Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

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titanocen100
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 15.05.2020, 23:34

Klaus Stein hat geschrieben:
10.05.2020, 04:35
Berlin , Berlin , Berlin ....
Tegel wird geschlossen und min. 3000 Taxen wissen nicht mehr wo sie stehen sollen. Man "munkelt" das dort der größte Teil sowieso keinen Taxischein hatte. Die sogenannte "TXL-Mafia" fuhr bis her nur vom Hafen und dann sofort zurück zum Hafen. Es gibt gesicherte Fahrten (Quittung) TXL-Karlshorst , 85,00 Euro über Autobahn , bis SXF , dann Adlergestell bis Karlshorst :mrgreen: . Diesen Fahrgast hatte ich auch gefahren und er fragte ganz erschrocken ... "sind wir schon da ? " 35,00 Euro :D , ja klar sind wir da. Ich bin unheimlich froh das sich nun mal die Spreu vom Weizen trennt.
Keine Ahnung, wie Du auf diesen offensichtlich ganz abstrusen Preis kommst:
Fakt (verifizierbar):
TXL- Karlshorst (z.N. Bahnhof) : Entfernung über B96 : 23,8 Km
https://www.google.de/maps/dir/Flughafe ... 812149!3e0
Doch jetzt kommt erst der Kokulorus:
https://www.taxi-rechner.de/taxikosten
Ihre Fahrt
Startadresse Flughafen Berlin-Tegel, Flughafen Tegel, Tegel, 13405 Berlin
Zieladresse S-Bahn-Karlshorst, Treskowallee, Karlshorst, 10318 Berlin
Entfernung ca. 28,7 Kilometer
Geschätzte Fahrzeit ca. 34 Minuten

Ihr Taxipreis 1)
Taxipreis tagsüber ca. 61,50 €


der tatsächlich berechnete Fahrpreis liegt bei ungefähr 48.20E
https://www.taxi-in-berlin.de/taxitarif ... ifrechner/

was wir hier feststellen sollten:
1. verlassen wir uns nicht auf irgendwelche Taxipreis-Rechner, sondern rechnen wir selbst (sofern ein jeder dazu in der Lage ist)
2. verschiedene Taxitarif-Rechner Berlins ergeben unterschiedliche Preise
3. man sollte sich nicht auf die von der Taxizentrale berechneten Preise verlassen, insbesondere bei den Sonderdienstleistungen (z.B. Materialfahrten, wg. 19% MwSt. anstatt 7%) geht dies fürchterlich schief.
4. ganz wichtig : google-Berechnungen stimmen nicht unbedingt, wie man hier sieht. Wenn der Kunde also seine Smartphone-Berechnungen durchführt, ob der Taxler auch den kürzesten Weg nimmt, empfehle ich vorher schon:
1. Smartphone-Verbot (Flug-Modus)
2. Einbringung in ein abgesichertes Behältnis (z.B. Tasche mit Reissverschluss)
Dann kann das SP nicht in irgendeine Ritze fallen und verloren gehen und der Taxler wird nicht durch pausenlosess Gequietsche, Gepiepe oder einfach nur Quatschen mit 3 SP gestört. Die Sicherheit des FG, aber insbesondere die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer hat immer oberste Priorität, zumindest bei mir.
Zuletzt geändert von titanocen100 am 16.05.2020, 00:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 16.05.2020, 00:12

Thomas-Michael Blinten hat geschrieben:
15.05.2020, 23:08
titanocen100 hat geschrieben:
15.05.2020, 17:42
...mit VERDI...es hat meistens nur Probleme gebracht...
Stimmt, die Probleme heißen: Lohnfortzahlung, Kurzarbeitergeld, soziale Sicherheit, Urlaubsanspruch und vieles andere mehr von dem gerade viele tausend Angestellte, nicht nur in unserem Gewerbe, profitieren...

