MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Der virtuelle Taxitreff.

MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 20.09.2018, 18:08

Hier nun die Eröffnung eines Bedarfs-Diskussionsfadens zu Perspektiven / Hintergründen / Implikationen „ridesharing“ / Sammelfahrten von gewinnorientierten "Plattformen" wie MOIA & Co.
Denke, dieser Diskussionsfaden kann Raum für viel Diskussionsbedarf geben, der in anderen Themenstellungen hier im Forum störend / nicht gegeben ist und begrüße hier einen regen Austausch an Gedanken / Inhalten.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon sivas » 20.09.2018, 19:50

Muss doch auch was schreiben, weiss nur nicht was ...

Ganz einfach: Danke ! an alle Diskussionsteinehmer. Mit einem Herzlichen Willkommen.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon am » 20.09.2018, 20:32

Nach Stammtisch verschoben
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 02.10.2018, 13:55

MOIA spricht in einem Interview (im "electrive.net Studio" auf der Hannover Messe 2018) bereits von einer ganzen Fahrzeug-Familie (ab 2 Sitzer, 4 Sitzer....usw.).
Z.B. könnten Zweisitzer vermutlich reine TürzuTür e-Beförderungen als bestellbares Exklusiv-Äquivalent zu Taxi sein.
Ole Harms sprach ja bisher wiederholt davon, den Hamburgern deren Stadt zurückgeben zu wollen.
Mein er damit lediglich freiwerdende Parkflächen, weil die Leute ihr eigenes teures Auto abschaffen werden und Moia im Fahrpreis vielleicht dauerhaft so unschlagbar super günstig sein wird können, dass MOIA z.B. 1000++ eKarren nahezu bei Vollauslastung mit Gewinnen betreiben kann ?


Sollte MOIA in HH starten, dann vermutlich verspätet in den ersten Monaten 2019.
Textauszug:
Die VW-Tochter Moia, zuständig für Mobilitätsdienstleistungen, geht in den ersten Monaten 2019 mit ihrem Shuttle-Service in Hamburg an den Start. Zu Beginn werde eine zweistellige Zahl an Elektro-Kleinbussen Fahrgäste durch die Stadt chauffieren, kündigte ein Sprecher an. Diese Zahl solle dann bald nach dem offiziellen Start auf 200 steigen, bis Ende 2020 werde Moia bis zu 500 Fahrzeuge einsetzen.
Q2: 07.06.2018 https://www.autoflotte.de/nachrichten/a ... ml/2041243
Zuletzt geändert von alsterblick am 02.10.2018, 13:59, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon ilkoep » 03.10.2018, 12:41

alsterblick hat geschrieben:MOIA spricht....


Gelabert wird ´ne ganze Menge:

UberRush: gestorben vor der Geburt https://techcrunch.com/2018/03/30/uberr ... ccounter=1
UberEats: gestorben vor der Geburt https://help.uber.com/de-DE/h/ae2864a5- ... c9b11f60e0
UberJump: gestorben vor der Geburt https://www.uber.com/de/ride/uber-bike/

Aber egal, bald wird ja per Drohne geliefert und die Flugtaxis sind auch fast startklar.

Hat Uber mal jemanden gefragt weshalb im Luftraum über Städten keine Privatflieger zugelassen sind?
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 03.10.2018, 14:16

ilkoep hat geschrieben:Gelabert wird ´ne ganze Menge:

Wohl wahr !
Denke, es geht Leuten wie Travis Kalanick / Ole Harms (u.a.m.) darum, fremden Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

1) UBER (Travis Kalanick) bringt die Mietwagenvermittlung per app zur Welt.
Er kann Milliarden Investitionen einsammeln, um Taxi weltweit anzugreifen und agiert dabei höchst kriminell.
Nach Jahren gerät Travis Kalanick in Schieflage mit seinen bisherigen Investoren, überläßt per Deal das Steuer u.a. Dara K. & Softbank
für 1,4 Milliarden auf sein privates Konto (Auszahlung Anteile).

