Stand ein Blitzer am Rande...

Der virtuelle Taxitreff.
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Jochen Lembke
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Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jochen Lembke » 02.11.2022, 16:20

Soweit ich hier geschaut habe gab es zur Verschärfung des Bußgeldkataloges hier keinen Aufstand. (Falls doch bitte mich auf den entsprechenden Thread verweisen.)

Und - warum nicht?

Was wir machen müssen ist politischen Druck ausüben, zusammen mit allen anderen Fuhrknechten aus anderen Sparten, dass endlich eine Ausgleichszahlung stattfindet, die das ausgleicht, etwa in Form einer Prämie für gutes Fahren!

Ich habe deshalb eine Gerichtsverhandlung nächste Woche in Müllheim (Baden), weil ich dazu maximalen zivilen Ungehorsam angekündigt habe! Es würde mich interessieren was ihr dazu denkt und ob ich mit Solidarität rechnen kann!

Das habe ich dem Amt geschrieben (ich habe ein wenig dick aufgetragen :mrgreen: :

B378, Richtung Neuenburg, Höhe Baustelle

Sehr geehrte Damen und Herren,

die eingeforderte Strafe werde ich nicht bezahlen. Ich lege also Einspruch ein.

Aus folgenden Gründen:

a. die Idiotie der Verkehrsführung

b. die offensichtliche Wegelagerei, die Sie da betreiben

c. meine persönlichen Finanzen

d. die Verarmung aller Taxifahrer und besonders auf dem Land, im Stundenmindestlohn

e. die exorbitante Steigerung der Strafen und dem fehlenden Ausgleich für Berufskraftfahrer

a.: Idiotie der Verkehrsführung

Ich habe den PKW-Führerschein seit 1981 und fahre Taxi seit 1985, in bisher sieben Städten und drei Ländern, ich kenne mich also ein ganz klein bisschen aus mit dem Straßenverkehr.

Ich sage Ihnen, ich habe selten eine solch idiotische Verkehrsführung erlebt.

Sie kommen endlich aus der Zone 50 heraus auf die Bundesstraße, mit Tempo 70, beglückt darüber drücken Sie auf die Tube und dann aber kommt, genau dann, eine Baustellenausfahrt mit erneut Tempo 50.

Diese Ausfahrt ist jedoch einsichtbar genug. Mit den modernen Bremsen, wenn Sie ein gutes Auto haben, und das hatte ich, neue Mercedes E-Klasse mit Topbremsen (Sie haben ja da ein sehr schönes Foto, da können Sie das sehen) – dann können Sie ohne Probleme mit 70 da dran vorbei, da Sie ja eben auch Vorfahrt haben.

Die Baustellenfahrzeuge, die da heraus wollen, haben Stoppschild oder wenigsten Vorfahrt-Beachten, weiß ich nicht (es sollte Stoppschild sein), es ist von einem Berufskraftfahrer zu erwarten, dass er schaut, bevor er fährt. Wir haben heute viele orts- und sprachfremde LKW-Fahrer, aber sie haben alle Augen und alle den Führerschein. Gab es schon einmal einen Unfall, so war das die Schuld des Baustellenfahrzeugs, es sei denn, es kam einer mit 100 gebrettert, aber 70 ist angepasst genug.

Es ist also keineswegs erforderlich hier 50 zu fordern!

Beziehungsweise, eine andere Lösung wenn Sie auf absolut Sicher gehen wollen, dann lassen Sie das kurze Stück Tempo 70 weg und bleiben auf 50, bis die Baustelle passiert ist.

b.: krasse Wegelagerei.

Aber genau hier haben Sie dann gelegentlich eine Radarfalle und da sehr viele Fahrzeuge entlangfahren und sehr viele bereits mit 70, da kaum jemand abbremst, außer er kennt die Stelle und die Falle, dann können Sie echt gut g´schwind abkassieren.

Sie wollen also von mir 120 Euro, das verdiene ich in eineinhalb Tagen nicht.

