MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Der virtuelle Taxitreff.

MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 20.09.2018, 18:08

Hier nun die Eröffnung eines Bedarfs-Diskussionsfadens zu Perspektiven / Hintergründen / Implikationen „ridesharing“ / Sammelfahrten von gewinnorientierten "Plattformen" wie MOIA & Co.
Denke, dieser Diskussionsfaden kann Raum für viel Diskussionsbedarf geben, der in anderen Themenstellungen hier im Forum störend / nicht gegeben ist und begrüße hier einen regen Austausch an Gedanken / Inhalten.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon sivas » 20.09.2018, 19:50

Muss doch auch was schreiben, weiss nur nicht was ...

Ganz einfach: Danke ! an alle Diskussionsteinehmer. Mit einem Herzlichen Willkommen.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon am » 20.09.2018, 20:32

Nach Stammtisch verschoben
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 02.10.2018, 13:55

MOIA spricht in einem Interview (im "electrive.net Studio" auf der Hannover Messe 2018) bereits von einer ganzen Fahrzeug-Familie (ab 2 Sitzer, 4 Sitzer....usw.).
Z.B. könnten Zweisitzer vermutlich reine TürzuTür e-Beförderungen als bestellbares Exklusiv-Äquivalent zu Taxi sein.
Ole Harms sprach ja bisher wiederholt davon, den Hamburgern deren Stadt zurückgeben zu wollen.
Mein er damit lediglich freiwerdende Parkflächen, weil die Leute ihr eigenes teures Auto abschaffen werden und Moia im Fahrpreis vielleicht dauerhaft so unschlagbar super günstig sein wird können, dass MOIA z.B. 1000++ eKarren nahezu bei Vollauslastung mit Gewinnen betreiben kann ?


Sollte MOIA in HH starten, dann vermutlich verspätet in den ersten Monaten 2019.
Textauszug:
Die VW-Tochter Moia, zuständig für Mobilitätsdienstleistungen, geht in den ersten Monaten 2019 mit ihrem Shuttle-Service in Hamburg an den Start. Zu Beginn werde eine zweistellige Zahl an Elektro-Kleinbussen Fahrgäste durch die Stadt chauffieren, kündigte ein Sprecher an. Diese Zahl solle dann bald nach dem offiziellen Start auf 200 steigen, bis Ende 2020 werde Moia bis zu 500 Fahrzeuge einsetzen.
Q2: 07.06.2018 https://www.autoflotte.de/nachrichten/a ... ml/2041243
Zuletzt geändert von alsterblick am 02.10.2018, 13:59, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon ilkoep » 03.10.2018, 12:41

alsterblick hat geschrieben:MOIA spricht....


Gelabert wird ´ne ganze Menge:

UberRush: gestorben vor der Geburt https://techcrunch.com/2018/03/30/uberr ... ccounter=1
UberEats: gestorben vor der Geburt https://help.uber.com/de-DE/h/ae2864a5- ... c9b11f60e0
UberJump: gestorben vor der Geburt https://www.uber.com/de/ride/uber-bike/

Aber egal, bald wird ja per Drohne geliefert und die Flugtaxis sind auch fast startklar.

Hat Uber mal jemanden gefragt weshalb im Luftraum über Städten keine Privatflieger zugelassen sind?
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 03.10.2018, 14:16

ilkoep hat geschrieben:Gelabert wird ´ne ganze Menge:

Wohl wahr !
Denke, es geht Leuten wie Travis Kalanick / Ole Harms (u.a.m.) darum, fremden Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

1) UBER (Travis Kalanick) bringt die Mietwagenvermittlung per app zur Welt.
Er kann Milliarden Investitionen einsammeln, um Taxi weltweit anzugreifen und agiert dabei höchst kriminell.
Nach Jahren gerät Travis Kalanick in Schieflage mit seinen bisherigen Investoren, überläßt per Deal das Steuer u.a. Dara K. & Softbank
für 1,4 Milliarden auf sein privates Konto (Auszahlung Anteile).

2) MOIA (Ole Harms) nutzt diesen -Logistik Hype (UBER, Lyft, Didi.......) und kopiert lediglich Einzelteile von UBER.
Ridesharing, die Aussicht / Vision billiger automatisch fahrender Bestellmietwagen für mehr Kosteneffizienz (gegenüber Taxi).

Sowohl Travis Kalanick als auch Ole Harms können mehr oder weniger irre viel Geld mobilisieren, weil diese im Zuge des Hype lediglich eine plausible Effizienzstory vorgelegt/gegaukelt haben und auch darüber hinaus unzählige Leichtgläubige generieren konnten.
Fertig ist der Hype !