2) MOIA (Ole Harms) nutzt diesen -Logistik Hype (UBER, Lyft, Didi.......) und kopiert lediglich Einzelteile von UBER.
Ridesharing, die Aussicht / Vision billiger automatisch fahrender Bestellmietwagen für mehr Kosteneffizienz (gegenüber Taxi).

Sowohl Travis Kalanick als auch Ole Harms können mehr oder weniger irre viel Geld mobilisieren, weil diese im Zuge des Hype lediglich eine plausible Effizienzstory vorgelegt/gegaukelt haben und auch darüber hinaus unzählige Leichtgläubige generieren konnten.
Fertig ist der Hype !

Ole Harms genehmigt sich via MOI sicherlich ein Supergehalt auf Jahre, die Mutter VW (teils in Staatsbesitz) kann von sich Reden machen, etwas Neues zu unternehmen und findet mit HH auch eine passende Spielwiese. Bereitwillig öffnet das innovationsangestrichene HH seine Tore, um zu dem nahenden Event: „ITS-Weltkongress 2021 in Hamburg, Lösungen für die Mobilität und Logistik von morgen“ etwas mehr auf dem Zettel zu haben.
Zuletzt geändert von alsterblick am 03.10.2018, 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon ilkoep » 03.10.2018, 16:12

alsterblick hat geschrieben:Denke, es geht Leuten wie Travis Kalanick / Ole Harms (u.a.m.) darum, fremden Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.


Ist doch legitim. Dumme finden sich immer.

Das Blöde ist nur daß es kein Ridesharing?????unternehmen bisher geschafft auch nur einen Cent Gewinn zu erwirtschaften, sei es Uber, Lyft, DiDi, GrabCar; Taxify oder Ola.

Für 40 Cent Umsatz wird ein Dollar verbraten. Bei MOIA, Clevershuttle Berlkönig werden die Zahlen kaum anders aussehehen.

Autofahren kostet nun mal Geld, da hilft auch kein innovativer Algorithmus.

Die Marge bei Droschken liegt zwischen 8 und 12%, bei 7% USt. Da ist kein Platz für 19% USt und x% für sonstige. Selbst MyTaxi-Touren sind für MWU ein Nullsummenspiel.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon alsterblick » 04.11.2018, 19:02

Das „hohe Ziel“ des geteilten Fahrens „ridesharing“ soll ja insbesondere in den Ballungsräumen/Metropolen so preiswert werden, dass Leute / Haushalte dazu übergehen, ihre privaten Pkw nichtnutzend abzuschaffen, um folglich nur noch geteilte Angebote zu bevorzugen. U.a. die Plattform „moovel“ von Daimler steht u.a. für eine Vision des von A nach B Kommens auch für Wochenendausflüge oder Reisen überhaupt.

In den USA testet UBER in einigen Städten nun sogar erste Stufen hin zu „flatrate Fahrpreisen“ in Form von ABO-Karten, ohne die UBER-Fahrereinkommen negativ zu belasten (soweit die Aussage bisher). Mit einer monatlichen ABO-Gebühr je nach Ort von 14,99 bis 24,99 soll das unkalkulierbare „surgepricing“ dann deaktiviert sein und nur der reguläre Fahrpreis wird dann fällig (ABO monatlich buch-/kündbar).

In einer nächsten oder hohen Stufe gäbe es irgendwann die totale flatrate von z.B. 100,-/Monat für „geteilte Fahrten“ innerorts (evtl. begrenzt auf 8 Fahrten/Monat vorerst). Für UBER ist das Ganze ein reines Rechenexempel. „Zubucher“ würden eine solche Fahrpassage wg Umwegen jedoch verlängern können. Gewisse Bereitschaft zu Unbehaglich-/Verfänglichkeit solcher geteilten Fahrten würde zwangsläufig mitzufahren haben.