...und weitere Problem:
Kostenfreie Beratungsangebote
Vorsorgelösungen zu günstigen Tarifen
Rechtsberatung und Rechtsschutz
Lohnsteuerservice
Mietrechtsberatung

...mal ganz privat, wenn mehr Kollegen Gewerkschaftsmitglied wären würden solche Unternehmer wie der deine nicht so leichtes Spiel haben.... :wink: ...aber genausowenig wie es eine Zusammenarbeit der Arbeitnehmer in unserem Gewerbe gibt werden auch die Arbeitgeber kaum zusammenarbeiten, hier gilt immer noch der Einzelkämpfer als non plus ultra...Schade...
Für einen AN irgendeines AG wird das sicherlich zutreffen, aber nicht für einen Taxifahrer.
Falls Du es immer noch nicht begriffen hast, hier gelten völlig andere Regeln.
1. der Taxler will Geld verdienen -> Vertrag x % Umsatz-Beteiligung
Findet man einen AG, der mehr >x bietet (bessere Konditionen, oder anderweitige Vorteile wie z.B. ein tolles Frühstück jede Woche, wechselt man einfach.
Das geht völlig formlos "ich habe keine Lust mehr, bei dir zu arbeiten für 40%. Ich habe da Emre, der zahlt mir 50%."

Ich weise jetzt mal auf Deine ewigen Hinweise auf Eintritt in Gewerkschaften (z.B. Verdi) hin, egal, ob Du daraus Vorteile erziehlst. Ich werde mich erst einmal informieren, jedoch sehe ich momentan kein Plus für mich.

Mietrechtsberatung - trifft auf mich nicht zu
alle anderen, sicher gut fundierte Angebote - kosten Zeit und Geld.
Ich danke Dir natürlich für die Ratschläge.
Der Philosoph Pi pflegt zu sagen:

Die ZEIT, das erste Elementär, ist das Kostbarste, was der Mensch besitzt, denn er bekommt sie nicht zurück.
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von Thomas-Michael Blinten » 16.05.2020, 02:09

titanocen100 hat geschrieben:
16.05.2020, 00:12
...hier gelten völlig andere Regeln.
1. der Taxler will Geld verdienen -> Vertrag x % Umsatz-Beteiligung
Findet man einen AG, der mehr >x bietet (bessere Konditionen, oder anderweitige Vorteile wie z.B. ein tolles Frühstück jede Woche, wechselt man einfach.
Das geht völlig formlos "ich habe keine Lust mehr, bei dir zu arbeiten für 40%. Ich habe da Emre, der zahlt mir 50%."

...
..und genau das ist dein derzeitiges Problem ;-)
Aber gut, informiere dich, ziehe deine Schlüsse und werde glücklich...ich wünsche es dir von ganzem Herzen ohne Ironie...
„Alle sind irre, aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht wird Philosoph genannt" (Ambrose Bierce)

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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 16.05.2020, 21:25

