Gesetzlicher Mindestlohn - eine "lohnende Angelegenheit"

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Re: Gesetzlicher Mindestlohn - eine "lohnende Angelegenheit"

Beitragvon am » 27.06.2018, 11:38

Du meinst das Unverhältnis beispielsweise der Lohnhöhe eines VW Fließbandarbeiters, oder? Da stimme ich dir zu. Als es beim Programm 5000 x 5000 zu beinahe tumultartigen Zuständen bei VW kam, habe ich den Glauben an solche Relationen spontan verloren. 5000 DM brutto war damals für mich als ausgebildeter Handwerksgeselle vollkommen utopisch. Nicht einmal Meister meines Gewerkes konnten das verdienen.

Ein Lohn sollte als Mindestanforderung immer soch jochnsein, dass man davon unalimentiert leben kann. Es müssen andere Werte für höher qualifiezierte Arbeitskräfte geschaffen werden, denn Arbeit als solches sollte nicht so entlohnt werden, dass es einem wie eine Strafe erscheint.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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Re: Gesetzlicher Mindestlohn - eine "lohnende Angelegenheit"

Beitragvon sivas » 27.06.2018, 11:56

Der Mindestlohn wurde doch nur geschaffen, um die Sozialkassen zu entlasten. Die Verantwortung für eine auskömmliche Lebenshaltung wurde auf den Arbeitgeber (zurück)übertragen.

Die Pflegeversicherung wurde nur geschaffen, um den Erben das Eigenheim zu erhalten. Die Nicht-Erben finanzieren das mit.
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Re: Gesetzlicher Mindestlohn - eine "lohnende Angelegenheit"

Beitragvon Löwenzahn » 27.06.2018, 21:18

Also ich weiß gerade nicht, was ihr in meinen Beiträgen herauslest. Wenn man beispielsweise als Quereinsteiger in einer KFZ-Werkstatt arbeitet, muss man mit Mindestlohn bezahlt werden. Als Quereinsteiger ist man immer unterqualifiziert. Wenn man KFZ - Mechaniker gelernt hat, bekommt man auch nur Mindestlohn. Es ist ja schön, dass der Mindestlohn höher als manch Stundenlohn vor einigen Jahren ist, aber jetzt stehen höherqualifizierte und unterqualifizierte Arbeitnehmer was den Lohn angeht auf gleicher Stufe. Natürlich dürfen jetzt alle Arbeitnehmer gerne jubeln...

...

Aber!!!

Jetzt überlegt Euch doch mal, wie ihr eure Kinder zum Lernen animieren wollt. Was wollt ihr dem denn sagen, wenn ihr den Spruch zu hören bekommt: "Ich brauche nicht zur Schule gehen, ich suche mir später einfach irgendwas." Das wären dann die Schulschwänzer. Die Kiffer würden sagen: "Hey Alter, mach doch nicht so einen Stress. Ist doch alles ganz easy." Und die Rowdys? Naja, die machen Kampfsport.
Zuletzt geändert von Löwenzahn am 27.06.2018, 21:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gesetzlicher Mindestlohn - eine "lohnende Angelegenheit"

Beitragvon Taxi Georg » 05.09.2018, 00:12

Das Aus für den "Totmansschalter"!

Gericht entscheidet pro Taxifahrer
Taxiunternehmer können nicht von ihren Fahrern verlangen, beim Warten auf Kunden ständig ein Bereitschaftssignal zu geben.
Das entschied das Landesarbeitsgericht.

Ein Unternehmer hatte von seinem Angestellten gefordert, alle drei Minuten eine Signaltaste zu drücken, um seine Arbeitsbereitschaft zu signalisieren.
Drückte der Fahrer die Taste nicht, wurde die darauf folgende Standzeit nicht als Arbeitszeit, sondern als unbezahlte Pausenzeit erfasst.


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Eine gute Entscheidung, wenn sie echt ist! Wo ist das Aktenzeichen?
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Re: Gesetzlicher Mindestlohn - eine "lohnende Angelegenheit"

Beitragvon Pirat » 05.09.2018, 10:21

Interessantes Urteil..., bin mal auf die Begründung gespannt.

Es kann ja nicht angehen, das ein Gericht solche Arbeitnehmer-Überwaschungssysteme untersagt und ein anderes Gericht, Daten aus solchen Systemen als Beweis für Nachforderungen von Versicherungsträgern zulässt...
Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern... Konfuzius.
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Re: Gesetzlicher Mindestlohn - eine "lohnende Angelegenheit"

Beitragvon Taxi Georg » 06.09.2018, 11:16

Taxi Georg hat geschrieben:Wo ist das Aktenzeichen?

Ihr braucht nicht mehr zu suchen. Danke für Eure Hilfe :wink:

Hier das Aktenzeichen: Az. 26 Sa 1151/17 (Urteil vom 30.08.2018). Danke an TaxiTimes :arrow: weiterlesen
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