Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

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Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon sibo » 06.11.2016, 22:04

Unser Unternehmer hat jetzt alle Fahrzeuge mit einem GPS-Ortungssystem ausgerüstet. Bei 21Taxen war das schon vorher der Fall, damit der Disponent sieht, wo die Autos stehen und welcher zB den nächsten Fahrauftrag bekommt.
Nun kommen aber noch 24 Mietwagen dazu und 16 VW T5 die nur für Schülerverkehr gebraucht werden. Alle bekommen Ortung.
Der Boss sagt, es müsse jetzt so sein wegen dem Finanzamt.
Wir denken aber, es dient mehr der Kontrolle.
Oder könnt ihr bestätigen, dass das FA das beauflagt haben könnte? Wenn ja, warum?
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon taxipost » 06.11.2016, 22:50

dazu, also gps überwachung in firmenwagen, hat sich schon öfter die
Berliner Datenschutzbeauftragte geäussert, fazit:

nur in ganz wenigen fällen ist das erlaubt.

nur dort, wo es darauf ankommt,
dass der "chef" den standort des angestellten aus betriebsbedingten gründen wissen muss,
um in einer notsituation reagieren zu kennen,
ist das denkbar.

FA will sowas nicht, weil sie diese daten auch nicht abrufen dürfen.

wenn dir dein chef den einbau damit begründet hat,
und du hast ggf. zeugen dafür,
dann kannst du jetzt ohne bedenken,
das FA um eine schriftliche stellungnahme zur sache bitten.

sie werden 100% antworten.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon TWG » 07.11.2016, 00:17

Hallo,

GPS kann dir auch helfen.
Von der üblichen Situation: Kerl mit Knarre steigt ein und sagt "fahr mich nach xy" mal abgesehen.
Wenn du in eine falsch kalibrierte Radarkontrolle kommst, hast du normalerweise die A....karte.
Über GPS kannst du aber beweisen, das du nicht zu schnell gefahren bist.
Wo liegt das Problem, das dein Unternehmer sehen kann, wo du gerade bist, wenn du korrekt arbeitest?
Er kann z. B. den genervten Kunden beruhigen, das du im Stau stehst.
Und wenn deine gefahrenen km zum Umsatz passen, wird er dich erst gar nicht kontrollieren.

Gruß aus Düsseldorf
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon Taxi Georg » 07.11.2016, 00:19

TWG hat geschrieben:Hallo,

GPS kann dir auch helfen.
Von der üblichen Situation: Kerl mit Knarre steigt ein und sagt "fahr mich nach xy" mal abgesehen.
Wenn du in eine falsch kalibrierte Radarkontrolle kommst, hast du normalerweise die A....karte.
Über GPS kannst du aber beweisen, das du nicht zu schnell gefahren bist.
Wo liegt das Problem, das dein Unternehmer sehen kann, wo du gerade bist, wenn du korrekt arbeitest?
Er kann z. B. den genervten Kunden beruhigen, das du im Stau stehst.
Und wenn deine gefahrenen km zum Umsatz passen, wird er dich erst gar nicht kontrollieren.

Gruß aus Düsseldorf
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon Sascha1979 » 07.11.2016, 02:30

"Zeugen"
"Finanzamt schreiben"
"in ganz wenigen Fällen erlaubt"

a) Kann und darf der Chef den Angestellten erst einmal anlügen, wie er möchte. Wenn das GPS erlaubt ist, ist es erlaubt. Egal was der Chef dem Angestellten erzählt!

b) Wird das Finanzamt ganz sicher einem angestellten KEINE nicht-allgemeinen Informationen zu einem Unternehmen seines Chefes geben

c) Ist der Einsatz von GPS in Fahrzeugen sicherlich immer eine fragwürdige Sache. Wenn es aber für eine Sache ganz, ganz sicher erlaubt und konform ist, dann in Taxen, Mietwagen und LKW zur Vereinfachung der Disposition.

Und allgemein:
Wenn es dir nicht passt, dass dein Chef weiß wo du während deiner bezahlten Arbeitszeit mit seinem Auto rumfährst, dann kündige und such dir einen neuen Job!!!
Freundliche Grüße, ein TAXI-Kunde!
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon scarda » 07.11.2016, 03:13

Standard in Mietwagen, CarRent. Wer läßt sich schon gerne seine Autos klauen oder anlügen, dass die Beulen gar nicht von der und der Schotterpiste stammen, ...?

