lukrative kurze Fahrten werden durch lukrative längere Fahrten ausgeglichen. Das war schon immer so
"Die Erde ist eine Scheibe - das war schon immer so"

Was schon immer so war, bedeutet aber noch lange nicht, daß es für immer so bleiben muss und - kann.
Falls es Dir noch nicht aufgefallen sein sollte. Das Taxigewerbe, das vor 30 Jahren noch funktionierte, gibt es so nicht mehr. Die Zeichen der Zeit...
<
Das Universum ist nicht sinnlos, gleichgültig oder blind, in keiner Weise. Das war es nie,gewöhn dich dran, Mensch. (God's army 3)
>
und darf nicht durch den Schmarotzer UBER, welcher sich vorzugsweise Filetstücke herausschneidet, zerstört werden.
Macht UBER gar nicht unbedingt. Er fährt auch kurze Strecken, aber eben zu einem Mindestpreis. Keine 5.70E mal eben kurz um die Ecke, das kostet dann halt pauschal 20E per VK. Einfach und effektiv.
Wenig lukrative kurze Fahrten sind in den Tarif in Form der Grundgebühr eingepreist und werden im allgemeinen durch eine zeit- und ortsnahe Anschlußfahrt ausgeglichen.
Träum' weiter.
Die Tatsachen sprechen leider gegen Dich.
Dazu bedarf es des Pooling, so daß sämtliche Taxibestellaufträge aus einer Hand vermittelt werden
Schon vergessen ? Monopolbildung war noch nie gut.
,sowie bedarf es der restlosen Ausschaffung von UBER. Der aktuelle berliner Taxitarif ist zu teuer und muß daher mindestens zum Level des vorangegangenen Tarifs verringert werden.
Und genau hier ist ein totales Umdenken erforderlich, so wie einst, als aus der DM der Euro wurde.
Auch ich habe gestöhnt, als meine anvisierte Eigentumswohnung auf Teneriffa statt 60.000 DM plötzlich 60.000 E kosten sollte.
Die Kunden haben sich nun an den Euro gewöhnt und mittlerweile sind in den letzten Jahren die Preise noch weiter gestiegen.
Ich bin für eine Umstrukturierung der TTO. Für kurze Strecken gibt es Mindestpreise, lange Strecken werden günstiger, aber alles per Festpreis und VK.
Die Funkzentrale(n) nehmen Bestellungen nur gegen VK an (analog Bus,Bahn, Flugzeug). Direkteinsteiger zahlen per VK über den Fahrer an die FZ (wie bei UBER). Der Fahrer hat mit Geld nichts mehr zu tun (ausser vielleicht Trinkgeld). Hatten da nicht mal einige im Forum geschrien, das Taxlerleben wäre sicherer, wenn er kein Geld mehr bei sich führen müsse ?
Andererseits wird man heute auch schon für 5E gekilled und die hat wohl jeder mindestens bei sich (bis auf manche FG, die ohne Zaster trotzdem in ein Taxi steigen).
Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid :mrgreen:

eichi
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von eichi » 19.12.2019, 21:19

Ein Taxispezialist aus Berlin hat mit vielen Worten
seine Weihnachts-Taxitarif-Wunschliste ausgebreitet.
Ein wesentlicher Bestandteil wurde unterschlagen.

Die Karenzminute

Liegt es an Ahnungslosigkeit, zu viel Geld im Portemonnaie?
Man weiß es nicht.
Die Karenzminuten (Plural, denn es ist selten nur eine) bewirken,
dass nach u.a. verkehrsbedingten Stillstand das Taxameter erst
nach 60 sec. beginnt, im Zeittarif zu zählen. Das ist doof!

Zum Anderen bewirkt diese Konstruktion, dass bei langsamer Fahrt
(ca. Fahrradtempo, Umschaltgeschwindigkeit) das Taxameter vom
Streckentarif in den jetzt besseren Zeittarif umschaltet. Es fehlen ja
die 60 sec. Stillstand!
Das macht im Schnitt einen Mindererlös von 10 - 15 oder mehr % aus!!!
Darüber wird so locker hinweggegangen?
Das macht ja nichts, das merkt doch keiner! (Hans Scheibner)
Keine Ahnung oder Interesselosigkeit? Unfassbar!
Und mit Laberrunden am Halteplatz ist auch nichts zu erreichen.
Dazu muss man in einem Verband sein und seine Ansichten in den
Behördengesprächen vortragen.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von titanocen100 » 19.12.2019, 21:48

eichi hat geschrieben:
19.12.2019, 21:19
Ein Taxispezialist aus Berlin hat mit vielen Worten
seine Weihnachts-Taxitarif-Wunschliste ausgebreitet.
Wenn Du mich damit meinen solltest (mit 99% Wahrscheinlichkeit), habe ich mich knapp und präzise ausgedrückt.
Ein paar Bonmots in Verbindung mit Zynismus und Witz sollten schon zulässig sein, das gibt Würze.
Dazu muss man in einem Verband sein und seine Ansichten in den
Behördengesprächen vortragen.
Ah ja, noch jemand, der immer noch im Mittelalter lebt.
16000 Taxler sind eine Macht, die nicht ignoriert werden kann. Sie unter einen Hut zu bekommen, das ist die Kunst.

Übrigens kann HH gar nicht mitreden mit den paar Taxis, die noch fahren.
Nach dem momentanen Ranking steht HH abgeschlagen von anderen Großstädten.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/ ... ahren.html

Also bevor Du Dich mit den ganz großen aus B in den Ring begibst, nimm lieber Dein Gebiss heraus. :D
Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid :mrgreen:

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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von titanocen100 » 19.12.2019, 21:55

eichi hat geschrieben:
19.12.2019, 21:19
Ein Taxispezialist aus Berlin hat mit vielen Worten
seine Weihnachts-Taxitarif-Wunschliste ausgebreitet.
Ein wesentlicher Bestandteil wurde unterschlagen.