Thomas-Michael Blinten hat geschrieben:
16.05.2020, 02:09
titanocen100 hat geschrieben:
16.05.2020, 00:12
...hier gelten völlig andere Regeln.
1. der Taxler will Geld verdienen -> Vertrag x % Umsatz-Beteiligung
Findet man einen AG, der mehr >x bietet (bessere Konditionen, oder anderweitige Vorteile wie z.B. ein tolles Frühstück jede Woche, wechselt man einfach.
Das geht völlig formlos "ich habe keine Lust mehr, bei dir zu arbeiten für 40%. Ich habe da Emre, der zahlt mir 50%."
...
..und genau das ist dein derzeitiges Problem ;-)
Aber gut, informiere dich, ziehe deine Schlüsse und werde glücklich...ich wünsche es dir von ganzem Herzen ohne Ironie...
Ich habe nicht gesagt, dasß ich das so mache. Sonst würde ich nicht bereits seit 2014 bei ihm arbeiten.
Ich hätte längst wechseln können, zu besseren Konditionen, einfacher zu findenden Parkplätzen, vielleicht eine Kaffeemaschine, wenn man ins Büro kommt oder Mineralwasser aus dem Kühlschrank, kein warmer Leitungsheimer. Aber auch sein Fuhrpark war nicht immer im Bestzustand. Er hatte keine Ahnung, wo die Sicherung der Fackel sich befindet, mit dem Ergebnis, daß ich 30E Fahrgeld für den Regio ausgegeben hatte und wieder nach Hause zurückfuhr. Oder aber unverschuldete Unfälle ohne entsprechend ein Ausweichfahrzeuzg zu erhalten. Da mein letzter Regio da aber bereits weg war, konnte ich mich auf der "Parkbank" (es war der Hbf) austoben 6h lang. Ein Reifenplatzer, natürlich in einer abgelegenen Gegend nachts um 3 Uhr. "Sieh zu, wie Du klar kommst".
Insofern sind die 6 Jahre beim ihm schon eine kleine Meisterleistung.
Aber andere TU waren da noch einen Zacken schärfer.
Und sein letzter Kommentar " ich habe selber kein Geld, um dir KAE zahlen zu können" oder "komm ja nicht nochmals mit irgendwelchen Forderungen zu mir" tragen auch nicht gerade zu einem gesunden Klima bei.
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von Jim Bo » 17.05.2020, 07:17

Ich habe selber kein Geld um dir Kurzarbeitergeld zu zahlen
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Wie haben solche Leute die IHK-Prüfung bestanden? Fall für einen Anwalt, Daseinsberechtigung im Taxigewerbe prüfen.

Er braucht doch nur beim Amt melden, dass du in Kurzarbeit gehst. Dann bekommt er das Geld. Aber ganz ehrlich? Besser wäre es, wenn der Arbeitgeber einen Schreiben formuliert, du mit deinen letzten 12 Gehaltsabrechnungen und dem Schreiben selbst zum Amt gehst und die dir das Geld auf DEIN Konto überweisen. So wie das jetzt ist, könnte ja jeder Arbeitgeber noch was abzapfen.

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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von Volker-Hamburg » 18.05.2020, 00:41

Beachtet doch einfach mal - als Fahrer - die Empfehlung von TMB für eine Gewerkschafts-Mitgliedschaft...!
Ein Fahrer kostet nun einfach mal XY und hat YZ Rechte..
Und, das ist auch gut so!
Alles "rumgemauschel" fördert nur die schwarzen Schafe und schädigt das gesamte Gewerbe!!

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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 18.05.2020, 20:07

Volker-Hamburg hat geschrieben:
18.05.2020, 00:41
Beachtet doch einfach mal - als Fahrer - die Empfehlung von TMB für eine Gewerkschafts-Mitgliedschaft...!
Ein Fahrer kostet nun einfach mal XY und hat YZ Rechte..
Und, das ist auch gut so!
Alles "rumgemauschel" fördert nur die schwarzen Schafe und schädigt das gesamte Gewerbe!!
Da haben TMb und natürlich Du auch Recht.
Meine korrekte Arbeitsweise wäre folgende:
Fr. abend 18 Uhr in Berlin ankommen mit einem Regio (15 E), Schichtbeginn bis Sa früh 6 Uhr. Dann 12 Pause, wo ? Taxi oder ein ehemaliger Kommilitone der Uni, falls das nicht geht -> Parkbank oder Regio nach Hause (erneut 15E). Das ich dann natürlich 12h später nicht erneut nach Berlin fahre und das Spiel wiederhole, ist klar. Fazit: 200-250E Umsatz der Schicht, Verdienst 100E, ev. 10% TG, abz. 30E FG, macht 70-80E pro Woche, absolut inrentabel.
Also läuft es so ab:
Mitnahme des Taxis von Fr. 18 Uhr bis Mo 9 Uhr. Umsatz nach Belieben, das Fiskaltaxameter spielt keine Rolle, ich fahre mit 3 Keys.Wenn ich am Dösen bin, und es gibt eine lukrative Tour, hört das Dösen auf und es wird zugeschlagen, um Umsatz und Verdienst zu machen. Touren geringen Umsatzes werden weggedrückt oder ignoriert. Ich stehe grundsätzlich nicht mehr an den Taxihalteplätzen (wo fast nur Kunden kommen, die mal kurz um die Ecke wollen oder gar kurz mal ins Umland - keine Beförderungspflicht), meine Fackel ist daher ausgeschaltet, und wenn ein vorbeikommender Kunde mich auffordert, ihn mal kurz um die Ecke oder kurz ins Umland zu fahren, wird dies abgelehnt. Umlandfahrten nie unter 25E, rechtlich unzulässig, falls mal wieder jemand protestieren sollte und unkundig ist.
Das ist in B gang und gebe, und es werden hier mittlerweile PBefG, TTO, BeOK, StVO völlig missachtet.
Der Kunde hat eine 40E-Tour, möchte aber durch eine 10m-Einbahnstrasse verkehrtherum gefahren gefahren werden, aber na klar.
Der Kunde hat nur eine 13E-Tour innerhalb des PfFG, wird natürlich abgelehnt "nimm den Bus".
Daran wird auch nicht die momentane Situation etwas ändern, nur eine TTO-Reform. Selbst, wenn sich die Taxisituation in einigen Monaten wieder verbessert.

