Tarifantrag in Berlin gestellt

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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon Löwenzahn » 23.01.2019, 21:11

Und das nennst du eine Revolution... Für wen? Für Uber?
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon titanocen100 » 24.01.2019, 04:14

Löwenzahn hat geschrieben:Für Uber?


Da erkennt man den Laien.
UBER will kein Konkuirrent sein, UBER will den Taxi-ÖPV übernehmen. Heute investieren wir 50 Mio, um morgen 3 Mrd. abkassieren zu können. Buchen Sie heute UBER für Lau, damit Sie morgen doppelt und dreifach dafür büßen dürfen (finanziell).
UBER interessiert sich nicht für 5E-Bestellungen, unter 25E wird da nichts gehen, wenn aus UBER-Mietwagen erst UBER-Taxi geworden ist. Das ÖPV-Taxi wird dann nur noch am Rande vor sich hindümpeln und an den grossen Flughäfen verboten sein (Konkurrenz).
Mal kurz als VB zum Friseur um die Ecke zu Walz ? Sicher,mit UBER pauschal 25E.
UBER interessiert nicht die kleine Oma, die als neureiche Witwe der Meinung ist, seht her, ICH nehme ein Taxi zur 800m entfernten Eiskaufsmeile. Sicher, sie bekommt ihr UBER-Taxi, aber nicht für 5.90E (ÖPV-Taxi) , sondern muss eben 25E zahlen (oder laufen).
UBER interessiert sich für die Geschäftsleute, denen es völlig egal ist, ob sie 17E (ÖPV-Taxi) von der Messe zum Kudamm-Hotel zahlen oder 30E (UBER) und mehr, wenn das Hotel 300E kostet.
Schon heute wollen 90% aller Taxler in Berlin keine Touren unter 15E mehr annehmen.
Bsp 1:
Am Richard-Wagner-Platz steht eine Kundin, die winkt. Ein Taxi hält kurz an und fährt dann wieder in Richtung TXL weiter. Ich halte an, die Kundin möchte zum ZOO und sagt mir, dass der Taxler eben ihr gesagt hat, die Strecke (12E) sei ihm zu kurz, sie solle gefälligst den Bus nehmen. Ich habe sie dann doch befördert, obwohl auch ich auf dem Wege zu TXL war.
Bsp. 2:
Am Flughafen TXL: eine Kundin will in die Huttenstrasse (15E). Da sie keine Vorkasse (eine der vielen notwendigen Bedingungen, die ein Kunde zu leisten hat, wenn er eine Beförderung möchte) bei mir leisten will, lehne ich ab (legitim). Sie geht zum Kollegen hinter mir, dann läuft sie Richtung Bus. Ich fragte den Kollegen, was er gesagt habe. Er meinte nur, ich stehe jetzt hier seit einer Stunde und habe keine Lust, sie um die Ecke zu befördern, sie soille gefälligst den Bus nehmen. Den Ärger, den er dabei mit dem LABO Berlin hätte bekommen können, nahm er gerne in Kauf.
So sieht die Realität aus.
Merke: Dienstleistungen sind teuer und es gibt keine DL in GER, die so biliig ist wie ein ÖPV-Taxi (5E Kurzstrecke Berlin)
Hier herrscht dringendst Handlungsbedarf.
So geht es nicht weiter.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon Löwenzahn » 24.01.2019, 05:40

Man schickt Kunden zum Bus und beschwert sich, dass der Umsatz nicht stimmt. :mrgreen:

Hoffentlich führen Supermärkte keinen Mindesteinkauf von 200 Euro ein. Oder noch schlimmer: Eingangskontrollen wie: " Was heißt hier, sie wollen sich nur umsehen, was es an Angebote gibt? Wir sind kein Museum."
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon Taxi Georg » 24.01.2019, 10:12

Löwenzahn hat geschrieben:Eingangskontrollen wie: " Was heißt hier, sie wollen sich nur umsehen, was es an Angebote gibt?"

Und?

Vor kurzem wurden über Ladenlokale berichtet, die ein Eintrittsgeld haben wollen.
Erst wenn was gekauft wurde, wurde die Gebühr mit der Ware verrechnet!

:arrow: Essener Händler nimmt "Eintritt" von Kunden, die nur gucken

:arrow: "Nur mal gucken" kostet fünf Dollar
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Diese Hinweise sollen auch keine Rechts-/Steuerberatung darstellen oder sollen diese ersetzen. ☑
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon titanocen100 » 25.01.2019, 01:40

Löwenzahn hat geschrieben:Mindesteinkauf von 200 Euro ein


Die Firma Gemmel-Metalle verkauft grundsätzlich nur Artikel ab 20E. Wenn ein Rohr 5E kostet lt. Preisliste, muss der Kunde trotzdem 20E bezahlen (Mindestpreis). Er kann auch 4 Rohre a 5E kaufen und zahlt 20E (obwohl er nur ein Rohr benötigt).
Diese Firma gibt es schon seit mindestens 30 Jahren und ist trotz dieser Preispolitik (und ev. gerade deswegen) nicht pleite gegangen.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon Schnurpel » 25.01.2019, 16:34