Jede Zentrale kann ständig ihre Autos in Echtzeit auf dem Bildschirm herumsausen sehen. Jede.
Auf jeden Fall im NotfallModus. Natürlich auch zur Auftragsvergabe. Erst recht zur Kontrolle. :wink:
Okay, Einschränkung, seit es Datenfunk gibt und wenn die Geräte fest verbaut sind.
Die Online Plattformen können das alle genausogut wie die Datenfunker. Da wächst zusammen was zusammen gehört. :wink:
Warum lassen Chefes wohl z.B. gerne noch Taxi.de neben herlaufen? Eine billige Art der Fahrzeugüberwachung.
MyTaxi z.B. sieht nur Handys herumsausen.
Nebenbei: deshalb sind die Bestelloptionen auch so dünne bis gar nicht vorhanden, weil es ebene nur Handys sind und die Pflege von Datenbanken menschliche Arbeit zu bezahlen hieße. Service kostet halt. Also beläßt man ihn halt beim Minimum. :wink:
Arbeitsrechtlich erlaubt? Wen schert's. :oops:

Ich bin ja für ne Blackbox Taxi mitsamt Innenraumüberwachungsvideos. :evil:
Am besten online verknüpft mit IM Alexa > viewtopic.php?f=2&t=11112&start=20#p216067 :evil: :evil:
Dann gibt es so was öfter > http://www.stern.de/panorama/stern-crim ... 09446.html :evil: :evil: :evil:
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon Pirat » 07.11.2016, 09:00

scarda hat geschrieben:Jede Zentrale kann ständig ihre Autos in Echtzeit auf dem Bildschirm herumsausen sehen.


Es geht ja nicht um Autos, sondern um Personen in den Autos.
Nicht Autodaten, sondern personenbezogene Daten sollen geschützt werden.
Diese Daten werden gespeichert und sind nach dem löschen reproduzierbar...
Nicht das Finanzamt, aber das Hauptzollamt hat gegebenenfalls Zugriff auf diese Daten.
Nach Auswertung solcher Daten, werden die Daten allen staatlichen Behörden ( Sozialversicherungsträger, Finanzamt ) zu Verfügung gestellt.
Wozu braucht es dazu noch eines Fiskaltaxameters im Taxi, Taxizentralen von heute sind Fiskaltaxameter...
Zuletzt geändert von Pirat am 07.11.2016, 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon taxipost » 07.11.2016, 10:27

Sascha1979,
eigenständiges denken fällt dir nachts schwer, wa?

zeugen wegen betriebsinterna.

FA wird antworten, weil es sich eben nicht um allgemeine infos zum betrieb handelt,
sondern um eine angebliche anordnung des FAs,
die in die grundrechte des angestellten eingreift.

bei mietwagen gibt es keine "vermittlung",
hier erfolgt die disposition nicht während der fahrt.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon KlareWorte » 07.11.2016, 10:28

taxipost hat geschrieben:
bei mietwagen gibt es keine "vermittlung",
hier erfolgt die disposition nicht während der fahrt.



natürlich gibt es das.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon taxipost » 07.11.2016, 11:26

eine vermittlung gibt es im mietwagen nicht.

die aufträge müssen beim chef, in der firma oder wohnung, eingehen.

ist ein auftrag eingegangen,
dann muss er nur noch ausgeführt werden.

vom chef oder seinen angestellten.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon am » 07.11.2016, 11:33

taxipost hat geschrieben:bei mietwagen gibt es keine "vermittlung",
hier erfolgt die disposition nicht während der fahrt.



Dafür, dass du anderen Usern gerne Ahnungslosigkeit und Unwissenheit unterstellst, offenbarst du selbst ganz erhebliche Wissenslücken. Die Aussage ist natürlich falsch. Es gibt bundesweit zahllose Mietwagenbermittlungen, die auch während der Fahrt disponiert werden, was sogar legal ist.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon taxipost » 07.11.2016, 11:48

geil dich nicht gleich wieder auf.

wir reden hier einen konkreten fall,
damit hast du scheinbat grundsätzlich probleme,
bei dem keine vermittlung stattfindet.

und bei deinen ungenannten bsp. handelt es ebenfall nicht um eine vermittlung.
weil eine vermittlung im mietwagen-sektor gesetzlich noch verboten ist.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon scarda » 07.11.2016, 16:51

Pirat hat geschrieben:
scarda hat geschrieben:Jede Zentrale kann ständig ihre Autos in Echtzeit auf dem Bildschirm herumsausen sehen.