Ich werde mich natürlich mal über den oben genannten Tipp informieren, aber aufgrund meiner Situation einer wenig legalen Verdienstweise wird auch die Gewerkschaft mir vermutlich nicht helfen können, fürchte ich.
Das geht vielen Taxlern in B so (und denen, die gar nicht in B wohnen, sondern z.B. in Portugal, um nur 2 Monate in B zu arbeiten, dann aber heftig. Die in 2 Monaten verdiente Kohle muß ja für die nächsten 10 Monate auf Teneriffa reichen (nicht POR, aber im Prinzip das Gleiche).
Ich denke, alle obigen Vorgehensweisen betreffen auch sehr viele andere Großstädte.
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 18.05.2020, 23:05

Jim Bo hat geschrieben:
17.05.2020, 07:17
Ich habe selber kein Geld um dir Kurzarbeitergeld zu zahlen
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Wie haben solche Leute die IHK-Prüfung bestanden?
Das Wissen und das Bestehen über die IHK-Prüfung bedeutet doch nicht, daß ich mich danach verhalte, oder, anders formuliert, es mich schert.
Jim Bo hat geschrieben:
17.05.2020, 07:17
Fall für einen Anwalt, Daseinsberechtigung im Taxigewerbe prüfen.
Und wer übernimmt die Kosten ?
. So wie das jetzt ist, könnte ja jeder Arbeitgeber noch was abzapfen.
Aber na klar.
In diesem Thead wurden mehrere Möglichkeiten aufgetan, um genau die zu verhindern.
Anyway - es interessiert nicht wirklich jemandem. Der Fahrer kann sehen, wo er bleibt. Von der Privatinsolvenz zur Zwangsversteigerung mit anschließendem Suizid.
Danke, GER, Danke an Merkel und all ihre Schergen
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 19.05.2020, 03:35