Ich brauche dafür, bei 10.50 Euro Mindestlohn und keinerlei Zulagen, Feiertag unbezahlt, fast zwei Tage um das bezahlen. Ich denke, das ist leicht verdientes Geld für die Stadtkasse, aber es ist höchst unmoralisch und rechtlich bedenklich.

Stellen Sie Blitzer vor Schulen, da haben Sie meinen Applaus dafür. Ich bin auch bereit die andere, bereits hohe, Strafe mit 50 Euro zu zahlen, weil ich selbstverständlich generell Tempokontrolle befürworte. In den beiden anderen Ländern, wo ich länger Taxi fuhr, England und die Schweiz, gibt es sehr viele Schweller auf der Straße, das ist nervtötend und fahrzeugverschleißend und da ist mir das Blitzen lieber.

c.: meine persönlichen Finanzen

Ich habe aufgrund meines Lebenslaufs, sehr viel Gedanken über diese Welt, persönliche Bildung, (was nun in meinen politischen Ambitionen mündet) lange Jahre im Billiglohn, Finanzcrashs, teure Auslandstaxischeine – etwa 30.000 Euro Schulden, dabei habe ich zuletzt 2 Jahre im absoluten Mindestmindestlohn gearbeitet und trotzdem noch auf Wohngeld verzichtet, ich habe keinerlei Rücklagen, aktuell habe ich jetzt seit einem Monat überhaupt kein Geld, weil ich fristlos gekündigt wurde, vors Arbeitsgericht ging, und bisher noch kein ALG bekam.

d.: Natürlich haben alle Taxifahrer wenig Geld und auch generell sind Berufskraftfahrer eher Geringverdiener und diese exorbitante Steigerung also, Verdoppelung der Verkehrsstrafen, und dies bei stagnierenden Löhnen, also eher realer Verlust wegen Teuerung/Inflation, ist daher nicht tragbar.

Niemand von uns rast, Berufskraftfahrer rasen nicht, wer rast, der soll gerne aus dem Verkehr gezogen werden, meine Rede. Aber wir Profis schwimmen im Verkehr mit, wir schleichen nicht. Wenn Sie mich ansehen, ich habe in meinem Leben noch keinen schwereren Unfall verschuldet, höchstens leichte Blechschäden beim Rangieren, aber da meist im Schritttempo, ich fahre absolut sicher und angepasst, es gibt keinen Grund mich zu gängeln. Durch den täglichen Einsatz mit vielen Kilometern – gerade in Müllheim – ergibt sich zwangsläufig, wenn wir im Verkehr mitschwimmen, eine höhere Belastung durch Verkehrsbußgelder als beim Durchschnittskraftfahrer, dieser nimmt die gelegentlichen Bußgelder in Kauf, wir aber haben dadurch erhebliche Schmälerung unseres ohnehin geringen Lohns.

e.: Es muss von daher spätestens jetzt, durch die exorbitante Steigerung, ein finanzieller Ausgleich kommen, etwa in Form einer Pauschale, wer angepasster fährt kann das als Prämie für braves Fahren einstreichen, wer eher flott fährt muss sie dann zurückgeben. Aber es geht so nicht weiter! Das sage ich Ihnen, Sie schüren einen Hass, den gab es noch nie in diesem Land seit 1945. Taxifahrer werden stets gesucht, weil es ein mieser Job ist, sie verdienen wenig, riskieren täglich ihr Leben im Verkehr (nicht durch ihre Schuld, sondern die anderer). Sie müssen jetzt noch idiotische Masken tragen bis sie ersticken, sie setzen sich, nach Coronalogik, gleichzeitig noch einer tödlichen Gefahr durch diesen Megahammer-Supervirus aus (Ironie aus) und dann werden sie noch zur Kasse gebeten!

Niemand will diesen sch*** mehr ertragen!!!!

Ich kündige Ihnen also maximalen zivilen Ungehorsam an!

Ich bin, wie gesagt, Taxi gefahren, in sieben Städten und drei Ländern, ich habe einige Bücher darüber geschrieben, die einem Joschka Fischer gefallen haben, ich kann mit Fug und Recht sagen ich bin der rechtmäßig berühmteste Taxifahrer der Welt – mein Wort hat Gewicht!

