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Bundesweite Logistik bei Auswärtsfahrten
Verfasst: 16.06.2012, 17:06
von Jochen Lembke
Morgen soll ich nach Frankfurt fahren (wenn´s wirklich klappt) und anlässlich dessen wieder einmal mein alter Traum von einer bundesweiten Logistikzentrale, die Auswärtsfahrten koordiniert und verteilt.
Soll heißen, ich fahre besetzt mit dem Großraum von Freiburg nach Frankfurt und leer wieder zurück - kennt jeder, tausende solche Fahrten jeden Tag quer durch die Republik. Allermeistens nur ein Weg belegt.
Mein Traum nun, eine Logistikzentrale, bei der man solche Fahrten anmeldet, d.h. für morgen soundsoviel Uhr fährt ein Taxi leer von Frankfurt nach Freiburg und mit Sicherheit um die Zeit auch ein Taxi vom Raum Frankfurt (Flghfn.) in den Raum Südbaden.
Die Logistikzentrale makelt, also kauft und verkauft solche Fahrten und reduziert also Leerfahrten im Auswärtsbereich auf ein Minimum. Die Unternehmen geben und bekommen solche Fahrten an die Logistikzentrale.
Mein Frage, gibt es solche Überlegungen bereits?
Re: Bundesweite Logistik bei Auswärtsfahrten
Verfasst: 16.06.2012, 20:31
von taxi-anwärter
Jochen Lembke hat geschrieben:Morgen soll ich nach Frankfurt fahren (wenn´s wirklich klappt) und anlässlich dessen wieder einmal mein alter Traum von einer bundesweiten Logistikzentrale, die Auswärtsfahrten koordiniert und verteilt.
Soll heißen, ich fahre besetzt mit dem Großraum von Freiburg nach Frankfurt und leer wieder zurück - kennt jeder, tausende solche Fahrten jeden Tag quer durch die Republik. Allermeistens nur ein Weg belegt.
Mein Traum nun, eine Logistikzentrale, bei der man solche Fahrten anmeldet, d.h. für morgen soundsoviel Uhr fährt ein Taxi leer von Frankfurt nach Freiburg und mit Sicherheit um die Zeit auch ein Taxi vom Raum Frankfurt (Flghfn.) in den Raum Südbaden.
Die Logistikzentrale makelt, also kauft und verkauft solche Fahrten und reduziert also Leerfahrten im Auswärtsbereich auf ein Minimum. Die Unternehmen geben und bekommen solche Fahrten an die Logistikzentrale.
Mein Frage, gibt es solche Überlegungen bereits?
Es gibt solche Zentralen im Frachtbereich, die mehr schlecht als recht funktionieren (Konditionen!). Langstreckenfahrten mit dem Taxi sind doch eher eine Ausnahme und werden wenn überhaupt nur mit den S-Klassen, A8 etc. durchgeführt.
Verfasst: 16.06.2012, 21:01
von Wattwurm
http://www.taunustaxi.de/ ...und der schreibt auch Bücher....allerdings ist das nicht so ganz mein bevorzugtes Genre....

Verfasst: 16.06.2012, 21:19
von Jochen Lembke
Das ist aber nicht unser Taunustaxi?
Das sieht mir auch nicht nach dem aus was ich meine, ist wohl so eine Art überregionale Firmenzusammenschluss mit standardisiertem Angebot...
Klar, aus der Fracht kennt man das, es gibt ja da selbstfahrende Trucker, die versuchen überall die nächste Fuhre zu bekommen, aber die sind ja nicht ortsgebunden wie wir.
Hm, vielleicht ist das ja jetzt auch noch alles reine Vision, aber es könnte ja durchaus sein, dass der technische Fortschritt und vielleicht auch Verkehrsleitsysteme der näheren Zukunft da etwas bahnen könnten.
Schließlich werden auch Verkehrsdichte und Spritpreise weiter zunehmen...
Verfasst: 16.06.2012, 22:02
von reasoner
Angesichts der Ausdehnung Deutschlands und der Anzahl seiner Einwohner duerfte die 'kritische Masse', die zu einem 'Netzwerkeffekt' fuehrt, groß sein. Anders ausgedrückt, es werden weitaus zu wenig Ueberlandfahrten nachgefragt, als dass eine sinnvolle Logistik greifen könnte. Die Fahrten müssen schließlich räumlich und zeitlich zusammenpassen.
Verfasst: 17.06.2012, 02:39
von Redakteur
reasoner hat geschrieben:Angesichts der Ausdehnung Deutschlands und der Anzahl seiner Einwohner duerfte die 'kritische Masse', die zu einem 'Netzwerkeffekt' fuehrt, groß sein. Anders ausgedrückt, es werden weitaus zu wenig Ueberlandfahrten nachgefragt, als dass eine sinnvolle Logistik greifen könnte. Die Fahrten müssen schließlich räumlich und zeitlich zusammenpassen.
Nun ja, wenn ich sehe, wie oft man Kollegen anderer Zentralen am Flughafen sieht, der eine bringt, der andere holt ab, da würde sich bestimmt die ein oder andere Übereinstimmung finden lassen. Hin und wieder, wenn auch selten, machen wir das hier untereinander sogar mal so. Meist, wenn bei einem gerade die Kapazitäten absolut nicht reichen.
Sagt ja keiner, das es jedes Mal Treffer geben muß.
Die Frage ist, möchte jemand auf seinen Gewinn verzichten? Oder jemand nur noch kostendeckend "abnehmen"? Und, wird der Kunde nicht womöglich abgeworben? Kann man sich drauf verlassen, das der Kunde wirklich zuverlässig bedient wird? etc, etc...
Übrigens, im Frachtbereich, hab eine Zeit Disposition in einer mittelgroßen Spedition gemacht, wir haben da sehr gute Erfahrungen gemacht mit Frachtbörsen. Fracht merkt aber auch nicht, wenn sie jemand anderes fährt