titanocen100 hat geschrieben:
18.05.2020, 20:07
Volker-Hamburg hat geschrieben:
18.05.2020, 00:41
Beachtet doch einfach mal - als Fahrer - die Empfehlung von TMB für eine Gewerkschafts-Mitgliedschaft...!
Ein Fahrer kostet nun einfach mal XY und hat YZ Rechte..
Und, das ist auch gut so!
Alles "rumgemauschel" fördert nur die schwarzen Schafe und schädigt das gesamte Gewerbe!!
Da haben TMb und natürlich Du auch Recht.
Meine korrekte Arbeitsweise wäre folgende:
Fr. abend 18 Uhr in Berlin ankommen mit einem Regio (15 E), Schichtbeginn bis Sa früh 6 Uhr. Dann 12 Pause, wo ? Taxi oder ein ehemaliger Kommilitone der Uni, falls das nicht geht -> Parkbank oder Regio nach Hause (erneut 15E). Das ich dann natürlich 12h später nicht erneut nach Berlin fahre und das Spiel wiederhole, ist klar. Fazit: 200-250E Umsatz der Schicht, Verdienst 100E, ev. 10% TG, abz. 30E FG, macht 70-80E pro Woche, absolut inrentabel.
Also läuft es so ab:
Mitnahme des Taxis von Fr. 18 Uhr bis Mo 9 Uhr. Umsatz nach Belieben, das Fiskaltaxameter spielt keine Rolle, ich fahre mit 3 Keys.Wenn ich am Dösen bin, und es gibt eine lukrative Tour, hört das Dösen auf und es wird zugeschlagen, um Umsatz und Verdienst zu machen. Touren geringen Umsatzes werden weggedrückt oder ignoriert. Ich stehe grundsätzlich nicht mehr an den Taxihalteplätzen (wo fast nur Kunden kommen, die mal kurz um die Ecke wollen oder gar kurz mal ins Umland - keine Beförderungspflicht), meine Fackel ist daher ausgeschaltet, und wenn ein vorbeikommender Kunde mich auffordert, ihn mal kurz um die Ecke oder kurz ins Umland zu fahren, wird dies abgelehnt. Umlandfahrten nie unter 25E, rechtlich zulässig, falls mal wieder jemand protestieren sollte und unkundig ist.
Das ist in B gang und gebe, und es werden hier mittlerweile PBefG, TTO, BeOK, StVO völlig missachtet.
Der Kunde hat eine 40E-Tour, möchte aber durch eine 10m-Einbahnstrasse verkehrtherum gefahren werden, aber na klar.
Der Kunde hat nur eine 13E-Tour innerhalb des PfFG, wird natürlich abgelehnt "nimm den Bus".
Daran wird auch nicht die momentane Situation etwas ändern, nur eine TTO-Reform. Selbst, wenn sich die Taxisituation in einigen Monaten wieder verbessert.

Ich werde mich natürlich mal über den oben genannten Tipp informieren, aber aufgrund meiner Situation einer wenig legalen Verdienstweise wird auch die Gewerkschaft mir vermutlich nicht helfen können, fürchte ich.
Das geht vielen Taxlern in B so (und denen, die gar nicht in B wohnen, sondern z.B. in Portugal, um nur 2 Monate in B zu arbeiten, dann aber heftig. Die in 2 Monaten verdiente Kohle muß ja für die nächsten 10 Monate auf Teneriffa reichen (nicht POR, aber im Prinzip das Gleiche).
Ich denke, alle obigen Vorgehensweisen betreffen auch sehr viele andere Großstädte.
So ist nun mal das Taxigewerbe, exotisch, skurril.
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von KlareWorte » 19.05.2020, 12:24

titanocen100 hat geschrieben:
18.05.2020, 20:07
Umsatz nach Belieben, das Fiskaltaxameter spielt keine Rolle, ich fahre mit 3 Keys.
Welchen Sinn haben 3 Keys bei einem Fahrer?!

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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 19.05.2020, 14:57