Ole Harms genehmigt sich via MOI sicherlich ein Supergehalt auf Jahre, die Mutter VW (teils in Staatsbesitz) kann von sich Reden machen, etwas Neues zu unternehmen und findet mit HH auch eine passende Spielwiese. Bereitwillig öffnet das innovationsangestrichene HH seine Tore, um zu dem nahenden Event: „ITS-Weltkongress 2021 in Hamburg, Lösungen für die Mobilität und Logistik von morgen“ etwas mehr auf dem Zettel zu haben.
Zuletzt geändert von alsterblick am 03.10.2018, 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon ilkoep » 03.10.2018, 16:12

alsterblick hat geschrieben:Denke, es geht Leuten wie Travis Kalanick / Ole Harms (u.a.m.) darum, fremden Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.


Ist doch legitim. Dumme finden sich immer.

Das Blöde ist nur daß es kein Ridesharing?????unternehmen bisher geschafft auch nur einen Cent Gewinn zu erwirtschaften, sei es Uber, Lyft, DiDi, GrabCar; Taxify oder Ola.

Für 40 Cent Umsatz wird ein Dollar verbraten. Bei MOIA, Clevershuttle Berlkönig werden die Zahlen kaum anders aussehehen.

Autofahren kostet nun mal Geld, da hilft auch kein innovativer Algorithmus.

Die Marge bei Droschken liegt zwischen 8 und 12%, bei 7% USt. Da ist kein Platz für 19% USt und x% für sonstige. Selbst MyTaxi-Touren sind für MWU ein Nullsummenspiel.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 04.11.2018, 19:02

Das „hohe Ziel“ des geteilten Fahrens „ridesharing“ soll ja insbesondere in den Ballungsräumen/Metropolen so preiswert werden, dass Leute / Haushalte dazu übergehen, ihre privaten Pkw nichtnutzend abzuschaffen, um folglich nur noch geteilte Angebote zu bevorzugen. U.a. die Plattform „moovel“ von Daimler steht u.a. für eine Vision des von A nach B Kommens auch für Wochenendausflüge oder Reisen überhaupt.

In den USA testet UBER in einigen Städten nun sogar erste Stufen hin zu „flatrate Fahrpreisen“ in Form von ABO-Karten, ohne die UBER-Fahrereinkommen negativ zu belasten (soweit die Aussage bisher). Mit einer monatlichen ABO-Gebühr je nach Ort von 14,99 bis 24,99 soll das unkalkulierbare „surgepricing“ dann deaktiviert sein und nur der reguläre Fahrpreis wird dann fällig (ABO monatlich buch-/kündbar).

In einer nächsten oder hohen Stufe gäbe es irgendwann die totale flatrate von z.B. 100,-/Monat für „geteilte Fahrten“ innerorts (evtl. begrenzt auf 8 Fahrten/Monat vorerst). Für UBER ist das Ganze ein reines Rechenexempel. „Zubucher“ würden eine solche Fahrpassage wg Umwegen jedoch verlängern können. Gewisse Bereitschaft zu Unbehaglich-/Verfänglichkeit solcher geteilten Fahrten würde zwangsläufig mitzufahren haben.

Einer Vorkalkulation von UBER (ebenso Lyft), Clevershuttle, Mytaxi-match, MOIA usw. würde jedoch einen gewissen Mindestladefaktor geteilter Fahrten erfordern/vorschweben, um langfristig zumindest kostendeckend zu fahren. Was diese „match-Player“ gemeinsam ausdrücklich teilen, ist die Hoffnung auf Roboterfahrdienste, die insgesamt deutlich preiswerter zu sein haben, anstelle echtes Fahrpersonal zu verwenden. Hierzu gibt es bisher keine Kalkulationen, ausser zusätzlich rd 6000,- je Auto/ lediglich für extra benötigte Hard-/Software im fortgeschrittenem Stadium (ohne Anschaffungskosten, ohne tägliche Hygiene-/Pflege-/Akkuladedienste/.....u.a.m. nicht inklusive).

Nicht nur in der erhofft preiswerteren technischen Roboter-Fahrausführung, sondern ebenso im „rentablen hohen Sitzladefaktor-Match“ sehe ich eine Illusion bei allen „match-Playern“.
Erschwerend kommt hinzu, dass mehrfach antretende Ridesharer je Ort sich gegenseitig zur "Blitzbedienung" und Kostenoptimierung sogar selbst im Wege stehen. Desweiteren wird mit einer bereits vorfinanzierten flatrate neben Taxi auch der ohnehin subventionierte ÖPNV (Bus/Bahn) auf der Strecke bleiben und Dienste einstellen „müssen“.