Verfasst: 17.06.2012, 06:28
von Jochen Lembke
Fracht merkt nicht... ja, das ist ein gutes Argument, schließlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier und will immer seine Firma. Aber das Umsteigen kann man ihm mit einem Preisnachlass schmackhaft machen, die Einsparungen würfen (würden werfen) genug Gewinn ab.
Ich habe früher Zeiten mitgemacht, wo es durchaus üblich war etwa am Bahnhof Touren zusammenzuladen, wie ja auch in den ärmeren Ländern, derzeit zahlt der Kunde einen hohen Preis für ein Exklusivtaxi, aber man sieht ja mit den Fahrspuren für vollbesetzte Autos, dass sich in diesem Verhalten generell etwas ändern kann. Wer weiß, vielleicht geht der Trend ohnehin weg vom Exklusivtaxi und hin zum Sammel.
Bei den Kassen gibt es ja soweit ich weiß auch schon Überlegungen Auswärtsentlassungen zu bündeln.
Verfasst: 17.06.2012, 13:51
von Redakteur
Jochen Lembke hat geschrieben:
Bei den Kassen gibt es ja soweit ich weiß auch schon Überlegungen Auswärtsentlassungen zu bündeln.
Die Niederländer bieten sowas in Form eines "Seniorentaxis" an. Meine Tante lebt dort. Wenn sie dann zum Beispiel zum Einkaufen will, bestellt sie ein Taxi für 12.00 Uhr. Dann kann es aber sein, das es zwischen 15 Min früher oder später da ist, da Fahrten gebündelt werden, und dann mit kleinen Schlenkern und weiteren Fahrgästen zum Ziel fährt. Dafür zahlt sie dann aber nur einen sehr kleinen Fahrpreis. Die Differenz zwischen den einzelnen gezahlten Fahrpreisen und dem tatsächlich nach Uhr fälligen Betrag übernimmt die Gemeinde. Das als Service für "Alte und Kranke".
Was ich auch sehr gut finde, dazu kommen dann noch eine bestimmte Anzahl an Kilometer, die sie zu einem besonders günstigen Preis für Langstrecken nutzen kann. Damit fährt sie dann zum Beispiel 200km nach Amsterdam zu Freunden. Aber das ginge ganz am Thema vorbei

Verfasst: 17.06.2012, 20:30
von Jochen Lembke
7 Stunden nach Frankfurt und zurück, da schmilzt jede gute Umsatzbeteiligung schnell dahin. Horrorautobahn A 5, eine Baustelle nach der anderen, stand 2 Stunden im Stau. Nein, danke! Das ganze Geld fließt in den Osten und nach Griechenland und hier kommt man nicht vorwärts!
Und dann diese elfenbeinfarbene Schlange vor dem Flughafen! Was für eine Verschwendung von Ressourcen!
Verfasst: 18.06.2012, 01:50
von jr
Das sagen sich die Krankenkassen auch und versteigern Dialysefahrten im Internet. Das müßte doch eigentlich gut zu deiner Logistikzentrale passen.
Verfasst: 18.06.2012, 03:22
von deniro
Jochen Lembke hat geschrieben:würfen (würden werfen)
...sehr schön...
Verfasst: 18.06.2012, 06:35
von Jochen Lembke
Sicher nicht, jr, da lassen wir uns nur wieder einmal gegeneinander ausspielen, weil wir nicht geblickt haben, das wir untereinander Konkurrenz nicht dulden können, unser Konkurrent ist... na, was? Richtig, das Privatauto.
Da müssen wir aber sehen wie wir konkurrenzfähig bleiben und unsere hohen Tarife halten können.
Herr Rösler von der Chefetagenpartei würde uns nämlich gerne die Tarife auf die Hälfte senken sehen, dann hätten wir auch keine Zeit mehr zu jammern, weil, brumm, brumm, kurbel, kurbel und so.