KlareWorte hat geschrieben:
19.05.2020, 12:24
titanocen100 hat geschrieben:
18.05.2020, 20:07
Umsatz nach Belieben, das Fiskaltaxameter spielt keine Rolle, ich fahre mit 3 Keys.
Welchen Sinn haben 3 Keys bei einem Fahrer?!
Arrogant gesagt, überlege mal.
Ich könnte jetzt hier eine Erklärung bringen, aber, aufgrund der Tatsache, daß hier einige Leute mitlesen und nachdenklich werden könnten, um dann entsprechende Recherchen durchführen zu können, die mich und meine jetzige Firma in Verlegenheit bringen, unterlasse ich es.
Nur so viel:
Wenn ein Taxler 11h gearbeitet hat (inkl. aller Pausen), verbleiben noch eine Stunde Restarbeitszeit (Maximum 12h). Danach ist er nicht mehr krankenversichert, und Angestellte, die in einer Gewerkschaft sind, können ihren Arbeitsplatz verlassen, ohne Sanktionen (z.B. Abmahnung) erwarten zu müssen. Ich habe dies erlebt, als ich vor vielen Jahren bei der Lufthansa Service Gesellschaft (LSG) einige Jahre gearbeitet habe (als Student - TUSMA)
Wenn Du also eine Tour bekommst, die mehr als 1h dauert, dürftest Du sie rein theoretisch nicht annehmen (Überschreitung der Höchstarbeitszeit). Doch welchen Taxler schert dies ? Man nimmt die Tour an, bringt fette Kohle und freut sich. Nach der Vollendung der Tour braucht man u.U. doch noch einmal eine Stunde, um das Taxi am gewünschten Ablöseplatz abstellen zu können.
Die Arbeitszeit beträgt also von 1h bis xx h.
So ist es bei den Portugal und Spanien-Fahrern..
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von Thomas-Michael Blinten » 19.05.2020, 15:07

titanocen100 hat geschrieben:
19.05.2020, 14:57
...aufgrund der Tatsache, daß hier einige Leute mitlesen und nachdenklich werden könnten, um dann entsprechende Recherchen durchführen zu können, die mich und meine jetzige Firma in Verlegenheit bringen, unterlasse ich es...
Die sind bei deinen Ausführungen schon lange nachdenklich geworden.
Wer so offen gegen fast alle arbeitsrechtlichen und sozialversicherungsschädigenden Regeln verstößt hat mit drei Keys nichts schlimmeres zu befürchten...
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 19.05.2020, 15:25

Thomas-Michael Blinten hat geschrieben:
19.05.2020, 15:07
Die sind bei deinen Ausführungen schon lange nachdenklich geworden.
Das ist doch sehr gut so, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Salve, TMB.
Wer so offen gegen fast alle arbeitsrechtlichen und sozialversicherungsschädigenden Regeln verstößt hat mit drei Keys nichts schlimmeres zu befürchten...
Es sollte inzwischen allen klar sein, daß im Taxigewerbe gelogen, betrogen, steuerhinterzogen und wer weiss was noch an -ogen, von denen ich keine Ahnung habe, begangen werden. Die TU machen es, die Taxler machen es und die Kunden natürlich auch.
Der Kunde weiß es, der Taxler natürlich auch, der TU weiß es, der Finanzminister selbstverständlich auch.
Der TU weiß, daß der Taxler es weiß. Der Taxler weiß, daß der TU weiß, daß der Taxler es weiß....in continuus
Berlin, vor einem Club:
FG "Fahren Sie mich von A nach B. ich zahle x."
T:" Ich möchte x + delta-x"
FG: Einverstanden.
Fiskaltaxameter wird ausgelassen. Gang und gebe in B.
Festpreisfahrten, selbstverständlich per Vorauskasse. Die beste Möglichkeit, sein Geld tatsächlich zu bekommen und nicht hinterher jammernd dazustehen.
Daher fordere ich ja schon lange eine komplette TTO-Reform.
Nicht, daß es hinterher nicht genauso ablaufen würde...
Zuletzt geändert von titanocen100 am 19.05.2020, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von KlareWorte » 19.05.2020, 15:50

Trotz Erklärung verstehe ich nicht, was das helfen soll. Die Fahrzeit kann doch mit 3 Sticks nicht verschleiert werden. Aufzeichnung ist Aufzeichnung.

