Funkzentralen und die Lacher der Saison

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titanocen100
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von titanocen100 » 05.12.2019, 14:52

RaimundHH hat geschrieben:
05.12.2019, 14:05

Nochmal: der Taxameter ist ein Messgerät, der eine Wegstrecke und/oder Zeitdauer in einen Zahlbetrag umrechnet.
Wird dieser Zahlbetrag für eine tarifpflichtige Personenbeförderung verwendet, handelt es sich um einen Bruttobetrag inkl. 7%MwSt,
bei allen anderen Geschäftsvorfälle um einen Bruttobetrag inkl. 19%MwSt.

Grüße
Dann sollte dies auch irgendwo im PBefG,TTO oder sonstwo erwähnt sein. Das ist mEn. nicht der Fall.
Man liest immer nur von7%.
Im Übrigen denke ich, daß LABO-MA wohl erheblich kompetenter sind, als wir alle zusammen.
Hurra:
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von am » 05.12.2019, 19:12

Die machen Taxi nebenbei, weil es ja jemand machen muss und mit Steuerrecht haben die mal gar nichts zu tun.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.

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titanocen100
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von titanocen100 » 05.12.2019, 19:22

am hat geschrieben:
05.12.2019, 19:12
Die machen Taxi nebenbei, weil es ja jemand machen muss und mit Steuerrecht haben die mal gar nichts zu tun.
müssen sie auch nicht. Das Ministerium gibt die Regeln vor, das LABO achtet darauf, daß diese Regeln eingehalten werden und der Steuerberater muss diese Regeln in seiner Berechnung anwenden.
Das Finanzamt (oder wer auch immer, Hauptzollamt ?) überprüft diese Berechnungen, gleicht sie mit den ihm vorliegenden (Fiskal)Daten ab und wenn es Unstimmigkeiten geben sollte, gibt's was auf den Deckel.
Zuletzt geändert von titanocen100 am 05.12.2019, 19:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von eichi » 05.12.2019, 20:02

Zitat titi:
Das (Fiskal)taxameter dient einzig und allein zur Erfassung der Kosten bei der PBef innerhalb des PffG
Das (Fiskal)taxameter dient zur Erfassung des Preises der PBef innerhalb des PffG.
Preis und Kosten muss man schon auseinander halten können.
Und es kommt weiter nicht darauf an, was dir die Dame vom LABO
erzählt hat, sondern was du davon verstanden hast und dir merken konntest.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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titanocen100
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von titanocen100 » 05.12.2019, 20:11

eichi hat geschrieben:
05.12.2019, 20:02
Preis und Kosten muss man schon auseinander halten können.
Alles eine Frage der Perspektive:
Fahrgast: was kostet mich die Taxifahrt.
Taxler: der Preis beträgt ...
eichi hat geschrieben:
05.12.2019, 20:02
Und es kommt weiter nicht darauf an, was dir die Dame vom LABO
erzählt hat, sondern was du davon verstanden hast und dir merken konntest.
Warten wir ab, was das LABO schreibt. Sollte ich mich irren, bin ich gerne bereit, mir ein Röckchen anzuziehen und mich vor dir zu bücken.
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Taxi Georg
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von Taxi Georg » 06.12.2019, 00:36

titanocen100 hat geschrieben:
05.12.2019, 14:52
Im Übrigen denke ich, daß LABO-MA wohl erheblich kompetenter sind, als wir alle zusammen.
Auch das halte ich für unwahrscheinlich!

Auch wenn es Deiner Meinung nach OT ist, klären wir das nun hier!
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat geklärt, wie Taxikosten in der Buchhaltung zu erfassen sind.