Es geht ja nicht um Autos, sondern um Personen in den Autos.
Nicht Autodaten, sondern personenbezogene Daten sollen geschützt werden.
Diese Daten werden gespeichert und sind nach dem löschen reproduzierbar...
Nicht das Finanzamt, aber das Hauptzollamt hat gegebenenfalls Zugriff auf diese Daten.
Nach Auswertung solcher Daten, werden die Daten allen staatlichen Behörden ( Sozialversicherungsträger, Finanzamt ) zu Verfügung gestellt.
Wozu braucht es dazu noch eines Fiskaltaxameters im Taxi, Taxizentralen von heute sind Fiskaltaxameter...

Doch, es geht insofern um Autos, als das klassisch festverbaute Geräte klar zu zu ordnen sind. Herumsausende Smartfons eben nicht. Funklose Fahrzeuge auch nicht. Fiskaltaxameter, ebenfalls fest verbaut, ergeben also sehr wohl Sinn.
Das weißt Du natürlich genau, - trotz deiner immer wieder gerne zur Schau gestellten Gefühligkeiten.
Außerdem ist das was Zentralen bis heute (dir an-)getan haben eher lächerlich im Vergleich zu dem was die herumsausenden Handys im Gepäck haben > viewtopic.php?f=2&t=11112&start=20#p216067
Zuletzt geändert von scarda am 07.11.2016, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon Pirat » 07.11.2016, 17:52

Eigenes Handy kann man wegschmeißen...

Zur Not auch ein Fiskaltaxameter, plausibel geht auch ohne..

Beim Server von S&S wird’s schon schwieriger..

Guckst du hier : https://dl.dropboxusercontent.com/u/610 ... ollamt.pdf

Mehr liefert ein Fiskal auch nicht...
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon SindSieFrei? » 07.11.2016, 18:20

Ist doch prima, Pirat! Alles sauber höchstrichterlich entschieden. Gibt wohl doch noch Städte außer Hamburg, in denen anständig aufgeräumt wird. Ich verstehe nicht, warum man sich darüber aufregen kann, wenn die Schwarzarbeit massiv bekämpft wird, ebenso Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz. So wird sichergestellt, das die ehrlichen Unternehmer UND Fahrer nicht die Dummen sind! Sollen sie gleich in Bärlin weitermachen. 3000 Taxen weg oder wieviel galten nochmal als unplausibel? :mrgreen:
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon am » 07.11.2016, 18:54

taxipost hat geschrieben:geil dich nicht gleich wieder auf.

wir reden hier einen konkreten fall,
damit hast du scheinbat grundsätzlich probleme,
bei dem keine vermittlung stattfindet.

und bei deinen ungenannten bsp. handelt es ebenfall nicht um eine vermittlung.
weil eine vermittlung im mietwagen-sektor gesetzlich noch verboten ist.



Wer globale Aussagen trifft, bekommt globale Antworten.

Was der Berliner nicht kennt, das gibt es auch nicht. Leider liegst du da falsch.

Laut BGH vom 16.6.1993 ist für den Betriebssitz von Mietwagenunternehmern erforderlich, dass dort die wesentlichen für den Betrieb maßgebenden Tätigkeiten ausgeführt werden. Das heißt nicht, dass dort sämtliche Tätigkeiten stattfinden müssen, sondern beschränkt sich auf die Entgegennahme und Weitergabe (Vermittlung), sowie die buchmäßige Erfassung von Aufträgen und eine Rückkehrmöglichkeit für die Fahrzeuge. Diese Tätigkeiten können auch einer Funkzentrale übertragen werden. Ein Vorhalten der gesamten Buchhaltung am Betriebssitz ist nicht notwendig. Quelle: Bidinger B§49 133ff

Du magst ja ein wenig Ahnung von der AO haben und dich auch in B ganz gut auskennen. Aber um hier mit einigen unter uns ernsthaft über das Personenbeförderungsrecht in der herablassenden Art und Weise zu diskutieren, wie du es hier bisher tust, dafür fehlt dir erkennbar und nachgewiesen das Wissen.