:arrow: dazu einige Quellenangaben:

Uber launches US subscription service in five cities
https://www.bbc.com/news/business-46088852
today, “Taxi-hailing firm Uber has launched a membership scheme dubbed Ride Pass, for passengers in five US cities.
The deal allows passengers to avoid price surging, when costs rise at rush hour and other in-demand times.
The fixed-fare plan costs $24.99 (£19) a month in Los Angeles and $14.99 in Austin, Denver, Miami, and Orlando.”

Uber, Lyft offer pricing breaks for regular Miami riders (November 03, 2018 )
https://www.miamiherald.com/latest-news ... 26735.html

Whim: Flatrate statt eigenes Auto
https://www.zeit.de/mobilitaet/2016-10/ ... sportwesen

Das vollautonome Auto bleibt eine Raketentechnologie
https://www.sueddeutsche.de/auto/mobili ... .3498817-3

VW-Tochter Moia soll neue Ära einläuten - Flatrate für Mobilität? Von Thomas Strünkelnberg
https://www.greenpeace-magazin.de/ticke ... enkelnberg

Mobilität in der ganzen Stadt mit der schweizerischen Taxi-Flatrate
https://www.geschaeftsideen.de/Mit-Taxi ... edten.html
Zuletzt geändert von alsterblick am 04.11.2018, 19:51, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon sivas » 04.11.2018, 19:35

Das alles kann aber den privaten PKW nicht ersetzen, nur er garantiert individuelle Möbilität, gerade beim Pendeln zum/vom Arbeitsplatz, was immer mehr müssen, wegen fehlender Wohnungen da, wo sie gebraucht werden.

Uber-Pop war Spitze !

allerdings nur zum Selbstkostenpreis. Dies verhindert, dass Personen rumgekarrt, anstatt mitgenommen zu werden, auf eh gefahrenen Wegen.
Was Uber auch gezeigt hat ist, dass sich auch Privatfahrzeuge öffnen lassen, für Mitfahrer. Hier war's zwar die Aussicht auf Gewinn, die Verringerung hoher Kosten wird das aber auch schaffen, durch Verdreifachung der Fahrzeugausgaben, eventuell sogar noch mehr.

Taxi wird das nicht berühren, unsere Klientel ist eine andere.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 23.11.2018, 16:55

Ergänzend möchte ich nun mehr zu Hintergründen von Sammelfahrten „ridesharing“ seitens privater Anbieter wie UBER, MOIA, LYFT schreiben.

Anders als im ÖPNV, wo Bus/Bahn auf festen Linien zu fixen Zeiten verkehren, sind solche Sammelfahrten von derart Privatbetreibern nachfragebedingt „on demand“ in Zeit und Strecke flexibel und auch etwas teurer als ÖPNV. Jedoch keiner dieser neuen Anbieter von Sammelfahrten fährt zu deren extrem niedrigen Fahrpreisen kostendeckend und kannibalisiert vielmehr andere Transportsysteme, wie öffentliche Bus/Bahn, Taxi.

Es ist auch nicht abzusehen, dass diese künstlich preiswerten Sammelfahrten jemals kostendeckend oder gar gewinnbringend durchgeführt werden können. In ausgesuchten Stadtgebieten Berlins fährt Berlkönig (Daimler/Via Van s.Q: 1).) solche Sammelfahrten bereits von Beginn an in coop mit dem ÖPNV (BVG), derzeit wohl noch ohne Zuzahlungen der „öffentlichen Hand“.
Private Ridesharing-/Sammelfahrtanbieter werden ohne Subventionen nicht auskommen :!:

Hintergrund der „on demand“ Sammelfahrt-Vorreiter UBER, LYFT / USA, weltweit:
In USA, Canada sind UBER und LYFT bereits in sehr ländlichen Gegenden / Orten unterwegs (z.B. 30.000 Einw) und kassieren Zuschüsse von Gemeinden. In Zusammenarbeit mit deren ÖPNV werden bereits Buslinien (on demand) gefahren oder ergänzend zu Bus/Bahn die ersten Meter ab Tür oder letzten Meter zum Ziel zu Festpreisen ab 50 Ct, 3-5 $ und UBER zahlt teils ebenso dazu (s.Q: 2,3,4).
Desweiteren subventionieren auch die UBERfahrer solche Fahrten zwangsweise aufgrund schlechter Umsätze und Verdienstmöglichkeit, insbesondere bei geringer Auslastung (z.B. 1-Pers-Fahrten ohne Zusteiger ).