In die Huttenstr. mit Vorkasse.
Warum denn?
Da hat der Kollege wohl selbst keine Lust gehabt.
Schon mal was von Beförderungspficht gehört?
Ansonsten sind ja die Tarifvorschläge Grabsteine für das Taxigewerbe.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon Schnurpel » 25.01.2019, 18:29

Da lehnt man eine Fahrt von TXL ab, weil der Fahrgast keine Vorkasse leistet?
Und das ist auch noch legitim?
Da hat man wohl eher keine Lust auf die Fahrt gehabt.
Da gibt es ja auch noch die Beförderungspflicht.
Kein Wunder, wenn sich die Kundschaft andere Möglichkeiten sucht.
Da hat der Kollege dem Gewerbe keinen Gefallen getan.
Man sollte sich mit dem Thema Dienstleistung doch noch etwas näher beschäftigen.
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Beitragvon sivas » 27.01.2019, 10:15

Manch Einer sollte sich mit dem Thema Kosten einer Dienstleistung doch noch etwas näher beschäftigen.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon titanocen100 » 29.01.2019, 06:23

Schnurpel hat geschrieben:Da lehnt man eine Fahrt von TXL ab, weil der Fahrgast keine Vorkasse leistet?
Und das ist auch noch legitim?


Wenn man in den Bus einsteigt,muss man entweder sein Ticket vorzeigen oder eines erwerben. Sonst lehnt der Busfahrer die Beförderung ab.
Ist doch wohl jedem klar, oder ?
Wenn man in der S(U,DB)-Bahn in eine Kontrolle kommt und kein Ticket hat, wird man herausgeholt und darf ein erhöhtes Beförderungsentgelt zahlen (60E). Ist auch jedem klar, hoffe ich.
Warum sollte es im Taxigewerbe anders sein ?
Wer bei Fahrtantritt kein Ticket hat, begeht eine Straftat (§4 StGb, Erschleichung einer Dienstleistung, §4.1 StGb Erschleichung einer Beförderung)
Leider muss der Taxifahrer diesen Schaden gerichtlich geltend machen, nicht wie die Bahn (60E).

Schnurpel hat geschrieben:Man sollte sich mit dem Thema Dienstleistung doch noch etwas näher beschäftigen.


Genau dies gilt für Dich !
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon am » 30.01.2019, 12:43

Was kostet in B ein Öffi Ticket? 3€?

Dann schick dem Schuldner doch eine Rechnung in Höhe eines daran angelehnten Beförderungsentgeltes, also so bummelig plus 2000% (ja, zweitausend), was ja in etwa den 60€ entspricht.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon titanocen100 » 30.01.2019, 14:30

am hat geschrieben:Was kostet in B ein Öffi Ticket? 3€?

Dann schick dem Schuldner doch eine Rechnung in Höhe eines daran angelehnten Beförderungsentgeltes, also so bummelig plus 2000% (ja, zweitausend), was ja in etwa den 60€ entspricht.


Das wäre schön, aber es scheitert an mehreren Dingen:
1. Das muss der AG machen, nicht der AN.
2. es muss gerichtlich geltend gemacht werden.

zu 2:
der übliche Vorgang ist: ich stelle fest, der FG hat kein Geld. Dann halte ich an, und nehme den FG fest nach dem Jedermannsrecht (er hat eine Straftat nach §4,§4.1 StGb begangen und ich kenne seine Person nicht).
Ich hole die Polizei, es wird Anzeige erstattet. Dann geht es irgendwann vor Gericht. Der FG wird verurteilt und muss, falls er überhaupt kann, Schadensersatz leisten. notfalls geht es in den Bau (Tatsache).
Sollte der Täter flüchten, habe ich ein Problem. Anzeige gegen Unbekannt, die zu 100% eingestellt wird.
Das FG wird dann als Fehlfahrt abgerechnet und ich habe meine DL erfüllt, bekomme aber kein Geld und habe auch zeitl. Verlust (Warten auf Polizei, Protokoll).
Der AG hat nur wenig Verlust (Sprit, Verschleiss). Kaum ein AG wird eine Rechnung erstellen, falls ein Kunde mal nicht zahlen kann (z.B. wenn seine Kreditkarte nicht funktioniert).
Wenn der AG das für alle seine MA machen würde, könnte er eine Sekretärin einstellen, die aber mindestens genauso viel kostet, wie alle Mahnschreiben zusammen einbringen. Das macht KEIN Taxiunternehmer. Der sagt nur, Pech gehabt, AN.
Wenn ein AN mehrere solcher Vorfälle in einem Monat hat, könnte der AG auch den Verdacht hegen, sein AN betrügt ihn:
Ein Kunde zahlt den Taxameterpreis (30E) und geht, Ich lasse das Taxameter eingeschaltet, hole die Polizei und behaupte , mein Kunde sei weggerannt. Anzeie gegen Unbekannt verläuft im Sande. Ergo habe ich 30E zusätzlich verdient, mal 3 = 90E pro Monat. Nach spätestens 3 Monaten fliege ich raus und wiederhole das beim nächsten AG.