Beispielhaft ziehe ich hier mal den abgeleiteten Begriff Abwinker heran, den ich ja frefelhafterweise Berlin zuschrieb.

In einem Rechtserlass des Ministers für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrheinwestfahlen findet sich nachstehende Formulierung:

veranlasst durch abwinkende Fahrgäste,
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_tex ... n=N&menu=1

Damit hat der Begriff "Abwinker" eine quasi gesetzliche Grundlage, auch, wenn du das für grammatikalisch falsch hältst, was es meines Erachtens nicht ist.

Wenn Du ernsthaftes Interesse an diesem Forum hast, dann empfehle ich dir ein wenig Demut im Umgang mit deinen Mitmenschen, mit denen du dir den Platz hier teilst. Wir könnten uns dann diese Kindergartenspielchen hier klemmen und wie Erwachsene sachbezogen diskutieren.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon Guter_Kollege » 07.11.2016, 19:55

taxipost hat geschrieben:fazit:
nur in ganz wenigen fällen ist das erlaubt.
nur dort, wo es darauf ankommt,
dass der "chef" den standort des angestellten aus betriebsbedingten gründen wissen muss,
um in einer notsituation reagieren zu kennen,
ist das denkbar.
Die Realität bietet diesbezüglich mehr als für Dich denkbar ist.
Hast Du auch nur ansatzweise ne Ahnung, wieviele Firmen und Branchen mittlerweile für sich beanspruchen
wissen zu müssen, wo in der Welt sich ihre Angestellten justamente aufhalten, um sie disponieren zu können?
Nicht bloß Speditions- und Kuriergewerbe, Krankenwagen, Polizei und Feuerwehr.

Pirat hat geschrieben:Nicht das Finanzamt, aber das Hauptzollamt hat gegebenenfalls Zugriff auf diese Daten.
Nach Auswertung solcher Daten, werden die Daten allen staatlichen Behörden ( Sozialversicherungsträger, Finanzamt ) zu Verfügung gestellt.
Da hast Du aber ein paar Behörden und staatliche Einrichtungen weggelassen, nicht wahr?
Alleine wer mit einem TomTom Navi herumfährt, oder einem Eierphone hat bereits sein komplettes Bewegungsprofil veröffentlicht.
Da heutzutage sowieso die Nutzung jeglicher Dienste verbindlich an Datenverwertung gebunden ist, ist die Datenschutzverordnung mindestens zur Hälfte eh nichts wert.

Selbst Erlebtes: Chef versprach mir bei Überlassung des Navis einst, es auf jeden Fall nicht zur Kontrolle zu benutzen.
Eines Tages erzählte mir beiläufig er hätte mal einige Navidaten "ausgewertet" und empfahl mir freundlich mit dem Sprinter
aus versicherungstechnischen Gründen nicht schneller als 120-130 zu fahren. Ich sei da irgendwo auf der A 24 ja auch mal 160 gefahren.
Abgesehen davon, das er weiter darum kein Bohei machte, geriet er - angesprochen auf seine eigene Ansage der Nichtkontrolle - doch mächtig in Erklärungsnot
und versuchte sich herauszureden, es schön zu reden.
Anderes: schon die Überlassung eines Firmenhandys, dünkt manchen Chef die einhergehende Verpflichtung, es auch ständig dabei haben zu müssen.
So bekam ich schon mehrfach, aufgrund eines verpassten Anrufs, die vorwurfsvolle Ermahnung, es doch bitteschön immer dabei zu haben.

Unausgesprochen: Am Besten auch während der gesetzlichen Arbeitspause.

Anspruch und Realität klaffen bei diesem Thema heutzutage weit auseinander.
Zuletzt geändert von Guter_Kollege am 07.11.2016, 20:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon Guter_Kollege » 07.11.2016, 20:51

am hat geschrieben:
taxipost hat geschrieben:bei mietwagen gibt es keine "vermittlung",
hier erfolgt die disposition nicht während der fahrt.