In afrikanischen Ländern hat UBER leichtes Spiel, weil dort vielerorts nur reduziert ÖPNV existiert und die Kassen der Gemeinden / Städte oftmals zur Errichtung eigener Buslinien „Ebbe“ aufweisen (z.B. expandiert UBER in Ägypten sehr stark und kassiert bei den Gemeinden mit ab. Ein großer Teil der ärmeren Bevölkerung kann sich Mobilität nur selten oder gar nicht leisten (s.Q: 5).
Uber experimentiert auch damit, dass der erste Rideshare-Fahrgast sogar während der Fahrt gegen Aufpreis auf Privatfahrt upgraden kann, um Zusteiger sofort auszuschließen und wieviel die Fahrgäste dafür mehr zu zahlen bereit sind.

Hintergrund „on demand“ ÖPNV Busse:
In Belleville (Kleinstadt /Can, Süd Ontario 50,000 Einw) versucht man es seit Sept 2018 teils/testweise mit einem Bus nahezu identisch wie mit der Bestell-App von UBER / LYFT, jedoch ohne die dortige Existenz von UBER/Lyft ridesharing und das Zwischenergebnis ist soweit durchaus sehr zufriedenstellend (s.Q: 6).

Fazit:
Das Hinzuziehen privater Transportanbieter kann durchaus eine ressourcensparende effizientere Lösung sein, sofern das „Überdach“ weiterhin die Gemeinden sind und finanziell schlechtergestellte Bürger in der lokalen Mobilität durch erhöhte Fahrpreise nicht ausgegrenzt werden.

Da sowohl UBER als auch LYFT ihre Plattformen offenbar eiligst (2019) kriegskassefüllend zu Höchstsummen an der Börse marktkapitalisieren wollen ($120 Milliarden werden allein von UBER anvisiert) wirft gewisse Zweifel an der Nachhaltigkeit deren Geschäftsmodells auf, da bisher beide mit immensen operativen Verlusten daherkommen und sich weit entfernt der Profitabilität befinden.
Ist es deren Angst, die Glut des privatkommerziellen Ridesharing könnte sich alsbald als schnell verglühender Hype herausstellen ? Zumindest gibt es dahingehend starke Anzeichen, weil z.B. UBER sehr an seinen roten Zahlen dreht, die zum Börsengang (ca Mar 2019) unbedingt eine verheißungsvollere bessere Tendenz aufweisen sollen. Bei dieser noch nie dagewesenen Börsengang-Höchtssumme ($120 Milliarden) wird UBER viele institutionelle Anleger zum Anlegen überzeugen müssen, wenn auch selbst hier die beeinflussbare Psychologie einen Kaufausschlag bewirken kann.
Zu gewissen Börsen-Verhaltensmechanismen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt an anderer Stelle.

--------------------------------------------------------------------------------------------------
Einige Quellen und teils weitere Textinhalte dazu nachfolgend:
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Q: 1) BVG weitet Ridesharing-Angebot Berlkönig aus,15.10.2018,
https://t3n.de/news/bvg-weitet-rideshar ... s-1117381/

Q: 2) Innisfil, Ont., estimates it saves $8M yearly using Uber as alternative to public transit
Mit Tabelle Kostenanteile am Textende (wer zahlt wieviel):
https://www.cbc.ca/news/canada/toronto/ ... -1.4577331

Q: 3) Subsidized ride-hailing could replace bus service, Sept. 13, 2018
https://www.bendbulletin.com/localstate ... us-service
Lyft, meanwhile, partnered earlier this year with the suburban city of Monrovia, California, to provide transit services. Riders who use the city’s promotional code can pay $0.50 for a ride with the chance of stopping to pick up one or more additional passengers, or pay $3 for a ride with no additional stops.
Q: 4) map with subsidize Uber transit routes areas
https://las.depaul.edu/centers-and-inst ... _Live1.pdf

Q: 5) Uber’s Goal Is Not to Operate Alongside Public Transit but to Replace It
https://thebolditalic.com/ubers-goal-is ... 6e48d8d317
And that’s exactly what the company is doing in Egypt

Q: 6) You Can Hail a Public Bus Like an Uber in This City
Can on-demand buses stop Uber from cannibalizing public transit?
https://motherboard.vice.com/en_us/arti ... belleville
Belleville, a southern Ontario city of 50,000, is taking a different approach. Locals are trying a new technology on an old form of transportation: the bus. The pilot project, launched Sept. 17, uses the on-demand technology Uber popularized, but instead applies it to public transit.
--
Belleville city officials are loving it so far. “We don’t have to do that full loop around the city hoping somebody gets on board,” Paul Buck, manager of transit services of the city of Belleville, told me on the phone.
--
Keeping transit public is fundamental to improving social equity, explained Art Guzzetti, VP of policy at the American Public Transportation Association (APTA). Hiring private contractors is fine, he told me in a phone interview, ”but the umbrella overtop mobility should be public. It’s not for regulation; it’s for the common good.”
--
Buck said the technology lets the city do more with the resources it has. “It gives us an opportunity to cover more area and pick up more people, but with less driving, less wear and tear on the vehicle, and more certainty for the customer,” he said. He hopes the city will extend the program past its pilot phase.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 10.02.2019, 17:03