:arrow: Bundesfinanzhof (BFH) erklärt Umsatzsteuer

:arrow: Aktenzeichen: V R 68/05

:arrow: § 12 Abs. 2 Nr. 10 Buchst. b UStG
Bitte betrachtet meine Postings nicht als Verpflichtung, sondern nur als gutgemeinte Hinweise!
Diese Hinweise sollen auch keine Rechts-/Steuerberatung darstellen oder sollen diese ersetzen. ☑

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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von Taxi Georg » 06.12.2019, 00:38

titanocen100 hat geschrieben:
05.12.2019, 20:11
Sollte ich mich irren, bin ich gerne bereit, mir ein Röckchen anzuziehen und mich vor dir zu bücken.
Fotos bitte.
Bitte betrachtet meine Postings nicht als Verpflichtung, sondern nur als gutgemeinte Hinweise!
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von titanocen100 » 06.12.2019, 00:52

Taxi Georg hat geschrieben:
06.12.2019, 00:38
titanocen100 hat geschrieben:
05.12.2019, 20:11
Sollte ich mich irren, bin ich gerne bereit, mir ein Röckchen anzuziehen und mich vor dir zu bücken.
Fotos bitte.
wie veraltet.
nur noch Filme in UHD, bitte. Ich will doch ein Andenken haben.
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von Jim Bo » 06.12.2019, 09:26

Danke Taxi Georg.

Also auch wenn ein Fahrgast 200 km in einer Gemeinde fahren sollte, gelten 7%. Das ist eindeutig,denn zwischen "Taxifahrten innerhalb einer Gemeinde" und "Fahrten unter 50 km" steht ein oder

RaimundHH
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von RaimundHH » 06.12.2019, 14:27

titanocen100 hat geschrieben:
05.12.2019, 19:22
am hat geschrieben:
05.12.2019, 19:12
Die machen Taxi nebenbei, weil es ja jemand machen muss und mit Steuerrecht haben die mal gar nichts zu tun.
müssen sie auch nicht. Das Ministerium gibt die Regeln vor, das LABO achtet darauf, daß diese Regeln eingehalten werden und der Steuerberater muss diese Regeln in seiner Berechnung anwenden.
Moin,
und genau hier liegt der (Denk)fehler.

Das Ministerium ist Teil der Executive und setzt die (Regeln) Gesetze um, die "Regeln" selbst werden von der Legislative (Bundestag) in Form von Gesetzen
erstellt. Das bedeutet, daß z.B. die BMF-Schreiben, mit denen diverse Taxibehörden eine angebliche Fiskaltaxamaterpflicht, bzw. digitale Aufzeichnungspflicht
begründen, für den Steuerpflichtigen, also uns, rechtlich nicht verbindlich sind, da es sich nur um Gesetzesauslegungen seitens des Ministeriums handelt und
nicht um gesetzliche Bestimmungen.

Und so lange diese Gesetzesauslegungen nicht von einem Gericht als gesetzeskonform beurteilt worden sind, haben sie keine Gültigkeit.

Grüße

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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von E. G. Engel » 07.12.2019, 17:17

Und genau hier liegt der Denkfehler. Solange die Gesetzesauslegung nicht gerichtlich verworfen/korrigiert wurde gilt die Gesetzesauslegung der Exekutive. Aber gerne fette Beute mit 25% weniger Taxen auf der Straße die zu 33% mehr Umsatz führt in Kombination mit einem besseren Tarif und vor allem einer halbwegs vernünftigen Tarifstruktur. In der Summe also ca. 50% mehr fette Beute für Absahner die unentwegt und selbstlos für Gerechtigkeit kämpfen.

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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von eichi » 07.12.2019, 17:29

Solange die Gesetzesauslegung nicht gerichtlich verworfen/korrigiert wurde
gilt die Gesetzesauslegung der Exekutive.
E.G., vermutlich wollte Raimund genau das ausdrücken,
was du so schön formuliert hast. Und tita... versucht zu verstehen.
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von RaimundHH » 08.12.2019, 15:06

Moin,

aus Wikipedia:

"Ebenso wie bei Steuerrichtlinien ist durch ein BMF-Schreiben nur die Finanzverwaltung in der Rechtsanwendung gebunden. Der Bürger kann sich auf die Anwendung berufen, aber auch eine andere Rechtsauffassung vertreten. Insbesondere sind auch die Gerichte nicht daran gebunden."