Um all dem vorzubeugen, gibt es nur eine einzige wirkliche Möglichkeit: Vorkasse.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon Löwenzahn » 30.01.2019, 15:25

titanocen100 hat geschrieben:Um all dem vorzubeugen, gibt es nur eine einzige wirkliche Möglichkeit: Vorkasse.


Falsch! Pfand! Der Fahrgast lässt sein Handy, Armbanduhr oder Schlüssel bei dir.

Im Übrigen: schön dass du hier so ein großes Mundwerk hast. Hast du das auch bei deinen Kunden? Bist du nicht auf die Idee gekommen, den Fahrgast vorher zu fragen, wie er bezahlen möchte?
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon titanocen100 » 30.01.2019, 15:56

Löwenzahn hat geschrieben:Falsch! Pfand! Der Fahrgast lässt sein Handy, Armbanduhr oder Schlüssel bei dir.


Wer sagt denn, daß er zu Hause Geld hat ?
Manche reiten auf der Tour, bei 10E wird kein Taxler die Polizei holen.

Löwenzahn hat geschrieben:Bist du nicht auf die Idee gekommen, den Fahrgast vorher zu fragen, wie er bezahlen möchte?


Für wie blond hältst Du mich ?
Meine erste Frage lautet: wohin möchten Sie ?
Die zweite: wie möchten Sie bezahlen ? Bar oder Kreditkarte/Debit ?
Je nach Antwort gibt es dann weitere Möglichkeiten, in einer Art Flussdiagramm.

Bei einer Kurztour werde ich garantiert nicht vor der Haustür warten, damit der FG Geld holt. Wenn er wiederkommt, sind aus den 6.80E inzwischen 9.80 geworden und ich bekomme 7E, frei nach dem Motto, Sie hätten ja das Taxameter ausschalten können.
VK ist das einzige probate Mittel, um all dem entgegenzutreten.
VK ist lt. PbefG und TTO IMMER möglich, steht an jedem Taxi ganz unten in der TTO am Fenster dran, in deutsch und englisch.
Da gibt es kein Wenn und Aber, es ist gesetzlich zulässig. daher mache ich es in gewissen Fällen. Punctum.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon am » 31.01.2019, 12:12

Die TTO würde ich gerne mal sehen.

Vorkasse ist eigentlich nur in begründeten Fällen möglich. Zumal es ja immer nur eine Art Pfand ist, da der Preis erst am Ende der Fahrt feststeht.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon titanocen100 » 31.01.2019, 12:59

am hat geschrieben:Die TTO würde ich gerne mal sehen.
Vorkasse ist eigentlich nur in begründeten Fällen möglich. Zumal es ja immer nur eine Art Pfand ist, da der Preis erst am Ende der Fahrt feststeht.


Geregelt im §7
§ 7 Zahlung des Beförderungsentgelts
(1) Der Taxifahrer ist berechtigt, einen Vorschuss bis zur Höhe des voraussichtlichen Beförderungsentgelts zu verlangen.

Den kompletten Inhalt findest Du unter
https://www.taxiinnung.org/tarife

Du musst ein Ticket beim Busfahrer kaufen, sonst läßt er Dich nicht mitfahren, bei der Bahn ebenfalls, sonst sind 60E fällig bei einer Kontrolle und beimTaxi gilt ebenfalls VK, falls der Fahrer darauf besteht. Und ohne nähere Angabe von Gründen.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon Löwenzahn » 31.01.2019, 14:43

am hat geschrieben:Die TTO würde ich gerne mal sehen.

Vorkasse ist eigentlich nur in begründeten Fällen möglich. Zumal es ja immer nur eine Art Pfand ist, da der Preis erst am Ende der Fahrt feststeht.


Bingo.

titanocen100 hat geschrieben:Du musst ein Ticket beim Busfahrer kaufen, sonst läßt er Dich nicht mitfahren, bei der Bahn ebenfalls,


Du kannst Festpreise nicht mit einem Streckentarif vergleichen.

Und zu deinen Spezialfällen kannst du sagen, dass der Auftrag erst dann abgeschlossen ist, wenn die Fahrt bezahlt wurde und bis dahin kommen nach Tarif eben noch Gebühren hinzu, die den Fahrpreis erhöhen. Um es mit anderen Worten zu sagen: Das Taxameter läuft weiter. Diese Gebühren hätten vermieden werden können, wenn sie sich vor Fahrtantritt überzeugt hätten, dass sie die Fahrt auch bezahlen können.
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Re: Tarifantrag in Berlin gestellt

Beitragvon titanocen100 » 31.01.2019, 15:10

Löwenzahn hat geschrieben:Du kannst Festpreise nicht mit einem Streckentarif vergleichen.


Muss ich auch nicht.
§7 sagt alles. Punctum
Zuletzt geändert von titanocen100 am 31.01.2019, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
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