Daimler wird die nächsten vielen Jahre weiterhin hohe Verluste bequem anhäufen können:
viewtopic.php?f=47&t=11882 , weil diese fortan geteilt werden können, um weiterhin aggressiv zu expandieren.
Jüngst hat Daimler sich mit seinem Erzrivalen BMW zu einer strategischen Mobilitätsallianz zusammengeschlossen, so dass sich die mit "unendlichem Geld ausgestatteten beiden deutschen Player" fortan im Kern Europas gemeinsam ausrichten.

„Die Partnerschaft umfasst eine ganze Palette an Diensten. Konkret wollen Daimler und BMW u.a. den größten Taxiservice der Welt mit Mytaxi, Chauffeur Privé, Clevertaxi und Taxibeat kreieren...... Die Apps Reachnow und Moovel, über die Mietwagen und Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel gebucht werden können, sind ebenso Teil des Joint Ventures wie die beiden Handy-Park-Services Parkmobile und Parknow sowie das gemeinsame Netz von mehr als 140.00 Ladepunkten für Elektroautos von Chargenow und Digital Charging Solutions.

Das Ziel des Deals: Daimler und BMW wollen ihren Kundenlösungen aus einer Hand anbieten und Skaleneffekte heben. Mit einem gemeinsamen Kundenstamm von mehr als 26 Millionen Kunden hoffen die beiden Autohersteller, schnell mehr als hundert Millionen Nutzer zu erreichen, um die lästigen Konkurrenten aus dem Silicon Valley und aus Fernost in die Schranken weisen zu können.
Langfristig wird sich aus der Sicht von Bratzel nur eine Handvoll Plattformen in den drei großen Autoregionen der Welt (China, Nordamerika und Europa) durchsetzen. Während Daimler und BMW in Europa gut aufgestellt sind, sehe es in den anderen beiden Großregionen gänzlich anders aus. In Nordamerika sind die Deutschen einer von vielen Anbietern, dort muss man kämpfen, um dabei zu bleiben“, erklärt Bratzel. Und das Reich der Mitte sei für die heimischen Anbieter bereits praktisch verloren“ (stark gekürzter Text aus: Q1).

Am Ende des "Feldzuges" soll ebenso ein Börsengang der Mobilitätssparte stehen (wie bei UBER bereits 2019).

Das frz. „Chauffeur Privé“ wurde für internationale Expansionen und Angriffe gegen UBER in London jüngst in „Kapten“ umbenannt. Daimler/BMW sind dort nun Mehrheitseigner. “French car booking start-up to take on Uber with London launch”. (Q2)

Nicht nur in Berlin (Berlkönig), sondern auch in Stuttgart (Flex Pilot) arbeitet die neue strategische Allianz mit dem ÖPNV bereits zusammen. (Q3)

Insofern versucht sich MOIA lediglich als Kopie von moovel, UBER und Co, um sich strategisch langfristig ebenso dem ÖPNV anzudienen. (Q4)

--------------------------------------------------------------------------------------------------
Einige Quellen und teils weitere Textinhalte dazu nachfolgend:
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Q1) https://www.handelsblatt.com/unternehme ... 1Ry3DC-ap5

Q2) https://www.telegraph.co.uk/technology/ ... on-launch/

Q3) Mitfahrdienst "Flex Pilot" der Daimler-Tochter Moovel nun Teil des öffentlichen Nahverkehrs in Stuttgart.
https://www.boerse-online.de/nachrichte ... 1025208600

Q4) siehe meine postings hier im Thread:
alsterblick » 23.11.2018
alsterblick » 04.11.2018
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 10.03.2019, 19:30

Nun versuche ich ja gerne einige Stimmungen, Handlungstendenzen in der taxiähnlichen Transportwelt aufzugreifen.
Hinsichtlich des bald zu erwartenden Börsengangs von UBER, bin ich nun auf eine eher plausible Textquelle (*1) gestoßen, die sich mit Negativbilanzen von Börsengängern beschäftigt. Der kleine Konkurrent „LYFT“ wird wohl schon April/Mai 2019 vor UBER das Börsenpakett betreten, um milliardenschwere Kriegskasse auf Tasche zu erlangen.

Zum Verständnis ein paar Plausibilitäten / Hintergründe möglicher Anleger:
1) Börsengänge von geldverlustenden Unternehmen sind häufiger als je zuvor.
2018 waren 81 Prozent der US-Unternehmen im Jahr ihres Börsengang unrentabel.