Einer Vorkalkulation von UBER (ebenso Lyft), Clevershuttle, Mytaxi-match, MOIA usw. würde jedoch einen gewissen Mindestladefaktor geteilter Fahrten erfordern/vorschweben, um langfristig zumindest kostendeckend zu fahren. Was diese „match-Player“ gemeinsam ausdrücklich teilen, ist die Hoffnung auf Roboterfahrdienste, die insgesamt deutlich preiswerter zu sein haben, anstelle echtes Fahrpersonal zu verwenden. Hierzu gibt es bisher keine Kalkulationen, ausser zusätzlich rd 6000,- je Auto/ lediglich für extra benötigte Hard-/Software im fortgeschrittenem Stadium (ohne Anschaffungskosten, ohne tägliche Hygiene-/Pflege-/Akkuladedienste/.....u.a.m. nicht inklusive).

Nicht nur in der erhofft preiswerteren technischen Roboter-Fahrausführung, sondern ebenso im „rentablen hohen Sitzladefaktor-Match“ sehe ich eine Illusion bei allen „match-Playern“.
Erschwerend kommt hinzu, dass mehrfach antretende Ridesharer je Ort sich gegenseitig zur "Blitzbedienung" und Kostenoptimierung sogar selbst im Wege stehen. Desweiteren wird mit einer bereits vorfinanzierten flatrate neben Taxi auch der ohnehin subventionierte ÖPNV (Bus/Bahn) auf der Strecke bleiben und Dienste einstellen „müssen“.

:arrow: dazu einige Quellenangaben:

Uber launches US subscription service in five cities
https://www.bbc.com/news/business-46088852
today, “Taxi-hailing firm Uber has launched a membership scheme dubbed Ride Pass, for passengers in five US cities.
The deal allows passengers to avoid price surging, when costs rise at rush hour and other in-demand times.
The fixed-fare plan costs $24.99 (£19) a month in Los Angeles and $14.99 in Austin, Denver, Miami, and Orlando.”

Uber, Lyft offer pricing breaks for regular Miami riders (November 03, 2018 )
https://www.miamiherald.com/latest-news ... 26735.html

Whim: Flatrate statt eigenes Auto
https://www.zeit.de/mobilitaet/2016-10/ ... sportwesen

Das vollautonome Auto bleibt eine Raketentechnologie
https://www.sueddeutsche.de/auto/mobili ... .3498817-3

VW-Tochter Moia soll neue Ära einläuten - Flatrate für Mobilität? Von Thomas Strünkelnberg
https://www.greenpeace-magazin.de/ticke ... enkelnberg

Mobilität in der ganzen Stadt mit der schweizerischen Taxi-Flatrate
https://www.geschaeftsideen.de/Mit-Taxi ... edten.html
Zuletzt geändert von alsterblick am 04.11.2018, 19:51, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: MOIA & Co Plattformen: Perspektiven / Hintergründe

Beitragvon sivas » 04.11.2018, 19:35

Das alles kann aber den privaten PKW nicht ersetzen, nur er garantiert individuelle Möbilität, gerade beim Pendeln zum/vom Arbeitsplatz, was immer mehr müssen, wegen fehlender Wohnungen da, wo sie gebraucht werden.

Uber-Pop war Spitze !

allerdings nur zum Selbstkostenpreis. Dies verhindert, dass Personen rumgekarrt, anstatt mitgenommen zu werden, auf eh gefahrenen Wegen.
Was Uber auch gezeigt hat ist, dass sich auch Privatfahrzeuge öffnen lassen, für Mitfahrer. Hier war's zwar die Aussicht auf Gewinn, die Verringerung hoher Kosten wird das aber auch schaffen, durch Verdreifachung der Fahrzeugausgaben, eventuell sogar noch mehr.

Taxi wird das nicht berühren, unsere Klientel ist eine andere.
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