Ich rufe ohnehin schon zum bundesweiten Taxifahreraufstand auf, ich werde das erweitern durch maximalen Widerstand gegen diese unglaublichen Zusatzbelastungen durch Blitzer und deren Steigerung ohne Ausgleich. Wir arbeiten uns arm! Wir haben die Schnauze gestrichen voll!

Da ich aber ohnehin sehr viel zu tun habe biete ich Ihnen also nun zwei Vorgehensweise an:

Erstens, eine individuelle:

Sie berücksichtigen meine Finanzlage und dass ich in Müllheim ortsfremd eingesetzt war und können von mir aus gerne das Äquivalent der Geldforderung in Punkte in Flensburg umwandeln, ich fahre so bald ohnehin kein Taxi mehr, da es vollkommen inaktzeptabel ist. (Höchstens noch in Frankreich, meinem vierten Land, mais il faut attendre, und da juckt mich dann das nicht, je m´en foute.) In diesem Fall werde ich darüber Stillschweigen vereinbaren und den entsprechenden Eintrag auf meiner Webseite von heute wieder löschen.

Zweitens, Sie weigern sich, übergehen meinen Einspruch und fordern über das Gericht weiter das Geld.

Dann werden Sie alle aber von mir Ärger bekommen, das haben Sie noch nie erlebt und wenn ich ganz Deutschland in den Aufstand bringen muss!

Ich weiß, Sie führen nur Befehle aus, aber das war stets die Ausrede für so Manches.

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Lembke, „Europas taxifahrender Schriftsteller“
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von mytaxi234 » 02.11.2022, 20:03

Dir nehmen sie bei der Gerichtsverhandlung schon den Lappen ab :) Habe auch Top Bremsen …

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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jochen Lembke » 02.11.2022, 20:33

Völliger Unsinn. Dann hätte ich ganz simpel einen Strafbefehl bekommen.
Sondern die Verhandlung zeigt, dass man mit mir reden will.
Ich weiß aber, ich werde so schnell keine Unterstützung von Taxlern bekommen es ist eine ganz eigene Sorte von eher trägen Aussitzern.
Pero, con algo hay quer empezar.
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von mytaxi234 » 03.11.2022, 00:46

Mich ärgern auch einige Schilder und ich trödel auch nicht gerne mit 50. Wäre aber gut, wenn man sich nicht mit DENEN über grundsätzliches anlegen würde…
33 Jahre Taxifahrer, ein Land, eine Stadt, null Punkte.

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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jochen Lembke » 03.11.2022, 16:12

37 Jahre Taxifahrer, drei Länder, sieben Städte - vorher null Punkte!
Kann sein, dass ich mal Punkte hatte, irgendwann, aber vor diesem Blitzer hatte ich jedenfalls aktuell leeres Konto.

Und ja, ich WILL grundsätzlich etwas ändern, genau deshalb mache ich das.
Raser bremsen, aber wer beruflich im Verkehr mitfließt, der soll nicht ständig geschröpft werden und wenn doch - dann soll das ausgeglichen werden!

Hast du das gewusst: "Osteuropäische Lkw-Fahrer bekommen auf Bußgelder wegen überlanger Lenkzeiten oder anderer Verstöße nach Angaben des Branchenverbandes Camion Pro in Deutschland bis zu 50 Prozent Rabatt. Verbandschef Andreas Mossyrsch sagte dazu: „Das kommt einer Subvention wirtschaftskrimineller Unternehmen in Osteuropa gleich.“

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) habe Länderlisten für Abschläge bei Ordnungswidrigkeiten erstellt. Demnach bekämen Fahrer zum Beispiel aus der Türkei, Slowenien, Bulgarien oder der Slowakei 50 Prozent Nachlass, Fahrer aus Tschechien, Polen, Russland, Ungarn oder Kroatien 25 Prozent. Ein BAG-Sprecher sagte auf Anfrage, er könne dazu nichts sagen.