Ein Unternehmen, das keinen Gewinn ausweist, bedeutet nicht, dass es nicht rentabel sein kann.
Mit anderen Worten, Investoren sind bereit, sich jetzt zu engagieren, um ein Unternehmen subventioniert zum Wachsen zu verhelfen, das später viel Geld verdienen könnte. Sie glauben, dass die zukünftigen Gewinne der Unternehmen diese aktuellen Verluste unbedingt erforderlich machen.

Viele dieser Unternehmen könnten bereits jetzt rentabel sein, wenn sie ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten kürzen, sagte Ritter gegenüber Recode. „Risikokapital- und öffentliche Kapitalanleger sagen jedoch: 'Wir wollen Wachstum. Wir wollen uns nicht auf kurzfristige Gewinne konzentrieren.” >>> The winner takes it all <<<<.

Wenn z.B. Lyft kein Geld für Expansion, Marketing oder für Forschung & Entwicklung ausgäbe, hätte es letztes Jahr Gewinn gebracht.

2) Investoren suchen nach Unternehmen, die einen Weg zur Profitabilität haben.
"Dies bedeutet in der Regel, dass der potenzielle Gesamtmarkt für das Unternehmen viel größer ist als jetzt. In den Fällen von Lyft und Uber bedeutet dies eine Zukunft mit geringerem Autobesitz und mit Flotten autonomer Fahrzeuge. Der Anteil der Menschen mit Führerschein in den USA sinkt, unter anderem weil mehr Menschen in Städten leben, in denen sie sowohl auf öffentliche Verkehrsmittel als auch auf Lyft und Uber angewiesen sind. Viele, darunter auch Autohersteller, sehen eine Zukunft, in der wir Autos teilen oder auf Fahrzeuge angewiesen sind, die wir selbst nicht mehr besitzen".

Bei „erklärten Technologiewerten“ kann es auch einen Neuheitsfaktor bei Börsengängen geben. Wenn es zum ersten Mal möglich ist, beispielsweise in ein Unternehmen für Zubereitungen oder ein Unternehmen für Mitfahrgelegenheiten zu investieren, freuen sich die Anleger darauf, etwas Neues zu besitzen. Ohne festgelegte Kriterien, die bei einem neuen Unternehmen berücksichtigt werden müssen, sind die Anleger tendenziell aufgeschlossener in Bezug auf die Finanzen eines neuen Unternehmens.

Dass UBER / LYFT real jedoch gar keine Tech-Unternehmen sind, wird von möglichen Investoren „unverstanden ausgeblendet“. Denn beide sind verantwortliche Transportlogistiker, die sogar die Preise bestimmen.
Lyft warnt in seinem Börsenprospekt (pflichtgemäß SEC) sogar vor Gwinnaussichten, würde das Unternehmen staatlicherseits für soziale Absicherungen/Mindestlöhne herangezogen werden.
Ohne ein nahezu erlangtes Monopol, wäre dies für eine Marktbehauptung verheerend.


FAZIT
Investoren/Anleger könnten fasziniert nach dem Motto „no risk no fun“ einsteigen und „unversehens“ eine abermillardenschwere Kriegskasse ermöglichen (Börsengang/100++Milliarden Uber ?). Z.B. Konkurrent Taxi ließe sich mithilfe von Fahrgutscheinen bequem und für immer dezimieren. Mit Geldern aus nahezu erreichten Monopolen+beliebigen Höchstpreisen samt bestechender Blitzverfügbarkeit würden weitere/neue Regionen selektiv erschlossen werden können, um die staatlich verankerte (Taxi-)Konkurrenz bedeutungslos aussterben zu lassen.
------------------------------------------------
(*1) (teils übersetzt)
aus Quellen:
https://www.recode.net/2019/3/6/1824999 ... lic-profit
https://www.investopedia.com/read-this- ... os-4584464
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UBER kauft sich mit LYFT (Investoren ) zusammen

Beitragvon alsterblick » 26.03.2019, 04:26

Weiterhin versuche ich einige Stimmungen, Handlungstendenzen in der taxiähnlichen Transportwelt aufzugreifen
und finde wenig Erstaunliches:
:arrow: UBER kauft sich mit LYFT (Investoren ) zusammen.
CAREEM in Arabien wird von UBER für rd 3Milliarden aufgekauft (CAREEM =ebenso hauptfinanziert vom größter LYFT Investor/RAKUTEN / Japan. SOFTBANK/UBER sitzt auf endlosem Geld ebenso in Japan und deren Investoren kommen wiederum vornehmlich aus Saudi Arabien) .