Die Karenzminute

Liegt es an Ahnungslosigkeit, zu viel Geld im Portemonnaie?
Man weiß es nicht.
Die Karenzminuten (Plural, denn es ist selten nur eine) bewirken,
dass nach u.a. verkehrsbedingten Stillstand das Taxameter erst
nach 60 sec. beginnt, im Zeittarif zu zählen. Das ist doof!

Zum Anderen bewirkt diese Konstruktion, dass bei langsamer Fahrt
(ca. Fahrradtempo, Umschaltgeschwindigkeit) das Taxameter vom
Streckentarif in den jetzt besseren Zeittarif umschaltet. Es fehlen ja
die 60 sec. Stillstand!
Das macht im Schnitt einen Mindererlös von 10 - 15 oder mehr % aus!!!
Darüber wird so locker hinweggegangen?
Das macht ja nichts, das merkt doch keiner! (Hans Scheibner)
Keine Ahnung oder Interesselosigkeit? Unfassbar!
Und mit Laberrunden am Halteplatz ist auch nichts zu erreichen.
Dazu muss man in einem Verband sein und seine Ansichten in den
Behördengesprächen vortragen.
Kurz und präzise zutreffend:

Seht euch die Vögel des Himmels an,
sie säen nicht, sie ernten nicht...
und sie halten keine langen Predigten... (B5)
Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid :mrgreen:

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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von eichi » 19.12.2019, 23:00

Mit anderen Worten:
Noch nicht mal darüber nachgedacht und keinen Standpunkt.
Nur Geschwalle.
Marketingargumente verschenkt...
Aber die Umlandfahrten sollen es dann reißen... :roll:
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von titanocen100 » 19.12.2019, 23:15

eichi hat geschrieben:
19.12.2019, 23:00
Mit anderen Worten:
Noch nicht mal darüber nachgedacht und keinen Standpunkt.
Nur Geschwalle.
Marketingargumente verschenkt...
Aber die Umlandfahrten sollen es dann reißen... :roll:
Ich habe doch wohl meinen Standpunkt explizit in diversen Threads hier dargestellt.
Um es kurz zu formulieren:
jeder Händler berechnet seinen Preis nach dem Einkauf, der Auslagen, dem angestrebten Gewinn.
Das sollte auch im Taxigewerbe so sein.
Du wärest doch bestimmt auch nicht bereit, 25h zu arbeiten, ohne dafür entlohnt zu werden, oder ?
Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid :mrgreen:

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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von eichi » 24.12.2019, 15:32

jeder Händler berechnet seinen Preis nach dem Einkauf, der Auslagen, dem angestrebten Gewinn.
Das sollte auch im Taxigewerbe so sein.
Es ist nicht so.
Es ist das Taxigewerbe.
Nimm es doch einfach zur Kenntnis.
Geh doch in die Gewerbepolitik, wenn du Änderungen herbeiführen willst.
Dann musst du aber auch substantielles liefern.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von Jim Bo » 29.12.2019, 01:29

Ein gut gemeinter Tipp: Macht euch Gedanken, wem ihr die Dienstleistung Taxi denn nun eigentlich anbieten wollt.

Ich mache täglich Spaziergänge mit Frau und Kinderwagen in der Stadt von 8 km Länge, wenn mir ein Taxifahrer kommen würde: "Die Tour ist mir zu kurz, sie können laufen." … das muss er mir kein zweites Mal sagen.

Ein Touran ist für Familien kein allzu schlechter Wagen. Genug Stauraum für Kinderwagen, Koffer/Taschen, Nur mit titanocen als Fahrer? Da vergeht es einem.

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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von titanocen100 » 30.12.2019, 16:42

Jim Bo hat geschrieben:
29.12.2019, 01:29
Ein gut gemeinter Tipp: Macht euch Gedanken, wem ihr die Dienstleistung Taxi denn nun eigentlich anbieten wollt.
Dir wohl eher nicht, da Du8 sie nicht benötigst (s.u.)
Ich mache täglich Spaziergänge mit Frau und Kinderwagen in der Stadt von 8 km Länge, wenn mir ein Taxifahrer kommen würde: "Die Tour ist mir zu kurz, sie können laufen." … das muss er mir kein zweites Mal sagen.
Sehe ich auch so. den Du machst ja Spaziergänge und benötigst kein Auto, erst recht nicht für Deine Großstadt mit 8 Km Länge (hier für mich = Durchmesser). Das bedeutet, Deine "Großstadt hat eine Fläche von pi* r hoch zwei oder 3,1415926.. * 16 = ca. 50 Quadrat-Km (Fläche).
Da kann ich Dich toppen, mein Dorf hat nur 40 Einwohner und nur eine Strasse...
Ein Touran ist für Familien kein allzu schlechter Wagen. Genug Stauraum für Kinderwagen, Koffer/Taschen, Nur mit titanocen als Fahrer? Da vergeht es einem.
Bei mir müßtest Du sowieso Vorkasse leisten und bei gewünschter bargeldloser Zahlungsweise ein amtlich beglaubigtes Dokument vorlegen (§7). Im Falle einer ansteckenden Krankheit würdest Du laufen müssen. Kinder werden selbstverständlich nur in dafür geeigneten Kindersitzen befördert, Tiere nur lt. StVO usw. usw.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitrag von Jim Bo » 01.01.2020, 02:07

Titanocen100 ich wohne in Berlin und das hat einen guten Durchmesser von 40-50km.

Nein, ich meine es so, wie ich geschrieben habe. Wenn wir Spazieren gehen, dann legen wir dabei eine Strecke von 8 km zurück.

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