Verband spricht von Rabatten auf organisierte Lenkzeitenverstöße

Camion-Pro-Rechtsanwalt Sven Nesbit sagte, Bußgelder bei Ordnungswidrigkeiten könnten im Einzelfall je nach wirtschaftlichen Verhältnissen reduziert werden, aber nicht nach dem Gießkannen-Prinzip. Mossyrsch sagte, die Strafen in Deutschland seien ohnehin sehr gering im internationalen Vergleich. Dass es jetzt auch noch Rabatte auf organisierte Lenkzeitenverstöße und andere Ordnungswidrigkeiten gebe, sei schwer hinzunehmen.

Der Sprecher des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Martin Bulheller, kritisierte, die deutschen Bußgelder bei sicherheitsrelevanten Verstößen seien zu gering. Das BAG halte sich nur an die gesetzliche Vorgabe. Aber warum ein Konzern mit Sitz in Litauen für seine Fahrer 50 Prozent weniger Bußgeld zahlen müsse, sei fraglich. „Diese Liste schreit danach, überarbeitet zu werden.“"


Aber deutsche Geringverdiener sind ja offensichtlich nur Untermenschen!
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von titanocen100 » 16.11.2022, 22:19

Jochen Lembke hat geschrieben:
03.11.2022, 16:12
37 Jahre Taxifahrer, drei Länder, sieben Städte - vorher null Punkte!
Kann sein, dass ich mal Punkte hatte, irgendwann, aber vor diesem Blitzer hatte ich jedenfalls aktuell leeres Konto.
...
Ich gebe Dir da vollends recht.
Aber es ist nicht wie früher Wegelagerei, sondern hat die Absicht des Great Reset von Klaus Schwab.
Die Menschen sollen möglichst ihre Autos stehen lassen, genervt vom Stau, irritiert von ständigen, völlig unnötigen Blaulichteinsätzen, die, kaum daß sie auf dem Krankenhausgelände angekommen sind, Blaulicht ausschalten und ein Ticket ziehen, damit die Schranke sich öffnet, um den schwerverletzten Patienten, inzwischen verstorben, versorgen zu können, Baustellen, die eigentlich keine sind, Bussen mit XXL-Format, die kaum eine Kreuzung überqueren können, ohne daß die Ampeln erneut auf Rot schalten, Strassenbahnen, die aus dem Dunklen herausschiessen, selbstverständlich Vorfahrt haben und deren Ampeln stets vor allen anderen geschaltet werden (auf grün natürlich).
Habe ich was vergessen ? :mrgreen:
Ach ja, Wohnungen, die für unsere neuen Mitbewohner gebaut werden (nicht, daß ich gegen Ausländer etwas hätte, ich werde demnächst selbst nach Ägypten auswandern, Gambia ist mir zu nass, immerhin 7 Monate Regenzeit, also da kann ich auch hier bleiben), ohne daß es genügend Parkplätze gibt oder man sie teuer bezahlen muss, ohne einen Anspruch auf sie zu haben.
Kosten für 16 Kmh Zuschnellfahrens liegen jetzt bei 100E, einmal bezahlt, 2 weitere gehen über meine Kanzlei.
Dieselkosten, Dieselverbot, AdBlue-Kosten (soll man angeblich abschalten können, empfehle ich allen, nervt nur : ich brauche AdBlue, sonst fahre ich nicht mehr - mit freundlichen Grüßen ihr Auto :mrgreen: )
ISA - sie wollen schneller fahren als erlaubt, das darf ich nicht zulassen - mfG ihr Auto.
SS - Start- und Stop-Funktion, fahren kann man erst, wenn die Regierung es dir gestattet - mfG ihr Auto
die Piep-Show - sie sind nicht angeschnallt - mfG ihr Auto.
Bitte ergänzen...
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jochen Lembke » 17.11.2022, 13:33

Ad Blue ist das einzige was in diesem Leben Sinn macht, außer selber in den Tank zu pissen. Du willst Radfahrer vergasen? Wenn das mal den Zentralrat der Fliesentischbesitzer nicht empört! :mrgreen:

Und ich glaube kaum, dass unser Logenbruder Klaus das Verkehrschaos gestiftet hat, obwohl er es sicher für seine Zwecke ausnutzen will, sondern das Chaos ist da, weil uns die Situation eben entglitten ist. Unsere Verkehrsplaner sind wie Messies, denen das häusliche Chaos über den Kopf gewachsen ist.