An dieser Aktion läßt sich erkennen, dass sich früh zum Börsengang bereits "zusammengekauft" wird.
:arrow: Die Rivalen UBER / LYFT spielen im Hintergrund bereits zusammen. Quelle: https://www.reuters.com/article/us-care ... SKCN1R50KZ
Zuletzt geändert von alsterblick am 26.03.2019, 04:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon TaxiBabsi » 27.03.2019, 07:10

Diese Uebernahme ist ein dicker Fisch: Uber zahlt mehr als 2 Milliarden USD! Damit hat Uber ein ertragreiches und erfolgreiches Unternehmen geschluckt und kann das anvisierte 1 Milliarde Umsatzziel erreichen, passend zum Boersengang.

Die meisten denken bei Uber nur an Uber Pop mit den Privatchfahrern, doch Uber ist weit mehr und weltweit verschachtelt in unzählige teils hoch lukrative Unternehmen.
Progress is impossible without change, and those who cannot change their minds cannot change anything.

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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon am » 27.03.2019, 07:11

Wo da welche hochlukrativen Unternehmen wären @taxibabsi?
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon TaxiBabsi » 27.03.2019, 10:48

Ca. 30 Millionen Menschen nutzen allein Careem, davon viele Frauen.

Aber ich gebe Dir Recht, es gibt viel known unknown, das macht diesen Gang an die Boerse umso spannender, aber Lyft, Uber u.a. sind wahrscheinlich keine Blase die platzt.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 13.05.2019, 12:06

Schaut man sich einige Verkehrsentwicklungen an, wo „shareservices“ u.a. UBER, MOIA, BERLKÖNIG und Co unterwegs sind, lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen, wie schleichend zunehmende Verkehrskollaps(e), Luft-/ Lärmbelastungen etc.

Vor diesem Hintergrund erhoffen sich diese neuen Anbieter, dass die Städte ihnen fortlaufend zuarbeiten werden, Hürden nehmen in der Hoffnung und dem Versprechen insgesamte Belastungen zu begrenzen, zu minimieren. Mögliche Städte-Werkzeuge / Hilfestellungen können recht differenziert ausfallen. Insbesondere London hat diesbezüglich fortgeschrittene Erfahrungen.
UBER, MOIA gehen da rein strategisch vor, indem Fahrkapazitäten aufgebaut werden, um bei Bedarf verfügbar zu sein.
Ein Mittel der Bedarfssteuerung werden u.a. zeitabhängig gestaffelte Mautgebühren, Fahrverbote, jedoch vorerst freie Fahrt jeglicher Elektrofahrzeuge sein.

In London bildete UBER bereits 2018 einen strategischen FOND / Anschaffung von eFahrzeugen (UBER 2025 evtl. voll elektrisch, s. Q1). UBER vernetzt sich bereits mit dem ÖPNV in London, USA......, u.a. BERLKÖNIG in Berlin (Q2).

Bald könnte z.B. London solche „share/pooling Fahrten“ insbesondere in der rushour stark subventionieren (teils aus Citymaut-Geld), um UBER noch preiswerter zu machen und massenhaft Privatfahrzeugfahrer im Tagesverlauf dynamsich „umsteigen“ zu lassen (Q4).
Um das Pooling möglichst ertragreich / wirtschaftlich zu machen, könnten solche Dienstleister auch dispatchen und die ohnehin chronisch defiziären Städte sparen etwas Subventionsgelder.

Um zur Eigenwirtschaftlichkeit auch außerhalb der Pickzeiten Geld / Umsatz zu machen, wird auch im allgemeinen Tagesgeschäft abgebissen und Taxi zugleich in der Verfügbarkeit dezimiert.

Aus der bitterarmen Stadt Kairo läßt sich nachlesen, dass UBER als Ersatz des ÖPNV bereits in virtuelle Busserouten investiert (investieren läßt). In Dubai kaufte UBER kürzlich CAREEM für rd 3.Milliarden auf. CAREEM betreibt u.a. auch in Kairo ÖPNV Buslinien und anderswo dort im Orient, teils auf „virtuellen Routen“ (Q3). Daimler war einst Mitinvestor beim Startup CAREEM.

Einzelfallbezogen auf Hamburg, würde MOIA zum Ende der Testphase (Sondergenehmigung bis 2022 ?) der Stadt Hamburg (u.a. Städten) den voraussichtlich benötigten Subventionsanteil „anbieten“ können, um „wirtschaftlich“ fortfahren zu können.