also eine Rechtsanwendung, die vom Bürger befolgt werden kann nicht muß :wink:

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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von titanocen100 » 10.12.2019, 19:10

ich habe dem LABO die Frage bez. der 50 Km -Beschränkung gestellt und erhielt folgende Antwort:

Dagmar.Bloecher@SenUVK.berlin.de

das LABO hat Ihre Nachricht an mich weitergeleitet. Obwohl ich für die steuerrechtliche Frage nicht zuständig bin, versuche ich gerne, Ihnen Sinn und Zweck der Regelung zu erklären.

Grundsätzlich soll ja die im Personenbeförderungsgesetz (PBefG) genannte 50 km-Grenze im Zweifel (§ 8 PBefG) helfen, den Personennahverkehr vom Fernverkehr zu unterscheiden. Bei einer so ausgedehnten Gemeinde wie Berlin als Pflichtfahrgebiet können auch mehr als 50 km-Fahrten entstehen, ohne dass damit eine Taxifahrt eine „Fernfahrt“ wird, was sich somit auch nicht in unterschiedlichen Steuersätzen niederschlagen soll.

Daher lautet § 12 Abs. 2 Umsatzsteuergesetz:
„ 2) Die Steuer ermäßigt sich auf sieben Prozent für die folgenden Umsätze: …

10. die Beförderungen von Personen im Schienenbahnverkehr, im Verkehr mit Oberleitungsomnibussen, im genehmigten Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen, im Verkehr mit Taxen, mit Drahtseilbahnen und sonstigen mechanischen Aufstiegshilfen aller Art und im genehmigten Linienverkehr mit Schiffen sowie die Beförderungen im Fährverkehr
a) innerhalb einer Gemeinde oder
b) wenn die Beförderungsstrecke nicht mehr als 50 Kilometer beträgt"



So weit, so Gut. Alles, was nicht schon bekannt wäre
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von titanocen100 » 10.12.2019, 19:12

Daher meine zweite Anfrage, umk eine explizite Antwort zu erhalten.

Sehr geehrte Frau Blöcher,

dieser §12 war mir bekannt, danke.

Trotzdem möchte ich es einfach mal explizit wissen.
Wenn ein FG also innerhalb Berlins 500 Km zurücklegt oder auch noch mehr, gelten immer nur 7% MwSt.
Nur bei Verlassen des Pflichtfahrgebietes ab >50 Km gelten 19%. Habe ich das nun richtig verstanden ?

Mit freundlichen Grüßen

Die Antwort darauf war dann:

der Fahrgast muss personenbeförderungsrechtlich grundsätzlich auf der kürzesten Strecke befördert werden.

Falls Ihnen das zitierte Umsatzsteuergesetz nicht eindeutig genug ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.


Mit freundlichen Grüßen

Dagmar Blöcher
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von titanocen100 » 10.12.2019, 19:15

nach dieser eindeutig uneindeutigen Antwort gab ich ihr folgende Antwort:

Sehr geehrte Frau Blöcher,
ich danke Ihnen für diese erschöpfende, eindeutige und doch wenig aussagende Antwort. Rote und grüne Knöpfe drücken oder Paragraphen auflisten, das konnten auch schon Primaten, wie wir alle ja aus der 1967 erschienenen Serie Bezaubernde Jeannie wissen. Ein Primat ist sogar auf dem Mond gelandet, waren Sie damals dabei ?