Nein, die Verhandlung war natürlich erfolglos und ich konnte der nettesten Richterin die ich je hatte, and I had a few, natürlich ihren Wunsch nicht abschlagen die Klage zurückzunehmen. Ich sagte ihr, ich hab das auf meiner Webseite und auch auf dem bekanntesten Taxiforum Deutschlands geschildert, keine SAU hat das interessiert und meine Konsequenz ist, dass ich dann eben diesen Job in D nicht mehr machen werde, ich arbeite mich doch nicht arm.

Du ziehst nach Ägypten? Ja, dann kannst du ja mal in die "Grabkammer" in der Cheopspyramide und versuchen das Portal zu schließen, das Aleister Crowley geöffnet hatte, in dem er eine ganze Nacht lang die dunkelsten Beschwörungen zitiert hatte, die er drauf hatte, und er hatte ein paar drauf. Es gibt einige, die sagen, dass die Welt danach nicht mehr die gleiche war wie vorher.

Apropos, kannst du deinen Avatar wechseln, ich fürchte mich vor ihm.
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von titanocen100 » 17.11.2022, 13:55

Jochen Lembke hat geschrieben:
17.11.2022, 13:33
Ad Blue ist das einzige was in diesem Leben Sinn macht, außer selber in den Tank zu pissen. Du willst Radfahrer vergasen? Wenn das mal den Zentralrat der Fliesentischbesitzer nicht empört! :mrgreen:
Ich habe nichts gegen Radfahrer, wenn
- zu kaufende Räder mit Licht ausgestattet sind (standardmäßig)
- Reflexionsvorrichtungen besitzen
- Käufer eine StVO-Prüfung erfolgreich absolviert haben
- bitte ergänzen
Und ich glaube kaum, dass unser Logenbruder Klaus das Verkehrschaos gestiftet hat, obwohl er es sicher für seine Zwecke ausnutzen will, sondern das Chaos ist da, weil uns die Situation eben entglitten ist. Unsere Verkehrsplaner sind wie Messies, denen das häusliche Chaos über den Kopf gewachsen ist.
Mag sein, es sind aber eher nur Schreibtischhengste, die nicht unterscheiden können zwischen Theorie und Praxis.
Nein, die Verhandlung war natürlich erfolglos und ich konnte der nettesten Richterin die ich je hatte, and I had a few, natürlich ihren Wunsch nicht abschlagen die Klage zurückzunehmen.
So viele Klagen ? Du bist ja ein ganz schlimmer Finger. Mehr vor Gericht als im Taxi. :lol:
Ich sagte ihr, ich hab das auf meiner Webseite und auch auf dem bekanntesten Taxiforum Deutschlands geschildert, keine SAU hat das interessiert und meine Konsequenz ist, dass ich dann eben diesen Job in D nicht mehr machen werde, ich arbeite mich doch nicht arm.
Das ist in Ordnung. Auch für mich gilt. Die Erde ist meine Heimat (noch) und vll. holt mich ja doch noch ein Klingone wie Martok ab.
Du ziehst nach Ägypten? Ja, dann kannst du ja mal in die "Grabkammer" in der Cheopspyramide und versuchen das Portal zu schließen, das Aleister Crowley geöffnet hatte, in dem er eine ganze Nacht lang die dunkelsten Beschwörungen zitiert hatte, die er drauf hatte, und er hatte ein paar drauf. Es gibt einige, die sagen, dass die Welt danach nicht mehr die gleiche war wie vorher.
Das werde ich nicht tun. Ich war dort schon mal und komme aus dem Portal. Ich werde doch nicht meinen letzten Fluchtweg verschliessen. :mrgreen:
Apropos, kannst du deinen Avatar wechseln, ich fürchte mich vor ihm.
Das solltest Du auch. :D
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jochen Lembke » 17.11.2022, 17:01

Klagen... jaja, ich schreie immer hier, wenn es um Ärger geht. Aber ich habe schon 2,3 Richterinnen gehabt, das waren sooo heiße Miezen und noch dazu genau mein Fall... hast de dann was im Knast zum Träumen ;-) :mrgreen:
Nein, ein Scherz, aber wehr dich dann mal gut genug gegen die!!!!