Quelle1:
23.10.2018 London Uber drivers to charge electric car fee. Uber is planning to add a surcharge to all fares booked via its app in London to help its drivers buy electric vehicles. The fee, expected to be 15p per mile, will be introduced "early" in 2019.
High cost: Dara Khosrowshahi, Uber's chief executive, said in a statement that the plan was a "a long-term investment in the future of London aimed at going all electric in the capital in 2025".
https://www.bbc.com/news/technology-45902594

Quelle2:
Uber adds public transportation directions and schedules to its app in London. Uber aims to become a one-stop shop for all modes of transportation
https://www.theverge.com/2019/4/29/1852 ... -schedules
--------------
Partnerschaft mit Nahverkehrssystemen
A large percentage of Uber trips start or end within 200 meters of public transit. That's why we've teamed up with third-party transit apps and transit agencies .
https://www.uber.com/de/community/suppo ... s/transit/

Quelle3:
Uber is expanding its imprint on public transportation—this time with the establishment of a bus service.
The ride-hailing giant launched Uber Bus in Egypt on Tuesday (Dec. 4), the first country to roll out the service globally. The platform allows passengers to request for buses through the app, after which they are matched with other riders on the most suitable route. Riders are allowed to pay via cash or card and will only be able to request Uber Bus if their pickup and drop-off locations are within the currently-serviced neighborhoods in Cairo.
Launched in 2017, the startup Swvl has partnered with hundreds of buses in both Cairo and Alexandria and recently bagged “tens of millions of dollars” in their Series B funding round. The Dubai-headquartered Careem has also launched its own bus service, with the aim of improving mobility around Cairo.
https://qz.com/africa/1484896/uber-laun ... iro-egypt/

SZ als Quelle4:
https://www.sueddeutsche.de/auto/smart- ... -1.4438056
Internet-Plattformen wie Uber wollen genau das bieten: Die verschiedenen Verkehrsmittel über eine App, ein Ticket und ein Abrechnungssystem kundenfreundlich koordinieren.
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Digitaler Rufbus: Die Frage ist, ob und wie diese "Mobilität auf Bestellung" zum Geschäftsmodell wird. Selbst Carsharing-Anbieter verdienen bisher kaum Geld.
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Dafür werden nicht nur Algorithmen gebraucht, die in Sekundenschnelle maßgeschneiderte Fahrpläne entlang der gewünschten Routen erstellen.
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In der Praxis sind viele Fragen offen. Absehbar ist allerdings, dass der Börsengang des US-Fahrdienstvermittlers Uber einen Tech-Giganten mit Millionen von Fahrern in 700 Städten und einem Marktwert von knapp 100 Milliarden Euro schaffen könnte. Wenn die Amerikaner ihr Ziel erreichen, "den Transport auf dem ganzen Planeten zu revolutionieren", können nur wenige Wettbewerber aus China wie Didi Chuxing mithalten. Wie bei jeder Plattform-Ökonomie stellen sich dann auch bei Smart-City-Anwendungen zwei zentrale Fragen: Wer hat die Kontrolle
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon sivas » 13.05.2019, 14:37

Also sind Uber-Aktien doch eine Empfehlung
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon Mamil » 13.05.2019, 15:26

Es ging nie um das Taxengewerbe. Das ist ein Ablenkungsmanöver/Kollateralschaden. Ennoo Safe Driver, der Kooperationspartner von UBER in Deutschland, ist Teil der Safe Driver Group. Die wiederum ist Teil der Ceterum Holding. Hinter Ceterum Holding steckt Lutz Helmig. Dieser hatte mit der Asklepios und der Helios Gruppe die städtischen Krankenhäuser übernommen. Es geht hier um nichts weniger als die Privatisierung des ÖPNV. Hat irgendjemand ernsthaft angenommen, dass Milliardenbeträge als Risikokapital in UBER und Co geflossen sind, um ins Taxigeschäft einzusteigen?
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 13.05.2019, 16:34

Mamil hat geschrieben:Hat irgendjemand ernsthaft angenommen, dass Milliardenbeträge als Risikokapital in UBER und Co geflossen sind, um ins Taxigeschäft einzusteigen?
Es ging nie um das Taxengewerbe. Das ist ein Ablenkungsmanöver/Kollateralschaden.

Für Schäden ist aufzukommen !

sivas hat geschrieben:Also sind Uber-Aktien doch eine Empfehlung

Viel zu riskant. Uber verbrennt von Beginn an (rd 10 Jahre) auf allen Feldern zuviel Geld, u.a. um lediglich Größe zu entwickeln und nicht den Spartod zu sterben.
Mögliche Abmachungen mit den Städten (ÖPNV) sind ein Poker, auch behördenseitig wird bis zum Ausbluten gepokert (USA). Hätte UBER 999Milliarden, wäre deren Fortbestehen geklärt. Nur, beim derzeitigem Milliarden-Geldverbrennen und lediglich rd 8 Milliarden cash-Börsengang-Deckung, steht die (globale) Schlagkraft deutlich im Schatten.
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