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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 19.05.2020, 16:10

KlareWorte hat geschrieben:
19.05.2020, 15:50
Trotz Erklärung verstehe ich nicht, was das helfen soll. Die Fahrzeit kann doch mit 3 Sticks nicht verschleiert werden. Aufzeichnung ist Aufzeichnung.
Klär ihn bitte auf, TMB, natürlich per PN, weißt Du ja..
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Donald
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von Donald » 19.05.2020, 16:27

Kann ja nur so sein, dass der eine Stick für dich ist und die beiden anderen für Karteileichen, oder andere aktive Fahrer, die in dem Moment nicht arbeiten. Umschichten eben.

Der Fiskaltaxameter scheint nicht wirklich Betrug zu verhindern. Den 20monats GmbHs hat der Fiskal ja auch nicht geschockt. Gerade in Berlin überprüft die Behörde ja eh nicht.

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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von eichi » 19.05.2020, 18:19

Der Beschiss lässt sich easy nachvollziehen.
Spätetestens mit genauer Auswertung der
Lohnabrechnungen/Überweisungen incl. Cey 2 + 3.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)

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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 19.05.2020, 19:07

eichi hat geschrieben:
19.05.2020, 18:19
Der Beschiss lässt sich easy nachvollziehen.
Spätetestens mit genauer Auswertung der
Lohnabrechnungen/Überweisungen incl. Cey 2 + 3.
Es scheint ja wohl nicht ganz so leicht zu sein, wie Du meinst, sonst wäre es ja wohl nicht möglich, daß schon seit Jahrzehnten Taxler für 2 Monate nach B kommen, um sich mit dem dabei verdienten Geld für die nächsten 10 Monate auf die Algarve zurückziehen zu können.
Löcher im StGB, der StVO und auch im PBefG oder der TTO gab es schon immer, daher auch der Begriff Winkeladvokat.
Man muß sie nur finden und auszunutzen wissen.
Und wenn man keine findet, weil man zu blöd ist oder es einem nicht "juckt" - dann werden halt eben "gelogen, betrogen..." oder all die vielen anderen -ogen angewandt.
Zuletzt geändert von titanocen100 am 19.05.2020, 19:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von titanocen100 » 19.05.2020, 19:17

Donald hat geschrieben:
19.05.2020, 16:27
Kann ja nur so sein, dass der eine Stick für dich ist und die beiden anderen für Karteileichen, oder andere aktive Fahrer, die in dem Moment nicht arbeiten. Umschichten eben.
Wie heisst es so schön im Film "Outland" mit Sean Connery
"Der Kandidat bekommt einen Punkt"
Der Fiskaltaxameter scheint nicht wirklich Betrug zu verhindern. Den 20monats GmbHs hat der Fiskal ja auch nicht geschockt. Gerade in Berlin überprüft die Behörde ja eh nicht.
Das kann es auch gar nicht. Alle SDL unterliegen nicht dem PBefG und der damit verbundenen TTO. Ein Taxler, das gilt D-weit, kann Materialien befördern, er muß es aber nicht. Der Preis für alle SDL ist daher frei verhandelbar, unterliegt meist nicht der geringeren MwSt. usw.

Der Finanzminister weiß dies, der TU weiß es, der Finanzminister weiß, daß der TU es weiß und der Taxler sowieso, sofern er nicht komplett gaga ist.
Ich denke, hoffe, daß alle Teilnehmer hier entsprechend aufgeklärt sind.

Friede und Wohlergehen für die gesamte terranische Gesellschaft.
Zuletzt geändert von titanocen100 am 19.05.2020, 19:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis

Beitrag von KlareWorte » 20.05.2020, 15:52

titanocen100 hat geschrieben:
19.05.2020, 14:57

Wenn ein Taxler 11h gearbeitet hat (inkl. aller Pausen), verbleiben noch eine Stunde Restarbeitszeit (Maximum 12h). Danach ist er nicht mehr krankenversichert,
Vergessen richtig zu stellen, dies ist natürlich Unfug.
Zuletzt geändert von KlareWorte am 20.05.2020, 15:56, insgesamt 1-mal geändert.

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