Cheopskammer... Ach so! Dann ist das gar kein Avatar, sondern ein Foto von dir! :mrgreen:
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von titanocen100 » 17.11.2022, 17:21

Jochen Lembke hat geschrieben:
17.11.2022, 17:01
Klagen... jaja, ich schreie immer hier, wenn es um Ärger geht. Aber ich habe schon 2,3 Richterinnen gehabt, das waren sooo heiße Miezen und noch dazu genau mein Fall... hast de dann was im Knast zum Träumen ;-) :mrgreen:
Du meinst, während Dein Zellengenosse, so ein bizepsgespannter und vollgeladener, weil er schon seit 4 Wochen nicht mehr mit seiner Freundin, die ihn sowieso hat sausen lassen, Dich von hinten....auah.
Nein, ein Scherz, aber wehr dich dann mal gut genug gegen die!!!!
Kann mir nicht passieren. Ich meine, daß mein .... statt im .... sich in meinem ... befindet.
Na gut, bei einem Amtsrichter war das bei mir der Fall, aber da fand die Verhandlung im Schlafzimmer statt. Sie musste mehrfach vertagt werden.
Cheopskammer... Ach so! Dann ist das gar kein Avatar, sondern ein Foto von dir! :mrgreen:
Du kennst Bezaubernde Jeannie ? Sie ist nicht fotografierbar. Das Gleiche gilt auch für Dschinns.
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jim Bo » 19.11.2022, 00:55

Bei Richter musst du immer mit eigenen Worten am besten kurzgefasst erklären, wie es dazu kam. Ein Text in einem Forum als Beweis hätte mich auch nicht imponiert. Da käme leicht die Frage: Wer hat das geschrieben? Mit wem hast du den Text verfasst?

"dann können Sie den Job nicht mehr machen."

Alptraum, wenn man das hört. Wer soll es denn dann derer Meinung nach sein? Damit Privatleute ihre Fahrzeuge stehen lassen, ist es doch gerade wichtig, das Taxiangebot zu erweitern und Fahrzeuge zu stützen.

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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jim Bo » 19.11.2022, 00:57

Jochen Lembke hat geschrieben:
17.11.2022, 17:01
Klagen... jaja, ich schreie immer hier, wenn es um Ärger geht. Aber ich habe schon 2,3 Richterinnen gehabt, das waren sooo heiße Miezen und noch dazu genau mein Fall... hast de dann was im Knast zum Träumen ;-) :mrgreen:
Nein, ein Scherz, aber wehr dich dann mal gut genug gegen die!!!!

Cheopskammer... Ach so! Dann ist das gar kein Avatar, sondern ein Foto von dir! :mrgreen:
Die heißesten Miezen gehen zur Polizei und sorgen dafür, dass du in Zukunft nicht mehr schlafen kannst.

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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jochen Lembke » 19.11.2022, 13:02

Jim Bo hat geschrieben:
19.11.2022, 00:55
Bei Richter musst du immer mit eigenen Worten am besten kurzgefasst erklären, wie es dazu kam. Ein Text in einem Forum als Beweis hätte mich auch nicht imponiert. Da käme leicht die Frage: Wer hat das geschrieben? Mit wem hast du den Text verfasst?
Ja, sie wollte schon kurz hören, dass ich das war. Und ich habe nur den Text hier reingestellt, den ich auch schon dem Ordnungsamt schickte.

Das Problem ist einfach, wie du es ja auch siehst, diese generelle Respektlosigkeit gegen uns. Und die wird sich auch nie ändern, wenn wir uns nicht massiv wehren.

Ich rufe ja schon bereits zum bundesweiten Taxifahreraufstand auf und ich werde dazu demnächst hier auch was einstellen, aber mir das noch mal gut überlegen.