Sie können mir also entweder eine explizite Antwort auf meine Frage geben oder aber mir mitteilen, daß Sie es selbst nicht genau wissen. Ist doch kein Beinbruch, kann jedem passieren. Ich werde mich dann an Ihren Vorgesetzen wenden und ihm meine Frage stellen. Ich werde ihm mitteilen, daß seine Mitarbeiterin nicht in der Lage war, meine Frage explizit zu beantworten. Er wird mir sicher eine kompetente, verläßliche Antwort geben und nicht auf den Paragraphen herumreiten wie Sie. Oder aber er verweist mich an eine andere/n Mitarbeiter/in, sicher ein/e nette/r Kollege/in neben Ihnen. Sie wissen schon, so ein/e junge/r, aufstrebende/r Mitarbeiter/in. Und wer weiß, vielleicht ist diese/r MA/In schon morgen Ihr/e Vorgesetzter. Verdient hätte er/sie es, meinen Sie nicht auch ?

Mit freundlichen Grüßen

Ich bin gespannt auf ihre Antwort.

wir können ja eine Abstimmung machen:
sie wird mich/mir

1. eine explizite Antwort geben
2. steinigen
3. kastrieren

ich bitte um Vorschläge (Hinweis: Mehrfachantworten sind möglich).
Zuletzt geändert von titanocen100 am 10.12.2019, 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von eichi » 10.12.2019, 19:27

Literaturtip:
Dale Carnegie, Wie man Freunde gewinnt.

am hat es so schön erklärt und nun haust du wieder sowas raus. :roll:
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von titanocen100 » 10.12.2019, 20:05

eichi hat geschrieben:
10.12.2019, 19:27

am hat es so schön erklärt und nun haust du wieder sowas raus. :roll:
Erstens: ich will hier keine Freunde gewinnen.
Freunde hat man viele, wenn man viel Geld besitzt. Doch wahre Freunde erkennt man daran, daß sie einem auch in Zeiten der Not beistehen.

Zweitens: AM kann mir viel mitteilen. Er mag ja in diesem Forum ein Moderator sein, doch wer weiss, was er ansonsten ist ? Vielleicht putzt er die APCOA-Toiletten ? Nicht, daß dies keine ehrenvolle Aufgabe wäre. Er kann in meinen Badezimmern gleich weitermachen (und nebenher auch die 12 Katzentoiletten jeden Tag reinigen). Selobstverständlich verwende ich nur biologisch-abbaubare Komponenten.

Drittens: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ich wende mich grundsätzlich immer an einen Bäcker und nicht an die Schrippe.
So hat es mir ein Freund, Herbert Freiherr von Strombeck (RIP) gelehrt. Man ging zum Bäcker (oder Fleischer), brauchte sich aber nicht an die 50-Menschen umfassende Schlange anzustellen. Einfach nur den Finger heben und "die Brötchen für Baron von Strombeck bitte", oder "das Mett für Baron von Strombeck bitte" und schon bekam man die Ware ausgehändigt, während alle anderen anstehen mussten. Bezahlt wurde einmal im Monat per Überweisung.
So muss es sein. Herbert hätte genauso wie ich reagiert. Er wäre sogar noch weiter gegangen, indem er sie nicht nur durch den Kakao gezogen hätte, sondern sie in den Mund genommen, durchgekaut und anschließend wieder ausgespuckt hätte. Wie bei einem guten Tropfen Wein eben.

Dadurch unterscheiden sich Proleten vom Blauen Blut. Daran war wohl meine Bluttransfusion durch Herbert verantwortlich.
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von eichi » 10.12.2019, 20:29

Kontrollfrage: was war vor 100 Jahren?

Kleiner Tipp, mal Aufhebung der Adelsprivilegien guhgeln.
Früher, als der Herr für seine Subalternen mitgedacht hat,
war das Denken für diese weniger anstrengend.
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Re: Funkzentralen und die Lacher der Saison

Beitrag von titanocen100 » 10.12.2019, 20:59

eichi hat geschrieben:
10.12.2019, 20:29

Früher, als der Herr für seine Subalternen mitgedacht hat,
war das Denken für diese weniger anstrengend.
ein klares Zeichen dafür, daß Intelligenz etwas mit Wissen aneignen und, es auch anzuwenden zu tun hat und ein jeder, der es macht, klar im Vorteil ist.

“Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern.” — Nelson Mandela
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