Dafür, dass du anderen Usern gerne Ahnungslosigkeit und Unwissenheit unterstellst, offenbarst du selbst ganz erhebliche Wissenslücken. Die Aussage ist natürlich falsch. Es gibt bundesweit zahllose Mietwagenbermittlungen, die auch während der Fahrt disponiert werden, was sogar legal ist.
Hier nun widerum, geschätzter Kollege am, tust Du taxipost aber etwas Unrecht.
Wo Du eben im anderen Thema erst von ihm verlangt hast, er möge mithilfe seiner Taxifahrerintelligenz, sich seinen Reim auf die von Dir geposteten, verklausulierten Infos machen.

Vermittlung und Disposition sind schon mal keine Legaldefinitionen.
Lediglich Aufträge an den Betriebssitz/Wohnung des Unternehmers können fernmündlich übermittelt werden.
Ein Mietwagenunternehmer darf selbst keine Aufträge im Mietwagen per Anrufweiterleitung, oder direkt am mobilphone entgegennehmen.
Genau hierum geht heutzutage der Streit, wo da welche Anbieter von Apps meinen, fernmündlich sei von Gestern und gehört abgeschafft.
Sie möchten nämlich die neue digitale Technik nutzen um das weiter auszubauen und zu leaglisieren, was tagtäglich sowieso geschieht.

Wo der Gesetzgeber von Vermeidung der Gefahr der Verwechslung mit Taxenverkehr spricht, ist die de facto Normalzustand.
Wenn digitale Technik und GPS sowieso alles nivelliert, gehört Mietwagen entweder zu Taxibedingungen eingeregelt, oder noch schärfer getrennt.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon am » 07.11.2016, 21:55

Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich verklausuliert schrieb, habe ich mehr Fachwissen vorausgesetzt.

Unrecht täte ich taxipost, sollte mit Vermittlung etwas anderes als eine zentralenähnliche Auftragsvergabe an Mietwagen gemeint sein. Davon gehe ich allerdings aus. Zu der Ansicht kann man gelangen, wenn man Uber im Hinterkopf hat, dem ja in, wenn ich mich nicht irre, die Vermittlung normaler Mietwagen in B untersagt wurde. Dieses Verbot ist insofern folgerichtig, da die Aufgräge bei einer peer to peer Vermittlung wie Uber vollkommen am Betriebssitz vorbeigehen.

Das ist bei einer Vermittlungszentrale, an der der Unternehmer seinen Betriebssitz hat und der er die wesentlichen Aufgaben übertragen hat, siehe oben, gerade nicht der Fall. Der Auftrag geht am Betriebssitz ein und darf unter Einhaltung der Bedingung Rückfahrt oder Besetztfahrt auch fernmündlich an den Mietwagen vermittelt werden.
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Re: Autos bekommen GPS-Ortung - was steckt dahinter?

Beitragvon taxipost » 08.11.2016, 08:51

am hat geschrieben:...
Das ist bei einer Vermittlungszentrale, an der der Unternehmer seinen Betriebssitz hat und der er die wesentlichen Aufgaben übertragen hat, siehe oben, gerade nicht der Fall. Der Auftrag geht am Betriebssitz ein und darf unter Einhaltung der Bedingung Rückfahrt oder Besetztfahrt auch fernmündlich an den Mietwagen vermittelt werden.

scarda würde jetzt schreiben,

nicht richtig gelesen und falschen widerspruch konstruiert. :D

der auftrag muss am betriebssitz o. wohnung des unternehmers eingehen.
es spielt keine rolle, wo der unternehmer seinen sitz hat.
sein sitz kann auch z.b. bei der zentrale sein.
entscheidend ist,
dass der auftrag beim unternehmer eingeht.

ganau das, steht auch da oben.
du hast es nur falsch ausgelegt.

die zentrale agiert hier stellvertrettend für den unternehmer.
sie nimmt den auftrag im namen eines bestimmten unternehmers an.
sie vermittelt also nichts, sie ist sz. nur ein callcenter des unternehmers.

hier findet keine vermittlung statt.
der am betriebssitz eingegange auftrag wird fernmündlich an den wagen/fahrer übertragen.

der ablauf ist
besteller >> unternehmer o. sein callcenter >> buchmässige erfassung >> weiterleitung innerhalb des unternehmens

und nicht

besteller >> eine zentrale >> weiterleitung an einen unternehmer >> buchmässige erfassung >> weiterleitung innerhalb des unternehmens

soviel zum fachwissen.
Zuletzt geändert von taxipost am 08.11.2016, 08:57, insgesamt 4-mal geändert.
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