Das Ziel soll dann das Ende des Subunternehmerstatus des Gewerbes und eine Gleichstellung mit anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst sein, wie etwa Bus- und Strabfahrer. In diesem Kampf werde ich mich voll einbringen, ich nenne mich nicht umsonst den modernen eisernen Gustav.
Zuletzt geändert von Jochen Lembke am 19.11.2022, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jochen Lembke » 21.11.2022, 19:00

Denn es ist ganz einfach.

Von der Politik her ist keine Änderung des Billiglohnsektors in Aussicht, es gibt auch keine einzige Bundestagspartei, die das in Angriff nehmen wollte, egal was sie vielleicht noch versprechen. Sondern der Lohn ist seit Jahren so gering, weil es immer noch Leute gibt, die den Job trotzdem machen. Erst wenn wir sagen, nein, dann setzt da Leute frisch vom Boot oder Balkanroute hinters Steuer, von uns aus, aber wir machen das nicht mehr, dann wird es aufhören.

Ich hab jetzt 2 Jahre auf Mindestlohn ohne jede Mehreinnahmen gefahren, Feiertage unbezahlt, flexibel bis dorthin, mich noch krank zur Arbeit geschleppt, gefahren, obwohl ich krankgeschrieben war, danke schön, brav Maske gefressen, während dem Fahren (das muss man sich mal vorstellen, auch noch für diesen miesen Fake sein Leben riskieren!) kein Unfall, danke schön, an Weihnachten eine Flasche Wein, für die du noch Danke sagen musst, während andere ein dreizehntes Monatsgehalt bekommen und, "einen Feiertag fährst du doch oder? Den anderen kannst du ja Urlaub nehmen" und dann - und dann!

Kriege ich eine fristlose Kündigung wegen Pipifax und aus Angst vor dem Landratsamt, eine Behörde, die ohnehin rein gar nichts nutzt und nur Schaden anrichtet und Kosten verursacht, die man uns wieder von unseren paar Kröten nimmt - und dann noch für einmal Blitzen eineinhalb Tage arbeiten - dann habe ich der vom Landratsamt den Schein geschickt und ihr gesagt, sie soll ihn sich sauer braten, ich fahr in diesem Sch...land kein Taxi mehr.

Aber ich setz mich an die Spitze des Aufstands, das schwör ich!
Zuletzt geändert von Jochen Lembke am 21.11.2022, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von titanocen100 » 21.11.2022, 19:23

Das ist das Problem in Provinzen, auch bei mir in der Prignitz. Als ich KUG0 hatte, durfte ich 100E pro Monat dazuverdienen, also bewarb ich mich als Mietwagenfahrer in Pritzwalk. Man nahm mich sofort. Allerdings sollte ich 300 Stunden (ML 9.50E) ansparen, die ich dann nach und nach bezahlt bekommen hätte, macht 30 Monate. Mein Argument der Chefin gegenüber: in 30 Monaten bin ich tot, du bist tot oder wir beide sind tot.
Das Geschäftsverhältnis hielt ganze 2 Monate.
Ich fahre wieder in einer Grossstadt und habe alle Vorteile und Nachteile.
meine VT überwiegen: kein Zwang, arbeiten zu müssen, jederzeit Urlaub, wann und wie lange ICH es möchte...
Wenn man jedoch Frau, Kind, Familie, teure Wohnung hat und sich was leisten möchte, dann empfehle ich demjenigen eine lohnenswerte Arbeit, z.B. meine, Lottoannahmestellenleiter, Apotheker, Auktionator.
Aber glaube mir, mit meiner weiteren Qualifikation als Leuchtturmwärter kannst Du auch keinen Blumentopf erobern.
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Re: Stand ein Blitzer am Rande...

Beitrag von Jochen Lembke » 24.11.2022, 12:49

Ja, auf dem Land ist es schlimm vom Verdienst, sehe ich allein im Freiburger Raum. In der Stadt gibt es mehr, außerdem gibt´s mehr Extraeinnahmen.

Aber dennoch, wir wollen uns nicht mehr länger um Brosamen balgen.
https://jochenlembke.files.wordpress.c ... .net_.jpeg
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